Stichwort Kultur: Laut Jürgen Klinsmann soll bei Hertha eine Lügenkultur herrschen. Was meint er damit?
Das weiß ich nicht, aber von Kulturwandel hat Jürgen Klinsmann so viel Ahnung wie ein Hahn vom Eierlegen. Ich werde auf seinen Ego-Wahn nicht eingehen. Mir bleibt nur, ihm gute Besserung zu wünschen.
Klinsmann hat für jede Menge Publicity gesorgt. Aus Marken-Sicht: Hat er Hertha mehr genützt oder durch seinen unrühmlichen Abgang eher geschadet?
Grundsätzlich war seine Botschaft ja richtig – wir wollen als Klub nach vorne schreiten. Das Problem ist nur, dass es Jürgen Klinsmann nicht wirklich um Hertha BSC ging, sondern nur um sich selbst. Das, was ich immer propagiere, hat er jedenfalls nicht verstanden: Kontinuität schlägt Intensität. Das Gras wächst nun mal nicht schneller, wenn Du daran ziehst.
Klinsmann hat in seinem Hertha-Protokoll auch bemängelt, dass Sie und Manager Michael Preetz eine zu große Nähe zur Mannschaft hätten. Welche Vorteile hat es, wenn Sie als Mitglied der Geschäftsführung einen Spind in der Kabine haben?
Ich habe keinen Spind in der Mannschaftskabine. Es gab einen kleinen Nebenraum, in dem Michael Preetz und ich einen Spind hatten, um nach der Arbeit Sport treiben zu können. Nicht mehr und nicht weniger.