Regionalliga allgemein

  • Einerseits wehrt sich Hermann Winkler gegen die Kritik von Peter Meyer, unserem Wirtschaftsratsvorsitzenden, andererseits will er sich nun doch für Corona-Hilfen vom Bund einsetzen. Widerspricht sich ein wenig ... 8)

    Ein Zitat aus dem Interview beschreibt das Problem so:

    Zur Zeit fallen unsere Regionalligisten mit ihrer Semiprofessionalität bei den Vereinshilfen der Ländern durchs Raster, weil gesagt wird: Na, ihr seid doch keine gemeinnützigen Vereine! Und bei den Unternehmenshilfen des Bundes fallen sie raus, weil gesagt wird: Naja, richtige Unternehmen seid ihr auch nicht, ihr seid eigentlich Vereine! Deshalb versucht der NOFV, durch Schreiben oder Gespräche da noch etwas zu erreichen.


    https://www.neues-deutschland.…raucht-corona-hilfen.html

  • Einerseits wehrt sich Hermann Winkler gegen die Kritik von Peter Meyer, unserem Wirtschaftsratsvorsitzenden, andererseits will er sich nun doch für Corona-Hilfen vom Bund einsetzen. Widerspricht sich ein wenig ... 8)

    ...

    https://www.neues-deutschland.…raucht-corona-hilfen.html

    Fragen nach möglicher Unterstützung von Seiten des Bundes ja/nein für die Vereine der 4. Spielklassenebene können angesichts der jetzigen Regionalligastruktur (einerseits keine Profiliga wie die 3.Liga, andererseits aber "Champions League des Amateurfussballs") immer wieder auftauchen, solange diese Spielklasseebene nicht durch eine bundesweit zweistaffelige 4. Liga als Profiliga ersetzt wird. (Auch wenn Letzteres wegen fehlender Fernsehgelder wohl vorerst illusorisch bleiben wird.)


    Denn für Strukturveränderungen ansich war Euer Wirtschaftsrat durchaus zu haben.

    Anders ist folgende Kritik auch nicht zu verstehen: "...Der Verband hatte eine historische Chance mit der Regionalligareform vor zwei Jahren - damalige Forderung der Fans und vieler Vereine: »Meister müssen aufsteigen!«. Diese wurde kläglich vertan, weil die unveränderte Erhaltung des Verbandes und die eigenen Posten wichtiger waren als eine sportlich faire Lösung für die Vereine, die so auch in Zukunft um den Lohn einer ganzen Saison gebracht werden und den schweren Weg über Relegationsspiele gehen müssen.", siehe Link


    Aber das kein Verband, auch nicht der NOFV, darauf erpicht ist , sowohl die eigene Regionalliga als eigenes "Aushängeschild" und sich gleich auch noch selbst zur Disposition zu stellen, versteht sich wohl von selbst. 8)


    Außerdem hätte derartige Strukturveränderung für die Regionalliga Nordost bedeutet,

    die mitteldeutsche Regionalligisten hätten künftig zusammen mit der Regionalliga Bayern künftig eine eigene Regionalliga gebildet und die berlin-brandenburgischen Regionalligisten hätten sich der Regionalliga Nord anschließen müssen. Letzteres wäre aber verbunden gewesen mit einem Einzugsgebiet von Cottbus bis zur niederländischen Grenze (um bei Wiederaufnahme des Spielbetriebes aber coronabedingt trotzdem wiederum in mehreren Gruppen Punktspiele austragen zu müssen!)

    Ob bei Wegfall der Regionalliga Nordost der NOFV über kurz oder lang noch Bestand gehabt hätte oder an seiner Stelle vor knapp 90 Jahren zerschlagene Regionalligastrukturen im mitteldeutschen Raum bzw. im Raum Berlin-Brandenburg (ergänzt um MV) reaktiviert worden wären lasse ich mal dahingestellt ...

  • Das mit der Regionalligareform, der verpassten, wollte ich an der Stelle nicht aufrollen. Aber der Herr Winkler spürt schon, dass jetzt, durch die Coronasituation, die Regionalligisten des Nordostens den nächsten Hieb abbekommen. Der Westen und Südwesten sind uns gegenüber bevorteilt und enteilen uns immer mehr. Ich glaube kaum, dass viele Vereine des Ostens einigermaßen ungeschoren davon kommen. Das Abhängen begann mit Übernahme des DFV unter den Bedingungen der BRD und der Schönrederei unter Moldenhauer. Der NOFV war Zeit seines Bestehens nicht in der Lage die Interessen seiner Vereine kraftvoll zu vertreten. Um es mal drastisch zu sagen: Den "Altbundis" und seinen Verbänden geht der NOFV am Arsch vorbei. Das bleibt auch auf Dauer so und ich glaube kaum, dass vom Bund für die Vereine des NOFV irgendetwas kommt. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation sehe ich nur miese Perspektiven für unsere Regio.

  • Neustrukturierung der Regionalliga zur viergleisigen Liga ist die Quadratur des Kreises. Es gibt einerseits historische Strukturen (inklusive traditioneller Duelle), andererseits quantitative Verteilung von Vereinen, gemeldeten Mannschaften, aktiven Mitgliedern und natürlich geographische Gegebenheiten.


    Entweder müsste man die Regionalliga Nordost oder die Regionalliga Südwest zerschlagen. Keiner gibt nach, also wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern. Stattdessen gibt es alle paar Jahre ein Reförmchen, mit dem keiner so richtig zufrieden ist.

  • Neustrukturierung der Regionalliga zur viergleisigen Liga ist die Quadratur des Kreises. Es gibt einerseits historische Strukturen (inklusive traditioneller Duelle), andererseits quantitative Verteilung von Vereinen, gemeldeten Mannschaften, aktiven Mitgliedern und natürlich geographische Gegebenheiten.


    Entweder müsste man die Regionalliga Nordost oder die Regionalliga Südwest zerschlagen. Keiner gibt nach, also wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern. Stattdessen gibt es alle paar Jahre ein Reförmchen, mit dem keiner so richtig zufrieden ist.

    Der Südwesten hat die viel stärkere politische und wirtschaftliche Kraft und außerdem stört dieser NOFV mitsamt seiner Regionalliga als Überbleibsel der DDR sowieso die Mehrzahl der Entscheidungsträger in den gebrauchten Ländern. Die lassen den NOFV am ausgestreckten Arm verhungern und gucken genüsslich zu wie der zappelt. Es gibt keine Ost-Lobby in den bundesdeutschen Altparteien, auch wenn die Bundeskanzlerin ihre politische Karriere in der FDJ begonnen hat ...

  • solange es mehr verbände als BL gibt, dann wird das eben nichts. und solange ein koch auch noch sein eigenes (bayern) süppchen kochen darf, ohnen nennenswerte gegenwehr wird es noch viel weniger. wer wirklich glaubt hier geht es um den fussball, der hat die politik nicht verstanden. allein das argument, wer wieviel vereine/mannschaten hat, zeigt ja, dass sich jeder seine argumente so aussucht, wie sie ihm passen.

    Journalisten sind Leute, die ein Leben lang nachdenken, welchen Beruf sie eigentlich verfehlt haben. (M. Twain)

  • und solange ein koch auch noch sein eigenes (bayern) süppchen kochen darf, ohnen nennenswerte gegenwehr wird es noch viel weniger.

    Bin wirklich kein Freund von Koch, aber hier trifft ihn keine Schuld. Der BFV wäre sofort bereit gewesen, die Regionalliga zu fusionieren, aber weder der Südwesten noch der Nordosten wollten das. Mit wem soll denn die Regionalliga Bayern fusionieren? Wohl mit der Regionalliga Nord? :lach:

  • das die allein eine eigene RL haben sagt doch alles.

    Aber, aber...

    Der bayerische Landesverband hat nun mal die Stärke eines Regionalverbandes.

    Bei den 2012 durchgeführten Strukturveränderungen weg von der 2008 eingeführten dreistaffeligen und viertklassigen Regionalliga unter DFB-Regie ging es ursprünglich vor allem um Entschärfung bestehender Anforderungen an Bewerber für die Teilnahme am Regionalligaspielbetrieb.


    Aber erst das Einsetzen des bayerischen Landesverbandes für eine eigenständige Regionalliga Bayern ermöglichte es dem Nordosten überhaupt, auch eine eigene Regionalliga durchzusetzen zu können!

    Denn wer meint, alleine mit dem Argument für die Existenzberechtigung einer eigenständigen Regionalliga wie der Regionalliga Nordost damit begründen und durchsetzen zu können, weil das Einzugsgebiet des NOFV das Gebiet eines ehemaligen FIFA-Mitgliedes einschließt, hätte auch damals null Erfolgsaussichten gehabt! (Denn mit gleicher Begründung hätte ansonsten der DFB dem Saarland bzw. dem FRV Südwest auch eine eigenständige Regionalliga zugestehen müssen).

    Ergo, ohne bayerische Intiative gäbe es im Nordosten bis heute keine eigenständige Regionalliiga wieder.

    Vielmehr hätten die nordostdeutschen Regionalligisten (wie von 2008-2012 auch) weiter mit den Nordregionallisten eine gemeinsame Regionalliga bilden müssen!

    (Was zumindestens den Regionalligisten aus Baden-Württemberg und Hessen ganz bestimmt nicht gestört hätte, statt in jetziger Regionalliga Südwest (Einzugsgebiet Süddeutscher Fussballverband ohne Bayern, dafür mit Rheinland-Pfalz und Saarland) in einer reaktivierten Regionalliga Süd (Einzugsgebiet Süddeutscher Fussballverband inclusive Bayern) spielen zu müssen.)

  • Die Bayern haben also ganz uneigennützig dem NO unter die Arme gegriffen? Da müssen wir dankbar sein, oder? Dankbarsein ist sowieso das, was dem NOFV dauerhaft abverlangt wurde und er hat das groteskerweise überwiegend erfüllt. Nur hat er dabei seine ureigensten Interessen vergessen. Hinter diesem ganzen "Rechtsgedöns" kann der DFB sich wunderbar verstecken. Da der NOFV nichts einklagen kann und er keine Persönlichkeiten an der Spitze hatte und hat, die mal ein "Fass aufmachen" wollen, wird er sich in den nächsten 10 Jahren freiwillig auflösen. Dann haben sich die Probleme von selbst erledigt. Hört sich fatalistisch an, ist es auch. X(

  • Die Bayern haben also ganz uneigennützig dem NO unter die Arme gegriffen? Da müssen wir dankbar sein, oder? Dankbarsein ist sowieso das, was dem NOFV dauerhaft abverlangt wurde und er hat das groteskerweise überwiegend erfüllt. Nur hat er dabei seine ureigensten Interessen vergessen. Hinter diesem ganzen "Rechtsgedöns" kann der DFB sich wunderbar verstecken. Da der NOFV nichts einklagen kann und er keine Persönlichkeiten an der Spitze hatte und hat, die mal ein "Fass aufmachen" wollen, wird er sich in den nächsten 10 Jahren freiwillig auflösen. Dann haben sich die Probleme von selbst erledigt. Hört sich fatalistisch an, ist es auch. X(

    Ich habe weder was von uneigennützig und oder Dankbarkeit geschrieben!

    Ich schrieb davon welche punkuell überein stimmenden Interessen eines mächtigen Landesverband aus dem Süden mit dem des NOFV die Einrichtung einer Regionalliga Nordost erst ermöglicht haben.

  • Beim Spio-Talk sind die Sportlichen Leiter aus Auerbach bzw. von Viktoria Berlin im Gespräch. Herr Kramer möchte, dass es keine Absteiger gibt. Das stelle ich mir sehr schwierig vor. Er würde lieber mehr Spiele ohne Zuschauer zulassen, um Fans und Sponsoren zu bedienen. Bei Rocco Teichmann ist mir nicht ganz klar, wie er sich das mit der Stadionfrage vorstellt. Sollten sie die 3.Liga halten, müssten Ausnahmegenehmigungen weiter verlängert werden. Aber wo spielt man überhaupt nächste Saison?

    https://www.mdr.de/sport/sport…-rocco-teichmann-100.html

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