Haute in der LVZ:
„Ein
Knall”: Kickers Markkleeberg feiert Landesklasse-Meisterschaft und
steigt auf
Markkleeberg. Nach
zwei Jahren sind die Kickers
Markkleeberg zurück
in der Fußball-Sachsenliga.
Dank eines 1:0-Erfolgs beim SV Liebertwolkwitz sind die Herren nicht
mehr von Platz eins der Sachsenklasse
Nord zu
verdrängen. Dieses Kunststück gelang der Truppe von Trainer Tobias
Martin bereits drei Spieltage vor Saisonende - und löste ein großes
Gefühl der Befreiung aus.
„Das
war ein Knall, eine Erlösung. Man hat in den letzten Spielen
gemerkt, dass die Jungs angefangen haben zu überlegen“, sagte
Präsident Jörg Menzel und blickte zart voraus: „Alles ist im
Werden. Aber ich denke, wir haben schon jetzt eine
Landesliga-taugliche Mannschaft. Das zeigt auch die Tabelle
deutlich.“ Dem Vernehmen nach feierte die Truppe anschließend
diese „Deutlichkeit“, die ein wenig an Bundesliga-Primus
FC Bayern München erinnerte, ausgiebig in ihrer Stammkneipe.
Schaulaufen
der Kickers kontra Abstiegsangst
Einziger
sportlicher Makel: Das Team holte den Titel auf des Gegners Platz.
Dafür war es ein kleines Derby im nur neun Kilometer entfernten
„Wolks“. Vor immerhin 111 Zuschauerinnen und Zuschauern
avancierte Leo Morgenstern zum Helden des Tages. Sein goldenes Tor in
Minute 52 sollte das Tor zur Meisterschaft bedeuten. Bei einem
Vorsprung von zehn Punkten auf „Verfolger“ Leipziger
SC sind
die Kickers an den kommenden drei Spieltagen auch theoretisch nicht
mehr einzuholen.
Einen
passenderen Torschützen hätte es zudem kaum geben können.
Morgenstern kam bislang in allen 27 Liga-Partien zum Einsatz,
absolvierte dabei die meisten Einsatzminuten (2388) und erzielte
zusammen mit Franz Xaver Gersöhne die meisten Treffer für die
Kickers (nämlich deren 16). Die nächsten Weichen abseits des Rasens
will der Club am Donnerstag stellen. Dann steht die vom April
verlegte Mitgliederversammlung nebst Vorstandswahl im Kalender.
Für
den Titelträger beginnt derweil das Schaulaufen für den Rest der
Saison. Am anderen Ende der Tabelle sind die Entscheidungen noch
offen. Lediglich Schlusslicht Gröditz steht als Absteiger fest. Zu
den weiteren Abstiegskandidaten gehören der Bornaer
SV,
Motor Wilsdruff, Hartenfels
Torgau und
Fortschritt Lunzenau. Theoretisch könnte es auch noch den SV
Lindenau treffen,
aber da müsste schon sehr viel schieflaufen.
Nach
Lage der Dinge werden insgesamt vier Teams aus der Nordstaffel
absteigen, aber auch hier bleiben Unklarheiten. Schließlich wird es
aus mindestens zwei Kreisoberligen keine Aufsteiger geben. Die Zahl
der Landesklasse-Absteiger könnte sich also reduzieren. Jaja,
manchmal ist Fußball-Mathematik gar nicht so einfach.