Landespokal 2019/20

  • Mitgliedschaft im "Simon-Esser-Fanclub":D:D:D ...und ich dachte, die Kilometerfräse is hier für die Gags zuständig:lach::lach::lach:

    Simon schien nach der für ihn wohl etwas überraschend frühen Geburt seiner Tochter (siehe #38 im Fred Landesklasse Mitte 2019/20 Landesklasse Mitte, Saison 2019/2020 ) wie beflügelt.:schal2:

    Also das "schwergewichtig" nimmste bitte zurück, mei lieber Steffen.:knuddel:

  • Ich habe geschrieben "schwergewichtig wirkend". So wie er den einen Ball kurz vor der Pause mit einem Armreflex über die Latte lenkte - das geht nur, wenn jede Faser des Körpers durchtrainiert ist!

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • Das frühe Pokalaus oder die Alexandr Pirogov Show


    Königswarthaer SV - Stahl Riesa 3:2 (1:1)


    1:0 Ralf Marrack (7.)

    1:1 Franz Josef Zech (9.)

    2:1 Roman Brückner (53.)

    2:2 Philipp Schröter (73.)

    3:2 Roman Brückner (75.)


    Zuschauer :150


    Das erste Pflichtspiel der Saison führte uns ins ländliche Königswartha und sollte ein Gradmesser für die neue Saison sein. Dieser Test ging allerdings, in einer Mischung von eigenen Unzulänglichkeiten und einer äußerst zweifelhaften Schiedsrichterleistung, schief.

    Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde von der heimischen Baustelle gescheucht und los ging's über die Autobahnen.Richtung Westlausitz. Das Stadion an der Winze liegt günstigerweise gleich am Ortseingang und ist eine große Anlage mit 3 Plätzen, wobei der Hauptplatz idyllisch von Bäumen gesäumt wird.

    Die Gastgeber sind in die Landesklasse Ost aufgestiegen und strotzen nur so an Erfahrung. Mirko Soltau, Ralf Marrack, Roman Brückner und Felix Rehor sind Namen die man auch aus höheren regionalen Ligen kennt.

    Stahl dagegen wieder mit einer jungen Mannschaft, vermutlich die jüngste aller Sachsenligist.

    Trainer Andreas Pach ließ von Beginn an hinten mit Dreierkette spielen und eh die sich richtig gefunden hatte, konnte Marrack die Führung erzielen. Stahl nur kurz geschockt erzielte kurz darauf, durch F.J. Zech den Ausgleich. Da die Gastgeber sehr ehrgeizig waren, entwickelte sich ein sehr kampfbetontes Spiel das letztendlich einen entscheidenden Akteur hatte..... Schiri Alexandr Pirogov.

    Ich beschwere mich selten über die Unparteiischen, doch die gestrige Leistung bekäme von mir die Schulnote 7.

    Stahl spielte nach dem Ausgleich ruhig weiter, es mangelte aber an klaren Aktionen mach vorn. Nach 27 Minuten zeigte Pirogov auf den Elfmeterpunkt. Goldi hatte beim Abwehrversuch an der Strafraumgrenze einen Stürmer im Gesicht berührt und der war schreiend zu Boden gegangen. Ganz verkehrt war der Strafstoß nicht, wie heißt es so schön: Den kann man geben. Goldi hielt allerdings den schwachen Schuss von Manuel Schiedun. Gelb gab's übrigens nicht! Jedoch hatten wir ein gutes Gefühl, da man der routinierten Königswarthaer Elf das Tempo des Spiels anmerkte und wir zuversichtlich waren, sie nach der Pause müde zu spielen.

    Zunehmend mussten sie sich mit Fouls helfen, die aber nur bei äußerst deutlichen Ausführung mit :gelbekarte: bestraft wurden. Unser neuer Abwehrchef Florian Klengel sah dagegen eine für ein relativ harmloses Foul . Dann kam Minute 44. Florian Klengel schlägt am eigenen Strafraum einen Ball vor dem anstürmenden Königswarthaer Stürmer weg und der rennt dann in Florians Bein. Nebenbei windet er sich, als drohe die sofortige Amputation seines Fußes. Das ganze fand 10 Meter vor mir statt und er war klar als erster am Ball. Selbigen hat er auch getroffen, aber Herr Pirogov zog zur Überraschung der Stahlfans erneut :gelbekarte: und damit :gelbekarte::rotekarte:.

    Damit musste Stahl den Rest in Unterzahl spielen und Trainer Pach brachte mit Dennis Scholtissek einen weiteren Neuzugang für die Abwehr. Dafür musste mit Leo Schreiber ein Stürmer weichen. Dummerweise fing man sich nach 7 Minuten in Hälfte 2 noch das 1:2 durch Roman Brückner, so daß man nun auch noch unbedingt 2 x in Unterzahl treffen musste. Königswartha dagegen, nun mit dem einen Mann mehr, konnte die Räume verengen und Pirogov ließ es zu dass sie fast jeden Angriff mit kleinen nicklichen Fouls unterbinden konnten. Nach vorn passierte bei den Gastgebern nicht mehr viel, da die Kräfte dann doch nachließen und man dankbar jeden Körperkontakt annahm, um den Platz, mit Schirihilfe in eine Liegewiese zu verwandeln. Andersherum hatte Pirogov dagegen die Scheuklappen auf und pfiff selbst klarste Fouls nicht.

    Schließlich war es Philipp Schröter, der mit einem unwiderstehlichen Antritt über links davonzog und Christian Adler im Königswarthaer Tor überwand. Zwei Minuten später dann erneut Philipp über links und Manuel Schiedun räumt ihn auf Strafraumhöhe rustikal ab. Sicher trifft er auch den Ball mit, aber in der Ausführung wesentlich heftiger als das Foul von Florian Klengel, dass zu seinem Platzverweis führte. Was macht Pirogov????? Er gibt Abstoß. Philipp muss sogar draußen behandelt werden und so kann Roman Brückner gegen in doppelter Unterzahl spielende Stahler die erneute Führung erzielen. Fast im Gegenzug hätte Karl Ludwig Zech mit einem Kopfball den erneuten Ausgleich erzielen können, doch er köpfte knapp links vorbei.

    Danach eskaliert das Ganze zunehmend und Pirogov entgleited das Spiel. Stahl allerdings auch nicht besonders einfallsreich, versuchte es zu oft, mit der Brechstange, durch die Mitte. Dort standen die Gastgeber massiert und traten auf alles was sich bewegte. Karten bekamen sie deswegen.noch lange nicht. Immer wieder ließ er sich von den Gastgebern belatschern und ließ die Karten stecken und alle 4 Vorbelasteten schafften es bis zum Schlusspfiff. Darunter Ralf Marrack mit :gelbekarte: und mindestens 3 Ermahnungen.

    Stahl warf alles nach vorn, brachte sogar noch den alten Mann, aber der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.


    Fazit: Die Pokalsaison ist vorbei!! (das Tag der Sachsen Wochenende damit frei).

    Herr Pirogov hat es auf meiner schwarzen Liste der Schiris, locker auf den 2. Platz hinter dem souverän führenden Jens Rohland, geschafft.

    Eine andere Erkenntnis ist, dass es vermutlich wieder eine schwere Saison wird und es solche Spiele wie gestern öfters geben kann. Da heißt es für die jungen Spieler schnell zu lernen und die Fehler zu minimieren.


    Bilder gibt's hier....

    http://www.tiloschneider66.de/saison-2019-2020.html

    ...und ich muss nicht immer mit drauf sein :versteck:



    :schal1: :schal1: :support: :schal1: :schal1:


  • Obwohl der Punktspielstart der LK Mitte noch eine Woche hin ist, hat die Kilometerfräse, wenn man Spartak Trnava gg SKF Sered mitzählt, in dieser Saison schon unfassbare 7(!!!!!!!) Spiele:verweis:, davon 4 neue Grounds gesehen. Heute kam Lunzenau dazu.:thumbup:



    SV Fortschritt Lunzenau - SG Motor Wilsdruff 0:4 (0:2)


    Eintritt 3,50€, 116 Zuschauer, 29 Grad, Sonne, trocken, gefühlt 100 Biersorten am Kiosk, Weizen 2,50€



    Ich konnte ja leider nicht zum Mittelsachsenpokalfinale (Lunzenau - Lichtenberg 1:2, 655 Zuschauer) vor Ort sein, deshalb bin ich heute mal zur 1. Sachsenpokalrunde hingepilgert.
    Mit kühlem Weizen ausgestattet suchte ich mir ein gutes Plätzchen, da wurde ich vom Wilsdruffer Edelfan und seinem Kumpel erkannt. Beide waren gestern am Trassenweg die Budissa begutachten. Sie waren ob der Kulisse und Stimmung hellauf begeistert und beantragten - wie Steffen - die Mitgliedschaft im "Simon-Esser-Club":schal2::D

    Zudem zeigten sie sich angesichts der dürftigen Vorstellung von Budissa zufrieden, dass ihre Motoren schon recht früh in der Saison gg Bautzen spielen, bevor sich der neu zusammengestellte Kader des Gegners findet und in Form kommt. Nach dem Spiel und einer noch dürtigeren Vorstellung ihrer eigenen Mannschaft im Vgl. zu Bautzen waren sie sich dessen nicht mehr ganz so sicher.:wacko:;)

    Zum Spiel:

    Der Favorit sofort dominant und spielbestimmend, aber bereits nach 9min und der :gelbekarte: (ich glaube gg den 8er Hille) wars vorbei mit der Wilsdruffer Herrlichkeit. Lunzenau wurde immer mutiger, spielte frech nach vorn und hätte nach 11min in Führung gehen müssen, aber der 27er Petko verzog freistehend. Wilsdruff wollte die Kontrolle über das Spiel haben, machte es sich aber selber schwer. Fast nur über links, Ballverluste durch zu späte Abspiele und z. T. haarsträubende Fehlpässe. :thumbdown:

    Als dann in der 30.Min endlich mal über rechts gespielt und geflankt wurde, konnte der 13er Hartung den zweiten Ball zum 0:1 versenken. 10min später erhöht der selbe Spieler auf 0:2 - Halbzeit.


    Mit der Einwechslung von 17er Morgenstern kam bei Wilsdruff nochmal etwas Struktur ins Spiel. Ein Angriff über 3 Stationen (weiter Ball auf Morgenstern, präzise Flanke auf Stührenberg) brachte das vorentscheidende 0:3. Dem ebenfalls eingewechselten 19er Wollmann gelang 10min vor Schluss der 0:4-Endstand.:schal4:


    Fazit:

    Ähnliches Spiel wie gestern Lichtenberg - Bautzen (Steffen wollte glaubich heut ahmd noch n Bericht reinstellen:gruebel:). Beide Male hat der haushohe Favorit richtig schlecht gespielt. Der Unterschied heute bestand darin, dass Wilsdruff seine Chancen genutzt hat (oder Lunzenau eben keinen Simon Esser hatte:D). Trotzdem wurden die sympathischen Gastgeber nach Abpfiff mit viel Beifall bedacht.:support: Aber Wilsdruff muss ich echt strecken in der Landesliga.:huh:

  • Uff. Wer viel unterwegs war, darf/ muss dann auch viel schreiben. Also hier mein Wochenendbericht. Wie immer ganz subjektiv mit einigen Abschnitten, wo es weniger um Fußball geht.


    Am Sonnabend ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt, nebenbei snooker geschaut. Kurz nach 11 ging es dann zuhause los. Nach Freiberg mit dem "Bummelzug", der war fast leer - während der Schnellzug davor (und wohl auch noch der danach) fest in schwarzgelber Hand war. Aber ich wollte nicht nach Zwickau (mein 250. Dynamo-Auswärtsspiel soll es im November in Stuttgart oder Hamburg geben), sondern ins beschauliche Lichtenberg. Bevor ich in den Triebwagen dahin einstieg, noch kurz nachgeschaut, ob mein Freund Otto der Reiche noch am Freiberger Obermarkt steht. Ja, das tut er. Was er wohl über die vielen Wahlplakate rundherum denken würde? Otto brauchte keine Parteien, er hatte aber zumindest einige Berater. Und wenn man Sabine Ebert Glauben schenkt, war seine Frau Hedwig eine der klügsten davon. Damals klappte es offenbar noch zwischen dem "Sachsen" und der "Preußin".

    Nach einem halbstündigen Fußmarsch kam ich am Trassenweg an, wo mich zuerst Gunther und dann Kilometerfräse freudig begrüßten. Letzterer spendierte Eintritt, Bratwurst und Cola. Das gibt wieder mal ne Revanche in Copitz!

    Das Wetter freundlich, keine Hitze, vereinzelt sogar ein paar Regentropfen. Die Zuschauerzahl schätzte ich auf etwa 250, es waren offiziell 245. Ich sah nur eine Handvoll bekannte Bautzner Gesichter darunter. Für die Fanszene war nach jahrelangen Fahrten Richtung Fürstenwalde, Halberstadt oder Meuselwitz der Weg ins Gebirge dann wohl doch etwas zu weit? Na, ich denke, zum Landesligaauftakt in Neustadt und kurz darauf in Copitz werden reichlich Budissen vor Ort sein.


    Das Pokalspiel hatte jedenfalls einen eindeutigen Favoriten - und nahm einen unerwarteten Verlauf mit einem denkbar knappen Ausgang:


    SV Lichtenberg - Budissa Bautzen 1 : 2 (1:1, 0:0) nV


    0:1/46. Hagemann. 1:1/84. Gronwaldt. 1:2/113. Sidlo.


    Natürlich war Bautzen individuell und spielerisch das klar überlegene Team. Dem setzte der Gastgeber Leidenschaft, Einsatz und mannschaftliche Geschlossenheit entgegen. In Kombination mit einem überragenden Simon Esser im Kasten führte da zu einer unerwartet spannenden Begegnung. Dabei wollten die Gäste schon in den ersten Minuten zeigen, wer Herr auf dem Spielfeld ist. Die ersten Ecken kamen gefährlich rein und bis etwa zur zehnten Minuten brauchten die Gastgeber, um sich zu sortieren. Dann wurden sie aber immer stärker und es folgte eine Phase absoluter Ausgeglichenheit bis etwa zehn Minuten vor dem Pausenpfiff. Mit langen Bällen setzten die Lichtenberger auch nach vorn Akzente - da war sogar ein Führungstor möglich. Allerdings ließen die Abschlüsse doch sehr zu wünschen übrig. Motto "schneller, höher, weiter vorbei" - dies traf aber auch auf die Schussleistungen der Gäste zu. Von etwa zehn Freistößen im ganzen Spiel war auf Bautzner Seite nur einer gefährlich: Hagemann schoss, Esser lenkte den Ball über die Latte. Also wieder Ecke, am Ende waren es etwa 20 - und bis auf die allerersten allesamt ungefährlich. Das erinnerte mich an Dynamo gegen Nürnberg. Zurück nach Lichtenberg, hier rettete sich der Gastgeber auch dank des Torhüters mit einem 0:0 in die Pause, nachdem der Druck der Gäste in den letzten Minuten wieder deutlich zunahm.

    Die Führung durch Tom Hagemann dann gleich mit dem ersten Angriff nach dem Wechsel. Apropos Tom Hagemann: ich kenne seine persönliche/ berufliche Situation nicht - aber warum spielt der Sachsenliga? Neben ihm einige andere gute Fußballer bei Budissa, allerdings mangelte es noch deutlich am Zusammenspiel. Trotzdem schien das 0:2 nur eine Frage der Zeit zu sein, aber sie sündigten sträflich bei der Chancenverwertung. So sagte ich irgendwann zu Gunther: "das kann sich noch rächen!". Prompt erzielten die nie aufsteckenden Gastgeber noch den Ausgleich, wobei der Gästekeeper keine gute Figur machte. 1:1 - wer fragt da nach dem Spielverlauf, es ist Pokal. Das Erreichen der Verlängerung wurde gefeiert wie die Meisterschaft, und der Lichtenberger Anhang wurde immer lauter. In der Verlängerung gingen auch die Bautzner vom Fußballspielen zum "kick and rush" über. Ein Treffer fand wegen Abseits keine Anerkennung, etwas später war der Ball dann doch drin. Das 2:1 spielte Budissa dann sicher runter, auch wenn in so einem Pokalfight natürlich immer etwas Hektik aufkommt. Schiri Bürkner und der SRA vor dem Fanblock fanden nicht immer den Beifall der einheimischen Zuschauer, aber trotz einiger knapper Abseitsentscheidungen und schwierig zu beurteilender Zweikämpfe hatten sie das Geschehen jederzeit unter Kontrolle.

    Am Ende waren alle zufrieden: Budissa war eine Runde weiter und der SVL wurde zurecht vom eigenen Anhang gefeiert. Nun hofft man beim SVL leistungsmäßig nächste Woche auf eine Fortsetzung gegen den SV Bannewitz, der aber natürlich auch keine Punkte zu verschenken hat. Ich denke mal, die meisten Zuschauer werden wiederkommen!

    Bei Budissa fehlte der immer noch verletzte Kärger, Fischer wurde spät eingewechselt. Die Truppe wird sich finden und in der Liga vorn mitspielen, da bin ich mir sicher. Probleme sah ich vor allem in der Defensive, Hier haben die Nebenleute wohl nicht das Niveau von Routinier Patka. Vorn müssen sie entschlossener in Richtung Tor gehen, aber das Potenzial und das Personal haben sie, um in jedem Spiel Treffer zu erzielen. Unschlagbar sind sie jedenfalls nicht und am dritten Spieltag hoffentlich noch in der Findungsphase,..


    Die Heimfahrt verlief völlig problemfrei. Hochsommer dann am Sonntag. Obwohl ich wusste, dass ich zu zwei Spielen auf Sportplätzen mit wenig Schatten gehe, habe ich natürlich eine Kopfbedeckung vergessen. Ein T-Shirt zum Wechseln wäre auch eine gute Idee gewesen.

    Das A-Junioren-Bundesligaspiel zwischen Dynamo Dresden und Werder Bremen (0:2) will ich nur kurz erwähnen, weil sich hier mein Saisontrend fortsetzte: der fünfte Auswärtssieg im fünften Pflichtspiel! So gesehen kam ich kurz nach 14 Uhr optimistisch in Laubegast an. Wie immer einige Leute getroffen, vor dem Spiel u.a. mit Laubegasts Edelfan Klaus und Pierre Nebes geschwätzt. Letzterer hat seine aktive Fußballerkarriere beendet. Er hat schließlich genug Tore gegen den VfL geschossen, beginnend bei Boreas "Zweiter"! Heute stand er beim Bierausschank, das lief anfangs noch nicht ganz so flüssig. Fuchs und jb1 haben jetzt auch noch Getränke bei mir gut - man könnte fast denken, ich habe mich am Wochenende durchgeschlaucht...


    Das Pokalspiel hielt, was es versprach:


    FV Laubegast 06 - VfL Pirna-Copitz 07 2 : 4 (1:2)


    0:1/11. Scholz, Vorarbeit Scykalka.

    0:2/18. Scykalka, Vorarbeit Kötzsch.

    1:2/42. Herzog an den Innenpfosten.

    2:2/48. Herzog.

    2:3/66. Henschel mit rechts!

    2:4/86. Swozil, Vorarbeit Scykalka.


    195 Zuschauer, mindestens 15 Gäste.


    SR Gläser hatte in der durchgängig männlich und sportlich geführten Partie einiges zu tun, behielt aber jederzeit die Kontrolle - auch wenn es wechselweise Beschwerden gab.


    Beim VfL gibt es personelle Probleme. Kluttig muss wohl aufhören, Heineccius wird demnächst operiert und fällt länger aus. Die Neuzugänge Ranninger und Kötzsch dabei. In der Startaufstellung mit Nick Kühnel ein junger Spieler mit vielversprechenden Ansätzen, der zur Pause gegen John Henschel getauscht wurde.

    Wenn man die "ran"-Datenbank zur Verfügung hätte, wäre die Statistik über Ballbesitz oder gewonnene Zweikämpfe in diesem Spiel ziemlich ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten Phasen der Überlegenheit, aber insgesamt war das die erwartet enge Angelegenheit. Dabei spielte es dem VfL in die Hände, dass er eigentlich seine ersten beiden Chancen nutzen konnte. Jedesmal wurde Richie Scykalka auf der linken Seite eingesetzt. Erst von Prentki (?), dann von Kötzsch. Richie drang von links in den Strafraum ein und legte erst zu Basti Scholz, beim zweiten Mal vollendete er selbst ins lange Eck. Das sollte Sicherheit geben, aber der VfL ging mir etwas zu schnell in den Verwaltungsmodus über. Und die Laubegaster waren ihrem treuen Publikum als Staffelfavorit vor dem Punktspielbeginn natürlich auch etwas schuldig - nicht nur, weil Klausi energisch die "Wende" einforderte. Trotzdem fiel der Anschlusstreffer zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Pause eher überraschend. Neuzugang Herzog zirkelte den Ball aus 16 Metern wunderschön an den langen Innenpfosten.

    Mit dem Anschlusstreffer änderte sich der Charakter des Spiels und nun ging es hin und her. Die erste Nachpausenchance hatte der VfL, doch das Tor fiel unmittelbar darauf auf der anderen Seite. Ich drehte nun etwas besorgt eine Stadionrunde und begrüßte noch einige Leute. Währenddessen bettelte der VfL um ein weiteres Gegentor. Wieder an meinem alten Platz neben der Trainerbank angekommen, fühlte ich mich ein bisschen als Zuschauer bei olympischen Schwimmwettbewerben. Bezogen natürlich auf die Copitzer Abwehr. Hier muss ich erwähnen, dass Frank Paulus zur Pause nicht nur gewechselt, sondern auch umgestellt hat. Richie Scykalka kam nun über rechts, während Johnny Henschel seinen Platz auf der linken Seite einnahm. Dort stand er goldrichtig, als er den Ball mit dem rechten Fuß ins lange Eck zirkelte. Die erneute Führung hatte sich zu diesem Zeitpunkt keineswegs angedeutet. Übrigens war das nahezu eine Kopie des ersten Laubegaster Treffers. Kurz darauf verunglückte ihm ein Schussversuch mit einem eigentlich starken linken Fuß jämmerlich, so dass ich seine Mutter besorgt fragte, ob ihr Sohn während der Sommerpause die Füße getauscht habe.

    Nun mussten die 06er natürlich noch mehr investieren und kurz darauf rutschte uns das Herz in die Hose - Scannewin kam im Strafraum zu Fall und dies definitiv nicht freiwillig. Aber der SRA hatte sofort die Abseitsfahne gehoben und somit gab es keinen Strafstoß für Laubegast - auch wenn dies der Klaus nicht ganz verstehen wollte. Bei Copitz hatten Henschel und Scykalka nun wieder die Seiten gewechselt und Horst Rau bearbeitete den Richie gehörig, was der Schiri nicht immer ahndete. Trotzdem kam Richie in der 86. Minute nochmals zur Grundlinie durch und für den eingewechselten Swozil war es die einfachste Übung, den Ball ins Tor zu legen. Im Schnitt erzielt der Maximilian ein Tor pro Saison - ich hoffe, es bleibt in dieser Spielzeit nicht sein einziges...

    Richie Scykalka damit eindeutig Mann des Spiels, das eines Pokalspieles und Lokalderbys würdig war. Durchaus vorhandene spielerische Akzente schon im ersten Spiel, viel Einsatz, viele Zweikämpfe, manchmal etwas hitzig, nie unsportlich. Copitz setzte sich am Ende durch, weil die Mannschaft die individuell besseren Einzelspieler in ihren Reihen hatte. Speziell im Defensivverhalten gibt es aber noch genügend zu tun. Das wusste auch Trainer Paulus bei seiner Ansprache nach Spielschluss.

    Laubegast bot definitiv gehobenes Landesklasseniveau. Ob man in diesem Jahr den großen Sprung schaffen kann, kann ich nach einem Spiel natürlich nicht einschätzen. Der neue Trainer hat sicher viel Positives gesehen - aber auch vier Gegentore über die rechte Abwehrseite. Also auch er hat noch einiges zu tun.


    Meine Voraussage mit zwei, drei Ausfällen erwies sich als goldrichtig: Riesa und Markkleeberg haben demnächst ein Wochenende frei und Radebeul rettete sich mit Mühe im Elfmeterschießen. Für 14 Landesligisten heißt es nun also, warten auf die Auslosung.

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

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  • Paar bewegte Bilder aus Laubegast gibts auf Pirna TV. jb1, sammy und meine Wenigkeit sind auch kurz zu sehen. Aber vor allen natürlich die Tore und die Auswertung vom Trainer. Auch die Rabenfront (Freiberg) und Frau Kaps (Wesenitztal) waren mit Kameras vor Ort.

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    Nick Hornby

  • Noch mal genau durchgesehen:

    - zwei Landesligisten empfangen einen Oberligisten

    - ein Landesligaduell mit klarem Favoriten auf dem Papier

    - zehn Landesligisten auf Reisen, da sind richtig knifflige Aufgaben dabei

    - zB Fortuna Chemnitz und die SG Striesen können zeigen, ob sie "landesligatauglich" sind

    - paar interessante Duelle zwischen den verschiedenen Landesklassen

    - mindestens neun Vereine unterhalb der Landesliga werden dss Achtelfinale erreichen

    - dabei gute Chancen für die drei Vorjahresabsteiger

    - ein Vogtlandderby und ein "nachträgliches" Derby zwischen Niesky und dem SV See

    - die weiteste Anreise für Fortuna Trebendorf


    Aber wie immer gilt: Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze. Auf den Auftritt von Copitz in Bad Lausick möge dies nicht zutreffen. Die Chancen stehen gut, erstmals seit 2012 den September im Pokal zu überleben.


    Der Landespokalsieger 2020 wird erst in der nächsten Runde eingreifen - aber ein, zwei künftige Halbfinalisten dürften jetzt schon dabei sein. Fragt sich nur, wer?

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    Nick Hornby

  • Großenhainer FV 1 - LSV Neustadt Spree e.V. 3:4 (3:1)


    Das Sachsenpokalspiel zwischen dem Großenhainer FV 90 und dem LSV Neustadt, war nichts für schwache Nerven. Nach dreißig Sekunden ging der Gastgeber gleich mit 1:0, durch Torsten Marx, in Führung. Die Neustädter waren anscheinend noch nicht geistig anwesend zu sein, da jubelten die Großenhainer schon zum zweiten Mal. In der 10. Minute erzielte Stephan Schäfer das 2:0. Sechs Minuten später erhöhte wiederum Torsten Marx auf 3:0. Ein Traumstart für Großenhain, aber wo waren die Neustädter? Von den Spreetalern war nichts zu sehen, außer das sie auf dem

    Platz standen. Die Gäste versuchten sich immer noch zu finden. Erst nach etwa 20 Minuten kam der Gast langsam in die Gänge. Mit zaghaften Versuchen nach vorn zuspielen, aber nur bis zum Sechzehner, dann traf man beim Abschluss die falschen Entscheidungen. In der 31. Minute aber nicht, da erzielte der LSV durch Andre Kunznietzov das 3:1. Jetzt versuchte Neustadt intensiver nach vorne zuspielen, doch Großenhain blieb mit ihrem schnellen Umschaltspiel gefährlich. Der Gastgeber kam zu weiteren Chancen, die aus Neustädter Sicht glücklicher Weise nicht genutzt wurden. Auch die Spreetaler hatten noch die Möglichkeit vor Ende der ersten Halbzeit, den Anschluss zu erzielen. Doch den Kopfball von Paszlinski, konnte der Torwart vom GFV 90 entschärfen. So konnte der Gastgeber mit dem 3:1 in die Pause gehen.

    In der zweiten Halbzeit ging die Fußball-Show weiter, aber diesmal auf der Neustädter Seite. In der 47. Spielminute stand es plötzlich nur noch 3:2. Andre Kunznietsov traf zum zweiten Mal. Jetzt waren die Gäste am Drücker und spielten sich in einen Rausch. Zweiten Minuten später, war dann Sebastian Dziedzic mit dem Kopf zur Stelle und erzielte den 3:3 Ausgleich. Jetzt war das Spiel vor Spannung kaum zu überbieten. Beide Mannschaften agierten sehr Kampfbetont und wollten den Sieg. Jetzt war es ein richtiger Pokal-Fight und man schenkte sich nichts. In der 65. Minute die nächste Chance für den LSV. Dawid Wieckiewicz zog einfach mal aus der zweiten Reihe ab und der Torwart von Großenhain konnte den Ball nicht festhalten. Kuznietsov schaltete am schnellsten und schob den Abbraller zum 3:4 ins Tor. Jetzt war zum ersten Mal der LSV in Führung und hatte das Spiel gedreht. Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht. Natürlich wollte Großenhain das nicht so einfach hinnehmen. Man wollte den Ausgleich. Neustadt hingegen hielt dagegen und verteidigte den Vorsprung mit Mann und Maus. Nun setzten die Gäste auf Konter. Kurz vor dem Abpfiff hatte Bartosz Kosman noch die riesen Chance zum 3:5, doch er setzte den Ball nur an das Außennetz. Nach der Aktion pfiff der Schiedsrichter die spannende Partie ab. Jubeln konnte aber nur eine Mannschaft und das waren die Gäste aus Neustadt. Sie haben ein tolle Aufholjagd gestartet und zogen in die nächste Runde ein.:schal1::schal1::schal1:

  • Dramatik pur wie in Großenhain - damit kann ich an diesem Wochenende nicht dienen. Dafür mit Buchstabensalat, es dreht sich alles um den Buchstaben "L". Das begann am Ende der letzten Saison, als ich den VfL zu einem Testspiel nach Limbach-Oberfrohna begleitete. In dieser Saison habe ich schon Pflichtspiele in Liberec, Lichtenberg und Langburkersdorf gesehen. Die Pokallose führten den VfL und mich nacheinander nach Laubegast und Bad Lausick, wo ich mir den ersten neuen ground in der laufenden Spielzeit holte. Wer weiß, ob ich in meinem Leben noch mal dahin komme. Immerhin endete mein Premierenbesuch mit einem standesgemäßen Erfolgserlebnis:


    FC Bad Lausick - VfL Pirna-Copitz 0 : 3 (0:0).


    0:1/82. Kötzsch von der Strafraumlinie. Herrliche Vorarbeit von Kaiser über die rechte Seite!

    0:2/86. Kemter, Vorarbeit Höer, aber die eigentliche Vorlage gab Torhüter Schötzke.

    0:3/89. Höer von der Strafraumlinie.


    Offiziell 90 Zuschauer, gezählt etwa 120. Genau 10 Gäste darunter.


    SR Schubert hat mir in einem fairen Spiel gut gefallen. Pfiff nicht alles ab, ließ öfter mal Vorteil laufen. Das führte beim heimischen Publikum in zwei, drei Fällen zu Irritationen, wenn der Pfiff ein paar Sekunden später trotzdem noch ertönte.


    Da sammy am Sonnabend Frühschicht hatte ("wir steigern das Bruttosozialprodukt!"), begab ich mich per Bahn in die Kurstadt auf halber Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz. Wegen des "Tages der Sachsen" in Riesa wählte ich die südliche Variante und nahm einen Schienenersatzverkehr in Kauf, der mich durch völlig unbekannte Stadtteile von Chemnitz führte, in denen es äußerlich noch genauso aussah wie anno 1989. Da ich früh genug daheim losgefahren bin, blieb genügend Zeit für einen kurzen Stadtrundgang in Geithain mit Postmeilensäule, Teilen der alten Stadtmauer, Rathaus und Kriegerdenkmal von 1870/71. In dieser Gegend natürlich alles aus rotem Porphyr - ungewohnt, wenn man in Sachsen sonst klassische Sandsteinbauten gewöhnt ist. Auch Bad Lausick konnte ich in einer halben Stunde ablaufen. Das "kaiserliche Postamt" hatte zum Sonnabend nach eins allerdings schon geschlossen, dafür hätte ich mich in den Weiten der Sachsenklinik verlaufen können. Die heißt tatsächlich so, hat aber nichts mit der bekannten Fernsehserie zu tun.

    Kurz vor zwei passierte ich dann einen fürchterbar aussehenden Hartplatz, auf dem sicher bis vor einigen Jahren noch gekickt wurde, bevor ich kurz nach 14 Uhr als einer der ersten Zuschauer im "Stadion am Bad" ankam. Nach ein paar Schwätzchen mit dem Kassierer und einigen Einheimischen gratulierte ich unserem Trainer Frank Paulus zum 41. Geburtstag. Ich erinnerte ihn lieber nicht daran, dass er einen Tag nach seinem "40." aus dem Pokal ausgeschieden war. Das sollte sich natürlich nicht wiederholen!

    Die Einheimischen bewiesen durchaus Realitätssinn, unisono hieß es zum guten Saisonstart: "Wir haben 9 Punkte gegen den Abstieg gesammelt!"


    Eine Viertelstunde vor Spielbeginn war ich noch der einzige Pirnaer Zuschauer im Stadion, bevor die üblichen Verdächtigen so langsam eintrafen. Auf der Autobahn muss sammy einige Geschwindigkeitsrekorde gebrochen haben, er kam tatsächlich noch pünktlich zum Anpfiff.

    Der VfL war mit 15 Spielern angereist, es fehlten Wochnik und Scykalka. Kay Weska stand auf dem Spielberichtsbogen als Ersatztorwart, alle anderen 14 anwesenden Akteure kamen auch zum Einsatz. Schon beim Aufwärmen wies der Trainer die Spieler auf den hügeligen Rasen hin, der einige Überraschungen parat hielt. Also einfach spielen, nicht zaubern, sollte die Devise lauten!

    Doch die Gastgeber kennen ihr Geläuf natürlich besser. Von deren Spielern kannte ich den Ex-Grimmaer Andreas Streubel und vom Namen her Eric Ziffert - er ist der jüngere Sohn von Steffen Ziffert und Bruder des Grimmaer Spielers. Es gab kein Abtasten, weil vor allem die Gastgeber richtig los legten. Nach wenigen Minuten registrierte ich 3:0 Torchancen, wobei sich Torwart Franz Schuster einmal strecken musste. Doch schon ein paar Minuten später war das Chancenverhältnis mit 3:3 ausgeglichen, wobei auch hier der Torhüter zu einer tollen Parade gezwungen wurde. Als der Ball im Lausicker Tor lag, kam sofort und rechtzeitig die Abseitsfahne. So munter ging es nicht weiter. Wichtig war, dass sich die VfL-Defensive nach einigen Ballverlusten und verlorenen Zweikämpfen möglichst schnell sortierte. Dies klappte einigermaßen, doch die Akzente nach vorn fehlten im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit weitgehend. Insgesamt verlief diese dann sehr ausgeglichen, wobei eine knappe Führung der Gastgeber wegen der Startphase auch nicht unverdient gewesen wäre.


    Der Trainer wird eine eindringliche Pausenansprache gehalten haben. Auf dem Rasen wurde viel geredet, "Geduld" war irgendwie das Zauberwort. Jetzt war Copitz optisch klar überlegen, kam aber meist nur bis zur 16-Meter-Linie. Der letzte Pass kam zu ungenau, oft dribbelte man sich fest. Beim Gastgeber half ein Spieler dem anderen, doch die individuellen Vorteile der Gäste wurden langsam augenscheinlich. Trotzdem kann bei einem 0:0-Zwischenstand natürlich alles mögliche und unmögliche passieren - obwohl ich in Hälfte zwo eigentlich nie das Gefühl hatte, der VfL könnte ein Gegentor kassieren. Es gab relativ wenige Standards. Aus den Ecken machte der VfL nichts, zwei Freistöße entschärfte der lange Zeit sichere Lausicker Torhüter.

    Als ich schon die ersten Gedanken an eine Verlängerung verschwendete, nahm ein Spieler sein Fußballerherz in beide Beine, von dem ich es nicht unbedingt erwartet hatte: Alexander Kaiser kam auf der rechten Seite in Ballbesitz, überlief mit einer Körpertäuschung zwei Abwehrspieler und schulmäßig bis zur Grundlinie durch. Jetzt setzte er noch dazu seinen Kopf ein und passte präzise flach durch mehrere Abwehrspieler zurück an die Strafraumgrenze, von wo aus Philipp Kötzsch humorlos einnetzte. Erleichterung pur! Die Gastgeber versuchten noch einmal alles, doch jetzt standen sie sich selbst in Form ihres Torwartes im Wege. Ob mangelnde technische Fertigkeiten, Unkonzentriertheit oder ein Platzfehler: ihm versprang der Ball an der 5-Meter-Linie, Stefan Höer schaltete am schnellsten und der gerade eingewechselte Kai Kemter hatte offenbar keine Lust gehabt, zurückzulaufen. So stand er goldrichtig und brauchte Höers Querpass nur noch einzuschieben.

    Der fleißige Höer belohnte sich dann noch mit dem 3:0 aus ähnlicher Position wie zuvor Kötzsch. Die Vorarbeit kam diesmal allerdings über die linke Seite.


    Das Weiterkommen geht aufgrund der Steigerung in der zweiten Halbzeit und der besseren individuellen Klasse natürlich in Ordnung, aber ein 3:0 wird dem Spielverlauf absolut nicht gerecht. Für einen neutralen Beobachter wäre es sicher interessant gewesen, wie das Spiel bei einer durchaus möglichen frühen Lausicker Führung gelaufen wäre. Ich bin nicht traurig, dass der Praxistest ausblieb!


    Franz Schuster hielt zum zweiten Mal die "Null", vielleicht sollte ihn Stefan Kuntz mal beobachten.


    Das "Foto des Sonnabends" in der Whatsapp-Gruppe lieferte übrigens Kilometerfräse gemeinsam mit Christina Schwanitz beim "Kugelstoßen für jedermann" in Hetzdorf.


    Den Sonntag Mittag verbrachte ich auf dem Pirnaer Marktplatz, wo die Schauspielgruppe "Der Retter" traditionell der überlieferten Heldentat des Apothekers Jacobäer gedachte, welche die Stadt anno 1639 vor der völligen Zerstörung bewahrte. Nachdem die Schweden endlich in Richtung Süden abgezogen waren, verließ auch ich meine Heimatstadt - in völlig friedlicher Absicht - gen Nordwesten. Dort ging es weiter im Landespokal und auch hier lief am Ende alles planmäßig:


    SG Weixdorf - Germania Mittweida 1 : 4 (0:2).


    0:1/5. Ebert nach krassem Abwehrfehler. 0:2/11. Krasselt unter allgemeinem Abseitsverdacht. 1:2/67. Röthig per Lupfer nach langem Ball übers ganze Feld. 1:3/77. Ebert. 1:4/87. Knauthe.


    181 zahlende Zuschauer, etwa 15 Gäste.


    Das Gespann um Schiri Schulze wirkte sehr unsicher, es wurde aber auch fast jede Entscheidung von außen lautstark kommentiert. Ich vermisste eine klare Linie, auch hat der Schiri mehrfach seine Assistenten überstimmt. Ob das 0:2 abseits war, konnte ich von der Mittellinie aus nicht beurteilen. Ich traf dann aber Mario Wehnert beim Colaholen. Der meinte, ein anderer Spieler stand klar im Abseits, aber eben nicht der Torschütze. Also ein regulärer Treffer.


    Die erste Chance im Spiel hatte Eckner für die Gastgeber. Aber hier wie auch später war er in aussichtsreicher Position zu unentschlossen. Dafür nutzten die Gäste die Fehler in der Weixdorfer Hintermannschaft gnadenlos aus. Zum 0:1 kam die Kopfballvorlage von einem Weixdorfer Spieler und beim 0:2 spielte man halt nicht erfolgreich auf Abseits. Trotzdem steckten die Gastgeber nicht auf, so wie man das von ihnen gewohnt ist. Aber in der ersten Halbzeit ließen die Gäste nichts anbrennen.

    Mit frischem Mut und zwei neuen Spielern (Röthig, Klaußnitzer) kamen die Weixdorfer aus der Kabine und wollten es noch mal wissen. Man traute sich jetzt mehr zu, während Mittweida im Verwaltungsmodus agierte. Beide Mannschaften übertrafen sich übrigens dabei, weit und hoch am Tor vorbei zu schießen. Mit dem Anschlusstreffer kam plötzlich Leben in die Bude, und zehn Minuten lang lag der Ausgleich in der Luft. Klar, dass man die Deckungsaufgeben vernachlässigte und prompt kassierte man noch zwei Treffer. Kurz vorm 1:4 hatte Röthig noch die Riesenchance zum 2:3, erneut lupfte er den Ball über den Torwart, aber diesmal neben das Tor.

    Bei den Gästen saß Maik Ebersbach übrigens auf der Bank und wirkte in den letzten fünf Minuten als Feldspieler mit.

    Trotz der fünf Tore und einiger Chancen ein Spiel mit viel Leerlauf dazwischen. Mittweida hat keine Bäume ausgerissen, ist aber letztlich ungefährdet in die nächste Runde eingezogen. Also, Pflicht erfüllt. Für einen Außenstehenden war das Spiel in Bad Lausick bestimmt nicht besser, höchstens spannender als das in Weixdorf.


    Während des Wochenendes hat sich die Zahl der Landesligisten im Pokal von 14 auf 8 verringert. Radebeul, Wilsdruff und BW Leipzig haben sich dabei gegen Landesklasseteams verabschiedet und können sich nun auf die Punktspiele konzentrieren,


    Für Copitz müsste es in der nächsten Runde, wenn die "L-Serie" weitergeht, also gegen ein Team aus Leipzig gehen - entweder zum SV Tapfer oder daheim gegen Chemie bzw Lok. Warten wir die Auslosung ab, die sicher in der nächsten Woche stattfinden wird. Jetzt sind auch die Dritt- und Viertligisten im Lostopf. Egal, wie der Gegner heißt - Copitz bestreitet erstmals seit 2012 wieder ein Pokalspiel im Oktober!

    Unabhängig von der Pokalauslosung fahre ich schon ab Mittwoch nach Leipzig, wo ich am Freitag und Sonnabend je ein Fußballspiel in Probstheida und Markkleeberg sehen werde.

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • Zitat von Steffen:

    Für Copitz müsste es in der nächsten Runde, wenn die "L-Serie" weitergeht, also gegen ein Team aus Leipzig gehen - entweder zum SV Tapfer oder daheim gegen Chemie bzw Lok.

    Da muss ich Steffen noch ergänzen: International Leipzig ist auch noch in der Verlosung drin!

  • sammy hat ja recht, obwohl der SV-See-Nachfolger in Torgau spielt.


    der sportbuzzer meldet zur Auslosung:


    "Am Montagabend werden nun in der Sportschule Egidius Braun die 16 Drittrunden-Begegnungen ausgelost. Mit im Topf sind dann auch die sächsischen Vereine der 3. Liga und der Regionalliga Nordost, darunter Titelverteidiger Chemnitzer FC. Insgesamt hatten 100 Mannschaften für den laufenden Wettbewerb gemeldet."

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

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