dein subjektives gefühl täuscht dich nicht. es spielt schon eine sehr große rolle, sehr viele des aktiven kerns sind in diversen, nennen wir sie mal "linken", projekten und/oder fraktionen aktiv, da muss man auch nicht groß drumherum reden.
Dit fette haltick für eine fragwürdige Behauptung.
Ich kann mit dem links/rechts-Schema wenig anfangen. Für mich gehts eher um Grundwerte wie Gleichberechtigung, Toleranz, Selbst- und Mitbestimmung. Und wer diese Grundwerte nicht in der politischen Auseinandersetzung sieht, hat Tomaten auf den Augen. Deshalb kann es eben auch keinen Stadionbesuch "ohne Politik" geben, was aber im Umkehrschluss nicht bedeutet, das jede Auswechslung, jedes bengalische Feuer und jede runtergefallene Flasche politisiert / politisch diskutiert werden müssen. Ein schönes Interview hat Kille dazu im neuen NOFB-Magazin gegeben.
Und kommt jetzt bitte nicht an und sagt, ich soll mal den Nazis gegenüber (egal ob den Potsdamern oder den Chemnitzern oder Hallensern) ein bißchen toleranter sein. In Babelsberg gab es immer einen Grundkonsens gegen Rassismus und Diskriminierung und ich bin froh, wenn dieser Konsens (der von Nazis regelmäßig angegriffen wurde, nicht aber von der Antifa) von 95 % oder mehr Stadionbesuchern mitgetragen würde. Dieser Konsens ist uns im übrigen auch nicht in Schoß gefallen, sondern wurde über Jahre hinweg vom aktiven Teil der Fanszene erarbeitet (beispielsweise gibt es in Babelsberg seit 9 Jahren ein Stadionfest zum Thema - lange bevor die Medien und der DFB die Problematik begriffen hatten und wir hatten da Unioner oder Herthaner ohne Sorgen zu Gast).
Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass mich Krawalltouristen - ebenso wie viele andere hier - egal welcher (pseudo-)politischen Coleur nerven. Deswegen lasse ich mir aber nicht "meine Oase" kaputtquatschen von Leuten, die erst mal ihre eigenen Probleme richtig benennen (und noch besser auch entsprechend handeln) sollten.
Und schönen Gruß aus Babelsberg ...