Türkiyemspor in Treptow

  • Man hat jahrelang dafür gearbeitet und anscheinend gut. Ich kann mich noch an den 40 cm langen Rasen erinnern wo die Spieler trainieren mussten. Zu der Frage warum Treptow: Sollen die in Zehlendorf trainieren? Ist doch nah gelegen....

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“


    Albert Einstein

  • Man muß halt in Berlin hausieren gehen. Und wenn du keinen festen Platz hast, kriegste halt mal hier, mal dort Trainingszeiten zugewiesen ...


    Die Frage Warum Treptow erstaunt mich aber auch > Was ist denn da der tiefer Sinn der Frage?

    Es gibt keinen besseren Grund, höflich zu sein, als die Überlegenheit.
    (M. von Ebner-Eschenbach)
    Höflichkeit ist der Versuch, Menschenkenntnis durch gute Manieren zu mildern.
    (Jean Gabin)

  • Der Sinn besteht darin, daß ich nicht ganz nachvollziehen kann, warum man in einen anderen Stadtbezirk "auswandert"...
    Egal ob Treptow, Zehlendorf oder was auch immer. In Friedrichshain-Kreuzberg wird sich doch wohl ähnliches Ambiente finden lassen. Der Sportplatz wird von mehreren anderen Vereinen genutzt, die nun natürlich zurück stecken sollen, weil Türkiyem auf Rasen trainieren möchte... Da fehlt mir nun mal als Betroffener etwas das Verständnis für diese Maßnahme.

  • Ist doch ganz einfach nachzuvollziehen:


    Erst kommt die Bundesliga, dann die Regionalliga, dann die Oberliga, dann ...


    Die Verantwortlichen gehen nach dieser Reihenfolge vor - und wennste in Deinem Bezirk nix mehr kriegst, mußte halt in Berlin ein wenig wandern. Das ist bei Türkiyem wohl seit Jahren so.


    Und letztlich leben wir doch alle in Berlin - oder?

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  • Mag sein...?!?
    Ich finde es sehr traurig, daß kleinere Vereine, die sich auch um die Erhaltung der Plätze kümmern, so von den zuständigen Ämtern übergangen werden. Erschreckend, wie dort anscheinend verfahren wird. Kann denn Türkiyem nicht im Katzbachstadion trainieren, wo sie ja auch spielen? Es beschleicht mich etwas das Gefühl, daß bei dieser ganzen Misere, etwas mit Geld nachgeholfen wurde... Aber nun fühlt euch nicht alle auf den Schlips getreten... Ist eben nur 'n Gedanke...

  • Es sollte doch nicht schwer sein in Berlin eine Trainingsplatz zu finden, das geeignet ist um viermal die Woche zu trainieren.
    Die sollten froh sein wenn die einen Trainingsplatz haben, wo Sie auf Naturrasen trainieren und nicht ab und zu auf Kunstrasen. Das ist schade das son ein Traditioneller Verein wie Türkiyem keien festen Platz hat. Da ist für mich auch das Management schuld.


    Zu dumm das in Kreuzberg sich fast nur Kunstrasenplätze befinden.

  • Zitat

    Original von deki2807
    Mag sein...?!?
    Ich finde es sehr traurig, daß kleinere Vereine, die sich auch um die Erhaltung der Plätze kümmern, so von den zuständigen Ämtern übergangen werden.


    Mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es Türkiyemspor ähnlich geht und sie nur deshalb in Treptow trainieren?

  • ... möglicherweise ist der Themenstarter noch nicht lange genug im Berliner Fußball zu Hause, um zu wissen, wieviele Jahre dieses Spiel mit Türkiyem schon läuft.


    Über das Argument Spiel im Katzbach, Training im Katzbach kann man bei Türkiyem sicher nur noch müde lächeln! Sie würden ja gerne ...


    Das Geld-Argument wollen wir alle lieber nicht gelesen haben. Wäre auch so weit neben der Spur, daß es sich selbst ad absurdum führt.


    Mit aller vorhandenen wölfischen Blauäugigkeit das Management als Sündenbock heran zu ziehen ... so einfach ist das Leben auch nicht.


    Ach ja - da soll es Vereine geben, die noch kleiner als der FC Treptow sind. Von denen erzählt man sich auch, daß sie sich übergangen, übervorteilt fühlen 8) !

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  • Ich kann mir gut vorstellen, daß Türkiyem nicht aus Bosheit zum trainieren nach Treptow kommt, nur weil sie gerade uns damit ärgern wollen...
    Was auch immer dort in Sachen Geld, wenn's mal nicht wieder alle ist, passiert... Da hätten sie sich in den letzten Jahren, gerade in Kreuzberg, wo sie ja fast Botschafter dieses Bezirks sind, ein schönes Areal basteln können. Aber nein, lieber den Spielern in den Rachen werfen.
    Na gut, hab mich für heute erstmal genug aufgeregt...
    Vielleicht hab ich ja über Nacht noch 'ne Eingebung, warum das alles so ist, wie es ist...

  • kann nur zu diesem thema sagen das türkijem die rückrunde der letzten saison auch schon in treptow bei sf johannisthal auf,n gelände trainiert hat und meines wissens dort gut aufgenommen wurde und sich auch wohl gefühlt hat.
    also warum nicht in treptow??? komische frage...wenn sie sonst kein platz finden....

  • Türkiyem und die Trainingsplatzfrage. Eine never ending story. Leider ist es nunmal so, das der Heimatbezirk Kreuzberg nur über einen Rasenplatz verfügt, der auch noch für Schulsport in der Woche zur Verfügung steht. Ein regelmäßiges Training ist dort nicht möglich. In Friedrichshain gibt es ebenso nur einen Rasenplatz; auf der Laskersportanlage. Die wird auch von einem alteingesessenen Verein, Berolina Stralau, genutzt und steht für eine weitere regelmäßige Nutzung nicht zur Verfügung. Dazu kommt das Kreuzberg als kleiner Bezirk, aber laut Sportamt, die meisten Fußballvereine der Stadt hat und dazu wenige Sportplätze ( auch Kunstrasenplätze), dazu kommt das der Bezirk notorisch klamm ist. Desweiteren hat die Lobbyarbeit Türkiyems in den letzten Jahren einiges zu wünschen gelassen, so daß unterklassige Vereine über einen weitaus besseren Draht zum Sportamt verfügen und damit auch manchmal sich durchsetzen können. Jede Partei hat so ihren Verein im Bezirk der etwas gehätschelt wird. Al-Dersimspor freut sich über eine Anlage am Anhalter Bahnhof ganz neu und schick und Umutspor hat ein schickes Vereinsheim und seit Jahren relativ geregelte Trainingsbedingungen. Nun denn, mangelnde Lobbyarbeit führt halt zu sowas, der Bezirk nahm sich dementsprechend auch im Gegenzug nicht Türkiyems an.


    Bauen täten ja wirklich viele gern in Kreuzberg, aber erstens wo und zweitens womit? Das bei Türkiyem Spielern Geld in den Rachen geschmissen wird ist ja nun ein modernes Märchen. Und da TS nun wirklich gerade mal so finanziell läuft, lassen sich keinerlei Sprünge machen. Erst recht nicht Phantasien umsetzen. Vom Bezirk ist dort auch nichts zu erwarten.


    Und wie ging Türkiyem damit um über Jahrzehnte? Damit mal auf Rasen trainiert werden konnte, nahm man Fahrten durch die ganze Stadt inkauf. Durch Kontakte und freundschaftliche Unterstützung konnte mal hier mal da trainiert werden. Oftmals erfuhren die Spieler kurz vor dem Training den Trainingsort plus Wegbeschreibung. Wenn dann nichts zu finden war, fanden sich die Oberligaspieler in der Hasenheide oder anderen Parks und Wäldern der Stadt wieder. Ein Wunder das dies soviel Spieler und Trainer über die Jahre mitgemacht haben.


    Nun hat sich in den letzten Jahren der Kontakt zu dem Bezirk Treptow ergeben, mit Unterstützung aus dem Hause Kreuzberg, denn hier verhällt sich die Sache umgekehrt. Hier gibt es Plätze die wegen Nichtauslastung geschlossen werden sollen/müssen. Türkiyem nutzte einige dieser Plätze und half damit auch dem Sportamt, die Plätze vor der Schließung bewahren konnten. Langfristig sucht Türkiyem jedoch ein zu Hause, wo ein fester sportlicher Anlaufpunkt für Interessierte, Spieler, Trainer, Eltern und Presse geschaffen werden kann. Nun ist die Zusammenarbeit mit Treptow soweit gediegen und da der Bezirk auch gute Erfahrung mit der Nutzung von Sportanlagen durch Türkiyem gemacht, soll versucht werden zumindestens dem Oberligateam auf der o.g. Anlage Trainingszeiten zur Verfügung zu stellen. Das dadurch andere Vereine innerhalb des Bezirkes in Mitleidenschaft gezogen werden, eventuell auch mit ein paar Trainingseinheiten ausweichen müssen ist leider so. Im Gegenzug hat TS die Möglichkeit sich konsequenter vorzubereiten, auf einer Anlage die auch weiterhin von anderen mitbespielt wird.
    ( TS hat ja auch über ein Jahr u.a. auf der Maulwurfgeschädigten Anlage am Plänterwald gespielt, auch in Johannisthal und über all dort hat sich der Verein neue Freunde geschaffen). Profitieren tun dort nicht nur die TSler von, auch die anderen Vereine können von der Anwesenheit eines Oberligavereins profitieren: Kontaktaufbau, Trainingsbeobachtung (gegenseitig auch Spieler) , Freundschaftspiele etc. sind positive Nebeneffekte. Türkiyem möchte mit Sicherheit niemanden verdrängen, sondern möchte nur die Möglichkeit haben als Oberligaverein in dieser Stadt angemessene Bedingungen für einen in etwa gleichberichtigten sportlichen Wettbewerb zu haben.
    Im Bezirk Treptow scheint zumindestens das Wissen darüber das Türkiyemspor ein Botschafter ist ( und nicht nur wie hier schon genannt wurde Kreuzbergs, sondern Berlins) ausgeprägter und es scheint ein politischer Wille zu bestehen Lösungen die den Ansprüchen einer Sportstadt gerecht werden anzustreben, sowohl für die Oberligavereine als auch für Unterklassige.

  • Endlich mal 'ne ausführliche Beschreibung der Dinge und dafür erstmal herzlichen Dank! Du hast dich ja butterweich ausgedrückt... Hab fast 'ne Gänsehaut bekommen...


    In der letzten Saison hat Türkiyem im Plänterwald bei SV Treptow 46 trainiert. Zugegeben, der Platz war noch nie der Beste, aber nach drei Monaten (fast täglichen) Training auf dieser Anlage, war es nur eine Frage der Zeit, wann der Platz hinüber war. Ich hab's gesehen...
    In der kommenden Saison haben wir 5 Männerteams und 5 Jugendteams, dazu kommt noch GW Baumschulenweg mit einigen Mannschaften. Im Winter tummeln sich bei uns auch andere Vereine: Lok Schöneweide, FC Liria, Treptow 46... Ich weiß, daß die Auslastung der Plätze nicht die Beste ist, zumal einige Anlagen dadurch von einer Sperrung bedroht sind. Da muß ich dir Recht geben! Aber das trifft, meines Wissens, nicht auf unsere Anlage zu. Nun können wir wöchentlich Foto's vom Rasenplatz machen, um den kontinuierlichen Verfall zu dokumentieren, denn ich bezweifele, daß es Türkiyem interessiert, wie der Platz in einem halben Jahr aussieht.


    Von Kontakten mit anderen Vereinen zu sprechen, finde ich schon sehr lustig... Das Positivste war noch, daß sich das OL-Team immer ordentlich verhalten hat. Darüber hinaus ist nichts passiert. Da könnte der Schreiberling ja mal bei Treptow 46 nachfragen, denn dort hat man auch nur die Anlage genutzt... Nicht mehr und nicht weniger! Von einem Miteinander kann also wohl eher nicht die Rede sein.


    Modernes Märchen hin oder her... Die Spieler spielen nicht bei Türkiyemspor um pünktlich ihren Beitrag zu bezahlen. Die werden schon 'n bißchen was bekommen. Fraglich ist allerdings warum, und das ja hier auch schon angeklungen, es in den letzten Jahren nicht gelungen ist, diese Platz-Probleme zu lösen. Könnte ja auch am Verein selber liegen. Die Jugend spielt ab und zu mal 'ne wichtige Rolle im Verein, die Präsis reichen sich fast jährlich die Klinke in die Hand... Kontinuierliche Arbeit sieht anders aus!!! Also scheint mir das eher ein hausgemachtes Problem zu sein und wir sind die Gebeutelten...


    Bei allem Verständnis für Türkiyems Situation, bei aller Hilfsbereitschaft durch die anderen Berliner Bezirke und deren Vereine, und da möchte ich uns mit einbeziehen... Wir tun uns sehr schwer damit, wen es da heißt: Es ist nun mal so! So einfach rollt der Kuchen nun mal nicht bergauf...
    Man stelle sich folgendes vor: In einem anderen Bezirk, bei anderen Vereinen geschieht genau das Gleiche!?! Ich wage zu bezweifeln, daß man dort Fähnchen an den Platzeingang hängt und laut ruft: "Herzlich Willkommen Türkiyemspor", nur weil nun 'ne Oberliga-Mannschaft auf deren Platz trainiert.


    PS: Ich erwarte hier kein Verständnis vom Forum, will einfach nur meinen Unmut äußern!

  • Türkiyem hat meines Wissens auch eine Zeitlang auf dem Platz vom CSV Olympia trainieren dürfen.


    Traurig ist es doch, dass ein Verein wie Türkiyem in Berlin herumvagabundieren muß, um überhaupt vernünftig trainieren zu können.


    Möchte nicht wissen, welchen Aufschrei es gegeben hätte, wenn ein nicht primär von Immigranten geführter Oberligaverein teilweise die Trainingseinheiten in öffentlichen Parks wie die Hasenheide durchführen müßte.

    ich war TeBe - ich bin TeBe - ich werde TeBe sein


    Der Internationalismus hört am Strafraum auf