Beiträge von Steffen

    Damit stehen zumindest auf dem Papier alle Absteiger in allen 3 Staffeln fest, oder übersehe ich etwas?

    Im Norden wird noch ein Absteiger neben Meißen, Gröditz u. Borna gesucht. Dort steigt ja - wie im Westen - auch der Viertletzte ab. Insgesamt gibt es 11 Absteiger (und 10 Aufsteiger aus den Kreisen).

    Natürlich alles unter dem Vorbehalt, dass es keine weiteren Rückzüge gibt.

    Da Meerane in der Weststaffel nicht mehr gemeldet hat, steht der Klassenerhalt von Deutschbaselitz damit auch zu 100% fest.

    Ohne vorzugreifen, haben wir nun die Zusammensetzung für 26/27.

    Copitz, Weißwasser, Wacker Leuben u. Heidenau ersetzen Neusalza, Zschachwitz, Bannewitz u. Görlitz.

    Sollte der DSC noch absteigen, muss Radebeul wohl wieder in die Nordstaffel.

    der 14. Juni war seit langem vorgemerkt als Termin des für längere Zeit letzten Auswärtsspieles außerhalb des Bezirkes Dresden. Um 10 Uhr kam ich am Chemnitzer Hauptbahnhof an, wo man sogleich daran erinnert wurde, dass Chemnitz 2025 europäische Kulturhauptstadt war. Bis 14 Uhr zog ich mein eigenes Kulturprogramm inkl. Mittagessen durch. An der Beyerstraße angekommen, erspähte ich schon sammys Wagen, womit die Rückfahrt gesichert war. Kurzum, bis etwa 16 Uhr war es ein rundum gelungener Tag.

    Dann brach das Unwetter herein:


    Sachsenliga, 29. Spieltag

    VfB Fortuna Chemnitz gg. VfL Pirna-Copitz 3 : 2 (0:1).


    0:1/2. Yoldas.

    1:1/48. 11m, 2:1/56., 3:1/61. Meier.

    3:2/68. Starke Eigentor.


    74 zahlende Zuschauer durchgesagt, es kam uns weniger vor.


    Schiri Hamzehian deutlich besser als im Dezember in Thalheim. Eigenwillige Regelauslegung bei eigener Ballberührung. Die gelben Karten mMn alle korrekt.


    Beim VfL kreiselte es in dieser Saison ja auch personell. Auf der Trainerbank soll es in der Sachsenklasse ein Trio richten. Dazu bleibt uns Torwarttrainer Timo Schutz erhalten.

    Zur Winterpause war man sich mit Stürmer Yannick Yoldas einig, um die Torflaute zu beheben. Leider ging beim Wechsel einiges schief und schlussendlich war er ab dem letzten Wochenende spielberechtigt. Da er trotz seiner Sperre bei fast jedem Spiel anwesend war, gehe ich von seinem Verbleib aus. In Chemnitz kannte man ihn wohl noch nicht. Bereits in der 2. Minute verwertete er eine Unger-Eingabe von links, zwei Minuten später scheiterte er nach Flanke von rechts am Torhüter. Danach stellten sich die Gastgeber auf ihn ein.

    Treffsicher auch Kapitän Florian Glöß, der bei einem Befreiungsschlag wenig später eine Glasscheibe im nahen Vereinsgebäude in ihre Einzelteile zerlegte. Die Haftpflichtversicherung wirds richten.

    Damit sind die Höhepunkte der ersten Halbzeit aufgezählt. Ich hatte jederzeit den Eindruck, dass Copitz das Geschehen kontrolliert. Weitere Torchancen blieben aus, beide Torhüter waren nur bei Abstößen oder Rückpässen gefordert.


    Damit zum Wetterbericht. Es war "wechselhaft" angesagt. Bis 16 Uhr fand der Wechsel zwischen Sonne, Wolken und Wind statt. Ab 16 Uhr stürmte und schüttete es eine Viertelstunde lang, bevor es mit Nieselregen weiterging. Damit erwies sich auch meine Entscheidung gegen die Regenjacke am Morgen als falsch. Doch das eigentliche Donnerwetter spielte sich auf dem Kunstrasen ab. Welche Art von Motivation die Gastgeber auch einsetzten (Zaubertrank? Regentanz?), es hat gewirkt. Eine Viertelstunde lang agierte der VfL gegen die Kombination Sturm, Regen und einen plötzlich wie entfesselt aufspielenden VfB geradezu hilflos. Zum Vollstrecker avancierte Chris Meier mit der 22, wobei Tom Tippner am scharf geschossenen Elfer fast dran war.

    Als der Regen nachließ, konnte der VfL wieder etwas Luft holen. Eine weite Eingabe von links lenkte Starke ins eigene kurze Eck, so dass es resultatsmäßig eng blieb.

    Bis zum Schluss versuchten wir es mit "kick and rush", gleichzeitig mussten wir bei Kontern aufpassen. Letztlich blieb es beim 3:2. Regengott Chris Meier wurde zum Helden des Spiels, in dem beide Teams ansonsten ihren Tabellenstand nicht verbergen konnten.


    Verabschiedet habe ich mich noch vom Stadionsprecher, der im Herbst dem Pirnaer "Tom Pauls Theater" einen Besuch abstatten wird. Passt, schließlich hatte ich den gestrigen Sonntag zum "Kultur- und Sporttag" erklärt.


    Glückwunsch an Dynamo2 zu Titel und Aufstieg!


    Das Abstiegslotto "2 aus 4" findet am kommenden Sonnabend seine finale Entscheidung. Mittendrin der VfL mit dem Heimspiel gegen Thalheim. Wir werden jedenfalls nichts verschenken.

    heute nur kurz zu meinem Besuch vor Ort


    Chemie Dohna gg. Neusalza-Spremberg 0 : 0.


    Offiziell 38 zahlende Zuschauer, durchgezählt 55 bis 60.


    Schiri Falko Mathews sehr uneinheitlich, irgendwie waren beide Seiten immer mal unzufrieden. Dabei war es bis auf zwei, drei harte Fouls der Dohnaer ein ganz normales Spiel. Trinkpause, als es regnete und satte 7 Minuten drauf. Wofür? Ich musste zum Zug, hab ihn aber gekriegt!


    Für beide ging es tabellarisch noch um die Goldene Ananas. Immerhin beschenkte sich Dohna mit dem 40. Saisonpunkt, eine starke Bilanz! Im Laufe der Saison spielten sie schon 8:4, 4:4 und 5:6 - da hatte ich mir natürlich ein paar Tore erhofft. Denkste!


    Die Gäste wollten zeigen, dass sie zurecht ganz oben stehen und hatten von Anfang an Feldvorteile. Wenn sie mal den Ball laufen ließen, sah das auch schön aus. Allein es fehlte der Zug zum Tor. In Hälfte eins sprangen eigentlich nur Halbchancen heraus. Dohna stellte sich auf die Spielweise ein und hielt sie zunehmend vom eigenen Strafraum fern. Dann ein langer Ball von Kapitän Johnny Henschel auf Schumann, doch der konnte den Gästekeeper nicht überwinden. Kurz darauf zwei weitere Dohnaer Gelegenheiten. Ein Tor hätte dem Spiel sicher gutgetan (3 Euro usw), so plätscherte es dahin.

    Nach einer hörbaren Pausenansprache schnürte Neusalza den Gastgeber eine Viertelstunde lang in dessen Hälfte ein. Allein, es sprang nichts dabei heraus - weder aus dem Spiel noch bei den zahlreichen Standards.

    So gab es die größte Chance wieder auf der Gegenseite: ein Lupfer an die Latte von Schumann, der ein enormes Pensum absolvierte, sich aber heute dafür nicht belohnte.

    Da Neusalza keine Bäume ausriss, blieb es beim torlosen Remis. Mein drittes im 77. Saisonspiel. Ich bin gleich zum Zug bin, habe daher keine Gespräche mehr nach dem Spiel geführt. Nach dem Spektakel letzte Woche heute eher maue Kost - aber beide Mannschaften hatten ihre Saisonziele vorfristig erfüllt, also gibt es nichts zu jammern.


    Heidenau und Wacker Leuben stehen seit heute rechnerisch als Aufsteiger fest. Ich könnte da mein Fahrrad wieder mal in Schuss bringen für die Auswärtsspiele...

    Ansetzungen:

    Riesa - Tapfer

    Lipsia - Freital2

    Tanne - Neugersdorf


    Tapfer - Lipsia

    Sportclub - Rabenstein

    Copitz - Tanne


    Glaskugel:

    im Leipziger Derby zwischen Tapfer und Lipsia geht es wohl um "entweder oder" und am VfL liegt es vielleicht, im Spiel gegen Thalheim dem DSC zu helfen.

    Ich sage, Tanne und ein Leipziger Verein steigen ab. Falls es den Sportclub erwischt, hat er es definitiv gegen Lipsia verdaddelt.

    der Aufsteiger steht fest, drei Absteiger stehen fest. Es geht "nur" noch um die Fragen: 1) wer wird Dreizehnter? und 2) steigt der Dreizehnte ab? Zur Klärung von Frage 1 sollte auch meine heutige Partie beitragen. Vorangestellt: das war allerbeste Werbung für den Amateurfußball!


    Landesklasse Ost, 28. Spieltag

    SG Weixdorf gg. Post SV Dresden 3 : 3 (2:2).


    1:0/6. Scheuner.

    1:1/30., 1:2/37., 2:3/53. Kodji.

    2:2/42. Baldauf.

    3:3/65. Kluge.


    256 zahlende Zuschauer um den feinen Rasenteppich, davon vielleicht 50 Gäste. Die setzten sich zusammen aus ein paar "Nachwuchsultras" und dazu dem üblichen Publikum vor allem meiner Generation.


    Schiedsrichterin Laura Kollmann ließ (zu) viel laufen, dies aber auf beiden Seiten. DIe Karten blieben lange stecken, so dass am Ende noch 22 Spieler auf dem Platz standen.


    Die Lage vorm Anpfiff: Weixdorf war dank mehrerer Auswärtssiege mit 37 Punkten fast durch, Post lag mit 30 Punkten auf Platz 13. Weixdorf brauchte ein Remis, um ganz sicher zu gehen. Das wurde es am Ende. Dazwischen lag ein Fußballspiel, in das beide Mannschaften alles reinwarfen, solange die Kräfte reichten.

    Von Anfang an fielen die defensiven Probleme bei den Gästen auf. Die Postler konnten zunächst froh sein, nur mit 0:1 hinten zu liegen. Was macht man, wenn es hinten nicht läuft? Nach vorn spielen! Und da hatten die Gäste mit Jean Samuel Kodji den "man of the match" in ihren Reihen. Nicht nur wegen seiner Tore war die schwarze Perle der auffälligste und wohl auch der schnellste Spieler auf dem Platz. Fußball ist ein Mannschaftssport, aber ohne ihn hätte die Post heute keinen Punkt geholt.

    Weixdorf spielte von Anfang an sehr körperbetont, was die Schiedsrichterin zuließ. Ich saß - wie immer auf dem großen Platz - zwischen beiden Trainerbänken. Da bekam ich natürlich auch mit, wie es verbal zur Sache ging. Lustig bis peinlich, immer engagiert und nie über "der Grenze". Gerade den Schwarzgelben merkte man die Anspannung an. Aber nach dem Spiel gaben sich alle die Hand, so muss das sein. Ein leidenschaftliches Derby, bei dem am Ende kein böses Blut zurückblieb.

    Zurück zum Spiel. Die Gastgeber mit Führung, Rückstand, Ausgleich, durchgängig mehr Spielanteilen und einem doppelten Lattentreffer kurz vor der Pause. Eine Führung wäre sicher verdient gewesen. Aber die Defensive bekam Kodji mit der 10 nie in den Griff, der von seinen Mitspielern immer wieder gesucht wurde. So lief Weixdorf plötzlich ein zweites Mal einem Rückstand hinterher. Zweimal fiel der folgende Ausgleich per Kopf nach Flanke von links, womit eine weitere Schwäche der Gäste benannt ist.

    Während auf dem Platz beide um den Sieg kämpften, wünschte ich mir nun das Remis. Es gibt einfach Fußballspiele, die haben keinen Verlierer verdient!

    Die Kräfte schwanden zusehends, vor allem bei der Post. Der "lucky punch" gelang nicht mehr. Zum Schlusspfiff Jubel in Weixdorf und dezente Freude bei der Post. Ich bin froh, dass ich dabei war! Die 14 Euro für die Eintrittskarte, eine Bratwurst und zwei Cola waren gut investiertes Geld.


    Jetzt steht Schiebock2 bei 33 Punkten, die Post und Deutschbaselitz bei je 31. Schiebock hat das schwerste Restprogramm, aber das muss nichts bedeuten. Die beiden 13. der anderen Staffeln haben 26 bzw 27 Punkte. Könnte also sein, alle drei bleiben drin. Damit genug spekuliert, wichtig ist aufm Platz!


    Kommende Woche schaue ich mir den Staffelsieger und Aufsteiger in Dohna an.

    während ich den Schlussspurt der Liga entspannt verfolgen kann, geht es im Abstiegskampf heiß her. Zur Halbzeit war der DSC fast durch, um am Ende mit 2:3 gg. Lipsia zu verlieren. Nicht, dass sie uns in die Oststaffel begleiten...


    Zum Copitzer Spiel brauche ich eigentlich nichts zu schreiben. Das Resultat gibt nur annähernd die Überlegenheit der Gäste wieder:


    Sachsenliga, 28. Spieltag

    VfL Pirna-Copitz gg. SG Taucha 0 : 5 (0:3).


    0:1/7. Brehm

    0:2/22., 0:3/40., 0:5/67. Felix Brügmann.

    0:4/48. Tzeuschner.


    Etwa 40 Zuschauer, außer einem Kameramann keine erkennbaren Gäste. Sammy ist in Österreich und auch sonst fehlten einige bekannte Gesichter, die bis letzte Woche immer da waren.


    Schiri Marc Jünger hatte nicht viel zu tun. In mehreren 50/50-Situationen sehr gästefreundlich. Kurz vor Schluss die einzige gelbe Karte des Spiels gegen Taucha.


    Das Vorspiel gewann Copitz2 gegen Pesterwitz mit 7:0 (3:0). Ich habe in der 2. Halbzeit mit einem Auge hingeschaut. Es muss mit Langburkersdorf noch geklärt werden, wer als Erster bzw. Zweiter aufsteigt.


    Etwa 4 Kilometer Luftlinie entfernt setzte sich Heidenau zeitgleich mit 5:1 beim FC Pirna durch. Damit gibt es in der kommenden Saison nach zehn Jahren Pause zu 99% wieder das alte Duell HSV gegen VfL. Vielleicht sogar gleich am ersten Spieltag.


    Natürlich hat die SG Taucha mit den Brügmann-Brüdern zwei Spieler der gehobenen Klasse auf dem Rasen, aber nicht nur sie machten den Unterschied. Die ganze Mannschaft war in jeder Beziehung besser. Nur der Torhüter konnte es nicht nachweisen. Tom Tippner hielt, was zu halten war und war für mich neben Felix Brügmann "man of the match".

    Die Ballbesitzquote lag bei geschätzten 30/70, das Eckenverhältnis um die 0:12. Die einzige richtige Chance für den VfL hatte Florian Müller kurz vor dem Pausenpfiff, die muss er aber reinmachen!

    Später schied Müller verletzt aus, für ihn kam Mousa. Der legte gleich einen Sprint hin wie Usain Bolt und hielt sich danach den Oberschenkel - ein sehr kurzer Auftritt, passend zur allgemeinen Lage.

    Kurz darauf stand es 0:5. Die Gäste zeigten bis dahin einen absolut souveränen, seriösen Auftritt. Jetzt wurden sie etwas verspielter und sündigten bei der Chancenverwertung. Der Trainer forderte immer noch "gegenpressen!", dabei war längst alles entschieden. Zum Glück blieb es beim 0:5, mir kam zwischendurch das 0:7 gegen Laubegast in den Sinn.

    Fakt ist, einen stärkeren Gegner als heute die SG Taucha wird es auf lange Sicht im "Willy" nicht geben!


    Der VfL hat nun auch rechnerisch keine Chance mehr auf den vorletzten Platz, Taucha erhielt sich die Minichance auf Platz 1. Aber ernstlich glaubt da keiner dran, kommende Woche steigt in Rabenstein wohl "nur" das Endspiel um die Vizemeisterschaft.

    Ganz vorn kann (und wird) Dynamo gegen Reichenbach alles klar machen.


    Von Platz 11 bis 14 gibt es ein Millimeterrennen um bzw gegen zwei Abstiegsplätze.

    Der Letzte und Vorletzte treffen sich am kommenden Sonntag an der Chemnitzer Beyerstraße. Da hoffe ich ernsthaft auf Punktezuwachs! Wann denn sonst?

    *Nostalgiemodus ein*


    Die Bilanz kann ich bestätigen. Bis auf zwei hab ich alle Spiele gesehen. Da hängen Erinnerungen dran. Christoph Rautenberg hielt mal in der 90. Minute einen Elfmeter, es blieb 0:0. Eine längere Diskussion mit Schiribeobachter Klaus Peschel vorm Spiel. So einige "Winterspiele" bei euch.

    Außerdem gab es drei Pokalspiele in Copitz, zweimal gewann Neugersdorf. Einmal davon in der Saison, als Robert Krause bei euch spielte.

    Die ersten Spiele Anfang der 90er sah ich noch in der Bezirksliga.


    *Nostalgiemodus aus*

    Habe soeben erfahren, dass Mittelsachsen keinen Aufsteiger stellt. Bei Kreismeister Mittweida mit dem wunderschönen Stadion doch etwas verwunderlich.

    Damit wären wir bei 3 Kreisverbänden ohne Aufsteiger. Bei 2 Oberliga-Absteigern bedeutet das 11 Absteiger aus der Landesklasse. Der beste 13. bliebe drin, aktuell Post Dresden.

    Alles mit Vorsicht zu genießen!

    da hat man gute Fußball-Laune und dann verliert Arsenal gegen Paris🙈. Naja, es gibt unwichtige Spiele und die wirklich wichtigen:


    Sachsenliga, 27. Spieltag

    VfL Pirna-Copitz gg. FCO Neugersdorf 2 : 2 (1:2).


    0:1/8. Palme, abseitsverdächtig.

    1:1/25. Meister.

    1:2/29. Marzok.

    2:2/48. Malin.


    offiziell 73 Zuschauer, darunter etwa 15 Gäste bei sommerlichen Temperaturen


    Schiri Gabriel Scholz hatte ich ja schon zu Saisonbeginn mehrfach. Auf jeden Fall verbessert trotz einiger kurioser (Nicht-)Pfiffe gegen Ende. Ob das 0:1 abseits war, hätte der Kölner Keller überprüfen müssen. Die Verteilung der gelben Karten war auch nicht immer nachvollziehbar.


    Man kennt sich, vor dem Spiel wurde über die Perspektiven des FCO geschwätzt in einer kommenden Liga mit Schiebock und Neusalza. Die größtenteils junge Mannschaft bleibt zusammen und wird weiter vorn mitspielen. Allerdings sollte man künftig die Punkte nicht so herschenken wie gestern. Aus Neugersdorfer Sicht musst du hier mit einem klaren Sieg heimfahren. Wenn ich Chancen und Halbchancen zusammenzähle, lautete das Verhältnis am Ende so in etwa 5:15.

    Aber ich schreibe aus Copitzer Sicht. Der Erwartungsfaktor ist nicht mehr hoch, aber mittlerweile steigt der Spaßfaktor im "Willy" wieder. Letzte Woche das gute Pokalspiel der "Zweiten" (siehe Pokalfred), gestern ein unerwarteter Punktgewinn.

    Es begann wie erwartet. 1:1 Ecken nach zwei Minuten, aber danach spielte fast nur noch der FCO. Mal sehen, ob Pirna TV das 0:1 auflösen kann. Ob abseits oder nicht: unsere Defensive wurde teilweise schwindlig gespielt und lief meist nur hinterher. Der Gast spielte sich oft leichtfüßig in den Strafraum, vor allem gedanklich waren sie meist einen Schritt voraus. Auf das geschenkte 1:1 (danke, Ron Wochnik!) kam die prompte Antwort mit einem Lattentreffer und der anschließenden erneuten Führung. Glößi dirigierte, was er konnte. Tippner hielt, was zu halten war. So stand es zur Pause nur 1:2. Auch, weil den teilweise schön kombinierenden Gästen der "Killerinstinkt" fehlte.

    Die Halbzeitgespräche draußen drehten sich neben dem nun endgültigen Abstieg von Schiebock um die Höhe des Sieges. Drinnen, in der VfL-Kabine, hatte man offenbar andere Pläne. Elias Krause und Mousa Malin (vorige Woche Doppeltorschütze gegen Heidenau) kamen aufs Feld. Ecke Copitz, der Ball landete irgendwie an der Latte, dann wurde die Situation geklärt. Aber nur kurz, denn die Gäste verloren den Ball gleich wieder und zwei Copitzer liefen aufs Tor zu. Meister zu Malin, 2:2! Geht da was? Ja, jetzt ging was!

    Hatten die Gäste den ersten Ausgleich noch locker weggesteckt, waren sie jetzt doch etwas verunsichert. Die Leichtfüßigkeit der ersten Halbzeit war komplett verschwunden. Copitz hielt in den Zweikämpfen nun voll dagegen. Vorn sorgten Meister und Malin immer wieder für Entlastung. Und wenn dann etwas durchkam, parierte Tippner großartig! So etwa ab der 80. Minute glaubte auch ein notorischer Pessimist wie ich an den Punktgewinn. Symptomatisch für den Verlauf der zweiten Halbzeit war ein FCO-Freistoß in der 88. Minute, der übers große Hintertornetz Richtung Wesenitz flog.

    Nach langen 7 Minuten Nachspielzeit war der Punkt im Kasten, den sich der VfL mit einer engagierten Nachpausenleistung redlich verdiente.

    Gästetrainer Richter wurde schon während des Spiels mehrfach laut, er wird seinen Spielern einiges erzählen. Sie erwarten jetzt den Vorletzten, greifen dann in Thalheim noch mal in den Abstiegskampf ein und wollen ihrem treuen Publikum zum Abschluss sicher noch ein Spektakel gegen Dynamo2 bieten. Da sollte mehr kommen als gestern nach 16 Uhr! Aber eine gewisse Unbeständigkeit muss man der jungen Mannschaft wohl zugestehen.


    Für den VfL geht die Abschiedstour weiter. Kommende Woche ist Taucha zu Gast, auch als klarer Favorit. Geht da noch mal was?

    etwas verspätet, der Vollständigkeit halber und auf Wunsch eines einzelnen Herrn ein nachgereichter Kurzbericht


    Kreispokal🏆⚽️

    Halbfinale

    VfL Pirna-Copitz2 (9. Liga) gg. Heidenauer SV (8. Liga) 3 : 4 (0:1, 2:2) nV.


    0:1/30. Schilf Kopfball.

    1:1/83., 2:1/88. Malin.

    2:2/90+3. Thieme Kopfball nach Freistoß.

    3:2/92. Rösner.

    3:3/99. Langhans.

    3:4/117. Thieme.


    220 Zuschauer, bunt verteilt. Am Kiosk war man etwas überfordert.


    Pfingstsonnabend, tropische Temperaturen, viele Zuschauer am Kunstrasen und ein echter Pokalfight! Zwischen Pirna und Heidenau gibt es bekanntlich keine Freundschaftsspiele, erst recht nicht in einem Halbfinale. Mit Philipp Jacob wurde deshalb ein höherklassiger Schiri angesetzt, der ordentlich zu tun hatte. Am Ende 10 gegen 10, es wurde nie irgendeine Grenze überschritten. Auch wenn speziell die Gäste immer was zu meckern hatten.


    Pokalspiele undsoweiter. Es war 120 Minuten ein Kampf auf Augenhöhe. In der ersten Halbzeit hatte allein Mousa Malin drei dicke Chancen für Copitz, aber Heidenau traf einmal den Pfosten und einmal ins Tor. Nachdem ich Getränkenachschub gesichert hatte, konnte es weitergehen. In der 2. Halbzeit zunächst etwas Sommerfußball, bis sich Heidenau beim Auslassen mehrerer klarer Chancen zum 0:2 selber übertraf. Das rächte sich, denn ein Konter konnte nur mit Notbremse geklärt werden. Copitz jetzt in Überzahl und tatsächlich drehte Mousa das Spiel! Das 2:1 erzielte er nach spektakulärem 80-Meter-Pass von Torwart Marquardt. Dessen Gegenüber, Routinier Zönnchen, machte keine gute Figur. Möglicherweise hätte der Kölner Keller etwas auszusetzen gehabt - aber weder Schiri Jacob noch der gut postierte SRA sahen ein Foulspiel von Malin, der einfach eher am springenden Ball war.

    Aber der letzte Freistoß für die Gäste wurde dann schlecht verteidigt. 2:2, Verlängerung - und das bei diesen Temperaturen!

    Die erneute Führung konnte die "Zweite" leider erneut nicht ins Ziel bringen. Der eingewechselte Rösner traf und sah später zweimal gelb.

    Am Ende gab es halt einen Sieger, weil es ein Pokalspiel war. Schade drum.


    Das Finale bestreiten Heidenau und der SSV Neustadt am 27. Juni in Hartmannsdorf. Beide liefern sich auch einen Zweikampf um die Kreismeisterschaft, wo der HSV drei Spiele vor Schluss einen Punkt vorn liegt. Im nächsten Sachsenpokal sind beide im Lostopf.


    Die "Zweite" vom VfL hat den Aufstieg in die Kreisoberliga schon vorher klar gemacht. Es gibt 26/27 also zwei Punktspiele zwischen Heidenau und Copitz - noch ist nicht geklärt, ob die "Erste" oder "Zweite" gegen Heidenau antreten wird.