Beiträge von Wetzi

    Auf den Spielstand und die Spielminute darf man ja hier sich wieder keine Rücksicht nehmen. Deshalb muss es :rotekarte: für den Verteidiger wegen der Verhinderung einer klaren Torchance und direkten Freistoß, wo das zweite Trikotziehen erfolgte, geben (bzw. Strafstoß, wenn das Vergehen im Strafraum erfolgte...wie ich finde, geht dies aus der Frage nicht ganz hervor).

    Spielunterbrechung, :gelbekarte: für den Spieler und indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft, wo sich der Ball bei der Unterbrechung befand. Dass der verletzte Spieler und der Betreuer die Auswechslung nicht mitbekommen haben, darf keine Entschuldigung sein. Da war wohl die Kommunikation zwischen den entsprechenden Verantwortlichen nicht so gut.

    Ich würde auch weiterspielen lassen. Bei der Beurteilung der Abseitsposition ist entscheidend, dass der Abwehrspieler auf der Seitenlinie behandelt wird. Da diese zum Spielfeld gehört, befindet er sich also auf dem Spielfeld. Somit hat der Angreifer beim Zuspiel noch zwei Spieler vor sich, und somit ist es kein Abseits. Dass der Abwehrspieler aufgrund der Behandlung mit Eisspray in dieser Situation nicht eingreifen kann, ist dabei unbedeutend.

    Der Verteidiger begeht mit dem Fuß in Kopfhöhe gefährliches Spiel. Somit ist auf indirekten Freistoß, wo er den Ball wegspitzelt, zu entscheiden. Hätte er den Angreifer jedoch getroffen, müsste es Strafstoß geben. Da der Verteidiger mit dem gefährlichen Spiel eine eindeutige Torchance des Angreifers verhindert, ist er des Feldes zu verweisen.

    Der Spieler bekommt :gelbekarte: für das unerlaubte Spielfeldbetreten und dann :gelbekarte: :rotekarte: wegen dem Trikotziehen, Spielfortsetzung mit direktem Freistoß, wo das Halten stattfand (schwereres Vergehen).


    Wenn der Spieler durch das Trikothalten eine eindeutige Torchance des Angreifers verhindert, dann würde er :rotekarte: bekommen und ebenfalls direkter Freistoß.

    Der SRA hat das Vergehen beobachtet und den SR mit dem Fahnenzeichen informiert. Daher hätte er sich den Übeltäter unbedingt merken müssen. Da dies leider nicht der Fall war, hat dieser Spieler einfach Glück gehabt und kommt ohne persönliche Strafe davon. Deshalb kann es nur Strafstoß für die angreifende Mannschaft geben.

    Wenn ein direkter oder indirekter Freistoß direkt ins eigene Tor geht, dann wird der gegnerischen Manschaft ein Eckstoß zugesprochen. Hätte der TW den Ball noch berührt, dann wäre es ein Eigentor.

    Meiner Meinung nach hat der Schiedsrichter richtig gehandelt. Ich glaube das in keine Regel festgehalten ist, das von jeder Mannschaft ein Spieler am Schiedsrichterball beteiligt sein muß. Das sieht man in der Bundesliga ja auch oft genug. Es können also von jeder Mannschaft beliebig viele Spieler am Schiedsrichterball teilnehmen. Richtige Entscheidung vom Schiri!

    :bindafür: Bin ich auch der Meinung! Wenn die eine Mannschaft nicht will, dann hat sie halt Pech gehabt..

    Da der Ball im Mittelfeld gespielt wird, ist hier nicht unbedingt von einer guten Angriffssituation auszugehen. Deshalb sollte der SRA die Beleidigung sofort anzeigen und der SR das Spiel unterbrechen. Nach Rücksprache mit dem SRA hat der SR den Trainer aus der Technischen Zone zu verweisen. Anschließend ist das Spiel mit SR-Ball dort fortzusetzen, wo sich der Ball bei der Unterbrechung befand. Wegen dem Vorkommnis ist zusätzlich noch eine Meldung im Spielbericht zu machen.

    abseits, der oberkörper ist egal, entscheidend ist ob er mit den beinen näher am tor ist


    Im Regelheft 2007/08 steht auf Seite 71 unter Punkt 1 (Entscheidungen des International Football Association Board):


    "Bei der Abseitsstellung, definiert als „wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Abwehrspieler“, sind der Kopf, der Rumpf oder die Füße des Spielers, nicht aber dessen Arme maßgebend."


    Somit würde das Bein zwar mitzählen, da laut Regel nur die Arme unberücksichtigt bleiben. Aber wenn hier in der Frage nur von "Haaresbreite" die Rede ist, dann ist dies für mich kein eindeutiges Abseits. Aber auf dem Spielfeld ist das aber wieder Ermessenssache, der eine entscheidet auf Abseits, der andere nicht...