Beiträge von Schwarze Sau

    Klar müssen beide zustimmen. Aber wenn, wie Motorfan schrieb, EW auf sieben Spieler aus dem OFC-Spiel verzichtet hat, lag das vielleicht auch am Termin am Do.-Abend. Der Trainer hatte nach der letzten Pleite gleich noch einen Grund mehr, das Team umzukrempeln. Ist aber sicher nur Spekulation, da der Pokaltermin schon vor dem Spiel beim OFC feststand.

    @ Fehre:


    Für den Termin am Donnerstag kann EW meines Wissens nichts. Ursprünglich sollten Bruchmühle und Wriezen ihr Nachholespiel vom 2. Spieltag am 6. 9. austragen. Beide hatten wohl mit einem Erstrunden-Aus gerechnet und den Sonnabend als frei eingeplant. Leider haben nur die Bruchmühler ihr Pokalspiel verlegt bekommen, warum auch immer. (Wriezen ohne Flutlicht? Werder ohne Bock auf ein Wochentagsspiel?)

    Blau-Weiß Wriezen (LKO) - SV Vogelsang (LLS) 4 : 2 (0:0)


    0:1 Christian Wulff (46.), 1:1 Marcel Matthias (53.), 1:2 Andre Tillack (54.), 2:2 David Pfützner (64.), 3:2 David Pfützner (68.), 4:2 Marcel Matthias (90.+6)


    Gelb: Golbs (F), Finger (U), Matthias (F), Wegner (U), Galle (F),/Schulz (U), Rot: --/Anders (Grobe Unsportlichkeit, 80.)


    Verdienter Sieg für Wriezen, da Vogelsang "den Sack nicht zumachen" konnte. Blau-Weiß gab bis zuletzt nicht auf und nutzte die entblößte Abwehr der Gäste zum Kontern. Vogelsang war insgesamt nicht schlechter, aber hatte Abwehrlücken, die bedenklich gegen einen entschlossen angreifenden Landesklassen-Gegner aussahen. Trotzdem gab es bis in die Nachspielzeit noch klare Chancen für den Landesligisten, die teilweise kläglich vergeben wurden. Zitat eines SVV-Spielers: "Die macht meine Tochter ´rein, und die ist zwei Jahre alt!".


    Trauriger Höhepunkt aus Sicht der Gäste war der Feldverweis für Veit Anders, der nach einem nicht für ihn gepfiffenen Foul den zuständigen Schiri-Assistenten "streichelte". Die letzten zehn Minuten waren ziemlich hektisch, zahlreiche Zweikämpfe führten zu dem einen oder anderen Gerangel, jedoch erkannten auch die Gäste das sportlich eindeutige Ergebnis als gerecht an.



    P.S.: Respekt nach Vogelsang für die attraktivste Spielerfrauen-Riege östlich von Berlin! Das musste sogar der Stadionsprecher anerkennen.

    @ Zauminho:


    Danke, war ein munteres Spiel von beiden Seiten. Ich sehe es ziemlich ähnlich wie Du, wobei Schöneiche im 2. Durchgang deutlich stärker war als in Halbzeit 1. Aber wer seine Chancen nicht nutzt ... .


    Auch für uns "Schwarze" war es ein guter Aufgalopp mit guten Teams in angenehmem Umfeld. Schade, dass Ihr nicht länger bleiben konntet/wolltet. Wir haben noch ein Weilchen mit ein paar Schöneichern zusammengesessen und das ein oder andere Getränk genossen.


    Bis zum nächsten Mal!

    Ja, dann auch von mir die Danksagung an alle, die oben genannt wurden sowie an alle, die sich für ein bisschen Spaß auf und neben dem Platz quälen mussten.


    Für mich als Turnier-Debütanten war es natürlich in erster Linie ein Kennenlern-Event. Meinen Jungs und mir hat es auch ziemlich gut gefallen, auch wenn der Erfolg noch ein Jahr auf sich warten lässt (mindestens). Schön, endlich einmal ein paar Nicht-Stammtischgänger kennenzulernen. Nur noch 364 Tage bis zum nächsten Mal!

    Sorry, Jungs,


    aber ich muss Euch korrigieren: Ihr seid nicht Meister der HERZEN, sondern Meister der LEBERn!


    Alles Gute für die Regeneration in den nächsten Tagen!



    Schwarze Sau aka "Der mit dem Patronengurt"


    Für mich (wie auch für den einen oder anderen hier) ist die Situation alles andere als absolut klar und ohne Schlupflöcher!


    1. "Schlupfloch": Abseitsbeurteilung bei Abwehrspieler außerhalb des Spielfeldes


    Ich gehe gern mit Euch mit und behaupte, dass ein Spieler außerhalb des Feldes neben der Seitenlinie für die Abseitsbeurteilung in Frage kommen kann. Unlogisch und im Sinne der Abseitsregel untauglich sind jedoch Spieler, die wie Panucci hinter der Torlinie liegen, da für das Abseits nun mal die Torlinie entscheidend ist. Es bleibt in meinen Augen unsinnig, davon zu sprechen, dass ein Abwehrspieler das Abseits aufhebt, der hinter dem Tor liegt.



    2. "Schlupfloch": aktueller Regeltext in Regel 11


    Selbst wenn man voraussetzt, dass diese Auslegung trotz der beschriebenen Logik-Mängel regeltechnisch "sauber" wäre, stellt sich für mich die Frage, warum dies nicht im Regeltext formuliert ist. Dass ein Spieler, der kurzzeitig über die Linie (an der Seite oder hinter dem Tor) ins Aus gerät, weiter zum Spiel gehört, ist unstrittig und sicher auch bekannt. Der entscheidende Mangel besteht für mich in der Tatsache, dass die "Panucci - Van Nistelrooy - Situation" nicht im Regeltext beschrieben und eindeutig erklärt wird. Somit ist diese Auslegung nicht auf eine bekannte Bestimmung gestützt und kann auch demzufolge nicht als den Italienern bekannt vorausgesetzt werden. Zugunsten des "Angeklagten" kann jedoch angenommen werden, dass die Italiener das Tor mit Sicherheit akzeptiert hätten, wenn diese (absolut seltene) Situation wenigstens regeltechnisch einwandfrei formuliert gewesen wäre.


    3. "Schlupfloch": Der zeitliche Zusammenhang (Neue Spielsituation oder nicht?)


    Siehe Beitrag von SGU von gestern 00:20 Uhr!



    Dieses Tor stellt meines Wissens einen Präzedenzfall dar, der im Sommer sicher von den Regelhütern abschließend geklärt wird. Bis dahin bleibt für mich der fade Beigeschmack, dass ein klares Abseitstor regeltechnisch "mit der Kneifzange" für regulär erklärt wurde.

    Ich bleibe dabei:


    Die Absurdität der Situation (ein Spieler außerhalb des Feldes wird als auf der Torlinie liegend betrachtet) spottet jeder Beschreibung! Hier sollte meiner Meinung nach angesetzt werden, um diesen Wiederspruch zu beseitigen. Da so ein Fall in den nächsten hundert Jahren nicht wieder vorkommen wird, können sich alle aber beruhigt zurücklehnen. Ob es irgendeine taugliche (=praktikable) Überarbeitung der Formulierungen gibt, bezweifele ich, lasse mich jedoch gern vom Gegenteil überzeugen.


    Weiterhin sollte eine Mannschaft, die einen Spieler offenkundig ungewollt verliert, nicht mit der Begründung "Unglücklich gelaufen!" weiter benachteiligt werden, indem die Abseitsregel in diesem Moment nicht mehr gilt, da der fehlende Spieler ja "auf der Torlinie" liegt! Ursprünglich wurde die Abseits-Regel ja eingeführt, um Situationen wie Van Nistelrooys Eingreifen zu verhindern. Dass Panucci als weiterhin zum Spiel gehörend zu betrachten ist, ist in den Zusatzbestimmungen der FIFA in der Regel 11 jedenfalls nicht zu lesen. So kann niemand behaupten, die Italiener hätten diese Bewertung der Situation kennen müssen. Wenn aber diese Interpretation nicht für jeden bekannt und nachvollziehbar ist, kann dafür auch niemand bestraft werden.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass im Falle einer Abseits-Entscheidung jeder Betrachter dem Schiedsrichter zugestimmt hätte. Mit Sicherheit hätte sich auch kein Regelhüter im Nachhinein hingestellt und den Schiedsrichter in die Pfanne gehauen, aber das ist letztlich Spekulation.

    Neutraler:


    Du bringst es auf den Punkt: Wer draußen ist, kann für die Abseits-Betrachtung nicht mehr in Frage kommen!


    Da sich der Italiener durch seinen Versuch, den Ball zu spielen unabsichtlich in´s Aus befördert hat bzw. von Buffon untergepflügt wurde, hat er den Platz nicht illegal verlassen. In diesem Fall greift die Regel mit dem unerlaubten Verlassen, um einen Angreifer in´s Abseits zu stellen, natürlich auch nicht! Unterstellt der SR, dass der Platz unerlaubt verlassen wurde, muss er dem Verteidiger auch zwangsläufig die Gelbe Karte zeigen. Das wäre in meinen Augen der Gipfel des Irrsinns: Du wirst vom eigenen TW niedergestreckt und liegst hinter der Torlinie, der Gegner kann deinetwegen ein Abseits-Tor erzielen und wenn Du dann wieder zu Dir kommst, zeigt Dir der Schwarze die Gelbe, weil Du unangemeldet den Platz verlassen hast!


    Sorry, Leute, aber angefangen von Steffen Simon (live) über Delle (mit Bedenkzeit in der Pause) sind hier alle offensichtlich einem Missverständnis aufgesessen. Hier lag definitv keine Absicht vor! Mich würde jetzt noch das Zusammenwirken von SR und SRA interessieren. Es erscheint mir absolut unglaubwürdig, dass beide die Situation sofort gleich als "Kein Abseits, Tor!" bewertet haben. Von einer Befragung des SRA war nichts zu sehen, oder? Die verstohlenen Blicke der Holländer beim Torjubel sagten alles!

    Ja, und dabei macht es noch nicht einmal Probleme, den Bericht zu verfassen: Je nach Ergebnis war der Schiri entweder gut oder schlecht, ansonsten kann der Spielverlauf beibehalten werden. Gegner und Torfolge müssen natürlich aktualisiert werden. Die Einschätzung von Spielverlauf, Leistungen einzelner Spieler, Aktionen von Zuschauern bleiben immer die gleichen. Immer schön den Tabellenstand ignorieren und Wacker in die Landesklasse schreiben, alles ganz einfach.


    Also, wer versucht es mal als HHFake?

    Nachdem ich gestern Abend aus Manchester zurückgekommen bin, hier mal ein paar kurze Eindrücke:



    Die Stadt sieht ziemlich abgerockt aus, teilweise extreme Kontraste in direkter Nachbarschaft zwischen modernen Neubauten und "Industriedenkmälern" aus der Zeit als Manchester noch Industriestadt war.


    Die Fans beider Teams hatten, soweit wir sehen konnten, keine Probleme miteinander. Der Stress begann, als noch vor der eigentlichen Übertragung die Videowand in der größten von drei Fanzonen ausfiel.


    Die Rangers-Fans traten mit den typisch schottischen hohen Schmerz- und niedrigen Hemmschwellen an. Es war so etwas wie eine Mischung aus Karneval und Loveparade, nur dass alle die gleichen Kostüme trugen. Im Stadion war die Stimmung nur bis zum 1:0 gut, dann wurden die Zenit-Fans lauter und lauter. War im TV was von dem Flitzer nach dem Führungstor zu sehen?


    Auch nach dem Abpfiff kamen trotz verstärkter Ordner-Reihen ca. 25-30 Zenit-Fans zum Feiern auf das Feld, mussten aber mangels Auslauf wegen der Vorbereitungen zur Siegerehrung das Tor als Horizontal-Trampolin benutzen. Unvorstellbar bei uns : Kein Bier im Stadion und um elf schließen die Pubs trotz über 100.000 trinkfreudiger Schotten und Russen! Ungewöhnlich war ebenfalls, dass Timoschtschuk allein mit dem Pott auf die Ehrenrunde ging und der Rest der Truppe schon auf dem Weg in die Kabinen war.


    Für alle, die überlegt haben, auch ohne Ticket anzureisen: Die Schwarzmarktpreise lagen laut Presse kurz vor dem Anstoß bei 1.400 Pfund (2.100 Euro).

    Zauminho:


    Bitte nicht missverstehen: Ich habe keine Forderungen gestellt, sondern nur einen Teil der Anforderungen beschrieben, die in Brandenburg auf Landesebene üblich sind. Wenn es in Berlin ohne diese Dinge bisher geklappt hat, umso besser. Es stellt sich für mich nur die Frage, warum es in Brandenburg relativ problemlos ist, diesen Anforderungen zu genügen und die Berliner Vereine z. B. in Landes- und Verbandsliga damit Probleme haben sollten.


    Natürlich hast Du Recht, dass niemand Idioten am Prügeln hindern kann oder immer wieder irgendwas zum Werfen zu finden wäre. Man muss dies jedoch nicht noch "erleichtern".


    Wenn in Zukunft wieder alles friedlich bleibt und alle Beteiligten die Füße und Fäuste stillhalten, hat das Spiel bei den Füchsen den gewünschten Effekt erzielt und alle Aufregung war umsonst - bis zum nächsten Abbruch. Dann wird sicher gefragt: Warum habt Ihr/der BFV seit dem letzten Mal nichts getan?

    langner:



    Ich bin gespannt, ob der BFV diesen Abbruch als Anlass für die Erteilung von Auflagen wie oben genannt nimmt. Wenn es weiterhin überall so friedlich bleibt wie bei Euch in Lichtenrade, umso besser. Ich kann nur mit meinen Erfahrungen aus Brandenburg argumentieren: Niemand, den ich kenne, stellt diese Auflagen ernsthaft in Frage. Auf Landesebene gehört so etwas inzwischen dazu. Wenn man sich Berichte von Spielern, Offiziellen oder Schiedsrichtern anhört und auch manche Einträge in den Spielklassen hier im Forum durchliest, ist es eigentlich kein Aufreger-Thema.


    Es geht auch nicht darum, eine Laufbahn und einen Zaun zwischen Spielfeld und Zuschauern zu haben, sondern eine Begrenzung, die deutlich macht, wo ich anfeuern oder pöbeln darf und wo die "Grenzüberschreitung" stattfindet. Für die Stimmung ist ein Geländer am Spielfeldrand überhaupt kein Hindernis. Einlasskontrollen sollten auch weiterhin kein Thema sein!


    Flaschen sind normalerweise genausowenig ein Problem wie Raketen oder Rauchbomben, von mir aus kann jeder mit ins Stadion nehmen, was er möchte. Das Problem sind ja nicht die 98% friedlichen Spiele an jedem Wochenende, sondern die eine Ausnahme, bei der jemand angegriffen oder verletzt wird und wo dann die Maßstäbe gesetzt werden.

    Tach Leute,



    als Zeuge der Ereignisse am Freiheitsweg muss ich die Frage des Themas leider wie folgt beantworten: weniger sicher als die in Brandenburg! Wie ich darauf komme? Ganz einfach, ich fahre einen Tag nach dem Füchse-Spiel an die Halker Zeile und sehe mir LBC-L47 an. Dabei fielen mir als Schiri sofort drei Dinge auf:


    1. Keine Absperrung vor den Zuschauern auf der Seite der Trainerbänke


    2. Keine erkennbaren Ordner trotz einer ansehnlichen Zuschauerzahl (121 zahlende + x Mitglieder u. a.)


    3. Flaschenbier-Ausschank!!!!!


    Wer jetzt noch wissen möchte, wie sicher diese Liga ist, stelle sich diese Konstellation bitte am Freiheitsweg einen Tag früher vor!


    Natürlich gibt/gab es auch in Brandenburg Spielabbrüche. Ihr erinnert Euch sicher noch an das Spiel Velten - Stahl Brandenburg in der letzten Saison. Aber gerade dieses Spiel hat dazu geführt, dass genau diese Auflagen erteilt wurden, die die oben genannten drei Punkte vermeiden sollen.


    Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob und wieviele Ordner eine Prügelei unter den nicht als Vereins-Fans erkennbaren Zuschauern verhindern könnten. Mitunter reicht deren Nähe zu den allerärgsten Pöbelern schon aus, um Schlimmeres zu verhindern bzw. nur um die Distanz zwischen den Streithähnen zu wahren. Außerdem wären offizielle Ordner auch Zeugen im Falle einer Verhandlung, bei der sonst nur Aussage gegen Aussage stünde.


    Niemand verlangt Personenkontrollen oder getrennte Zuschauerbereiche oder nahkampftaugliche "Gorillas". Es geht nur darum, ein paar potentiellen Rabauken zu zeigen, dass sie nicht unbehelligt bleiben, wenn sie der Hafer sticht.


    Edelfan 47:


    durchschnittliche Zuschauerzahlen von Babelsberg 03 II in der Brandenburg-Ligan nach 24 von 30 Spielen:


    Heim: 109 (Min.: 55, Max.: 250)


    Auswärts: 166 (Min.: 77, Max.: 326)

    Tja, liebe 47er Fans, das war´s für diese Woche mit dem Platz an der Sonne!



    Insgesamt war eine Mischung aus 47er Unvermögen und cleverer, effektiver Spielweise vom LBC der Grund für den Sieg, der auch noch höher hätte ausfallen können. Der schöne Flugkopfball zum Führungstor brachte Lichtenberg früh in Zugzwang und wirkte offebar verunsichernd. Der LBC gönnte sich großzügigerweise einen verschossenen Elfer in den Schlussminuten, so dass das Ergebnis nicht noch "debakulöser" wurde. Der Elfer war der dritte Torschuss vom LBC im zweiten Durchgang, trotzdem gelangen ihnen drei Tore. Das 4:1 muss eigentlich der 47er Keeper auf den Deckel bekommen, der einen Rückpass so herausschlägt, dass der einzige nachsetzende LBCer getroffen wird. und der Ball in`s Tor kullert.


    47 hatte es nach dem Anschlusstreffer kurz nach der Pause zum 1:2 in der Hand, aber der LBC konterte beim 3:1 und beim 5:1 wie aus dem Lehrbuch und erwischte so die 47er Abwehr mit runtergelassener Hose. Den Rest der Halbzeit konnten sich die Lichtenrader damit begnügen, Lichtenberg kommen zu lassen und dabei robust, aber nicht unfair dagegen zu halten.


    Grüße @ 47er + alle anderen Tätowierten! Schade, dass es an einem schönen Nachmittag mit Fussi und Bier nicht auch noch was zum Feiern gab.

    Tach Leute,



    hier mein kurzer Augenzeugenbericht (allerdings von der genau gegenüberliegenden Seite):


    Zunächst einmal war die Aktion, die zu Roten Karte von E. Okatan führte, bereits abgeschlossen, als das Theater im Bereich zwischen Gästebank und Mittellinie begann. Okatan hatte gerade den Innenraum hinter dem Füchse-Tor verlassen, als auf den Stufen im besagten Bereich ein Tumult begann. Wie gesagt, ich stand genau gegenüber und kann letztlich nichts zum Auslöser der Gewalttätigkeiten sagen. Mit Sicherheit hat aber die Art, wie die Füchse das Spiel aus der Hand gaben für erheblichen Frust bei Spielern (z. B. Okatan, Sahin) und Zuschauern gesorgt. Das Spandauer Führungstor fällt durch eine direkt verwandelte Ecke und vorm dritten Tor landet ein Befreiungsschlag (unbedrängt!) kurz vor der Mitellinie vor den Füßen eines Spandauers, der freie Bahn zum Tor hat.


    Da, wo der Radau losging, standen sicher auch einige Spandauer Anhänger, die dann mit den entsprechenden Sprüchen nicht hinter dem Berg gehalten haben. Das größere Problem als die Prügelei auf den Rängen war meiner Meinung nach der Umstand, dass Spieler beider Mannschaften sofort auf dem Weg in´s Getümmel waren, so dass an ein Weiterspielen nicht zu denken war. Wer hier mitmischen wollte oder wer nur zum Schlichten hingelaufen war, wird wohl nie mehr aufzuklären sein. Fest steht jedoch, dass die Gewalt unter den Zuschauern ausbrach und das Spiel nach der Roten Karte schon fortgesetzt war.


    Von den Offiziellen beider Vereine und von den Zuschauern und Spielern, mit denen ich sprechen konnte, hat nach diesen anhaltenden Tumulten keiner etwas anderes als einen Abbruch erwartet. Einige Spieler beider Teams hatten wohl Familienangehörige, die (gewollt oder ungewollt) angegriffen wurden. Insofern ist die Entscheidung des Schiedsrichter die logische Konsequenz.


    Bleibt die Frage nach den Schuldigen:


    Die Spieler bzw. Betreuer/Trainer oder die Schiedsrichter kommen dafür kaum in Frage. Dann bliebe noch die Frage nach den Ordnern, die die Füchse ja während des Spiels hinter der Barriere hatten bzw. deren Möglichkeiten, diese Eskalation zu verhindern. Hier wird noch einiges aufzuarbeiten sein, so dass das Sportgericht sich auf eine umfangreiche Zeugenliste beider Teams einstellen kann.



    Soviel in aller Kürze von mir, vielleicht kann ja ein Augenzeuge, der mehr gesehen hat, noch Angaben zur Ursache des Aufruhrs machen.

    Sehr geehrter Herr HHF,



    ich bin auch nach längerer Pause immer wieder über das Interesse erfreut, mit dem Sie die Entwicklung der Wacker-Mannschaft verfolgen. Nun endlich scheinen auch erste Erfolge Ihrer kritischen Anmerkungen und Hinweise bei Mannschaft und Verantwortlichen angekommen zu sein, denn die Bilanz der fünf Spiele seit der Winterpause spricht für sich: Drei Siege, davon zwei auswärts, sowie ein Unentschieden stehen einer Niederlage gegenüber. Besonders die drei Siege mit insgesamt 7:0 Toren und den aktuell achten Platz werden Sie allen Betrachtern doch sicherlich als typisch für einen Abstiegskandidaten erklären können.


    Möglicherweise war aber auch alles ganz anders: Wahrscheinlich haben Sie am Wochenende in Weimar einen verdienten Sieg eines "Titelfavoriten" gesehen und diese Überraschung hat Ihnen das pünktliche Abfassen eines Spielberichtes erschwert.


    Versuchen Sie doch mal eine Prognose zum kommenden Spiel NDH-HIG! Ich tippe auf einen Wacker-Sieg und eine Woche später sehen wir uns sicher auf dem Göldner zum Kleinen Thüringen-Derby.



    Bis dahin verbleibe ich in froher Erwartung Ihres Berichts aus Weimar!

    @alle Beteiligten:


    War jut jewesen!


    Essen, Quiz und diverse filmreife Dialoge im Laufe des Abends haben für den Heimweg bei lausigen Temperaturen entschädigt.


    Gottseidank hat mein Fahrrad Navi und Autopilot!


    Frohes Fest und bis zum nächsten Mal!


    P.S.: Das Quiz sollte beibehalten werden, zumindest bei den Stammtischen, wenn´s schon nicht im Forum klappen sollte.