der Aufsteiger steht fest, drei Absteiger stehen fest. Es geht "nur" noch um die Fragen: 1) wer wird Dreizehnter? und 2) steigt der Dreizehnte ab? Zur Klärung von Frage 1 sollte auch meine heutige Partie beitragen. Vorangestellt: das war allerbeste Werbung für den Amateurfußball!
Landesklasse Ost, 28. Spieltag
SG Weixdorf gg. Post SV Dresden 3 : 3 (2:2).
1:0/6. Scheuner.
1:1/30., 1:2/37., 2:3/53. Kodji.
2:2/42. Baldauf.
3:3/65. Kluge.
256 zahlende Zuschauer um den feinen Rasenteppich, davon vielleicht 50 Gäste. Die setzten sich zusammen aus ein paar "Nachwuchsultras" und dazu dem üblichen Publikum vor allem meiner Generation.
Schiedsrichterin Laura Kollmann ließ (zu) viel laufen, dies aber auf beiden Seiten. DIe Karten blieben lange stecken, so dass am Ende noch 22 Spieler auf dem Platz standen.
Die Lage vorm Anpfiff: Weixdorf war dank mehrerer Auswärtssiege mit 37 Punkten fast durch, Post lag mit 30 Punkten auf Platz 13. Weixdorf brauchte ein Remis, um ganz sicher zu gehen. Das wurde es am Ende. Dazwischen lag ein Fußballspiel, in das beide Mannschaften alles reinwarfen, solange die Kräfte reichten.
Von Anfang an fielen die defensiven Probleme bei den Gästen auf. Die Postler konnten zunächst froh sein, nur mit 0:1 hinten zu liegen. Was macht man, wenn es hinten nicht läuft? Nach vorn spielen! Und da hatten die Gäste mit Jean Samuel Kodji den "man of the match" in ihren Reihen. Nicht nur wegen seiner Tore war die schwarze Perle der auffälligste und wohl auch der schnellste Spieler auf dem Platz. Fußball ist ein Mannschaftssport, aber ohne ihn hätte die Post heute keinen Punkt geholt.
Weixdorf spielte von Anfang an sehr körperbetont, was die Schiedsrichterin zuließ. Ich saß - wie immer auf dem großen Platz - zwischen beiden Trainerbänken. Da bekam ich natürlich auch mit, wie es verbal zur Sache ging. Lustig bis peinlich, immer engagiert und nie über "der Grenze". Gerade den Schwarzgelben merkte man die Anspannung an. Aber nach dem Spiel gaben sich alle die Hand, so muss das sein. Ein leidenschaftliches Derby, bei dem am Ende kein böses Blut zurückblieb.
Zurück zum Spiel. Die Gastgeber mit Führung, Rückstand, Ausgleich, durchgängig mehr Spielanteilen und einem doppelten Lattentreffer kurz vor der Pause. Eine Führung wäre sicher verdient gewesen. Aber die Defensive bekam Kodji mit der 10 nie in den Griff, der von seinen Mitspielern immer wieder gesucht wurde. So lief Weixdorf plötzlich ein zweites Mal einem Rückstand hinterher. Zweimal fiel der folgende Ausgleich per Kopf nach Flanke von links, womit eine weitere Schwäche der Gäste benannt ist.
Während auf dem Platz beide um den Sieg kämpften, wünschte ich mir nun das Remis. Es gibt einfach Fußballspiele, die haben keinen Verlierer verdient!
Die Kräfte schwanden zusehends, vor allem bei der Post. Der "lucky punch" gelang nicht mehr. Zum Schlusspfiff Jubel in Weixdorf und dezente Freude bei der Post. Ich bin froh, dass ich dabei war! Die 14 Euro für die Eintrittskarte, eine Bratwurst und zwei Cola waren gut investiertes Geld.
Jetzt steht Schiebock2 bei 33 Punkten, die Post und Deutschbaselitz bei je 31. Schiebock hat das schwerste Restprogramm, aber das muss nichts bedeuten. Die beiden 13. der anderen Staffeln haben 26 bzw 27 Punkte. Könnte also sein, alle drei bleiben drin. Damit genug spekuliert, wichtig ist aufm Platz!
Kommende Woche schaue ich mir den Staffelsieger und Aufsteiger in Dohna an.