• Wenn die 6 nordostdeutschen Landesverbände sich einigen, wird der DFB garnicht umhin können, einen außerordentlichen Bundestag einzuberufen:)


    Mit dem Antrag selbst : "...Änderung ...zur Einführung einer neuen Aufstiegsregel zur 3. Liga ab der Spielzeit 2023/2024, durch die alle Regionalligameister unter Wahrung der Grundsätze der Chancengleichheit sowie des Fair Play gleichbehandelt werden' zu stellen." wird gleichzeitig die jetzige Struktur der 5. Spielklasse mit 5 Regionalligen nicht in Frage gestellt. Damit akzeptieren die 6 nordostdeutschen Landesverbände, das bei 5 Regionalligen und 4 Aufstiegsplätzen auch weiterhin nicht jeder Regionalligameister direkt aufsteigen kann! Was nun die Forderung nach Gleichbehandlung unter Berufung auf Chancengleichheit und Fair Play betrifft, übersieht ein derart formulierter Antrag, das 2 Klassen von Regionalligen existieren:

    Einerseits die 4 "normalen" Regionalligen mit West (22,47% aller Herrenmannschaften bundesweit/2020), Nord (17,27%), Bayern 16,07%), Nordost (14,58), welche alle nicht jeweils mindestens 25% aller Herrenmannschaften bundesweit präsentieren und deshalb bei 4 Aufsteigern aufgrund ihrer Größe auch keinen Direktaufstiegsplatz beanspruchen können. Daneben existiert mit der RL Südwest auch eine Art "Regionalliga de luxe" mit 29,58% aller Herrenmannschaften in ihrem Einzugsgebiet, weil bei der letzten großen Regionalligareform 2012 auf die Bildung eigenständiger Regionalligen in Baden-Württemberg (14,7%) und in Südwest/Hessen (14,88%) verzichtet wurde

    Folglich müßte der Antrag also auf der Wegnahme des direkten Aufstiegsplatz für die RL West hinauslaufen"! :bindafür:Dafür müßten aber im Vorfeld des außerordentlichen Bundestages für dieses Anliegen die 6 nordostdeutschen Landesverbände mit Unterstützung des NOFV zunächst die übrigen 3 Regional- und 12 Landesverbände außerhalb von NRW gewonnen werden.8) Ob das gelingt?


    Möglche Lösung könnte dann wie folgt aussehen:

    Die RL Südwest behält ihren direkten Aufstiegsplatz und die 4 übrigen Regionalligen stellen die restlichen 3 Aufsteiger.

    Dabei könnten zunächst 2 Paarungen mit Hin- und Rückspiel ausgelost werden und deren Sieger stellten dann Aufsteiger 2 und 3. Anschließend erhielten die beiden Verlierer dieser Paarungen noch eine" 2.Chance" und ermitteln in Hin- und Rückspiel den 4. Aufsteiger.

    Alternativ wäre bei frühzeitiger Beendigung des Spielbetriebes in den betroffenen 4 Regionalligen und entsprechender medialer Begleitung auch eine Ermittlung der restlichen 3 Aufsteiger über eine Spielgruppe ähnlich den Aufstiegrunden zur Bundesliga in den 60er Jahren (jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel) denkbar.

  • Wenn die 6 nordostdeutschen Landesverbände sich einigen, wird der DFB garnicht umhin können, einen außerordentlichen Bundestag einzuberufen:)

    Das allein dürfte kein Problem sein.

    Mit dem Antrag selbst... wird gleichzeitig die jetzige Struktur der 5. Spielklasse mit 5 Regionalligen nicht in Frage gestellt. Damit akzeptieren die 6 nordostdeutschen Landesverbände, das bei 5 Regionalligen und 4 Aufstiegsplätzen auch weiterhin nicht jeder Regionalligameister direkt aufsteigen kann! ...

    Das sehe ich nicht so. Das Ziel ist klar formuliert: "Meister müssen aufsteigen!" Man hat bisher keine konkreten Vorschläge unterbreitet, um "ergebnisoffen in die Gespräche zu gehen". Realistisch betrachtet, dürfte es wohl drauf hinauslaufen, dass 5 Auf-/Absteiger zwischen den RL und der 3.Liga vorgeschlagen werden.

    ...Daneben existiert mit der RL Südwest auch eine Art "Regionalliga de luxe" mit 29,58% aller Herrenmannschaften in ihrem Einzugsgebiet...

    Möglche Lösung könnte dann wie folgt aussehen:

    Die RL Südwest behält ihren direkten Aufstiegsplatz und die 4 übrigen Regionalligen stellen die restlichen 3 Aufsteiger....

    Das wäre der gleiche Krampf wie bisher, nur in etwas veränderter Form...

    Es ist außerdem gar nicht empirisch belegt, dass von der Masse der Kreisklassemannschaften auf die Qualität des Regionalligameisters geschlossen werden kann (nix anderes bedeutet diese Milchmädchenrechnung mit den "Mannschaftszahlen"!) Der Fehler aus Sicht der "Flächen-Regionalverbände" war, dass man diese "Zählweise" irgendwann in den Neunzigern mal akzeptiert hat (oder akzeptieren musste?). Leider ist dieses unsinnige Narrativ jetzt schwer wieder wegzukriegen und andere Kriterien, wie Einwohnerzahl, Fläche...fallen hinten runter.

    Aktuell sind die Landes- bzw. Regionalverbände, welche sich auf diese Art und Weise einen Vorteil haben, im DFB-Bundestag in der Mehrheit, das wird also sehr schwer, die gewünschten Mehrheiten für eine Veränderung letztlich auch zu finden.

  • Wenn man die Prämisse "Wer Meister wird, steigt auf" umsetzen will, gibts nur zwei Möglichkeiten.

    Entweder es gibt fünf Aufsteiger, dann aber auch fünf Absteiger aus der 3. Liga - in dem Moment werden Halle, Zwickau und aktuell auch Aue herumdrucksen und finden, dass vier Absteiger echt mal total ausreichen.

    Oder es gibt künftig nur noch vier Regionalligen. Und dort wäre die einzige wirklich sinnvolle Lösung, die Nordost-Staffel aufzuteilen. Mindestens Sachsen und Thüringen spielen künftig mit den Bayern, der Rest spielt künftig bei Nord mit. Spätestens in dem Moment werden Leipzig, Chemnitz und Co. der Meinung sein, dass das ja alles nicht so gemeint war.

    Grundsätzlich ist das nämlich alles ein Sturm im Wasserglas. Es wird exakt gar nichts passieren, da kein Ost-Verein an der eigenen Nordost-Regionalliga rütteln will (die anderen Verbände in Nord, West und Süd freilich genauso wenig). Ich erinnere an die letzten Diskussionen, die keine drei Jahre alt sind.

    Und am Ende sollten die Nordost-Vereine dann auch mal überlegen, ob die eigene Regionalliga, bei der man so schön im langsam schal werdenden DDR-Saft badet, denn wirklich so toll ist. In den Relegationsspielen merkt man ja doch regelmäßig, dass die Nordost-Liga eher schwächer ist als die Konkurrenz.

  • Angesichts der Mehrheitsverhältnisse siehe Link zur Stimmenverteilung ist der Wunsch "Meister muß aufsteigen" auf Ebene der 4. Spielklasse völlig unrealistisch, solange im Gebiet Bayern/NOFV/NFV nicht eine Regionalliga aufgeteilt wird, Nach Lage der Dinge müßte dazu ausgerechnet der NOFV sein Aushänggeschild, die Regionalliga Nordost, zur Disposition stelllen Also sehr unwahrscheinlich.

    Das bei 5 Regionalligen jeder Meister aufsteigen kann führte nur dazu, das dann die Regional- und Landesverbände aus dem Gebiet der Regionalliga Südwest für diese dann sofort 2 Aufstiegsplätze verlangen würden oder alternativ die Bildung eigenständiger Regionallien für BaWü und Südwest verlangen und mit Unterstützung anderer Regional- und Landesverbände auch durchsetzen werden.

    Egal ob 5 oder 6 Meister als Aufsteiger: das heißt auch 5 oder 6 Absteiger für die 3.Liga. Nur wurde eine Aufstockung der 3.Liga bereits in der Vergangenheit von deren Teilnehmern abgelehnt. (Auch weil diese mit Ausnahme der Zweitmannschaften gegenüber den 36 Lizenzmannschaften neben dem Punktspielbetrieb auch noch an den Pokalwettbewerben ihrer Landesverbände teilnehmen) Spätestens dann würden die meisten nordostdeutschen Drittligisten und Landesverbände aus Sachssen und Sachsen-Anhalt angesichts der aktuellen prekären sportlichen Lage vom HFC, Zwickau und Aue sich auch gegen derartige Pläne stellen!8)

    Übrigens, was Kriterien wie Einwohnerzahl betrifft: Das hat im Gegensatz zu Anzahl aller am Spielbetrieb teilnehmenden Herrenmannschaften (nicht nur Kreisklassemannschaften) zum Glück nie eine Rolle gespielt! Ansonsten hätten im Zeitraum 1963 bis bis 1991 weder Hertha BSC, TeBe, Tasmania oder Blau-Weiss Berlin (zumindestens zeitweilig) der Bundesliga angehören können.8)

    1950 lebten im heutigen NOFV-Bereich noch 20 Mio, Einwohner, 1990 noch 18 Mio Einwohner und heute keine 16 Mio Einwohner mehr, während die gesamtdeutsche Einwohnerzahl im gleichen Zeitraum von 69 Mio Ew auf knapp 84 Mio Einwohner wuchs.

    Kurzum, jeglicher Hinweis auf Einwohnerzahlen wäre gerade von nordostdeutscher Seite ein "schönes" Eigentor.

  • Der DDR-Saft wird schal, der Alt-Bundessaft nicht? Erfurt-Jena oder Lok-Chemie schal, HSV-St. Pauli oder BVB-Schalke nicht? Bei allen Relegationsspielen hat sich die Hälfte der Ostler durchgesetzt, chancenlos war nur Neustrelitz. Deine einzig sinnvolle Lösung finde ich unvorteilhaft. Sie nutzt ausschließlich den Staffelsiegern. Im besten Falle könnten 2 Mannschaften aus dem NO aufsteigen, dann gäbe es noch im Falle eines Staffelsiegers einen Gewinn. In allen Fällen schadet so eine Lösung fast allen anderen Mannschaften. Bei Staffelsiegen nützt es einem oder zwei. Was ist daran sinnvoll? Der Osten lässt sich prinzipiell unterbuttern, wie schön für den Westen.

    Recht gebe ich dir mit dem Sturm im Wasserglas, aber ein Versuch ist besser als keiner.

  • Du tust ja jetzt so, als sei Lok-Chemie oder Erfurt-Jena der Normalfall. Der graue Alltag heißt aber eben auch Altglienicke, Luckenwalde, Meuselwitz und Hertha II. Und ja, es wird "schal", um mal das wording zu behalten. Denn machen wir uns nix vor.

    Der 10-Jährige von heute trägt auf dem Bolzplatz kein Lok-Trikot mehr. Der hat das Nikki von Manchester City, PSG, Real oder Bayern an, in Leipzig tendenziell noch das von RB. Irgendwann wird keiner mehr da sein, der sich an die großen Erfolge von einst erinnert. Und dann verliert der Nordosten sein letztes Alleinstellungsmerkmal, die (mancherorts!) überdurchschnittlich vollen Stadien.

    Wenn die-Ostvereine die aktuellen Regeln ändern wollen, nur zu. Aber dieser aktuelle Vorschlag ist dilettantisch.

  • Entweder es gibt fünf Aufsteiger, dann aber auch fünf Absteiger aus der 3. Liga - in dem Moment werden Halle, Zwickau und aktuell auch Aue herumdrucksen und finden, dass vier Absteiger echt mal total ausreichen....

    Spätestens dann würden die meisten nordostdeutschen Drittligisten und Landesverbände aus Sachssen und Sachsen-Anhalt angesichts der aktuellen prekären sportlichen Lage vom HFC, Zwickau und Aue sich auch gegen derartige Pläne stellen!8)

    ??? Dieser Antrag auf den außerordentlichen Bundestag hat doch nix mit der aktuellen Saison zu tun. Die Auf-/Abstiegsregel für die laufende Saison ist nicht mehr veränderbar. Die genannten drei wollen den Antrag auch unterstützen.


    ...Oder es gibt künftig nur noch vier Regionalligen. Und dort wäre die einzige wirklich sinnvolle Lösung, die Nordost-Staffel aufzuteilen. Mindestens Sachsen und Thüringen spielen künftig mit den Bayern, der Rest spielt künftig bei Nord mit. Spätestens in dem Moment werden Leipzig, Chemnitz und Co. der Meinung sein, dass das ja alles nicht so gemeint war...

    Wieso eigentlich? Für einen eventuell geänderten regionalen Zuschnitt müssten alle mit einbezogen werden! Allerdings...territorial zu große Gebiete auf Regionalligaebene haben sich als untauglich erwiesen. Die 2012 nach nur 4 Jahren wieder aufgelöste gemeinsame Regionalliga Nord/Nordost war unverhältnismäßig groß. Ähnliches träfe dann auch auf die von einigen angedachten beiden Ligen zu, welche aus den RL Nord, Bayern - und der auf diese beiden aufgeteilten RL Nordost entstehen würden.

    ...Das hat im Gegensatz zu Anzahl aller am Spielbetrieb teilnehmenden Herrenmannschaften (nicht nur Kreisklassemannschaften) zum Glück nie eine Rolle gespielt! ...

    Das die offizielle Lesart "alle am Spielbetrieb gemeldeten Herrenmannschaften" ist, ist bekannt, allerdings trifft meine Anmerkung, dass aus der Masse der Kreisklassemannschaften auf die Qualität des Regionalligameisters geschlossen wird, defacto zu, da ca. 90% aller Herrenmannschaften auf Kreisebene spielen!


    Übrigens, was Kriterien wie Einwohnerzahl betrifft: ...

    1950 lebten im heutigen NOFV-Bereich noch 20 Mio, Einwohner, 1990 noch 18 Mio Einwohner und heute keine 16 Mio Einwohner mehr...Kurzum, jeglicher Hinweis auf Einwohnerzahlen wäre gerade von nordostdeutscher Seite ein "schönes" Eigentor.

    Keinesfall! 16 Mio Einwohner im NOFV-Bereich und 18 Mio Einwohner in NRW rechtfertigen definitiv nicht den Unterschied "Meister muß in die Relegation" zu "Meister steigt direkt auf"!

    Grundsätzlich ist das nämlich alles ein Sturm im Wasserglas. Es wird exakt gar nichts passieren, da kein Ost-Verein an der eigenen Nordost-Regionalliga rütteln will (die anderen Verbände in Nord, West und Süd freilich genauso wenig). Ich erinnere an die letzten Diskussionen, die keine drei Jahre alt sind....

    Mit purer Stimmenmehrheit könnte man jeden Blödsinn durchsetzen. Das wäre dann allerdings nur eine "Diktatur der Mehrheit", keine Demokratie. Zur Demokratie gehört auch, dass man seinen Mehrheitsbeschluss gegenüber der Minderheit plausibel begründen kann. Und diese Plausibilität fehlt dem Kriterium "Mannschaftszahlen" eindeutig. In diese Richtung geht es nach meinem Eindruck auch mit dem Vorstoß der Vereine, die den DFB bei seiner Ehre bzw. in seiner Satzung verankertem Grundsatz "Der DFB handelt in sozialer und gesellschaftspolitischer Verantwortung und fühlt sich in hohem Maße dem Gedanken des Fair Play verbunden." packen wollen.


    ..In den Relegationsspielen merkt man ja doch regelmäßig, dass die Nordost-Liga eher schwächer ist als die Konkurrenz.

    Im Gegenteil, auf dem empirischen Prüfstand ist die "Mannschaftszahlenerbsenzählerei" völlig widerlegt: Die RL Nordost war, trotz der beiden hauchdünnen Niederlagen zuletzt, erfolgreichster Verband in den Relegationen (5:3), die angebliche RL "deluxe" Südwest mit Abstand die schlechteste (3:9, davon die letzten acht! Relegationen allesamt vorloren).

  • ... Deine einzig sinnvolle Lösung finde ich unvorteilhaft. Sie nutzt ausschließlich den Staffelsiegern. Im besten Falle könnten 2 Mannschaften aus dem NO aufsteigen, dann gäbe es noch im Falle eines Staffelsiegers einen Gewinn.

    Kurzum, also wäre doch mal eine konstruktive Lösung für die "Zweiklassengesellschaft"

    4. Spielklasse angebracht, eine zweistaffelige 4. Liga unter DFB-Regie (ähnlich strukturiert wie von 2000 - 2008 die damalige drittklassige Regionalliga mit RL Nord (West, Nord und Nordost) und RL Süd (Süd, Südwest).

    Genug Kandidaten dafür gibt es, deren kurz- oder mittelfristiges Ziel der Aufstieg in die 3.Liga ist. Dann kann in jedem Fall auch mindestens aus jeder Regionalliga auch der Meister direkt aufsteigen!

  • Kurzum, also wäre doch mal eine konstruktive Lösung für die "Zweiklassengesellschaft"

    4. Spielklasse angebracht, eine zweistaffelige 4. Liga unter DFB-Regie (ähnlich strukturiert wie von 2000 - 2008 die damalige drittklassige Regionalliga mit RL Nord (West, Nord und Nordost) und RL Süd (Süd, Südwest).

    Genug Kandidaten dafür gibt es, deren kurz- oder mittelfristiges Ziel der Aufstieg in die 3.Liga ist. Dann kann in jedem Fall auch mindestens aus jeder Regionalliga auch der Meister direkt aufsteigen!

    Wahrscheinlich gäbe es aber in allen Staffeln ausreichend Gegner dieser Variante.