Beiträge von Steffen

    Schwere Zeiten...


    FC Lößnitz - VfL Pirna-Copitz 5 : 1 (2:0).


    Es gibt nichts mehr schönzureden. Erneut stellte sich der VfL von selber auf. Ein Nico Wehrmann und ein Basti Scholz sind derzeit nicht zu ersetzen. Dann fiel auch noch Routinier Wolf verletzt aus, dafür rückte Kötzsch nach hinten.

    20 Minuten spielte der VfL vor etwa 80 Zuschauern durchaus beherzt nach vorn, hatte 4:0 Ecken und nach einer davon eine Riesenkopfballchance (Glöß?). Dann ein mustergültiger Konter über die linke Seite, Schnelligkeitsvorteile und 1:0. Von da an fand der VfL eigentlich nicht mehr statt. Und wenn es sowohl personell als auch resultatstechnisch nicht läuft, fehlen dann auch irgendwann die 10% mehr Einsatz, die alle Spieler in den letzten beiden Partien gegen ebenfalls stärkere Gegner aus sich rausgeholt haben.

    Bei all den defensiven Lücken konnte man sich noch bedanken, dass es nicht höher als 5:0 stand. Die Gastgeber schossen sich zum einen ihren Frust der letzten Niederlagen von der Seele - andererseits wirkten sie nach der klaren Führung zum Glück hin und wieder etwas zu verspielt.

    Kurz vor Schluss holte Wochnik noch einen direkten Freistoß sensationell aus dem Dreiangel und im Gegenzug überwand der eingewechselte Jakub Uhlir den gegnerischen Keeper im 1 gegen 1. Der Jubel der zehn Gästefans hielt sich in Grenzen, auch die 1:5-Niederlage wird das Torverhältnis dauerhaft belasten...

    Schiri Florian Ordon pfiff am Anfang etwas kleinlich, als beide Mannschaften noch voll in die Zweikämpfe gegangen sind. Er hatte mit zunehmender Spieldauer immer weniger zu tun und kam ohne Karte aus.

    Natürlich führten immer wieder individuelle Fehler zu den Gegentoren, aber eine Zuordnung macht hier keinen Sinn. Mit diesem Aufgebot reicht es definitiv nicht für die obere Hälfte. Es wird schwierig genug, bis Weihnachten zumindest so viele Punkte zu holen, dass man im Frühjahr eine realistische Chance auf den Klassenerhalt hat.


    Erfreulich der Punktgewinn der zweiten Mannschaft in Hartmannsdorf und die Pokalerfolge der A- und B-Junioren (man muss ja irgendwie optimistisch bleiben).


    Nächste Woche kommen die punktgleichen Markkleeberger nach Copitz. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Ergänzend etwas Statistik:

    Es war erst das dritte Landesligaspiel zwischen beiden Mannschaften. Nach dem Aufstieg gewann Neusalza 18/19 mit 3:0 und 1:0. In der Folgesaison sollte es am 15. Spieltag um die Vizeherbstmeisterschaft gehen. Die Partie fiel dem Winter zum Opfer und wurde aus bekannten Gründen niemals nachgeholt. In der offiziellen Endtabelle 19/20 landete dann Neusalza auf Rang 2, Copitz auf Rang 3. Davon kann man derzeit nur träumen...

    So gesehen war es heute das erste Tor und der erste Punkt für den VfL gegen Neusalza!

    Uff, das war so ein Fußballspiel, wie man es eigentlich nicht braucht!


    Pirna-Copitz - Neusalza-Spremberg 1 : 1 (1:0).


    Tore:

    Kemter/36., Schuss aus 25 Metern linke Seite, wird unhaltbar ins lange Dreiangel abgefälscht.

    Tews/95., Kopfball nach dem letzten Freistoß des Spiels


    Schiri Hagemeister aus Cottbus (bei seinem dritten VfL-Spiel) in der 1. HZ souverän und oft mit guter Vorteilsauslegung. In der 2. HZ hatte er mehr zu tun und pfiff kleinlicher. Er hatte alles im Griff, obwohl sich die Gäste lautstark vor allem über die Kartenverteilung beschwerten.


    Gut 100 Zuschauer, darunter ein gutes Dutzend Oberlausitzer.


    Wir hatten alle schon gehofft, diese drei Punkte im Kasten zu haben. Keiner hätte im Nachhinein gefragt, ob die nun verdient waren oder nicht. Sie wären bitter nötig gewesen! Doch dann kam die 95. Minute...

    So tritt der VfL als Remisspezialist in der Tabelle auf der Stelle. Die Gäste weiterhin mit guter Auswärtsbilanz - sie müssten aber mal damit anfangen, zuhause zu punkten, wenn es in der Tabelle nach oben gehen soll.

    Die Mannschaft des VfL stellt sich Woche für Woche von selbst auf. Heute fehlte Basti Scholz zusätzlich, dafür war Routinier Wolf wieder mit von der Partie. Im Tor wieder Ron Wochnik, der mit seiner Routine bei hohen Bällen und als Antreiber natürlich ein anderes Kaliber ist als Franz Schuster, der seine Sache in den letzten Wochen auch gut gemacht hat.

    Copitz begann engagiert, die beste Chance hatte Henschel Mitte der ersten Halbzeit. Doch schon in dieser Phase mit mehr Ballbesitz und Spielanteilen für den VfL wirkten die Gäste geradliniger und zielstrebiger auf dem Weg zum Tor. Bis zum Strafraum wurde konsequent über die Flügel gespielt, das sah teilweise richtig gut aus - aber eben nur bis zum Strafraum. So konnte der VfL mit einer etwas glücklichen Führung in die Pause gehen, weil ein Kemter-Schuss (oder sollte es eine Flanke werden?) punktgenau ins Dreiangel abgefälscht wurde.

    Nach der Pause kamen die Gäste nicht nur personell verändert zurück, sie setzten den VfL auch permanent unter Druck. Gab es vor der Pause einige nadelstichartig vorgetragene Konter, folgte nach dem Wechsel erst mal eine Viertelstunde Dauerdruck. Fast von der Kemter-Position traf ein Gästespieler den Innenpfosten/55. Dieser Pfosten ist wahrlich ein echter Copitzer, er hat schon am ersten Spieltag beim Elfmeter von Morgenstern den bisher einzigen Sieg gesichert! Die Zweikampfquote im Mittelfeld war irrsinnig einseitig, es gab fast keine Entlastung nach vorn. Logischerweise begann nun auch der VfL zu wechseln und konnte sich vom Dauerdruck etwas befreien. Trotzdem musste man sich vor allem bei den Gästestürmern bedanken, die meist über oder neben das Gehäuse zielten. Und im Ernstfall war Ron Wochnik da und hielt auch mal einen "Unhaltbaren"/72.

    So langsam hofften wir auf einen vollen Erfolg. Als die Gäste "alles oder nichts" spielten, hatte zunächst der eingewechselte und etwas glücklos agierende Uhlir die Chance zum 2:0/89. Zwei Minuten später lief Johnny Henschel (der wieder ein überragendes Pensum absolvierte) allein auf den Gästekeeper zu, konnte ihn jedoch nicht bezwingen. So etwas rächt sich meist und so kam es dann auch.

    Bitteres Ende für den VfL, hochverdienter Punktgewinn für die Gäste. In der Tabelle hilft das keinem von beiden. In Sachen Einsatzbereitschaft erneut keine Abstriche bei meiner Mannschaft. Fußballerisch war Neusalza die bessere Mannschaft, allerdings besteht der Sinn des Fußballspielens darin, Tore zu erzielen - daran muss gearbeitet werden.


    Nach der willkommenen Pokalpause geht es zum FC Lößnitz, ein erneutes "Krisentreffen". Während Copitz zuletzt dreimal wenigstens einen Punkt holte, hat der FCL seine letzten drei Spiele verloren - Alarmstimmung also auf beiden Seiten. Punktezuwachs dringend erforderlich!

    Pirna-Copitz 2. gegen Langenau 0 : 2 (0:1)


    Nur ganz kurz. Die VfL-Reserve begann engagiert und erspielte sich einige klare Torchancen, die allesamt ungenutzt blieben (Friebel). Nach einer eigentlich schon geklärten Situation gingen die Gäste etwas überraschend in Führung und bekamen danach Oberwasser. Nach dem Wechsel wurde die Partie etwas zerfahrener. Ein direkter Freistoß fünf Minuten vor Schluss entschied das Spiel. Die VfL-Reserve muss sich damit nach unten orientieren, während Langenau in der erweiterten Spitzengruppe dabei ist. Etwa 25 Gäste unter den wenigen Zuschauern.

    So, nach einer Woche in nördlichen Gefilden bin ich wieder zurück in Sachsen. Die Anreise von Wittstock nach Großenhain war meine bisher zweitweiteste zu einem VfL-Auswärtsspiel (vor vielen Jahren bin schon mal von Frankfurt/M nach Aue gefahren):


    Großenhainer FV - VfL Pirna-Copitz 2 : 2 (1:1).


    1:0/3. Fricke. Nach Einwurf von links kommt der Ball über Umwege zu ihm, er hämmert das Leder aus Nahdistanz von der linken Seite ins hintere Dreiangel. Sein gefühlt 87. Tor gegen den VfL.

    1:1/17. Martin. Ballgewinn des VfL im Mittelkreis. Über zwei Stationen kommt der Ball zu Martin, der noch ein paar Schritte läuft und aus etwa 14 Metern ins linke Eck vollendet. Sein erstes Landesligator für den VfL.

    1:2/52. Kötzsch. Direkter Freistoß aus etwa 18 Metern, linke Position, halbhoch um die Mauer, schien nicht unhaltbar.

    2:2/85. Hennig nach Eckball.


    333 zahlende Zuschauer beim Vereinsfest (mit Hüpfburg, Tombola und kreativer Anzeigetafel), etwa 15 Gäste.


    Schiri Wadewitz eher großzügig, ohne Probleme.


    Nach einer Woche Beschäftigung mit Backsteingotik in nordpreußischen Kleinstädten, verschiedenen Museen und dem Dreißigjährigen Krieg ging es also wieder zurück in den sächsischen Fußball der Gegenwart. Nach dem Verlauf der letzten Wochen bin ich ohne große Illusionen in Großenhain aus dem Zug gestiegen. Als ich eine halbe Stunde später die Mannschaftsaufstellung las, hatte ich erst recht keine mehr. Auf der Bank saßen bis auf eine Ausnahme ausschließlich A-Jugend-Spieler. Um es vorwegzunehmen: einige von ihnen wurden eingewechselt und erfüllten ihre Aufgaben.

    Dann fiel mit der ersten torgefährlichen Aktion das 1:0 für die Gastgeber (bei denen u.a. die Ex-VfLer Baumann und Höer auf der Verletztenliste stehen - allerdings ist das Pendant auf Copitzer Seite deutlich länger). In diesem Moment hab ich wirklich zuerst an das aktuelle 9:0 von Energie Cottbus gedacht...

    In solchen Situationen zeigt sich der Charakter einer Mannschaft. Um es klipp und klar zu sagen: diesen Charaktertest hat der VfL bestanden, völlig unabhängig vom Endergebnis. Zunächst ging es darum, Ordnung in die Defensive zu bringen. Dann hieß es, hin und wieder auch mal selbst Akzente zu setzen. Mit dem Ausgleich nach einer guten Viertelstunde gelang dies schneller als gedacht. Von nun an merkte man, dass der VfL an einen Erfolg glaubte. Natürlich hatte Großenhain die besseren Einzelspieler sowie Feld- und Chancenvorteile, zur Pause habe ich 5:1 Torchancen gezählt. Aber wenn zB die Mehrzahl der Torschüsse der Gastgeber hoch oder weit am Tor vorbei gehen, nützen auch gut herausgespielte Chancen nichts.

    Nach dem Wechsel wurde der VfL noch etwas mutiger. Als sich Kötzscher in der 52. Minute den Ball vor unseren Augen zum Freistoß hinlegte, ahnten wir schon, was passiert und wurden nicht enttäuscht! Es folgte die stärkste Phase der Copitzer, in der sie auch spielerisch den Schwarzgelben Paroli boten. Aber der GFV hatte noch Qualität auf der Bank sitzen, während bei einigen VfLern zusehends die Kräfte schwanden. Klar, dass sich das Geschehen immer mehr in die Copitzer Hälfte verlagerte. Mit zunehmender Dauer wurden die Entlastungsangriffe seltener - aber alle Spieler knieten sich rein und keiner war sich zu schade, nach hinten zu arbeiten. Taktisch war das zeitweise ein 1-9-1-System.

    Zum Ausgleich brauchten die Gastgeber dann erneut eine Standardsituation, aber diesen einen Punkt verteidigte der VfL aufopferungsvoll bis zum Schluss. Ein Punkt der Leidenschaft und für die Moral. Ein Riesenkompliment an alle beteiligten Spieler für ihren Einsatz, auch den verletzten Spielern im "Gästeblock"!

    Um in der Tabelle vorwärts zu kommen, ist dann in der kommende Woche ein Dreier gegen die ebenfalls kriselnden Neusalzaer dringend erforderlich.


    Heute noch ein Schmankerl im Rudolf-Harbig-Stadion gesehen, damit ist die Fußballwelt fast wieder in Ordnung. Die nächsten Heimsiege sehe ich hoffentlich am Donnerstag im Berliner Olympiastadion und am Sonnabend im "Willy". Welches dieser beiden Spiele für mich wichtiger ist, liegt wohl klar auf der Hand - aber erst mal freue ich mich auf den 1. FC Union und Maccabi Haifa!

    NDiaye war nicht nur wegen seiner beiden Tore der auffälligste Mann auf dem Platz, die volley Direktabnahme einer Ecke zum 3:0 war allein das Eintrittsgeld wert. Zum Torhüter kann ich nach dem gestrigen Spiel nicht viel sagen.

    So, heute habe ich mein allererstes Spiel in der Oberliga Nord gesehen.


    Lok Stendal gg. Rostocker FC 0 : 3 (0:3).


    0:1/16., 0:3/34. NDiaye. 0:2/23. Wolf.


    Offiziell 264 Zuschauer. Nach meiner Schätzung mindestens 350. Knapp zehn Gäste.


    Lok verlor schon am Mittwoch sein Pokalspiel gegen den 1. FCM mit 0:3, ein achtbares Resultat. Heute hatte man sich wohl mehr erhofft, auch wenn die Tabelle die Gäste als Favoriten auswies.


    Die Gastgeber begannen engagiert, Willen und Einsatz konnte man ihnen bis zum Schluss nicht absprechen. Doch wenn es überhaupt mal so weit ging, war spätestens am Strafraum Endstation. Aus den wenigen Chancen, wie einem 18-Meter-Freistoß in der 15. Minute, muss dann einfach mehr gemacht werden. Die Gäste zeigten im Gegenzug, wie es geht. Einwurf an der Eckfahne, zwei Ballberührungen, Tor. So effizient ging es bis zur Pause weiter, aus dreieinhalb Chancen wurden drei Tore erzielt. Damit war der Drops schon früh gelutscht.

    Die Gäste waren einfach handlungsschneller und hatten die besseren Einzelspieler in ihren Reihen. Salopp gesagt, da sind einige Legionäre im Team. Ich weiß nicht, welche Ambitionen der Verein hat - sportlich werden sie in dieser Liga vorn mitspielen.

    Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Stendal immer um das Ehrentor bemüht, Rostock mit der Spielkontrolle. Weitere Treffer fielen aber nicht mehr.

    Bei Stendal fiel mir der 7er mit vielen Dribblings auf, da fehlte dann mal der Blick für den Nebenmann. Die Gäste mit drei Afrikanern als Leistungsträger.

    Der Schiri beiderseits mit einer eher lockeren Linie in einem fairen Spiel, das konnte er sich heute leisten.


    Das Stadion kannte ich aus Gästeblockperspektive der 90er. Die Traversen der Gegengerade sind noch "Old School", auf der Haupttribünenseite ein modernes Funktionsgebäude und ausreichend Plastesitze. Für die Oberliga eine tolle Anlage.

    Etwa 60,70 Leute und neun Fahnen im Fanblock. Lautstarke Unterstützung Fehlanzeige, aber auch keinerlei Unmutsbekundungen wegen des klaren Spielstandes. Insgesamt eine angenehme Atmosphäre. Wie ich so mitgehört habe, ist das klare Ziel "Klassenerhalt" - mehr ist wohl nicht drin.


    Die Anreise begann holprig: die Bahnstrecke hinter Dresden war kurzzeitig gesperrt, ne knappe Stunde Verspätung. Dann ging es aber sportlich weiter: 12:02 noch im ICE ab Berlin Hbf, vor 13:00 mit dem Taxi am Stadion! Dabei zwischendurch noch in der Pension eingecheckt. Nach den zuletzt frustrierenden Ergebnissen von Copitz und Dynamo brauche ich jetzt ne Fußballpause! (von genau fünf Tagen)

    Kleine Korrektur (wenn es überhaupt jemandem aufgefallen ist): nicht am 13., sondern am 14. August gewannen Copitz u. Niesky ihre Auftaktspiele und sind seitdem sieglos. Ändert ja sonst nichts. Einige der Verlierer von damals lachen jetzt mit neun Punkten...

    Es ist und bleibt eine schwierige Saison für den VfL.


    Copitz - Niesky 0 : 0.


    Besonderes Vorkommnis: Franz Schuster hält einen von ihm selbst verursachten Elfmeter/ 66.


    Beide Teams haben seit dem 13. August nicht mehr gewonnen, dabei blieb es auch heute. Dabei war vor etwa 120 Besuchern von Anbeginn zu spüren, dass hier jeder den "Dreier" brauchte und wollte. Am Willen lag es auf beiden Seiten nicht! Wohl eher am Können. Die Copitzer lieferten in der ersten Viertelstunde wieder einige Unsicherheiten in der Deckung ab, die die Gäste aber nicht nutzen konnten. Nach und nach übernahm der VfL die Spielkontrolle. Zumindest phasenweise konnte man sich in der gegnerischen Hälfte festsetzen, ohne nun Dauerdruck zu erzielen. Nach einigen Halbchancen hatte ich in der 40. Minute schon zum Torschrei angesetzt, doch der Gästekeeper parierte Henschels Kopfball sensationell.


    Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild, wobei sich Niesky noch mehr zurückzog und um den 16er einen Wall aufbaute, durch den es nur selten ein Durchkommen gab. Die Gäste schienen durchaus mit dem Punkt zufrieden, nutzten aber Fehler im Mittelfeld zum Kontern. Einer dieser Konter führte zur klassischen Situation Stürmer gegen Torwart. Ich will aus 80 Metern Entfernung keine Beurteilung abgeben. Schiri Willi Jautze, der in einem kampfbetonten und zweikampfintensiven Spiel nicht jeden Körperkontakt abpfiff und meist richtig lag, gab jedenfalls Gelb und Elfmeter. Franz Schuster hechtete nach rechts und parierte den Ball.

    Beide Teams wechselten reichlich, hintenraus machte Copitz immer mehr Druck, ohne dass die Bemühungen präziser wurden. Wir hofften alle, dass irgendein Ding mal reinrutschte - ein duseliges 1:0 wäre so wichtig für das angeknackste Selbstvertrauen! Schade auch, dass zahlreiche Ecken ungenutzt verstrichen. Es sollte nicht sein, zumal Willi Jautze zur allgemeinen Überraschung schon in der 90. Minute abpfiff. Es bleibt nun aber wirklich spekulativ, ob ausgerechnet in den berechtigten drei oder vier Nachspielminuten der erlösende Treffer gefallen wäre...


    Die Tabellensituation bleibt heikel. Nach jetziger Lage der Dinge treffen beide Mannschaften in der Abstiegsrunde nochmals aufeinander. Aber bis dahin gilt es in jedem Spiel, das Beste rauszuholen. Ob das ausgerechnet in Großenhain gelingt, bezweifle ich durchaus - aber vielleicht liegt in der krassen Außenseiterrolle die Chance für den VfL! Wer hätte denn zB gedacht, dass Würzburg heute in Magdeburg gewinnt?


    Ich fahre morgen früh für eine Woche ins nördliche Preußen und werde mich da (außer einem Fußballspiel) auf Geschichtstourismus beschränken. Am Sonnabend reise ich direkt mit der Bahn in Großenhain an. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

    Heute wieder Doppelspieltag für mich.


    Die zweite Mannschaft des VfL Pirna-Copitz trotzte im Vorspiel dem gut in die Saison gestarteten Meissner SV ein 2 : 2 (0:1) ab.

    Gleich in der Anfangsphase prallten zwei Spieler mit den Köpfen zusammen. Während der Meißner Spieler weitermachen konnte, musste Christian Fellmann auf Copitzer Seite mit einer Platzwunde ins Krankenhaus. Gute Besserung!

    Ansonsten versuchten beide Mannschaften mit spielerischen Mitteln zum gegnerischen Tor zu kommen. Das sah gefällig aus, war aber zunächst wenig torgefährlich. Dann wurde in der 23. Minute ein Meißner Spieler im Strafraum klar, aber unnötig zu Fall gebracht - die Situation war eigentlich schon bereinigt. Der Elfmeter führte zum 0:1 und von da an bestimmte der MSV bis zur Pause das Geschehen, ließ aber mehrere klare Chancen liegen.

    Nach dem Wechsel kam der VfL mit mehr Biss in die Zweikämpfe und zwang die Hintermannschaft der Gäste auch zu Fehlern. Der heute in der "Zweiten" eingesetzte Blazek wurde gefoult, nachdem er zwei Gegenspieler umspielt hatte, auch dieser Elfer wurde sicher verwandelt zum 1:1. In der Folge ein ausgeglichenes, umkämpftes Spiel. Ein langer Pass auf Blazek kam durch die Abwehrkette, dieser lief allein auf den Keeper zu und schob zum Führungstreffer ein. Doch schon im Gegenzug kam es zur ewig alten/ neuen Situation Torwart gegen Stürmer. Erneut Strafstoß für die Gäste und 2:2. Elfmeter Nummer vier sollte im Hauptspiel folgen...

    Es war jetzt noch eine Viertelstunde zu spielen, und die ging wiederum klar an die Gäste. Doch weder aus dem Spiel heraus noch aus Ecken oder Freistößen gelang etwas Zählbares. Die junge Copitzer Elf verteidigte nun aufopferungsvoll den Punktgewinn.

    Meißen bleibt ungeschlagen und hätte nach Spiel- und Chancenanteilen eigentlich gewinnen müssen. Aber außer bei den beiden Elfern hatte man halt nicht das nötige Zielwasser. Andererseits verdiente sich der VfL mit einer deutlichen Steigerung nach der Pause und hohem kämpferischen Einsatz den Punktgewinn. In der Tabelle bleiben die Meißner im Vorderfeld, der VfL hat nun schon sieben Zähler gesammelt. Vielleicht kommt nächste Woche beim SV Lichtenberg der achte dazu...

    Sonntagspiele sind Mist fürs Berichte schreiben - erst recht, wenn sie verloren werden und ich keine Lust habe. Dazu bin ich die letzte Arbeitswoche vorm Urlaub im Büro und nicht soviel Zeit.


    Also, Striesen gg. Copitz 2 : 0 (0:0)


    Meyer (50.) Konter, Irmscher (86.) Kopfball nach Ecke.


    Knapp 200 Zuschauer im Rahmen des Vereinsfestes, darunter etwa 30 Gäste. Gesichtet u.a. die Ex-Aktiven Prentki, Baumann und Weska.


    Jede Woche muss der VfL die Abwehr umstellen, da kommt keine Stabilität rein. Vorn ist Johnny Henschel Alleinunterhalter, das reicht auf Dauer auch nicht aus. Es geht ab sofort knallhart nur noch um den Klassenerhalt. Vielleicht haben wir in der Abstiegsrunde endlich mal ein Heimspiel gegen Striesen...

    Striesen und Copitz bestritten meines Wissens seit der Wende kein Punktspiel. Dann kamen die beiden Pokalmatches 2018 und 2019 mit dem bekannten Ausgang und gestern nun die dritte Niederlage an der Bärensteiner. Striesen spielte einfach, die Basics funktionierten und das reichte am Ende zu einem verdienten wie glanzlosen Sieg. Schon vor der Pause traf man einmal den Pfosten.


    Führte der VfL das Pokalspiel letzte Woche im Vogtland noch weitgehend feldüberlegen, um dann klassisch ausgekontert zu werden, war gestern Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Trotzdem geriet man wieder durch einen schön über die rechte Angriffseite herausgespielten Konter in Rückstand und hatte dann keine Mittel, das Blatt noch zu wenden. Schon einen Punkt hätte ich als Erfolg gewertet.


    Jetzt ist ein Heimsieg gegen Niesky Pflicht. Ab sofort zählt jeder Punkt für den Klassenerhalt, von Platz zehn rede ich erst mal überhaupt nicht mehr.

    Da meine Copitzer erst morgen spielen, konnte ich heute erstmals seit Jahren wieder die "Kampfbahn" in Schiebock besuchen.

    Zunächst etwas Positives zum Wetter: vor und nach dem Spiel hat es nicht geregnet. Während des Spiels allerdings teilweise heftig, vor allem in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit.

    Vor dem Spiel hatten beide Mannschaften erst je vier Zähler auf dem Konto, da war Zuwachs dringend nötig. Gelungen ist dies den Gastgebern:


    Bischofswerda gg. Grimma 3 : 1 (2:0).


    Tore: 1:0/10. Jacob, 2:0/24. und 3:0/62. Brandel, 3:1/80. Sommer.


    Angesagt 185 Zu, davon etwa 15 Gäste.


    Gefühlt hatten die Gäste vor der Pause 70% und nach der Pause 80% Ballbesitz, außerdem lautete das Eckenverhältnis am Ende etwa 2:10. Doch Schiebock spielte effizienter: vorm 1:0 schlug der Keeper einen Abseitsfreistoß aus dem eigenen Strafraum weit nach vorn, Jacob erlief sich den Ball, überlief zwei Verteidiger und schob das Leder dann am anderen Keeper vorbei ins Netz. Das ganze dauerte nur wenige Sekunden. Sowohl das 2:0 als auch das 3:0 waren blitzsauber ausgespielte Konter. Brandel vollendete einmal per Kopf, einmal per Fuß. Dem 3:0 ging übrigens eine der zahlreichen Grimmaer Ecken voraus. Zwischendurch traf Schiebock einmal die Lattenunterkante, ansonsten gab es kaum Torchancen.

    Und die Gäste? Sie spielten meist gefällig bis zum Strafraum, erzielten aber kaum Torgefahr. Wirkte das in den ersten 45 Minuten oft brav und bieder, zeigten sie nach dem Wechsel deutlich mehr Biss in den Zweikämpfen und verlagerten das Spiel manchmal minutenlang in die gegnerischen Hälfte. Doch je näher sie dem Strafraum kamen, umso mehr verzettelten sie sich. Da sich die Schiebocker hinten einige Leichtsinnsfehler leisteten, fiel doch noch der Ehrentreffer. Zu mehr reichte es nicht, das Bemühen war aber bis zum Schluss unverkennbar.


    In Erinnerung wird mir das Spiel wegen der wunderschönen Kontertore bleiben.


    Gewonnen haben auch die anderen beiden Vereine aus der Oberlausitz, also volle neun Punkte!


    Nächsten Sonntag gibt es hier einen Bericht aus der Nordstaffel, so die Feinde "B" wie Bahnstreik und "C" wie Corona nicht zuschlagen...

    Jaja, der standuhr hat zweimal ein 1:4 gesehen. Kommt mir irgendwie bekannt vor - nur hat bei mir leider der Gastgeber 4:1 gewonnen. Copitz also traditionell früh aus dem Pokal geflogen. Speziell defensiv muss in den Punktspielen eine Steigerung her! Morgen etwas mehr dazu, wenn ich im Büro dazu komme.


    Den Oelsnitzern wünsche ich ein gutes Los in der nächsten Runde.


    Borna legte nach dem Wahnsinnsspiel in Meißen übrigens ein 6:1 in Sermuth nach.

    Novemberwetter im August, groundhopper in Copitz, jede Menge verrückter Ergebnisse, bis morgen eine ungeschlagene Mannschaft als Tabellenvorletzter - die aktuelle Saison ist unterhaltsam, aber nicht gerade nervenschonend.


    VfL Pirna-Copitz - Blau Weiß Leipzig 1 : 1 (1:1)


    0:1/ 15. Kowol. 1:1/34. Wermann - jeweils per Kopf nach Eckball


    Etwa 100 Zuschauer, darunter ein paar Gäste und acht groundhopper aus Wernigerode


    Schiri Runge pfiff eher zuwenig als zuviel, ließ das Spiel laufen. Gute Leistung!


    Der VfL wieder mit einigen Umstellungen. Erstmals im heute weißen Trikot Tom Blazek mit der 16, über den ich mir noch ein paar Erkundigungen einholen muss. Speziell in der zweiten Halbzeit mit einigen sehenswerten Aktionen auf der linken Seite.


    Wie schon gegen Wilsdruff eine eher schwerfällige erste VfL-Hälfte, trotz früher Uhlir-Chance. Die Leipziger standen hoch, störten früh und ließen das Leder bei Ballbesitz flüssig durch ihre Reihen laufen. Die Führung nach dem dritten Eckball verdient - aber wie dieser Eckball zustande kam, sollte Trainer Paulus ernsthaft besprechen...

    In der Folgezeit musste man durchaus Schlimmeres befürchten, wobei die Leipziger bei ihrer Spielerei manchmal den Zug zum Tor vermissen ließen. Wie schon gegen Wilsdruff brachte die erste Copitzer Ecke das erste Tor. Johnny Henschels Ecke von links köpfte Nico Wermann an den langen Innenpfosten, von wo aus er ins Tor trudelte. Dieser Pfosten hat sich damit bereits zum zweiten Mal in dieser Saison das Prädikat "Heimpfosten" verdient!:)

    Mit diesem für den VfL schmeichelhaften Resultat ging es in die Kabinen. Von dort kamen die Gastgeber früher und entschlossener zurück, es ging jetzt Richtung Kiosk und der Regen ließ deutlich nach. Vor allem Johnny Henschel wirbelte in der gegnerischen Hälfte, wie er wollte. Aber auch die anderen Spieler waren in den Zweikämpfen nun wesentlich präsenter als vor der Pause.

    Etwa in der 52. Minute wurde Henschel schön von Philipp Kötzsch in Szene gesetzt, umkurvte zwei Gegenspieler und schob den Ball unter dem Keeper hindurch Richtung Torlinie. Warum das Leder diese nicht überschritten hat, ist nach wie vor rätselhaft. Diese Aktion läutete eine fast halbstündige Drangphase des VfL ein, in der die Gäste kaum einmal über die Mittellinie kamen, geschweige denn in die Nähe des Copitzer Strafraums. Was allein fehlte, war ein weiterer Treffer! Die Krönung etwa in der 70. Minute, als sich Johnny Henschel zum x-ten Male durchsetzte und seine Flanke an die Latte geköpft wurde (kann jetzt nicht genau sagen, von wem). Den Abpraller wollte ein Abwehrspieler zur Ecke klären und traf dabei gleich noch mal die eigene Latte. Dies war der Höhepunkt des VfL-Sturmlaufs, der danach aber wieder abebbte. Zum einen hat der große Aufwand auf dem tiefer werdenden Boden Kraft gekostet und zum anderen hatte ich den Eindruck, dass die zahlreichen Wechsel bei den Gästen eher fruchteten. Trotzdem blieb der VfL bis zum Schluss bemüht - ab der 80. Minute musste aber wieder verstärkt nach hinten aufgepasst werden. Gegen Ende wurden den Gästen dann noch ein paar Freistöße zugesprochen und in der 92. Minute tauchte dann plötzlich ein Spieler frei vor Franz Schuster auf, der in diesem Moment den Punkt rettete! Eine Niederlage wäre nach dieser zweiten Hälfte wahrlich unverdient gewesen, aber wer hätte danach gefragt?

    So blieb es beim 1:1 und in der Tabelle liegt der VfL mit nun vier Punkten irgendwo im Bereich um den ominösen zehnten Platz. Prognosen sind in dieser Liga nahezu unmöglich. Jetzt gehts zum Pokal ins Vogtland und anschließend sollte in Striesen ein "Dreier" geholt werden, quasi als "Revanche" für unsere beiden Pokalniederlagen dort in den letzten Jahren.


    Als ich kurz nach 13 Uhr in den Bus nach Copitz stieg, saß dort eine Gruppe lustiger Männer, die auf ihren Geräten wohl "google maps" bedienten. Schnell wurde festgestellt, dass man das gleiche Ziel hatte, so dass "google maps" unnötig wurde. Um es kurz zu machen: die Gruppe aus Wernigerode hielt sich größtenteils im regengeschützten Zelt auf (von wo aus sie in beiden Halbzeiten das Spiel meist vor sich hatten), machten Stimmung, sorgten für Rekordumsätze am Bierstand und nach Spielschluss gab es Gruppenfotos mit unserer Mannschaft. Jungs, ihr dürft gern wiederkommen! Allerdings weiß ich natürlich, dass groundhopper jede Woche woanders unterwegs sind. Vielleicht trifft man sich aber doch zweimal im Leben...


    Ich bin morgen natürlich bei Dynamo, was derzeit richtig Spaß macht. Dann werde ich in der kommenden Woche bei optimalem Verlauf selbst drei neue grounds holen, der Pokal machts möglich! Allerdings gibt es da die beiden großen Unbekannten namens "Corona" und "Bahnstreik", die langfristige Planungen nahezu unmöglich machen.

    So, da eröffnen die Kumpels aus Lichtenberg den Saisonfred - aber schreiben keine Spielberichte rein. Naja, heute gab es nichts zu berichten - der Kunstrasen am Burgwartsberg war offenbar genauso unbespielbar wie der Hauptplatz.


    Ich habe in dieser Saison drei Halbzeiten der zweiten Mannschaft des VfL gesehen.


    Vor vierzehn Tagen gab es bei brütender Hitze ein 0:5 (0:4) gegen Fortuna Chemnitz. Das Ergebnis sagt alles, die Tore zwei bis vier waren jeweils blitzsauber über die linke Seite herausgespielt. Hab mich mit einigen Chemnitzer Zuschauern unterhalten, die hielten alle den HFC Colditz für den großen Staffelfavoriten. Jetzt wohl nicht mehr, nachdem es am zweiten Spieltag ein 7:0 für Fortuna gegen Colditz gab. Heute legte Fortuna dann in Heidenau nach - damit steht mein Staffelfavorit fest.


    Copitz hätte am zweiten Spieltag laut Spielplan in Dohna spielen müssen, die Partie wurde aber gedreht. Erneut hieß es 5:0, diesmal für den VfL. Für Dohna wird es wohl eine ganz schwere Saison werden.


    Heute wieder Vorspiel der "Ersten", wegen des Wetters kam ich aber erst zur zweiten Halbzeit. Es stand 1:0 gegen Bannewitz, nach Aussagen der Zuschauer bis dahin verdient. Die zweite Hälfte bot jede Menge Wasser von oben und lange Zeit ein Spiel auf das Copitzer Tor. Trotz vieler Ecken und einiger Chancen brachten die Gäste das Leder nicht im Gehäuse unter. Ein Konter in der 89. Minute entschied das Spiel zum 2:0-Endstand.


    Damit hat unsere zweite Mannschaft schon 6 Punkte auf dem Konto - allesamt Punkte gegen den Abstieg. Vielleicht ist aber auch ein Platz im unteren Mittelfeld von 8 bis 10 drin, warten wir es ab. Nach dem Pokalwochenende fährt die "Zweite" erst mal als krasser Außenseiter nach Freiberg, bevor man gegen Meißen wieder das Vorspiel der Ersten bestreitet.

    Die spielen einfach aus geographischen Gründen in der Staffel Mitte, weil 64 Mannschaften nun mal auf 4 Staffeln aufgeteilt werden müssen. Alternativ wäre Radeberg im Osten und dafür eine Dresdner Mannschaft in der Mitte möglich oder Colditz im Westen und eine weitere Chemnitzer Truppe in der Mitte.

    Also, zunächst die Bemerkung zum Vorbericht: auf der facebook-Seite von Eintracht Niesky steht ein ellenlanger Spielbericht, bei dem vor allem die einseitige Regelauslegung von Herrn Gläser zugunsten der Gäste aus Kamenz in jedem zweiten Satz angesprochen wird, aber kein Buchstabe zu den hier von Saxsophon geschilderten Vorkommnissen in der Schlussphase. Ich gebe hier keine Wertungen ab, aber das ging offenbar deutlich über die eine dumme Bemerkung hinaus, die mal im Eifer des Gefechts fällt. Naja, einige können halt vor Benutzung des Mundwerks ihr Gehirn nicht einschalten, weil dieses einfach nicht vorhanden ist...


    Damit zu meinem gestrigen Spiel. Wer den Bericht vom Pokalspiel zwischen IFA Chemnitz und der SG Taucha vor zwei Wochen aufmerksam gelesen hat, fand da folgende Sätze:

    "Bei den Gästen stürmte Maaz Abdelrahim mit der Nummer 11, einem enormen Laufpensum und großer Einsatzbereitschaft. Der Ball war nicht immer sein Freund, aber er versuchte es unverzagt weiter. Er traf Latte und Pfosten, legte auch für seine Mitspieler auf. Allein ein Treffer oder auch eine direkte Torvorlage wollten ihm nicht gelingen. Heute spielte das letztlich keine entscheidende Rolle - aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass er beim Punktspiel gegen Copitz in vierzehn Tagen jemandem Kopfzerbrechen bereiten wird: entweder seinem Trainer oder dem Gästeanhang..."

    Um es vorwegzunehmen: er war der mit Abstand auffälligste Spieler auf dem Rasen und bereitete sowohl dem Gästeanhang (mit seinen Dribblings) als auch seinem Trainer (mit seiner Torausbeute) permanent Kopfzerbrechen, solange er auf dem Platz stand.


    Das Endergebnis SG Taucha - VfL Pirna-Copitz 2 : 0 (1:0) ist somit auch sein Verdienst.


    Tore durch Hamin Park (13.) und Al Abri (77.)


    75 zahlende Zuschauer lt. fussball.de, durchgezählt etwa 100. Darunter 13 enttäuschte Gäste gesichtet.


    Schiri Kaminski ließ das Spiel laufen, wollte wohl ohne Karte durchkommen, bis es kurz vor Schluss Kai Kemter erwischte.


    Beim VfL fehlten Frank Paulus auf der Trainerbank und Routinier Ronald Wolf im Abwehrzentrum.


    Zum Spiel könnte ich jetzt vieles schreiben - kann es aber auch bei der Bemerkung belassen, dass die SG Taucha die klar bessere Mannschaft war und der VfL mit dem 0:2 am Ende gut bedient war.

    Nach der ersten Abtastphase übernahmen die "Gelben" das Kommando und gaben es nie wieder so richtig ab. Zum ersten Mal tanzte Abdurahim in der 13. Minute auf der linken Seite durch den Strafraum, ließ mehrere Gegenspieler stehen und flankte von der Grundlinie nach innen, wo Park nur noch einzunetzen brauchte. Ein paar Minuten später das ganze von der rechten Seite in den Strafraum hinein, er umkurvte Torhüter Schuster und schob den Ball - zur Torlinie, wo ihn Nico Wermann noch herausschlagen konnte. Die nächste Großchance hatte er dann wieder von der linken Seite, ein eigener Treffer wollte ihm aber nicht gelingen. Auffällig vor allem die Schnelligkeitsvorteile der Gastgeber. Das könnte richtig interessant werden, wenn Taucha kommende Woche auf die körperlich robuste Abwehr von Radebeul trifft...

    Da es nach einer guten halben Stunde immer noch 1:0 stand und nicht 2:0 oder 3:0, konnten wir also weiterhin hoffen. Es folgten vor der Pause die besten zehn Copitzer Minuten mit zwei schönen Angriffszügen, die aber nicht zum erhofften Erfolg führten. Auffälligster Akteur beim VfL war während der ganzen 90 Minuten John Henschel, der aber oft allein auf weiter Flur stand und sich in der zweiten Hälfte die Bälle dann teilweise von hinten holte.

    Nach dem Wechsel zunächst eine eher zähe Fortsetzung. Schon nach wenigen Minuten musste Abdurahim nach einem Foul von Reck verletzt vom Platz - es war kein böses Foul, er ist wohl unglücklich gefallen. Die Zuschauer forderten natürlich die gelbe Karte. Wenige Minuten später musste auch Reck verletzt runter, der erstmals wieder in der Anfangsformation stand.

    Auch nachdem beide Seiten mehrfach gewechselt hatten, wurde Copitz offensiv nicht präsenter. Einzig einen guten Schuss von Uhlir knapp links am Gehäuse vorbei habe ich mir notiert. Dagegen hatten die Gastgeber bis zum Schlusspfiff noch vier, fünf Torchancen, von denen der gerade eingewechselte Al Abri eine zum hochverdienten 2:0 nutzte. Ich war heilfroh, als nach 93 Minuten der Schlusspfiff kam, ohne dass das Torverhältnis des VfL dauerhaften Schaden genommen hat.


    Mund abwischen, kommende Woche geht es weiter! Planen kannst du in dieser Liga ohnehin nichts...

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