Beiträge von Lohsi

    Not gegen Elend: 2:0


    Nach einer kurzen Nacht noch mal ein paar Ergänzung zu Steffens Bericht. Ich hab wirklich länger kein Spiel mehr gesehen, bei dem beide Teams wirklich so miesen Fußball anboten. Beim DSC war von vorne bis hinten der Druck zu spüren: Bloß keinen Fehler machen, bloß nicht verlieren. Und Copitz igelte sich mit 8 Mann am eigenen Strafraum ein, die hatten in der ersten Halbzeit zwei Kullerball-Torschüsse, ansonsten war der Ball eigentlich immer spätestens an der Mittellinie weg.

    Leider fiel dem DSC offensiv fast nix ein. Ausnahme die 33. Minute: Zuckerpass quer durch die ganze Abwehr, Außenspieler läuft ein: Tor. Mit Widderanpfiff fast das 2:0, weil der DSC sofort drauf geht und den Ball erobert, der Schuss geht aber vorbei. Ansonsten fußballersche Magerkost für 372 Zuschauer.


    Nach dem Seitenwechsel wurde es nur bedingt besser. Copitz jetzt mit einem Hauch mehr Offensive, aber im Normalfall immer noch mit 7 Mann hinten drin. Dazu teils haarsträubende Ballverluste im Spielaufbau. Der DSC weigert sich aber beharlich, die Geschenke anzunehmen, die Offensive trifft ständig falsche Entscheidungen und die wenigen Chancen hält Tippner dann wirklich stark.

    Und dann kommt die Schlussphase und Copitz schickt jetzt seine Abwehrkanten vor. Zwei Ecken verteidigt der DSC problemlos, aber in der Nachspielzeit ist dann plötzlich doch noch ein Copitzer da und kann abschließen, Gott sei Dank hält ihn der DSC-Keeper stark. Ich sag mal so: Vor Ostern wäre der wahrscheinlich drin gewesen. Stattdessen bekommt der DSC von Copitz noch ein Geschenk serviert. Und völlig allein aufs Tor zugehend macht Urbannek ihn dann zum Glück rein. Ende, Aus, Erleichterung.

    Der DSC ist (wenn am Wochenende nix wildes passiert) wieder dran am Kampf um Platz 12, muss sich bei Fortuna aber deutlich steigern. Und Copitz wünsche ich viel Glück beim Neuaufbau. Ich hoffe, Steffen nimmt mir das nicht übel: Aber man sah gestern sehr gut, warum die Pirnaer erst 5 Punkte haben. Ein Top-Team der Liga hätte denen gestern 7-8 Dinger eingeschenkt.

    Ist Tapfer Leipzig noch zu retten?

    Ich bin in dem Fall tatsächlich nicht unparteiisch, weil ich bei Tapfer sowohl das Publikum als auch Teile des Trainerstabes als hochgradig widerlich kennenlernen musste.

    Mit Copitz, Fortuna, Thalheim und Lipsia ist das Restprogramm aber durchaus machbar. Und dann kommts drauf an, welcher Tabellenplatz am Ende reicht...

    Neugersdorf - DSC 2:2


    Der DSC lebt noch. Beim FCO gibt es ein verdientes Remis, mit dem im Vorfeld wohl keiner gerechnet hat. Beide Teams müssen auf ihre Toptorjäger verzichten, waren ansonsten aber halbwegs in Bestbesetzung unterwegs.

    Der DSC mit der ersten Großchance, dann aber Neugersdorf gefährlicher und mit der durchaus verdienten Führung, die bis zur Pause hält. Nach Wideranpfiff versucht der DSC zu drücken, wird aber durch das 0:2 kalt erwischt, danach ist gefühlt die Luft erstmal raus.

    Ein Fehler bringt den DSC zurück: Wochnik faustet einen Freistoß an den Kopf seines Mitspielers. Von dort trudelt der Ball in Richtung Tor, Wochnik löffelt ihn noch irgendwie an den Pfosten, doch dort staubt der DSC ab. Und als 5 Minuten später eine Flanke durchkommt, steht es 2:2. Fast fällt sogar noch das 3:2, aber der Angreifer verpasst die Flanke um Millimeter.


    Trotzdem: Der Punkt fühlt sich deutlich besser an als der gegen Reichenbach und gibt hoffentlich Schwung für das erste Endspiel am Donnerstag gegen Copitz.

    DSC - Reichenbach 1:1

    Was auch immer der Fußballgott gegen den DSC hat, es scheint ernst zu sein. Wie schon in der Vorwoche verpassen die Friedrichstädter kurz vor Schluss verdiente Punkte.
    Der DSC mit der frühen Führung nach 8 Minuten und bis zur 30. Minute überlegen. Danach kommt Reichenbach besser ins Spiel, das bis etwa zur 75. Minute ausgeglichen ist. Ab da ist es eine Abwehrschlacht, die der DSC aber mit viel Leidenschaft erfolgreich gestaltet. Bis zur 95. Minute...

    Gefühlt sind es zwei verlorene Punkte, andererseits war mit einem Remis gegen Reichenbach im Vorfeld auch nicht unbedingt zu rechnen. Jetzt kommt wahrscheinlich alles auf die Spiele gegen Copitz und in Chemnitz an...

    So unterstützenswert die Reform ist, die PR von Haeder und Co. (und was "Medien" daraus machen) wird langsam peinlich. Wenn aus 63 jetzt 65 werden, ist das weder ein "großer Zuwachs" noch ein "fetter Booster". 65 Vereine aus erster bis fünfter Liga sind vorsichtig ausgedrückt immer noch nicht viel!

    Und wer Mehrheiten konstruiert, wo keine sind, macht es seinen Gegnern, die die DFB-Strukturen leider meisterhaft beherrschen und auch kontrollieren, nur noch einfacher.

    Markranstädt - DSC 1:0 - unter Wert geschlagen


    Der DSC verliert zu ungewohnter Uhrzeit von 20 Uhr am Freitagabend mit 0:1 in Markranstädt. Wirklich verdient war die Niederlage nicht, aber aktuell ist einfach der Wurm drin.

    Markranstädt in der ersten Hälfte besser, der DSC im Gegensatz zur Vorwoche aber mit Leidenschaft und Kampf dabei, hält gegen und kann immer wieder Nadelstiche setzen. Der SSV im ersten Abschnitt mit den besseren Chancen, am Ende vergibt auch der DSC zwei Hochkaräter.

    In der 2. Hälfte kann der DSC das Spiel dann ausgeglichen gestalten, ein Chancenfeuerwerk bekommen die 127 Zuschauer aber weiter nicht zu sehen. Bei Markranstädts bester Chance rettet der DSC-Keeper fast schon an der Mittellinie, die beste DSC-Chance kratzt Markranstädts Keeper aus dem Dreiangel.
    Und als es fast schon nach 0:0 aussieht, ist eine Flanke von Markrans eigentlich viel zu lang, doch dem DSC-Verteidiger misslingt an der Grundlinie die Annahme, so dass er unfrewillig für den Angreifer auflegt, der passt in die Mitte, Tor. Der DSC rennt noch mal an, aber kommt nicht mehr zu Abschlüssen.


    Also mal wieder verloren, aber nach zwei schwachen Spielen endlich wieder mit der richtigen Haltung. Die Hoffnung, irgendwie aus dem Scheißestrudel rauszukommen, lebt.

    Der Schiri: Ein Flutlichtspiel im Abstiegskampf mit nem 17-Jährigen zu besetzen, ist mutig, aber der Junge hat nen guten Job gemacht. anfangs ein bisschen hart mit den gelben Karten, im Laufe des Spiels aber mit mehr Fingerspitzengefühl. An ihm lags nicht...

    Das Umfeld: Markranstädt einmal mehr ein entspannter Gastgeber. 6 Euro Eintritt, dafür sehr humane Essens- und Getränkepreise sowie durchgehend entspannte Ordner. So darf es öfter sein.

    DSC – Tapfer Leipzig 1:4 – Mit einer Nichtleistung in Richtung Abstiegsplatz


    Der DSC hat das Kellerduell gegen Tapfer Leipzig mit 1:4 verloren, und das auch in der Höhe verdient. Gegen komplett biedere und limitierte Leipziger, die ohne ihren Besten (Sauer) antreten mussten) gabs vom DSC eine absolute Nicht-Leistung.


    Das Spiel vor 237 Zuschauern beginnt eigentlich super: Nach 7 Minuten trifft der DSC verdient zum 1:0 und hat danach gute Chancen auf ein zweites Tor. Doch nach 19 Minuten hebt Beiersdorf einen Freistoß sehenswert ins Tor. Und noch mal 5 Minuten später ein katastrophaler Ballverlust in der eigenen Hälfte, Geleitschutz zum Strafraum, Querpass, Tor. Der DSC jetzt völlig von der Rolle, Tapfer muss nicht viel machen, um die Führung zu verwalten.


    Nach Wideranpfiff versucht es der DSC noch mal, aber in der 54. Minute reicht Leipzig wieder ein mies verteidigter Angriff zum 3:1. Kurz danach auch noch gelb-rot für ein Allerweltsfoul gegen den DSC-Kapitän.


    Trotzdem: Selbst zu dem Zeitpunkt hatte ich das Spiel noch nicht komplett abgeschrieben. Wenn jetzt ein Ruck durchs Team geht, schneller Anschlusstreffer… der Ruck kam aber nicht. Stattdessen reichte Leipzig ein Mal Pressing, Balleroberung, Querpass, Tor.


    Ansonsten nahm Tapfer eigentlich spätestens nach dem 3:1 nicht mehr am Spiel teil. Dem DSC fehlte es gestern aber an allem, um irgendwie noch mal zurückzukommen. Die nächsten Gegner werden deutlich schwieriger als Tapfer Leipzig. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

    DSC – Taucha 1:5 – oder „Zwei Brügmanns sind einer zu viel“



    Der DSC verliert den Rückrundenauftakt gegen den Tabellenführer aus Taucha mit 1:5, die Niederlage fällt jedoch mindestens zwei Tore zu hoch aus und hört vor allem auf den Namen Brügmann.


    Taucha in Bestbesetzung, nur Quasi-Neuzugang Felix Brügmann sitzt zunächst auf der Bank, der DSC durch erkrankte, verletzte und (nachträglich) gesperrte Spieler hingegen mit Personalsorgen.


    Taucha beginnt dominant und meist nach festem Bauplan: Ball hinten in der Viererkette zirkulieren lassen und dann langer Ball von Florian Brügmann auf das Angriffs-Quartett um die Brüder Lehmann. Das funktioniert dann erstmals nach 25 Minuten, als einer der Lehmanns von außen in den Strafraum zieht, am Fuß berührt wird und das dankbar annimmt: Brügmann verwandelt den Elfer sicher.


    Fünf Minuten später schlenzt der andere Lehmann dann den Ball von rechts in die Mitte. Der Ball segelt an allen vorbei, auch der Tauchaer, der artistisch in den Ball springt, war wohl nicht mehr dran: 2:0.


    Gegen die zweitbeste Abwehr der Liga tut sich der DSC offensiv lange schwer, vergibt zwei gute Gelegenheiten und liegt zur Pause verdient mit 0:2 hinten.


    Nach dem Seitenwechsel sind aber die Gastgeber das deutlich bessere Team und belohnen sich nach 50 Minuten mit dem Anschlusstreffer. Taucha wankt jetzt, die beginnen mit Zeitspiel, die Bälle nach vorn landen jetzt planlos im Seitenaus. Leider kann der DSC das nicht zum in der Phase möglichen 2:2 nutzen.


    Und dann kann Taucha nach knapp 70 Minuten eben noch hochkarätig wechseln und mit Felix Brügmann, Oberliga-Neuzugang Kaba und Abdelrahim nacheinander drei Top-Angreifer bringen.


    Und dann reicht ein starker langer Ball nach vorn auf Lehmann, der kann flanken und in der Mitte steht dann Lelix Brügmann und macht das 3:1. Taucha drückt dann wieder und in der Nachspielzeit ist es dann noch zwei Mal der Felix, der trifft und am Ende einen Hattrick feiert.


    Fazit: Florian Brügmann als Quasi-Libero im Spielaufbau ist in der Liga schon ein Cheat-Code, mit seinem Bruder als Mittelstürmer dazu wird es für die meisten Gegner endgültig unfair, zumal der Rest des Teams ja auch richtig gut ist. Da wird sich Dynamo strecken müssen, um die zu überholen.


    Und der DSC wird seine Punkte gegen andere Teams holen müssen. Machbar ist das nach dem gestrigen Auftritt durchaus.


    Das Drumherum: 112 Zuschauer bei Sturmböen und Dauerregen auf kleinem Kunstrasen, schön ist anders. Schiri Ronny Köhler hatte mit der Partie keine Probleme. Der Elfer war einer.

    Na dann schauen wir mal, was die Rückrunde bringt. Im Tabellenkeller haben sich einige Teams noch mal (auf dem Papier) recht hochkarätig verstärkt. Das könnte noch mal spannend werden, zumal in Laubegast auch offenbar noch ein paar Extra-Euro gefunden wurden und da niemand auf nen freiwilligen Rückzug spekulieren braucht.


    An der Tabellenspitze dürfte es nicht weniger spannend werden. In Taucha ist jetzt auch der zweite Brüggemann fit, Dynamo hat Kreutzer geholt und jetzt auch in der Ersten einen breiteren Kader, so dass da vermutlich öfter jemand in der Zweiten aushelfen darf.

    Gespielt werden kann am Wochenende auch, zumindest auf Kunstrasen. Lipsia-Markranstädt steht laut LVZ vor der Absage.

    Ich bin gespannt, ob es zu diesem "Kompass-Modell" irgendwann Beispiel-Rechnungen geben wird. Denn das Modell erzeugt natürlich auch Verlierer. Und die werden wahrscheinlich vorrangig n Hessen oder dem südlichen Niedersachsen sitzen und künftig alle 2-3 Jahre die Staffel wechseln. Im Osten wäre Erfurt z.B. ein Kandidat, der je nach Konstellation von A nach B geschubst werden könnte...

    Sachsen hat das Modell ja schon auf Ebene der Landesklasse (wenn auch ohne KI). Und das führt dann eben auch dazu, dass ein Team, das nominell zum Stadtverband Dresden gehört, alle zwei Wochen nach Leipzig und Umgebung fährt.


    In der Regionalliga, wo es um deutlich mehr Zuschauer und Sponsoren geht, kann sowas dann einem Verein auch schnell das Genick brechen.

    Rabenstein - DSC 3:0

    Der DSC verliert erwartungsgemäß deutlich in Rabenstein. Das letzte Aufgebot (nur 3 Wechsler) schlägt sich dabei durchaus gut, aber die Chemnitzer sind einfach besser und gewinnen auch in der Höhe verdient. Nach vorn ging beim DSC nicht viel, hinten haste mehrfach Glück und verlierst dann auch in der Höhe verdient.


    Am Ende der Hinrunde bleibt: Gegen die Top-6 der Liga sind wir chancenlos, da ist der Abstand derzeit zu groß. Gegen das Tabellenmittelfeld kannste punkten, gegen alles ab Platz zehn haben wir mindestens einen Zähler geholt, wobei vor allem die Remis bei Thalheim und Lipsia weh tun, da beide Male der Schiri reguläre Tore abgepfiffen bzw klare Elfer nicht gegeben hat. Somit bleiben 15 Punkte und zumindest eine Steigerung zum Vorjahr. Der Abstand nach unten ist aber alles andere als beruhigend, zumal ich davon ausgehe, dass der eine oder andere Verein im neuen Jahr auch noch aufrüstet.

    Also wenn man sich das SZ/LVZ-Video aus Riesa anguckt, dann kann ich nur hoffen, dass Riesa den bzw. die Idioten am Spielfeldrand ordentlich zur Kasse bittet. Und wenn man sieht, wie da einige nach Spielabbruch noch im Vollsprint zum Spielerausgang spurten, ist das definitiv nicht das Problem eines einzelnen.

    In jedem Fall isses Schade für Stahl. Ich denke, die hätten auch in Unterzahl noch gute Chancen gehabt, das Spiel endgültig zu drehen. Jetzt freut sich Markranstädt.

    Borea Dresden - Dresdner SC 2:2


    Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß... oder alternativ auch: irgendwann müssen wir doch auch mal wieder Schiri-Glück haben....

    In letzter Sekunde verliert der DSC bei Borea den möglichen Auswärtssieg. Da der Stadionrasen in der Friedrichstadt gesperrt ist, wurde die Partie gedreht, es ging am Freitagabend also in den Jägerpark. Und die 163 Zuschauer sehen bei 2 Grad eine rasante Partie. Kein Quergeschiebe, kein Ballbesitz: Kugel nach vorn hieß es. alternativ Ballgeflippere auf engstem Raum im Mittelfeld mit Einwurftraining.


    Die erste Großchance hat der DSC mit einem Kopfball an die Latte. Danach ist Borea stärker, trifft auch die Latte und hat 2-3 gute Chancen, die aber gehalten werden. Damit gehts mit 0:0 in die Pause. Nach der Pause weiter Borea mit mehr Ball, der DSC verteidigt aber alles konsequent weg und geht nach 66 Minuten durch einen direkten Freistoß in Führung.

    Borea wirft jetzt alles nach vorn, die Abschlüssewerden aber gehalten oder im Fall der wohl besten Chance durch Löwe sensationell noch geblockt. Und dann spielt plötzlich ein Borea-Verteidiger einen halbhohen Rückass deutlich nebens Tor. Der Keeper will aber keine Ecke riskieren sondern geht zum Ball, der prallt aber zu einem DSC-Spieler, der den schwierigen Ball stark ins leere Tor schießt: 2:0 nach 80 Minuten.

    In der 88. dann ein starker Borea-Angriff über links und schon stehts nur noch 2:1. Der DSC verteidigt jetzt mit Mann und Maus und ist dem Sieg nahe. Vor allem als nach 93 Minuten Justin Löwe (mal wieder) die Synapsen durchbrennen und er seinen Gegenspieler umschubst. Verdient rot. Eigentlich muss kurz danach auch sein Bruder für das gleiche Vergehen runter, doch dieses Mal ist der Schiri gnädig und gibt nicht mal gelb (was gelb-rot bedeutet hätte).

    Die fünfminütige Nachspielzeit ist längst vorbei, da verpasst der DSC das 3:1. Und dann, noch mal Angriff Borea, geklärt ins Seitenaus. Doch immer noch nicht Schluss. Und klar, der Einwurf wird verlängert und rutscht ins Tor. JETZT pfeift der Schiri ab.

    Hätte mir vorher jemand ein 2:2 angeboten, ich hätte es blind genommen. So isses eine Enttäuschung. Auch wenn der DSC gegen ein Borea in Bestbesetzung stark gespielt hat. Und die Nachspielzeit, puh. Hätten uns Felentscheidungen der Schiris in den vergangenen Wochen nicht regelmäßig Punkte gekostet, wäre ich da wohl gerade entspannter.

    …...und dann redete man noch davon, daß Laubegast evtl. seine Mannschaft zur Winterpause aus der LL. zurückziehen könnte...... ?

    Bekannt ist: In Laubegast knirscht es. Seit Jahren findet der Verein nicht genug Schiris, im Nachwuchs spielt kein Team mehr auf Landesebene, die Zweite kämpft gegen den Abstieg aus der Kreisoberliga. Und jetzt tritt zum Dezember der komplette Vorstand zurück.

    Dem Vernehmen vor Ort nach hat der Verein seit Jahren sämtliche Mittel in die Erste geleitet, wo man für Dresdner Verhältnisse gutes Geld verdient. Und spätestens nach dem Rückzug des Top-Sponsors wird die Kohle jetzt knapp. Letzte Woche gabs dort ne Info-Veranstaltung, wo sich potenzielle neue Vorstände vorstellen konnten. Mitte Dezember ist Mitgliederversammlung mit Wahl. Danach wird man sehen, wohin die Reise geht.

    Wobei ich überhaupt nicht abschätzen kann, wer bei einem Rückzug gehen würde und wer bleiben, in welcher Liga Laubegast neu anfangen würde... Die Mannschaft selbst scheint intakt, machte zumindest beim Spiel gegen den DSC einen geschlossenen Eindruck.

    Selber schuld an der Niederlage: Laubegast - DSC 2:0


    Der DSC verliert das nächste Derby, dieses Mal aber völlig unnötig und selbstverschuldet. Die erste Halbzzeit ein gutes Spiel mit Großchancen auf beiden Seiten, aber die Torhüter sind gut drauf und so bleibt es beim 0:0 statt einem durchaus möglichen 5:3.

    In der zweiten Hälfte dann weniger Großchancen, das Spiel bleibt aber intensiv. Laubegast das bessere Team, der DSC hält aber gegen. Und als das 0:0 greifbar war, schlägt der Fußballgott zu.
    84. Minute. Elmadbouk läuft Pohle auf höhe eigener Strafraum den Ball ab, Pohle zerrt und bekommt auch gelb. Doch offenbar klässt sich der DSC-Spieler zu einer Unsportlichkeit hinreißen, was genau, ich habs nicht gesehen, irgendwas war aber offenbar. Also rot.
    Direkt danach greift der DSC an und trifft. Aber der Schiri sagt Handspiel. Obs eins war, ich habs nicht erkannt.
    Und dann Angriff Laubegast und plötzlich gibts Elfmeter. Und hier schwört die Mannschaft Stein und Bein, dass es nie im Leben einer war, der Keeper war zuerst am Ball und wird dann eher vom Stürmer gefoult. Aber es gibt den Elfer + rot für einen DSC-Spieler wegen meckerns. Der Ball ist drin, 1:0.
    Der DSC versucht dann natürlich noch mal alles, wird aber in doppelter Unterzahl ausgekontert: 2:0

    Fazit: Eine unnötige Niederlage mit der Extra-Hypothek zweier gesperrter Spieler.

    Schiri Jonas Ebert über 70 Minuten fast fehlerfrei, hätte mitte erster Halbzeit nur dem Laubegaster Pohle zwingend gelb geben müssen, als der mehrfach Entscheidungen gegen sein Team hämisch beklatschte. Fing dann aber nach 70 Minuten plötzlich an, mit Karten um sich zu werfen. Die erste rote war eine, bei der zweiten weiß ich es nicht. Der elfer war keiner, ob das DSC-Tor wirklich Hand war... keine Ahnung...

    Laubegast: 6 Euro Eintritt für Sportplatz mit Hecke find ich mutig. Die Musik vor und nach dem Spiel eine Zumutung und am Grillstand ist nicht nur die Bratwurst tiefbraun. Aber ansonsten wars ruhig bis normal. Und ansonsten wird der Dezember zeigen, ob es in Lauebgast überhaupt weiter Fußball auf Leistungsniveau geben wird...

    In Laubegast wird es Anfang Dezember spannend. Dann gibts an der Pferderennbahn Mitgliederversammlung.


    Zum einen legt der komplette (!) Vorstand zum 15.12. sein Amt nieder.


    Zum anderen, so berichten die Eingeborenen, ist beim FV Laubegast schlicht das Geld alle. Diverse Sponsoren sind weg, Nachwuchs und Zweite sind seit Jahren schon kaputt gespart. Schiris gibts auch seit Jahren nicht genug.


    Jetzt ist offenbar auch für die nicht ganz billige Erste Mannschaft nicht mehr genug Geld da.


    Ich würde einiges geben um dort Mäuschen spielen zu dürfen. Mehr zum heutigen Heimsieg des FVL eher morgen. Über diverses möchte ich noch einmal schlafen. Ist vielleicht besser.