So, jetzt der Nachtrag zu gestern. Heute war fußballfrei, meine Mutter hat Geburtstag.
Sachsenliga (6. Liga), 20. Spieltag
SC Borea Dresden gg. VfL Pirna-Copitz 5 : 2 (0:2).
0:1/3. Hahn.
0:2/41. Kärger.
1:2/49., 2:2/58. Priebs.
3:2/63. Moussaid.
4:2/83., 5:2/92. Huenig.
Etwa 50 Zuschauer, 6 Gäste. Noch weniger als in Copitz, geht das überhaupt? Selbst von den mir bekannten Nordlichtern fehlten einige, Edelfan Tom aber wie immer allein und lautstark an der Eckfahne.
Schiri Tim Ziegler hatte in der ersten Halbzeit überhaupt keine Probleme. Nach dem Wechsel wurde es ruppiger. Richtig gefordert war er kurz vor Schluss. Gelb und damit gelbrot für Wilschge vertretbar - aber keinerlei Bestrafung für das klare Revanchefoul des Boreaners, das stieß mir sauer auf!
Der Kultplatz in der Senke ist mittlerweile komplett zugeschüttet. Mal sehen, wann und wie es weitergeht. Die von mir befragten Vereinsvertreter waren nicht sehr zufrieden mit dem Baufortschritt. Derzeit macht Fußballschauen im Jägerpark jedenfalls keinen Spaß.
Das Spiel zweier 2026 noch punktloser Mannschaften begann mit einem Missverständnis zwischen Boreakeeper Renk und einem Abwehrspieler. Die daraus folgende Ecke netzte Moritz "Broiler" Hahn humorlos am kurzen Pfosten zum 0:1 ein. Allein die Tatsache eines Führungstores ist ja in dieser Saison schon etwas sehr seltenes.
Borea dann gleich mit zwei, drei schnellen Angriffen, doch im Laufe der ersten Halbzeit stellte sich der VfL immer besser auf den Gegner ein. So blieb als Ausbeute in Hz 1 nur ein Schuss an den Außenpfosten von Lennart Löwe. "Kärgi" machte es kurz vor dem Pausenpfiff auf der anderen Seite besser. Er traf von der Strafraumgrenze den Innenpfosten - 0:2! War ich im falschen Film? Es war übrigens sein erstes Saisontor, das sagt auch einiges aus.
Getrübt wurde die Freude durch den nahezu zeitgleichen Siegtreffer für den SC Paderborn. Man kann nicht alles haben...
Logisch, dass sich Borea nicht blamieren wollte. Also kamen sie wie ausgewechselt aus der Kabine und Simon Priebs deckte mit zwei Treffern von halbrechts schonungslos die Schwächen beim VfL auf. Nikita Naacke zwischendurch mit einem guten Schuss von der Strafraumgrenze, aber ansonsten blieb die Copitzer Offensive im weiteren Spielverlauf trotz aller Bemühungen harmlos. Dies und eine zunehmend überforderte Defensive führten dann zum deutlichen Endresultat. Wobei der letzte Treffer eine direkte Folge der meiner Meinung nach ungerechtfertigten zahlenmäßigen Überlegenheit war. Der eingewechselte Ex-Lichtenberger Nick Huenig traf dabei doppelt, nachdem zuvor der starke 8er Moussaid völlig freigespielt das Führungstor erzielte.
Letztlich genügte dem SC Borea eine solide Halbzeit. Gegen stärkere Gegner wird es Probleme geben. Beim VfL geht es am Donnerstag mit einem Testspiel in Meißen weiter. Ich muss länger arbeiten, sonst wäre ich wohl hingefahren.
Es wird natürlich auch in Copitz weiter Landesliga gespielt, bis Saisonende noch sechsmal. Nächster Gegner ist nach Ostern Handwerk Rabenstein, wobei ich mir über die zu erwartende Punkteverteilung keine Illusionen mache.
Es könnte sogar noch ein weiteres Punktspiel im "Willy" geben, dazu wird sich möglicherweise standuhr in seinem Bericht äußern.
Immerhin war anschließend auf die Volleyballerinnen Verlass, das 3:0 klingt aber klarer als das umkämpfte Spiel tatsächlich war.