Beiträge von Steffen

    Beim Thema Schiris und Punktabzüge halte ich mich tunlichst zurück. Zum einen bin ich froh, dass es da bei meiner Mannschaft keine akuten Probleme gibt. Zum anderen ist das Thema zu komplex, um es mit zwei Sätzen abarbeiten zu können.

    Für Stahl Riesa wäre der Punktabzug ein weterer herber Rückschlag im Abstiegskampf (obwohl die Probleme dort natürlich schon länger bekannt sind). Ich hoffe immer auf eine sportliche Lösung, aber für die Zukunft sollte das Thema beim Verein oberste Priorität genießen. Vielleicht macht standuhr noch den Schirischein...

    So, ein Spiel wird es 2019 noch geben in meiner Lieblingsliga, vielleicht schaue ich es mir sogar an - obwohl Radebeul gegen Mittweida nun nicht gerade ein Kracher ist. Aber mangels Alternativen wäre das ein Plan bei halbwegs annehmbarem Wetter. Ansonsten gehe ich schnurstracks zum Hallensport über, da hat man ja in Dresden glücklicherweise mehrere Sportarten zur Auswahl.

    Den Kamenzern kann man zur Herbstmeisterschaft nur gratulieren. Wenn man bedenkt, wie groß der Vorsprung sein könnte, wenn man nicht mit drei Unentschieden in die Saison gestartet wäre... Und im Nachhinein fragt man sich bei Einheit vielleicht sogar, ob man die Pokalchance leichtfertig liegengelassen hat? Man war ja schon mal im Halbfinale und hätte aktuell zumindest ein Viertelfinale gegen Eilenburg bestrieten können. Egal, das ist eh nicht mehr zu ändern und in Sachen Pokal bin ich ja selber ein gebranntes Kind.

    Auch wenn Saxophon noch abwehren wird: wenn in Kamenz nicht plötzlich etwas ganz Unvorhergesehenes passiert, wird die Mannschaft mit klarem Vorsprung Sachsenmeister werden. Die Konkurrenz ist einfach zu unbeständig und in sich zu ausgeglichen, als dass da jemand noch "ranrobben" könnte. Sicher wird Einheit auch mal ein Spiel verlieren, ich habe da so den 21. Spieltag im Blick - das wird aber nichts am ersten Tabellenplatz von Februar bis Juni ändern. Vielleicht können wir ein Ratespiel machen: wann macht Kamenz den Titel endgültig perfekt? Wenn es gut läuft, schon am 26. Spieltag gegen Mittweida.

    Von Platz 2 bis 15 kann dann jeder jeden schlagen, wobei die einst scharfe Trennlinie hinter Platz 8 auch fast verschwunden ist. Der "Vizeherbstmeistertitel" wird irgendwann im Februar oder März zwischen Neusalza und Copitz ausgespielt. Allein schon diese Ankündigung zeigt, wie entspannt ich den weiteren Saisonverlauf angehen kann, was den VfL betrifft. Dafür habe ich mit meiner anderen Lieblingsmannschaft die Sorgen im Quadrat, aber das gehört nicht hierher.

    Eine Prognose der Platzierungen hinter Einheit Kamenz ist nahezu unmöglich, zu unbeständig präsentiert sich die Liga. Zuletzt sind Bautzen und Mittweida nahezu abgestürzt, wen erwischt es als nächsten? Dafür sammeln andere Mannschaften fleißig Punkte, die lange Zeit als sichere Abstiegskandidaten galten. Somit ist neben Motor Wilsdruff (trotz zweier Remis zuletzt) noch niemand aus dem Rennen - aber gerade Stahl Riesa muss gleich im Februar beginnen zu punkten, sonst spielt man gleich in der kommenden Saison wieder gegen Wilsdruff.

    Und sonst? Von oben muss Hohenstein-Ernstthal aufpassen, dazu gibt es Gerüchte aus Neugersdorf. Es ist aber nahezu unwahrscheinlich, dass beide gleichzeitig in der kommenden Saison in der Landesliga auftauchen. Die Staffeln in der Landesklasse versprechen durchweg Spannung. Je ein Aufsteiger wird aus Dresden und Freital kommen. In den beiden anderen Staffeln haben die vorjährigen Absteiger aus Markranstädt und Glauchau ihren Vorsprung nicht über die Ziellinie retten können. Markrans liegt knapp hinter Lipsia Eutritzsch, hat aber noch einen Nachholer in Hinterhand. Im Westen gibt es ein Spitzentrio mit Marienberg, Glauchau und Germania Chemnitz. Interessant, dass die möglichen Aufsteiger am letzten Spieltag in direkten Duellen ermittelt werden könnten. Aber das ist Zukunftsmusik.

    Bannewitz gg. Copitz2. 0 : 1 (0:1).


    Da es zwar kalt, aber trocken war, habe ich mich kurzfristig zum Besuch entschieden. Anreise mit dem ÖPNV. Buspanne in Nöthnitz, den Rest gelaufen. Ankunft am Kunstrasen etwa 20 Minuten nach Spielbeginn. Da stand es schon 0:1 durch einen im Nachschuss verwandelten Elfmeter. Gespielt hat dann eigentlich nur noch Bannewitz, ich habe keinen einzigen Copitzer Torschuss gesehen. In der ersten Hälfte sah das durchaus noch konstruktiv aus, es fehlte allein der Abschluss. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Angriffsbemühungen ungenauer, es wurde auch viel zu viel über die Mitte versucht. Wenn die Bannewiter mal durchkamen, zielten sie vorbei oder in die Höhe und als letzte Instanz stand Franz Schuster im Kasten. Irgendwann war auch die Nachspielzeit rum und drei Duselpunkte im Kasten. In der Tabelle ein Sprung nach vorn, u.a. vorbei an Heidenau.


    Ich habe am Wochenende also ca. 160 Minuten Fußball ohne ein einziges Tor gesehen.

    Mein Bericht zum späten Sonnabend Abend:


    VfL Pirna-Copitz - FC Lößnitz 0 : 0.


    Etwa 70 bis 80 Zuschauer, mehr waren es nicht beim Durchzählen. Vielleicht eine Handvoll Gäste. Schlechtes Wetter (wobei der scharfe Regenguss ne knappe Stunde vorm Spiel zum Glück nicht lange anhielt) und Dynamospiel...


    Schiri Eckart hatte mit der fairen, in der zweiten Halbzeit etwas nickligen Partie keine Probleme. Pfiff zum Ende hin etwas kleinlicher (auf beiden Seiten) und beide Halbzeiten ohne Nachspielzeit ab. Einmal Gelb für die Gäste. Den Elfmeter zeigte der SRA sofort an, bei dessen Abseits(nicht)entscheidungen war ich mir aber nicht immer sicher.


    Auf das Vorspiel habe ich heute verzichtet, die dritte Mannschaft gewann im Spitzenspiel der Kreisliga B hinten raus mit 3:0 gegen Struppen. Die zweite Mannschaft beendet die Hinrunde morgen in Bannewitz, die B-Junioren kassierten die zweite Klatsche in Folge.


    Als das Spiel in Copitz begann, war die Partie in Dresden quasi schon verloren. Während man beim VfL entspannt zum Fußball gehen kann, herrscht bezüglich Dynamo irgendetwas zwischen Angst, Panik und Ratlosigkeit.

    Nach einem Vierteljahr stand Richi Scykalka wieder in der Startaufstellung, dafür blieb Max Unger draußen. Ansonsten die Formation von Rabenstein.

    Mit dem FC Lößnitz kam der punktgleiche Tabellendritte - und das merkte man im ganzen Spiel, dass sich hier zwei gleichstarke Mannschaften gegenüberstehen. Nach den zehn Toren im Februar waren beide Seiten zunächst bestrebt, defensiv sicher zu stehen. Ein 6:4 und ein 0:0 ergeben dann fünf Tore im Schnitt beider Begegnungen...

    Lößnitz gewann die Seitenwahl und ließ umgekehrt spielen wie im Februar, d.h der VfL begann in Richtung Kiosk. Das hatte im Laufe des Spiels zur Folge, dass sich in beiden Halbzeiten das Geschehen optisch etwas mehr vor meinen Augen abspielte.

    In der ersten Hälfte war der VfL das aktivere Team, richtige Torchancen gab es aber nur zwei, kurz hintereinander nach ner guten Viertelstunde. Zweimal parierte der Gästekeeper die Schüsse von Höer, beim ersten Mal den Nachschuss von Scykalka gleich noch hinterher. Dazu gab es noch ein paar Ecken und Freistöße, die aber nichts einbrachten. Über 90 Minuten waren die Copitzer Standards etwas gefährlicher als diejenigen der Gäste.

    Lößnitz kassierte ja auswärts zuletzt vier Gegentore in Neustadt und wollte eine Wiederholung unbedingt vermeiden. Wenn sich die Gelegenheit bot, spielten sie auch nach vorn. Dabei kamen sie gegen Ende der ersten Hälfte ein paarmal auf ihrer rechten Angriffsseite Richtung Strafraum, jedoch ohne zwingende Abschlüsse. Letztlich neutralisierten sich beide Teams trotz durchaus hohen Aufwandes.

    Nach dem Wechsel waren die Gäste im Mittelfeld etwas präsenter, die Quote der gewonnenen Zweikämpfe neigte sich zu deren Gunsten. Aber so richtig viel passierte nicht, bis auf eine Ausnahme. Die 58. Minute schildere ich hier mal mit meinem WhatsApp-Ticker:

    1. "Foul Kaiser. Elfmeter"

    2. "Graf schießt"

    3. "Zwei Meter drüber"

    4. "Können auch drei gewesen sein"

    Fazit: ein Uli-Hoeneß-in-Belgrad-Gedächtnisschuss vom eigentlichen Torjäger Cedric Graf. Wie gesagt, das ist auch schon anderen passiert. Wir waren natürlich froh drüber. An der leichten optischen Überlegenheit der Gäste änderte sich nichts. Wenn der VfL mal aufrückte und den Ball verlor, spielte Ron Wochnik mit Übersicht den Libero in der eigenen Hälfte und klärte die Bälle humorlos nach vorn. Ansonsten war bis auf wenige Ausnahmen vor unserem Strafraum Endstation. Nach dem Spiel habe ich ernsthaft überlegt, ob die Gäste außer dem Elfmeter noch eine klare Torchance hatten - Fehlanzeige! Die nicht gerade zahlreichen Ecken und Freistöße wiederum wurden gut vom VfL verteidigt. Nach vorn ging allerdings nicht so wahnsinnig viel ab. Etwas neuer Schwung kam mit der Einwechslung von Viktor Löwe ins Spiel, ein 20-Meter-Schuss von ihm ging nur knapp am linken Torpfosten vorbei.

    Je länger das Spiel dauerte, umso verbissener verteidigen beide Mannschaft die "Null" in der Abwehr. Auf beiden Seiten gibt es Spieler, die dann so ein Spiel mal individuell entscheiden können. Da war heute aber bei den Abwehrreihen kein Durchkommen. So bleib es beim gerechten Endresultat, mit dem beide Mannschaften leben können.


    Damit ist der VfL nun schon acht Punktspiele ungeschlagen, vier Siege und vier Remis mit 12:6 Toren. Kurioserweise gab es diese Siege allesamt gegen die Aufsteiger. Das Spiel ist derzeit nicht so spektakulär wie teilweise in der Vorsaison, wo sich ja oft hohe Siege und klare Niederlagen abwechselten. Die Mannschaft spielt routinierter und steht defensiv sicherer als im Vorjahr. Dafür fehlt etwas die Kreativität eines Florian Kärger nach vorn. Wir brauchen uns also vor niemandem zu verstecken, sind aber auch niemandem von vornherein überlegen. Die Siege der letzten Wochen hat sich die Mannschaft hart erarbeitet, wirklich spielerisch überzeugend war das immer nur phasenweise. Andererseits kassiert man wenig Gegentore und ist auch nach Rückständen immer in der Lage, zurückzukommen. Es ist für die Gegner durchaus unangenehm, gegen den VfL spielen zu müssen. Alles in allem eine richtig solide Hinrunde mit wenig Ausreißern nach oben und nur einem nach unten (im Pokal in Striesen). Ich schreibe das jetzt schon mal als vorweggenommenen Hinrundenrückblick, weil ich das nächste Auswärtsspiel in Neusalza nicht sehen werde, wenn es wie geplant am Sonntag stattfindet. Da tue ich mir nochmals Dynamo an, die Terminplaner haben in diesem Herbst ganze Arbeit geleistet. Aber wer weiß, wie am zweiten Advent die Platzverhältnisse in der Oberlausitz sind...


    Es hängt also noch bissel vom Wetter und eventuellen Nachholeterminen ab, ob ich im Kalenderjahr 2019 noch ein Landesligaspiel sehen werde. Ansonsten gibt es ja Hallensport in mehreren Varianten. Die in Copitz fehlenden Tore habe ich vorhin reichlich beim Handball gesehen, wo Lok Pirna in der Schlussphase hoch mit 25:17 gegen Köthen gewann.

    Für den Sonnabend sind acht Spiele zeitgleich angesetzt - mal sehen, ob diesmal überall gespielt werden kann. Falls irgendwo weiße Flocken vom Himmel kommen: das heißt Schnee und ist um diese Jahreszeit normal!

    Die Partie Copitz gegen Lößnitz könnte mein letztes Landesligaspiel im Kalenderjahr 2019 werden. Da werden natürlich Erinnerungen an den 23. Februar wach. Ein 6:4 wird es wohl nicht wieder werden, aber ich freue mich auf eine gutklassige ausgeglichene Begegnung. Immerhin konnte der VfL bisher alle Heimspiele gegen Lößnitz gewinnen (3:0, 2:1, 6:4) - aber bis auf das erste Spiel war Lößnitz immer auf Augenhöhe, so wird das auch morgen werden.

    Kamenz sollte den Herbstmeistertitel auch rechnerisch klar machen und Verfolger Neusalza wird sicher auch dreifach punkten. Die "Krisenclubs" Mittweida, Großenhain und Bautzen müssen auswärts ran - wo alle drei eine bessere Bilanz haben als zuhause. Knallharten Abstiegskampf gib es in Niesky und vor allem in Riesa. Standuhr wird noch mal aus Kuba die Daumen drücken...

    Paar Ergänzungen.


    Copitz mit derselben Startformation wie gegen Riesa. In der Nachspielzeit kam Heineccius nach seiner Verletzung in der Vorbereitung zum ersten Punktspieleinsatz für den VfL. Scykalka saß auch wieder auf der Bank, es bestehen also für die letzten beiden Spiele wieder Variationsmöflichkeiten.


    Bei Rabenstein sah das fußballerisch phasenweise recht gut aus. Die betrieben auch läuferisch einen hohen Aufwand, es mangelte u a. an der Chancenverwertung und an der Cleverness. Ein 2:2 war aber bis kurz vor Schluss möglich. Es folgen Riesa u. Niesky, also ganz wichtige Spiele.


    Die 13 gilt ja als Unglückszahl - für den VfL gabs am 13. Spieltag das siebente ungeschlagene Punktspiel in Folge. Also eher eine Glückszahl! Der Lohn ist Platz 4 in der Tabelle, auch dank der Parallelkrisen von Mittweida, Großenhain u. Bautzen. Nach mehreren Wochen mit keineswegs leichten Spielen gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel gehts nun gegen die direkte Konkurrenz um vordere Plätze: zunächst kommt der Tabellendritte Lößnitz ins "Willy", zum Abschluss lautet die Ansetzung Neusalza gegen Pirna. Da ist sogar Platz zwei drin, aber realistisch sag ich mal: es werden mehr als null und weniger als sechs Punkte. Auf jeden Fall freut sich Kamenz über Punktverluste der Konkurrenz...


    Zu Weihnachten wird Kamenz souverän die Tabelle anführen. Immerhin könnte man dann ab August zusammen mit Schiebock u. Neugersdorf Oberliga spielen - aber das ist jetzt wirklich Kaffeesatzleserei!

    Das ist ja was ganz Neues, da steht die Presse hier schon vor mir drin...


    Hab leider überhaupt keine Zeit.


    Handwerk Rabenstein - Pirna-Copitz 1 : 3 (1:1).


    1:0/19. Scherres über links.

    1:1/42. Weska aus halbrechts nach langem Pass von Henschel.

    1:2/62. Henschel aus NAhdistanz. Vorarbeit Unger und Höer über links.

    1:3/89. Weska, diesmal kam der lange Pass von Kaiser.


    Etwa 120 Zuschauer, 13 Gäste. Angenehme Atmosphäre. Es muss vorher geregnet haben, der Rasen war feucht und hügelig. Aber allemal gut, dass auf dem Hauptplatz gespielt wurde!


    Schiri Rich ließ viel laufen. Einmal wurde es an der Seitenlinie drüben hektisch. Er löste das mit je einer gelben Karte. Ansonsten ein sehr faires Spiel.


    Nur kurz: es war eine gutklassige Landesligapartie. Höer hatte die erste Torchance, Rabenstein machte das erste Tor. Es folgte die beste Phase der Gastgeber, jetzt war sogar ein 2:0 möglich. Der VfL fing sich wieder und erzielte noch vor der Pause den wichtigen Ausgleich. Mit Henschel und Weska waren die beiden besten Spieler daran beteiligt.

    Nach dem Wechsel ging es hin und her, der VfL etwas routinierter im Zweikampfverhalten. Nach der Copitzer Führung rettete Wochnik mehrfach großartig. Einer von mehreren Kontern in der Schlussphase führte dann zur Entscheidung.


    Vielleicht heute Abend noch ein paar Ergänzungen.

    Wenn ich aus dem Fenster schaue: schauriger Nieselregen, also alles richtig gemacht, dass ich mich heute ein paar Stunden im Büro aufhalte zum sächsischen Feiertag.

    Am Wochenende ist für meine beiden Spiele jedenfalls kein Regen/ Schnee angesagt, und heute Abend geht's eh zum Hallensport.

    In Rabenstein spielt am Sonntag zwar der Zwölfte gegen den Fünften - aber wenn man eine Tabelle der letzten sechs Spieltag erstellt, ist das ein Spitzenspiel! In diesem Zeitraum führt Kamenz souverän mit 16 Zählern, dahinter punktgleich Lößnitz, Rabenstein und Copitz mit je zwölf. Und neben den Kamenzern ist der VfL mittlerweile die am längsten ungeschlagene Mannschaft. Also, es läuft doch gar nicht so schlecht - Fortsetzung erwünscht! Allerdings kann Rabenstein als einzige Mannschaft darauf verweisen, aus den letzten drei Heimspielen alle neun Punkte geholt zu haben. Das wiederum sollte nicht fortgesetzt werden...


    Allen Sachsen, die das lesen, einen schönen Feiertag (Standuhr sonnt sich eh auf Kuba) - und allen anderen eine schöne Restwoche. Das Wochenende kommt gewiss!


    Günni ,

    danke für die Infos.

    In unserer Gegend hat ja mittlerweile (fast) jeder Verein einen Kunstrasenplatz, so dass sich die Anzahl der Spielabsagen begrenzen lässt. Aber gegen schlechtes Wetter kann man nix machen. Ich wollte vor Jahren an einem Leipzig-Wochenende mal ein Spiel bei Blau-Weiß besuchen (im August), das ist bei Regen auch ausgefallen - da habe ich mir den Ground vom LVB geholt.

    Gestern waren zeitgleich acht Spiele angesetzt, ausgetragen wurden nur sieben. Ich kennen keinen Grund, war das Wetter in Leipzig-Kleinzschocher etwa so viel schlechter als im Rest Sachsens? Die anderen sieben Begegnungen boten reichlich Tore, ein paar Überraschungen und wie am letzten Wochenende genau ein Unentschieden:


    VfL Pirna-Copitz - BSG Stahl Riesa 2 : 2 (0:1).


    0:1/3. Reinkober aus 16 Metern, linke Seite, Heber über Wochnik.

    0:2/53. Langhof nach einem schulmäßigen Konter ins kurze Eck.

    1:2/69. Weska aus Nahdistanz. Vorarbeit über Henschel (rechts), Seitenwechsel und Höer (links).

    2:2/93. Kemter, nachdem Goldammer einen Kötzsch-Freistoß nur zu kurz abwehren kann.


    Gezählt etwa 180 bis 190 Zuschauer, knapp die Hälfte aus Riesa.


    Wetter herbstlich kühl, aber trocken. Wechsel zwischen Wind und sogar etwas Sonne. Während des Spiels immer mal wieder Flugverkehr über dem Platz.


    Schiri Teichmann ließ viel laufen, lange Zeit ein leicht zu leitendes Spiel. Mit schwindenden Kräften hatte er mehr Arbeit, verteilte reichlich gelbe Karten (meist wegen taktischer Fouls). In "fiftyfifty"-Entscheidungen hinten raus eher pro Copitz, der Freistoß zum 2:2 unstrittig.


    Vor dem Spiel wollten alle Riesaer, mit denen ich sprach, einen Punkt mitnehmen - am Ende war man in Copitz froh, einen Zähler gerettet zu haben.

    Der VfL begann wie in Niesky, lediglich der dort gesperrte Kötzsch kehrte für Glöß in die Startformation zurück. Bei Riesa einige Umstellungen, dafür sind deren Schreiber zuständig. Standuhr war nicht anwesend, er ist gerade unterwegs nach Kuba. Schönen Urlaub!

    Frühe Tore gehören bei Stahlspielen offenbar zum Standardprogramm. Diesmal war es ein einfacher langer Pass auf der linken Angriffsseite, der ausgerechnet die routinierten Abwehrspieler Prentki und Ranninger vor Probleme stellte - und plötzlich stand es 0:1. Das brachte durchaus Sicherheit ins Spiel der Gäste. Copitz musste das frühe Gegentor verdauen und kam nach einer Viertelstunde besser in die Zweikämpfe. Das Spiel verlagerte sich nun etwas in die Riesaer Hälfte, ohne dass wirkliche Torgefahr entstand. Die einzige richtige Chance in der ersten Hälfte hatte der gestern sehr aktive Kay Weska, der nach Zusammenspiel mit Höer knapp am langen Pfosten vorbeizog. Riesa verlegte sich aufs Kontern - und das war teilweise richtig gefährlich, der letzte gelungene Angriff noch in der Nachspielzeit.

    Nach dem Wechsel ging es nun Richtung Kiosk, so dass sich das Geschehen nun größtenteils vor meinen Augen abspielte. Doch der erste Gegenangriff wurde schulmäßig zum 0:2 vollendet. Unabhängig vom Endresultat: was die sehr junge Stahlelf hier lange Zeit spielerisch anbot, war wesentlich besser als der aktuelle Tabellenstand! Bei zwei, drei weiteren Kontern war dann Wochnik zur Stelle, der bei beiden Treffern etwas unglücklich aussah. Die Einwechslung von Müller bei eigener 2:0-Führung verstanden einige Riesaer neben mir nicht so recht, ich kann das nicht beurteilen. Beim VfL kamen Löwe und später Schmidt ins Spiel. Insgesamt versuchte es der VfL zu oft mit langen Bällen, auch dribbelte man sich immer wieder in der Abwehr fest. Trotzdem hat der VfL natürlich einige gute Einzelspieler in seinen Reihen, so entstand der Anschlusstreffer. Und damit war das Spiel ein anderes, schließlich haben wir Erfahrungen damit, Rückstände im eigenen Stadion aufzuholen.

    Bei Riesa schwanden die Kräfte, Copitz spielte alles oder nichts. Bei einigen brenzligen Situationen war Goldammer auf dem Posten, einige Konter konnten die Riesaer jetzt nicht mehr zu Ende spielen. Die Chance ergab sich in der 92. Minute, als der VfL ich glaube den überhaupt ersten Freistoß des ganzen Spiels in Strafraumnähe erhielt. Drei Spieler standen am Ball, Kötzsch schoss, Goldammer wehrte ab, Kemter staubte ab ins Tor. Ich kann aus meiner Position nicht sagen, ob Goldammer diesen Ball besser hätte abwehren können. Copitz ist erneut für seine Moral belohnt worden - es war das dritte 2:2 nach 0:2-Rückstand in anderthalb Jahren (dazu das unvergessene Lößnitzspiel). Trotzdem wäre es mir lieber, gar nicht erst in Rückstand zu geraten...

    Von allen Mannschaften der unteren Tabellenhälfte, die ich in dieser Saison gesehen habe, war Riesa das spielerisch mit Abstand stärkste Team. Was da noch fehlt, ist etwas Cleverness. Die werden sie in der nächsten Woche bei den zweikampfstarken Nieskyern gebrauchen können!


    Für mich wird das nächste Wochenende etwas stressig: Sonnabend HSV gegen Dynamo und Sonntag Rabenstein gegen Copitz. Ich möchte wenigstens einen Auswärtssieg sehen und erwarte den nicht unbedingt von Dynamo...

    Oha, Standuhr kommt nicht nach Copitz. Schade, dass wir uns nicht sehen - aber seine Abwesenheit erhöht die Siegchancen von Copitz! Immer, wenn er bei Spielen Stahl gegen VfL neben mir gestanden hat, gewann Riesa... Schönen Urlaub!


    Nachtrag zum vorigen Wochenende: Das Siegtor von Höer in Wilsdruff fiel in der 42. Minute - ich weiß nicht, warum es im Bericht fehlt.

    Heute mal zu ungewohnter Zeit mein Tagesrückblick.


    FV Eintracht Niesky - VfL PIrna-Copitz 1 : 1 (0:0).


    1:0/48. Jablonski per Kopf nach Flanke von rechts.

    1:1/76. Scholz nach Freistoßablage. Ich glaube, zuletzt war noch ein Abwehrspieler am Ball. Basti war vorhin ebenso wie ich noch beim Handball. Er saß aber zu weit weg, so dass ich nicht mehr nachfragen konnte, wie das genau passiert ist.


    Besonderes Vorkommnis: Haase hält FE von Henschel nach Foul an Henschel/67.


    Etwa 70 anwesende Zuschauer, offiziell 56 zahlende. Genau 11 Gäste.


    Gespielt wurde auf dem Kunstrasen mit Beleuchtung.

    Wetterbericht: Hinfahrt viel Regen, 1. Halbzeit wenig Regen, 2. Halbzeit viel Regen, Rückfahrt wenig Regen.


    Schiri Eckert aus Großröhrsdorf hatte in der ersten Halbzeit wenig zu tun, umso mehr nach der Pause. Ich konnte seine Freistoßbeurteilungen nicht in jedem Fall nachvollziehen, aber entscheidende Fehler sind ihm nicht unterlaufen. Das Foulspiel vorm Elfer war klar (ob es drin war, konnte ich aus meiner Position nicht sehen).

    Kritische Szene kurz nach dem Ausgleichstor: nach einem langen Pass steht Viktor Löwe knapp im Abseits und rennt zum Ball. Die Fahne kommt zurecht, aber viel zu spät - obwohl das wohl so angewiesen ist. So rammt der Torwart den Viktor kurz vorm Strafraum volle Kanne um. Richtige Entscheidung, abseits und Gelb für den Keeper (es wäre Rot gewesen, wenn keine Abseitsstellung vorgelegen hätte) - aber die ganze Situation hätte vermieden werden können, wenn die Fahne eher gekommen wäre. Sehr viel Konjunktiv. Kein Konjunktiv: der gerade eingewechselte Löwe musste später wieder raus.


    Weitere Pirnaer Ergebnisse vom Tage: Die B-Junioren gewinnen mit 3:0 gegen Markranstädt und festigen ihre Position im Mittelfeld. Die zweite Mannschaft verliert trotz Pausenführung mit 1:2 in Hartmannsdorf und ist nun Tabellenletzter. Abends beim Handball Lok Pirna gegen Bad Blankenburg 20:27, aber dort war es wenigstens trocken...


    Bis auf den gesperrten Philipp Kötzsch sowie Martin Schmidt begann der VfL wie in Wilsdruff. Dafür begannen Maximilian Unger auf der linken Seite und Alexander Kaiser in der Innenverteidigung neben Eric Ranninger. Im Gegensatz zum Spielberichtsbogen war Trainer Frank Paulus anwesend und auch der "Chef". Niesky in rot, Copitz in schwarz. Die Gastgeber ohne den in Bautzen ausgewechselten Robert Koch.


    Auf dem Kunstrasen musste man erst mal schauen, wie die Bälle springen, das glich gelegentlich einer Lotterie. Ansonsten hatte der Spielverlauf nicht so viel Zufälliges. Der VfL optisch leicht überlegen, aber das Geschehen spielte sich meist zwischen den Strafräumen ab. Bemerkenswert in Hälfte eins eigentlich nur ein abgewehrter Höer-Schuss und eine Gelbe Karte für die Nieskyer Trainerbank wegen permanenten Meckerns (ich konnte aus knapp 100 Meter Luftlinie nicht genau erkennen, ob es Trainer Seifert betraf). Gegen Ende der Halbzeit wurde der Gastgeber über die linke VfL-Abwehrseite etwas aktiver, ohne wirkliche Torgefahr zu erzielen. Mit einem logischen 0:0 ging es in die Kabinen, und auch die Zuschauer wärmten sich erst mal in der Gaststätte auf.

    Die Gästemannschaft war nach dem Kabinengang zuerst wieder auf dem Platz, geistig waren aber die Gastgeber früher anwesend. Der erste Angriff lief über die rechte Seite und Jablonski kam ziemlich freistehend zum Kopfball - 1:0! Für den neutralen Beobachter war es das beste, was der Partie passieren könnte. Von jetzt an wurde die bisher eher bedächtig verlaufende Begegnung mit hoher Intensität in den Zweikämpfen geführt, es entwickelte sich ein Kampfspiel bei widrigen äußeren Bedingungen. Dabei hatten die Gastgeber in der Zweikampfführung zunächst leichte Vorteile. Sie sind ohnehin körperlich robuster, wirkten aber gerade in dieser Phase auch entschlossener. Obwohl der VfL dagegenhielt, war jetzt auch ein 2:0 möglich. Die beste Gelegenheit hatte erneut Jablonski, aber dessen Freistoßhammer konnte Wochnik zur Ecke ablenken. Copitz biss sich ins Spiel und der fleißige Henschel hätte sich belohnen können. Ich lasse den alten Spruch fürs Phrasenschwein hier weg, er wurde gefoult und übernahm die Verantwortung - doch der Ball war nicht sonderlich platziert geschossen und wurde pariert. Von verwandelten Elfmetern wird standuhr ausführlich berichten...

    Zum Glück verursachte dieser Fehlschuss keinen Bruch in den Copitzer Bemühungen, gerade in solchen Phasen ist dann immer Eric Prentki der Antreiber auf dem Platz. Schmidt und Löwe kamen in die Partie, aber herausgespielte Torchancen blieben weiterhin Mangelware. So brachte ein Standard den Ausgleich. Nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld spekulierte Niesky vergeblich auf Abseits, Ranninger legte ab und Scholz netzte mit Zwischenberührung ein. Gerade für solche Tore ist der Basti immer gut!

    Danach folgte die oben beschriebene Szene mit Viktor Löwe, auch ansonsten gehörte die Schlussviertelstunde eher dem VfL. Doch bis zur 94. Minute sollte keiner Mannschaft mehr der "lucky punch" gelingen.

    So blieb es beim insgesamt leistungsgerechten 1:1 in einem vor allem nach der Pause von viel Kampf, Einsatz und Zweikämpfen geprägten Spiel. Tabellenmäßig kann Copitz damit natürlich besser leben - erst recht mit Blick auf die überraschenden Resultate in Großenhain und Bautzen, die in Niesky bestimmt keine Freudensprünge ausgelöst haben. Die Mission "Auswärtsdoppelpack" kann mit 2:1 Toren und 4 Punkten jedenfalls erfolgreich abgehakt werden!


    Drei Spiele stehen morgen noch an, dabei wird auch die Frage nach dem Spitzenreiter geklärt.


    Für Niesky gibt es bis Weihnachten noch vier Duelle gegen direkte Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte. Da scheint von "MIttelfeld" bis "Rote Laterne" alles möglich zu sein.


    Kommenden Sonnabend gastiert Stahl Riesa im "Willy", das dort vier der letzten fünf Punktspiele gewinnen konnte. Aktuell trifft starke Offensive auf starke Defensive: in den letzten drei Spielen trafen die Stahlwerker jeweils dreifach, während Copitz in den letzten fünf Punktspielen nur drei Gegentore kassierte. Wer kann sich also durchsetzen? Die Auflösung dazu gibts in einer Woche!

    Ein Drittel der Saison ist vorüber (bis auf ein Spiel) und alle wissen, wo sie stehen. Klare Favoriten gibt es vorn ebensowenig wie klare Außenseiter hinten - aber eine deutliche Zweiteilung der Tabelle. Eigentlich weiß nur BW Leipzig nicht so richtig, zu welcher Tabellenhälfte man nun gehört. Tendenziell ordne ich sie aber eher unten ein.

    Getreu dem alten Motto "die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften" spricht ganz vorn vieles für Einheit Kamenz. Aber es ist doch gut, dass es endlich mal wieder mehrere Mannschaften gibt, die sich möglicherweise bis zum Saisonschluss um den Titel streiten. Das hatten wir so zuletzt 2015/16 mit dem damaligen Vierkampf zwischen Chemie, Grimma, Kamenz und Riesa.

    Im Verfolgerfeld hat sich nun auch meine Mannschaft etabliert, wo zuletzt vor allem die Punktebilanz stimmte (10 aus 4), nicht immer aber die (von mir als anspruchsvollem Fan) erwartete Spielweise.

    Neben Kamenz werden wohl Mittweida, Bautzen und Neusalza in jedem Fall weiter ganz vorn dran bleiben. Etwas rätselhaft für mich die Heimschwäche der Großenhainer. Auch Lößnitz hats bisher nicht geschafft, in den direkten Duellen mit der Konkurrenz den Anspruch einer Spitzenmannschaft zu untermauern.

    Ich denke, ab Platz 9 abwärts geht es für alle erst mal um den Klassenerhalt. Man muss ja wieder von vier Absteigern ausgehen. Die Neulinge Wilsdruff und Rabenstein werden es schwer haben, aber auch bei Radebeul geht die Tendenz deutlich nach unten. Riesa und Niesky hatten sich den bisherigen Saisonverlauf wohl etwas anders vorgestellt, aber kürzlich erste Erfolge gefeiert. Beide sind nun die nächsten Gegner von Copitz - und haben in der anstehenden Konstellation diese Spiele in der letzten Saison jeweils gewonnen. Also, Vorsicht VfL - ich spende ungern Punkte an notleidende Konkurrenten *g*

    Ansonsten stehen in den kommenden Wochen jede Menge direkter Duelle der Abstiegskandidaten an, danach sind wir klüger.

    Eine Liga tiefer haben sich Markranstädt und Glauchau günstige Ausgangspositionen geschaffen, um sofort in die Liga zurückzukehren. Aus dem "Osten" ist wohl mit je einer Mannschaft aus Freital und Dresden zu rechnen - aber da kann bis Juni noch vieles passieren, sportlich und neben dem Feld.

    Sonnabend Abend. Der emotionale Höhepunkt der Fußballwoche lag diesmal unzweifelhaft am Mittwoch. Deshalb heute mein Doppelpack zur Landesliga eher sachlich-nüchtern:


    Freitag Abend Müllerwiese

    Budissa Bautzen - Eintracht Niesky 4 : 1 (3:0).


    1:0/16. Hagemann Kopfball.

    2:0/20. Kloß. Wie das erste Tor über die überforderte linke Nieskyer Abwehrseite vorbereitet.

    3:0/45. Hentsch aus ca. 16 Metern ins Dreiangel. In der Bundesliga wäre da sicher der Kölner Keller konsultiert worden, da ein Spieler im Abseits möglicherweise das Sichtfeld des Torhüters beeinträchtigte.

    4:0/59. Hentsch Konter. Vorarbeit vom eingewechselten Gärtner.

    4:1/65. Jablonski direkter Freistoß unter der Mauer durch.


    Etwa 300 Zuschauer, offiziell 292 angegeben. Vielleicht 20 Gäste darunter.


    Gemeinsam mit Kilometerfräse traf ich mich am Freitag Abend zum Flutlichtspiel. Es war kalt und pünktlich mit dem Anpfiff begann es auch noch zu regnen. Schiri Wermann hatte eine weite Anreise aus Plauen und ordentlich zu tun. Gleich nach drei Minuten wurde Hagemann umgesenst. Unverständlich, warum die gelbe Karte erst nach Rücksprache mit dem Linienrichter kam, aber sie kam. Hagemann spielte bis zur Pause durch, musste dann aber in der Kabine bleiben. Kurz darauf verletzte sich ein Gästespieler ohne Einwirkung eines Gegenspielers und musste ebenso raus wie später Robert Koch. Insgesamt verteilte der Schiri fünf oder sechs Verwarnungen an die rustikalen Gäste.

    Der Wind pfiff gleichmäßig längs durchs Stadion, weshalb die Seitenwahl wohl schon entscheidende Bedeutung hatte. Budissa spielte vor der Pause mit dem Wind und nutzte dies gnadenlos aus. Niesky konnte bei seinen Defensivproblemen froh sein, mit nur drei Gegentoren in die Kabinen zu gehen. Andererseits waren die Angriffsbemühungen, wenn sie denn mal stattfanden, durchaus nicht so ungefährlich. Will sagen: man stellte sich nicht hinten rein, blieb aber trotz einiger Torchancen letztlich ohne zählbare Wirkung nach vorn.

    Nach Wiederanpfiff veränderte sich das Bild optisch. Niesky nun mit Windunterstützung Stammgast in der gegnerischen Hälfte, während Budissa so einen Mittelweg zwischen Verwaltungsmodus und Kontertaktik suchte und fand. Einer dieser Konter wurde mustergültig zum 4:0 vollendet. Kurz darauf ein "Schmankerl", als bei einem Jablonski-Freistoß die Mauer komplett hochsprang und der Ball flach ins Tor ging. Chancen für Resultatsveränderungen gab es dann noch auf beiden Seiten, wobei die Gäste kurz vor Schluss einen Handelfmeter forderten. Am verdienten Sieger gab es eh seit der Halbzeit keinen Zweifel. Mit dem 4:1 bestätigten beide letztlich ihre gegenwärtige Tabellenposition.


    Getroffen habe ich vor dem Spiel Flori Kärger, der weiterhin vom Verletzungspech verfolgt ist und derzeit eine Trainingsverletzung auskuriert. Ich hoffe, er kann bald wieder spielen - ein Fußballer seiner Klasse tut der Liga einfach gut!


    Sonnabend Nachmittag Parkstadion

    Motor Wilsdruff - Pirna-Copitz 0 : 1 (0:1).


    Tor Höer per Kopf nach Flanke Weska von rechts.


    offiziell 70 Zuschauer, es waren etwa 90 bis 100 Leute anwesend. 13 Gäste gesichtet, einige hatten Probleme beim Finden des Stadions. Optimales Wetter, negativ lediglich die tiefstehende Sonne.


    Etwas früher begann die Landesklassenpartie Copitz2 gegen Lichtenberg. Endstand 0:1, Kilometerfräse und/oder Gunther werden berichten.


    wichtiger als jedes Ergebnis: als wir (also sammy und ich) ankamen, standen RTW und Notarztwagen im Gelände. Beim Vorspiel Wilsdruff2 gegen FC Pirna2 ist ein junger Gästespieler plötzlich zusammengebrochen und musste notfallmedizinisch versorgt werden. Ich habe keine näheren Informationen und wünsche dem Betroffenen natürlich alles Gute! Die Partie wurde selbstverständlich abgebrochen.


    Schiri John Köber hatte lange Zeit wenig zu tun und pfiff eher zu wenig als zu viel. Mitte der zweiten Halbzeit dann ein "Trikottest" bei Johnny Henschel mit anschließendem Gerangel am Boden. Ergebnis: Gelb für Henschel und Rot für Stührenberg. Ich selbst habe nichts gesehen, was platzverweiswürdig war. Kurz vor Schluss zahlenmäßiger Ausgleich, als der bereits verwarnte Kötzsch kurz vorm eigenen Strafraum Foul spielte und folgerichtig die Ampelkarte sah.


    Copitz mit derselben Startformation wie letzte Woche. Eigentlich hatte ich erwartet, dass der VfL zumindest optisch die Begegnung kontrolliert, aber das war maximal in den ersten zehn Minuten der Fall. Danach wurde die Gastgeber mutiger, während der VfL Mühe hatte, in den Zweikämpfen zu bestehen. So musste Wochnik zweimal retten, aber insgesamt blieb auch die Heimmannschaft in der Folgezeit im Angriff harmlos. So genügte dem VfL ein sauber vorgetragener Angriff, um etwas überraschend in Führung zu gehen. Kurz darauf musste der Torwart Arnold gegen Höer klären, so dass die Chancenverwertung zur Pause "nur" 50 Prozent betrug.


    Nach der Pause wurde das Spiel phasenweise etwas lebhafter, blieb aber insgesamt deutlich unter Landesligadurchschnitt. Copitz kam zwar einige Male vor das Gastgebertor, ohne richtig gefährlich zu werden. Ausnahme eine 3:2-Überzahlsituation, die mit einem Pfostenschuss des gerade eingewechselten Maximilian Unger endete. So wurde bis zum Schluss gezittert, weil man hinten immer wieder Chancen zuließ. Glücklicherweise spielte man erstens gegen den Tabellenletzten und hatte zweitens einen gut aufgelegte Ron Wochnik zwischen den Pfosten und im Strafraum. Der auf die gelbrote Karte folgende Freistoß ging am Tor vorbei und in der Nachspielzeit nutzten auch die Offensivbemühungen des Wilsdruffer Keepers nichts mehr.


    So gewann der VfL am Ende mit 1:0 und konnte froh sein, nicht auf einen stärkeren Gegner getroffen zu sein. Den Wilsdruffern kann man kämpferisch nichts vorwerfen. Sie haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten wohl eine gute Leistung geboten - versäumten es aber, sich wenigstens mit einem Tor und Punkt zu belohnen. Da fehlt dann eben die Abgeklärtheit oder auch die Klasse, mal so ein Ding reinzumachen.


    Getroffen habe ich vorm Spiel kurz unseren Torwart der Jahre um 2000, Maik Schäfer. Mit weit über 40 steht er bei Motor immer noch als Auswechseltorwart zur Verfügung. Respekt!


    Die Wilsdruffer setzen kommende Woche einen Sonderbus zum "Abstiegsgipfel" nach Riesa ein.

    Für den VfL beginnen in Niesky wohl die "Kunstrasenwochen". Die Besetzungssorgen werden jedenfalls nicht kleiner. Scykalka, Baumann und Heineccius fehlen weiterhin, dazu der gesperrte Kötzsch. Aus den beiden gestern und heute gesehenen Spielen sollte man keine Schlüsse für die Partie in Niesky ziehen. Es wird wohl wieder eine enge Kiste werden...

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