Landesliga Sachsen 2022/23 - die 33. Spielzeit

  • Spielbericht FSV Oderwitz - SG Taucha

    Der FSV Oderwitz wollte unter dem neuen Trainer Sisler endlich den Bock umstoßen und in die Erfolgsspur zurückkehren. Leider gelang dies nicht. Im Gegenteil. Die Oderwitzer kamen mit 1:7 gegen die SG Taucha komplett unter die Räder. Bereits zur Halbzeit stand es auf dem Platz in Ebersbach aus Oderwitzer Sicht 0:3, denn die Gastgeber waren zwar gewillt das Spiel selbst zu gestalten, aber durch individuelle Fehler und Unachtsamkeiten im Abwehrverhalten war der FSV schnell auf die Verliererstraße geraten. Auch eine laute Ansprache des Trainers in der Halbzeitpause brachte nicht den gewünschten Effekt und bereits kurz nach dem Pausentee musste der Oderwitzer Keeper Kadlec zwei weitere Male hinter sich greifen. Den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:5 erzielte Scholz. Als sich Hoinko kurze Zeit später auch noch eine unnötige gelbrote Karte einhandelte, hatte der Gast aus Taucha wenig Mühe zwei weitere Treffer zu erzielen und das Ergebnis auf 1:7 in die Höhe zu schrauben.

    Am nächsten Wochenende hat der FSV Oderwitz spielfrei und diese Zeit soll genutzt werden, um die eklatanten Defensivprobleme in den Griff zu bekommen.

    Verfasser: Hartmut Franke

  • Zum Spielausfall:

    Am Freitagmittag trudelte eine automatisch generierte Email in der Geschäftsstelle ein.

    Kein Grund der Absage, keine Ankündigung, keine Information.

    Wir haben Bilder vom Platz. An dem kann es nicht gelegen haben. Zumal es einen Kunstrasen gibt.


    Wahrscheinlich hatte Blau Weiß keine Spieler und da passt es ja nur zu gut, wenn der Trainer gleichzeitig Angestellter des SFV ist. Da sind Wege und Regeln ja kein Thema.

    Ich bin sehr gespannt was die offizielle Begründung sein wird.


    Ich weiß noch genau, was uns alles erzählt wurde, als wir gegen Rabenstein mit einer Woche Vorlauf verlegen wollten.

    Zweierlei Maß würde ich meinen.

  • Auf Antrag durch DD wäre eine Einstufung in die LL möglich. Die Möglichkeit ist in dem Artikel auch durch den SFV dargestellt.

    Theoretisch schon. Aber was wenn RB und Aue gleichzeitig dieselbe Idee haben? Die dürfen ja nicht anders behandelt werden als Dynamo.

    Selbst wenn das durchgeht, müsste die LL dann 23/24 mit 17 (oder besser wieder 18) Mannschaften spielen.

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • Theoretisch schon. Aber was wenn RB und Aue gleichzeitig dieselbe Idee haben? Die dürfen ja nicht anders behandelt werden als Dynamo.

    Selbst wenn das durchgeht, müsste die LL dann 23/24 mit 17 (oder besser wieder 18) Mannschaften spielen.

    Sind ja in der LaLi zwei Plätze frei durch die Rückzüge. Bin da jetzt kein Experte, in Sachsen-Anhalt gab es für die Eingliederung der U23 von MD eine Änderung der Spielordnung.Im übrigen spielt die Verbandsliga Sachsen-Anhalt mit 20 Mannschaften.


    Die Botschaft sollte ja nur sein, alles ist möglich.

  • wir brauchen uns nicht zu streiten wegen Sachen, die eh andere entscheiden. Kamenz und Inter haben sich zurückgezogen, die wären ansonsten wohl sportlich abgestiegen. Nach Spielordnung spielt die LL 23/24 mit 16 Mannschaften, da müssen mindestens drei weitere Vereine runter plus einer pro OL-Absteiger. Also bestenfalls kann da jemand beantragen, zusätzlich reinzudürfen. Da hätten wir 17 und dann kann man auch gleich mit 18 spielen, so wie diese Saison mal angefangen hatte.

    In S-Anhalt gab es diese "Lex FCM2", deshalb spielen die mit 20 Mannschaften. Ist nicht der Sinn der SAche im Amateurfußball und auch noch eine Spätfolge dieser aufgeblähten Corona-Ligen.

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • so, wieder mal kommt Darmstadt 98 in der Glotze, während ich paar Sätze schreibe.


    Als Fußballfan musst du irgendwo Egoist sein. Nicht unbedingt für dich selbst, sondern für deinen Verein. So gesehen hätte ich den Großenhainern das Weiterkommen im Pokal durchaus gegönnt, war aber über die Verlängerung gar nicht traurig.


    Heute nun denkbar schlechtes Fußballwetter, Schneegriesel auf dem Kunstrasen. Damit lockt man leider niemanden hinterm Ofen hervor. Die wenigen Anwesenden sahen aber ein engagiertes Landesligamatch mit durchaus unerwartetem Ausgang:


    Copitz gg. Großenhain 2 : 1 (1:1).


    0:1/13. Schäfer aus Nahdistanz, durchkombiniert.

    1:1/43. Grellmann, Konter nach Ecke GRH.

    2:1/54. Grellmann per Kopf im Anschluss an einen Freistoß.


    Anfangs durchgezählte 40 Zuschauer, ein paar einzelne kamen noch. Eine Handvoll Gäste darunter.

    Florian Glöß war anwesend, die Operation ist gut verlaufen. Auch ExVfLer Andre Kaiser (jetzt Student in Leipzig und für Radefeld aktiv) unter den Zuschauern.


    Schiri Marc Jünger hat mir richtig gut gefallen.


    Immer wieder Schneeschauer, die heftigsten während der Halbzeitpause und in der Nachspielzeit.


    Beim VfL fehlten Kemter und Wochnik (Rücken). Damit kam Pierre Schiller nach fast 12 Jahren zu seinem Landesliga-Comeback. Um es vorwegzunehmen, er wurde zu einem der matchwinner!

    Die Gäste hatten 120 Pokalminuten in den Knochen, wollten gleich am Anfang klare Verhältnisse schaffen. Wie schon in Radebeul kam der VfL schwer ins Spiel und geriet erneut früh in Rückstand. Nahezu jeder Zweikampf im Mittelfeld ging verloren, das Geschehen spielte sich zumeist in der Copitzer Hälfte ab. Nach dem 0:1 hieß es erst mal, kein zweites Gegentor zu kassieren. Sporadisch näherte sich der VfL auch mal dem gegnerischen Tor und kam zu zwei Halbchancen. Die Gäste aber deutlich gefährlicher, ein Super-Reflex von Schiller verhinderte das 0:2. Die klare Eckenführung war Ausdruck des Spielverlaufs. Diese Ecken kamen teilweise nicht ungefährlich, Pierre hat natürlich nicht die Präsenz im Strafraum wie sonst Ron. Aber mit vereinten Kräften klärte die Copitzer Abwehr alle gefährlichen Situationen. Und der letzte Eckball vor der Pause wurde so gut geklärt, dass daraus ein Konter drei gegen zwei entstand. Der wäre beinahe noch schiefgegangen, aber Grellmann netzte letztlich ein.

    Ein durchaus schmeichelhaftes 1:1, aber wie schon in Radebeul kämpfte sich der VfL peu a peu ins Spiel hinein.


    Schneeschauer zur Pause, der grüne Kunstrasen wurde weiß überzogen, das taute aber schnell wieder weg. Ich war im Sozialgebäude und hörte die laute Ansprache von Gästetrainer Dieske. Ahnte er, was kommt? Hätte er in Anbetracht des zurückliegenden Pokalkampfes eher Streicheleinheiten verteilen sollen? Ich weiß es natürlich nicht.


    Die im Nachhinein vielleicht entscheidende Spielszene in der 47. Minute. Zum letzten Mal gelang es den Gelbschwarzen von der Röder, einen Ball durch die Innenverteidigung zu stecken, doch Schiller klärte bravourös im eins gegen eins! Nun wurde der VfL stärker. Ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld wurde nach links in den Strafraum geschlagen, nach rechts weitergeleitet und Tom Grellmann brauchte "nur" noch einzunicken.

    Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Großenhain bemüht, aber nun mit sichtlich schwindenden Kräften. Eine wirklich klare Torchance hab ich nach dem 2:1 nicht mehr registriert. Etwas enttäuschend, was die Gäste aus ihren Standards machten. Copitz mit einer leidenschaftlichen Leistung bis zum Schluss. Da ging man keinem Zweikampf aus dem Wege. Natürlich kann der eine oder andere Angriff dann besser ausgespielt werden, so musste bis zur 94. Minute gebangt werden. Am Ende waren drei ganz wichtige Punkte im Kasten. Danke Jungs, für die kämpferische Leistung!


    Vier Punkte aus zwei Spielen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Jetzt kommen die wichtigen Spiele gegen Blauweiß und Striesen, wo das bestätigt werden muss. Schön, dass Striesen heute noch gepunktet hat! Damit haben wir ein kleines Polster vor Blauweiß.


    Also, lilaweiß schlägt gelbschwarz. Kommenden Sonnabend drücke ich im RHS dann gelbschwarz gegen lilaweiß die Daumen und hoffe, dass der VfL zeitgleich in Leipzig erfolgreich ist.


    Fun fact: seit dem Wiederaufstieg 2015 war das heute erst das fünfte Heimspiel auf dem Kunstrasen. Davon wurden nur zwei gewonnen - beide gegen Großenhain!

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    Nick Hornby

  • im einzigen ausgetragenen Sonntagspiel gewinnt Taucha mit 2:0 in Laubegast und ist damit weiter ganz vorn dabei. Ich war aber nicht vor Ort.

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  • ...Kamenz und Inter haben sich zurückgezogen, die wären ansonsten wohl sportlich abgestiegen. Nach Spielordnung spielt die LL 23/24 mit 16 Mannschaften, da müssen mindestens drei weitere Vereine runter plus einer pro OL-Absteiger. ...

    So ist es, die aktuelle Fassung der Spielordnung lässt für die kommende Saison nichts anderes zu.

    ...Aber was wenn RB und Aue gleichzeitig dieselbe Idee haben? Die dürfen ja nicht anders behandelt werden als Dynamo....

    Laut LVZ-Interview plädiert Max Eberl stark für die Gründung einer 2.Mannschaft bei RB Leipzig.

  • Auch für SpiO ein Artikel wert, siehe Link

    Zitat:" Die Mannschaft müsste dann zunächst in der 3. Kreisklasse starten.

    Eine Alternative wäre die Übernahme einer anderen Mannschaft, so wie es RB bereits bei seiner Vereinsgründung 2009 gehandhabt hatte. Für die zweite Mannschaft wurde damals das Bezirksliga-Spielrecht vom ESV Delitzsch übernommen."

    Da hat der MDR schlampig recherchiert, ... niedrigste Spielklasse in LE ist die 2.Kreisklasse - aber gut, vlt. möchte RBL II erstmal ganz alleine anfangen:S...

    Und diese vermeintliche "Alternative" lässt die derzeitige Fassung der Spielordnung, wie oben schon mal gesagt, nicht zu. Solls auf die Schnelle sein, dann nur wie 2004, als Lok mit SSV Torgau mit einer "pro Forma"-Vereinsfusion (bzw.Vereinsbeitritt) das Spielrecht in der Bezirksklasse bekam und damit 4 Ligen überspringen konnte. Zur Not reicht ja erst Mal die Landesklasse, der FC Inter als leere "Hülle" wäre geeignet...

    Aber vlt. wartet RB einfach auch nur ein Jahr, denn wenn der liebe Hermann an der neuen SFV- (oder gar NOFV?) Spielordnung entsprechend rumgeschraubt hat, sollte alles möglich sein...

  • Das mit der Übernahme sollte ja kein Problem sein. Je größer der Verein und je leckerer die Schnittchen im VIP-Bereich, umso einfacher lassen sich beim SFV erfahrungsgemäß lästige Satzungsprobleme lösen.

  • ...Und diese vermeintliche "Alternative" lässt die derzeitige Fassung der Spielordnung, wie oben schon mal gesagt, nicht zu. Solls auf die Schnelle sein, dann nur wie 2004, als Lok mit SSV Torgau mit einer "pro Forma"-Vereinsfusion (bzw.Vereinsbeitritt) das Spielrecht in der Bezirksklasse bekam und damit 4 Ligen überspringen konnte. Zur Not reicht ja erst Mal die Landesklasse, der FC Inter als leere "Hülle" wäre geeignet...

    Aber vlt. wartet RB einfach auch nur ein Jahr, denn wenn der liebe Hermann an der neuen SFV- (oder gar NOFV?) Spielordnung entsprechend rumgeschraubt hat, sollte alles möglich sein...

    Eine Fusion a`la der von Lok mit dem SSV Torgau 2004 kann man angesichts der Mitgliedstruktur des RasenBallsport Leipzig e.V., siehe Link und Link wohl ausschließen. Denn durch solch eine Vereinsfusion würden anschließend Mitglieder des Fusionspartner mit Sicherheit auch die Mehrheit beim RBL e.V. stellen.8)

  • ...umso einfacher lassen sich beim SFV erfahrungsgemäß lästige Satzungsprobleme lösen.

    Auf die Erklärung wäre ich dann aber echt gespannt: Schließlich hat man diesbezüglich 2014 die Spielordnung mit der Begründung geändert, diesen Missbrauch der Spielrechtsübernahmen zukünftig zu unterbinden.

  • lt. dem immer gut informierten user Hansestädter haben sich aus der Landesliga "M&M", also Marienberg und Markranstädt, für die Oberliga 23/24 beworben.

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby