Regionalliga: Liga ohne Zukunft


  • Bei derzeit 20 Mannschaften wären auch 5 statt 3 Abstiegsplätze machbar (und selbstverständlich entsprechende mehr Aufsteiger aus der 4. Spielklasse, bei einer Aufstockung auf 22 Teilnehmer also bis zu 6 Absteiger in die 4. Spielklasse und 6 Aufsteigern aus der 4. Spielklasse.
    Historische Parallele: bei der schrittweiser Reduzierung der 2.Bundesliga ab 1992/1993 gab es zunächst bei 24 Mannschaften 7 Absteiger und anschließend bei 20 Manschaften 5 Absteiger.
    Eine Erhöhung der Anzahl der Drittligaabsteiger auf bis zu 5 und damit der Durchlässigkeit zwischen 3. und 4. Spielklassenebene wäre ohne weitere Änderungen an deren Spielklassenstruktur auch jetzt möglich! (Bei einer Aufstockung der 3. Liga auf 22 Mannschaften entsprechend sogar bis zu 6 Direktaufsteigern).
    Bei weitgehender Beibehaltung der Regionalligastruktur (und Nichtaufstockung der 3. Liga auf 22 Mannschaften) müssten dazu allerdings die Vizemeister der 3 Staffeln zum Sausonende den 4. und 5. Drittligaufsteiger auspielen.
    Nur sind derartige Modelle für die Abstimmung nächsten Monat garnicht beantragt!

    Was die Anzahl der Regionalligastaffeln bzw im Falle einer Übertragung der 4. Spielklassenebene vom DFB an die Regional- bzw. Landesverbände die Anzahl der Regionalligen bzw. bei zusätzlichen Wegfall der Regionalliga die Anzahl der dann wieder viertklassigen Oberligen betrifft, werden die großen Regional- und Landesverbände sicherlich darauf bestehen , angemessen berücksichtigt zu werden. Eine Regionaligastaffel bzw. Regionalliga bzw. Oberliga pro Regionalverband kann wegen deren unterschiedlichen Größe vergessen!


    P.S.: Zu der ganzen Thematik Forderungen nach Veränderungen der Regionalligastruktur bzw. deren Abschaffung
    - aus Sicht des NOFV-Präsidenten
    - zum Herunterladen (205 MB), Button: Free Download anklicken: Fernsehbeitrag vom vergangenen Montag zur gleichen Problematik

  • Da wegen der verhärteten Fonten nächsten Monat eine Kampfabstimmung droht, die den deutschen Fussball vor einer Zerreißprobe stellt, sucht man nun den Kompromiss inform einer für alle Seiten tragfähigen Lösung: "Es gibt unterschiedliche Standpunkte, die sachlich erörtert wurden. Die Beteiligten bleiben im Vorfeld des DFB-Bundestages im Dialog, um einen für alle Seiten tragbaren Kompromiss zu finden", sagte DFB-Sprecher Ralf Köttker nach einer Sitzung des Verbandes und der Liga am Montag in Frankfurt/Main.


    Nachtrag zu Medienbeiträgen über das Thema Regionalligareform:
    Beitrag vom vergangenen Sonnabend der MDR-Sendung "Sport im Osten"
    Der Sport Inside- Beitrag zur Regionalligaproblematik aus der Sicht von Preußen Münsterist inzwischen auch auf Youtube abrufbar.

  • Ein Kompromiss bedarf immer ein Entgegenkommen aller Seiten. Einschätzungen wie "offensichtliche Lügner" sind da auch nicht hilfreich.


    Das Lizenzspieler auschliesslich in die Reservemannschaft delegiert wurden, um diese zu verstärken, kann man zwar vermuten. Nur wird die "Gegenseite" der Reservemannschaften dafür aber nur schwerlich auch den Beweis erbringen können. Also bringen solche Vorwürfe die Kontrahenten auch nicht weiter.
    Ist eine Seite mehr an Veränderung von einst gemeinsam (!) beschlossener Feslegung interessiert als die andere Seite, ist statt Pauschalvorwürfen verstärkt konstruktive Herangehensweise gefragt, ansonsten gibt es aufgrund wechselnder Sperrminoritäten am Ende überhaupt keine Veränderungen!


    Ein möglicher Kompromiss könnte zum Beispiel in der Umwandlung der Reservemannschaften von U 23 in U 21, also Mannschaften die den Namen Nachwuchsmannschaften auch verdienen, einerseits und ansonsten eine weitgehende Übernahme des bayerischen Vorschlages inclusive der Begrenzung der Zahl der Reservemannschaften auf maximal 6 pro Liga in 4. und 5. Spielklasse andererseits, bestehen.
    Mit der bei Umsetzung verbundenen massenhaften Abstieg von Reservemannschaften in 5. und 6. Spielklasse werden die mit ihrer 1. Mannschaft in der 4.Spielklasse vertretenen Vereine sicherlich gut leben können.
    (Das Thema 3.Liga würde sich bei Umsetzung eines solchen Kompromisses IMO "ganz nebenbei" nicht nur für Bayern II und Werder II, sondern auch für alle noch den Drittligaaustieg anpeilenden Reservemannschaften aus der Regionalliga gleich mit erledigt haben.)
    Das Thema Einsatz von Spielern aus der Lizenzmannschaft in der Reservemannschaft lässt sich auch (wie schon jetzt für die letzten Spieltage) regulieren.

  • wenn jemand offensichtliche Lügen verbreiten darf, um seine Verhandlungsposition zu stärken, würde ich mich von der anderen Seite fragen, ist er überhaupt ein Vertragsspartner in dieser Sache und/oder bin ich nur noch Bittsteller oder muß eine ganz andere Regelung her z.B. ohne Sky-DFL? :halloatall:


    Bezeichnend ist der MDR-Beitrag aus Aue.....

  • wenn jemand offensichtliche Lügen verbreiten darf, um seine Verhandlungsposition zu stärken, würde ich mich von der anderen Seite fragen, ist er überhaupt ein Vertragsspartner in dieser Sache und/oder bin ich nur noch Bittsteller oder muß eine ganz andere Regelung her z.B. ohne Sky-DFL? :halloatall:


    Bezeichnend ist der MDR-Beitrag aus Aue.....

    Klar ist die im MDR-Beitrag erwähnte Auer Haltung bezeichnend, aber wenig überrraschend, da vom eigenen Vereinsinteresse abgeleitet.
    Die Anhänger einer Ausgliederung der Reservemannschaften nur auf 4.Spielklassenebene handeln übrigens ebenso nach ihren ureigenen Vereinsinteresse. (Deshalb reden sie ja auch keiner (zumindestens theoretisch denkbaren) generellen Ausgliederung von Reservemannschaften das Wort.)
    Das die ganze Materie ohnehin sehr kompliziert ist, darauf hat letzten Monat schon die SHZ verwiesen


    Inzwischen ist wohl davon auszugehen, das es zu keiner Kampfabstimmung kommen wird! "Eine Kampfabstimmung werde aber auch von der Mehrheit der Amateurvertreter eher abgelehnt. Hocke: „Ein solcher Streit wäre nicht im Interesse des deutschen Fußballs.“ Zumal davon auszugehen sei, dass die DFL im Fall einer Niederlage im Plenum sofort alle von ihr erbrachten freiwilligen Leistungen kassieren würde. Hierzu gehören u.a. der Verzicht der zweiten Mannschaften auf die Teilnahme am DFB-Pokal sowie auf das TV-Geld (80 000 Euro pro Verein und Saison) in der Regionalliga Andererseits ist es wohl möglich, bestimmte Verbesserungen wie
    • Drittligisten könnte es untersagt werden, ihre Reserveteams in der 4. Liga spielen zu lassen.
    • Reserveteams der Bundesligen könnten gleichmäßig auf die drei Staffeln verteilt werden.
    • Den Profiklubs könnte auferlegt werden, dass künftig nur noch U-21-Teams (und nicht wie bisher U-23-Mannschaften) in der 4. Liga zum Einsatz kommen.
    • Die Rahmenbedingungen zur Aufnahme in die Regionalliga könnten für Vereine mit ersten Mannschaften verringert werden (hierzu zählen Größe des Stadions, Sitzplatz-anforderungen, strenge Fluchtlichtpflicht und dergleichen) größtenteils ohne Zustimmung der DFL durchzusetzen."

    Kleiner Wermutstropfen dabei: Eine gleichmässige Verteilung der viertklassigen Reservemannschaften führt bei weiter fehlender Bundesligapräsenz des NOFV als drittgrößten Regionalverbandes zur Vergrößerung des Einzugsbereiches der Nordstaffel. Werden dann aber nicht bayerische und/oder hessische Reservemannschaften, sondern welche aus dem des WFLV- Bereich der Nordstaffel zugeteilt, bedeutete das für die Regionalligisten aus dem NOFV-Bereich mehr Fahrkosten und -zeit.

  • Immer wieder kommt von der DFL das Argument, dass so unglaublich viel Geld in die Ausbildung deutscher Spieler gesteckt wird und daher die zweiten Mannschaften auch unbedingt am regulären Spielbetrieb teilnehmen sollen. Mit Blick auf die Bundesliga-Startaufstellungen des vergangenen Wochenendes stellt sich aber die Frage, wo diese ganzen topausgebildeten Nachwuchsspieler so abbleiben. Kaum noch eine Startelf beinhaltet mehr als fünf Deutsche und unbedingt jung sind davon viele auch nicht.


    Wenn man sich mal die Mühe macht und die Jahre miteinander vergleicht, stellt man schnell fest, dass um so erfolgreicher die zweiten Mannschaften geworden sind, um so geringer die Zahl der Deutschen in den Startaufstellungen der ersten Liga wurden.


    Denn es ist zwar richtig, dass die DFL-Clubs immer mehr Geld in den Nachwuchs gesteckt haben, um sich damit schon frühzeitig die besten Nachwuchsspieler des Landes zusammenzukaufen, aber gleichzeitig stand auch für die ersten Mannschaften immer mehr Geld zur Verfügung. Und mit diesem Geld wurden und werden immer wieder fertige ausländische Spieler eingekauft, die dann den Nachwuchshoffnungen vor die Nase gesetzt worden/werden. Ich sehe daher in der jetzigen Situation keinen Vorteil, eher einen Nachteil, da viele Traditions- und Ausbildungsvereine frühzeitig ihre besten Nachwuchsspieler an die DFL-Clubs verlieren und viele von den Talenten dann in deren zweiten Mannschaften versauern und dann auch noch den Traditions- und Ausbildungsvereinen im Kampf um die Startplätze das Leben schwer machen.


    Daher bin ich für eine Reserveliga und für eine Überwachung von Nachwuchstransfers. Letzteres erinnert oft, wenn DFL-Clubs den Eltern Jobs bei Sponsoren im Tausch für ihr Kind anbieten, überspitzt formuliert an Menschenhandel.

  • Denn es ist zwar richtig, dass die DFL-Clubs immer mehr Geld in den Nachwuchs gesteckt haben, um sich damit schon frühzeitig die besten Nachwuchsspieler des Landes zusammenzukaufen, aber gleichzeitig stand auch für die ersten Mannschaften immer mehr Geld zur Verfügung. Und mit diesem Geld wurden und werden immer wieder fertige ausländische Spieler eingekauft, die dann den Nachwuchshoffnungen vor die Nase gesetzt worden/werden. Ich sehe daher in der jetzigen Situation keinen Vorteil, eher einen Nachteil, da viele Traditions- und Ausbildungsvereine frühzeitig ihre besten Nachwuchsspieler an die DFL-Clubs verlieren und viele von den Talenten dann in deren zweiten Mannschaften versauern und dann auch noch den Traditions- und Ausbildungsvereinen im Kampf um die Startplätze das Leben schwer machen. Letzteres erinnert oft, wenn DFL-Clubs den Eltern Jobs bei Sponsoren im Tausch für ihr Kind anbieten, überspitzt formuliert an Menschenhandel.

    Im Tausch gegen Kinder wurde nicht mal nach der Wende den Spielereltern Arbeitsplätze bei Sponsoren angeboten.
    Die Vereine und Kapitalgesellschaften des Ligaverbandes haben auch nicht Geld in die Nachwuchsarbeit investiert, um die besten Nachwuchsspieler des Landes wegzukaufen, sondern weil sie dazu vom Verband gezwungen wurden, den entsprechenden Nachwuchs selbst auszubilden. Man wollte eben nicht, das die Masse der Lizenzmannschaften weiter lieber preiswertere Transfers mit fertigen Spielern aus dem Ausland tätigen statt auch den einheimischen Nachwuchs mit zu berücksichtigen. (Das die Masse der Amateurvereine in der Fläche schon aufgrund fehlender Sportgymansien und anderer sportbetonten Bildungseinrichtungen bei den notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen für die Ausbildung späterer Bundesligaspieler vor Ort heillos überfordert wäre, kommt noch hinzu.) .
    Ansonsten hätten sich die Lizenzvereine und -kapitalgesellschaften die Investitionen für die millionenschwere Infrastruktur und die laufendenen Kosten für den gesamten Nachwuchs gleich sparen können und es für den Abbau ihrer Verbindlichkeiten nutzen können!
    Das weniger finanzkräftige Vereine der oberen Spielklassen dank entsprechender Infrastruktur gleichzeitig überhaupt noch eine Chance haben, auch deutsche Nachwuchspieler mit Perspektive späterer Einsatz in der vereinseigenen Lizenzmannschaft in Größenordnung verpflichten zu können, ist ein schöner Nebeneffekt. Ansonsten würde auch dieser Nachwuchs von selbst durch die Bank weg entweder gleich versuchen, entweder zu einem der wenigen finanzkräftigeren inländischen Vereine zu wechseln oder aber ins Ausland abzuwandern. Nur ist heutzutage bei einer späterer Rückkehr ins Inland (im Gegensatz zu einigen prominenten Fällen aufgrund besonderer Umstände Mitte der 90er Jahre) heutzutage ein Wechsel aus der höchsten englischen Spielklasse beispielsweise zu einem armen deutschen Zweitligisten völlig undenkbar!

  • Immer wieder kommt von der DFL das Argument, dass so unglaublich viel Geld in die Ausbildung deutscher Spieler gesteckt wird und daher die zweiten Mannschaften auch unbedingt am regulären Spielbetrieb teilnehmen sollen. Mit Blick auf die Bundesliga-Startaufstellungen des vergangenen Wochenendes stellt sich aber die Frage, wo diese ganzen topausgebildeten Nachwuchsspieler so abbleiben. Kaum noch eine Startelf beinhaltet mehr als fünf Deutsche und unbedingt jung sind davon viele auch nicht.


    Dafür startete Bayern heute mit fünf Eigengewächsen (zeig mir mal den Regionalligisten, der das von sich behaupten kann) gegen AS Rom und siegte 2:0 mit insgesamt 7 amtierenden deutschen Nationalspielern auf dem Feld (+ein ehemaliger und ein evtl. zukünftiger).


    Langsam würde mich mal interessieren, wer diesen bayrischen Vorschlag überhaupt befürwortet. Die 2+1-Regelung wurde von der "Interessengemeinschaft Regionalliga" erarbeitet, die sich nach eigener Aussage aus 24 Regionalligisten zusammensetzt (damals) - auf der offiziellen Homepage des HFC ist von 26 Regionalligisten die Rede. Es gibt insgesamt 54 Regionalligisten, darunter 25 Reserven. Ergo gibt es nur 29 Amateurvereine in der Regionalliga, wovon 26 Teams die 2+1-Version wollen und RB ganz außen vor ist. Es gibt also tatsächlich ganze zwei potenzielle Bewerber für den bayrischen Vorschlag (+Hansestädter :D ). Das könnten die einzigen zwei bayrischen Regionalliga-Vertreter Weiden und Memmingen sein, aber wir diskutieren nicht ernsthaft wegen zwei Teams (von 29!) eine 8staffelige Lösung durch. Beide Teams stecken übrigens im Tabellenkeller.

    R.I.P. Fußball: TeBe Berlin, SSV Reutlingen, Eintr. Bamberg, RW Essen, Bonner SC, Waldhof Mannheim, SpVgg Weiden, SSV Ulm, 1.FC Kleve, LR Ahlen, Sa. Leipzig, Germania Windeck, TuS Koblenz, VfL Kirchheim, Borea Dresden, GW Wolfen, Türkiyemspor, Kickers Emden, 1.FC Gera, Eintr. Nordhorn, RW Kemberg, Germania Schöneiche, VfB Lübeck, OFC Kickers, Wuppertaler SV, FC Oberneuland, MSV Duisburg... [to be continued]


  • Dafür startete Bayern heute mit fünf Eigengewächsen (zeig mir mal den Regionalligisten, der das von sich behaupten kann) gegen AS Rom und siegte 2:0 mit insgesamt 7 amtierenden deutschen Nationalspielern auf dem Feld (+ein ehemaliger und ein evtl. zukünftiger).


    Das der FC Bayern deutsche Topspieler bunkert, ist bekannt und weil es davon nur so wenig gibt, mussten Bremen und Schalke am Dienstag mit nur jeweils vier deutschen Spielern in der Startaufstellung auskommen. Zeig mir da mal einen Regionalligisten, der eine ähnlich niedrige Quote hat. ;)

  • Im Tausch gegen Kinder wurde nicht mal nach der Wende den Spielereltern Arbeitsplätze bei Sponsoren angeboten.


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13689956.html
    Einfach mal Augen und Ohren öffnen, dann wird man schnell feststellen, dass das System heute noch wesentlich professioneller geworden ist.


    Dazu noch zwei überregionale Artikel:
    http://www.netzeitung.de/kultur/135273.html
    http://www.europarl.europa.eu/…STO03964+0+DOC+XML+V0//DE


    Die Rendite ist halt wichtiger als der Mensch...

  • Langsam würde mich mal interessieren, wer diesen bayrischen Vorschlag überhaupt befürwortet. Die 2+1-Regelung wurde von der "Interessengemeinschaft Regionalliga" erarbeitet, die sich nach eigener Aussage aus 24 Regionalligisten zusammensetzt (damals) - auf der offiziellen Homepage des HFC ist von 26 Regionalligisten die Rede. Es gibt insgesamt 54 Regionalligisten, darunter 25 Reserven. Ergo gibt es nur 29 Amateurvereine in der Regionalliga, wovon 26 Teams die 2+1-Version wollen und RB ganz außen vor ist. Es gibt also tatsächlich ganze zwei potenzielle Bewerber für den bayrischen Vorschlag (+Hansestädter :D ). Das könnten die einzigen zwei bayrischen Regionalliga-Vertreter Weiden und Memmingen sein, aber wir diskutieren nicht ernsthaft wegen zwei Teams (von 29!) eine 8staffelige Lösung durch. Beide Teams stecken übrigens im Tabellenkeller.

    Bei der Reorganisation des als Bundesspiele organisierten Spielbetriebes der 4.Spielklasse auf dem DFB-Bundestag sind aber nicht einzelne Regionalligisten oder irgendwelche Interessengemeinschaften gefragt, sondern die stimmberechtigten Delegierten.
    Bayern stellt übrigens als der mit Abstand stärkste Landesverband ein Mehrfaches an Delegierten als der den 2+1-Vorschlag einbringenden Regionalverband. Die Bayern können z.B. auch auf Unterstützung ihres Vorschlages aus Thüringen und Bremen rechnen.
    Interessant dürfte die noch unbekannte Tendenz im Abstimmungsverhalten der übrigen Landesverbände und Regionalverbände sein, sollte es doch noch zur Kampfabstimmung kommen.

    P.S.: Memmingen ist für den bayerischen Vorschlag und Weiden dagegen.
    Letzterer ist deswegen dagegen, weil er seine zur Herstellung der Regionalligatauglichkeit (und für das mittelfristige Anpeilen der 3.Liga) getätigten Investitionen konterkariert sieht. Pech nur, wenn statt mittelfristiges Anpeilen der 3.Liga (wegen dem Kampf um die Vorherrschaft in der Oberpfalz gegen Drittligist Jahn Regensburg) der Abstieg in die Bayernliga folgen sollte...

  • Aber die Landesverbände sollten doch die Interessen ihrer Vereine vertreten. Und wenn der ZFC Meuselwitz (Thüringen) und der FC Oberneuland (Bremen) sich für die 2+1-Regelung aussprechen, ist es doch unsinnig gegen die eigenen Mitglieder zu sprechen. Mir ist bewusst, dass nicht die Präsidien der Vereine beim DFB-Bundestag aufkreuzen, aber wenn unter den Vereinen ein so krasses Votum pro 2+1 ausfällt, wäre es doch sinnvoll die Kräfte zu bündeln, um diesen Vorschlag voran zu bringen. Es wird schwer genug überhaupt eine Änderung der aktuellen Regionalligen zu gunsten der Amateurvereine durchzubringen. Da muss man sich doch nicht intern unnötig schwächen, indem man mit aller Macht einen Vorschlag unterstützt, den bestenfalls zwei Vereine gut heißen.

    R.I.P. Fußball: TeBe Berlin, SSV Reutlingen, Eintr. Bamberg, RW Essen, Bonner SC, Waldhof Mannheim, SpVgg Weiden, SSV Ulm, 1.FC Kleve, LR Ahlen, Sa. Leipzig, Germania Windeck, TuS Koblenz, VfL Kirchheim, Borea Dresden, GW Wolfen, Türkiyemspor, Kickers Emden, 1.FC Gera, Eintr. Nordhorn, RW Kemberg, Germania Schöneiche, VfB Lübeck, OFC Kickers, Wuppertaler SV, FC Oberneuland, MSV Duisburg... [to be continued]

  • Aber die Landesverbände sollten doch die Interessen ihrer Vereine vertreten. Und wenn der ZFC Meuselwitz (Thüringen) und der FC Oberneuland (Bremen) sich für die 2+1-Regelung aussprechen, ist es doch unsinnig gegen die eigenen Mitglieder zu sprechen. Mir ist bewusst, dass nicht die Präsidien der Vereine beim DFB-Bundestag aufkreuzen, aber wenn unter den Vereinen ein so krasses Votum pro 2+1 ausfällt, wäre es doch sinnvoll die Kräfte zu bündeln, um diesen Vorschlag voran zu bringen. Es wird schwer genug überhaupt eine Änderung der aktuellen Regionalligen zu gunsten der Amateurvereine durchzubringen. Da muss man sich doch nicht intern unnötig schwächen, indem man mit aller Macht einen Vorschlag unterstützt, den bestenfalls zwei Vereine gut heißen.

    Wenn ein Vorschlag von nur 1 oder 2 Vereinen einer aktuell 54 Teilnehmer umfassenden Spielklassenebene unterstützt wird, heißt das noch lange nicht, dass er nur von 1 oder 2 Vereinen Unterstützung bekommt. Der BFV vertritt nicht 20+x Regionalligisten, sondern über 4.600 Vereine, darunter selbstverständlich auch die Interessen der Bayernligisten.
    Vor dem Hintergrund, das zunächst verzweifelt ein Oberligaaufsteiger für die Südstaffel gesucht wurde, verwundert die thüringer Unterstützung für den bayerischen Vorschlag also nicht.
    Das die Lage in Sachsen-Anhalt seit Jahren eine ganz andere ist, wo für die dortigen Spitzenvereine die jeweilige Spielklasse mit Namen Regionalliga seit Jahren sozusagen das "Ende der Fahnenstange" darstellt , ist auch klar.
    Oberneuland wird, egal was sich durchsetzt, auch in der Zeit nach dem Wegfall des kärglichen Fernsehgeldes irgendwie leben können.
    Für die fünftklassigen Bremenligisten ist dagegen aber nicht egal, ob und wenn ja welche Änderungen beschlossen werden, damit der ein oder andere Teilnehmer den Regionalligaaufstieg künftig ernsthaft in Erwägung ziehen kann! Also wird der dortige Verband auch keinerlei Interesse haben, seine oberste Spielklasse durch fortgesetzten Aufstiegsverzicht weiter zu entwerten, sondern den Vorschlag unterstützen, wo er am meisten Berücksichtigung der Interessen seiner Fünftligisten vermutet.
    Zu allererst haben die Landesverbände für ihre im verbandseigenen Spielbetrieb vertretenen Vereine eine Fürsorgepflicht. Spezifische Interessen einer Gruppe von Regionalligisten wie Meuselwitz oder Oberneuland können deshalb auch nicht über die Interessen anderer Vereine im Landesverband gestellt werden. (Sollten Letztere das anderes sehen, würden sie sich maßlos selbst überschätzen.).
    Ansonsten könnte die Masse der Landesverbände genausogut sich gleich dem DFL-Vorschlag anschließen, sind doch im eigenen Einzugsbereich beheimateten Lizenzvereine sozusagen ihre natürlichen Aushängeschilder.
    Folgerichtig haben die Landesverbände bei Prüfung der möglichen Unterstützung eines Vorschlages z.B. auch die Interessen ihrer auf 5. Spielklasse mit den 1. Mannschaften spielenden Vereine zu bedenken.
    Wenn sich in mehreren Landesverbänden kaum oder keine Bewerber für die 4.Spielklassenebene (nicht nur aufgrund der zentralen Anforderungen) mehr finden lassen und Besserung bei Umsetzung der beiden anderen Vorschläge für sie nicht erkennbar ist, finden sie bei ihnen selbstverständlich auch keine Unterstützung.
    (Das kein einziger Landersverband offiziell den Vorschlag für 2+1 einbringt ist schon bezeichnend. Worum es dem Vorschlag einbringenden Regionalverband vorrangig geht, ist auch bekannt.)
    Ausserdem werden sich etliche Landesverbände bestimmt schon ausgerechnet haben, was passieren könnte, würde der 2+1-Vorschlag tatsächlich umgesetzt:
    Für die aktuell in der Regionalliga spielenden Reservemannschaften sind in der neuen Reservestaffel nur 18 Startplätze vorgesehen. Bei aktuell 25 Zweitmannschaften gäbe es also auf einen Schlag gleich 7 Zweitmannschaften als Absteiger. Die müsssten auf die einzelnen Ligen der 5. Spielklasse integriert werden; irgendwie noch verkraftbar.
    Aber was passiert eigentlich, wenn die Profivereine dankend auf eine Teilnahme ihrer Zweitmannschaften auf die Reservestaffel verzichten und deren Spielteilnahme auf 5. Spielklassenebene (egal wie die dann im Einzelnen organisiert ist) einfordern sollten? Gekniffen wären dann aber die mit ihren 1. Mannschaften in der 5.Spielklasse vertretenen Oberligisten durch ein wahres Getümmel von Reservemannschaften. (Die Regionalligisten wird das sicherlich nicht stören, weil sie dann selbst nicht mehr mit ihren 1. Mannschaften gegen Zweitvertretungen spielen müssen.)
    Die Landes-und Regionalverbände könnten gegen eine solche Entwicklung kaum etwas tun, denn mit den Lizenzvereinen im eigenen Einzugsgebiet werden die sich bestimmt nicht anlegen wollen.