DSC – Taucha 1:5 – oder „Zwei Brügmanns sind einer zu viel“
Der DSC verliert den Rückrundenauftakt gegen den Tabellenführer aus Taucha mit 1:5, die Niederlage fällt jedoch mindestens zwei Tore zu hoch aus und hört vor allem auf den Namen Brügmann.
Taucha in Bestbesetzung, nur Quasi-Neuzugang Felix Brügmann sitzt zunächst auf der Bank, der DSC durch erkrankte, verletzte und (nachträglich) gesperrte Spieler hingegen mit Personalsorgen.
Taucha beginnt dominant und meist nach festem Bauplan: Ball hinten in der Viererkette zirkulieren lassen und dann langer Ball von Florian Brügmann auf das Angriffs-Quartett um die Brüder Lehmann. Das funktioniert dann erstmals nach 25 Minuten, als einer der Lehmanns von außen in den Strafraum zieht, am Fuß berührt wird und das dankbar annimmt: Brügmann verwandelt den Elfer sicher.
Fünf Minuten später schlenzt der andere Lehmann dann den Ball von rechts in die Mitte. Der Ball segelt an allen vorbei, auch der Tauchaer, der artistisch in den Ball springt, war wohl nicht mehr dran: 2:0.
Gegen die zweitbeste Abwehr der Liga tut sich der DSC offensiv lange schwer, vergibt zwei gute Gelegenheiten und liegt zur Pause verdient mit 0:2 hinten.
Nach dem Seitenwechsel sind aber die Gastgeber das deutlich bessere Team und belohnen sich nach 50 Minuten mit dem Anschlusstreffer. Taucha wankt jetzt, die beginnen mit Zeitspiel, die Bälle nach vorn landen jetzt planlos im Seitenaus. Leider kann der DSC das nicht zum in der Phase möglichen 2:2 nutzen.
Und dann kann Taucha nach knapp 70 Minuten eben noch hochkarätig wechseln und mit Felix Brügmann, Oberliga-Neuzugang Kaba und Abdelrahim nacheinander drei Top-Angreifer bringen.
Und dann reicht ein starker langer Ball nach vorn auf Lehmann, der kann flanken und in der Mitte steht dann Lelix Brügmann und macht das 3:1. Taucha drückt dann wieder und in der Nachspielzeit ist es dann noch zwei Mal der Felix, der trifft und am Ende einen Hattrick feiert.
Fazit: Florian Brügmann als Quasi-Libero im Spielaufbau ist in der Liga schon ein Cheat-Code, mit seinem Bruder als Mittelstürmer dazu wird es für die meisten Gegner endgültig unfair, zumal der Rest des Teams ja auch richtig gut ist. Da wird sich Dynamo strecken müssen, um die zu überholen.
Und der DSC wird seine Punkte gegen andere Teams holen müssen. Machbar ist das nach dem gestrigen Auftritt durchaus.
Das Drumherum: 112 Zuschauer bei Sturmböen und Dauerregen auf kleinem Kunstrasen, schön ist anders. Schiri Ronny Köhler hatte mit der Partie keine Probleme. Der Elfer war einer.