Beiträge von Steffen

    In Copitz wurde übrigens auf dem Hauptplatz gespielt. In der zweiten Halbzeit blieb der Ball speziell im Bereich der Außenlinien dann doch mal in einer Pfütze liegen. Zum nächsten Heimspiel un drei Wochen darf es dann gern trocken sein! Von Montag bis Freitag bin ich wieder im Büro, da kann es draußen ruhig regnen...

    Je nach Wetter und Laune bin ich heute evtl noch Zaungast zur zweiten Halbzeit in Laubegast.

    Zwei grundsätzliche Feststellungen am Anfang:


    1) Fußball bei diesem Wetter macht keinen Spaß!

    2) wenn es aber schon am dritten Spieltag die ersten beiden Ausfälle gibt (und die ganz ohne corona), sehe ich schwarz für den Terminkalender...


    Eigentlich wollte ich am Vormittag zu den B-Junioren gehen, habe das aber wegen des Wetters bleiben lassen. Eine gute Entscheidung!


    Das Hauptspiel brachte den gewünschten ersten Pflichtspielsieg seit dem 29. Februar:


    VfL Pirna-Copitz - Motor Marienberg 4 : 1 (2:0).


    1:0/15. Höer Kopfball, Vorarbeit über Ranninger und Weska, der von links flankte

    2:0/40. Kötzsch mit direktem Freistoß aus fast 30 Metern über die Mauer genau ins linke dreiangel.

    3:0/83. Kötzsch per Elfmeter nach Foul an Unger

    4:0/88. Henschel mit links aus 25 Metern halbrechte Position

    4:1/91.


    Etwa 80 Zuschauer, darunter um die 25 Gäste.


    Schiri Seib hatte keine wirklichen Probleme. Die erste gelbe Karte gegen Marienberg hätte ich nicht gegeben, das war ein normales Foul. Aufreger bei den Gästen der Elfmeter, da waren ein Gegenspieler, der eingewechselte Unger, der Ball und eine Pfütze im Spiel. Aus unserer Position nicht auszumachen, ob es einer war. Hätte er nicht gepfiffen, wäre der Angriff aussichtsreich weiter gegangen. Ein lautstarker Erzgebirgler konnte sich auch nach dem Schlusspfiff nicht beruhigen. Vielleicht bringt die Aufzeichnung auf PirnaTV die Auflösung - ich kann zur Stunde wirklich nicht sagen, ob es einer war.


    Am Ende stand ein klarer Sieg zu Buche. Wenn man die Chancen speziell in der zweiten Halbzeit betrachtet, hätte es wie schon am ersten Spieltag ein 6:3 geben können, nur diesmal umgekehrt...


    Auf dem nassen Boden (bei Dauerregen in Hälfte eins und Nieselregen in Hälfte zwei) konnte der VfL sein gewohntes Kurzpassspiel nicht aufziehen, zeigte aber trotzdem ab der ersten Minute, wer der Herr im Hause ist. Als die Gäste dann etwas mitspielten, fiel genau zum richtigen Zeitpunkt das schön herausgespielte 1:0. Die erste Halbzeit plätscherte etwas dahin, bis Kötzscher gefühlvoll einen freistoß versenkte. Noch vor dem Pausenpfiff hatte Weska zweimal die Chance zum 3:0, zog aber jeweils aus halblinker Position am rechten Torpfosten vorbei.

    Die Gäste versuchten mitzuspielen und wirkten dabei teilweise gefällig. Aber je näher man dem Strafraum kam, desto umständlicher wurde es. Mit etwas mehr Selbstvertrauen oder etwas mehr Zug zum Tor hätte man die keineswegs sattelfeste VfL-Defensive öfter in Bedrängnis bringen können.

    Auch nach der Pause waren die Gäste nicht gewillt, die Punkte kampflos in Copitz zu lassen. Mittlerweile wurde fast ohne Mittelfeld gespielt, es wurden die Bälle lang nach vorn geschlagen. Dies führte zu Torchancen auf beiden Seiten, ohne dass diese genutzt werden konnten. Entscheidendes Plus für Copitz im gesamten Spiel die Zweikampfführung - hier merkte man einfach die Routine des Landesligisten gegen den doch etwas unerfahrenen Neuling. Die endgültige Entscheidung dann durch den Strafstoß, aber auch danach ging es beiderseits munter weiter. Ron Wochnik überzeugte heute auf der ganzen Linie, wurde aber in der Nachspielzeit doch noch geschlagen.


    Im Gegensatz zu meiner Prognose vor der Saison überzeugt der VfL bisher offensiv, hat aber defensiv Probleme. Wo die Mannschaft wirklich steht, wissen wir nach dem Spiel in Freital-Hainsberg am kommenden Sonnabend!

    Nach vier Niederlagen in Folge kam der BFV gestern wieder zu einem Punktgewinn. Am Ende hieß es 1:1 gegen die U23 von Hertha BSC. Es war sogar mehr drin, denn der Berliner Ausgleich fiel erst in der 88. Minute. Aber wenn man speziell die zweite Halbzeit betrachtet, kann man gut mit dem Punkt leben. Denn da spielte eigentlich nur eine Mannschaft, die der Gäste.

    Vor 252 Zuschauern unter Flutlichr auf der Müllerwiese hatte Hertha vor der Pause zwar mehr Ballbesitz, strahlte aber keinerlei Torgefahr aus. Schiebock setzte auf schnelle Konter: das sah drei-, viermal im Ansatz richtig gut aus, wurde aber nicht zu Ende gespielt. Etwa ab der 30. Minute war dann der BFV die deutlich aktivere Elf.

    Trainer Neuendorf muss in der Kabine laut geworden sein, denn seine ganz in rot spielende Mannschaft kam wie verwandelt aus selbiger zurück und schnürte die Gastgeber minutenlang in deren Hälfte ein. Aber mit viel Einsatz, etwas Glück und Lukas Kycek im Tor stand die "Null". Dann leistete sich Hertha einen Fehlpass am Mittelkreis und ein "Blauer" (Genausch?) lief allein Richtung Strafraum. Dort waren dann er, der Ball und der Herthakeeper zur selben Zeit am selben Ort. Schiri Müller aus Cottbus zeigte auf den Punkt, Robin Fluss verwandelte sicher. Die Gäste kurz geschockt, aber mit der Schlussoffensive doch noch erfolgreich. Dem BFV gelang einfach zu wenig Entlastung. Insgesamt geht das Remis in Ordnung. Für Schiebock stehen weitere schwere Wochen bevor, die gestrige Leistung sollte Mut machen!

    Ein aufmerksamer Leser hat mich auf zwei Fehler hingewiesen: Hannes Graf spielte jahrelang in Schiebock und jetzt in Lichtenberg. Der Lößnitzer Torjäger heißt natürlich Cedric Graf. Weiß jemand, warum er derzeit nicht spielt? Verletzt?

    Außerdem habe ich beim ehemaligen Riesaer Torhüter Goldhammer das "h" unterschlagen.

    Rotation Dresden - VfB Weißwasser 0 . 3 (0:1).


    Ein gebrauchter Tag für Rotation, Von Anfang an ein ausgeglichenes Spiel zweier eigentlich gleichstarker Mannschaften. Im Bemühen um Fehlervermeidung gibt es kaum Torchancen. Strafraumszenen sind absolute Mangelware. WSW geht durch einen 18-Meter-Schuss in Führung, der von einem Abwehrspieler ins andere Eck abgelenkt wird. Der Gästetorwart spielt die letzten zehn Minuten vor der Pause trotz Verletzung, wird dabei nicht ernsthaft geprüft. In der 44. Minute ein schöner Angriff von Rotation, für mich elfmeterreif gestoppt. Den Elfer gibt es dann zehn Minuten nach der Pause, eher eine Konzessionsentscheidung. Der mittlerweile eingewechselte Ersatztorhüter reagiert glänzend und hält den Ball. Kurz darauf ein Abseitstor von Rotation: die Fahne ist sofort oben, es gibt keine Proteste. Später das 0:2 durch einen naja-Elfmeter und das 0:3 durch einen blitzsauberen Konter. Eigentlich 100%ige Chancenverwertung der Gäste. Rotation hätte wahrscheinlich bis Mitternacht keinen Treffer erzielt. Es gibt solche Tage, da läuft alles gegen dich. WSW effektiv und taktisch sehr diszipliniert.

    Wochenendbericht


    "Halbzeit" während meines 14-tägigen Urlaubs. Nachdem ich letztes Wochenende etwas hoppen war (Weimar, Annaberg) und anschließend ein paar Tage im Erzgebirge verbrachte, werde ich die nächsten Tage wohl eher in der Heimat faulenzen. Ein Annaberger Rentner, der nebenbei als Stadtführer arbeitet und in seiner Kindheit noch Willy Tröger live hat spielen sehen, erfuhr übrigens von mir, dass das Copitzer Stadion seit vielen Jahren diesen Namen trägt und hat sich darüber echt gefreut.

    Nach einer Woche mit Adam Ries, St. Annen Kirche, Bergbaugeschichte, Lift zum Fichtelberg plus Schmalspurbahn nach Cranzahl (und nicht zu vergessen zwei dynamischen Siegen!) stand das Wochenende dann wieder ganz im Zeichen des lokalen Fußballs. Am Sonnabend ging es mit dem ÖPNV Richtung Lößnitz und wieder zurück, da sich mein Autofahrer gerade im Südwesten der Republik herumtreibt. Zu zweit macht Bahnfahren sogar Spaß und die Busfahrt von Lößnitz nach Chemnitz nach dem Spiel wurde sogar noch richtig zum Erlebnis.

    Hinzu kamen wir kurz vor 13:00 Uhr in Aue an. Der Bahnhof lässt nicht gerade vermuten, dass in dieser Stadt ein Zweitligist (und aktuell sogar der Spitzenreiter!) zuhause ist. Die Straßen waren menschenleer, was sicher nicht nur am 13:00 angepfiffenen Spiel in Würzburg lag. Bei der Vorbeifahrt am Erzgebirgsstadion habe ich festgestellt, dass ich den Ground in der aktuellen Version noch nicht von innen kenne. Der steht somit auf meiner "to do"-Liste für die Zeit a) nach Corona und b) nach Beendigung der Bauarbeiten auf der Bahnstrecke von Chemnitz nach Aue. Es könnte also noch dauern...

    Gegen 13:20 Uhr Ankunft im Stadion an der Talstraße zu Lößnitz, also eigentlich viel zu zeitig. Zu unserer Überraschung war die Gastmannschaft schon anwesend, was die Ernsthaftigkeit der Vorbereitung auf dieses Spiel beweist. Diesen Eindruck bestätigte auch Trainer Frank Paulus im Schwätzchen vor dem Spiel und - viel wichtiger - die Mannschaft auf dem Platz während des Spiels.

    So richtig füllten sich die Ränge dann erst unmittelbar vor Spielbeginn, als der Auer Auswärtssieg unter Dach und Fach war. Mein lila Schal hatte aber eine andere Bedeutung - gegen dasselbe Ergebnis wie in Würzburg hätte ich aber nichts einzuwenden gehabt. Es stand sogar noch ein "0:3" an der Anzeigetafel von einem vorherigen Spiel, die "3" wurde aber vom irgendwann eingetrudelten Platzwart gegen eine "0" eingetauscht.

    Punkt 15:00 Uhr begann die Partie beim Stande von 0:0 und endete auch mit einem Gleichstand:


    FC Lößnitz 1910 - VfL Pirna-Copitz 07 1 : 1 (0:0).


    0:1/52. Weska aus 18 Metern an den linken Innenpfosten.

    1:1/79. Wanzek im Nachsetzen nach einem Eckball von links.


    Etwa 120 bis 130 anwesende Zuschauer, 8 Gäste gesichtet.


    SR Florian Krüger hatte von Anfang an eine sehr kleinliche Linie, die er auf beiden Seiten durchhielt. Zwei frühe gelbe Karten gegen Baumann und Ranninger blieben die einzigen.


    Beide Mannschaften hatten sich den Saisonstart ganz anders vorgestellt. Konnte man das jeweilige frühe Pokalaus noch irgendwie verschmerzen, tat der erste Spieltag richtig weh. Hier eine Niederlage beim "underdog" in Wilsdruff, da ein halbes Dutzend Gegentore. Man war also unter Zugzwang, wollte aber zunächst die Fehlerquote minimieren. So begann das Spiel mit Taktieren und vorsichtigem Abtasten. Dies dauerte etwa 45 Minuten. Ein neutraler Beobachter hätte möglicherweise das Wort "langweilig" erwähnt. Als Fan einer Mannschaft, die gerade 3:6 gespielt hat, registrierte ich die aufmerksame und konzentrierte Spielweise von hinten heraus. Durch die Feldverweise gegen Bautzen (Prentki unterstützte die Mannschaft vor Ort und Heineccius weilte mit Dynamos U 16 in Rostock) war Trainer Paulus ohnehin zu Umstellungen gezwungen, deren wichtigste das erste Punktspiel von Neuzugang und Routinier Ronald Wolf war. Punkt eins des Gästeplanes, hinten sicher zu stehen, funktionierte durchgehend. Nach vorn passierte dagegen vor der Pause so gut wie nichts. Dies traf aber nicht nur auf den VfL (der ausnahmsweise mal wieder ganz in lila spielte) zu, sondern auch auf die Gastgeber. Liegt es nur an der Abwesenheit vom jahrelangen Torjäger Hannes Graf, dass beim FCL offensiv nur ein laues Lüftchen weht? Ich kann es mir nicht vorstellen. Definitiv nicht vorstellen konnte man sich während der ersten Halbzeit, dass sich diese beiden Teams vor anderthalb Jahren im "Willy" eins der attraktivsten und spektakulärsten Sachsenligaspiele aller Zeiten geliefert haben, welches der VfL mit 6:4 gewann. Was wäre der Fußballfan ohne Erinnerungen?

    Zurück vom Februar 2019 in den September 2020. Mit Beginn der zweiten Halbzeit trat Punkt zwei des Gästeplanes in Kraft: ab sofort wurde konstruktiv und zielgerichtet nach vorn gespielt. Dies fiel schon in den ersten Minuten nach dem Wechsel auf und machte sich wenig später am Resultat bemerkbar. Der Platzwart musste eine "1" in das untere Feld der Anzeigetafel schieben. Punkt drei des Planes hätte nun gelautet, nachzulegen. Am Willen zur Umsetzung mangelte es nicht. Die nächsten 20 Minuten dominierte der VfL das Geschehen und erspielte sich mehrere Torchancen, die klarste vergab Martin Sprunk. Eigentlich hätte nach 75 Minuten wieder das schon erwähnte Resultat von "0:3" an der Tafel stehen müssen. Den zahlreichen Gelegenheiten der Gäste stand nur eine wirklich klare Chance der Lößnitzer gegenüber.

    Aber es stand weiterhin 0:1, die folgenden Phrasen kosten jeweils drei Euro: wenn du a) das 2:0 nicht machst, bestraft dich b) der Gegner. Und wenn der sich c) keine Torchancen erspielt, muss eben d) ein Standard her. So passierte es in der 79. Minute, als es eine der ganz wenigen Eckbälle des Spieles gab. Ich habe nicht mitgezählt, mehr als 3:2 Ecken (aus Copitzer Sicht) waren es definitiv nicht. Das Ding segelte jedenfalls von links in den Strafraum, schien schon abgewehrt, kehrte zurück und wurde im zweiten oder dritten Nachsetzen ins Netz gedrückt. Intern wird da sicher eine Fehleranalyse vorgenommen, aber es war nun mal passiert. Bei einem möglichen Stand von 2:0 oder 3:0 wäre das kein Beinbruch gewesen, aber nun stand es halt 1:1 und der Platzwart konnte auch die obere "0" gegen eine "1" eintauschen. Ärgerlich, aber das Spiel ging weiter. Obwohl auch in der folgenden Phase bis zum Schlusspfiff der VfL die etwas aktivere Mannschaft war, funktionierte nun auf beiden Seiten wieder das Sicherheitsdenken: die Gastgeber wussten, dass der Punkt glücklich war und wollten ihn ebenso wenig aus der Hand geben wie die Gäste. Eine Heimreise mit null Punkten nach dieser couragierten zweiten Halbzeit? Nein danke, dann nehmen wir eben den einen mit. So blieb es beim 1:1, mit dem vom Spielverlauf her die Gastgeber besser leben konnten.

    Ich sprach nach dem Spiel noch mit Tim Baumann und Eric Prentki, die sahen es ähnlich: die Leistung der Mannschaft war in Ordnung, es fehlte halt die Krönung in Form von drei Punkten.

    Die anschließende Busfahrt von Lößnitz bis Chemnitz verlief u.a. über eine Umleitungsstrecke, die von einem Forstfahrzeug blockiert wurde. Natürlich kam auch gerade der Gegenbus aus der anderen Richtung. Es hat ne gute Viertelstunde gedauert, diesen Knoten zu entwirren (der Busfahrer nahm es mit stoischer Ruhe und hatte sich sein Gehalt für diese Sonnabend-Arbeit wirklich verdient!). Später wurde noch ein Rollstuhlfahrer ein- und wieder ausgeladen. Letztlich kamen wir gesund und munter in Chemnitz, Dresden und schließlich in Pirna wieder an. Wenn einer eine Reise tut, dann will er schließlich auch was erzählen...


    Den Sonntag verbrachte ich dann tagsüber in der Landeshauptstadt. Zunächst sah ich in der Landesklasse Ost einen 3:0-Auswärtssieg eines taktisch disziplinierten VfB Weißwasser bei Rotation Dresden, das an diesem Tag harmlos, einfallslos, glücklos wirkte. Beim Stand von 0:1 hielt der zur Pause eingewechselte Ersatztorwart der Gäste einen Elfmeter, davon erholte sich Rotation nicht mehr. Die Gäste trafen durch ein Eigentor, einen Elfmeter und einen blitzsauberen Konter. Für die Gastgeber ein gebrauchter Tag - das passiert halt im Fußball. Dann ging es mit der "4" von Pieschen nach Laubegast, wo ich ein rassiges Landesligaspiel erleben sollte:


    FV Dresden-Laubegast 06 - SV Germania Mittweida 2 : 1 (1:1).


    1:0/9. Schmidt aus halbrechter Position, Vorarbeit Wappler.

    1:1/14. Blankenburg durch die Mitte nach gefühlvollem Zuspiel.

    2.1/65. Schmidt, wieder Vorarbeit Wappler.


    196 zahlende Zuschauer, durchgezählt deutlich über 200 Leute im Stadion, darunter 20 bis 25 Gäste. Ordentliche Kulisse. Paar Corona-Auflagen. Mein Kumpel und ich haben uns einfach auf die andere Seite gestellt. Da waren wir erstens im Schatten und zweitens unter uns, haben also alle Abstandsregeln eingehalten.


    Schiri Jens Rohland ist bekanntlich kein Freund von Standuhr. ich habe ihn schon vor vierzehn Tagen in Rabenstein gesehen, wo er vergleichsweise wenig zu tun hatte. Heute war das Trio über 90 Minuten gefordert und hat dabei einen richtig guten Job gemacht. Nicht jeder Körperkontakt wurde abgepfiffen, nach der Pause aber konsequent die Karten verteilt. Die Spieler wurden direkt angesprochen und von beiden Trainerbänken ließ er sich nicht beeinflussen - ob da nun jeder Zweikampf richtig beurteilt wurde und jeder Einwurf richtig gegeben wurde, ist dabei zweitrangig. In einem temposcharfen Spiel mit vielen Zweikämpfen gibt es da immer Ermessensspielraum.

    Laubes "Edelfan" Klaus fiel wieder mit einigen völlig deplatzierten peinlichen Bemerkungen auf.


    Um es vorwegzunehmen: beide Mannschaften werden ein ernstes Wort im Kampf um den ominösen zehnten Platz mitspielen. Bei den Gästen wieder Ebersbach statt Goldammer im Kasten. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein temposcharfes, offensives Spiel. Als nach einer Viertelstunde der Ball schon je einmal in beiden Toren lag, kam man dann hüben wie drüber auf die Idee, dass auch die Verteidigung zum Fußballspielen gehört. Grundprinzip: der Gegner wurde jeweils an der Mittellinie attackiert und bei Ballbesitz ging es blitzschnell nach vorn. Dies war natürlich nicht dauerhaft durchzuhalten und im Laufe des Spiels zogen sich die Abwehrreihen immer weiter zurück. Auch eine Folge des laufaufwändigen Spiels. Die Zweikämpfe wurden durchweg männlich, sportlich geführt. Im Laufe der zweiten Halbzeit musste der Schiri dann einige Karten ziehen, das gehört zum Fußball dazu. Verbal sollten einige Spieler mal etwas abrüsten.

    Ein Vorteil auf der einen oder anderen Seite war lange Zeit nicht auszumachen. Torchancen spielten sich beide heraus, wenn auch nicht im Minutentakt. Das erneute Führungstor für Laubegast fiel dann eigentlich in einer Phase, als Mittweida das Spiel zu kontrollieren schien. Und jetzt kam das Überraschende, was ich nach dem Verlauf bis dahin nicht erwartet hatte: Bis zum Schlusspfiff brachte Mittweida trotz einiger Wechsel und weiterer Bemühungen keine wirkliche Offensive mehr zustande. Laubegast zeigte nun, dass man auch gut verteidigen kann und hielt den Ball weitgehend vom eigenen 16er fern. Da lag sogar eher ein 3:1 in der Luft.

    Das Duo "Wappler und Schmidt" machte letztlich den Unterschied. Über 90 Minuten betrachtet war Laubegast das eine Tor besser. Man darf gespannt sein, wohin die Tabellenreis für beide Mannschaften geht.


    Meine fußballerischen Reisepläne in der kommenden Woche sind auch eher lokal: am Mittwoch fahre ich nach Bautzen zur Regionalliga, Bischofswerda empfängt die Hertha-Bubis. Am Sonnabend geht es zu Fuß über die Elbe. Für den VfL stehen gegen Aufsteiger Marienberg nur drei Punkte zur Debatte. Und für den Sonntag erhoffe ich mir, ein Ticket für Dynamo gegen Waldhof ergattern zu können. Falls das nicht klappen sollte, stehen genügend andere Spiele auf dem Programm. Planung ist in Coronazeiten ohnehin ziemlich schwierig...

    ...ich würd ma schlaumeierisch sagen: VfB Annaberg statt Auerbach ;):knuddel:

    Wie komme ich auf Auerbach? Muss am "VfB" liegen. Oder an der "Höhenluft", der Sportplatz ist der höchste Ort der Bergstadt. Hab den kurzen Text dort noch verfasst.


    Zwei Sachen fielen auf: alle sechs Vereine aus der Stadt Dresden eine Runde weiter und einige Landesligisten nehmen die Liga wohl deutlich ernster als den Pokal.

    Groundhopping


    Auerbach gg. Oberlungwitz 1 : 2 (1:1).


    Zwei krasse individuelle Fehler am Anfang und am Ende kosteten die Gastgeber die mögliche Verlängerung. Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Chancen zu weiteren Toren auf beiden Seiten.

    Auch drei Tage danach wird die Erinnerung an das Spiel am Sonnabend nicht besser. Mittlerweile kann man die gesammelten Abwehrlücken auch über PirnaTV bzw youtube bewundern. Getroffen haben für Budissa fünfmal Hagemann und einmal Kärger (der außerdem den Musterpass vorm 0:4 spielte). Für den VfL trafen Höer, Henschel und nochmal Höer innerhalb von drei Minuten zum 3:4.

    Etwa 140 bis 150 Leute waren anwesend, darunter gut und gern 30 bis 40 Gäste. Es gab nur alkoholfreies Bier, warum auch immer. Das Wetter passte zum Spiel, vor allem in der ersten Hälfte Regenschauer - insgesamt war es aber bei weitem nicht so viel wie letzte Woche.

    Prentki (gelbrot nach taktischem Foul) und Heineccius (glatt Rot, weil er Hagemann beim 3:6 noch völlig unnötig in die Parade gefahren ist) können sich die Reise ins Erzgebirge zum FC Lößnitz sparen. Schiri Lorenz in Kleinigkeiten manchmal etwas budissafeundlich, aber in den wichtigen Entscheidungen lag er richtig. Gleich am Anfang parierte Wochnik einen Elfmeter von Hentsch. Doch keine 60 Sekunden später stand es dann doch 0:1. Am Torhüter lag es jedenfalls nicht, dass wir sechs Gegentore bekommen haben.

    Ich hoffe, wir treffen in der Meisterrunde noch mal auf Budissa. Dafür ist aber eine Steigerung im gesamten Deckungsverhalten notwendig! Allerdings gehe ich davon aus, dass ein ähnlich starker Gegner bis Weihnachten nur noch einmal im "Willy" aufkreuzt, am 7. Spieltag. Da ist nämlich Einheit Kamenz zu Gast.

    Am Sonntag in Rabenstein machten die Kamenzer eine Halbzeit Ernst. Allerdings kamen ihnen die tapferen, aber taktisch naiven Gastgeber dabei entgegen. Hier waren so etwa 120 bis 130 Zuschauer zugegen, von denen ein Dutzend Kamenzer zufrieden die Heimreise antraten. Nach dem Wechsel schaltete Kamenz spürbar zurück und traf trotzdem noch einmal Pfosten links und Pfosten rechts. Mit der fast letzten Aktion des Spiels parierte der Rabensteiner Torhüter noch einen Elfmeter von Grellmann, der sich somit nicht in die Torschützenliste eintragen konnte. Dort standen zweimal Krautschik, Rodriguez, Häfner (Elfmeter) und Sobe.

    Budissa und Kamenz nach dem Pokal-Wochenende mit attraktiven Heimspielen gegen Neusalza bzw. Großenhain - da sind ein paar Staffelfavoriten schon mal unter sich.

    Die Zeit im Büro reicht heute nicht für einen längeren Spielbericht.


    Nur soviel, man sollte mit Prognosen nach dem ersten Spieltag vorsichtig sein. Aber Kamenz und Bautzen werden ganz vorn landen, wobei sich Bautzen nicht öfter solche "fünf Minuten" leisten darf. Rabenstein kämpft nur gegen den Abstieg und beim VfL warte ich noch ab, wohin die Reise geht. Ich erstelle noch einen längeren Spielbericht zum Copitzer Spiel, wenn es zeitlich klappt. Ansonsten melde ich mich zum übernächsten Wochenende wieder. Das anstehende Pokal-Wochenende nutze ich zum groundhoppen.

    Ich habe mich schon letzte Saison gefragt, warum Tom Hagemann Landesliga spielt. Wenn er weiter fit ist und von seinen Mannschaftskameraden so eingesetzt wird wie heute, wird er entweder Torschützenkönig - oder demnächst umgesenst.

    Unklar bleibt trotzdem, wie sich Budissa ein Spiel aus der Hand nehmen lässt, was sie klar dominieren.

    Budissa kann es sich sogar leisten, in zwei Pflichtspielen zwei Elfmeter liegenzulassen. Zum nächsten wird wohl Hagemann anlaufen...


    Bei Lößnitz gg. Copitz gehts schon gegen den totalen Fehlstart...


    Ich glaube trotzdem, Standuhr ärgert sich heute mehr als ich!

    was ist denn das für eine Auslosung||? Roter Stern-ist mir noch nicht untergekommen. die haben ja , laut Wikipedia, Tradition wie die Brausetruppe:rotekarte:. Ist das die Antifa-Abteilung von Connewitz? Die waren doch mal wegen Schlägereien auf dem Sportplatz in den Schlagzeilen. Kann man da als Fan hinfahren? Klärt mich bitte auf.

    Die spielen in Connewitz (bzw in Dölitz knapp südlich davon) und haben zuhause immer so um die 300 Zuschauer. Weiß nicht, ob ein Pokalspiel gegen eine "Dresdner" Truppe dort noch irgendwie besonders motivierend ist. Ich hab mir den Ground mal vor Jahren in der Stadtoberliga geholt, das war aber ein harmloses Spiel und ist auch nix los gewesen. Vielleicht sollte man nicht unbedingt in "Naziklamotten" anreisen (was immer die darunter verstehen), ansonsten dürfte alles glatt gehen - sportlich wie "drumherum".


    Am 12. August galt bei denen noch folgendes:

    "bis das Hygienekonzept für Heimspiele/Testspiele im RSL Sportpark Dölitz
    bestätigt wird, gilt Folgendes:

    Aktuell dürfen maximal 50 Zuschauer*innen auf die Sportanlage. Dies wird von einem Einlassdienst kontrolliert. Bei Überschreitung der 50 Zuschauer*innen wird kein Einlass gewährt."


    vielleicht haben sie es bis zum nächsten Wochenende im Griff mit dem "Hygienekonzept".


    Letzter Hinweis: wenn jemand hinfährt, das Zinnfigurenmuseum im Torhaus Dölitz lohnt sich echt für geschichtsinteressierte Leute. Das ist dort gleich in der Nähe.

    Am Sonnabend gehts los, dieses Jahr ohne offizielle Saisoneröffnung. 8 Spiele am Sonnabend, 3 am Sonntag. Ich habe neben Copitz gg. Budissa noch Rabenstein gg. Kamenz geplant. Lassen wir uns überraschen!

    So, die Auslosung fand schon ohne Pirnaer Beteiligung statt - der Altkreis Pirna/Sebnitz ist gleich mal komplett ausgeschieden. Bin es ja langsam gewöhnt, dass mein VfL nicht lange im Pokal verbleibt, aber nach Radebeul und zweimal Striesen nun Laubegast - muss es jedesmal bei einem Lokalrivalen passieren? Spart zumindest Kilometergeld...


    So, die Ergebnisse, die Torschützen und offiziellen Zuschauerzahlen kann jeder auf fussball.de nachlesen, das wiederhole ich hier nicht.


    Am Freitag hieß die Partie

    FV Gröditz 1911 - FSV Budissa Bautzen 1 : 5 (1:3).

    Kurz vor dem sächsischen Ferienende noch mal ausgenutzt, dass ich mit meiner Abokarte weiter fahren konnte als sonst. Die Verbindung war optimal, nur bei einer Verlängerung hätte ich auf standuhrs Dienste nach Spielschluss zurückgreifen müssen. Aber die stand nie zur Debatte.

    Es gibt Fußballspiele, da weißt du nach fünf Minuten, wie sie verlaufen und ausgehen. Dies war eines davon. Budissa wirkte von Anfang an sehr konzentriert. Hier merkte man wirklich den Klassenunterschied zwischen einer Spitzenmannschaft der Landesliga und einem Mittelklasseteam der Landesklasse. Ist nicht bös gemeint, war einfach so. Die Defensive wurde von Stefan Minge so gut es ging zusammengehalten, ansonsten waren da deutliche Unterschiede bei der individuellen Klasse. Nachdem Gröditz den ersten Respekt abgelegt hatte und etwas mitspielen wollte, schlug Budissa zweimal zu. Dann konnte sich Vrabec den Luxus erlauben, einen Elfmeter nicht zu verwandeln. Der war nicht mal unplatziert geschossen, aber von Sven Lotzmann ganz stark um den Pfosten gelenkt!

    Zeller ist bei Gröditz immer für ein Tor gut, einen langen Ball hob er gekonnt über den Budissa-Keeper zum Anschlusstor. Doch schon im Gegenzug stellt Bautzen den alten Abstand wieder her. Damit war die mögliche Spannung für die zweite Hälfte wieder aus. Die wurde weiter von Budissa kontrolliert, bei Bedarf wurde das Tempo immer mal wieder angezogen. Mein Freund Kärgi wurde Mitte der zweiten Hälfte eingewechselt. Hinten offenbarte Bautzen doch einige Probleme, die ein stärkerer Gegner möglicherweise eher nutzen kann. Gröditz steckte nie auf und kam noch zu drei, vier guten Torgelegenheiten. Ein zweiter Treffer blieb den Gröditzern aber versagt. Sie haben dann ab dieser Woche Gegner auf Augenhöhe, da wird es andere Resultate geben.

    Ordentliche Kulisse, 210 Zuschauer. Schiri Leonhardt ließ beide an der langen Leine, zog erst kurz vor Schluss zwei gelbe Karten. Budissa-Trainer Henschel war mir über 90 Minuten einfach zu laut. Da wurde jede Szene angesagt, kommentiert. Wie macht der das in einem engen Spiel?

    Ganz klar: Budissa fährt am Sonnabend als Favorit zum Punktspiel nach Copitz!


    Am Sonnabend dann das erste Pflichtspiel des SCF:

    SC Freital - FC Lößnitz 2 : 1 (0:0) nV.

    Nur knapp 150 Zuschauer bei bestem Fußballwetter, aber eben Schuleingang. Die nächsten Gegner in Hainsberg heißen Grimma, Niesky und Copitz, da werden es wohl ein paar mehr werden.

    Über 90 Minuten ein gerechtes Remis, hätte ich in einem Punktspiel gesagt. Beide um Fehlervermeidung bemüht. Lößnitz spielerisch einen Tick besser, aber warum dann immer lange hohe Bälle nach vorn? So konnte man die Torchancen jeweils an den Fingern einer Hand abzählen, minimale Vorteile hier für Lößnitz.

    In der Verlängerung dann doch noch Tore, glücklicherweise alle drei direkt vor meinen Augen. Zweimal ließen sich die Gäste auskontern, das schien die Vorentscheidung. Doch gleich zu Beginn der zweiten Verlängerungshälfte verwandelten die Gäste einen klaren Elfmeter zum Anschlusstor und trafen dann noch den Außenpfosten. Zu mehr reichte es nicht. Die Mannschaft hat es versäumt, ihre leichten Vorteile in 90 Minuten in ein Tor umzumünzen.

    Insgesamt aber ein ordentliches Niveau mit einigen Längen zwischendurch, speziell in der zweiten regulären Halbzeit. Für Freital war das Gefühl, auf diesem Niveau mitspielen zu können, sicher sehr wichtig.

    Schiri Gläser ließ in der einsatzstark geführten Partie ziemlich viel laufen, selbst für meinen Geschmack etwas zuviel. In der Verlängerung zweimal gelbrot nach einer "Privatfehde".


    Am Sonntag bei strömendem Regen

    FV Laubegast - VfL Pirna-Copitz 2 : 1 (2:0).

    Laubegast im Vergleich zum Bannewitz-Spiel nicht wiederzuerkennen. Von Anfang an übernahmen sie die Initiative, während der VfL kaum in die Zweikämpfe kam. Folgerichtig hieß es schon nach 17 Minuten 2:0 durch Wappler und Labadse. Das erste Tor über links, das zweite durch die Mitte und zwischendurch noch ein wunderschöner Angriff über rechts. Ein Pfostenknaller von Labadse hätte in der 32. Minute schon alles klarmachen können. Da der sonstige Spruch "das Wetter was das beste am Spiel" nun definitiv nicht zutraf, war der Pausenstand von nur 0:2 aus meiner Sicht dann doch eher positiv zu sehen.

    Nach dem Wechsel änderten sich die Kräfteverhältnisse auf dem Platz peu a peu. Sicher mussten einige Laubegaster ihrem hohen Tempo Tribut zollen, aber vor allem waren die Gästespieler jetzt auch auf dem glitschigen Rasen präsent. Die Zweikämpfe wurden nun angenommen und immer öfter gewonnen, nur bis in den Strafraum ging es zu selten. Mehrmals wurde es mit Fernschüssen versucht, die brachten aber nichts ein. Etwa ab der 70. Minute war es dann ein Spiel auf ein Tor und in der 88. Minute staubte Tim Baumann tatsächlich zum Anschlusstreffer ab. Mehr gelang nicht, obwohl Schiri Näther sehr lange nachspielen ließ. Der hatte seine Sache insgesamt gut gemacht, auch wenn die Zweikampfbeurteilung bei diesen Platzverhältnissen logischerweise schwierig war. Je zwei gelbe Karten - noch vor zwei Jahren hätte es bei ihm ein Kartenfestival gegeben. Ich sehe da bei ihm eine positive Entwicklung - und die Liga braucht schli8eßlich junge Schiedsrichter, die es auch können.

    Übrigens haben es die Laubegaster von allen Vereinen am genauesten mit dem Hygienekonzept genommen, am Ende machte aber doch jeder, was er wollte. Offiziell über 150 Zuschauer, sehr großzügig gezählt. Da ich das ganze Spiel neben unserer Trainerbank stand, kann ich die Gästezahl nicht genau sagen, es waren mindestens sieben. Vor einem Jahr waren es wesentlich mehr - da war aber auch anderes Wetter!

    Mund abwischen, und gegen Bautzen besser machen!


    Die nächste Runde hält auch paar Paarungen für mich bereit, falls ich hier verweile - nach gegenwärtiger Planung bin ich aber ein Stückchen weiter weg und verzichte auf die Runde komplett.

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