Hier der MOZ-Berich aus der Sicht von Stahl Finow gegen Union Fürstenwalde:
Fußball: Höchste Pflichtspielpleite seit zwölf Jahren
Eberswalde (MOZ) In der zweiten Pokalhauptrunde des Fußball-Landesverbandes kassierte Landesligist FV Stahl Finow gegen den Brandenburgligisten Union Fürstenwalde eine herbe 1:8-Schlappe.
Stahl Finow begann engagiert und hatte durch Jakob Scheuerecker nach Freistoßflanke von Torsten Röske die Chance zum Führungstreffer. Doch sein Kopfball landete an der Lattenunterkante des Fürstenwalder Gehäuses (11.). Bereits nach 20 Minuten war es mit der Finower Fußballherrlichkeit vorbei. Mit ihrer ersten Gelegenheit erzielten die Gäste durch Daniel Dreßler die Führung. Nur wenig später war dann Union-Kapitän Andreas Heyse mit einem Aufsetzer aus gut 20 Metern erfolgreich - 2:0 (23.).
Während die Platzherren geschockt und konsterniert wirkten, agierte der Aufsteiger in die Brandenburgliga nun spielbestimmend. Und so war es nicht verwunderlich, dass Christian Mlynarczyk nach Vorlage von Mathias Klein mit seinem Kopfball zum 3:0 in der 35. Minute für eine frühe Vorentscheidung sorgte.
Der Landesligist nahm sich vor, im zweiten Durchgang dagegenzuhalten. Die aufkeimenden Hoffnungen auf eine Resultatsverbesserung aus Sicht der Stahl-Elf wurden durch den Treffer zum 1:3 von Sebastian Silinski genährt (50.).
Doch fast im Gegenzug stellten die Gäste den alten Abstand wieder her. Die gut getimte Flanke von Mark Schmidt köpfte Mlynarczyk unhaltbar für Finows Schlussmann Enrico Jürgens zum 4:1 ein.
Jetzt brachen bei den Platzbesitzern alle Dämme. Finow ergab sich beinahe kampflos. Zwischen der 56. und 69. Minute erhöhte Fürstenwalde durch zwei Treffer von Klein und einen von Mlynarczyk auf 7:1.
Erst danach konnte der Gastgeber kurzzeitig wieder spielerische Akzente setzen und sich Tormöglichkeiten erarbeiten. Doch sowohl Sebastian Silinski als auch Torsten Röske und Michel Jahn konnten Oelze im Fürstenwalder Kasten nicht überwinden. Zum Schluss kamen die Unioner durch einen tollen Direktschuss von Sebastian König noch zum 8:1. Das war die höchste Pflichtspielniederlage des 1. FV Stahl Finow seit mehr als zwölf Jahren.
Gästetrainer Peter Heinrich meinte: "Zur Pause war unsere 3:0-Führung in dieser Höhe etwas unverdient. Doch im zweiten Durchgang konnten wir deutlich mehr zusetzen als Finow."