• Die Verbände sind doch aber "Dienstleister" der Vereine in Sachen Spielbetrieb, und nicht umgekehrt!

    Und in dem verantwortlichen Gremium, welches die entsprechenden Vorgaben beschließt, dem DFB-Bundestag, haben die Vertreter der Regional- und Landesverbände ihre Sitze, nicht der Vereine (zumindest für den Amateur-Anteil ist das so).

    Dass die Ungleichbehandlung der Regionalliga-Meister ein Problem darstellt bzw. als Ungerechtigkeit betrachtet wird, ist ja nicht neu. Und die entsprechenden Unmutsäußerungen von verschiedenen Vereinen kochten spätestens, wenn die Relegation anstand, immer wieder hoch - die NOFV-Führung, auch Winkler hatten sich dazu dann ja auch öfters in der Öffentlichkeit geäußert, das zieht sich ja nun schon seit Jahren hin. Da der NOFV unsere Vertretung auf höchster DFB-Ebene ist, hätte man eigentlich längst erwarten können, dass der Verband das Problem in die Hand genommen hat, das es schon länger 'ne Arbeitsgruppe o.ä. gibt, die in Zusammenarbeit mit den Vereinen die Vorstellungen, Vorschläge, Erwartungen...koordiniert. Das ist seine Aufgabe!

    So hätte man sich bereits auf wenige, machbare Vorschläge einigen können um in dem Zusammenhang bspw. auch Argumente zu sammeln, mit denen sich die Vertreter der anderen Regionalverbände auseinandersetzen müssten.

    Nun tun aber unsere NOFV-Granden so, als höre man von den Befindlichkeiten das erste Mal und man müsse jetzt bei null beginnen und das Problem angehen, das ist unglaubwürdig.

    Aber wie ich schon mal schrieb, die Ursache ist wohl, dass die kein wirkliches Interesse an einem Direktaufsteiger haben...

  • "....Als Konsequenz werden wir nun gemeinsam mit Vereinen der Regionalliga Nord und Bayern einen Lösungsvorschlag erarbeiten und diesen innerhalb von 3 Wochen einbringen...", siehe Link zur Petition

    Dabei war doch einer SpiO-Meldung erst vor einigen Tagen Folgendes zu entnehmen: "...Eine angestrebte Reduzierung der bisher fünf Regionalligen in Deutschland auf vier Ligen" dürfe "auf keinen Fall zur Folge haben …, dass Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zu einer Liga zusammengefasst werden." Der Norddeutsche Fußballverband erklärte, es gäbe "unseres Wissens … zurzeit keine Aktivtäten seitens der Vereine der Regionalliga Nord der Herren zur aktuellen Aufstiegsregelung..."

    Da bin ich mal gespannt, was dabei herauskommt (wenn dabei überhaupt was herauskommt) 8) Vielleicht eine Neuauflage der 5 Jahre alten Koch-Initiative, siehe Link in der Nach-Koch-Ära zur Auflösung der RL Nordost?


  • ..

    Da bin ich mal gespannt, was dabei herauskommt (wenn dabei überhaupt was herauskommt) 8) Vielleicht eine Neuauflage der 5 Jahre alten Koch-Initiative, siehe Link in der Nach-Koch-Ära zur Auflösung der RL Nordost?


    Das ist doch völliger Unsinn. Denn das ergäbe ja genau die Konstellation, die die von den West- und Südwest-Verbänden durchgesetzte Vorab-Zweiteilung (Bereich GbR Südwest + Westdeutscher Verband einerseits -- Bereich Bayern + NFV + NOFV andererseits) mit der Vergabe von jeweils 2 Aufstiegsplätzen an beide "Bereiche" vorgesehen hat. Wenn das die Absicht der aufbegehrenden Vereine wäre, bräuchten sie nicht mal ansatzweise diesen Terz veranstalten, sie würden beim DFB (und beim WDFV, SWFV und SFV) offene Türen einrennen! Das Votum von Peißen ging aber aus guten Gründen in eine ganz andere Richtung, ich denke schon, dass das Ziel ist, es bei fünf Regionalligen (möglicherweise in leicht verändern Grenzen) zu belassen und den jeweiligen Meistern den direkten Aufstieg zuzugestehen.

  • ...

    Also könnten die 6 Landesverbände aus dem Nordosten zusammen die Einberufung eines außerordentlichen Bundestages erzwingen, aber bestimmt nicht der NOFV alleine!

    Für eine erfolgreiche Initiative zur Einberufung eines außerordentlichen Bundestages hätten die Initatoren zunächst erstmal auch alle nordostdeutschen Landesverbände für ihr Anliegen gewinnen müssen! ...

    Ja und, wo ist da der Widerspruch? Kann man sich doch an allen Fingern abzählen, dass der Entscheidung des NOFV-Präsidiums vom 14. Oktober dann auch die 6 untergeordneten Landesverbände gefolgt wären, ob nun pro oder contra...bei dem teilweise "deckungsgleichen" Personal in den jeweiligen Präsidien;)

  • Das ist doch völliger Unsinn.

    Welchen Sinn sollen denn die Gespräche ausgerechnet mit den Bayern und den Vertretern der RL Nord haben? Etwa nur ein Gedankenaustausch frei nach dem Motto "Gut das wir mal darüber gesprochen haben" und hinterher sowie nichts dabei rauskommt außer Forderungen, die man ohnehin nicht durchsetzen kann?

  • Ja und, wo ist da der Widerspruch? Kann man sich doch an allen Fingern abzählen, dass der Entscheidung des NOFV-Präsidiums vom 14. Oktober dann auch die 6 untergeordneten Landesverbände gefolgt wären, ob nun pro oder contra...bei dem teilweise "deckungsgleichen" Personal in den jeweiligen Präsidien;)

    Zunächst mal müssen Initiativen mit betreffenden Landesverbänden abgesprochen , sprich Meinungsbildungsprozeß intern stattfinden.Danach kann man immer noch sich das Votum des übergeordneten Rgionalverbandes abholen, unabhängig davon, welcher Funktionär woanders auch noch in ähnlicher Funktion aktiv ist. Im vorliegenden Fall wäre dies bereits an Sachsen-Anhalt gescheitert, siehe Statement von Stahlknecht. (Vielleicht auch , weil die Initative zwar von Fairniss sprach, aber konkrete Vorstellungen bezüglich fairer Aufstiegsregelung für alle 5 Regionalligen selbst schuldig blieb.) Kurzum, das Votum des NOFV als eines übergeordneten Verbandes abzuwarten, war da für dessen Gelingen kontraproduktiv zumal dessen übergeordnete Verband wiederum, der DFB, schon vor Längerem erklärt hat, selbst an der bestehenden Aufstiegsregelung keine Veränderungen mehr vornehmen zu wollen, siehe Link zu SpiO

  • Zunächst mal müssen Initiativen mit betreffenden Landesverbänden abgesprochen , sprich Meinungsbildungsprozeß intern stattfinden....

    Was glaubst du denn, wer dir diese "Leseart" abnimmt? Das Problem ist doch nich jetzt gerade erst aufgeblobbt, sondern es besteht schon seit vielen Jahren! In welchem Wolkenkuckucksheim haben die Verbände, ob nun NOFV oder Landesverbände, denn gelebt, wenn sie sich jetzt erst zu einem "Meinungsbildungsprozess" bequemen wollten?

    ...Danach kann man immer noch sich das Votum des übergeordneten Rgionalverbandes abholen, unabhängig davon, welcher Funktionär woanders auch noch in ähnlicher Funktion aktiv ist. Im vorliegenden Fall wäre dies bereits an Sachsen-Anhalt gescheitert, siehe Statement von Stahlknecht. (Vielleicht auch , weil die Initative zwar von Fairniss sprach, aber konkrete Vorstellungen bezüglich fairer Aufstiegsregelung für alle 5 Regionalligen selbst schuldig blieb.) Kurzum, das Votum des NOFV als eines übergeordneten Verbandes abzuwarten, war da für dessen Gelingen kontraproduktiv...

    Nein, der Weg zum Votum für einen außerordentlichen DFB-Bundestag kann genauso gut umgekehrt sein: Der NOFV könnte sich dazu entschließen - dabei sehen, ob man noch mit dem notwendigen zweiten Regionalverband übereinstimmt (da kommt ja objektiv nur der NFV in Frage). Erst dann, falls es erforderlich ist, müsste man den alternativen Weg über die notwendigen 6 Landesverbände gehen. Die Verquickung unserer nordostdeutschen Landesverbände mit dem NOFV ist doch so eng, dass man getrost von einer Übereinstimmung ausgehen kann und eine Zustimmung nur Formsache wäre.

    Konkrete Vorstellungen und Vorschläge für die Umsetzung einer veränderten Aufstiegsregelung gibt es längst (ob nun Aufstiegsrunde aller Meister, modifizierter territorialer Zuschnitt der RL oder "22/5") - dass die NOFV-Führung jetzt von "Schnellschüssen" redet, obwohl das Problem seit Jahren auf den Nägeln brennt, ist pures Ablenkungsmanöver von den eigenen Versäumnissen. Wie ich oben schon schrieb: Der NOFV (meinetwegen in Zusammenarbeit mit entsprechenden Gremien der Landesverbände) hätte schon längst eine Arbeitsgruppe o.ä. in Zusammenarbeit mit den Vereinen die Vorstellungen, Vorschläge, Erwartungen...koordinieren müssen. Dass diesbezüglich offensichtlich nix passiert ist, ist ein katastrophales Versagen unserer Verbände, insbesondere vom NOFV.


    was soll denn heißen "keine Veränderungen mehr vornehmen zu wollen" ? soll das für die nächsten 100 Jahre gelten? und wer ist denn "der DFB" bzw. wer hat diese Aussage getätigt? Die Personen beim DFB werden ja auch mal ausgetauscht, also nicht nur die Präsidenten ;)


    Richtig. Der Beschluss von 2018 war ja nur eine Übergangsregelung und galt bis zur Saison 2022/23. Dieses "keine Veränderungen mehr vornehmen zu wollen" ist der undemokratische Versuch, die Übergangsregelung als Dauerregelung unterzujubeln.

  • Günni,

    du vergisst aber auch zu erwähnen, dass die Vereine und Verbände seit Jahren ergebnislos darüber streiten, wie man das Problem lösen will. Du tust ja gerade so, als gebe es eine mehrheitsfähige Lösung, die von irgendjemandem nur aus bösem Willen nicht umgesetzt wird.

    Bisher hat noch niemand einen Lösungsvorschlag unterbreitet, der auch nur im Ansatz eine Chance hätte, durchgewunken zu werden.

  • Bisher hat noch niemand einen Lösungsvorschlag unterbreitet, der auch nur im Ansatz eine Chance hätte, durchgewunken zu werden.

    Kann man so nicht sagen, es liegen sogar jede Menge Vorschläge in der "Schublade", ich zitiere mal aus DFB.net:

    "Der außerordentliche DFB-Bundestag 2017 hatte eine Ad-hoc-Kommission eingesetzt, der Vertreter aller fünf Regionalliga-Träger, zwei Vertreter der 3. Liga und jeweils ein Vereinsvertreter aus jeder Regionalliga-Staffel angehörten. Auftrag der Kommission war es, eine Reduzierung der Regionalliga auf vier Staffeln zu prüfen, aus denen alle Meister direkt aufsteigen. Zahlreiche Modelle zur Bildung von vier Regionalligen wurden diskutiert und für jeden einsehbar im Internet veröffentlicht. Keines davon wurde von der Arbeitsgruppe als mehrheitsfähig eingestuft.

    Die Ad-hoc-Kommission einigte sich daraufhin ohne Gegenstimme auf den Vorschlag, den Flächenbereich des DFB auf Grundlage der Zahl von Einwohnern, Vereinen und Mitgliedern zunächst in zwei Gebiete (West/Südwest sowie Nord/Nordost/Bayern) aufzuteilen, in denen jeweils zwei Aufsteiger ermittelt werden sollen."

    Bei letzterem sehe ich den Krebsschaden (und wundere mich, dass da auch die Nord- und Nordost-Vertreter zugestimmt haben) eine "Vorab-Aufteilung" macht es definitiv nicht leichter, sondern schwerer, zu einer G e s a m t deutschen Lösung zu finden.

    Das andere Haupthindernis ist dieses Mantra "Mannschaftszahlen", an denen sich die West- und Südwestverbände klammern. Sowie dass im Gegenzug hinten runter fällt, dass im Amateurbereich die Gebietsfläche/Wege zwischen den Spielorten für Vereine eine sehr bedeutsame Rolle spielen.

    Du tust ja gerade so, als gebe es eine mehrheitsfähige Lösung, die von irgendjemandem nur aus bösem Willen nicht umgesetzt wird.

    Aus meiner Sicht gäbe es mit der schon seit Jahren diskutierten Variante "22/5" eine für alle akzeptable Lösung, dies wäre der "mildeste Eingriff". Leider suggerieren die GbR Südwest und WDFV, dass sie bei dieser Lösung wegen ihrer deutlich höheren "Mannschaftszahlen" benachteiligt würden. Schaut man genauer hin, ist das nicht haltbar, aber diese Verbände nutzen eben ihre Stimmenmehrheit im DFB. Auch, weil sich die 3.Ligisten nicht so recht für diese Lösung erwärmen wollen...

    aber dabei denken viele so:

    Günni, du vergisst aber auch zu erwähnen, dass die Vereine und Verbände seit Jahren ergebnislos darüber streiten, wie man das Problem lösen will.

    und gar nicht vorausschauend, denn bspw. im Februar 2019 sprachen sich 19 der 20 Drittligisten für eine Zerschlagung der Regionalliga Nordost aus. Dazu gehören auch Halle, Jena und Zwickau. Nur Energie Cottbus votierte im Rahmen der Diskussion um die künftige Aufstiegsregelung in die 3. Liga dagegen. Jetzt sind sie auf einmal alle für den Erhalt der RL Nordost (was aus meiner Sicht auch richtig ist).

  • was soll denn heißen "keine Veränderungen mehr vornehmen zu wollen" ? soll das für die nächsten 100 Jahre gelten? und wer ist denn "der DFB" bzw. wer hat diese Aussage getätigt? Die Personen beim DFB werden ja auch mal ausgetauscht, also nicht nur die Präsidenten ;)

    Richtig, die Personen in den Funktionen wechseln, aber auch die Machtverhältnisse im DFB, beispielsweise die Stimmenverhältnisse auf einem DFB-Bundestag ?, siehe Link zum Stimmenverhältnis auf dem DFB-Bundestag 2022

  • In welchem Wolkenkuckucksheim haben die Verbände, ob nun NOFV oder Landesverbände, denn gelebt, wenn sie sich jetzt erst zu einem "Meinungsbildungsprozess" bequemen wollten?

    ....


    Richtig. Der Beschluss von 2018 war ja nur eine Übergangsregelung und galt bis zur Saison 2022/23. Dieses "keine Veränderungen mehr vornehmen zu wollen" ist der undemokratische Versuch, die Übergangsregelung als Dauerregelung unterzujubeln.


    Inzwischen hat ja nun der NOFV sein Votum dazu abgegeben. Frei nach dem Motto "Anliegen verstanden aber Unterstützung bei der Einberufung eines außerordentlicher Bundestag (zur Änderung der DFB-Spieordnung) nein.

    Was die Übergangslösung betrifft, das wurde zwar der Öffentlichkeit auch so "verkauft".

    Nur im entsprechenden Paragraphen (§ 55b) der DFB-Spielordnung, siehe Link finde ich bezüglich einer Übergangsregelung und wie es bei deren Auslaufen nach 2022/2023 nun weitergehen soll, dazu nichts...

  • ....

    Nur im entsprechenden Paragraphen (§ 55b) der DFB-Spielordnung, siehe Link finde ich bezüglich einer Übergangsregelung und wie es bei deren Auslaufen nach 2022/2023 nun weitergehen soll, dazu nichts...

    Gehört da so auch nicht rein, die Spielordnung gilt für die aktuelle Saison.

    Man favorisiert offenbar eine Aufstiegsrunde.

    Fände ich nicht so gut. Wäre zeitlich hinsichtlich des Saisonendes problematisch. Und "Meister müssen aufsteigen" wäre damit auch nicht erfüllt.

  • Gehört da so auch nicht rein, die Spielordnung gilt für die aktuelle Saison.

    Fände ich nicht so gut. Wäre zeitlich hinsichtlich des Saisonendes problematisch. Und "Meister müssen aufsteigen" wäre damit auch nicht erfüllt.

    Stimmt, aber vielleicht vom "Westen" akzeptierbar. Andererseits ein Widerspruch zu den eigenen Forderungen. :rolleyes: