• Ich glaube, die wenigsten öffentlichen Stadionbauten rechnen sich. Wenn auf Steuerzahlerkosten gebaut wird, wird es immer sehr teuer und es gibt immer wieder neue Probleme. In Magdeburg müssen nun auch nochmal elf Millionen nachgeschoben werden. Der Bau dort wird sich auch nicht rechnen. In Aue ist die Pacht so niedrig, dass die Umbaukosten wohl niemals wieder reinkommen. Auch das Erfurter Stadion dürfte für den Steuerzahler ein Minusgeschäft sein.


    Und im Westen sieht das kaum anders aus. In Karlsruhe sollen 113,7 Millionen Euro Steuergelder für den Umbau fließen. Wie soll das mit Zweit- oder Drittligafußball gegenfinanziert werden?

    Stadien sind oftmals für die Städte und Gemeinden Prestigeobjekte.Da wird nicht so genau hingeschaut.

  • Ich glaube, die wenigsten öffentlichen Stadionbauten rechnen sich. Wenn auf Steuerzahlerkosten gebaut wird, wird es immer sehr teuer und es gibt immer wieder neue Probleme. In Magdeburg müssen nun auch nochmal elf Millionen nachgeschoben werden. Der Bau dort wird sich auch nicht rechnen. In Aue ist die Pacht so niedrig, dass die Umbaukosten wohl niemals wieder reinkommen. Auch das Erfurter Stadion dürfte für den Steuerzahler ein Minusgeschäft sein.


    Und im Westen sieht das kaum anders aus. In Karlsruhe sollen 113,7 Millionen Euro Steuergelder für den Umbau fließen. Wie soll das mit Zweit- oder Drittligafußball gegenfinanziert werden?

    Stadien sind oftmals für die Städte und Gemeinden Prestigeobjekte.Da wird nicht so genau hingeschaut.

    Bei Dritt- und erst recht bei Viertligisten werden die Kommunen sicherlich kein Geschäft machen, falls sie selbst das Stadion zur Verfügung stellen!

    Sind die Stadien aber Eigentum der betreffenden Vereine, haben diese nach Um-- bzw. Neubau vielfach Probleme, die aufgenommenen Kredite auch zu tilgen.

    Kurzum, es sind eben nicht nur rein sportliche Günde, weshalb ehemalige Erst- und Zweitligisten so schnell wie möglich eine Rückkehr in eine höhere Spielklasse anstreben


    Dagegen rechnet es sich für für die öffentliche Hand bei Kommunen mit Erst- und Zweitligisten allemal, wie schon vor einigen Jahren nachgewiesen wurde, siehe

    https://www.dfl.de/dfl/files/McKinsey_2010.pdf


    .

  • Auch in Liga 1 und 2 können nur wenige Stadien wirtschaftlich betrieben werden. Bspw. haben ja Dresden und Kaiserslautern teilweise 6- und 7-stellige Beträge pro Saison (!) als Zuschuss/Nachlass gewährt, damit die Vereine nicht pleite gehen.


    Unterm Strich sind einfach viele technische und infrastrukturelle Anforderungen der Verbände fragwürdig. Wieso muss denn bspw. die Anzahl der überdachten Plätze und Sitzplätze festgelegt werden? Eine Mindestanzahl von wenigen Hundert OK, aber so wie es jetzt ist macht es gar keinen Sinn. Wenn die Fans eines Vereins auch triefend nass im Dauerregen im Stadion stehen, ja warum denn nicht?


    Gleiches gilt für die organisatorischen Anforderungen, Bei uns hat sich im neuen Stadion der Zuschauerschnitt (ganz grob) verdoppelt, die Anzahl von Sicherheitsdienstmitarbeitern und Ordnern ist jedoch um ein vielfaches gestiegen (und damit auch überproportional die Ausgaben dafür).

    Was da für ein Unsinn rauskommt kann man häufig auch bei nicht ausverkauften internationalen Spielen sehen. Da sitzen Ordner im Innenraum mit Blickrichtung Tribünen, die komplett leer sind. Einfach nur, weil es Vorschrift ist. Fürn Arsch!

    Dies ist nicht für RTL, ZDF und Premiere, ist nicht für die Sponsoren oder die Funktionäre, nicht für Medienmogule und Ölmilliardäre!

  • Dagegen rechnet es sich für für die öffentliche Hand bei Kommunen mit Erst- und Zweitligisten allemal, wie schon vor einigen Jahren nachgewiesen wurde, siehe

    https://www.dfl.de/dfl/files/McKinsey_2010.pdf

    Wobei die Studie mit Sicherheit im Sinne des Auftraggebers entstand. Die kam ja damals raus, als es um die Finanzierung der Polizeieinsätze ging und sollte darstellen, wie wichtig die Bundesliga als Einnahmequelle ist. Für die Bundesliga mit Sicherheit richtig, darunter habe ich aber Zweifel.

    Auch in Liga 1 und 2 können nur wenige Stadien wirtschaftlich betrieben werden. Bspw. haben ja Dresden und Kaiserslautern teilweise 6- und 7-stellige Beträge pro Saison (!) als Zuschuss/Nachlass gewährt, damit die Vereine nicht pleite gehen.

    Auch in Regensburg plant die Stadt für ihren über 50 Millionen Euro teuren Bau mit einem jährlichen Defizit von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro. Die modernen Stadien machen nur in der ersten Bundesliga mit höheren Zuschauerzahlen und höheren Eintrittspreisen Sinn. Darunter können die kaum wirtschaftlich betrieben werden. Da werden überall ordentlich Steuergelder verbraten, die vielleicht im Breitensport besser angelegt wären.

  • Nach den Abgängen von Baumgart (erwartet) und Breitfelder (überraschend; folgt Trainer Mauksch, bei dem er in der Rückrunde in Fürstenwalde RL spielte) sind mit Frahn, Grote und Scheffel (hat wohl noch keinen Vertrag, soll nach seiner Reha ins Training einsteigen und dann wird man sehen...) gerade mal noch DREI Spieler aus dem letztjährigen Kader übrig. Es war ja ein großer Umbruch zu erwarten, aber das sprengt irgendwie alle Grenzen...


    Mit den 4 aufrückenden A-Junioren hat man jetzt einen Kader mit 18 Spielern, es sollen noch etwa 4 Leute kommen, darunter ein Torwart. Nach dem Aderlass hätte ich nicht damit gerechnet, dass man zum Trainingsauftakt schon fast den ganzen Kader zusammen hat.

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  • Ja, kann man. Bzw. kann das nur die Gläubigerversammlung oder das zuständige Insolvenzgericht. Wenn die Arbeit als nicht zufriedenstellend eingestuft wird, das Vertrauensverhältnis gestört ist und sowas in der Art.

    Das Gericht selbst macht es wohl fast nie, als muss man auf die Gläubigerversammlung hoffen, wenn man das will.

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  • So, folgende Dinge von der heutigen Gläubigerversammlung:


    1) Der Insolvenzverwalter wurde nicht abgewählt - nachdem Trainer Bergner (der auf dieser Veranstaltung eigentlich gar nichts zu suchen hatte) mit Rücktritt drohte.
    Feiner Kerl, der Herr B. Erpressung als Mittel der Wahl. Hat außerdem vergessen, dass er beim Verein angestellt ist, und nicht beim IV... (oder gibt es da etwa nichtöffentliche Nebenabreden - würde einen auch nicht wundern...)


    2) Die Gläubiger haben dem Verfahren prinzipiell zugestimmt, daher ist eine Vereinsauflösung vom Tisch.


    3) Die Ausgliederung wurde ebenfalls beschlossen.*

    *Allerdings ist das noch nicht ganz durch. Die Stimmen der Gläubiger werden mit ihren Ansprüchen gewichtet (also wer mehr Schulden hat, hat mehr Einfluss). Dem bisherigen Hauptgläubiger wurden über 90% seiner Forderungen gestrichen (bzw. anders bewertet) - da dieser gegen die Ausgliederung stimmte, wäre bei seinen vollen Stimmanteilen die Entscheidung anders ausgefallen. Und er klagt auf Beachtung seiner vollen Forderungen - stimmt dem Gericht (wann auch immer) dem zu, wäre die Ausgliederung erst mal wieder vom Tisch...

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  • Er hat mit dem CFC und auch der Stadt nichts zu tun. Es seine Arbeit, nicht mehr und nicht weniger.

    Und eine Ausgliederung gilt ja heute als Allheilmittel. Bisher hat er aber weder sein Konzept vorgestellt wie die laufen soll, noch gibt es eine Aussage dazu, wer eigentlich mit Millionen bei einem Viertligisten einsteigen will.


    Soweit offiziell. Die teilweise dubiosen Methoden lassen jedoch die Vermutung zu, dass da im Hintergrund noch was anderes läuft...

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  • Bei solch einem Thema kann man nur erahnen, dass da im Hintergrund jemand mitwirkt, der schon längst eine neue Struktur schaffen wollte und nun seine Chance sieht. Weil für den IV an sich, ist das viel Arbeit, die mit seinem eigentlichen Auftrag gar nichts zu hat. Vielleicht will da ja dann jemand ganz billig an 49 Prozent der Anteile kommen und der IV lässt sich dafür feiern, dass er noch an etwas Geld gekommen ist und damit eine gute Quote erzielt hat. Die ganze Insolvenz sah eh schon sehr geplant aus.

  • "Sehr geplant" war da garnichts. Die alten Verantwortlichen haben sich die Zahlen schöngerechnet, und die (seit letztem Winter) neuen Verantwortlichen haben das ganz anders eingeschätzt und Insolvenz angemeldet. Die konnten das nicht anders verantworten.

    Übrigens: diejenigen, die die Insolvenz angemeldet haben sind Bauch und Georgie - welche jetzt vom IV öffentlich mit Dreck beschmissen werden. Das war so sicher nciht geplant.

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  • ...

    3) Die Ausgliederung wurde ebenfalls beschlossen.*

    *Allerdings ist das noch nicht ganz durch. Die Stimmen der Gläubiger werden mit ihren Ansprüchen gewichtet (also wer mehr Schulden hat, hat mehr Einfluss). Dem bisherigen Hauptgläubiger wurden über 90% seiner Forderungen gestrichen (bzw. anders bewertet) - da dieser gegen die Ausgliederung stimmte, wäre bei seinen vollen Stimmanteilen die Entscheidung anders ausgefallen. Und er klagt auf Beachtung seiner vollen Forderungen - stimmt dem Gericht (wann auch immer) dem zu, wäre die Ausgliederung erst mal wieder vom Tisch...

    Die Entscheidung fiel bereits heute. Das Gericht bestätigte die Sichtweise des IV zum geringen Schuldenwert des (bis dahin) Hauptgläubigers. Demnach ist auch die Entscheidung zur Ausgliederung so gültig.


    Mittlerweile ist durchgesickert, dass wohl nicht ein großer Investor einsteigen soll, sondern es verschiedene kleinere gibt. Welche, die bisher schon als Sponsor dabei waren. Und wenn die Regenbogenpresse mit den durchgesteckten Infos richtig liegt sind darunter auch welche, die (durch Sitze in vorherigen Aufsichtsräten und Vorständen) erhebliche Mitschuld an der Finanzmisere des CFC haben. Warum ausgerechnet die jetzt alles zum Guten wenden sollen, ist schleierhaft.

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