Beiträge von lucius

    @ yhdk
    Unerquicklich finde ich es, wenn BFC Seiten zu einer Homepage verlinken. Auf deren Seiten man folgende Laudatio auf Erich Mielke findet:
    ERICH MIELKE_FREUND UND GENOSSE]
    (Es sind ja wohl nicht die Fans anderer Vereine, die diese Seite erstellt haben! Die Seite wurde mit Sicherheit aus dem Umfeld des BFC gestaltet).
    Hier mal ein Link zu einer Seite, die das Wirken des Stasiministers korrekt beschreibt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Mielke
    Mit dem folgendem Spruch beschreiben sie offensichtlich die Taktik der BFC Fans in diesem Forum (BFC Leit- und Streitkultur?

    Zitat

    Wobei ich der derzeitigen Diskussion insgesamt nicht viel abgewinnen kann, weil jedes noch so vernünftige Argument der Einfachheit halber im Gegenzug problemlos in Frage gestellt und weggewischt wird.


    Ich habe unter diesem Thread einige Indizien zur Schiri Manipulationen zur Diskussion gestellt:


    Mit dem Kommentar, dass Schiri- Manipulationen sich auch nicht immer im Spielergebnis wiederspiegeln müssen.
    Unerquicklich fand ich, dass aus der BFC Ecke auf diese konkreten Indizien keine Antworten kamen. Aber erklärbar, hat vermutlich was mit BFC Leit- und Streitkultur zu tun ;-)

    dastalent71 schrieb:

    Zitat

    schweinsteiger hatte vor kurzem ne meniskus op und bis jetzt nur bei den amas gespielt. wunder mich das er überhaupt dabei ist.


    Dem kann ich nur Zustimmen. Bei einem Telefongespräch mit Magath hätte die neue Trainercrew erfahren können, dass Schweinsteiger derzeit nicht zum Kader des Bundesligateams gehört. Er muss erst einmal bei den Amateuren Top Leistungen nachweisen.


    Klinsmann hat aber einige gute Entscheidungen getroffen:
    Kahn als Kapitän abgesetzt und Lehmann in der 2. Halbzeit spielen lassen. Da wird klar angesagt, dass künftig auch auf dieser Position das Leistungsprinzip gilt.
    Michael Ballack ist ein Spieler, den ich zu den Top Spielern Europas zähle. Die DFB Elf braucht Leitwölfe und Führungsspieler. Mit der Kapitänsbinde signalisieren die Trainer, dass sie genau das von ihm auch erwarten.


    Kurannyi- Dreierpack ist das was eigentlich zählt. Wichtig ist allein auf dem Platz! Ist jedenfalls meine Meinung. :mrgreen:

    @ Inno BFC'er
    Hier meine Antwort auf deinen Beitrag vom 15.08. 04/ 14:22 :
    Es ist mir ehrlich gesagt egal, welches Prädikat du meinen Beiträgen erteilst. Das Prädikat "Frechheit" erhältst du jedenfalls von mir zurück, ungebraucht!
    [Blockierte Grafik: http://www.kurts-smilies.de/loool.gif]
    Die meisten Behauptungen von dir sind Polemik pur. Folgende falsche und unsachliche Behauptungen werde ich daher korrigieren:
    1. Du behauptest, ich dränge Menschen in eine bestimmte Ecke. Diese Behauptung ist falsch!
    Begründung:
    Es gab Kralles Beitrag (15.08.04/10:47) der die Angst beschreibt auf den Stehplatzrängen:

    Zitat

    Bei uns im Block waren nicht nur kräftige Männer von 20-30 wie im BFCBlock, bei uns waren, Kinder, Frauen, und alte Herren!


    Und es wurde bekannt, das ein Fan krankenhausreif geprügelt wurde!
    Wer vor diesem Hintergrund folgende zynischen Kommentare abliefert:
    am (15.08.04/11:14)

    Zitat

    Da können einem ja fast die Tränen kommen....Ihr unschuldigen,sauberen,
    toleranten,fairen, friedliebenden,... Mitbürger...gib mir mal ein Taschentuch..


    und
    am (15.08.04/14:22)

    Zitat

    Da gibt es nicht's zu bedauern!

    drängt sich selbst in eine bestimmte politische Ecke. Diese beiden Sprüche sind jedenfalls Zustimmung pur von dir: zur Attacke des Kampfbeobachters, der mit <Rudolf Hess und Asylanten- Sprüchen> daherkommt.
    Da darfst du dich daher über kritische Fragen nicht wundern. Jede Aufregung ist hier fehl am Platz. Auch diese Kritik wird von mir zurückgewiesen!


    2. Zu deinem Spruch:

    Zitat

    Es ist auch eine absolute Frechheit den BFC – Fan mit Hools und Nazis gleichzusetzten

    .
    Das hat hier niemand getan!
    Wenn du mir das unterstellen willst, ist das falsch!


    "Den BFC Fan" gibt es meiner Meinung auch nicht. Beim Verein BFC wird sich in der Fanszene das politische Spektrum der Stadt Berlin wiederspiegeln. Du sprichst selbst von Gruppierungen, darunter auch problematischen Gruppierungen. Gerade die von mir dargelegten Ansichten der BFC Fans "BFC_er" und "schlodde" zeigen, dass von mir auch keine pauschale Gleichsetzung aller BFC Fans mit Nazis stattfand!
    Auch diese Kritik wird von mir zurückgewiesen!


    3.Zum Problem Forum:
    Tatsache ist das, das die Internetseiten bfcdynamo.de / bfc.attack.de zu einem Forum verlinken. Das inoffizell sein mag, aber von vielen BFC Fans genutzt wird. Hinzu kommt, das sich dort Vereinsfunktionäre (Präsident Weinkauf, Pressesprecher Kaufmann) mit Informationen und Meinungen an ihre Fans wenden. Welche Informationsquellen jeder nutzt, sollte er selbst entscheiden.
    4.Zu deinem Spruch

    Zitat

    …..und du lässt mich in deinem eigen Interesse in Ruhe!


    [Blockierte Grafik: http://home.clara.net/suspark/toiletkenny.jpg]
    (Niemand zwingt dich meine Beiträge zu lesen oder darauf zu Antworten)

    @ Koepenicker


    Als Fan des 1. FC Union betrifft dich das Thema auch weniger. Andere, die sich beim BFC engagieren, sind sauer. Im BFC Forum erschien gestern folgender Text

    Motorfan
    Deine Beiträge finde ich cool, irgendwie merkt man gleich das ein Insider spricht:

    Zitat

    Die meisten sind mit dem Auto angereist und waren schon sehr früh im Stadion. Andere sind schon ein Zug früher gefahren.

    Man könnte schon den Eindruck gewinnen, dass du zu den "Murmeltieren" gehörst…
    [Blockierte Grafik: http://www.kurts-smilies.de/loool.gif]


    Inno BFC'er
    Klar, ein Babelsberger Fan musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Verletzungen im Gesicht mussten genäht werden, ein gebrochenes Bein muss noch operiert werden…
    Und dir fällt nur folgender Kommentar ein

    Zitat

    Da können einem ja fast die Tränen kommen....Ihr unschuldigen,sauberen,
    toleranten,fairen, friedliebenden,... Mitbürger...gib mir mal ein Taschentuch..


    Schon bemerkenswert, wie viel Achtung und Respekt du anderen Menschen gegenüber aufbringst. Da interessiert dann nur noch, wie du den Beitrag des Kampfbeobachters aus dem BFC Forum findest. Kann es sein, das du ihm zustimmst? Wundern täte mich das nicht.




    Immer mehr BFC Fans kriegen es jetzt übrigens auf die Reihe, um welche Art "Murmeltier" es sich beim Kampfbeobachter handelt, reden Klartext im BFC Forum:


    Zitat

    Wir brauchen keine Nazis wie dich!
    Geschrieben von BFC_er am 15.08.2004 um 10:20


    Du hast wirklich nichts bei, BFC zu suchen. Du kannst gerne zu deinem NPD- Ortsverein gehen und dort deine rechtsextremen Parolen von gestern wiedergeben. Hier beim BFC hast du nichts verloren.


    Zitat

    schlodde am 15.08.2004 um 10:27


    STIMME DIR VOLL ZU!!!
    Ich werde auf jeden fall für längere Zeit nicht mehr zum BFC gehen bzw. fahren!
    Bekommt erst einmal die sogenannten Fans unter Kontrolle, man seid ihr peinlich!!!

    aka


    Niemand hat behauptet, dass der BFC immer nur von ein und dem selben Schiri gepfiffen worden wäre. Der Spottvers ist doch eine klare Ansage, dass es sich um eine Schiri Gruppe gehandelt hat, der man Schiebungen unterstellt. Deine namentliche Auswertung zur Serie 1984/85 bestätigt nur, dass die im Spottvers genannte Schiris tatsächlich den BFC gepfiffen haben! Hier noch mal zum Vergleich der Spottvers:
    :mrgreen:


    Folgende Fragen kann oder will offensichtlich auch niemand beantworten:


    1. Ein besonders drastisches Beispiel gab es beim 1:1 zwischen Aue und dem BFC. "Das 2:1-Siegtor von Aue fand wegen Abseits keine Anerkennung. Diese Fehlentscheidung war so offensichtlich, dass diese Szene in der Sport-Aktuell-Sendung nicht gezeigt werden konnte."


    2. Ein weiterer Hinweis in der Jungen Welt:
    DFV- Entscheidungen 1986: Hans Einbeck (Chef der Schiri Kommision und BFC Mitglied) wurde durch Rudi Glöckner ersetzt. Schiri Stumpf wurde gesperrt. Warum derartige Konsequenzen, wenn es keine Verfehlungen gab?


    3. Weiter heißt es : Glöckner bezeichnete später das ganze als »BFC-Schieberei« und »BFC-Theater«.


    4. Frank Willmann Zitat
    Gerade habe ich noch in einem Archiv entdeckt, zu welchem Ergebnis der Deutschen Fußball-Verband 1986 wegen dieser Vorwürfe gekommen ist. Die haben viele Spiele genau untersucht und zum Beispiel festgestellt, dass beim Pokalspiel gegen Dynamo Dresden der Schiri Rossner insgesamt 30 Fehlentscheidungen zugunsten des BFC getroffen hat.


    Schiri- Manipulationen müssen sich übrigens auch nicht immer im Spielergebnis wiederspiegeln. Schon gar nicht bei Top-Teams, die das eigentlich gar nicht nötig hätten!

    Ligasprecher Tom Bender heute in BILD: Keine Sterne für DDR Titel


    Zitat

    Die Sterne gelten nur für Meisterschaften, die in der Bundesliga gewonnenen wurden. Das hat nichts mit Ost/ West tun.
    Man kann nicht die Wettbewerbe in verschiedenen Liegen miteinander vergleichen.
    Die Titel vor Einführung der Bundesliga 1963 zählen ja auch nicht.


    Sterne gibt’s nach folgendem Reglemant für Titel in der Bundesliga, ab 1963:


    1 Stern ab 3 Titel
    2 Sterne ab 5 Titel
    3 Sterne ab 10 Titel

    Ich habe schon einmal in diesem Forum den Schriftsteller Frank Willmann zitiert:

    Zitat

    Einige haben in vorausschauendem Gehorsam gehandelt und haben unfair gepfiffen. Die waren zum größten Teil IMs und einige sogar OibEs ...
    (... Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi und Offiziere im besonderen Einsatz)
    Gerade habe ich noch in einem Archiv entdeckt, zu welchem Ergebnis der Deutschen Fußball-Verband 1986 wegen dieser Vorwürfe gekommen ist. Die haben viele Spiele genau untersucht und zum Beispiel festgestellt, dass beim Pokalspiel gegen Dynamo Dresden der Schiri Rossner insgesamt 30 Fehlentscheidungen zugunsten des BFC getroffen hat.


    Es ist schon bemerkenswert, welche Leute über die Auslegung der Fußballregeln entschieden: Hans Einbeck, Chef der Schiri Kommission und BFC Mitglied, Schiris zum größten Teil IMS und sogar OibEs…
    Und ergänzend hierzu noch die von mir genannten Indizien in meinem letzten Beitrag: Auespiel und Sanktionen gegen Einbeck und Schiedsrichter Stumpf.
    BFC Trainer und Spieler wurden sicher nie gefragt, ob sie "Doping in Form von Schiri Entscheidungen" zu ihren Gunsten toll finden. Die Nebenwirkungen, siehe Spottvers und Transparente, für sie besonders ätzend. Zumal sie tatsächlich unter DDR Verhältnissen ein Top-Team waren, derartige Manipulationen bescheuert waren…


    So bescheuert wie Ben Johnsons Dopinglauf, der Carl Lewis am 24.09.1988 klar schlug und mit 9,79 Sekunden einen 100 m Weltrekord aufstellte. Dem aber die Medaillie aberkannt wurde und der lebenslänglich gesperrt wurde aufgrund nachgewiesenen Dopings.
    Dieter Baumann wurde Doping ebenfalls zum Verhängnis. Nach seiner Argumentation sollte man ihm erstenmal Nachweisen, wer die Zahnpasta präpariert hat.
    Der Argumentation Hauptsache Titel und Medaillen, egal mit welchen Mitteln, schließe ich mich nicht an. Weder "Schiri Doping" für den BFC noch "Medikamenten Doping" dürfen nachträglich legalisiert werden. Daher keine Sterne für den BFC, auch keine nachträglichen Ehrungen für Johnson oder Baumann.

    martincvef
    Unter Marketing / Kommerz Aspekten finde ich die die 3 Sterne Aktion cool. Zustimmung, wenn Vereine mit Fanartikeln Kasse machen. Zustimmung, wenn der DFB erst einmal die Frage beantworten soll, ob die Sterne ausschließlich als Gütesiegel für die Bundesliga gelten. Es gibt sicher auch gute Gründe, Meistertitel vor Gründung der Bundesliga zu würdigen! Unabhängig vom Stichtag (Bundesligagründung 1963) ist natürlich auch die Gleichwertigkeit von Meistertiteln aus der Ex-DDR anzuerkennen! Egal ob Meistertitel aus 100 Jahren DFB oder seit der Gründung der Bundesliga (1963): Gewürdigt werden sollen Meistertitel, (die iin einem eventuell noch zu korriegeenden Zeitraum) auf dem Gebiet der jetzigen BRD erkämpft wurden! Dadurch wird auch der Ost / West Konflikt in dieser Frage hinfällig. Ich habe aber ein Problem damit, wenn ausgerechnet der BFC den Antrag auf die Sterne stellt.
    Denn es gab Wettbewerbsverzerrung durch Schiris in der Oberliga. Nicht unabsichtlich, wie sie jedem Schiri mal subjektiv unterlaufen kann. Sondern gewollt und praktiziert durch Schiris. Insider der DDR- Oberliga werden sich an Sprüche wie diesen erinnern:


    Oder Transparente mit diesen Inhalten:

    Zitat

    "Wir grüßen den DDR-Meister und seine Schiedsrichter"
    "Schiebermeister BFC, das befahl die SED."


    (http://www.taz.de/pt/2004/06/29/a0231.nf/text)
    Es gibt Hinweise dafür, dass durch dubiose Schiri-Entscheidungen der BFC Dynamo tatsächlich Vorteile während der laufenden wettbewerbe erlangte.
    Beispiel Spiel gegen Aue (TAZ-Artikel )

    Zitat

    Ein besonders drastisches Beispiel gab es beim 1:1 zwischen Aue und dem BFC. " Das 2:1-Siegtor von Aue fand wegen Abseits keine Anerkennung. Diese Fehlentscheidung war so offensichtlich, dass diese Szene in der Sport-Aktuell-Sendung nicht gezeigt werden konnte."


    Ein weiterer Hinweis (Junge Welt):

    Zitat

    DFV- Entscheidungen 1986: Hans Einbeck (Chef der Schiri Kommision und BFC Mitglied) wurde durch Rudi Glöckner ersetzt. Schiri Stumpf wurde gesperrt.


    Warum derartige Konsequenzen, wenn es keine Schiri Verfehlungen gab? Weiter heißt es :

    Zitat

    Glöckner bezeichnete später das ganze als »BFC-Schieberei« und »BFC-Theater«.


    Die Beispiele vom Spiel BFC/ Aue und die DFV –Entscheidungen von 1986 sind Indizien dafür, dass eine gewollte und praktizierte Wettbewerbsverzerrung durch Schiris in der Oberliga stattfand. Für mich ist aber auch klar: Im Jahr 2004 kriegen die Verantwortlichen beim BFC noch immer keine kritische Distanz hin, zu ihren DDR Meistertiteln. Der Antrag bei DFB/DFL auf die 3 Sterne kriegt für mich daher einen faden Beigeschmack. Als sollte, vergleichbar einer Geldwaschanlage, gewaschen werden. Anschließend sind 10 DDR Meistertitel clean, versehen mit Gütesiegel des DFB! In Form dreier Sterne.
    hasabs Beitrag würde ich unterschreiben!

    Zitat

    Dann aber bitte schön für alle deutschen Meister , auch für DDR und vor 1963 , die gleichen Möglichkeiten .- Da sind jede Menge Traditionsvereine dabei , die heute ums finanzielle Überleben kämpfen !


    Aber am korrekten Erwerb der Meistertitel darf es keinen Zweifel geben, egal ob in Ost oder West Germany.


    [Blockierte Grafik: http://www.kurts-smilies.de/meinung.gif]

    Fritzi,
    Dein Einwand ist korrekt! [Blockierte Grafik: http://www.kurts-smilies.de/respekt.gif]
    Ich korrigiere daher die Mitgliederentwicklung der SPD wie folgt:
    780000 im Jahr 1998
    650000 im Jahr 2004

    Die SPD verlassen haben 130 000 Mitglieder, entspricht –16,7% bezogen auf das Jahr 1998. Diese Anzahl von Menschen würde ausreichen, um die Stadien AOL Arena, Arena auf Schalke und die Bay Arena gleichzeitig bis auf den letzten Platz zu füllen.
    :mrgreen:

    maurice_aus_dem_osten
    Zum Thema Miete hier mal eine Stellungnahme vom Berliner Mieterverein:

    Zitat

    Der Berliner Mieterverein warnt davor, dass Harz IV zu einer Arbeitsbeschaffungsmaßname für Umzugsunternehmen werden könnte! Weil sie ihre Wohnung künftig nicht mehr bezahlen können, müssen viele sich ein billigeres Zuhause suchen. Weil Langzeitarbeitslose ab kommendem Jahr Sozialhilfeempfängern gleichgestellt werden, erhalten sie auch Mietzuschüsse nur, wenn ihre Miete eine bestimmte Höhe nicht übersteigt und die Wohnung »angemessen« groß ist!! Wie hoch diese Miete sein darf und was unter »angemessen« zu verstehen ist, kann derzeit noch niemand genau sagen. Es sei jedoch zu erwarten, dass sie sich an den derzeitigen Obergrenzen für Sozialhilfeempfänger orientieren werden. Beim Berliner Mieterverein befürchtet man ein rigides Umsetzen der Vorschriften durch die Kommunen, da sie künftig die Wohnkosten der Arbeitslosengeld-II-Empfänger zu tragen haben.
    Wie viele von den 160000 Berliner Langzeitarbeitslosen sich eine neue Wohnung suchen müssen, ist ungewiss. Geradezu verrückt findet man, dass mittlerweile viele Sozialwohnungen so teuer sind, dass sie sich die Bedürftigen kaum noch leisten können. So sollen im kommenden Jahr für 34000 Sozialwohnungen aus den 70er Jahren die Mieten angehoben werden, weil die Laufzeit der Bankkredite abgelaufen ist und keine Senatszuschüsse mehr gezahlt werden.


    Zustimmung pur gibt es von mir für folgende folgenden Passagen in deinem Beitrag:

    Zitat

    Unter einer CDU/FDP-Regierung wäre der Sozialabbau noch viel stärker


    und

    Zitat

    Politisches Engagement wäre besser.


    (Ich unterstelle mal du meinst Engagement gegen Harz IV.) :D

    aka schreibt

    Zitat

    Dafür hätte ich gerne mal eine Quelle. Reduzierung auf ein Sechstel innerhalb von 6 Jahren glaube ich nicht, das würde man häufiger hören.


    Die von mir genannten Zahlen zur Mitgliederentwicklung in der SPD wurden einemm Artikel der Zeitschrift "Die Zeit" entnommen. Link zum Artikel:
    http://www.zeit.de/2004/13/SPD_Haupttext
    Dort findest du eine grafische Darstellung, der man folgenden Angaben zur Mitgliederentwicklung entnehmen kann:


    600 000 Mitglieder im Jahr 1998
    100 000 Mitglieder im Jahr 2004


    Die Überschrift "Leise gehen die Genossen" bringt es schon auf den Punkt, wie Schröder mit der Agenda 2010 seine eigene Partei demontiert.
    :mrgreen:

    Hallo André, du schreibst :

    Zitat

    Da ich glücklicherweise nicht vom ALG II betroffen bin…


    Dann lass uns doch bitte mal über folgenden Sachverhalt diskutieren:
    Werker Mustermann fällt im Januar 2005 unter die Regelungen Harz IV! Ist über 50 Jahre alt, betriebsbedingt nach mehr als 30 Jahren Arbeit gekündigt.Bessere Chancen am ersten Arbeitsmarkt, dank Harz IV? Wohl kaum, im Gegenteil!
    Die Auswirkungen für ihn:
    1. Die Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld wird durch Harz IV reduziert, obwohl er Jahrzehnte lang gearbeitet hat und Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt hat. Er hat sich Ansprüche erarbeitet. Was Schröder und Harz hier veranstalten ist Sozialraub! Das hat mit Mut nichts zu tun, ist einfach nur dreist!
    2. Im Osten beträgt das Arbeitslodengeld II 331 Euro! Wer halbwegs eine Peilung hat wird es auf die Reihe kriegen, dass man damit noch nicht einmal eine Wohnungsmiete bezahlen kann.
    Diese Mensch wird nach jahrzenterlanger Arbeit abgeschoben, per Harzgesetze in die gesetzlich verordnete Armut!
    Du schreibst weiter

    Zitat

    Übrigens: die Diäten für Politiker sind durchaus angemessen,..


    Schröder wollte sich an den Arbeitslosenzahlen messen lassen! Im Juli 2004 wurde eine REKORDARBEITSLOSIGKEIT ausgewiesen! Also Ziel verfehlt, Aufgabe nicht gelöst bei 4,36 Millionen Arbeitslosen! Würde der "Basta Kanzler" seine eigenen Maßstäbe ernst nehmen, müsste er eigentlich das Handtuch werden! Denn in der freien Wirtschaft wird man gefeuert, wenn man Leistungsziele nicht erreicht!
    Was seine eigenen Parteigenossen von seinem Kurs halten zeigen die MASSENAUSTRITTE:
    1998 gab es in der SPD 600 000 Mitglieder, 2004 sind es nur noch 100 000! Sozialraub und eine hemmungslose Umverteilung von Unten nach Oben haben mit Mut nichts zu tun. Mutig verhalten sich m.E. 83 % der SPD Mitglieder, die diesem Kanzler ihre Mitgliedsbücher auf den Tisch geknallt haben. Sie haben die Reißleine gezogen, und das ist auch gut so.
    Du schreibst weiter

    Zitat

    Mein selbsterklärtes Berufsziel ist übrigens Finanzminister.

    Die wichtigste Voraussetzung für dieses Amt scheinst du ja wohl offensichtlich mitzubringen, wenn ich deine Äußerung richtig verstehe :

    Zitat

    … und mir auch das genaue Wissen zu diesem komplexen Thema fehlt.


    :mrgreen:

    Ueren schreibt:

    Zitat

    Zum einen gibt es heute keine klassischen zigarrerauchenden Industriebosse mehr…


    Klingt fast so als wären Ideen des Karl Marx (1818-1883) im Jahr 2004 überholt. Ich meine der Text

    Zitat

    Die Interessen von Kapitalisten und Arbeitnehmern sind entgegengesetzt. Der Kapitalismus kann sich nur entwickeln und florieren, wenn er zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Resorcen der Erde und der Arbeiter"!

    ist hochaktuell.
    Stichwort Resorcen 2004: Erdöl steht nicht in unbegrenzter Menge zur Verfügung, global betrachtet. Zum Stichwort Arbeiter (Abnehmer) fallen mir nur Schlagworte ein wie Agenda 2010 und Harz IV. Von der Bereitschaft zur Ausbildung junger Facharbeiter ganz zu schweigen. Auch davon zu schweigen, dass Lohndumping und Arbeitslosengeld II die Kaufkraft schwächen! Vor Profitgeilheit sägt man an dem Ast, auf dem man eigentlich künftig Früchte ernten will.
    In Deutschland starb mit dem Zusammenbruch der DDR ein vertrauter Todfeind. Aber ist 2004 wirklich alles paletti? Null Probleme in Deutschland wenn allein die Profitmaximierung das Handeln bestimmt? Habe ich vielleicht die blühende Industrielandschaften übersehen? Das Allheilmittel Agenda 2010 mit seinem Instrument Harz IV halte ich für eine Bankrotterklärung, wirtschaftlich und sozialpolitisch. Ein Rückfall in frühkapitalistische Verhältnisse. Beweist für mich nur, das es auf Unternehmerseite an Einsichten und Flexibilität fehlt um die "soziale Quadratur des Kreises" zu lösen! Eigentlich auf rationaler Ebene für alle Beteiligten nur lösbar, wenn Prioritäten gesetzt werden. Bei denen Profitgier und Kapitalverwertung nicht ausschließlich das Handeln bestimmen. Schließlich wurden ja mal Werte formuliert: Wie Marktwirtschaft, sozial und ökologisch orientiert!
    Vielleicht starb ja mit der DDR auch dieses Denkmodell. Unter sozialpolitischem Aspekt erlebe ich seit der Wende jedenfalls nur Frühkapitalismus pur. Geprägt von Supertypen wie Harz und Schröder!

    Zitat

    Es ist sich jeder bewusst, dass der Sozialstaat so nicht mehr finanziert werden kann und dass gespart werden muss.


    Dem Spruch stimme ich zu! So wie bisher sind Staatsaufgaben, einschließlich der Sozialstaat, nicht wirklich finanzierbar. Vielmehr müssen Unternehmen endlich ihre Gewinne versteuern, als Arbeitnehmer muss ich das schließlich auch! Die großen Unternehmen fahren schließlich enorme Gewinne ein! Nachstehend habe ich hierzu einige Fakten zusammengetragen:


    Fazit:
    Die Hauptlast der Steuerabgaben tragen die Arbeitnehmer! Sie finanzieren zum größten Teil die notwendigen Ausgaben für Bildung, Infrastruktur, Gesundheitswesen usw. Die unter den Punkten 1 bis 4 beschriebenen Fakten zeigen, dass man auch in Deutschland gewinnbringend produzieren kann. Diesen Großunternehmen wäre es auch zuzumuten Steuern zu zahlen. Unternehmen die kaum Gewinne einfahren sind für die Steuer ohnehin uninteressant. Die werden sich dem Preis-/ Lohndruck aus Osteuropa bzw. Asien auch nicht entziehen können. Aber wie gesagt, die sind unter steuerlichen Aspekt uninteressant. Eigentlich warte ich immer noch auf ein Beispiel, bei dem Sparbeiträge auf Unternehmerseite beschrieben werden.
    Denn das hier kann's ja wohl nicht sein:

    Zitat

    Da wurde den (gescheiterten!) Managern Sommer (Telecom) oder auch Esser (Mannesmann) Abfindungen in zweistelligen Millionenhöhen gezahlt. Bei Mannesmann betrug der Gesamtschaden durch die Selbstbedienung der Unternehmensleitung 112 Millionen DM (FAZ v. 22.1.2004).

    :mrgreen:

    Das Ziel der Agenda 2010 und der Harz IV Gesetze ist in erster Linie die Anhebung der Profite auf Kosten der Löhne, realisiert über Sozialabbau. Am Level der Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe orientieren sich die Mindestlöhne im Tarifsystem. Ein Absenken dieser Leistungen hat zwangsläufig Auswirkungen auf das Tarifsystem, speziell im Bereich der unteren Lohngruppen. Die Reduzierung der Bezugsdauer des Arbeitslosengelds ist Sozialraub gegenüber Menschen, die jahrelang in die Arbeitsversicherung eingezahlt haben! Das Absenken der Sozialhilfe auf Arbeitslosengeld II Niveau, im Osten 331 Euro, trifft primär Langzeitarbeitslose. Schwächt aber auch generell die Position aller abhängig Beschäftigen (Arbeitnehmer) bei Lohnverhandlungen. Rechtfertigt das Argument "Sozialhilfe wird aus Steuermitteln bezahlt" denn nicht die Reduzierung auf Arbeitslosengeld II Niveau? Ich meine nein!Das soziale Netz wird zwar aus dem Steueraufkommen finanziert. Die Hauptlast der Steuerabgaben tragen aber die Arbeitnehmer! Warum sollen Steuergelder dann nicht teilweise zur Sozialen Absicherung von Arbeitnehmern verwendet werden, sondern zur Subventionierung maximaler Profite nach Oben umverteilt werden? Als abhängig Beschäftigter erhalte ich jedenfalls nicht mehr Lohn bzw. Gehalt durch die Einsparungen bei der Sozialhilfe.
    Ein anderes Argument der "Reformer" ist das fehlende Geld. Der Sozialstaat ist nicht mehr finanzierbar, jetzt müssen Besitzstände aufgegeben werden. Hinter dem Märchen vom Sparzwang verbirgt sich eine rüde Interessenpolitik und ein Frontalangriff der Kapital- und Unternehmerverbände auf Arbeitnehmerinteressen.
    Gespart wird bei Arbeitnehmern, Arbeitslosen, Rentnern, Studenten, Arbeitslosen…
    Während nach Oben, in Richtung privater Kapitaleigner, Konzerne und Banken, Steuergeschenke in Milliardenhöhe gemacht werden.
    (Allein durch die Reform der Unternehmenssteuer verzichtet der Staat 2001 und 2004 auf 40 Mrd Euro).
    Leere Staatskassen beruhen aber nicht darauf das die BRD ein armes Land ist. Auch nicht darauf, dass die Arbeitsnehmer seit Jahren über ihre Verhältnisse leben. Gegenüber 1960 wird derzeit ein 3 x so hohes Bruttosozialprodukt erwirtschaftet.
    Wir haben allerdings ein Problem der Verteilung. HARZ IV ist ein weiterer Schritt dahingehend, dass die (Kapital) Besitzenden noch reicher werden. Und die Umverteilung von Unten nach Oben rasant fortgeführt wird. Aus dem Arbeitgeberlager gibt’s dafür auch reichlich Beifall. Rogowski (BDI) und Hundt (BDA) supporten ihrem Kanzler. Und sie werden auch wissen warum.