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Sport: Heftige Proteste gegen Fußball-Retortenklub von Red Bull in Leipzig
Fans der Traditionsvereine Lok und Sachsen beginnen Kampf
Von Falk Hornuß
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Die Fans der beiden Leipziger Traditionsvereine FC Sachsen und 1. FC Lokomotive Leipzig organisieren derweil den Widerstand. So wurden bereits am letzten Wochenende im Markranstädter „Stadion am Bad“ diverse Werbebanden mit Anti-Red-Bull-Parolen beschmiert und der Rasen mit Unkrautbekämpfungsmittel zerstört. „Die Menschen, die ich treffe, unterstützen die Pläne. Der Einstieg von Red Bull ist eine riesige Chance für Leipzig.“, sagte dennoch Kölmel der Welt. Für seinen persönlichen Umgang mag das auch zutreffen, aber sonst ist diese Einschätzung eher zweifelhaft.
Allerdings ist Sachsen Leipzig aktuell mal wieder insolvent und Lok hat erst vor einigen Jahren die letzte Insolvenz hinter sich gebracht. Das Fan-Potential ist in Leipzig jedenfalls groß. Aber im Osten sind die Fans treuer und wesentlich geschichtsbewußter als im Westen Deutschlands. Insofern ist es höchst unsicher, ob hierzulande ein Retorten-Verein a la 1899 Hoffenheim funktionieren kann. Aber schon im nächsten Jahr wird die Nagelprobe kommen, da RB, Lok und Sachsen Leipzig in einer Staffel der Oberliga spielen müssen. Schon die Derbys zwischen Lok und Sachsen sorgten jedoch in der Vergangenheit immer wieder für heftige Kloppereien. Zukünftig wird der Hauptgegner woanders stehen. Besonders Dynamo Dresden wird das zu schätzen wissen.
Veröffentlicht: 15. Juni 2009
Quellenangabe: Berliner Umschau