Beiträge von Steffen

    Ich lasse es heute mal bei vielen Zahlen mit ein paar Bemerkungen zwischendurch. Vier Fußballspiele in 24 Stunden von Freitag Abend bis Sonnabend Nachmittag sind auch für mich nicht alltäglich, die Ausbeute betrug gerade mal zwei Punkte - naja, man kann sich auch andere Hobbies aussuchen...


    Pirna-Copitz - Einheit Kamenz 1 : 3 (0:1).


    0:1/28. Philipp Schmidt. Der ehemalige Linksverteidiger des VfL spielte tatsächlich in der Spitze.

    0:2/54. Sobe bei 11 gegen 10 (Kluttig schon draußen, Scykalka noch nicht drin)

    0:3/60. Labisch

    1:3/90. Kärger


    Etwa 140 Zuschauer, darunter so 20 bis 25 Gäste und lange Zeit auch die Mannschaft von TuS Weinböhla.


    SR Meisel mit ein paar überraschenden Entscheidungen, ohne dass das Auswirkungen hatte.


    Vorspiele: B-Junioren Landesliga Copitz - FSV Zwickau 1 : 2 (1:1). Schade, hier war ein Punkt drin.

    Landesklasse Mitte Copitz2 - Weinböhla 0 : 0. Speziell in der 2. Hz muss Weinböhla seine Feld- und Chancenvorteile auch mal zu einem Tor nutzen. Gezwungenermaßen stand A-Jugend-Keeper Schäfer im VfL-Kasten - mit einer starken Leistung!


    Neues aus der medizinischen Abteilung: Sebastian Heine wird nun doch am Kreuzband operiert. Alles Gute! Tim Baumann wieder dabei. Robert Kluttig musste erneut leicht angeschlagen runter. Neue Problemzone Torhüter: Philipp Nufer hat Knieprobleme seit dem letzten Einsatz in der "Zweiten", Ron Wochnik mit Schulterverletzung im Training, genaue Diagnose steht noch aus. Also gestern Eric Richter im Tor und Oliver Herber als Ersatz.


    Das Ergebnis spiegelt die derzeitige Situation in beiden Mannschaften wider. Viel mehr will ich zum Spiel gar nicht schreiben. Am Wollen lag es beim VfL nicht. Doch dann aus dem Nichts ein saublödes Gegentor (man lese nach, wie das 2:0 gegen Mittweida fiel - das war diesmal andersrum). Dann kam der VfL mit Elan aus der Kabine, doch hier zeigte Kamenz seine Klasse und legte zwei blitzsauber herausgespielte Treffer nach. Damit war offenbar aller Ballast vom VfL abgefallen, der bis zum Schluss fightete und sich noch mit dem verdienten Ehrentor belohnte. Nach dem Spiel Frank Paulus unzufrieden, weil der VfL erst nach dem 0:3 mutig spielte und Frank Terks mit 75 Minuten des Spiels unzufrieden (Ausnahme die Phase nach der Pause). Das ist alles Makulatur, die Punkte sind in Kamenz.


    Nächste Woche in Radebeul, die nun auch ihre Personalprobleme haben. Egal, wie der Gegner heißt und wer mitspielt - es müssen Punkte her! Heute Nachmittag ist der VfL übrigens in jedem Fall Vorletzter.

    Striesen - Grimma 0 : 1 (0:0).


    Ein gebrauchter Pokal-Nachmittag bei herrlichstem Fußballwetter. Grimma ist eine Runde weiter, hat mich aber rundweg enttäuscht. Zwei vernünftige Angriffe im ganzen Spiel, der erste führte zur Führung (47. Minute), der zweite zwang den Torwart zu einer tollen Parade (etwa drei Minuten später). Das wars. Striesen arg ersatzgeschwächt, u.a. fehlte Horst Rau. Die Gastgeber durchweg bemüht, allerdings fehlten die Mittel, um wirklich zu Torchancen zu kommen. Etwa ab der 60. MInute Grimma nur noch zu zehnt wegen eines Revanchefouls. Ich frage mich, wie Grimma seine letzten drei Punktspiele jeweils mit 3:0 gewinnen konnte. Ordentliche Kulisse, so um die 130 bius 140 Zuschauer, darunter auch etwa 15 Gäste.


    Heute beim Eishockey hoffentlich mehr Erfolg als gestern Abend beim Handball...

    Doch noch mal ich. Beim Durchlesen meines Berichtes aus Striesen bemerkte ich, dass ich einen wichtigen Fakt vergessen hatte: Torwart Christian Kunath verwandelte den letzten Elfmeter für die Striesener wie einst René Müller von Lok Leipzig gegen Bordeaux. Auf den (also auf Kunath, nicht auf Müller) könnte es morgen wieder ankommen. Ich werde bei Striesen gegen Grimma vor Ort sein. So wie sich beide Mitte September gegen den VfL präsentiert haben, wäre eine Überraschung durchaus drin. Die Tendenz in den letzten Punktspielen beider Mannschaften spricht aber eher dafür, dass das eine klare Sache für Grimma wird - wenn die Einstellung stimmt.

    Ansonsten werde ich am Wochenende viele Tore sehen, möglicherweise aber für die falschen Mannschaften - denn ich werde nacheinander den beiden Tabellenletzten HC Elbflorenz (Sonnabend) und Dresdner Eislöwen (Sonntag) meine Aufwartung machen.

    ...oder ich sauge mir etwas aus den Fingern. Ich befürchte aber, das liest sich nicht so prickelnd!


    FSV Neusalza-Spremberg - VfL Pirna-Copitz 3 : 0 (0:0).


    1:0/76. Bartosziewicz nach Einwurf von links

    2:0/83. Kant mit Distanzschuss aus halbrechter Position

    3:0/90. Bouska unter Ausnutzung von Auflösungserscheinungen in der Copitzer Hintermannschaft


    Gute Kulisse, über 150 Zuschauer - darunter mehr als 20 Gäste. Letztere hatten sich den Sonntag Nachmittag ganz anders vorgestellt.


    SR John Köber hatte alles im Griff.


    Die Anfahrt wurde verlängert durch nicht angekündigte und schlecht ausgeschilderte Umleitung vor Oppach. Dies bedeutete einen Umweg übers "Schirgiswalder Apfelfest". Wir hätten vielleicht dort bleiben sollen. Heimwärts hat uns das Navi dann einen etwas größeren Bogen gezeigt.


    Herbstliches Wetter. Kalt und windig, aber bis auf vereinzelte Tropfen kam nix von oben.


    Der VfL startete mit derselben Elf wie gegen Großenhain. Bei den Gastgebern musste Riedel früh raus (Fußverletzung), das sah auch nach dem Spiel nicht so gut aus. Dagegen leichte Entwarnung bei Sebastian Heine, der wieder vor Ort war.

    In den ersten Minuten passend zum Herbstwetter stürmische Gastgeber. Copitz brauchte gut zehn Minuten, um sich zu sortieren und konnte froh sein, kein frühes Gegentor kassiert zu haben. 4:0 Ecken nach wenigen Minuten, doch der Anfangselan der Oberlausitzer legte sich rasch. Auf dem relativ kleinen Platz wurden die Bälle meist nach vorn geschlagen, ein richtiges Mittelfeldspiel kam nie zustande. Bis zur Pause dann verteiltes Spiel, bevor die Gastgeber in den letzten Minuten vor dem Wechsel nochmals gefährlich wurden. Der VfL konnte resultatsmäßig mit dem 0:0 zur Pause also sehr zufrieden sein.

    Nach Wiederanpfiff wurde die (zumindest aus Gastgebersicht) bis dahin recht muntere Partie eher einschläfernd. Es ging hin und es ging her, aber alles wesentlich gemächlicher als im ersten Durchgang. Optisch spielte sich jetzt sogar mehr in der Hälfte der Gastgeber ab. Mitte der zweiten Halbzeit hätte ich gewettet, dass dieses Spiel 0:0 ausgehen wird und mir im Kopf schon die neue Tabelle ausgerechnet und dazu einen halblustigen Text ausgedacht: "wird das Punkte sammelnde Eichhörnchen zum neuen VfL-Maskottchen?" oder so ähnlich. Aber das Eichhörnchen ließ den einen Punkt auch noch fallen...

    Eine Viertelstunde vor Schluss gab es jedenfalls Einwurf für Neusalza gleich neben der Eckfahne - und dieser Einwurf stiftete heillose Verwirrung im Strafraum - 1:0. Gleich im Gegenzug war plötzlich der VfL halbwegs gefährlich im anderen Strafraum, aber es sprang nichts Zählbares heraus und blieb der letzte ernsthafte Versuch, an diesem Tag einen Treffer zu erzielen. Die weitere Torfolge kann oben nachgelesen werden.


    Nach Spielschluss war ich ehrlich bedient vom sechsten sieglosen Pflichtspiel in Folge und der schwächsten Saisonleistung. Bilanz der englischen Woche: ein Punkt und 2:7 Tore, gleichauf mit Markranstädt (das nach Augenzeugenberichten aber sowohl in Neusalza als auch gegen Kamenz ordentlich gespielt haben soll) und Glauchau. Der Abstiegskampf hat begonnen, was ich mir zu Saisonbeginn eigentlich nicht vorstellen konnte.


    Einzelkritik ist Sache des Trainers, die Mannschaft gewinnt gemeinsam, spielt gemeinsam unentschieden - oder verliert gemeinsam (3 Euro ins Phrasenschwein!). Aber einige Spieler sind doch von ihrem eigentlichen Können ein ganzes Stück entfernt, auch war so manches der 7 Gegentore der Woche nicht unhaltbar (immerhin kam Ron Wochnik nach dem Spiel noch mal zu den mitgereisten Zuschauern). Ein Lenker im Mittelfeld fehlt ebenso wie ein "Knipser" vorn. Die Situation kommt mir jetzt schon so ähnlich vor wie im April nach der Niederlage bei Rapid Chemnitz. Damals folgte ein 1:1 gegen Grimma und kurz darauf eine Siegesserie bis zum Saisonschluss.


    Der nächste Gegner heißt Einheit Kamenz. Beobachter Frank Terks betrieb zwar nach außen etwas Understatement ("das Spiel fängt auch bei 0:0 an"), wird aber die drei Punkte sicher fest einplanen. Ich erhoffe mir zumindest eine Leistungssteigerung - egal, was punktemäßig dabei herauskommt. Gegen ein "Ergebnis a la Eichhörnchen" (also Unentschieden) hätte ich natürlich nichts einzuwenden! Ab Spieltag Nummer 10 folgen dann die Spiele gegen die Mannschaften aus unserer Tabellenregion bis zur Winterpause im Wochentakt, da müssen öfter mal die vollen drei Punkte her!

    Ratlosigkeit

    Als ich vor unendlichen Zeiten noch in der Schule war, gehörte ich weiß Gott nicht zu den schlechtesten Schülern, verband aber meist Talent (in einigen Fächern) mit Faulheit (in allen Fächern). Die Mathe-1 war pillepalle, ansonsten hab ich aber öfter mal nix gewusst. Wenn du also in der unangekündigten Klassenarbeit nicht weißt, was du schreiben sollst, hast du zwei Möglichkeiten: ein leeres Blatt abzugeben (was nicht so gut ankommt) oder dir etwas aus den Fingern zu saugen. So ähnlich komme ich mir nach dem gestrigen Spiel vor. Ich könnte jetzt einfach "ein leeres Blatt abgeben", das sähe dann so aus:
























    .

    Interessant gestern: in allen fünf Spielen gab es eine 2:0-Führung und alle Führenden gingen auch als Sieger vom Platz! Das ist ja heutzutage nicht mehr selbstverständlich...


    Mein Bericht aus der Oberlausitz im Laufe des morgigen Tages aus dem Büro.

    Okay, mache ich bissel den Alleinunterhalter hier. Hatte gestern mehrere Optionen und mich dann u.a. wegen der guten ÖPNV-Erreichbarkeit für Stahl Freital entschieden:


    Stahl Freital - Meissner SV 0 : 0.


    Etwa 90 Zuschauer, darunter ein Drittel aus Meißen. Gegen Ende der ersten Halbzeit kam die Mannschaft vom BSC Feiberg dazu, die zuvor durch ein Tor von Rico Thomas (wem sonst?) mit 1:0 bei der Zweiten vom VfL gewann.


    Meine Laune war kurz vor Anpfiff ob des späten Magdeburger Ausgleichs erst mal im Keller. Egal, ich war zum Spitzenspiel der Landesklasse hier. Es war trotz der Nullnummer kein schlechtes Spiel - aber gerade wenn man sich so ein Spiel aus völlig neutraler Perspektive anschaut, will man lieber ein 3:3 sehen...


    Nach einigen Jahren den Thommy aus Meißen wieder getroffen. Der lobte die neue Meißner Mannschaft ("alles junge Spieler aus der A-Jugend und dazu noch Salomon und ein, zwei weitere ältere Spieler") in den höchsten Tönen. Er war auch während des Spiels viel entspannter als in früheren Zeiten. Bei mir bedankte er sich für den Copitzer Ausgleich gegen Großenhain am letzten Mittwoch. Als ich ihm später mitteilte, dass Großenhain 3:0 gegen Taucha führt, meinte er lakonisch: "gegen die hätten wir früher unsere Betriebsmannschaft geschickt!". Es ist einfach immer wieder schön, auf den Fußballplätzen gute alte Bekannte zu treffen.


    Man merkt schon, wenn ich viel vom Drumherum erzähle, war auf dem Platz nicht so wahnsinnig viel los. Das stimmt teilweise, weil sich die Torchancen beider Mannschaften in Grenzen hielten. Meißen begann offensiv und spielfreudig und bestimmte die ersten zehn Minuten. oft folgte aber guten Ansätzen eine schlechte Flanke oder ein verlorener unnötiger Zweikampf. Die beste Chance hatte Salomon, der aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeizog. Bis zur Halbzeit dann ein verteiltes Spiel, wobei es beide Mannschaft wirklich mit spielerischen Mitteln versuchten. Nach dem Wechsel bestimmte Stahl Freital die ersten zehn Minuten. Insgesamt wurde das Match jetzt etwas verbissener und einsatzfreudiger, ohne jemals unfair zu werden. Auch hier stellte sich schnell wieder die Pattsituation auf dem grünen Rasen ein. Ein Führungstor, egal auf welcher Seite, hätte das Spiel sicher belebt - aber ein Langweiler war es ohnehin nie. Torchancen oft durch Weitschüsse, beide Torhüter waren in den wenigen Situationen zur Stelle, wo sie gefordert wurden.

    Am Ende ein 0:0 der besseren Sorte, mit dem beide Mannschaften leben konnten - und ganz sicher auch die zuschauenden Freiberger.

    Von Namensproblemen jetzt wieder zu Spielberichten. Schön, dass standuhr und ich hier nicht mehr so alleine sind!


    VfL Pirna-Copitz - Großenhainer FV 2 : 2 (1:2).


    0:1/14. Witschel. Heber über den Torwart nach langem Pass

    0:2/23. Marx. Wieder ein langer Pass, Basti Scholz kann nur per Foul klären. Den Freistoß aus 18 Metern halblinks setzt Marx über die Mauer ins Tor.

    1:2/39. Kärger, etwa von der Strafraumgrenze, halblinke Position.

    2:2/88. Scholz. Diesmal Freistoß für den VfL. Der Schuss von Glöß kann abgewehrt werden, doch der Kapitän schaltet am schnellsten und köpft den Abpraller ins Tor.


    Etwa 110 bis 120 Zuschauer, darunter knapp 20 Gäste. Natürlich regnete es in der Stunde vorm Spiel, wo die "Gelegenheitsbesucher" entscheiden, ob sie kommen oder nicht. Während des Spiels trocken, aber scharfer, böiger Seitenwind.


    SR Fiebig ließ das Spiel laufen. Souverän in der ersten Halbzeit, einige strittige Entscheidungen auf beiden Seiten in Hälfte zwo. Beide Freistöße, die zu Toren führten, waren klar berechtigt.


    Die bereits weiter oben erwähnten verletzten Spieler fehlten natürlich auf beiden Seiten weiterhin.


    Beide Mannschaften hatten seit dem 3. Spieltag nicht getroffen und wollten das schnell ändern. Das Spiel begann schnell und offensiv. Zunächst legte Copitz los wie die Feuerwehr, dann musste Wochnik zum ersten Mal klären. Dieses schnelle "Hin und Her" hielt natürlich keine 90 Minuten, aber die Zuschauer sahen insgesamt ein gutklassiges und spannendes Landesligaspiel mit einem letztlich gerechten Ausgang. Dazu später noch eine Anmerkung.

    Die Gäste überbrückten das Mittelfeld mit langen Pässen und stellten die Copitzer Abwehr damit vor Probleme. Marx und Witschel sind ja nun wahrlich keine unbekannten Stürmer, sie waren aber in der ersten Halbzeit kaum zu stellen. Logischerweise entstanden auf diese Weise auch die beiden Tore. Gut, dass es die Gäste versäumten, noch den einen oder anderen Angriff konsequenter auszuspielen. Der VfL gab aber auch beim klaren Rückstand nicht auf, zudem waren die Gäste einschließlich ihres Torhüters defensiv keineswegs sattelfest. Der Anschlusstreffer zum Zeitpunkt, als er fiel, dennoch etwas überraschend. Insgesamt waren beim VfL trotz vieler guter Ansätze die Flanken oft zu ungenau, auch brachten die Standards lange Zeit nichts ein.

    Nach dem Wechsel spielte der VfL Richtung Kiosk und natürlich hofften alle Einheimischen auf die Wende. Es wurde weiter offensiv gespielt, dem VfL blieb ja nichts anderes übrig. Torchancen entstanden zunächst keine, weil die Gäste natürlich in erster Linie den Vorsprung sichern wollten und die VfL-Abwehr nun deutlich besser eingestellt war. Das Spiel wurde im Mittelfeld etwas verbissener, die optische Überlegenheit der Copitzer nahm immer mehr zu. Stefan Höer hatte zweimal den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an sich bzw. am Torhüter. Die beste Konterchance ließen die Großenhainer in der 85. Minute liegen. Das Ende nahte. Trotzdem gab kein Spieler im weißen Trikot auf. Als der Ball in der 88. Minute kurz vor der Strafraumgrenze zum Freistoß bereit lag, war irgendwie klar: jetzt oder nie! Im zweiten Anlauf war der Ball drin, der Jubel über den nun hochverdienten Ausgleich war entsprechend groß. Nach 93 Minuten pfiff Christopher Fiebig die Partie ab.

    Für mich nach 0:2-Rückstand ein klar gewonnener Punkt, für Trainer Frank Paulus "zwei verlorene Punkte, weil wir in der zweiten Halbzeit genügend Chancen hatten." Vielleicht muss man als Trainer genau diese Einstellung haben, um wieder Erfolg zu haben. Ich bin heute jedenfalls heilfroh über diesen Punkt, auch wenn die Gesamtbilanz mit 6 Punkten aus 6 Spielen natürlich unbefriedigend ist.


    Für die nächsten Tage sind standuhr und ich also Tabellennachbarn. Am Sonntag hoffe ich natürlich auf Punktezuwachs beim starken Aufsteiger in Neusalza-Spremberg. Für den Sonnabend zuvor habe ich mehrere Optionen in verschiedenen Ligen. Ich weiß noch nicht genau, für welches Spiel ich mich entscheiden werde.


    Frühere Copitzer hatten heute persönliche Erfolgserlebnisse: Jakob Funken traf für die Kickers zum 2:2-Ausgleich in Taucha. Marius Riedel erzielte sein viertes Tor für Neusalza-Spremberg - ab dem übernächsten Spiel "darf" er weiter treffen!


    Das Verletzungspech bleibt der Liga treu. Nach den Infos, die ich habe, hat es heute wohl Graf (Lößnitz) und Am Ende (Kamenz) schwerer erwischt. Allen Betroffenen, egal von welchem Verein, gute Besserung! Eigentlich will ich hier über Amateurfußball berichten und nicht über medizinische Diagnosen...

    Markkleeberg wie (fast) immer keine Reise wert

    Schönes Wetter, aber ein gebrauchtes Fußball-Wochenende. Copitz spielt nicht gut und verliert. Dynamo spielt ganz passabel und verliert auch. Null Punkte, null Tore, aber es geht natürlich weiter!


    Kickers Markkleeberg - VfL Pirna-Copitz 2 : 0 (1:0)


    1:0/10. Adam nach Missverständnis in der Copitzer Abwehr.

    2:0/66. Schabram direkter Freistoß rechts um die Mauer herumgedreht in die kurze Ecke. Gut geschossen, aber da hätte noch einer in der Mauer stehen können.


    Etwa 100 Zuschauer, 17 Gäste.


    Schiri Pirogov sehr kleinlich, dies aber weitgehend auf beiden Seiten.


    Der verletzte Sebastian Heine war anwesend, was für den guten Teamgeist spricht. Das Ergebnis der MRT-Untersuchung steht noch aus, er wird aber eine Weile nicht spielen. Dazu fehlte weiterhin der ebenfalls angeschlagene Bachmann (auch er war vor Ort).


    Irgendwie ist es in Markkleeberg jedes Jahr dasselbe. Der VfL spielt anständig mit, fährt aber ohne Punkte nach Hause. Dabei wäre das gestern gegen eine keineswegs überragende Mannschaft der Kickers nicht nötig gewesen. Wie schon In Grimma geriet der VfL früh in Rückstand. Vor allem in der Anfangsphase stimmte das Deckungsverhalten auf dem ganzen Feld nicht, die Gastgeber kamen oft mit wenigen Stationen bis in den Strafraum. Mitte der ersten Halbzeit folgte die stärkste Phase des VfL, ein Kopfball von Stefan Höer konnte gerade noch vom Torwart zur Ecke geklärt werden. Doch insgesamt strahlt die Mannschaft derzeit zuwenig Torgefahr aus. Schon im zweiten Spiel in Folge konnten die Torchancen des ganzen Spiels an den Fingern einer Hand abgezählt werden. Die größte in der zweiten Halbzeit hatte der eingewechselte Florian Glöß kurz vor dem Ende, als es längst 2:0 stand. Dieses Tor fiel zu einer Zeit, als sich das Geschehen nahezu vollständig in der Hälfte der Kickers abspielte. Die taten, was nötig war und nahmen vor allem die Zweikämpfe an und gerade in der zweiten Halbzeit auch mal die eine oder andere gelbe Karte in Kauf. So spielten sie nach dem 2:0 das Ding runter, ohne nochmals ernsthaft in Gefahr zu geraten. Nach dem Spiel gab es sogar Komplimente einiger einheimischer Zuschauer für die spielerische Leistung des VfL. Erstens habe ich das nur bedingt so gesehen, zweitens kann man sich dafür keine Punkte kaufen und drittens stellt sich damit die Frage, auf welchem Niveau wohl andere Spiele so ablaufen...


    Sei es drum, der VfL blieb erneut ohne Torerfolg und muss sich bis Mittwoch etwas einfallen lassen. Unser nächste Gegner, Großenhain, hat gerade das gleiche Problem. Noch vor zwei Wochen hätte ich da nicht unbedingt ein "Spitzenspiel", aber doch zumindest ein "Verfolgerduell" erwartet. Nun wird es ein "Krisentreffen"...


    Die Tabelle wurde übrigens schon an diesem Wochenende gehörig durcheinandergewirbelt, und dies nicht nur bis Platz 14, sondern bis Platz 16. Für 24 Stunden waren standuhr und ich sogar Tabellennachbarn, bevor sich da noch Taucha dazwischenschieben konnte.


    Achso, beim letzten 0:2 in Markkleeberg war ich nicht anwesend (weil ich eine Dynamo-Heimniederlage vorgezogen hatte). Danach folgte eine Serie von fünf Copitzer Siegen! Dagegen hätte ich natürlich nichts einzuwenden, allein mir fehlt derzeit ein bisschen der Glaube daran. Wenn mir einer 10 Punkte aus den nächsten fünf Spielen garantiert, unterschreibe ich das sofort! Punkte werden dringend benötigt, bevor sich die Mannschaft da unten festsetzt - wo sie von ihrem Potenzial her eigentlich nicht hingehört!

    Morgen startet die englische Woche. Einige wollen ihre Form bestätigen, einige haben was gutzumachen - bei meinem VfL liegt es irgendwo dazwischen. Sagen wir mal, ich hoffe auf eine Steigerung im Vergleich zum letzten Spiel. Für mich gibt's eine Reise nach Merkkleeberg (wo der letzte Sieg im Mai 2008 gelang) und eine Reise nach Neusalza-Spremberg zu einem neuen Ground. Dazwischen das Heimspiel gegen Großenhain - man könnte also durchaus sagen, drei "fifty-fifty-Begegnungen".

    Auf jeden Fall finden nun 24 Spiele in neun Tagen statt - und danach dürfte die Tabelle etwas aussagekräftiger sein. Wobei sie ganz vorn und ganz hinten ja schon nach vier Spieltagen eine deutliche Sprache spricht...

    Kurzfristig auf Sonntag verlegt:


    Copitz 2 - Hainsberg 1 : 1 (1:0).


    Tore Löwe 42. - Wesely 50.


    Die "jungen Hüpfer" von Copitz (mit den Anschlusskadern Kaiser, Kemter und Löwe) gegen die "alten Männer" aus Hainsberg (Balatka, Heera, Georgi und Weise sind Mitte 30), eine interessante Konstellation. Etwa 40 Zuschauer wollten das sehen, knapp die Hälfte davon aus Hainsberg. Während des ganzen Spiels die Gäste mit mehr Ballbesitz, Spielanteilen und Torchancen. Ein Treffer Mitte der ersten Hälfte wurden wegen Abseits nicht gegeben. Die Copitzer hätten ihre Schnelligkeitsvorteile viel öfter zur Geltung bringen müssen. Der schönste Angriff führte dann kurz vor dem Wechsel zum Führungstor. Bei den Gästen kam dann der junge Wesely für den Ex-Copitzer Reck und der erzielte prompt den Ausgleichstreffer. Bis zum Schluss waren die Gäste um den Siegtreffer bemüht, Copitz konnte einige gute Ansätze nicht zu Ende bringen. Am Ende auf jeden Fall ein Punktgewinn für die VfL-Reserve. Für Hainsberg war es der erste Punkt der Saison, sie hatten bisher ein schwieriges Programm und werden da unten rauskommen.

    So richtig geregnet hat es in der Halbzeitpause und dann noch gut 20 Minuten. Diese Zeit verbrachten die meisten Zuschauer im Zelt oder unter großen Regenschirmen, ich hielt mich derweil im Sprecherturm auf.


    In der Tabelle hat sich mit Freiberg, Meißen und Stahl Freital ein erstes Spitzentrio gebildet. Am Tabellenende wartet Wesenitztal noch auf den ersten Punktgewinn.


    Übrigens spielte die "Zweite" in dieser Saison punktemäßig bisher wie die "Erste": Niederlage, Sieg und dann zwei Remis. Die "Zweite" ist damit auf jeden Fall in der neuen Liga angekommen.

    Die Sonntagspiele sind vorüber, es gab noch mal drei knappe Sieger. Der Spieltag insgesamt hatte einen großen Sieger, der heißt FC Lößnitz. Falls jemand irgendwann "Expertenrat" benötigt - bitte nicht an mich wenden! Beim "klassischen" Toto-Tippen habe ich an diesem Spieltag in 7 von 8 Fällen daneben gelegen...

    Aus Gründen der Spannung sollte man beinahe hoffen, dass Lößnitz nächste Woche nicht in Grimma gewinnt. Ansonsten wird die englische Woche das Tableau zumindest auf den Plätzen 2 bis 14 gehörig durcheinander wirbeln. Wie eng es da zugeht, zeigt ein Rückblick aufs Copitzer Spiel: mit einem Tor wäre Copitz nicht 11., sondern 4. - Olbernhau wiederum wäre mit einem Tor 2. statt 6.

    Ich hatte mir den Tag in der Landesliga auch etwas anders vorgestellt, aber verglichen mit standuhr ist meine Situation und die meiner Mannschaft geradezu luxuriös:


    VfL Pirna-Copitz - SV Olbernhau 0 : 0.


    Nur etwa 120 Zuschauer, darunter 40 bis 45 Gäste. Man merkt halt sofort, wenn Dynamo gleichzeitig spielt. Das passiert im Kalenderjahr 2018 zu meiner großen Freude übrigens nicht mehr!


    der junge Schiri Näther mit zwei erfahrenen Assistenten an seiner Seite hatte heute Landesliganiveau, er ist mir aber immer noch hin und wieder etwas zu thaetralisch.


    das "Vorprogramm" auf dem Kunstrasen wurde wegen einer Leichtathletik-Veranstaltung kurzfristig auf morgen (zweite Mannschaft) bzw. Mitte Oktober (B-Junioren) verlegt.


    Wetter: herbstlich - und ich bin dieses Jahr richtig froh darüber! Da es trocken war, eigentlich optimale Bedingungen.


    Schlechtes Omen: auf dem Fußweg nach Copitz trat ich noch auf meiner Elbseite in einen Haufen Hundesch..., weil ich mit dem smartphone und Dynamo beschäftigt war und nicht auf den Weg geachtet habe.

    Gutes Omen: als ich längst in Copitz angekommen war, siegte Dynamo mit 4:1 und ich hoffte natürlich auf ein ähnliches Ergebnis für den VfL.


    Beim VfL fehlte Baumann, der wieder an der Verletzung vom Saisonbeginn leidet. Viel schlimmer: kurz vor der Pause verletzte sich Sebastian Heine am Knie. Das sah gar nicht gut aus, gute Besserung!


    Der Spielfilm ist schnell erzählt: Copitz nahezu durchgängig mit optischen Vorteilen, konnte sich aber nie entscheidend durchsetzen und kaum Torchancen erzielen. Nachdem die Gäste merkten, dass der VfL auch nur mit Wasser kocht, nahmen sie relativ zügig am Spiel teil und stellten insbesondere in Person von Jakub Uhlir die VfL-Abwehr vor Probleme. Zwei dicke Torchancen Mitte der ersten Hälfte entstanden dadurch, wobei der Kopfball niemals übers Tor gehen darf (ich konnte aus der Ferne nicht erkennen, wer der Absender war). Mit Heine musste dann ein Aktivposten beim VfL raus, und in der zweiten Hälfte änderte sich nichts Wesentliches. Bei allen Bemühungen kam Copitz kaum gefährlich in den Strafraum, die hohen Flanken wurden allesamt eine Beute der Abwehr oder des Torhüters. Für den Außenstehenden zeichnete sich irgendwann der torlose Ausgang ab - und da heißt es dann auch, hinten keinen reinzulassen. Zwei weitere Torchancen für die Gäste in Hälfte zwo, aber der Abschluss war heute wirklich der einzige große Kritikpunkt an ihrem Spiel. Natürlich hat der VfL einige Spieler in seinen Reihen, die so eine Pattsituation dann mal individuell auflösen können. Die Chance dazu ergab sich zweimal in der Schlussphase, als jedesmal Martin Schmidt mit einem langen Pass schön freigespielt wurde, er dann aber jeweils am Torhüter scheiterte. Im Nachgang der ersten Situation traf er noch den Außenpfosten. Den "Dreier" hätten wir gern mitgenommen, allerdings wäre das dann ein sehr glücklicher Sieg gewesen.

    So blieb es beim absolut leistungsgerchten Remis in einem maximal durchschnittlichen Landesligaspiel. Die Gäste haben dabei ihre Leistung erbracht, während es beim VfL noch viel Luft nach oben gibt. Genaugenommen war es das dritte Remis in Folge - und in der anstehenden englischen Woche sollte endlich mal wieder ein "Dreier" drin sein. Das Programm ist anspruchsvoll mit Markkleeberg (A), Großenhain (H) und Neusalza (A). Nach diesen drei Spielen wird der Weg erkennbar sein: oberes oder unters Mittelfeld. In seiner derzeitigen Besetzung und Verfassung gehört Copitz weder an die Tabellenspitze noch ans Tabellenende. Aber etwas mehr als Platz 9 bis 11 (den der VfL nach den morgigen Spielen einnehmen wird) darf es schon sein!

    Saxsophon : du hast doch bestimmt schon irgendwo gelesen, dass Sebastian Heine für den VfL erfolgreich war. Ich geb dir am 20. Oktober ein Getränk aus, wenn bis zum 7. Spieltag die Ex-Kamenzer 50 Prozent der VfL-Tore erzielt haben, okay? Ein bisschen zusammen schwatzen können wir da hoffentlich - bisher sind wir uns ja aus dem Wege gegangen...


    Mein Wochenend-Höhepunkt lag diesmal schon am Freitag. Am Sonnabend bin ich dann gegen 7:15 Uhr in Regensburg in die Bahn eingestiegen und pünktlich gegen 12:40 Uhr in Grimma angekommen - meine bisher (zweit)weiteste Anreise zu einem Landesligaspiel. Vor ca. 15 Jahren habe ich schon mal eine Nachtfahrt von Frankfurt über Nürnberg und Zwickau nach Aue hinter mich gebracht. Da war ich aber noch jünger.


    Rein ergebnistechnisch glich die Saison des VfL bisher einer Achterbahnfahrt: 1:0 - 0:3 - 6:0 - 2:2 und Aus im Elferschießen. Also war mit allem zu rechnen und am Ende fuhr der VfL aus Grimma wieder mal mit einem Erfolgserlebnis nach Hause:


    FC Grimma - VfL Pirna-Copitz 1 : 1 (1:1).


    1:0/11. Jackisch direkter Freistoß aus zentraler Position über die Mauer.

    1:1/29. Heine per Kopf nach Flanke von rechts.


    Etwa 120 Zuschauer, darunter 12 Gäste. Der "Mecker-Rentner" neben dem "Gästeblock" war natürlich auch anwesend.


    SR Kaminski hatte viel zu tun in der nicht unfairen, aber sehr intensiven und körperbetonten Partie. Insgesamt hatte er alles im Griff, auch wenn von außen nicht jede Entscheidung nachzuvollziehen war. Pfiff ungewollt beiden Mannschaften je einen guten Vorteil weg.


    Gesamtbilanz der letzten 9 Spiele in Grimma (seit 2006): 1 Heimsieg - 5 Remis - 3 Auswärtssiege. Kurios: in den letzten 8 Spielen gab es ein 0:0 und in den anderen 7 Spielen konnte die Mannschaft nie gewinnen, die das 1:0 erzielte.

    Wenn ich schon bei der Statistik bin: Copitz spielte erstmals seit März 2017 (1:1 in Glauchau) auswärts um Punkte unentschieden, seitdem gab es 7 Siege und 13 Niederlagen.


    Bei Copitz fehlten Scholz und Kluttig. Baumann musste später angeschlagen runter (gegen Kemter), sonst keine Wechsel beim VfL.


    Das Spiel ist nun schon zwei Tage her. Besser als in meiner SMS ne halbe Stunde nach Abpfiff kann ich es eigentlich nicht zusammenfasssen:

    "Ganz am Anfang war Grimma besser. Am Ende ein hochverdienter Punkt. In der 2. Hz defensiv fast nichts zugelassen. Insgesamt ein sehr zweikampfbetontes Spiel, kaum Spielfluss. Heute kamen die zehn Prozent mehr, die in Striesen fehlten." Alles, was ich jetzt ergänze, würde das nur untersteichen. Es dauerte ne Weile, bis der VfL im Spiel war. Insgesamt wenig Torchancen, die klareren sogar beim VfL. Die beste vergab "Kärgi" Mitte der zweiten Hälfte. Grimma versuchte es vor der Pause mit ein paar Fernschüssen, kam danach kaum noch in unseren Strafraum. Bei mehr Risiko wäre hintenraus sogar ein Auswärtssieg möglich gewesen, aber der eine Punkt sollte auch nicht aufs Spiel gesetzt werden. Bezeichnend, dass der Gastgeber in der Schlussphase beim Stand von 1:1 dreimal wechselte und sich dabei betont Zeit ließ. So gesehen konnten am Ende alle Beteiligten mit dem Resultat leben.


    Die Probleme von standuhr und Stahl Riesa habe ich zurzeit glücklicherweise nicht. Mit vier Punkten ist der VfL "planmäßig" gestartet, zwei ganz schwere Auswärtsspiele haben wir hinter uns. Wie schon im Frühjahr in Copitz gab es ein 1:1 gegen den FCG. Ein weiteres Spiel hätte es bis zur Entscheidung in vier Wochen im Pokal geben können - aber da müssen die Grimmaer nun nach Striesen, das werde ich mir sicher ansehen.

    Ich hab am Sonntag einen "Sporttag" in der Landeshauptstadt verbracht. Die meisten Tore sah ich natürlich am frühen Abend beim Handball (24:24), aber die vorherige Quote war auch nicht schlecht. Im Duell der bisher punktlosen Mannschaften setzte sich der SV Helios vor etwa 100 Zuschauern mit 4:3 (2:2) gegen den Radeberger SV durch. Nach der frühen Gästeführung übernahmen die Gastgeber das Kommando und drehten das Spiel bis zur 30. Minute. Halbzeitstand 2:2, dann gelangte Helios durch einen mMn berechtigten Elfmeter auf die Siegerstraße. Der erfahrene Schiri Lutz Belger hatte mit seinen Assistenten einige knifflige Situationen zu lösen, die Gäste waren nicht ganz zufrieden - u.a. forderten sie später selbst einen Elfmeter. Auf beiden Seiten mehrere enge "Abseits oder nicht"-Entscheidungen. Der Sieg für Helios aber verdient, weil die Mannschaft mehr investierte, zu mehr Torchancen kam und mit der Nummer 4 den besten Fußballspieler auf dem Platz hatte. Insgesamt eine gelungene Unterhaltung am Sonntag Mittag - wenn man sich so ein Spiel stressfrei und ohne Vereinsbrille ansehen kann.

    Ich verabschiede mich mal kurz aus dem Forum. Am Mittwoch gehts nach Regensburg (mal sehen, wer am Freitag auf der Trainerbank sitzt) und am Sonnabend von da aus nach Grimma.


    Alle Mannschaften haben zwei Punktspiele und mindestens ein Pokalspiel absolviert. Acht Landesligisten sind noch im Pokal dabei - insgesamt gab die Liga am letzten Wochenende eine eher traurige Figur ab gegen die unterklassige Konkurrenz. Dafür ist die Tabelle schon nach zwei Spielen einigermaßen geordnet - auf den ersten vier Plätzen liegen eigentlich die vier Mannschaften, die man am ehesten dort erwartet hatte. Überhaupt gab es an den ersten beiden Spieltagen außer einigen hohen Ergebnissen keine wirklichen Überraschungen. Ausnahme: der Fehlstart der Kickers aus Markkleeberg. Die hielten sich dafür im Pokal schadlos.

    Und am nächsten Wochenende sieht alles bestimmt schon wieder ganz anders aus...

    Das wars also mit meinen Beiträgen für diesen Fred. Ich hatte ja gehofft, dass es für den VfL noch ein, zwei Runden weitergeht.


    SG Dresden-Striesen - VfL Pirna-Copitz 2 : 2 (0:1, 2:2) nV. Elfmeterschießen 4:3


    Etwa 130 bis 140 gezählte Zuschauer, darunter 35 bis 40 Gäste. U.a. gesichtet Nico Däbritz.


    Eine Tag nach seinem 40. Geburtstag erhielt VfL-Trainer "Paule" leider kein Geschenk von der Mannschaft. Zwar kontrollierte Copitz von Anbeginn das Spiel, aber die letzten 5 bis 10 Prozent fehlten schon zu diesem Zeitpunkt. Torchancen blieben in der ersten Halbzeit Mangelware. Striesen kam nach Gästefehlern zwei-, dreimal gefährlich vors VfL-Tor, ansonsten spielte sich das Geschehen vornehmlich in der Striesener Hälfte, aber weit entfernt vom Strafraum, ab. Als die Gastgeber auf der rechten Abwehrseite dann doch den Fehler machten und Florian Kärger von der Strafraumgrenze flach ins kurze Eck einschoss, schien alles seinen Lauf zu gehen. Es sollte der einzige Treffer des Tages bleiben, der nicht vom Elfmeterpunkt fiel.

    "Sofort wach sein", forderte der Trainer zu Beginn der zweiten Halbzeit. Doch irgendwie haben seine Spieler nicht auf ihn gehört, denn die zweite Hälfte ging insgesamt doch ziemlich klar an die SG Striesen.

    Der junge Schiri Näther, der in der letzten Saison einige Male überfordert wirkte, sollte jetzt in den Blickpunkt rücken - was aber definitiv nicht negativ gemeint ist! Auch wenn nicht jeder Pfiff von außen nachvollziehbar war, hatte er das Geschehen jederzeit im Griff, verteilte die Karten sehr sparsam und rief einmal auch Horst Rau zur Raison.

    Die weitere Torfolge: Elfmeter Horst Rau 1:1, Elfmeter Florian Kärger 1:2 und Elfmeter Horst Rau 2:2. Dann wollte er einen weiteren Elfer für die SGS geben, nahm die Entscheidung nach Rücksprache (mit Köln?) aber zurück. Philipp Nufer, der heute das VfL-Tor hütete, musste in der Schlussphase sogar das Unentschieden retten.

    In der Verlängerung wieder leichte Vorteile für den VfL, der mit Henschel, Schmidt und Scykalka im Laufe der zweiten Halbzeit frische Kräfte bringen konnte. Es fielen aber keine weiteren Tore, so kam es zum Glücksspiel Elfmeterschießen.

    Aus Gründen des Datenschutzes nenne ich die beiden VfL-Schützen nicht, die am Striesener Keeper Christian Kunath scheiterten. Auf der Gegenseite zielte ein Spieler übers Tor, vier Schützen konnten aber Philipp Nufer überwinden. Christian Kunath und Horst Rau damit die Spieler des Tages!

    Glückwunsch an die SG Striesen, die verdient in die nächste Runde eingezogen ist.


    Ein Klassenunterschied war in keiner Phase zu erkennen. Nach 90 Minuten meinten wir scherzhaft, "ein Auswärtspunkt im Kasten"! Schon zur Halbzeit, als Copitz noch führte, sah ich, dass die SGS heute stärker war als jedes der sechs Landesklasse-Teams, die ich in dieser Saison bisher in einem Punktspiel gesehen hatte. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber noch vom Weiterkommen meiner Mannschaft überzeugt...


    Riesa und Neusalza-Spremberg mussten ebenfalls ins Elfmeterschießen - Stahl Riesa kann sich nun voll auf den Abstiegskampf konzentrieren, würde standuhr sicherlich schreiben.

    Huch, das Thema gibts noch gar nicht. Ich werde also hin und wieder berichten. Die LK MItte ist diese Saison ne 13er Liga mit nem unmöglichen Ansetzungsschlüssel, aber die Herren vom SFV können es halt nicht besser.

    Keine Zeit zum Schreiben im Büro - ich war in der letzten Woche vorm Urlaub 1) mit Arbeiten, 2) mit meiner nun wieder reparierten Brille und 3) mit dem Umtausch einer ausgerechnet für den 18. September erworbenen Eintrittskarte für die Staatsoperette beschäftigt.

    Zwei Spiele habe ich am letzten Wochenende gesehen, diese Quote werde ich wohl innerhalb so kurzer Zeit nicht mehr erreichen.


    Sonnabend Copitz2 - Wesenitztal 2 : 1 (2:0) als Vorspiel.

    Tore Florian Göpfert (27,43) - Schiefner (52).

    Anfangs knapp 40 Zuschauer (halbehalbe) um den Kunstrasen, es wurden logischerweise mehr.

    Vor dem Wechsel die Gäste optisch überlegen, aber ohne wirklichen Zug zum Tor. Nach etwa zehn Minuten lag der Ball zwar im Copitzer Netz, aber das Tor wurde nicht gegeben (wahrscheinlich Abseits). Der Aufsteiger dagegen bei eigenem Ballbesitz mit geradlinigem Zug zum Tor, Florian Göpfert krönte den schönsten Angriffszug und einen Alleingang mit zwei Treffern.

    Nach einem katastrophalen Abwehrfehler traf Copitz den Pfosten, das wäre wohl die Entscheidung gewesen. Im Gegenzug traf Schiefner zum Anschluss, nahm den Ball dabei wohl mit der Hand mit. Absicht oder nicht? Der insgesamt recht unsichere Schiri ließ weiterlaufen. Von nun an war es ein Spiel auf ein Tor, die Gäste schnürten den VfL minutenlang in dessen Hälfte ein, trafen Pfosten und Latte. Einen klar berechtigten Elfmeter im Nachgang zum erwähnten Lattenschuss jagte der Ex-Copitzer John Braun in Uli-Hoeneß-Manier in die Wolken. Das war Mitte der zweiten Halbzeit - ein Ausgleich in dieser Phase, das Spiel wäre wohl noch komplett gekippt. Aber die Minuten verrannen und das Angriffsspiel der Wesenitztaler wurde immer planloser. Copitz hatte nun wieder einige Konter im Ansatz, konnte daraus aber auch nichts machen. So blieb es beim knappen Sieg, den ersten Punkten für die VfL-Reserve in der neuen Spielklasse. Die Gäste haben eine Halbzeit verschlafen und dann ihre Chancen nicht genutzt. Vielleicht machen sie es morgen im Pokal gegen Laubegast besser. Die sind in ihrer Staffel auch mit null Punkten aus zwei Spielen gestartet...


    Sonntag Possendorf - Gröditz 4 : 2 (0:0).

    Becker (52,65), Schrteiber (68), Schmidt (77) - Nehrig (53), Zeller (88).

    Vor etwa 80 Zuschauern auf dem großen Rasenplatz (der mittlerweile viele Löcher und Hügel hat) ein völlig anderes Spiel als tags zuvor auf dem Kunstrasen. Das Spiel war unterhaltsam, lebte aber von einer beiderseits sehr hohen Fehlerquote. Possendorf zu Beginn und Gröditz kurz vor der Pause trafen jeweils das Gebälk, Zählbares sprang trotz mehrerer Chancen bis zum Wechsel nicht heraus. Gröditz dabei mit der etwas besseren Spielanlage. Den Possendorfer Führungstreffer konnten die Gäste sofort ausgleichen. Als Zeller links durch war, mussten die Gäste eigentlich in Führung gehen. Aber der mitgelaufene Spieler war zu schnell und stand schon im Abseits, als er das Leder ins Netz beförderte. Natürlich gingen im Gegenzug die Gastgeber wieder in Führung, und diesmal ließen sie sich diese nicht mehr nehmen. Vor dem 3:1 monierten die Gäste "Aus" - am lautesten wie immer diejenigen, die am weitesten weg standen. Ich konnte es nicht beurteilen.

    Am Ende siegten die Gastgeber, weil sie trotz Personalmangels das Toreschießen wieder erlernt haben. Gröditz musste dieses Spiel nicht verlieren, bot aber defensiv zu viele Geschenke an. Insgesamt sehe ich beide Teams eher im unteren Mittelfeld, da die Fehlerquote in der Defensive oder beim Passspiel doch sehr hoch war.

    Vor dem Spiel hab ich nach längerer Zeit wieder mal paar Worte mit Stefan Minge wechseln können.


    Auch wenn diese beiden Spiele möglicherweise nicht repräsentativ waren (ich kann mir schon vorstellen, dass bei Hainsberg gegen Freiberg richtig guter Fußball gespielt wurde) - der Niveauunterschied zwischen Landesliga und Landesklasse Mitte ist beträchtlich!

Betway Online Fussball-Wetten banner