@ Poeti56
als weitestgehend neutraler beobachter der endrunde konnte ich das lichtenberger verhalten nicht wirklich nachvollziehen um ehrlich zu sein. in erster linie meine ich damit die begründung für den rückzug aus dem turnier.
was war denn passiert? lichtenberg war 25 sekunden vor der schlußsirene quasi ausgeschieden, als der für mein dafürhalten beste lichtenberger (die Nr.10 Mario Frank) mit ÜBERHARTEM einsatz einen verloren geglaubten ball zu erreichen versuchte und dabei seinen gegenspieler von hinten "umsenste".da der schiri sofort pfiff und das foulspiel - zwar sehr hart - aber letztlich regelkonform mit ROT ahndete, hab ich in dieser situation nicht einmal den auslöser für die nachfolgenden tumulte gesehen.
vielmehr der umstand, dass sich die szene unmittelbar und direkt vor der füchsebank abspielte ließ die situation innerhalb so kurzer zeit eskalieren.
der foul spielende lichtenberger (nr.10) wurde umgehend von denen wie habichten auf ihn losstürzenden füchse-reservespielern bedrängt und tätlich angegriffen, so dass sich m.E. dort die stimmung erst richtig "hochschaukelte".da in der hektischen schlussphase dieses spieles alles innerhalb von wenigen sekunden geschah, war die eskalation kaum noch aufzuhalten.
die beiden weiteren verhängten roten karten waren aus meiner sicht zu 100% richtige entscheidungen und traf auch die richtigen, weil sich beide spieler (nr.14 von füchse und die nr.3 (?)von lichtenberg) tätlichkeiten erlaubten, die, wenn sie der schiedsrichter genau gesehen und auch so in seinem bericht verfasst hat, sicherlich für beide akteure ausreichende "zwangspausen" nach sich ziehen werden.
ebenfalls empfand ich die besonnene handlungsweise der mannschaftsleitung (des trainers?) bemerkenswert wohltuend, indem bei dem ganzen tohuwabohu die mannschaft kurzerhand vom parkett genommen wurde und in der kabine verschwand um weitere kurzschlussreaktionen mit dieser maßnahme zu verhindern!!! RESPEKT!!
das jedoch die mannschaft das turnier nicht "anständig" zu ende spielte und dem dritten spiel fern blieb, war eine falsche und zugleich sehr unsportliche entscheidung! auch wenn man sportlich ausgeschieden ist, hätte es die fairness - insbesondere dem VFB HERMDORF II gegenüber - erforderlich gemacht, zum letzten grupenspiel anzutreten! leidtragende von den tumulten waren die nicht involvierten auf der tribüne sitzenden hermsdorfer, denen die chance genommen wurde, sich mit einem sieg im abschließenden gruppenspiel gegen bereits ausgeschiedene lichtenberger die sichere halbfinalteilnahme zu sichern!!! das die hermsdorfer in dem zusammenhang von wettbewerbsverzerrung sprechen, ist nur allzu verständlich und nachvollziehbar.
sich für das "unrühmliche verhalten der spieler des tsv lichtenberg zu entschuldigen" und damit den rückzug aus dem turnier zu begründen hat mich einigermaßen verwundert und ist wie gesagt für mich nicht nachzuvollziehen.
der spieler Frank wurde für sein foul bestraft - erledigt! alles weitere was danach geschah war wie geschildert keineswegs die alleinige schuld des tsv lichtenberg!!! die reinickendorfer füchse hätten demnach ihre mannschaft mit exakt der gleichen begründung aus dem turnier nehmen können.
sich bei den zuschauern - quasi mit einer art schuldeingeständnis - zu entschuldigen war zwar nicht verkehrt, jedoch wo blieb die entschuldigung der füchse???? vielmehr wäre eine "entschuldigung" bei den hermsdorfern angebracht, die als ein favorit auf den gesamtsieg auf eine art und weise aus dem turnier "rausgekegelt" wurden, wie sie vermutlich alle 25 jahre einmal vorkommt!!!
denn: wieviel fantasie muss jemand haben, um auf die idee zu kommen, dass einem die chance zur sportlichen qualifikation für ein halbfinale genommen wird, weil der (ausgeschiedene und bei der konstellation sicherlich auch bezwingbare) gegner zwischenzeitlich "ausstieg"; nur weil es sich ein spiel zuvor mit nem anderen gegner "beharkte" ??? eigentlich unvorstellbar ,oder?
letztlich schade, dass eine mannschaft sich an zwei turniertagen für eine endrunde qualifiziert, um dann das turnier nicht einmal zu ende zu spielen.