Sportwelt und Kölmel

  • Das Insolvenzverfahren gegen die Sportwelt GmbH von Dr. Michael Kölmel ist vor dem Amtsgericht Weilheim eingestellt wurden, da keine Zahlungsunfähigkeit droht. Da ja einige Vereine unserer Region bei der Sportwelt unter Vertrag stehen, würde mich interessieren was das für diese bedeutet und ob jemand im Netz weitere Informationen zu dem Vorgang gefunden hat.

  • Weder in der Dresdner Presse noch auf den Dynamoseiten finde ich
    aussagekräftige Infos.
    Vermutlich wird es so sein, daß alles so bleibt, wie es war.
    Also auf DD bezogen, man bleibt auch weiterhin der Schuldner von Kölmel.
    Vor der Zweitligasaison benötigte man von diesem ja auch
    eine Rangrücktrittserklärung betreffs der Außenstände...


    Der Bericht in der "Sächsischen Zeitung" von heute ist auch
    völlig nichtssagend und erwähnt nur einige Vereine welche Verträge
    mit Kölmel haben, ohne auf Konsequenzen einzugehen.


    "...Das Insolvenzverfahren gegen die Sportwelt GmbH ist vom Amtsgericht Weilheim aufgehoben worden. In der Begründung steht unter anderem, dass dem Unternehmen keine Zahlungsunfähigkeit drohe. Gegen die Sportwelt GmbH um Kinowelt-Chef Michael Kölmel war 2002 ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Kölmel-Berater Otto Schlörb bestätigte nun den Abschluss des Verfahrens. 14 deutsche Klubs hatten Finanzspritzen in Millionen-Höhe erhalten und im Gegenzug ihre Vermarktungsrechte abgetreten. Zu den Partnern gehörten beispielsweise Borussia Mönchengladbach, Dynamo Dresden, Union Berlin, der VfB Leipzig, der FC Sachsen Leipzig, Waldhof Mannheim, Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf...."


    Quelle:
    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=716686

  • Zitat

    Original von Per-Oehr
    Der Bericht in der "Sächsischen Zeitung" von heute "...Zu den Partnern gehörten beispielsweise Borussia Mönchengladbach, Dynamo Dresden, Union Berlin, der VfB Leipzig, der FC Sachsen Leipzig, Waldhof Mannheim, Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf...."
    Quelle:
    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=716686


    Da hat der Autor wohl in drei Jahre alten Online-Artikeln recherchiert. Selbst in Dresden sollte angekommen sein, dass der VfB Leipzig nicht mehr existiert. Der FC Sachsen Leipzig ist auch nicht mehr Partner der Stadionwelt und mit Frau Kölmel nur indirekt über das Stadion "verbunden". Über die anderen Vereine kann ich nichts sagen, aber der Artikel ist ja wohl mehr als schlecht recherchiert.

  • Laut Süddeutscher Zeitung von heute haben noch 10 Vereine Abkommen mit der Sportwelt. Mit denen will Kölmel reden, da Sportwelt in der Regel 10 % der TV-Erlöse zustünden.
    In Essen und Düsseldorf dürfte er wohl auch die Stadien vermarkten.


    Im übrigen hätten Union Berlin, Fortuna Düsseldorf, RW Essen und Dynamo Dresden noch 20 Millionen Euro Schulden bei der Sportwelt!
    Kölmel werde aber einen "Teufel tun" diese Vereine in Bedrängnis bringen sondern setzt auf gütliche Einigung. "Ich sehe mich als Partner der Klubs!"



    Interessant finde ich, dass auch Union Schulden bei Sportwelt haben soll, da es bisher immer im Forum hies, dass er nur privat Gelder reingesteckt habe! Dieses Märchen scheint damit ad Acta gelegt zu sein!

    100% Anti DFB
    100% für den "modernen" Amateurfussball!

  • Zitat

    Original von Rolex
    Interessant finde ich, dass auch Union Schulden bei Sportwelt haben soll, da es bisher immer im Forum hies, dass er nur privat Gelder reingesteckt habe! Dieses Märchen scheint damit ad Acta gelegt zu sein!


    Zwecks Märchen: Bitte zitiere mir hierzu ein paar seriöse Quellen, welche deine Aussage unterstützen könnte. Danke.


  • Erstens wäre es eigentlich egal ob das Geld von der Sportwelt oder direkt von Herrn Kölmel kam, denn es ist ja ein und die selbe Person und er ist es ja auch der es zurückbekommt und Zweitens ist auch Geld während der Insolvenz der Sportwelt zu einigen Vereinen wie dem KSC und Union geflossen, was nicht dafür spricht das es direkt von der Sportwelt kam. Außerdem hat Kölmel vor und während der Insolvenz alle wichtigen Sachen seiner Frau oder guten Bekannten überschrieben. So liegt das Zentralstadion und die Verträge mit Union wohl bei Frau Kölmel und die Verträge mit Dynamo Dresden bei der MB Fußballbeteiligungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH des Kölmel Freundes Matthias Bick.

  • Den Namen Kölmel kann man langsam echt nicht mehr hören!Schulden,Kredite,Knast......jeder andere wäre schon längst von der Bildfläche verschwunden.Aber wo Geld mal war da kommt auch wieder was hin,eigentlich unbegreiflich.Und sein Bruder noch dazu.... :nein:

    In dieser schönen Stadt, ist kein Platz, für nullende Bullen aus Österreich !

  • DNN (www.dnn.de) meldet:


    "Zentralstadion Leipzig: Kölmel auf dem Rückzug


    Leipzig. Das Fußball-Imperium des Michael Kölmel befindet sich auf dem Rückzug. Der Kinoweltchef bestätigte Gespräche über den Verkauf des Leipziger Stadions für die Fußball-WM 2006. Außerdem räumte er ein, dass seine Sportwelt nach gerade aufgehobenem Insolvenzverfahren bei einigen der 10 Partnervereine möglicherweise bestimmte Rechte abgibt. Die Zauberformel könnte in beiden Fällen Konzentration auf sein eigentliches Kerngeschäft, den Medienbereich mit Rechten für TV oder Internet, lauten. Die grundsätzliche Zusammenarbeit mit Traditionsvereinen wie Dynamo Dresden oder Karlsruher SC will Kölmel angeblich langfristig fortsetzen. Bis zur nächsten Saison werde sich das Unternehmen gegenüber den Partnervereinen positionieren, sagte er dem Sportinformationsdienst (sid).


    Bei Dynamo ist man indes nicht an einer weiteren Zusammenarbeit auf der bestehenden Grundlage interessiert und muss, nachdem die insgeheim erhoffte Auflösung der Sportwelt von Kölmel abgewendet werden konnte, eine andere Strategie verfolgen. "Ich bin verhalten optimistisch, dass es eine gütliche Einigung über die Auflösung der Verträge geben wird. Die Frage ist nur, was uns das kostet", sagt Aufsichtsratsvize Peter Tauber. Die Vorstellungen der beteiligten Parteien und Anwälte gingen darüber weit auseinander, wenngleich konkrete Vergleichsangebote noch nicht auf dem Tisch lägen, so der Banker. Klar ist für ihn: "Das Märchen, dass das zum Nulltarif geht, glaube ich nicht."


    Es gebe zwar durchaus Angriffspunkte, die für Dynamo sprechen, gleichwohl seien die Verträge "in Teilen rechtsgültig". Um aus denen möglichst kostengünstig herauszukommen, hat der Verein die auf Insolvenzrecht spezialisierte und weltweit zu den größten gehörende Anwaltskanzlei White & Case beauftragt. Mitarbeiter der Dresdner Filiale auf der Königstraße vertreten den Verein als Sponsorenleistung kostenlos. Dynamo-Präsident Jochen Rudi ist angesichts der Arbeit der eigenen Anwälte und der Entwicklung bei Kölmel guten Mutes, dass es "vielleicht im Januar Spruchreifes" gibt. Kölmel dürfte schon deswegen ein Interesse an einer baldigen Lösung haben, weil er auch mit dem Abstieg der Schwarz-Gelben rechnen muss. In der Regionalliga kann er bis zum Sankt Nimmerleinstag auf Rückzahlung seines 5-Millionen-Euro-Darlehens warten. Samt aufgelaufener Zinsen (laut Tauber jährlich um die 6 Prozent) steht der Tabellen-16. der Zweiten Liga mit rund 6 Millionen Euro in der Kreide.


    Unterdessen scheint eine Trennung Kölmels, der die Firmen Kinowelt und Sportwelt künftig vollständig separat führen will, von dem 116 Millionen Euro teuren Leipziger Zentralstadion gut möglich. "Wenn der Preis in Ordnung ist und die Stadt zustimmt, dann ist ein Verkauf nicht ausgeschlossen", sagte Kölmel. Es würde mehrere Interessenten geben, zu denen auch der Düsseldorfer Multi-Unternehmer Gerald Wagener gehört. Denkbar sei auch ein Verkauf des Objektes und das Einbehalten bestimmter Vermarktungsrechte.

  • Zitat

    Original von Rolex
    Interessant finde ich, dass auch Union Schulden bei Sportwelt haben soll, da es bisher immer im Forum hies, dass er nur privat Gelder reingesteckt habe! Dieses Märchen scheint damit ad Acta gelegt zu sein!


    Hier ein Artikel in dem steht das Union keine Verträge mit der Sportwelt hat.
    http://www.tagesspiegel.de/spo…3.11.2004/1475980.asp#art
    Aber trotzdem sind noch neun Millionen bei Kölmel offen und damit ist es auch egal ob nun Sportwelt oder eine andere Kölmel Quelle. :cool:

  • Der Herr Kölmel hat es geschafft nicht nur einen deutschen Fußballclub in den Ruin zu stürzen. Soweit ich informiert bin knabbert ja selbst Rot -Weiß Erfurt noch an den Schulden, für die der Mann verantwortlich war. :nein: :evil: :boese:

    Die Gesinnung wechselt von Tag zu Tag – den Fußball trägt man ewig im Herzen!

  • Zitat

    Original von Toni
    Der Herr Kölmel hat es geschafft nicht nur einen deutschen Fußballclub in den Ruin zu stürzen. Soweit ich informiert bin knabbert ja selbst Rot -Weiß Erfurt noch an den Schulden, für die der Mann verantwortlich war. :nein: :evil: :boese:


    In erster Linie hat er aber Geld gegeben, welches dann von den Vereinen zum Fenster rausgeworfen wurde.

  • Ohne Kölmel wären einige Vereine (mir fallen auf Anhieb gleich mal 3 ein) , sang- und klanglos im Ruin verschwunden - damals galt ja noch das alte Insolvenzrecht.

    Which side are you on?
    Will you be a lousy scab or will you be a man?
    Don't scab for the bosses don't listen to their lies
    us poor folks haven't got a chance unless we organize.

  • Wenn man sich die Höhe der ausgezahlten Gelder damals anguckt, dann ist das schon verwunderlich, das er das ganze Geld damals ohne Kontrolle diesen wirtschaftlich unbedarften Vereinsmeiern (zumeist ex-Fußballer auf Gnadenbrot) überlassen hat.


    Was ausgerechnet die Erfurter Putzis angeht, da haben die sich damals geradezu danach gedrängelt noch auf den angeblich so profitablen Kölmel Zug aufzuspringen (schon aus Angst Jena könnte finanziell enteilen). Am Ende haben aber kaum noch was abbekommen und hatten mit Kölmel noch am wenigsten zu tun (man hatte ja immer das Land im Rücken, das war stehts zuverlässiger).


    Kölmel ist bei keinem Verein "für die Schulden verantwortlich". Er hat völlig abgewirtschafteten Vereinen, die (fast) alle kurz vor dem Bankrott standen, die letzte Chance in Form von Krediten geboten, die sonst keine Bank mehr gegeben hätte und das zu dermassen weichen Rückzahlbedingungen, das ich mich sowieso wundere warum man dem Mann (bzW. seinen Firmen) jetzt patzig kommt, wenn er mal vorsichtig versucht einen Bruchteil des Geldes zurückzubekommen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Iwan ()

  • Den Fehler den man Herrn Kölmel ankreiden muss, ist das er zuviel Geld unkontrolliert in die Vereine gesteckt hat. Es wäre besser gewesen wenn er sich auf ein, zwei Vereine konzentriert hätte. So wird er wohl 80 Prozent seines Geldes nie wieder sehen und der Verlust eines zweistelligen Millionenbetrags wird auch ihn schmerzen.