Regionalliga: Liga ohne Zukunft

  • 8 vierte Ligen sind schwachsinn. Egal welche Liga (außer der 1. natürlich), der Meister muss immer direkt aufsteigen ! Das finde ich ganz wichtig.
    Da hat man ne überragende Saison gespielt und ist in (evtl.) 3 Entscheidungsspielen nicht ganz so gut, schon wird man um die Mühen seiner Arbeit gebracht.


    8 vierte Ligen - Nein, danke !!!!

    Sollen Entscheidungsspiele um den Aufstieg künftig vermieden werden, wäre zwar ein Umbau der 4.Spielklasse auf 4 Staffeln bzw. 4 Ligen denkbar. Mehr als 4 Aufstiegsplätze wird die 3.Liga mit ihren 20 Teilnehmerplätzen künftig trotzdem nicht zur Verfügung stellen können.
    Am Wegfall des Fernsehgeldes ab 2012/2013 und der großen Kluft zwischen der 3. Liga als Lizenzliga und der 4.Spielklasse als semiprofessionelle Spielklasse änderte das ebensowenig wie eine weitere Leistungskonzentration durch Reduzierung auf 2 Staffeln. Die angedachte Rückübertagung der Verantwortung für die 4.Spielklasse vom DFB an die Regional- bzw. Landesverbände kann man so oder so auch gleich ganz vergessen.


    Bei Beibehaltung der Oberliga Baden-Württemberg, der Oberliga Südwest, der beiden Staffeln der NOFV-Oberliga und der NRW-Liga müssten im Falle einer Erhöhung der Aufstiegsplätze auf 4 die NOFV-Vereine künftig teilweise mit süddeutschen Vereinen zusammen in einer Staffel bze. Liga spielen. Die süddeutschen Vereine müssten sogar auf 3 Staffeln bzw. Ligen aufgeteilt werden, um eine annährend gleichmäßige Verteilung aufgrund der unterschiedlichen Stärke einzelner Landesverbände zu gewährleisten:
    - Staffel Bayern/NOFV-Süd
    Bayern und angestammter Einzugsbereich NOFV-Oberliga/ Staffel Süd (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen)
    (14,75% + 10,70% = 25,45%), 4 Landesverbände aus 4 Bundesländer
    - Staffel NFV/NOFV-Nord
    NFV-Bereich und angestammter Einzugsbereich der NOFV-Oberliga/ Staffel Nord (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern), (15,72% + 5,75% = 21,51%), 7 Landesverbände aus 7 Bundesländer
    - Staffel Südwest/Baden-Württemberg
    Bereich Oberliga Südwest und der Oberliga Baden-Württemberg (11,48% + 13,41% = 24,89%),
    6 Landesverbände aus 3 Bundesländer
    - Staffel WFLV/Hessen
    Bereich NRW-Liga und der Oberliga Hessen (20,90% + 7,21% = 28,11%), 4 Landesverbände aus 2 Bundesländern


    Das dürfte aber wenig Freude auslösen, gerade auch beim mit Abstand stärksten Regionalverband im Süden!

  • Fakt ist, daß eine Liga zu viel ist. Am einfachsten wäre es, wenn die 3. Liga wieder eingestampft wird und wir weitermachen wie vor deren Einführung und separate Bundesligen für die 2. Mannschaften einführen. Warum man auf den Trichter gekommen ist, der nur Ärger bereitet, das Frage ich mich heute noch.

    Fußball-Live-Ticker der Landesliga & Landesklasse Nord unterhttp://www.schwedter-sport.de

  • Die Regionalliga war vorher auch etabliert. Grundübel allen Gedankenguts ist doch die Einbindung der Reservemannschaften in den normalen Spielbetrieb.

    Fußball-Live-Ticker der Landesliga & Landesklasse Nord unterhttp://www.schwedter-sport.de

  • Fakt ist, daß eine Liga zu viel ist. Am einfachsten wäre es, wenn die 3. Liga wieder eingestampft wird und wir weitermachen wie vor deren Einführung und separate Bundesligen für die 2. Mannschaften einführen. Warum man auf den Trichter gekommen ist, der nur Ärger bereitet, das Frage ich mich heute noch.


    Die vorherige Lösung mit zweistaffelger Regionalliga hatte sich nur eine Übergangslösung erwiesen.
    Insbesondere die finanzstarken ARD-Anstalten sind eber vorrangig bzw. auschliesslich an bundesweit einstaffelige Spielklassen interessiert, aber nicht an einer Regionalliga, die den Namen regional auch gerecht wird.
    (Eigentlich müssten die um Reform ringenden größeren Regionalligisten aufgrund ihrer semiprofessionellen Vorrausetzungen darum ringen, das anstatt der jetzigen Regionalliga eine bundesweite 4.Liga unter DFB-Regie installiert wird, um die TV-Vermarktung langfristig zu sichern.)

    Mit der Eingliederung der ehemaligen DDR-Vereine in den gesamtdeutschen Spielbetrieb ergab sich zwangsläufig Änderungsbedarf unterhalb der 2.Bundesliga.
    Aber weder die Wiedereinführung einer nun drittklassigen Regionalliga nach Abschluß der geplanten Reduzierung der 2.Bundesliga 1994 auf 18 Mannschaften, noch die 2000 erfolgte Reduzierung auf 2 Staffeln wurden dem auf Dauer gerecht.
    Der Streit um Teilnahme der Reservemannschaften am gemeisamen Spielbetrieb unterhalb der 2.Bundesliga gab es auch schon vor der letzten Struktureform. Nur bezog er sich damals auf die 3.Spielklasse: Link
    Link
    "Die Amateurclubs hingegen argumentieren, dass eine Teilnahme der Profireserven wie in der jetzigen Regionalliga zu Wettbewerbsverzerrung und weniger Zuschauereinnahmen führen würde. Deshalb wollen sie die zweiten Mannschaften in der ebenfalls neuen dreigleisigen Regionalliga (vierte Liga) angesiedelt sehen."
    (Wie man sieht, hat das Handeln nach dem St-Florian-Prinzip wohl nicht geklappt...)
    Die Strukturreform selber wurde dann bei kleinen Zugeständnisse seitens der DFL-Vereine wie Verzicht auf TV-Geld und DFB-Pokalteilnahme und anfängliche Höchstbegrenzung auf 4 in der Premierensaison für die Reserven auch umgesetzt.


    Auffällig ist aber, das die Teilnahme der Reserven am Spielbetrieb in der 5.Spielklasse und darunter aktuell kein Diskussionsgegenstand zu sein scheint.

  • Hier gibt es eine gute Übersicht über alle derzeit besprochenen Modelle.

    Entgegen der Darstellung bei SportNord würden laut bayerischen Antrag folgende 8 Oberligen künftig die 4.Spielklassenebene bilden:
    - Baden-Württemberg
    - Bayern
    - Hessen/Südwest
    - Nord
    - Nordost
    - Nord/Nordost
    - West I
    - West II


    Damit würden also
    die Oberliga Baden-Württemberg wie bisher den Einzugsbereich von 13,41%,
    die Oberliga Bayern den Einzugsbereich von 14,75%,
    die Oberliga Hessen/Südwest anstatt der bisherigen Hessenliga und Oberliga Südwest den Einzugsbereich von 18,69%
    und die Oberliga West I und West II anstelle der bisherigen NRW-Liga den Einzugsbereich von 8,75% bzw. 12,05%
    aller Herrenmannschaften umfassen.
    Die neue Oberliga Nord würde den Einzugsbereich von 10,75% (nur Niedersachsen) bzw. 11,82% (Niedersachsen und Bremen) aller Herrenmannschaften umfassen.
    Die Oberliga Nordost würde dann mit dem angestammten Einzugsbereich der Südstaffel der jetzigen NOFV-Oberliga 10,80% aller Herrenmannschaften umfassen.
    Die Oberliga Nord/Nordost umfasste dann den angestammten Einzugsbereich der Nordstaffel der jetzigen NOFV-Oberliga sowie Hamburg und Schleswig-Holstein, also den Einzugsbereich von 9,69% aller Herrenmannschaften. Käme Bremen noch hinzu, wären es 10,76%.


    Abgelehnt wird der 2 +1 - Vorschlag nicht nur vom Bayerischen Fussballverband, sondern auch von ostdeutschen Fussballfunktionären.
    Beim WFLV hat man sich dagegen pro 2 +1 positioniert Link

  • Habe auch grad den Artikel in der http://www.muensterschezeitung…ssennews/art10155,1010278


    gelesen und finde die Variante gut. Problem is dann nur, was passiert mit den Oberligen? Die müssten eigentlich komplett abgeschafft werden und die Teams in die Ligen der Landesverbände integriert werden. So entfällt eine der überregionalen Spieklassen, die Reserveteams kommen in eine Staffel, die Traditionsteams in der Regio haben wieder bessere Möglichkeiten und die Landesligen bekommen von oben starke Teams dazu, was die Qualität dann auch wieder erhöht.

  • Habe auch grad den Artikel in der http://www.muensterschezeitung…ssennews/art10155,1010278


    gelesen und finde die Variante gut. Problem is dann nur, was passiert mit den Oberligen? Die müssten eigentlich komplett abgeschafft werden und die Teams in die Ligen der Landesverbände integriert werden. So entfällt eine der überregionalen Spieklassen, die Reserveteams kommen in eine Staffel, die Traditionsteams in der Regio haben wieder bessere Möglichkeiten und die Landesligen bekommen von oben starke Teams dazu, was die Qualität dann auch wieder erhöht.


    Bei Umsetzung der 2+1 - Lösung würde sich hinsichtlich der 5.Spielklassenebene nichts grundsätzliches ändern, außer das in den 3 Staffeln der Regionalliga statt je 18 Teilnehmer nun ab 2012/2013 je 20 Teilnehmer mitwirken dürfen und damit dann insgesamt 60 statt bislang 54 Mannschaften viertklassig wären.
    Die 5. Spielklasse wird sowieso schon teilweise durch die obersten Spielklassen der Landesverbände gebildet (Bayern, Hessen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein). Nur im Bereich NOFV, WFLV und Regionalverband Südwest sind die Oberligen noch die oberste Spielklasse der Regionalverbände (beide Staffeln der NOFV-Oberliga, Oberliga Südwest und die NRW-Liga), während die Oberliga Baden-Württemberg eine gemeinsame oberste Spielklasse der 3 baden-württembergischen Landesverbände darstellt.
    Weil aber eine Umsetzung des bayerischen Modells auch die Auflösung der jetzigen NRW-Liga inclusive Zulassungsverfahren (!)zugunsten des Wiederauflebens von 2 Oberligen im Einzugsbereich bedeuten würde und damit die Kräftebündelung der letzten Spielklassenstrukturreform man in NRW wohl konterkariert sieht, wird er zugunsten der alternativen 2+1 - Losung abgelehnt.
    Die Kräftebündelung bezog sich ausdrücklich aber nur auf die Spielklassenebene 3 und 4.
    Das es durch den spielklassenmäßigen Abstieg der (vorher viertklassigen) Oberligen zwangsläufig auch in der 5. Spielklasse in etlichen Regionen zur Leistungskonzentration kam, war ein Nebeneffekt, aber nicht ausdrückliches Ziel der Strukturreform von 2008.)

  • Für welchen Termin ist der DFB-Bundestag angesetzt? Und ab welcher Saison könnte dann die neue RL in Kraft treten?


    Auch wenn die Bayern unheimlich geil auf ihre eigene 4.Liga sind, würde mich mal interessieren wie sie aus 8 Staffeln die richtige Anzahl an Aufsteigern ermitteln für die eingleisige 3.Liga, die der DFB sicherlich nicht fallen lassen wird.


    Übrigens vielen Dank für die vielen Infos in diesem Thread (vor allem an Hansestädter & Rolex), die hier zusammengetragen werden. Viele Quellen hatte ich nicht unbedingt auf den Zettel, aber ich lese hier trotzdem sehr interessiert mit.

    R.I.P. Fußball: TeBe Berlin, SSV Reutlingen, Eintr. Bamberg, RW Essen, Bonner SC, Waldhof Mannheim, SpVgg Weiden, SSV Ulm, 1.FC Kleve, LR Ahlen, Sa. Leipzig, Germania Windeck, TuS Koblenz, VfL Kirchheim, Borea Dresden, GW Wolfen, Türkiyemspor, Kickers Emden, 1.FC Gera, Eintr. Nordhorn, RW Kemberg, Germania Schöneiche, VfB Lübeck, OFC Kickers, Wuppertaler SV, FC Oberneuland, MSV Duisburg... [to be continued]

  • ;)


    Die Entscheidung soll im Herbst fallen, genauer auf dem DFB-Bundestag am 21./22.Oktober,.
    Damit würde sie dann zu Beginn des Spieljahres 2012/2013 in Kraft treten und alle von der zu beschließenden Strukturveränderung betroffenen Vereine hätten trotzdem noch ein ganzes Spieljahr Zeit, sich drauf einzuzustellen.

  • Nun droht richtig Ärger auf dem DFB-Bundestag am 21./22. Oktober in Essen, schreibt der Kicker


    Stimmberechtigt sind nach § 21 der DFB-Satzung:
    a) die Landesverbände
    im Norddeutschen FV mit insgesamt 22 Stimmen
    im Nordostdeutschen FV mit insgesamt 20 Stimmen
    im Süddeutschen FV mit insgesamt 49 Stimmen
    im FRV Südwest mit insgesamt 12 Stimmen
    im Westdeutschen FLV mit insgesamt 27 Stimmen
    b) die Regionalverbände mit je 2 Stimmen
    c) der Ligaverband mit 74 Stimmen
    d) die stimmberechtigten Präsidiums und Vorstandsmitglieder mit je 1 Stimme.


    Da sind erfolgreiche Abstimmungen gegen den Willen des Ligaverbandes äußerst schwierig, denn im § 26 heißt es:
    "2. Satzungsänderungen sowie Ordnungsänderungen, die die Interessen des Ligaverbandes betreffen, und die Festsetzung von Umlagen gemäß §§ 18 Abs. 2 und 24 Nr. 2 e) bedürfen einer Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen.
    3. Bestehen Zweifel darüber, ob ein Antrag nach Ziffer 2 einer qualifizierten Mehrheit bedarf, so entscheidet hierüber das Bundesgericht sofort .
    4. Bei der Beschlussfassung über Angelegenheiten, für die eine qualifizierte Mehrheit erforderlich ist, gelten ungültige Stimmzettel als abgegebene Stimmen."
    Da nach §27 Anträge zur Satzungsänderung nicht als Dringlichkeitsantrag eingebracht werden dürfen, kann man gegenwärtig nicht ausschließen, das im Oktober keiner der 3 vorliegenden Anträge die notwendige 2/3-Mehrheit
    Für Veränderungen ab 2012/2013 wäre dann nach Kompromissfindung zwischen Lizenzvereine und Amateure ein außerordentlicher Bundestag notwendig (ordentlicher Bundestag findet nur alle 3 Jahre statt)..

  • Für welchen Termin ist der DFB-Bundestag angesetzt?
    Auch wenn die Bayern unheimlich geil auf ihre eigene 4.Liga sind, würde mich mal interessieren wie sie aus 8 Staffeln die richtige Anzahl an Aufsteigern ermitteln für die eingleisige 3.Liga, die der DFB sicherlich nicht fallen lassen wird.


    Nach dem BFV-Antragentfällt für den DFB die Zuständigkeit für die 4.Spielklasse, erhält aber Zuständigeit für die Aufstiegsspiele zur 3.Liga, mit denen gleichzeitig durch die bestplatzierten 1.Mannschaften der 8 Regionalligen die seit Jahren ausgesetzte Deutsche Amateurmeisterschaft ausgetragen werden soll.
    Alle Teilnehmer an der Deutschen Amateurmeisterschaft solllen sozusagen als Entschädigung für zusätzliche Aufwendungen durch die nach Ende das "normalen" Punktspielbetriebes durchzuführenden Aufstiegsspiele Prämien aus dem DFB-Fernseheinnahmen erhalten, die dem Erreichen der 1.Runde des DFB-Pokals entspricht (z.Zt. rund 100.000 €).
    Parallel dazu wird aus der Gruppe der schlechtplatzierten 2.Mannschaft der 3.Liga und den jeweils bestplätzierten 2.Mannschaften der 8 Regionalliga der 4.Aufsteiger der 3.Liga ermittelt.
    Die Einzelheiten soll nach dem BFV-Antrag der DFB festlegen.

  • Wie kann ich mir eine dt. Amateurmeisterschaft vorstellen? Jeder gegen Jeden (wären immerhin 7 Spieltage 8| ) oder Begegnungen Losen? Klingt alles nach großer Lotterie und das ganze im Juni, wenn alle schon 30-34 Spiele (+Landes- und DFB-Pokal) in den Knochen haben und die Aufsteiger dann nach 2 (?) Wochen Pause Ende Juli in den Spielbetrieb der 3.Liga starten sollen.


    Noch wichtiger dürfte sicherlich folgender Punkt werden:

    Zitat

    3. Am Freitag übermittelte der Liga­verband einen Antrag an den DFB. Die Liga fordert eine Beibehaltung der bisherigen Struktur und möchte dabei die "wirtschaftlichen, techni­schen und organisatorischen Krite­rien für die Zulassung sowohl der ersten als auch zweiten Mannschaf­ten der Lizenzvereine neu definiert und überprüft" wissen.


    Schließlich ist es für viele Dorfclubs nicht sinnvoll, zig festangestellte Geschäftsstellenmitarbeiter zu haben (die aber in der RL Pflicht sind) bzw. ein Stadion mit Flutlicht und 10.000 Plätzen zu besitzen. Als Folge daraus durfte zum Beispiel Raik Dähling bei Goslar letzte Saison auf dem Spielfeld und in der GS ran.

    R.I.P. Fußball: TeBe Berlin, SSV Reutlingen, Eintr. Bamberg, RW Essen, Bonner SC, Waldhof Mannheim, SpVgg Weiden, SSV Ulm, 1.FC Kleve, LR Ahlen, Sa. Leipzig, Germania Windeck, TuS Koblenz, VfL Kirchheim, Borea Dresden, GW Wolfen, Türkiyemspor, Kickers Emden, 1.FC Gera, Eintr. Nordhorn, RW Kemberg, Germania Schöneiche, VfB Lübeck, OFC Kickers, Wuppertaler SV, FC Oberneuland, MSV Duisburg... [to be continued]

  • Bisher überzeugt mich noch kein Vorschlag. Unumwindbar ist das es endlich eine Reservestaffel für zweite Mannschaften gibt und das mindestens bis zur Oberliga. Darunter kann das jeder Landesverband ja für sich selbst regeln. Bei der Pro-Regionalliga-Reform-Aktion sehe ich Egoismus der Regionalligateams und einknicken vor der Lobby der Profivereine. Es gibt in der vierten Ligen mehr Teams als eine 18er-Staffel aufnehmen kann und das Problem der Zweitvertretungen würde sich Richtung Oberliga verschieben. Beim nächsten Bundestag wird es dann die gleiche Diskussion geben. Deswegen müssen die Teams raus. Ein für alle mal.
    Eine Auflösung der 3. Liga wird es wohl nicht geben, daher ist es müßig darüber zu diskutieren.


    Das Ligensystem wie es aktuell ist würde ich daher auch fast beibehalten wollen. Allerdings muss sich definitiv etwas an den Oberligen tun. Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Hessen brauchen definitiv keine eigene. Es wäre auch wünschenswert, wenn man dann nicht mehr so starr an Bundesland- Verbandsgrenzen festhält. Persöhnlich würde ich es gerne sehen wenn MV eine OL zusammen mit Hamburg und SH bildet. Aber das nur nebenbei. Ich sehe kein Problem darin das man Bundesländer aufspaltet und man auch mal von den starren Mustern loskommt, dass MV z.B. undbedingt zum NOFV gehören muss.
    Insgesamt sehe ich auch neun Oberligen und darunter die Ligen der Landesverbände für realisitisch.


    Zusammengefasst, was sich tun muss


    - Zweite Mannschaften mindestens bis zur Oberliga ausgliedern
    - Beibehaltung der RL und OL-Stärke, aber Neuaufteilung der Oberligen
    - Unnötige Lizenzanforderungen aufheben
    - Bessere Vermarktung der Regional- und Oberligen (der NDR darf ruhig auch mal OL zeigen...)



    Dann noch eine Frage, ich bin der Meinung irgendwo mal gelesen zu haben das die Amateurteams den Spielern unter 18 keine Verträge geben dürfen und sie dadurch leicht von den Profiteams abgeworben werden können. Stimmt das?

  • Wie kann ich mir eine dt. Amateurmeisterschaft vorstellen? Jeder gegen Jeden (wären immerhin 7 Spieltage 8| ) oder Begegnungen Losen? Klingt alles nach großer Lotterie und das ganze im Juni, wenn alle schon 30-34 Spiele (+Landes- und DFB-Pokal) in den Knochen haben und die Aufsteiger dann nach 2 (?) Wochen Pause Ende Juli in den Spielbetrieb der 3.Liga starten sollen.


    Eher wohl 34 Punktspiele und Landespokalspiele, denn am DFB-Pokal nehmen die allerwenigsten Viertligisten teil.
    Sicherlich ist der frühe Saisonstart für Drittligisten ein Problem, allerdings ein gewolltes Problem. Das Spieljahr endet grundsätzlich erst am 30.Juni. Während andere Spielklassen (höhere wie niedere) noch mitten in der Saisonvorbereitung stecken, steht für 2 Wochen die 3.Liga verstärjt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses und bekommt deshalb sogar einige Livespiele im Fernsehen.
    Die Deutsche Amateurmeisterschaft unterlag im laufe der Jahren etliche Änderungen Link , sodas offen ist, nach welchem Modus sie laut BFV-Vorschlag künftig ausgespielt werden soll. Die Vereine, die sich an diesen Bundespielen beteiligen werden sicherlich zusätzlich gefordert. Dafür gibt es für deren Teilnehmer trotz Wegfall der TV-Gelder ab 2012/2013aber auch ganz ordentlich Geld.
    Eins geht jedenfalls nicht, zu versuchen, sich über die Landespokale für die Teilnahme an der 1.Runde des DFB-Pokals des kommenden Spieljahres zu qualifizieren und gleichzeitig aufsteigen zu wollen und andererseits auf die verkürzte Spielpause im Sommer hinzuweisen. Entweder will man in eine Spielklasse aufsteigen, die zwangsläufig auch mehr Pflichtspiele bedeutet, oder man lässt es sein.
    Eine kurze Sommerpause gibt es neben den Teilnehmern an der Deutschen Amateurmeisterschaft auf jeden Fall für den nach gescheiterter Relegation 2.Bundesliga - 3. Liga abgestiegenen Teilnehmer an der 3.Liga

  • Wären wir bei "Wünsch Dir was", würde ich mir wünschen:


    1. Dass die 3. Liga wieder zweigleisig wird und es darunter acht Oberligen mit Direktaufsteigern gibt.


    2. Dass die 2.Mannschaften der DFL-Klubs nicht mehr am Spielbetrieb der 1. Mannschaften teilnehmen, sondern eine eigene U23-Bundesliga ausspielen.


    Da beides aber absolut unrealistisch ist, muß man sich damit abfinden und das beste daraus machen. Wenn ich mir dann den 2+1-Vorschlag der Westdeutschen anschaue, wird dieser das Problem nur verschieben und keine Besserung bringen, sondern weitere Vereine zum Rückzug zwingen. Wie sollen sich Vereine wie z.B. Türkiyemspor auf Dauer eine Regionalliga leisten können, deren Staffeln das halbe Land umfassen und immense Reise- und teilweise Übernachtungskosten mit sich bringen, ohne dass die Einnahmen durch TV-Gelder signifikant steigen. Zumal potentielle Gegner wie der SC Verl, die Sportfreunde Lotte oder der SC Wiedenbrück zu Hause nun wahrlich nicht die Massen anlocken werden.


    Der bayerische Vorschlag reißt mich auch nicht vom Hocker vor Begeisterung, aber er ist deutlich realitätsnäher. Es stimmt, dass es etwas Unbefriedigendes hat, wenn der Staffelsieger nicht direkt aufsteigt, aber diese Kröte müßte man einfach schlucken, wenn dadurch die nächste Totgeburt a la "Regionalliga 2+1" verhindert werden kann. Was die Frage nach dem Wie der vorgeschlagenen Deutschen Amateurmeisterschaft angeht: 2 Gruppen a 4 Mannschaften, einfache Runde (3 Spiele pro Mannschaft), Gruppensieger sind Aufsteiger und spielen in Hin- und Rückspiel den Deutschen Amateurmeister aus, die Gruppenzweiten spielen in Hin- und Rückspiel den dritten Aufsteiger aus. Sind max. fünf Spiele pro Mannschaft, die man zum Beispiel dadurch "reinholt", indem die Oberligen nicht 18er, sondern 16er-Staffeln sind (so wie ja heute schon die Oberliga Nordost).