Beiträge von Lohsi

    So, Oderwitz gewinnt vergleichsweise locker, Borea muss wieder zugucken. 4 Spiele sind es noch. Und sollte Borea alle vier Spiele gewinnen, reichen Oderwitz 10 Punkte aus vier Spielen. Nur, wenn Oderwitz noch mindestens drei Punkte abgibt, hat Borea überhaupt noch ne Chance, vorbeizuziehen.

    Inzwischen bestätigt: Nach Trebendorf und Rietschen ziehen sich auch Sachsenwerk und Zeissig zum Saisonende aus der LK zurück. Damit ist unterhalb von Platz zwei wohl die Zeit der lustigen Ergebnisse eingeläutet.

    Neusalza ist ja auch nicht allzu weit weg von Oderwitz, da gibt es sicher ein paar junge, deutsche Spieler die gern in der Landesliga bleiben möchten. :ja:


    Wenn LL finanziell keine zu große Belastung für den Verein ist, bin ich ja ein Verfechter davon das Aufstiegsrecht wahrzunehmen und es einfach zu versuchen. Wenn es dann sportlich nicht reicht, ist es halt so. Aber ein Aufstieg und eine Saison in der Landesliga klingen doch sowohl in der Vita vom Verein als auch von den Spielern ziemlich gut. :bindafür:

    naja, es gab auch genug Fälle, bei denen das mies endete. Ich erinnere zb an den Post SV aus Dresden, für den die Landesliga deutlich zu viel war. Das Team bekam das Jahr über dermaßen auf den Sack, dass die Mannschaft völlig kaputt ging und dann auch durch die Landesklasse rauschte und jetzt wieder in der Stadtoberliga Mittelklasse ist.

    Da es gerade darum geht, die Liga sportlich zu verlassen: Ist hier jemand in Sachen Abstiegsregelung sattelfest?

    Da zwei oder vielleicht sogar drei Absteiger aus der Landesliga drohen, verstehe ich im Behördendeutsch des Verbandes bisher nicht im Detail, ob in der Ost-Staffel dann im dümmsten Fall der Zehnte noch zittern muss, oder ob der Verband dann lieber Sebnitz/Wesenitztal zurück in die Mitte-Staffel schickt?

    DSC – Zeißig 9:0



    Bei eklig kaltem Wetter und noch viel ekligeren und kälteren Wind empfing am Samstagnachmittag der DSC die Zeissiger zum Spiel Not gegen Elend. Die Gäste das schlechteste Team der Liga (von denen die noch mitspielen) gegen einen DSC, der fünf Pflichtspiele in Folge verloren hatte und mit massiven Personalsorgen ins Spiel ging, unter anderem stand ein A-Jugendlicher in der Startelf. Das ließ nix Gutes erahnen.


    Aber manchmal kommt es anders. Die Gäste, die wohl ebenfalls personell massiv gebeutelt waren, ließen den erwarteten Kampfgeist komplett vermissen. Da war kein Aufbäumen, kein Wille, hier beim Krisenteam in Dresden was zu reißen.


    Das 1:0 des DSC schön herausgespielt, das 2:0 nach einer tollen Ecke, da war der Wille früh gebrochen. Die übrigen zwei Tore bis zur Pause waren aus der Kategorie „na wenn mich keiner angreift, schieß ich ihn eben so rein“.


    Nach der Pause bracht der DSC ne Weile, dann geht es munter weiter mit dem Scheibenschießen. Das 10:0 war am Ende vielleicht auch noch möglich, doch der Schiri hatte Erbarmen und pfiff überpünktlich ab.


    Der DSC wird hoffentlich nächste Woche sehen, wo er aktuell wirklich steht, das Spiel heute war kein Maßstab. Zeissig muss hoffen, dass der Total-Blackout mit 90 Minuten ohne gefährlichen Torschuss ein einmaliges Erlebnis bleibt.

    So langsam kann man bei Oderwitz und auch Wesenitztal zumindest mal horchen, ob die Herren Lust auf Landesliga hätten.
    Bei der Menge an Absteigern, die drohen, wäre es schön, wenn sich die Vereine zeitnah positionieren.

    Zum Abschied aus dem Heinz-Steyer-Stadion gewinnt der Dresdner SC mit 3:0 gegen den SV Sachsenwerk. 555 Zuschauer, davon etwa die Hälfte Hopper, sehen eine wie ich fand sehr sehr schöne Choreografie, einen herausragenden Support über 90 Minuten und ein zumindest ordentliches Spiel.

    Der DSC deutlich besser, ohne dabei aber zu glänzen, für Sachsenwerk wird es dieses Jahr richtig richtig schwer. Die Gäste gaben sich nicht auf, aber für die Liga reichts wohl einfach nicht.

    Der DSC von Anfang an am Drücker und als ein Stürmer sich am gegnerischen Strafraum robust durchsetzt, klingelt es. Das 2:0 dann eine sehr schöne Kombination, danach nimmt der DSC den Druck etwas raus, kontrolliert die Partie aber weiterhin.
    Die zweite Hälfte beginnt mit etwas, das ich in über 20 Jahren in diesem schönen Stadion auch noch nicht erlebt hatte - der Linienrichter wird ausgewechselt! Der gute Mann hatte sich nach 51 Minuten verletzt und musste durch eine glücklicherweise anwesende Schiedsrichterin ersetzt werden, die hatte aber nicht viel zu tun. Der DSC weiter mit Spielkontrolle, mehr als das 3:0 springt aber nicht heraus. Sachsenwerk im ganzen Spiel mit zwei guten Chancen, der DSC muss sich nur vorwerfen lassen, nach den beiden Klatschen zu Saisonbeginn nicht ein bisschen mehr fürs Torverhältnis getan zu haben.

    PS: Wer den Ground jetzt immer noch nicht hat: Am 26.9. spielen noch mal die DSC Zweite und die Alten Herren im Stadion. Dann ist aber wirklich Abriss.

    luc stark , ich glaube, du verstehst mich völlig falsch. Wenn sich ein Verein in einem vernünftigen Rahmen verstärkt, dann meckert keiner, und schon gar nicht in Görlitz (wobei du ja selbst das unrühmliche Ende erwähnst).

    Ich meckere, wenn der Verein seine Kohle nur noch in auswertige Spieler investiert (seien es jetzt Tschechen, Brasilianer oder Dresdner, die dann 3x pro Woche 2 Stunden zum Training übers Land gurken) und dafür am Nachwuchs spart. Und ich meckere erst recht, wenn das ganze dann Ausmaße wie einst in Bad Muskau, zuletzt in Neustadt oder aktuell in Trebendorf annimmt, wo teils ja gar kein local player mehr im Kader steht.

    Du hast natürlich recht, in Dresden ist die Lage eine ganz andere, dafür gibts hier auch ne ganz andere Konkurrenz, der nächste Landesligist ist immer nur ne Straßenbahnfahrt entfernt und in Dresden gibts eben keine halbwegs potenten Sponsoren, die zieht alle Dynamo ab. Und so müssen die Dresdner Clubs eben mit deutlich weniger Geld auskommen, von dem auch noch viel in die Nachwuchsarbeit fließt. Viele Dresdner gucken zurecht immer mal neidisch in die Lausitz, was dort manchmal möglich ist. Und der eine oder andere DSC-Fan wird sich gestern auch ein oder zwei der richtig guten Trebendorfer Spieler im eigenen Kader gewünscht haben.

    Aber ich persönlich lebe lieber mit ein par Niederlagen meiner Mannschaft mehr, dafür weiß ich, dass viele der Jungs schon in der Jugend im Verein waren und nicht sofort weg sind, wenn der Nachbarverein drei bunte Scheine auf den Tisch legt.

    Und vieleicht muss sich auch der eine oder andere Verein auf dem Dorf mal hinterfragen, ob es wirklich klug ist, für ein paar Jahre mit viel Geld und gut bezahlten Auswertigen vor 50 Zuschauern auf Landesebene oben mitzuspielen, oder ob man vielleicht mit Jungs aus der Gegend eine Liga tiefer mehr Spaß hat.

    Die Rechnung geht auf, aber weißt du was noch günstiger wäre? Keine externen Spieler holen und mit dem vorhandenen Spielermaterial in der Liga spielen für die es halt sportlich reicht. Ist es so viel geiler mit ausländischen Spielern Landesklasse zu kicken als mit Spielern aus der Region Kreisoberliga? Aber das ist eine Grundsatzfrage. :)

    Da liegst du meiner Meinung nach falsch. Denn gerade Vereine, die auf heimische Spieler setzen, haben meiner Erfahrung nach eher Probleme. Da fehlt in den Sommerferien immer einer, wer will es Freizeitkickern auch verdenken. Und vor allem in Dresden geht das Problem nach Ferienende erst richtig los, weil dann die Studenten Prüfungszeit und Semesterferien haben.
    Vereine, die es sich leisten können, elf Polen, Tschechen, Ukrainer oder Brasilianer zu bezahlen, haben meiner Erfahrung nach diese Probleme nicht. Denn da diese Spieler (teils ganz schön viel) Kohle kriegen, sind sie auch meist da.

    Hauptsache die zweite tritt aber im Kreispokal an und gewinnt deutlich. Ob die jungen, deutschen Spieler nicht die Qualität für Landesklasse besitzen? In Polen/Tschechien war wahrscheinlich irgendwas wichtiges gestern. ;)

    so traurig es ist, ist das für den Verein dann auch ne Kosten-Nutzen-Rechnung:

    Variante A) du füllst die Erste mit Spielern der Zweiten auf, verfährst dann locker 100 Euro Sprittgeld nach Dresden und fängst bei Borea fünf oder sechs Stück. Gleichzeitig fliegt deine Zweite aus dem Kreispokal oder kann dort gar nicht antreten.

    Variante B) du sagst das Spiel der Ersten ab, deine Zweite gewinnt im Kreispokal, du zahlst ne geringe Strafe wegen Nichtantritt und das Spiel wird mit 0:3 gewertet.

    Da darf jeder Fußballromantiker überlegen, was er machen würde.

    Ich meine die sind damit zwar spielfähig, aber direkt zielführend kann es nicht sein. Die Spieler haben kein Bezug zum Klub, die Zuschauer haben keinen Bezug zu den Spielern und bekommen den auch kaum, da ja nicht die selbe Sprache gesprochen wird. Und Geld kosten die Spieler den Verein sicherlich auch. In einem Kader einer Mannschaft sollten auch immer Spieler stehen die Bezug zum Verein haben. Das man externe dazuholt versteht sich oberhalb der Kreisebene von selbst. Aber da kann auch jeder seine Meinung dazu haben und jeder Verein darf seine Philosophie haben. Über Inter Leipzig regt sich doch am Ende auch niemand auf. Und etwas verbotenes machen sie auch nicht - solange es erlaubt ist wird es solche Projekte immer mal wieder geben.

    Es ist doch alles nix neues: Ob Bad Muskau, Neustadt oder aktuell Trebendorf: Solange sich ein dummer findet, der es bezahlt, wird sich immer ein Verein finden, der für den kurzfristigen Erfolg jede Menge Geld verbrennt.
    Leider kommt Trebendorf auch noch die Corona-Pause zugute. Nachdem die Truppe letztes Jahr quasi eine Woche nach Saisonstart zusammengekauft wurde (Rammenau wird sich freudig erinnern), hatten die dieses Mal ne Vorbereitung.
    Bleibt zu hoffen, dass die Vereinskasse eher heute als morgen leer ist und wieder Platz für einen Verein frei wird, der seine Kohle lieber in Nachwuchstrainer als in Brasilianer und Ukrainer steckt.

    FSV Kemnitz - Dresdner SC 1:3 n.V.


    Mit einer Rumpfelf gewinnt der DSC knapp beim Kreispokalsieger der Oberlausitz. Gut 230 Zuschauer entschieden sich in Kemnitz (nahe Löbau) gegen Pferde- und für Ballsport und sahen ein ausgeglichenes Spiel. Über die Qualität des ersten DSC-Pflichtspiels seit neun Monaten gingen die Meinungen auseinander. "Richtig gut" fanden die einen das Spiel, "Grottenkick", sagen die anderen.

    Der DSC jedenfalls mit einer Rumpfelf, bei der im Normalfall nur sechs der insgesamt 14 eingesetzten Kicker regelmäßig spielen werden. Aber es ist Urlaubszeit, dazu kommen ein paar Verletzte, und schon brauchst du Verstärkung aus der Zweiten...
    Bei Kemnitz laut Info der Einheimischen auch nicht alle Mann an Bord. Man merkte den Gastgebern jedoch an, dass die durch den Kreispokal schon ein paar Wettbewerbsspiele hatten.

    Die erste Halbzeit ausgeglichen, beide Teams mit jeweils zwei ordentlichen Cancen, die aber beidseitig vorbei gehen. Der DSC um mehr Spielkontrolle bemüht, Kemnitz etwas zielstrebiger aber mit nicht allzu ballsicheren Angreifern. Es bleibt noch beim 0:0.

    Nach Wiederanpfiff die Gastgeber mit 2 richtig guten Chancen, das Tor macht aber der DSC nach einer Ecke. Direkt danach schläft aber die DSC-Verteidigung, ein Kemnitzer kann von rechts in die Mitte ziehen und sauber abschließen. Danach beide Teams noch mit mehreren Riesen, die aber allesamt vergeben werden. Vor allem Kemnitz war dem Siegtreffer doch verdammt nah.

    In der Verlängerung ist es dann doch die individuelle Klasse der Gäste, die zwei Mal treffen, während Kemnitz selbst am leeren Tor vorbei schießt. Die Gastgeber haben sich aber durchaus teuer verkauft. Die Partie hätte auch andersrum ausgehen können.
    Nachdem man vom Kemnitzer Anhang zuvor nicht nur Gutes gehört hatte, fällt auch nach dem Besuch das Umfeld-Fazit gemischt aus. Schönerweise gab es zumindest im zweiten Abschnitt nen kleinen Stimmungsblock der Gastgeber. Nicht allzu niveauvoll und mit einer fragwürdigen Fixierung auf Sexworker und deren Nachwuchs, aber immerhin mal jemand, der sich um Atmosphäre bemüht hat. Zudem erlebten die Gäste auch viele durchaus nette Kemnitzer.
    Leider zog das Spiel auch mehrere Grüppchen der "eventorientierten Jugend" der Oberlausitz an. Ein Quintett davon suchte in der Halbzeitpause den Diskurs mit dem Gästeanhang, um über das Miteinander von Sport und gesellschaftlichem Engagement zu diskutieren. Nachdem die jungen Herren auch einen Austausch über Mode und sportliche Betätigung suchten, die Gäste aber kund taten, sie seien des Fußballs wegen vor Ort, blieb es während des weiteren Spiels ruhig. Nach Abpfiff strebte das philosophische Quintett noch nach einer gemeinschaftlichen Auswertung des Erlebten auf dem Parkplatz, beließ es dank der Kemnitzer Ordner aber bei Tipps zur weiteren Abendgestaltung und kurzen Ausflügen in die Zoologie.

    Fazit des Tages: Nach neun Monaten endlich wieder richtiger Fußball - und Hauptsache gewonnen. Und jetzt schauen wir mal, wie lange der Landesverband die unterklassigen Teams dieses Mal mitspielen lässt.

    Pokal? Können wir scheinbar.

    Der DSC zieht gegen Landesligist Striesen letztlich verdient ins Achtelfinale ein. Hatte Neugersdorf den DSC in der zweiten Runde noch gnadenlos unterschätzt, durfte man gegen die Ost-Dresdner nicht davon ausgehen. Und tatsächlich begann Striesen deutlich überlegen, ließ den Ball laufen, um dann schnell über Koch und Schulz zuzuschlagen.
    Das 1:0 ist allerdings vor allem Abwehr-Slapstick. Beim hohen Ball nach vorn verschätzt sich der erste DSC-Verteidiger und springt am Ball vorbei. Der Angreifer passt eigentlich viel zu ungenau in die Mitte, wo der zweite Verteidiger sich aber auch verschätzt und die Kugel ohne Not an den Innenpfosten grätscht. Von dort aus springt der Ball genau zum zweiten Angreifer in die Mitte, der alleine fünf Meter vor dem Tor keine Mühe hat.
    Danach komplett überlegene Gäste, die aber nach 20 Minuten immer mehr in den Verwaltungsmodus schalten und so den DSC, der bis dahin kaum in die gegnerische Hälfte kommt, ins Spiel lassen. Trotzdem: bis zur Pause kein einziger Torschuss des DSC.
    Das ändert sich nach Wideranpfiff. der DSC jetzt hellwach und mit dem schnellen Ausgleich. Langer Ball von rechts, in der Mitte wird der DSC-Stürmer zumindest grenzwertig gestört, aber so rollt die Kugel durch bis zur linken Seite, Ball in die Mitte und dort steht der Stürmer dann goldrichtig und trifft.
    Danach ein offenes Spiel mich Vorteilen für Striesen, die den Ball aber selbst mit besten Chancen nicht ins Tor bekommen.

    Stattdessen trifft der DSC. Ein aufgerückter Verteidiger macht einen eigentlich abgewehrten Angriff per Kopf wieder scharf, der DSC-Stürmer ist durch und drischt den hoppelnden Ball aus rund 16 Metern ins Eck.
    Striesen rennt danach an, aber der DSC verteidigt konsequent und hat sogar noch 1-2 gute Konter. Nach 94 Minuten und einer letzten Ecke ist dann auch Schluss.

    Der DSC gewinnt meiner Meinung nach verdient, da die spielerischen Vorteile der Striesener mit Kampf und mehr Wille ausgeglichen wurden. Am Ende haben bei den Gästen vielleicht doch 1-2 Prozent Einstellung gefehlt, die bei so einem Spiel vor guter und lautstarker Kulisse den Unterschied machen können.

    was ist denn das für eine Auslosung||? Roter Stern-ist mir noch nicht untergekommen. die haben ja , laut Wikipedia, Tradition wie die Brausetruppe:rotekarte:. Ist das die Antifa-Abteilung von Connewitz? Die waren doch mal wegen Schlägereien auf dem Sportplatz in den Schlagzeilen. Kann man da als Fan hinfahren? Klärt mich bitte auf.

    Die Schlägerei, an die du dich erinnerst, gab es, allerdings wurden da Fans und Spieler des Roten Sterns bei einem Auswärtsspiel im Leipziger Hinterland angegriffen und teils schwer verletzt. So viel dazu.

    Wer sich dort nicht benimmt, als sei er gerade mit seiner örtlichen Reichsbürgergruppe auf Familienausflug bei Pegida, der erlebt beim roten Stern einen völlig entspannten Nachmittag und einen meist herausragenden Support einer extrem kreativen Fanszene.