Beiträge von Steffen

    Julian Schiebe (24 oder 25, pfeift für den TSV Graupa), "mein Kreisverbandsvorsitzender", leitete übrigens sein erstes Landesligaspiel. Die Bewährungsprobe Riesa hat er also gemeistert. Er schrieb mir kurz, das Spiel war einfach zu leiten. Ich hoffe, er taucht nie auf der Negativliste von standuhr oder anderen auf. In seiner Funktion als Schiri werde ich ihn ja bei Copitzer Punktspielen nicht erleben.

    Kann grad nicht schlafen, das hat aber nichts mit dem VfL zu tun. Also schreibe ich im Liegen, während in der TV-Wiederholung Lok gerade gegen Cottbus gewinnt.

    Es gibt solche und solche Niederlagen: DIe, die man erwartet oder wo der Gegner klar besser ist und die man schnell abhakt - und solche wie gestern, die richtig weh tun.


    Copitz gg. Mittweida 1 : 2 (1:2).


    1:0/3. Scholz, 1:1/33. Ryssel, 1:2/43. Grau


    Etwa 130 bis 140 Zuschauer, darunter so gut 20 Gäste.


    Schiri Seib nicht immer einheitlich, speziell in der zweiten Halbzeit kein Heimschiri. Machte nichts Spielentscheidendes falsch.


    Ich sage es ehrlich, drei Punkte waren fest eingeplant. Erst recht, nachdem Basti Scholz bereits in der dritten Minute nach Vorarbeit von Richi Scykalka zur Stelle war. Auch der fünfte Pflichtspieltreffer der jungen Saison wurde über die linke Seite vorbereitet. Für ein paar Minuten führte Copitz in der Livetabelle.

    Eine Viertelstunde später die vielleicht wichtigste Szene des Spiels: diesmal flankte Kay Weska und Philipp Kötzsch köpfte den Ball schulmäßig - an den Pfosten. Ich bin mir sicher, nach einem 2:0 wären wir hier nicht als Verlierer vom Platz gegangen.

    Bedingt durch den frühen Rückstand, mussten die Gäste natürlich mitspielen. Mein Fazit nach ner halben Stunde: "der VfL kontrolliert das Spiel, neigt aber hinten zu Leichtsinn." Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich nicht, dass es ne Viertelstunde später mit einem 1:2 in die Kabine ging. Eben weil in der eigenen Hälfte zu viele Fehler passierten. Das 1:1 fiel nach einem erstens unnötigen und zweitens schlecht abgewehrten Freistoß, vorm 1:2 behinderten sich zwei Abwehrspieler gegenseitig und der gerade eingewechselte Grau lief frei auf Wochnik zu. Den Spielverlauf durch eigene Fehler auf den Kopf gestellt...

    Einen Rückstand kann man korrigieren, aber irgendwie fühlte ich mich während der ganzen zweiten Halbzeit wie im falschen Film: ein optisch überlegener VfL, der sich an der robusten und nun massiert verteidigenden Gästeelf die Zähne ausbiss. Zu viele Einzelaktionen, zu viele ungenaue Abspiele - aber bis zur 94. Minute haben die Spieler alles versucht. Hintenraus eher mittels Brechstange, das war halt nicht die spielerische Leichtigkeit der Anfangsphase. Die Torschüsse waren meist harmlos und der sichere Maik Ebersbach musste nur selten eingreifen. Alternativen auf der Bank fehlten auch. Durchaus gefährlich dagegen die wenigen Konter, die aber nicht zu Ende gespielt wurden, und Ron Wochnik war auch noch da. Allein das 2:2 wollte nicht mehr fallen.


    Ich war nach dem Schlusspfiff ziemlich bedient. Beim Gedanken an die nächsten Gegner Großenhaun und Bautzen wird mir auch nicht besser. Hoffentlich wird das kein krachender Fehlstart...


    Fazit: das war kein Katastrophenspiel, aber ein katastrophales Ergebnis. Der VfL betrieb viel Aufwand, belohnte sich aber nicht. Mund abputzen, weiter gehts!

    Noch mal genau durchgesehen:

    - zwei Landesligisten empfangen einen Oberligisten

    - ein Landesligaduell mit klarem Favoriten auf dem Papier

    - zehn Landesligisten auf Reisen, da sind richtig knifflige Aufgaben dabei

    - zB Fortuna Chemnitz und die SG Striesen können zeigen, ob sie "landesligatauglich" sind

    - paar interessante Duelle zwischen den verschiedenen Landesklassen

    - mindestens neun Vereine unterhalb der Landesliga werden dss Achtelfinale erreichen

    - dabei gute Chancen für die drei Vorjahresabsteiger

    - ein Vogtlandderby und ein "nachträgliches" Derby zwischen Niesky und dem SV See

    - die weiteste Anreise für Fortuna Trebendorf


    Aber wie immer gilt: Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze. Auf den Auftritt von Copitz in Bad Lausick möge dies nicht zutreffen. Die Chancen stehen gut, erstmals seit 2012 den September im Pokal zu überleben.


    Der Landespokalsieger 2020 wird erst in der nächsten Runde eingreifen - aber ein, zwei künftige Halbfinalisten dürften jetzt schon dabei sein. Fragt sich nur, wer?

    Ein gelungener Saisonauftakt. Die offizielle Zuschauerzahl: 349 zahlende. Damit waren es etwa 400. Mihalik nutzt seine Chancen (traumhaftes 2:0!), Bergmann auf der Gegenseite nicht. Neustadt mit mehr Ballbesitz, aber nicht gallig genug in Tornähe. In Hälfte zwo gabs trotz optischer Überlegenheit der Gäste drei dicke Chancen aufs 3:0 - und nach dem späten Anschlusstreffer wurde die Nachspielzeit für die Heimmannschaft richtig lang.

    Paar bewegte Bilder aus Laubegast gibts auf Pirna TV. jb1, sammy und meine Wenigkeit sind auch kurz zu sehen. Aber vor allen natürlich die Tore und die Auswertung vom Trainer. Auch die Rabenfront (Freiberg) und Frau Kaps (Wesenitztal) waren mit Kameras vor Ort.

    In drei Tagen gehts los - Start zur 30. Landesligasaison. Von der Startbesetzung aus dem August 1990 ist nach dem Aufstieg von Grimma und dem Abstieg von Markrans nur Copitz dabei.

    Die großen Transfers sind ausgeblieben: Kevin Trapp hütet das Tor bei Eintracht Frankfurt und nicht bei Eintracht Niesky. Stürmer Jeremejew läuft mit "all-inkl com" auf, aber nicht in Neusalza. Messi bleibt lieber in Katalonien und auch Neymar konnte nicht gewonnen werden, obwohl er gut nach Radebeul passen würde...

    Spaß beiseite, ich freu mich auf unvollkomnene, talentierte, erfahrene, begeisterte Fußballspieler. Die haben alle eines gemeinsam: sie könneb besser gegen den Ball treten als ich das auf der "Wiese hinterm Haus" jemals konnte!

    Der Auftakt steigt in Niesky, weitere fünf Spiele am Sonnabend. Alle vier Aufsteiger beginnen zuhause, das war in den letzten Jahren nicht immer so.

    Favorisiert sind für mich Kamenz u. Bautzen, dahinter Lößnitz u. Großenhain. Mal sehen, wer da noch ganz oben mitspielen kann.

    Meinen VfL sehe ich im oberen Mittelfeld. Der Start gelingt hoffentlich besser als vorige Saison, auch im Pokal darf es ein, zwei Runden weiter gehen.

    Gespannt bin ich auf die seit Mitte März sieglosen Kickers aus Markkleeberg. Die Negativserie sollte möglichst vor oder nach dem 4. Spieltag beendet werden...

    Über Abstiegskandidaten äußere ich mich nicht - naja, die Aufsteiger werden es sehr schwer haben. Aber im Vorjahr haben 3 von 4 die Klasse gehalten und wollen nun das Sprichwort vom schweren zweiten Jahr widerlegen.

    Am Ende kommt eh wieder alles ganz anders - und das ist gut so!


    Eine Bemerkung noch: Ich freue mich über jeden Bericht hier im Forum, auch über die "Stammschreiber" hinaus!

    Uff. Wer viel unterwegs war, darf/ muss dann auch viel schreiben. Also hier mein Wochenendbericht. Wie immer ganz subjektiv mit einigen Abschnitten, wo es weniger um Fußball geht.


    Am Sonnabend ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt, nebenbei snooker geschaut. Kurz nach 11 ging es dann zuhause los. Nach Freiberg mit dem "Bummelzug", der war fast leer - während der Schnellzug davor (und wohl auch noch der danach) fest in schwarzgelber Hand war. Aber ich wollte nicht nach Zwickau (mein 250. Dynamo-Auswärtsspiel soll es im November in Stuttgart oder Hamburg geben), sondern ins beschauliche Lichtenberg. Bevor ich in den Triebwagen dahin einstieg, noch kurz nachgeschaut, ob mein Freund Otto der Reiche noch am Freiberger Obermarkt steht. Ja, das tut er. Was er wohl über die vielen Wahlplakate rundherum denken würde? Otto brauchte keine Parteien, er hatte aber zumindest einige Berater. Und wenn man Sabine Ebert Glauben schenkt, war seine Frau Hedwig eine der klügsten davon. Damals klappte es offenbar noch zwischen dem "Sachsen" und der "Preußin".

    Nach einem halbstündigen Fußmarsch kam ich am Trassenweg an, wo mich zuerst Gunther und dann Kilometerfräse freudig begrüßten. Letzterer spendierte Eintritt, Bratwurst und Cola. Das gibt wieder mal ne Revanche in Copitz!

    Das Wetter freundlich, keine Hitze, vereinzelt sogar ein paar Regentropfen. Die Zuschauerzahl schätzte ich auf etwa 250, es waren offiziell 245. Ich sah nur eine Handvoll bekannte Bautzner Gesichter darunter. Für die Fanszene war nach jahrelangen Fahrten Richtung Fürstenwalde, Halberstadt oder Meuselwitz der Weg ins Gebirge dann wohl doch etwas zu weit? Na, ich denke, zum Landesligaauftakt in Neustadt und kurz darauf in Copitz werden reichlich Budissen vor Ort sein.


    Das Pokalspiel hatte jedenfalls einen eindeutigen Favoriten - und nahm einen unerwarteten Verlauf mit einem denkbar knappen Ausgang:


    SV Lichtenberg - Budissa Bautzen 1 : 2 (1:1, 0:0) nV


    0:1/46. Hagemann. 1:1/84. Gronwaldt. 1:2/113. Sidlo.


    Natürlich war Bautzen individuell und spielerisch das klar überlegene Team. Dem setzte der Gastgeber Leidenschaft, Einsatz und mannschaftliche Geschlossenheit entgegen. In Kombination mit einem überragenden Simon Esser im Kasten führte da zu einer unerwartet spannenden Begegnung. Dabei wollten die Gäste schon in den ersten Minuten zeigen, wer Herr auf dem Spielfeld ist. Die ersten Ecken kamen gefährlich rein und bis etwa zur zehnten Minuten brauchten die Gastgeber, um sich zu sortieren. Dann wurden sie aber immer stärker und es folgte eine Phase absoluter Ausgeglichenheit bis etwa zehn Minuten vor dem Pausenpfiff. Mit langen Bällen setzten die Lichtenberger auch nach vorn Akzente - da war sogar ein Führungstor möglich. Allerdings ließen die Abschlüsse doch sehr zu wünschen übrig. Motto "schneller, höher, weiter vorbei" - dies traf aber auch auf die Schussleistungen der Gäste zu. Von etwa zehn Freistößen im ganzen Spiel war auf Bautzner Seite nur einer gefährlich: Hagemann schoss, Esser lenkte den Ball über die Latte. Also wieder Ecke, am Ende waren es etwa 20 - und bis auf die allerersten allesamt ungefährlich. Das erinnerte mich an Dynamo gegen Nürnberg. Zurück nach Lichtenberg, hier rettete sich der Gastgeber auch dank des Torhüters mit einem 0:0 in die Pause, nachdem der Druck der Gäste in den letzten Minuten wieder deutlich zunahm.

    Die Führung durch Tom Hagemann dann gleich mit dem ersten Angriff nach dem Wechsel. Apropos Tom Hagemann: ich kenne seine persönliche/ berufliche Situation nicht - aber warum spielt der Sachsenliga? Neben ihm einige andere gute Fußballer bei Budissa, allerdings mangelte es noch deutlich am Zusammenspiel. Trotzdem schien das 0:2 nur eine Frage der Zeit zu sein, aber sie sündigten sträflich bei der Chancenverwertung. So sagte ich irgendwann zu Gunther: "das kann sich noch rächen!". Prompt erzielten die nie aufsteckenden Gastgeber noch den Ausgleich, wobei der Gästekeeper keine gute Figur machte. 1:1 - wer fragt da nach dem Spielverlauf, es ist Pokal. Das Erreichen der Verlängerung wurde gefeiert wie die Meisterschaft, und der Lichtenberger Anhang wurde immer lauter. In der Verlängerung gingen auch die Bautzner vom Fußballspielen zum "kick and rush" über. Ein Treffer fand wegen Abseits keine Anerkennung, etwas später war der Ball dann doch drin. Das 2:1 spielte Budissa dann sicher runter, auch wenn in so einem Pokalfight natürlich immer etwas Hektik aufkommt. Schiri Bürkner und der SRA vor dem Fanblock fanden nicht immer den Beifall der einheimischen Zuschauer, aber trotz einiger knapper Abseitsentscheidungen und schwierig zu beurteilender Zweikämpfe hatten sie das Geschehen jederzeit unter Kontrolle.

    Am Ende waren alle zufrieden: Budissa war eine Runde weiter und der SVL wurde zurecht vom eigenen Anhang gefeiert. Nun hofft man beim SVL leistungsmäßig nächste Woche auf eine Fortsetzung gegen den SV Bannewitz, der aber natürlich auch keine Punkte zu verschenken hat. Ich denke mal, die meisten Zuschauer werden wiederkommen!

    Bei Budissa fehlte der immer noch verletzte Kärger, Fischer wurde spät eingewechselt. Die Truppe wird sich finden und in der Liga vorn mitspielen, da bin ich mir sicher. Probleme sah ich vor allem in der Defensive, Hier haben die Nebenleute wohl nicht das Niveau von Routinier Patka. Vorn müssen sie entschlossener in Richtung Tor gehen, aber das Potenzial und das Personal haben sie, um in jedem Spiel Treffer zu erzielen. Unschlagbar sind sie jedenfalls nicht und am dritten Spieltag hoffentlich noch in der Findungsphase,..


    Die Heimfahrt verlief völlig problemfrei. Hochsommer dann am Sonntag. Obwohl ich wusste, dass ich zu zwei Spielen auf Sportplätzen mit wenig Schatten gehe, habe ich natürlich eine Kopfbedeckung vergessen. Ein T-Shirt zum Wechseln wäre auch eine gute Idee gewesen.

    Das A-Junioren-Bundesligaspiel zwischen Dynamo Dresden und Werder Bremen (0:2) will ich nur kurz erwähnen, weil sich hier mein Saisontrend fortsetzte: der fünfte Auswärtssieg im fünften Pflichtspiel! So gesehen kam ich kurz nach 14 Uhr optimistisch in Laubegast an. Wie immer einige Leute getroffen, vor dem Spiel u.a. mit Laubegasts Edelfan Klaus und Pierre Nebes geschwätzt. Letzterer hat seine aktive Fußballerkarriere beendet. Er hat schließlich genug Tore gegen den VfL geschossen, beginnend bei Boreas "Zweiter"! Heute stand er beim Bierausschank, das lief anfangs noch nicht ganz so flüssig. Fuchs und jb1 haben jetzt auch noch Getränke bei mir gut - man könnte fast denken, ich habe mich am Wochenende durchgeschlaucht...


    Das Pokalspiel hielt, was es versprach:


    FV Laubegast 06 - VfL Pirna-Copitz 07 2 : 4 (1:2)


    0:1/11. Scholz, Vorarbeit Scykalka.

    0:2/18. Scykalka, Vorarbeit Kötzsch.

    1:2/42. Herzog an den Innenpfosten.

    2:2/48. Herzog.

    2:3/66. Henschel mit rechts!

    2:4/86. Swozil, Vorarbeit Scykalka.


    195 Zuschauer, mindestens 15 Gäste.


    SR Gläser hatte in der durchgängig männlich und sportlich geführten Partie einiges zu tun, behielt aber jederzeit die Kontrolle - auch wenn es wechselweise Beschwerden gab.


    Beim VfL gibt es personelle Probleme. Kluttig muss wohl aufhören, Heineccius wird demnächst operiert und fällt länger aus. Die Neuzugänge Ranninger und Kötzsch dabei. In der Startaufstellung mit Nick Kühnel ein junger Spieler mit vielversprechenden Ansätzen, der zur Pause gegen John Henschel getauscht wurde.

    Wenn man die "ran"-Datenbank zur Verfügung hätte, wäre die Statistik über Ballbesitz oder gewonnene Zweikämpfe in diesem Spiel ziemlich ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten Phasen der Überlegenheit, aber insgesamt war das die erwartet enge Angelegenheit. Dabei spielte es dem VfL in die Hände, dass er eigentlich seine ersten beiden Chancen nutzen konnte. Jedesmal wurde Richie Scykalka auf der linken Seite eingesetzt. Erst von Prentki (?), dann von Kötzsch. Richie drang von links in den Strafraum ein und legte erst zu Basti Scholz, beim zweiten Mal vollendete er selbst ins lange Eck. Das sollte Sicherheit geben, aber der VfL ging mir etwas zu schnell in den Verwaltungsmodus über. Und die Laubegaster waren ihrem treuen Publikum als Staffelfavorit vor dem Punktspielbeginn natürlich auch etwas schuldig - nicht nur, weil Klausi energisch die "Wende" einforderte. Trotzdem fiel der Anschlusstreffer zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Pause eher überraschend. Neuzugang Herzog zirkelte den Ball aus 16 Metern wunderschön an den langen Innenpfosten.

    Mit dem Anschlusstreffer änderte sich der Charakter des Spiels und nun ging es hin und her. Die erste Nachpausenchance hatte der VfL, doch das Tor fiel unmittelbar darauf auf der anderen Seite. Ich drehte nun etwas besorgt eine Stadionrunde und begrüßte noch einige Leute. Währenddessen bettelte der VfL um ein weiteres Gegentor. Wieder an meinem alten Platz neben der Trainerbank angekommen, fühlte ich mich ein bisschen als Zuschauer bei olympischen Schwimmwettbewerben. Bezogen natürlich auf die Copitzer Abwehr. Hier muss ich erwähnen, dass Frank Paulus zur Pause nicht nur gewechselt, sondern auch umgestellt hat. Richie Scykalka kam nun über rechts, während Johnny Henschel seinen Platz auf der linken Seite einnahm. Dort stand er goldrichtig, als er den Ball mit dem rechten Fuß ins lange Eck zirkelte. Die erneute Führung hatte sich zu diesem Zeitpunkt keineswegs angedeutet. Übrigens war das nahezu eine Kopie des ersten Laubegaster Treffers. Kurz darauf verunglückte ihm ein Schussversuch mit einem eigentlich starken linken Fuß jämmerlich, so dass ich seine Mutter besorgt fragte, ob ihr Sohn während der Sommerpause die Füße getauscht habe.

    Nun mussten die 06er natürlich noch mehr investieren und kurz darauf rutschte uns das Herz in die Hose - Scannewin kam im Strafraum zu Fall und dies definitiv nicht freiwillig. Aber der SRA hatte sofort die Abseitsfahne gehoben und somit gab es keinen Strafstoß für Laubegast - auch wenn dies der Klaus nicht ganz verstehen wollte. Bei Copitz hatten Henschel und Scykalka nun wieder die Seiten gewechselt und Horst Rau bearbeitete den Richie gehörig, was der Schiri nicht immer ahndete. Trotzdem kam Richie in der 86. Minute nochmals zur Grundlinie durch und für den eingewechselten Swozil war es die einfachste Übung, den Ball ins Tor zu legen. Im Schnitt erzielt der Maximilian ein Tor pro Saison - ich hoffe, es bleibt in dieser Spielzeit nicht sein einziges...

    Richie Scykalka damit eindeutig Mann des Spiels, das eines Pokalspieles und Lokalderbys würdig war. Durchaus vorhandene spielerische Akzente schon im ersten Spiel, viel Einsatz, viele Zweikämpfe, manchmal etwas hitzig, nie unsportlich. Copitz setzte sich am Ende durch, weil die Mannschaft die individuell besseren Einzelspieler in ihren Reihen hatte. Speziell im Defensivverhalten gibt es aber noch genügend zu tun. Das wusste auch Trainer Paulus bei seiner Ansprache nach Spielschluss.

    Laubegast bot definitiv gehobenes Landesklasseniveau. Ob man in diesem Jahr den großen Sprung schaffen kann, kann ich nach einem Spiel natürlich nicht einschätzen. Der neue Trainer hat sicher viel Positives gesehen - aber auch vier Gegentore über die rechte Abwehrseite. Also auch er hat noch einiges zu tun.


    Meine Voraussage mit zwei, drei Ausfällen erwies sich als goldrichtig: Riesa und Markkleeberg haben demnächst ein Wochenende frei und Radebeul rettete sich mit Mühe im Elfmeterschießen. Für 14 Landesligisten heißt es nun also, warten auf die Auslosung.

    Ich habe geschrieben "schwergewichtig wirkend". So wie er den einen Ball kurz vor der Pause mit einem Armreflex über die Latte lenkte - das geht nur, wenn jede Faser des Körpers durchtrainiert ist!

    Bilanz der bisherigen Begegnungen: Einem Landesligisten gelang ein Kantersieg, dem Aufsteiger aus Neustadt. Einer flog raus, darüber wird standuhr morgen berichten. Alle anderen kamen mit meist knappen Erfolgen eine Runde weiter. Darunter auch Budissa Bautzen, das sich erst in der Verlängerung beim SV Lichtenberg durchsetzen konnte. Mehr dazu morgen Abend, wenn ich aus Laubegast zurück bin.

    Spontan bewerbe ich mich hiermit um eine Mitgliedschaft im "Simon-Esser-Fanclub". Sensationell, welche Bälle der schwergewichtig wirkende eigentliche Ersatzkeeper rausfischte! Vielleicht wäre er noch zum Helden des Elfmeterschießens avanciert. Aber das wussten die Bautzener zu verhindern, deren Sieg nach Spiel- u. Chancenanteilen natürlich hochverdient war. Aber wie sich die Gastgeber präsentierten - Hut ab!

    Der grammy award für kreative Dichtkunst geht an die Lichtenberger "Ultras": "Budissa Bautzen, Budissa Bautzen, euren Senf essen wir gern. Eure Leistung auf den Sportplatz, die ist weit davon enfernt!" (nach der Melodie von Clementine)

    Dabei lasse ich es für heute bewenden. Morgen mehr!

    An diesem Wochenende geht's nun los mit den Pflichtspielen in Sachsen. Bisher lief die Saison ja fürchterlich für mich mit drei 0:1-Heimniederlagen für die Mannschaften, für die ich jeweils war (zwei Berichte in anderen Freds des Forums). Dann hoffe ich mal am Sontag auch auf einen Auswärtssieg - da gewinnt wenigstens die richtige Mannschaft! Für das Sonnabendspiel in Lichtenberg erwarte ich keine Überraschung. Da geht es mir vor allem ums Wiedersehen mit Kilometerfräse und Gunther:bia:

    Insgesamt müssen ja 15 Landesligisten (außer Großenhain mit dem Freilos) auswärts ran - und von der Papierform her sind alle mehr oder weniger klare Favoriten. Ich sehe auch wenig Spiele, wo man im Pokal so sagt, die sind "fiftyfifty" - da ist Laubegast gegen Copitz definitiv eines davon. Zumal die Laubegaster ihr Inselfest feiern, möglicherweis sind sie da besonders motiviert. Zumindest ist mit einem erneutem Hochwasser derzeit eher nicht zu rechnen, so dass wir Laubegast nach 16:50 Uhr (bzw bei Verlängerung etwas später) trockenen Fußes wieder verlassen können.

    Prognose: es werden maximal zwei, drei Landesligisten ausscheiden - und ich hoffe, Copitz gehört nicht dazu.

    Als Außenstehender kann man Lok nur zum guten Start beglückwünschen. Da kommt jetzt Cottbus mit seinen defensiven Problemen vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe mir Freitag, den 13. September fest vorgemerkt, wenn der BAK ins Plache kommt.

    Was für ein verkorkster Saisonstart für mich persönlich! Auch mein drittes Pflichtspiel 2019/20 endete mit einer 0:1-Heimniederlage:


    Slovan Liberec - Sigma Olomouc 0 : 1 (0:0).


    Das einzige Tor durch Plsek fiel in der 40. Minute nach einem mustergültigen Konter über mehrere Stationen.


    3942 Zuschauer. Im Gästeblock standen vor der Pause genau 5 Leute, in der zweiten Halbzeit etwa 15.


    Gestern mit anderen Bekannten unterwegs, darunter einem Rentner aus Eibau mit Jahreskarte sowohl bei Dynamo als auch in Liberec - er hat in der letzten Woche genau dieselben drei 0:1-Spiele gesehen wie ich. Also ist die Schuldfrage noch offen *g*


    Während der Zugfahrt durch die Oberlausitz ins Böhmische fand irgendein Spiel in Karlsruhe statt, welches für eine halbe Minute auch 0:1 stand. Der Rest gehört ins Kapitel "Pleiten, Pech und Pannen". Ich befürchte, diese Rubrik wird sich weiter fortsetzen...


    Sitzplatz diesmal hinter dem Tor, wo auch der Liberecer Fanblock ist. Immerhin sahen wir da die beiden wichtigsten Szenen des Spiels aus der Nähe.

    Der erwähnte Günther aus Eibau meinte schon vor dem Spiel, Slovan ist schwächer besetzt als vorige Saison und wird Mühe haben, Platz 10 zu erreichen und damit die Abstiegsrunde zu vermeiden. So nebenbei erwähnte er, dass Lokalrivale Jablonec einen wesentlich besseren Fußball spielt (trotz des Aus im Europacup). Die Ergebnisse der Woche zeigen aber auch, wie weit die tschechische Liga mittlerweile vom Niveau etwa der Jahre um 2000 entfernt ist. Apropos Europa: Mlada Boleslav ist als einzige Mannschaft erfolgreich geblieben, hat aber eine Rückreise aus Mittelasien hinter sich, die eher an Homers "Odyssee" erinnert. Deshalb findet das für heute angesetzte Punktspiel in Teplice nicht statt (ich hatte es ohnehin nicht auf dem Schirm).


    Zurück zum Spiel. Die erste Viertelstunde gehörte ganz klar den Gästen. Beste Chance nach einem Fallrückzieher/8. Liberec musste sich hinten erst mal sortieren, nach etwa einer Viertelstunde wurde es ausgeglichen und dann folgte die beste Phase der Gastgeber. Zwei-, dreimal kam man gefährlich bis in den gegnerischen Strafraum, dann war Endstation. So führte ein mustergültiger Konter zum in dieser Phase eher unerwarteten 0:1.


    Jetzt spielte Liberec zum eigenen Fanblock und die Zuschauer erwarteten natürlich einen Sturmlauf. Den gab es in keiner Phase, dazu reichten einfach die individuellen und spielerischen Fähigkeiten nicht aus. Ich hatte immer den Eindruck, die spielen entweder schnell oder genau - schnell und genau war Fehlanzeige! So hatte trotz optischer Liberecer Überlegenheit der Gast aus Mähren die klareren Chancen. Zwei, dreimal kann/ muss es klingeln, dann wäre der Drops gelutscht gewesen.

    Liberec nahm früh alle drei Wechsel. Aus wenigen Standards entstand keine Gefahr. Gegen Ende passierte dann das, was bei solchen Spielständen normal ist: man holte die Brechstange raus und das Spiel fand fast vollständig zwischen Mittellinie und 16-Meter-Raum statt. Darin war der Gästetorhüter Reichl der absolute Herrscher, eine gelbe Karte wegen seines permanenten Zeitspiels nahm er lächelnd in Kauf. Insgesamt verteilte mir der Schiri ein paar Karten zuviel, machte aber nichts Entscheidendes falsch.


    Die eine Chance, auf die man dann als Fan und Spieler sehnsüchtig wartet, hatten die Blauen dann doch noch: in der 87. Minute landete der Ball nach einem strammen Schuss aus etwa zehn Metern Entfernung an der Lattenunterkante, setzte aber deutlich davor wieder auf. Da fehlten Zentimeter am Ausgleich, der aufgrund des kämpferischen Einsatzes nicht unverdient gewesen wäre. Auch vier Minuten Nachspielzeit brachten nichts mehr ein. Fußballerisch gesehen war Olomouc über 90 Minuten die etwas bessere Mannschaft und nahm somit alle Punkte mit nach Hause.


    Mir bleibt die Hoffnung auf bessere Spiele und Ergebnisse, demnächst wieder vorzugsweise mit Pirna-Copitz.


    Ergänzung off topic: wer sich für böhmische Geschichte (speziell des 19. und 20. Jahrhunderts) in unterhaltsamer Form interessiert, dem sei Jaroslav Rudis empfohlen: "Winterbergs letzte Reise". Da spielt Reichenberg als Heimatstadt des Romanhelden auch eine ganz wichtige Rolle.

    Copitz gewann am Wochenende ein Turnier in Königswartha und vorgestern im heimischen "Willy" ein Testspiel mit 3:0 (1:0) gegen Hainsberg. Sammy wollte zu letzterem einen Kurzbericht schreiben. Naja, immerhin gewinnt der VfL, wenn ich nicht dabei bin...

    Blitz und Donner in Berlin, nur vereinzelte Tropfen in Bischofswerda. Ob die mich aber weiter als Zuschauer haben wollen? Im Kalenderjahr 2019 war ich zum dritten Mal vor Ort, erneut gab es weder Tor noch Punkt für die Heimmannschaft..


    Bischofswerda gg. BFC 0 : 1 (0:0).


    Tor: Lewandowski/52. stand nach schönem Angriff über rechts goldrichtig.


    Zu: etwa 500 plus 60, ordentliche Kulisse.


    Beide Mannschaften noch in der Findungsphase, der BFC ist dabei etwas weiter. Am Ende waren die Gäste das eine Tor besser. Dabei blieben Torchancen lange Zeit auf beiden Seiten Mangelware. Der erste notierenswerte Angriff kam vom BFC/8. Mitte der ersten Hälfte lenkte der Berliner Keeper einen gut getretenen Freistoß über die Latte. Während es Schiebock meist mit langen Bällen probierte, ging es beim BFC auch mal ansatzweise über mehrere Stationen. Doch bis zur Pause kontrollierten die Defensivreihen das Geschehen.

    Der erste konstruktive Angriff in Hälfte zwo entschied letztlich die Partie. Anschließend hatten die Gäste etwa zwanzig Minuten lang scheinbar alles im Griff, konnten aber nicht nachlegen. Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Gastgeber hinten raus alles nach vorn. Aber als Zuschauer hatte ich nie den Eindruck, hier könnte zwingend ein Tor fallen. Es fehlt einfach in allen Reihen die Torgefahr.

    Hin und wieder wurde es etwas hektisch, aber nie unsportlich.

    Fazit: für Bischofswerda geht es nur um den Klassenerhalt, dem BFC traue uch eine Saison im sicheren Mittelfeld zu - mehr nicht.

    Ich glaube, ich sehe den BFC morgen zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2000, als er den Namensvetter in Dresden mit einem 1:1 mächtig geärgert hat. Morgen lasse ich mich von beiden Mannschaften überraschen und hoffe natürlich, dass ein bis drei Punkte in der Oberlausitz bleiben!

    In Testspielen haben sich Rotation (2:2) und Borea (5:2) schon mal richtig gut gegen Copitz geschlagen. Kurzberichte jeweils im "Sonstiges 2019"-Fred der Landesliga. Unabhängig von den Copitzer Leistungen (gegen Rotation absolut okay, gegen Borea sehr müde) haben mir beide Teams spielerisch gut gefallen. Wie das dann um Punkte aussieht, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall sehe ich bei beiden Mannschaften Potenzial für eine bessere Platzierung als vorige Saison.

    Ernst wird es am 10. August, wenn Mitfavorit Laubegast im Pokal auf Copitz trifft.

    Was soll man von Testspielergebnissen halten? Ich hatte es mir heute jedenfalls anders vorgestellt:


    SC Borea Dresden gg. VfL Pirna-Copitz 5 : 2 (2:2).


    Das schöne Wetter hab ich für eine Wanderung von Langebrück durch die meist schattige Dresdner Heide in den Jägerpark genutzt.


    Unliebsame Überraschung vor Ort: die Gaststätte ist geschlossen, ein Betreiber wird händeringend gesucht. Ich hatte noch Reste von der Wanderung dabei, andere Zuschauer fuhren noch mal schnell zur nächsten Tankstelle. Da wurde von Sekt bis Selters alles mitgebracht. Insgesamt etwa 40 Besucher aus beiden Lagern.


    Copitz mit 16 Spielern eigentlich gut aufgestellt. Fünf Wechsel zur Pause. Mit Philipp Kötzsch auch der dritte Neuzugang dabei. Bisher fehlte nur Kluttig. Gebraucht wird noch ein zweiter Torhüter.


    Um es zusammenzufassen: die VfL-Spieler wirkten während der gesamten 90 Minuten nicht spritzig, es fehlte die Handlungsschnelligkeit. Ich gehe davon aus, es liegt an der Trainingsgestaltung und "Paule" hat alles im Griff. Hab nach dem Spiel nicht nachgefragt, weil ich sofort nach Hause bin.


    Das Ergebnis am Ende hochverdient. Borea in orange mit Neu-Trainer Heinisch von Anbeginn sehr spielfreudig. Mai wurde erst schön freigespielt und köpfte dann einen Freistoß ein - 2:0! Auch ansonsten Vorteile in Schnelligkeit und Zweikampfverhalten. Die Passgenauigkeit auf beiden Seiten so naja.


    So langsam spielte dann auch Copitz mit. Ein schönes Solo auf der rechten Seite vollendete der junge Maximilian Unger zum Anschlusstreffer, dann traf Kötzsch von halblinks ins rechte Dreiangel zum 2:2-Halbzeitstand.


    Nach dem Wechsel einige verheerende Fehler in der lila Defensive. Hier hat Trainer Paulus wohl noch die größten Baustellen. Folgerichtig baute Borea seinen Vorsprung kontinuierlich aus.


    Bei mir hinterließ das Spiel doch einige Fragezeichen. "Paule" und die Mannschaft werden hoffentlich die Antworten finden!


    Mein nächstes VfL-Spiel wird das Pokalderby in Laubegast sein. Dort muss deutlich mehr kommen.

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