Beiträge von scatterbrain

    Hansestädter : Der Beitrag in der Hessenschau ist von 2024, die Vorschläge der Westvereine unter dem Dach des WFLV sind von 2015. Es kann doch niemand ernsthaft behaupten, es gäbe keine relevanten und praktikablen Alternativvorschläge. Vielmehr waren und sind die Regionalverbände die Bremser.

    Natürlich wäre es erfreulich, würde jetzt durch Steffen Schneekloths Statement eine neue Dynamik in die Debatte gebracht. Die Argumentation sollte aber fachlich fundiert stattfinden. Und da sehe ich schon deutliche Kritikpunkte der Regionalliga Vereine an Schneekloths Thesen. Die Parole "Meister müssen aufsteigen!" ist eben kein formales Argument, sondern Sport moralisch fundamental und wertebasiert. Die Alternative bietet das amerikanische Franchise System.

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    Der Störche-Boss möchte die viertklassige Regionalliga professionalisieren. „Es geht um das übergeordnete Ziel: Aus- und Weiterbildung von jungen Spielern“, sagt Schneekloth. Dafür müsse „der Übergangsbereich zwischen Profi- und Amateurbereich“ gestärkt werden.

    Das übergeordnete Ziel ist doch aus Sicht der Regionalliga Vereine nicht vordergründig die Ausbildung, sondern der faire Wettbewerb. In diesem Rahmen wird auch die Förderung junger Kicker am besten abgebildet.

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    Stattdessen will Schneekloth eine Regionalliga, in der sich junge Spieler unter professionellen Bedingungen ihre Wettkampfhärte holen können – so bräuchte man auch keine eigene Liga für Zweitvertretungen.

    Doch, man benötigt eine eigene Liga für Zweitvertretungen, um den fairen Wettbewerb überhaupt erst zu ermöglichen. Allenfalls in sehr engen Grenzen sollten Reserven zugelassen werden. Die Förderung junger Spieler kann über Leihen direkt bei den Dritt- und Viertliga Klubs stattfinden.

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    Seine Idee: Statt der aktuell 90 Teams sollen nur noch 50 bis 60 Mannschaften in der Regionalliga spielen. Aus aktuell fünf Ligen würden zwei bis drei werden. Diese dann aber mit professionellem Fundament. Amateur- und Profisport sollen entkoppelt werden.

    Für eine strukturell sinnvolle Spielklassenpyramide muss die neue 4. Liga unter dem Dach des DFB zwei Staffeln haben. Wenn Entkopplung in diesem Zusammenhang meint, nach der Reform sollen Ligen mit homogener Struktur (Profis/Halbprofis/amateure) entstehen o.k. Wenn das aber meint, die Durchlässigkeit soll eingeschränkt werden, dann ist das ein No-Go. Der Folgeabsatz weckt Zweifel:

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    Um dies zu schaffen, sollen für die Lizenzierung zur Regionalliga „infrastrukturelle, personelle, finanzielle und sportliche Mindeststandards Voraussetzung sein, die an eine Profiliga zu knüpfen sind“. Was bedeutet das? „Dabei geht es nicht darum, dass man übermäßige infrastrukturelle Voraussetzungen erfüllen muss, wie beispielsweise eine an die bestimmte Kapazität gebundene Stadiongröße“, sagt Schneekloth.

    Wir brauchen vor allem gleiche Wettbewerbsbedingungen. Und dazu gehört der Schutz der Dritt- und Viertliga Vereine vor Wettbewerbsverzerrungen. Beispielhaft sei hier mal an Wacker Nordhausen erinnert oder zuletzt an Viktoria Berlin.

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    Damit die Regionalliga zur vierten Profiliga werden kann, könnte diese laut Schneekloth künftig in das Aufgabengebiet des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fallen. Aktuell ist die vierthöchste Spielklasse unter der Führung der jeweiligen Regionalverbände, in der Regionalliga Nord ist der Norddeutsche Fußballverband (NFV) zuständig.

    DFB als Träger einer neuen Vierten Liga in zwei Staffeln ist sicher eine Möglichkeit. Ich finde aber auch das Modell wie im Südwesten mit der Trägerschaft durch eine verbandsgetragene (DFB+Regional-V. und LV) GmbH denkbar.

    Apropos Fahrtkosten und weite Wege: Hat denn einer der Spezialisten mal bei den Vereinen abgefragt, welchen Anteil am Gesamtaufwand Fahrt- und Übernachtungskosten ausmachen? Gibt es irgendwo seitens der Verbände oder Vereine belastbare Zahlen? Meines Erachtens ist die Fahrt- und Übernachtungskosten-Debatte ein alter Hut. Und die gleiche Debatte ist auch schon in den alten RL Strukturen (4/2/3 gleisig) geführt worden. Bei den Vollprofi-Vereinen fielen und fallen die Fahrt- und Übernachtungskosten im Verhältnis zu den Personalaufwendungen kaum ins Gewicht. Und mit attraktiveren Gegnern steigt das Erlöspotential im Verhältnis überproportional an. Bei den Amateur- und Halbprofi-Vereinen sind die Kosten für Fahrten und Übernachtung anteilig am gesamtbudget viel höher und es gibt neben den absoluten Kosten vor allem auch noch das Problem, dass die Aktiven Urlaub nehmen müssen. Gerade deshalb muss die Ligenstruktur so gestaltet sein, dass es innerhalb einer Spielklasse eine möglichst große Homogenität im Hinblick auf den wirtschaftlichen Status (Profis/Halbprofis/Amateure) gibt. Das gewährleistet fairen Wettbewerb. Hohe Fahrt- und Übernachtungskosten sind ein Scheinargument, um den Status quo zu zementieren.

    "Sieben Jahre oder genau genommen 2.553 Tage, nachdem sich am 14. November 2018 die damalige Regionalliga-Arbeitsgruppe des DFB heillos zerstritt und auflöste, wird ab heute wieder neu über den Drittliga-Aufstieg verhandelt,....Anders als beim letzten Arbeitskreis gab es diesmal deutlich mehr Vorgespräche," berichtet heute SpIO, siehe Link.
    Bevorzugt aufgrund der Vorgespräche wird dabei als Lösungsoption neben der Alternaive 4 statt 5 Regionalligen offensichtlich die Bildung einer zweistaffelige 4.Liga als weitere bundesweite Profiliga.:) Letzteres würde auf den Erhalt der jetzigen 5 Regionalligen hinauslaufen. Der mächtige DFB-Vize Steffen Schneekloth (dort für Grundsatzfragen in der Spielklassenstruktur der 3. Liga und Regionalligen zuständig, DFL-Präsidiumsmitglied und Präsi von Holstein Kiel, dessen Verein seit Kurzem praktischerweise auch Teil der Reforminitiative ist 8), hat sich dazu bereits öffentlich bekannt, siehe Link und Link 


    Das ist ja schön, dass der Herr Schneekloth jetzt als großer Reformer um die Ecke kommt. Allerdings ist es auch völlig unverständlich, dass das Modell mit zwei Viertliga-Staffeln jetzt erst mit Relevanz diskutiert wird. Schließlich liegt eine umfassende Analyse des Schnittstellenproblems zwischen Dritter Liga und Regionalligen und der fundierte Lösungsansatz bereits seit 10 Jahren vor. Die Beteiligten in der Arbeitsgruppe sollten nun endlich den offenen Brief des damaligen RWE Präsident Prof. Dr. Michael Welling an DFB Vize Rainer Koch unter dem Titel "Strukturprobleme endlich lösen" und die Präsentation des WFLV: Ansatz für eine Ligastrukturreform.PDF endlich zur Kennis nehmen. Dann würde die Debatte endlich sachgerecht geführt werden. Aussagen von Schneekloth wie „[...] auch in anderen Ligen steigt der Meister nicht automatisch auf, sondern kann sich nur über Ausscheidungs- oder Relegationsspiele für die nächsthöhere Spielklasse sportlich qualifizieren.“ helfen nicht weiter. Vielmehr muss der Fokus auf die Rückkehr zur Pyramidiabilität und zum sportmoralisch fairen Wettbewerb gelegt werden. Das hilft dann auch der Leistungsförderung und dem Nachwuchs.

    Leider wohl nicht. Laut dem Artikel aus der BILD https://www.bild.de/sport/fuss…-68d3d8354a958e24fe6c07e0 muss er erst noch die Sperre vom Erfurt Spiel absitzen. Dazu ist das Strafmaß noch nicht verkündet.

    Ok. Dann ziehe ich meinen Vorhalt zurück. Die Blöd Zeitung gehört nicht zu meiner bevorzugten Lektüre. Schade, dass seriöse Medien das Thema nicht bzw. kaum aufgreifen. Umso wichtiger wäre es, wenn andere Vereine deutlich machen würden, dass dieses Urteil eine himmelschreiende Farce ist.

    Das hat, wie der Volksmund so sagt: ein Geschmäckle:(

    Das Urteil ist schlimm genug, man muss es nicht noch verschwörungstheoretisch aufladen.


    Spielplan RLNO von Chemie:

    10) Luckenwalde

    11) Alt Glienicke

    12) Lok

    13) Charlotte 2

    14) Zehlendorf

    15) Meuselwitz

    16) Eilenburg


    Bei fünf Spielen Sperre ist er gegen den ZFC wieder am Start. Unabhängig davon ist das Urteil ein Skandal und es wäre wünschenswert, wenn Chemie und Waigel von den anderen Vereinen der Staffel entsprechende Solidaritätserklärungen erfahren würden. Meine Solidarität gilt jedenfalls den Aktiven auf dem Spielfeld. Der Rasen ist heilig!

    Trainer Ronny Ermel (40) zeigt sich auf der Pressekonferenz bereits ratlos: "Wir verhalten uns einfach desolat. Das war gegen Jena so, das war heute so. Natürlich kann man die Sachen ansprechen, kann man die Sachen zeigen. Aber wie gesagt, die Sachen auf dem Platz müssen die Jungs umsetzen."


    [...] Ermel übt sich in Durchhalteparolen: "Wir schauen uns wieder an und müssen gucken, okay, was müssen wir verändern."


    Auch sein Wirken gilt es zu hinterfragen: In 16 Partien als Cheftrainer holte er magere 13 Zähler. Die Vorfreude auf die Saison ist jedenfalls im Eimer - gegen Zwickau kamen knapp 2000 Heimfans weniger als gegen Jena.

    Der Saisonstart ging für Babelsberg 03 gründlich daneben – sportlich wie personell. Nach dem Fehlstart will der Regionalligist noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Auch, weil er zwei Leistungsträger ersetzen muss. [...] Trotz ursprünglich abgeschlossener Kaderplanung wird Babelsberg auf die Verletzungssituation reagieren. „Wir haben uns besprochen und werden Anfang nächster Woche einen erfahrenen Spieler dazunehmen – zur Unterstützung für die Defensive“, kündigt Bachmeyer an.

    Abwehrchef und Kapitän Zeiger verletzte sich im vorletzten Test vs. HSV 2, Wegener beim Saisonauftakt vs. Jena. Der zunächst vollmundig gelobte Kader ist schon nach einem Spieltag zu dünne. Dabei war gerade die Besetzung der Innenverteidigung absehbar zu knapp. Und auch im Zentrum auf Wegeners Position fehlt es "planmäßig" an Alternativen. Man darf gespannt sein, wen der SVB mit knappem Budget aus dem Ärmel zaubert.

    In der kommenden Saison werden auch Ruwen Werthmüller, Andor Bolyki und Tim Maciejewski nicht mehr für 03 spielen, damit wird es in der Offensive recht übersichtlich, da besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf.

    Von der Wolfsburger U19 kommt ein großgewachsener Stürmer. Alexander Georgiadi stammt aus Hamburg und spielte seit 2021 für den VfL. Ob er sich schnell an die Herren RL anpasst ist ungewiss. Andere Angreifer wie Kosak (zu Eilenburg), Marx (zu Chemnitz) oder Rogero (zum BFC) hatte man vermutlich nicht auf dem Schirm. Auch Lucas Will (zu Luckenwalde) wäre vielleicht eine Option gewesen... Der Ex-Nulldreier Mittelstürmer Julius Hoffmann, mit dem man am Babelsberger Park keine Geduld hatte, versucht jetzt nach Zwischenstation in Magdeburg sein Glück bei der BSG Chemie.

    Merkwürdige Formulierung: "... in einem bauzeitlichen Zustand ..,"
    Was immer das heißen mag..
    ^^

    Bauzeitlicher Zustand heißt übersetzt: im Zustand der Bauzeit. Es hat zwischenzeitlich keine Modernisierung und/oder Instandsetzung stattgefunden. Die Formulierung ergibt natürlich nur Sinn, wenn man das Baujahr kennt. Häufig ist die verklausulierte Sprache jedoch auch eine Ausrede für andere Unzulänglichkeiten.

    Viktoria-Sorgen? NOFV hat keine Kenntnis

    Auch Viktoria Berlin wird offenbar die Zulassung erhalten. Um den Traditionsverein aus dem Stadtteil Lichterfelde gab es unlängst immer wieder Rückzugsgerüchte. Sogar über die Einstellung des Spielbetriebs noch vor dem Saisonende wurde gemunkelt. Dem NOFV seien existenzielle Probleme beim momentanen Tabellen-16., der seit sechs Spielen auf einen Sieg wartet, aber nicht bekannt, so Dahlitz.


    Vor allem der VFC Plauen dürfte interessiert zur Viktoria blicken. Sollten die Hauptstädter tatsächlich zurückziehen, könnte das die Rettung für die sportlich bereits abgestiegenen Vogtländer bedeuten – allerdings nur, wenn der NOFV-Meister aufsteigt.

    Ich persönlich würde eine zweigleisige vierte Liga zwischen die dritte Liga und die Regionalligen schieben. Die Reserveteams wie in England aus dem System nehmen. Dritte und die beiden vierten Ligen jeweils mit zwanzig Mannschaften. Aus der dritten Liga steigen drei Mannschaften ab und aus der Vierten die beiden Staffelsieger auf. Die beiden Zweitplatzierten spielen um den dritten Aufsteiger. Aus der vierten Liga steigen jeweils drei Teams ab. Die Regionalligen werden in sechs Staffeln aufgeteilt und jeder Meister steigt auf. Neue Aufteilung wäre zum Beispiel: Bayern, Nordost und Nord bleiben bestehen. Dazu kommt Baden-Württemberg (wird aus der Südwest rausgelöst), Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz bilden mit dem südlichen Teil von NRW die neue Südwest und der Rest von NRW bleibt in der West.


    Aktuell sind die Regionalligen semiprofessionelle Klassen, in denen viele Vereine über zu hohe Kosten und schlechte Vermarktungsmöglichkeiten klagen. Und dies ist ja nicht nur im Nordosten so. Viele Vereine in der Regionalliga West klagen über große finanzielle Probleme.

    Danke für diesen Beitrag. Das ist auf den Punkt die einzig richtige Lösung und sie liegt seit Jahren auf dem Tisch, wird aber weder durch den DFB, noch durch die Regionalverbände, noch durch die Vereine aufgegriffen. Es ist völlig unverständlich, warum in der Debatte seit Jahren immer nur an Symptomen herum gedoktort wird, die eigentliche Ursache , der gestörte pyramidale Aufbau, aber nie benannt wird.


    Das Konzept der Arbeitsgruppe beim Westdeutschen Verband unter Leitung des damaligen RWE Präsidenten Welling von 2015 hat das gegenwärtige Ligen-System bereits mit allen Problemen beschrieben, auseinander genommen und unter Berücksichtigung aller Parameter und Zielvorstellungen wieder zusammengesetzt. Eine Lösung kann nur in der konsistenten Ligen-Pyramide gefunden werden. Dafür muss die zweigleisige vierte Liga oberhalb der Regionalligen eingeführt werden.

    Was ist am Gerücht dran, dass die VSG Fußball GmbH Insovenz beantragt haben soll? Welche Auswirkungen hat das auf den Spielbetrieb?


    Das ZDF Mittagsmagazin war im Karl-Liebkecht-Stadion und hat sich mit Platzmeister Andi Proba über die richtige Rasenpflege unterhalten. Babelsbergs langjähriger Greenkeeper erklärt den Spindelmäher, den Ziegelstecher und die Belüftungsgabel und alles was man sonst noch wissen muss, um einen Rasenteppich wie im Karli zu erhalten und zu pflegen.


    Link: ZDF Mittagsmagazin vom 04. Juli 2024

    (ab 0:05:45 und 1:11:20)

    Könnte sein, dass Klatte folgt:

    Torwart Luis Klatte beim Trainingsauftakt mit dabei

    Die Arbeit auf dem Transfermarkt ist für den SV Waldhof noch nicht beendet. [...] Beim Trainingsauftakt am Sonntag war erstmals Luis Klatte dabei, der letzte Saison noch als Stammkeeper beim SV Babelsberg 03 tätig war. Der 24-Jährige wird die Waldhöfer auch ins Trainingslager nach Österreich im Juli begleiten. Mit ihm sei man "auf einem guten Weg," so Antwerpen.