Regionalliga allgemein

  • Nun soll es am 27/28.03. los gehen. Wenn nichts dazwischen kommt. 😄😄

    Da im Nordosten ohnehin nur die Hinrunde absolviert werden soll, dürfte die Austragung noch ausstehender Punktspiele ansich dann erstmal grundsätzlich kein Problem mehr sein.

    (Schließlich hat ein Großteil (9) der 20 Regionalligisten in laufender Saison also nur noch je 6 Punktspiele in 14 Wochen zu bestreiten.)


    Lediglich für Vereine wie Viktoria und Altglienicke mit je 2 Nacholespiele und TeBe mit sogar 3 Nachholespielen könnte sich aber der Kampf um Meisterschaft bzw. gegen den Abstieg wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen zum Saisonende beispielsweise im Falle erneuten Spielabsagen wegen verhängter Coronaquarantäne bei Spielgegnern dann als problematisch gestalten...

  • Bewerbungen für das Spieljahr 2021/2022:

    aus der 3.Liga alle 5 NOFV-Drittligisten:

    SG Dynamo Dresden

    Hallescher FC

    1. FC Magdeburg

    F.C. Hansa Rostock

    FSV Zwickau


    aus der Regionalliga alle 20 aktuellen Teilnehmer:

    1. FC Lokomotive Leipzig

    BSG Chemie Leipzig

    VfB Germania Halberstadt

    SV Babelsberg 03

    Bischofswerdaer FV 08

    Tennis Borussia Berlin

    VSG Altglienicke

    FSV 63 Luckenwalde

    Chemnitzer FC

    FC Energie Cottbus

    FC Carl Zeiss Jena

    FSV Union Fürstenwalde

    Hertha BSC

    BFC Dynamo

    Berliner AK 07

    FC Viktoria 1889 Berlin

    VfB Auerbach 1906

    ZFC Meuselwitz

    SV Lichtenberg 47

    FSV Optik Rathenow


    sowie je 4 Bewerber aus beiden Oberligastaffeln:

    Greifswalder FC

    Hertha 03 Zehlendorf

    SC Staaken

    SV Tasmania Berlin

    FC Eilenburg

    VFC Plauen

    VfL Halle 96

    FC Rot-Weiß Erfurt


    Quelle: NOFV

  • "Vielleicht gelingt es uns mit dem Verweis auf die Hygienekonzepte, schnell wenigstens ein paar hundert Zuschauer reinzulassen. Fakt ist: Für einige Vereine sind diese Einnahmen überlebenswichtig – allerdings gibt es auch da Unterschiede. Bei den Berliner Vereinen spielt das eine eher untergeordnete Rolle."

    Eine Aussage von Herrn Winkler zum Spielbeginn in der Regionalliga, die in Bezug auf den BFC von Ignoranz zeugt. So eine Verallgemeinerung geht gar nicht.

    "Mein Ziel ist es, eine Premium-Liga zu entwickeln, in der es nicht mehr so viele ungleiche Partner gibt."

    Interessant, bin gespannt, was er in der Richtung unternehmen wird.

    Hier das gesamte Interview:

    https://www.lr-online.de/energ…rona-hilfen-55420943.html

  • Stimmt, so eine Verallgemeinerung geht gar nicht!

    Missverständlich ist nicht nur für Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller ist auch seine Aussage, das 80 bis 85% der Regionalsspieler dem Profibereich zuzuordnen wären.

    Verständlicher wäre, wenn er hier von Nicht-Amateuren gesprochen hätte! Zwar wird laut §8 der DFB- Spielordnung der Fussballsport von Amateuren und Berufsspielern (Nicht-Amateuren) ausgeübt. Als Berufsspieler gelten dabei sowohl Vertragsspieler als auch Lizenzspieler. siehe Link

    Bei den im Nordosten eingesetzten Regionalligaspielern dürfte es sich (aufgrund nur einer Zweitmannschaft eines Lizenzvereins- bzw. -kapitalgesellschaft, also Bundesliga und 2.Bundesliga) im Spielbetrieb, wenn überhaupt, nur in Ausnahmefällen um Lizenzspieler handeln.

    Die Masse dieser angesprochenen Gruppe von Regionalligaspieler sind also Vertragsspieler.


    Für die Einordnung als Vertragsspieler gilt §8, Absatz 2 der DFB-Spielordnung:

    2. Vertragsspieler ist, wer über sein Mitgliedschaftsverhältnis hinaus einen schriftlichen Vertrag mit seinem Verein abgeschlossen hat und über seine nachgewiesenen Auslagen hinaus (Nr. 1.) Vergütungen oder andere geld-werte Vorteile von mindestens Euro 250,00 monatlich erhält.


    Also handelt es sich hier keinesfalls um Spieler, die als Spieler damit ganz überwiegend zumindestens ihren Lebensunterhalt allein bestreiten können

    Außerdem haben diese Vertragsspieler hinsichtlich Entlohnung kein Anspruch auf Mindestlohn siehe https://www.spiegel.de/sport/sonst/mindestlohn-gilt-nicht-fuer-vertraege-im-amateursport-a-1020029.html

    Bei Optik Rathenow sieht das beispielsweise so aus:

    "...Bei Optik Rathenow kriegen die Spieler 500 oder 600 Euro. Wir haben die Philosophie: Arbeit, Schule, Studium, Fußball – wie das bei einem Amateurverein halt so ist..."


    Wenn der Präsident des Regionalverbandes sich außerdem gegen eine bundesweite 4.Liga ausspricht, hat er zwar Recht damit, das dann die Regionalliga geschwächt würde (Fünft- statt Viertklassigkeit)

    Aber mit einer bundesweit zweistaffeligen 4. Profiliga könnte das Prinzip Meister müssen direkt aufsteigen können auch hier durchgesetzt werden.

    (Das es dafür auch trotz fehlender Drittligabewerbung dieses Jahr vom BFC, CFC und Chemie Leipzig trotzdem genug Bewerber gäbe, zeigen die insgesamt 28 Drittligabewerbungen von Regionalligisten.


    Nur würde der NOFV dann auch weniger Spiel- und Verbandsabgaben einnehmen. Also ist man ganz offensichtlich aus Verbandsegoismus gegen eine derartige Strukturveränderung!

  • [...]Wenn der Präsident des Regionalverbandes sich außerdem gegen eine bundesweite 4.Liga ausspricht, hat er zwar Recht damit, das dann die Regionalliga geschwächt würde (Fünft- statt Viertklassigkeit)

    Aber mit einer bundesweit zweistaffeligen 4. Profiliga könnte das Prinzip Meister müssen direkt aufsteigen können auch hier durchgesetzt werden.

    (Das es dafür auch trotz fehlender Drittligabewerbung dieses Jahr vom BFC, CFC und Chemie Leipzig trotzdem genug Bewerber gäbe, zeigen die insgesamt 28 Drittligabewerbungen von Regionalligisten.


    Nur würde der NOFV dann auch weniger Spiel- und Verbandsabgaben einnehmen. Also ist man ganz offensichtlich aus Verbandsegoismus gegen eine derartige Strukturveränderung!

    Danke für diesen Beitrag. Die Auseinandersetzung bei Winkler und Co. ist so wenig fundiert, aber das wundert nicht mehr. Schon vor Jahren gab es eine detaillierte Analyse der Vor- und Nachteile der Spielklassenstruktur unterhalb der Zweiten Liga durch Vereine der RL West unter Führung von RW Essen. Dabei wurden mehrere Varianten bewertet (Link). Wenn man eine homogene Ligenstruktur unter der Prämisse "Meister müssen aufsteigen!" ernsthaft umsetzen will, müssen sich die Regionalverbände von "ihren" Regionalligen verabschieden. Zwei Staffeln einer neuen (Halb-)Profi-Liga unter der Dritten Liga würden viele Probleme lösen. Doch das werden Koch, Winkler und Co. schon zu verhindern wissen.

  • Als ich mir gestern die Pressekonferenz des DFB zum Amateurfussball anschaute, siehe Link, habe ich zumindestens einen neuen Begriff kennengelernt, da mir bislang unbekannt, ab min 33:

    entgeldorientierter Amateurspitzenfussball

    Gemeint ist damit der Fussball in den Amateurspielklassen der 4 und 5.Spielklasse, also Regionalligen und Oberligen.

  • Gestern war der Präsident von Rot-Weiß Oberhausen, Hajo Sommers, bei einer Gesprächsrunde in der ARD. Er sagte, dass der Verein ohne die Unterstützung vom Land schon länger pleite wäre. Wenn sich in den nächsten Wochen die Einnahmesituation nicht ändert, würden sie noch bis Mitte April oder bis zum 1.Mai durchhalten. Zwischenzeitlich hätten die "Ultras" den Verein mit verschiedenen Aktionen, in denen glaube ich 140 000 Euro zusammenkamen, schon einmal gerettet.

    Der Herr Sommers hat in einem Kicker-Interview ein paar Zahlen genannt. Die hatten in Oberhausen immerhin an die 3000 Zuschauer im Schnitt. Das wären laut seiner Aussage etwa Nettoeinnahmen von 30 000 Euro pro Spiel und 800 000 über die ganze Saison bei einem Gesamtetat von 2,6 Millionen. Durch die Corona-Landesförderung erhielten und erhalten sie knapp 500 000 Euro. Damit machen sie gut 300 000 Minus, welches sie in die neue Saison mitnehmen und nicht auffangen können. Aussage von ihm: "So ein dickes Festgeldkonto hat kein Regionalligist, nehme ich an."

  • Klingt wenig überzeugend:

    1. Wettbewerbsnachteil: Was ist mit den fehlenden Zuschauereinnahmen und zusätzliche Reisekosten, wenn die Berliner Vereine alle auswärts spielen sollen? Geschweige denn , dass die Vereine bisher in Berlin keine Vorbereitungsspiele machen können


    2. Wenn die Coronazahlen bis Ende März wieder deutlich steigen, was nicht auszuschließen ist, dann ist das alles nur reine Phantasie


    3. Vermutlich wäre nur Viktoria bereit, das ganze fortzusetzen


    Ich bleibe skeptisch.

  • Die wenigsten Regionalligisten sind auch Ex-Bundesligisten mit entsprechender Fanbasis!

    Naja, Oberhausen hatte in der Saison 2018/19 einen Schnitt von 2.681 und vergangene Spielzeit 2.923. Sicherlich träumen viele Vereine davon, aber sooo wahnsinnig viel ist das auch nicht. Zumindest im Verhältnis zum Etat. Ich bin der Meinung, dass die meisten Regional/Drittligisten einfach einen zu hohen Kostenapparat haben und dann meistens andere daran Schuld sind, dass man in schwierige Gewässer gesteuert ist.

  • Naja, Oberhausen hatte in der Saison 2018/19 einen Schnitt von 2.681 und vergangene Spielzeit 2.923. Sicherlich träumen viele Vereine davon, aber sooo wahnsinnig viel ist das auch nicht. Zumindest im Verhältnis zum Etat. Ich bin der Meinung, dass die meisten Regional/Drittligisten einfach einen zu hohen Kostenapparat haben und dann meistens andere daran Schuld sind, dass man in schwierige Gewässer gesteuert ist.

    Wer sich im entgeldorientierten Amateurspitzenfussball (4. und 5. Spielklasse) bewegt, hat ohnehin das Problem, das er im Gegensatz zum Lizenzfussball nur wenig (3.Liga) oder kaum Einnahmen aus Fernsehvermarktung generieren kann. Deshalb sind neben Sponsorengelder die Zuschauereinnnahmen für das Überleben für diese Vereine auch viel wichtiger als für manchen Lizenzverein!

    Außerdem, wer beispielsweise als 3.Ligaverein auch dauerhaft wettbewerbsfähig zu möchte, hat nicht nur Anforderungen weitgehend wie bei Zweitligist zu erfüllen, sondern es fallen vielfach auch Kosten wie bei einem Zweitligisten an. Damit sind nicht nur Spieleretats gemeint!

    Dazu nur ein paar Zahlen aus Hansa-Sicht:

    2019/2020 geplant:er Spieleretat 4,7 Mio, und 2020/2021 4,4Mio, siehe Link

    Tatsächlich trotz Corona erreicht; siehe Link


    Was die richtige Einordnung der Zuschauerzahlen erleichtert, ist ein Blick auf die "Hitparade" durchschnittlicher Zuschauerzahlen.

    Beispielsweise 2018/19 sah diese bei den damals 92 Regionalligisten so aus:


    01 TSV 1860 München 12.471

    02 Rot-Weiss Essen 6.868

    03 Kickers Offenbach 6.199

    04 Alemannia Aachen 6.018

    05 FC Energie Cottbus 5.256

    06 SV Waldhof MannheimW 4.797

    07 1.FC Lokomotive Leipzig 3.068

    08 1.FC Saarbrücken 3.042

    09 KFC Uerdingen 05 2.830

    10 BSG Chemie Leipzig 2.683

    11 Wuppertaler SV 2.659 17

    12 Stuttgarter Kickers 2.503

    13 KSV Hessen Kassel 2.253

    14 Rot-Weiß Oberhausen 2.104

    15 BFC Dynamo 2.034

    (unter diesen 15 Vereine waren alleine 11 Ex-Bundesligisten, 1 Ex-DDR-Oberligist ,2 Nachfolgevereine von Ex-DDR-Oberligisten sowie 1 Nachfolgeverein eines Ex-Zweitligisten)

    ....

    87 Fortuna Düsseldorf II 314

    88 SC Freiburg II/ 301

    89 VfL Wolfsburg 284

    90 1.FC Germania Egestorf/Langreder 227

    91 Eintracht Braunschweig II 184

    92 FC St. Pauli II175

    (am Tabellenende also überwiegend Zweitmannschaften von Lizenzvereinen)

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