Schweiz - Türkei

  • Zitat

    Original von Lokist
    Der Sport steht bei den Türken halt nicht im Vordergrund,sondern nur die eigene Ehre!Und die wurde wohl verletzt...... :nein:


    Ist es ehrenvoll, nach sportlichem Scheitern eine Hetzjagd auf die Gegner zu veranstalten ? Viele souveränere Türken haben sich aufgrund dieser Bilder sicherlich die Augen aus dem Kopf geschämt. Gibt halt sone und solche. Wo will man da anfangen und wo aufhören ?!
    Man kaufe sich am Montag die "fuwo", schlage zur 3.Kreisklasse und lese sich die die Spielberichte durch. Spielabbruch, Rote Karten wegen Tätlichkeit etc. pp. Und dann guck mal welche Mannschaften da gegeneinander gespielt haben. Nicht etwa Weissensee gegen Adlershof...Wo soll man da den Hebel ansetzen ?

  • Zitat

    Liste erstellen, um den Deutschen beim Fußball eine generelle Neigung zur Gewalt zu unterstellen, angefangen wie bei der türkischen Liste in den 60er Jahren bis zur EM und WM in Deutschland, von der WM in Frankreich mal ganz abgesehen. Wäre sicherlich auch sehr aufschlußreich. Also noch mal: Warum wird hier so explizit gegen türkische Fußballfans "geschossen".



    Da ist aber ein Unterschied denn klar gibt es auch viele deutsche "Hooligans" hier im Forum sind viele Fans von 2. Vereinen welche in ganz Deutschland die gefüchrtesten und größten "Hoolgruppen" haben doch trotzdem kann ich mich mit den Forumsmitgliedern normal unterhalten (das ist ein Kompliment) denn sie verhalten sich normal und so ist es auch bei den Türken nur gibt es mir dort einfach zuviele schwarze Schafe außerdem ist in Deutschland nach meinen Kenntnissen noch nie ein Fan von von einen Hooligan erstochen wurden. Da sich die meisten richtigen Hools in Deutschland an strikte Regeln halten und deshalb sind mir kaum Unglücke mit der Beteiligung von Deutschen "Hools". Dazu kommt noch das das alles in Deutschland im Vergleich zu früher deutlich zurück gegangen ist.


    Zitat

    Nach dem Schlußpfiff schossen die Schweizer sofort wie abgesprochen in den Spielertunnel, ohne Shakehands mit den türkischen Spielern.


    Das ist nicht mal im Ansatz eine Entschuldigung.


    Zitat

    So ein paar kaputte Scheiben einiger Karlsruher Busse vor dem Harbig-Stadion, ein paar Straßen-Schlachten nach einem PR-Pokalspiel zwischen dem BFC und Union oder bei Spielen zwischen Halle und Magdeburg, ein paar HFC-Fans die ein paar Leuchtrakete aus dem Gäste-Block auf die Haupttribüne des Abbe-Sportfeld schießen sowie etliche andere Vorfälle (auch in den unteren Ligen, u.a. Sangerhausen – Stendal) scheinen von vielen als Normal hingenommen zu werden, nur wenn ein paar türkische Fans mal wieder über die Stränge schlagen, scheint ein Grund gefunden zu sein um über 70 Mio. Menschen herzuziehen.


    Tut mir leidt wenn ich jetzt enttäusche aber in meinem jungen Alter gehören soll Randgeschehenisse im Gewissen maße dazu(Bengalen, Leuchtraketen...)sind halt Ostderbys.


    Zitat

    Vor allem die Schlussfolgerung das wegen einiger tausend Deppen gleich ein ganzes Land nicht in die EU aufgenommen werden soll, erschließt sich mir nicht ganz. Da liegt die Vermutung nahe, dass es für diesen Kommentar wohl einen anderen Hintergrund gibt, soll mir aber egal sein.


    Gebe dir vollkommen recht.


    lustiger Lurch :freude:

  • Zitat

    Original von lustiger Lurch
    Da ist aber ein Unterschied denn klar gibt es auch viele deutsche "Hooligans" hier im Forum sind viele Fans von 2. Vereinen welche in ganz Deutschland die gefüchrtesten und größten "Hoolgruppen" haben doch trotzdem kann ich mich mit den Forumsmitgliedern normal unterhalten (das ist ein Kompliment) denn sie verhalten sich normal und so ist es auch bei den Türken nur gibt es mir dort einfach zuviele schwarze Schafe außerdem ist in Deutschland nach meinen Kenntnissen noch nie ein Fan von von einen Hooligan erstochen wurden. Da sich die meisten richtigen Hools in Deutschland an strikte Regeln halten und deshalb sind mir kaum Unglücke mit der Beteiligung von Deutschen "Hools".


    Was ist "normal"? Das ist keine Verarschungsfrage, sondern ernst gemeint. Was für dich eine normale Stellungnahme ist, kann für andere schon eine Provokation sein. Wer bestimmt, was "normal" ist und was nicht? Ich will und kann es nicht, und Du auch nicht.
    [qoute]

    Zitat

    Nach dem Schlußpfiff schossen die Schweizer sofort wie abgesprochen in den Spielertunnel, ohne Shakehands mit dtürkischen Spielern.


    Das ist nicht mal im Ansatz eine Entschuldigung.[/quote]
    Ich denke, ich hatte deutlich gemacht, dass ich nichts entschuldigen will.
    Ich habe nun die Nachberichte bei RTL und dem ZDF gesehen und muss sagen, dass nicht nur die Türken gewalttätig waren sondern auch die Schweizer, insbesonders der Sportkamerad Benjamin Huggel, der, noch bevor er im Spielertunnel war, einen Betreuer der Türken im Vorbeilaufen mit einem unverhofften Tritt in die Kniekehle "beglückte". Der gleiche Spieler - das zeigten auch beide Sender - stürzte sich danach beherzt in die Tumulte am Spielertunnel und riß den türkischen Spieler Alpay von hinten - und sich selbst - zu Boden.
    Ziemlich bekloppt, das ganze, aber eben nicht nur von den Türken. Empfindlich bestraft gehört zumindest auch der Spieler Huggel.

  • Zitat

    Original von Stephan R.T.
    Man sollte nur aufpassen, dass man nicht mit zweierlei Maß misst. Denn solche Vorfälle kommen in Deutschland, speziell im Osten, doch auch vor. Aber da wird es dann immer wieder klein geredet. So ein paar kaputte Scheiben einiger Karlsruher Busse vor dem Harbig-Stadion, ein paar Straßen-Schlachten nach einem PR-Pokalspiel zwischen dem BFC und Union oder bei Spielen zwischen Halle und Magdeburg, ein paar HFC-Fans die ein paar Leuchtrakete aus dem Gäste-Block auf die Haupttribüne des Abbe-Sportfeld schießen sowie etliche andere Vorfälle (auch in den unteren Ligen, u.a. Sangerhausen – Stendal) scheinen von vielen als Normal hingenommen zu werden, nur wenn ein paar türkische Fans mal wieder über die Stränge schlagen, scheint ein Grund gefunden zu sein um über 70 Mio. Menschen herzuziehen.


    Vor allem die Schlussfolgerung das wegen einiger tausend Deppen gleich ein ganzes Land nicht in die EU aufgenommen werden soll, erschließt sich mir nicht ganz. Da liegt die Vermutung nahe, dass es für diesen Kommentar wohl einen anderen Hintergrund gibt, soll mir aber egal sein.


    Nein, ich toleriere nicht das was nach dem Länderspiel zwischen der Türkei und der Schweiz passiert ist, aber erstmal sollten wir doch in den eigenen Reihen aufräumen, damit auch speziell wir im Osten irgendwann mal als zivilisierte Menschen durchgehen, bevor wir andere kritisieren. :wink:


    Ja, aber in Ostdeutschland sind es ja meistens nur die Fans....


    Zum kotzen finde ich das vor allem die offiziellen und Spieler der Türkei mitgewirkt haben. Die Spieler sollen doch eine Vorbildfunktion für die türkischen Kinder sein!

  • Zitat

    Was ist "normal"? Das ist keine Verarschungsfrage, sondern ernst gemeint. Was für dich eine normale Stellungnahme ist, kann für andere schon eine Provokation sein. Wer bestimmt, was "normal" ist und was nicht? Ich will und kann es nicht, und Du auch nicht.


    Sorry dann habe ich mich eben undeutlich ausgedrückt ich meine sehr gut.


    Zitat

    Empfindlich bestraft gehört zumindest auch der Spieler Huggel.


    Da hast du recht aber dem tritt ist auch ein Bein stellen eines Türken hervorgegangen.


    lustiger Lurch :freude:

  • @ Striker


    Du hast mich wohl nicht bzw.falsch verstanden :!:
    Es ist eben keine Frage der Ehre....weil es um den Sport gehen soll.Aber die Türken wurden halt wohl in ihrer Ehre verletzt mit dem scheitern an der WM.Nur so kann man sich das halbwegs erklären.Was noch lange kein Grund ist den Gegner in dieser Art und Weise zu behandeln.Mal angenommen Deutschland wäre 2002 gescheitert,was wäre dann los?Kann ich dir sagen,Völler wäre damals der Schuldige gewesen oder die Spieler,aber niemals der Gegner!Es glaubt doch keiner das sich ein Ballack,Schneider oder Podolski mit dem Gegner einen Faustkampf liefern würde...


    Und da du auf die Kreisklasse anspielst,bei uns wurde kein Spiel abgebrochen noch ist irgendwas in der Art passiert!Falls du andere Dinge meinst,dann kann man das aber nicht mit dem gestrigen Spiel vergleichen.Bei einem Kreisklassenspiel sind in der Regel "nur" Spieler beteiligt.Nicht auch Ordner,Sicherheitskräfte oder ähnliches.

    In dieser schönen Stadt, ist kein Platz, für nullende Bullen aus Österreich !

  • Zitat

    Original von guenter
    ...dass nicht nur die Türken gewalttätig waren sondern auch die Schweizer, insbesonders der Sportkamerad Benjamin Huggel, der, noch bevor er im Spielertunnel war, einen Betreuer der Türken im Vorbeilaufen mit einem unverhofften Tritt in die Kniekehle "beglückte". Der gleiche Spieler - das zeigten auch beide Sender - stürzte sich danach beherzt in die Tumulte am Spielertunnel und riß den türkischen Spieler Alpay von hinten - und sich selbst - zu Boden.
    ....

    nur dazu hier ein paar Bilder


    als erstes hat der Spielerbetreuer zugeschlagen


    dann hat Huggel in die Kniekehle geschlagen(was auch zu ahnden ist da Tätlichkeit)


    und dann hat Alpay zugeschlagen


    und darauf hat Huggel reagiert


    [Blockierte Grafik: http://tinypic.com/fu3u41.gif]
    Meine Meinung ist das das ganze intensivst untersucht werden muß und alle die die sich danebenbenommen haben bestraft werden müssen. Das schließt Huggel und auch Alpay ein.
    cu Mario

    Alles schwarz,ich kann nicht sehen,ich kann die Welt nicht mehr verstehen.Der Mond reißt mir die Augen aus,ich bin gefangen und ich komm' nicht raus.

  • Sehr diskusionswürdig finde ich ja auch die Aussage des Trainers:


    "Diebe" "Die haben die Türkei zu Grunde gerichtet".


    War doch alles richtig. Wenn der Abwehrspieler in der ersten Minute den Ball mit der Hand (deutlich zu sehen) im Strafraum spielt, dann gibt es halt Srafstoß.


    Genauso bei Barain gegen T&T. Das Tor in der Nachspielzeit war auch nicht Regelgerecht. Und wurde dort auch nicht vom Schiedsrichter anerkannt, welcher dort zumindest nach dem Spiel von Soldaten beschützt wurde.


  • Somit sind wir einer Meinung.
    Bestrafung der Übeltäter ist angesagt und nicht schablonenhaftes Beschimpfen einer gesamten Bevölkerungsgruppe.

  • Bin auf jeden Fall für nen temporären Ausschluß der türkischen Nationalmannschaft für die nächste EM und WM. Grad weil sich solche Szenen in den letzten Jahren häuften. Und nicht nur von Zuschauern, sondern eben auch von Spielern, Betreuern, Offiziellen, Ordnern oder auch der Exekutive (siehe Flughafen). Das gab es in dieser Form noch nicht, jedenfalls ist es mir grad nicht in Erinnerung. Die Aussagen von Fatih Terim in Richtung Schiedsrichter tun ihr Übriges, um sich bei der FIFA gänzlich unbeliebt zu machen. Der Schieri war super, er hat sogar in nen paar kniffligen Situationen noch für die Türkei entschieden und auch nen paar Spieler nicht vom Platz gestellt, ansonsten wäre es vermutlich schon früher eskaliert.


    Übrigens: Selbst nen türkischer Kollege von mir hat sich heute früh sehr geschämt und eingeräumt, dass nen vorübergehender Ausschluß gerechtfertig wäre. Bin jetzt einfach nur gespannt, was das für nen Nachspiel gibt.

  • Folgender Artikel der Jungen Welt von morgen gibt das Geschehen und seine Vorgeschichte denke ich ziemlich gut wieder:


    Getreten und geprügelt



    Nachdem sich die Schweiz für die WM qualifiziert hatte, wurde es ungemütlich in Istanbul

    Sepp Blatter war außer sich. »Das macht mich rasend«, befand der schweizerische FIFA-Präsident am Mittwoch abend. Weniger die Freude über die gelungene WM-Qualifikation seiner Nationalkicker als vielmehr die Jagdszenen, die sich unmittelbar nach dem 2:4 in Istanbul abspielten, brachten Blatter in Rage. Da wurde munter getreten und geprügelt. »Jeder mußte um sein eigenes Leben rennen. Ordner und türkische Spieler sind auf uns losgegangen«, berichtete der Stuttgarter Marco Streller. Blatter droht dem türkischen Verband nun mit FIFA-Ausschluß und kündigte eine Untersuchung an.


    Mit 2:0 hatte die Schweiz das Hinspiel gewonnen, dank der mehr erzielten Auswärtstore reichte es letztlich. Daß die Atmosphäre in Istanbul hitzig sein würde, hatte sich abgezeichnet. Der Mannschaftsbus der Schweizer war mehrfach beworfen worden, das Team beklagte sich schon im Vorfeld über Schikanen türkischer Sicherheitsleute. Der Abend begann für die Gäste nach Maß. Der von Borussia Dortmund umworbene Mittelstürmer Alexander Frei traf bereits nach wenigen Sekunden per Strafstoß zur Führung. Mit zwei Toren von Tuncay und einem Foulelfmeter Necatis drehten die Türken bis zur 50. Minute das Spiel. Nur ein Treffer fehlte noch, das Stadion brodelte. Aber das Spiel kippte wieder. Während die türkische Mannschaft jetzt unerklärlicherweise aufhörte, Fußball zu spielen, fortan nur noch den Ball hoch in Richtung ihres Starstürmers Hakan Sukür schlug und sich ganz auf die Emotionen zu verlassen schien, begannen die Schweizer plötzlich zu kombinieren. Frei vergab zweimal alleinstehend vor Keeper Volkan. Erst mit Strellers 2:3-Anschlußtreffer (84.) fiel das Stadion kollektiv in Depression, Tuncays drittes Tor zum 4:2 (89.) kam zu spät.


    Nach den Abpfiff folgten die Tumulte, nach denen der Schweizer Ersatzspieler Stéphane Grichting sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Maßgeblich beteiligt an der Wirtshaushauerei: die beiden Bundesligaprofis Alpay Ozalan (Köln) und Benjamin Huggel (Frankfurt). Wie üblich nach derartigen Eruptionen, stellt sich nun die Frage nach Henne und Ei. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung liegt der Schwarze Peter eindeutig auf Seite der Gastgeber. Begriffe wie türkischer Nationalismus, verletzte Ehre und Machismo dürften in den kommenden Tagen Hochkunjunktur haben. Zu Recht. Daß die Inszenierung durch Schweizer und andere westeuropäische Medien jedoch bereits im Vorfeld mit Motiven wie »Hölle«, »unzivilisiert«, »Hexenkessel« und »blinder Fanatismus« zutiefst rassistisch war, sollte man nicht übersehen. Zumal gegnerische Mannschaftsbusse wirklich jedes Wochenende von Fußballfans beworfen werden. Kandidat für eine ausgiebige Sperre sollte dagegen der türkische Trainer Fatih Terim sein. »Wir sind ausgeschieden, weil die Schweiz in beiden Spielen mit zwölf Mann spielen konnte. Sowohl Schiedsrichter Michel in Bern als auch De Bleeckere hier in Istanbul waren Schweizer«, eskalierte Terim völlig sinnentleert. De Bleeckere hatte wirklich hervorragend gepfiffen.

  • "Begriffe wie türkischer Nationalismus, verletzte Ehre und Machismo dürften in den kommenden Tagen Hochkunjunktur haben. Zu Recht. Daß die Inszenierung durch Schweizer und andere westeuropäische Medien jedoch bereits im Vorfeld mit Motiven wie »Hölle«, »unzivilisiert«, »Hexenkessel« und »blinder Fanatismus« zutiefst rassistisch war, sollte man nicht übersehen. Zumal gegnerische Mannschaftsbusse wirklich jedes Wochenende von Fußballfans beworfen werden."


    :stumm: :blah: :rotekarte:

  • Boh, interessante Diskussion, ehrlich.
    Einerseits: Ist Verallgemeinern scheiße. Andererseits: Auf Neuköllner und Schöneberger Bolzplätzen hatte ich, wenn da Türken oder Araber in der Überzahl waren, kein Bock mehr gehabt, mitzuspielen, die geben den Ball nicht ab und Fairplay ist dann für die kein Begriff mehr. Aber das ist nur Anekdote.
    Dann gibt es Leute hier, die Gewalt beim Fußball ok finden (Ostderby), ich würde vorschlagen, nach Spielende, die Leute, die sich auf die Fresse hauen wollen, dürfen bleiben, aufs Spielfeld gehen und dürfen sich gegenseitig tothauen. Ich spendiere auch ein paar Eisenstangen oder Totschläger: Ein paar Idioten weniger.
    Eine andere Qualität bekommt die Sache aber, wenn Offizielle, wie jetzt in der Türkei die Stimmung dermaßen anheizen, da ist eine Grenze überschritten, das ist Anstachelung zum Rassenhaß, wenn ich es mal überspitzt ausdrücke.
    ICh schließe mich also BRB an, ncht weil es woanders nicht auch knallen würde, sondern weil es die Offiziellen haben mangeln lassen an Vorbildfunktion.
    Die Beiträge, die einen Zusammenhang zwischen EU-Beitritt und Fußball herstellen und sich schon durch die Wortwahl (Dönerf....) disqualifizieren, zeigen Deuschland von seiner dümmsten Seite und bedürfen keines Kommentars.

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    Der liebe Vaterlandsboden gibt mir wieder Freude und Leid.

    Einmal editiert, zuletzt von salomon ()

  • Aus dem Tagesspiegel:


    Benjamin Huggel war für die türkischen Medien am Tag danach der Schuldige. „Der hässliche Schweizer“, titelte eine Zeitung, vom „Terror der Nummer 14“ war die Rede. Überall präsente Fernsehbilder und Fotos zeigten, wie Huggel nach der erfolgreichen WM-Qualifikation seines Teams auf dem Weg in die Kabine den türkischen Kotrainer Mehmet Özdilek in die Kniekehle trat und dann mit dem türkischen Abwehrspieler Alpay Özalan aneinander geriet. Dass Özalan vorher einen Schweizer Spieler getreten hatte und dass die Schweizer Spieler von türkischen Fans mit verschiedenen Gegenständen beworfen wurden, blieb größtenteils ebenso unkommentiert wie die Tatsache, dass der Schweizer Ersatzspieler Stephane Grichting niedergeschlagen wurde und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die türkischen Spieler hätten sich durch Huggels Provokation dazu hinreißen lassen, selbst Schläge auszuteilen, lautete die türkische Sicht der Dinge.


    Die Schweizer Sicht der Dinge war eine völlig andere. „Es ist schlimm, wenn man von der Bank aufsteht, und Angst haben muss“, schilderte der Schweizer Nationaltrainer Jakob Kuhn die Momente nach dem Abpfiff, ehe die Schweizer im Spurt dem Wurfhagel von den Tribünen zu entkommen versuchten. In den Katakomben hätten sich „unfassbare“ Szenen abgespielt, sagte Raphael Wickey. „Türkische Spieler und Ordnungskräfte haben auf uns eingeprügelt. Ich habe Schläge gegen den Kopf und in den Rücken bekommen“, schilderte der Profi vom Hamburger SV die Vorgänge. Er sei jedoch dank der Hilfe der beiden türkischen Bundesliga-Profis Halil (Kaiserslautern) und Hamit Altintop (Schalke 04) noch glimpflich davon gekommen.

    Die Schweizer als Täter, die Türken als Opfer – nach dem Ende ihrer WM-Hoffnungen befinden sich Teile der Fußballwelt und der Öffentlichkeit in der Türkei in einem Zustand der Realitätsverneinung. Besonders deutlich ist das bei Nationaltrainer Fatih Terim zu sehen, dessen Team trotz eines 4:2-Sieges ausschied, weil es das Hinspiel 0:2 verloren hatte. Trotz der Schwächen seiner Mannschaft am letzten Wochenende in Bern und der Fehler der türkischen Abwehr im Rückspiel gab Terim den Schiedsrichtern die Schuld am WM-Aus. In beiden Begegnungen hätten die Schweizer mit zwölf Mann gespielt, schimpfte Terim.


    Besonnene Stimmen riefen die Türken am Donnerstag dazu auf, nicht die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen. In beiden Spielen hätten die Schweizer mehr unter Schiedsrichter-Entscheidungen zu leiden gehabt als die Türken, kommentierte Erman Toroglu in der Zeitung „Hürriyet“. Die Türkei solle nun nicht woanders Sündenböcke suchen. „Lassen Sie uns ein wenig in den Spiegel schauen“, schrieb Toroglu. Dieser Appell verhallte weitgehend ungehört. In türkischen Internet-Foren war sogar von einer christlichen Verschwörung gegen die moslemische Türkei die Rede. Schließlich kamen die Schiedsrichter der beiden Spiele aus der Slowakei und aus Belgien

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    Der liebe Vaterlandsboden gibt mir wieder Freude und Leid.

  • Zitat

    Original von Ultrabant
    aber die türkei immer wieder mit "fanatischer hölle", "barbaren" usw zu vergleichen is sehr arm.


    was ist an "fanatische hölle" arm?

    Bizalmam az ôsi erényben
    Hiszem, hogy vélünk az Isten
    Hiszem, hogy lesz feltámadás
    Jegyezd szavam, históriás!