Nachholer Ende März

  • So, bevor wir das auf die zurückliegenden Spieltage verteilen, ein Sammelfred für die Nachholer von Sonnabend bis Mittwoch. Da geht es vor allem im Abstiegskampf um wichtige Punkte, einige betroffene Mannschaften sind zweimal im Einsatz:


    26. März


    BW Leipzig – Heidenau


    Kamenz – Copitz


    Plauen2 – Naunhof


    27. März


    Dynamo3 – HE (11 Uhr!)


    Görlitz – Markkleeberg. Die beiden bisher besten Mannschaften 2011!


    30. März


    Dynamo3 – Heidenau


    Copitz – Radebeul


    Markkleeberg - Grimma



    Ich werde mir neben den Spielen des VfL vielleicht auch Dynamo3 - HE ansehen, da spielt dann gleich um 14 Uhr Dynamo2 - CFC2 hinterher.


    Auf jeden Fall sieht die Tabelle nach dem 30. März wieder etwas "gerade" aus, zumindest haben dann alle Mannschaften 20 Spiele absolviert. Neue Absagen stehen hoffentlich nicht mehr ins Haus.

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • nach SMS-Infos:


    SV EINHEIT KAMENZ - VFL PIRNA-COPITZ 07 5:2 (3:0)


    1:0 Runt (7.),2:0 Krause (42.),3:0 Schaumkessel (45.),4:0 Schaumkessel (49.),5:0 Schaumkessel (70.),5:1 Golbs (78.,Eigentor),5:2 Zimmermann (83.)


    Zuschauer ca. 130,davon 9 Gäste


    Spielbericht dann sicher morgen von Steffen

    Es gibt solche und solche Tage. Heute ist einer davon.

  • Wer gestern nicht bei Dynamo, sondern in Kamenz war, bekam reichlich Tore zu sehen. Schließlich war Pirna-Copitz zu Gast, derzeit Toregarant der Liga. Nur leider stimmte diesmal aus Pirnaer Sicht die Verteilung nicht:


    Kamenz – Copitz 5 : 2 (3:0)


    Tore: Runt (7.), Krause (42.), Schaumkessel (45. 11m, 49., 70.) – Golbs Eigentor (78.), Zimmermann (83.).


    Zu: etwa 130 bis 140, darunter 12 Gäste incl. der Spieler Rechenberger (gelbgesperrt), Krause und Kleber.


    SR Markowitz souverän in einer ganz fairen Partie. Ließ in der 1. HZ eher laufen, danach etwas kleinlicher, dies aber auf beiden Seiten. Einzige gelbe Karte im Spiel für Siebeneichler.


    Die Hiobsbotschaften erreichten mich kurz nach der Ankunft in Kamenz im Dreierpack: Torwart Schiller fällt für den Rest der Saison aus – und Rautenberg kann berufsbedingt nicht immer im Tor stehen. Kleber fehlte krankheitsbedingt und wird wahrscheinlich auch am Mittwoch nicht spielen können. Andreas Trautmann hatte auf der Hinfahrt (mit Hendrik Geißler an Bord) ausgerechnet in Höhe des Rudolf-Harbig-Stadions einen Auffahrunfall, bei dem zum Glück nur das Auto bleibende Schäden davongetragen hat.
    Nun ist man als VfL-Fan in dieser Saison hart im Nehmen und hoffte da noch auf ein gutes Ende. Selbst das frühe 0:1 wurde klaglos hingenommen, so begann es ja auch gegen Heidenau und in Grimma. Doch schnell war klar, dass die Kamenzer (trotz ihrer bisher gruseligen Heimbilanz) in der gestrigen Verfassung von einem anderen Kaliber als die beiden letzten Gegner waren. Sie machten von Beginn an Tempo und ließen den Ball laufen. Christoph Hartmann auf der linken Seite war bester Mann auf dem Platz (der andere Ex-Copitzer, Stefan Minge, fehlte verletzungsbedingt). Der VfL nicht nur in der Verteidigung indisponiert. An Torwart Rautenberg lagen die Gegentore nicht, er rettete sowohl vor dem ersten als auch vor dem zweiten Tor in einer 1:1-Situation, doch anschließend kam der Ball jeweils wieder zu den Kamenzern. Dem 3:0 ging ein unnötiges Foul von Uhle an der Starfraumgrenze voraus. Damit war das Spiel endgültig entschieden, man war nicht in Grimma. Zwischendurch versuchte der VfL mitzuspielen, wirkte teilweise gefällig im Mittelfeld, aber ohne richtigen Biss nach vorn. Die klarste Chance ein Fast-Eigentor in der 17. Minute, etwas später suchte Bina nicht energisch genug den Abschluss. Typisch das Mittelfeldgeplänkel vor dem 2:0, als der VfL einen sicheren Ballbesitz vertändelte.


    Motto zur Pause: „keine Karten, keine Verletzungen, keine Klatsche!“. So halbwegs ging das auf, weil die Gastgeber im Gefühl des sicheren Sieges sich zwar weiterhin Chancen erspielten, aber leichtfertiger mit ihnen umgingen. Auf der anderen Seite scheiterte der eingewechselte Zimmermann knapp (46.). Kurz darauf landete ein Schindler-Freistoß an der Latte, da stand es allerdings schon 4:0. Sowohl bei diesem als auch beim fünften Tor kam Schaumkessel völlig frei zum Abschluss (aus sechzig Metern Entfernung brüllte ich zweimal frustriert „Abseits!“, ohne dies im entferntesten beurteilen zu können – gehört hats eh keiner). Danach klingelte es noch zweimal im Kamenzer Gehäuse: Golbs köpfte einen Herrmann-Freistoß ins eigene Netz und der agile Zimmermann belohnte sich mit seinem ersten Saisontreffer. Damit klang das Ergebnis etwas freundlicher.


    Am Ende ein auch in der Höhe verdienter Sieg. Irgendwie klangen mir die Worte von Andreas Trautmann auf der Rückfahrt aus Görlitz im Ohr: "entweder spielen alle gut oder alle schlecht." Am Mittwoch wird wieder das andere VfL-Gesicht gebraucht, denn gegen Radebeul zählt nur ein Sieg!


    Fünf Gegentore in einem Punktspiel gab es zuletzt im Frühjahr 2007 daheim gegen Laubegast. Bis zum nächsten ähnlichen Ergebnis darf es gern wieder so lange dauern!


    Heute geht’s ins Rudolf-Harbig-Stadion, nacheinander zu Dynamo3 und Dynamo2. Das dann noch geplante Eishockey-Match haben sich die Eislöwen mit dem Sieg an der Nordseeküste ja erspart, da kann ich den Sonntag also ruhiger ausklingen lassen. Wobei Eishockey derzeit eigentlich eine gute Ablenkung ist – da hat man nicht dauernd die Landesliga-Tabelle im Kopf...

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

    3 Mal editiert, zuletzt von Steffen ()

  • VFC Plauen II – SV Naunhof 1920 4:1 (1:0)


    Plauen: Schüler – Gütter, Tenner, Wolf, D. Schröter – Wild/V, Hummel, Schmidt (61. Schindler), Matthes, Müller – Sonnenberg.
    Naunhof: Weiß – Sommer, Sawetzki, Birnbaum, Mähne/V – Wagner, Fritzsch, Hensgen, Lange – Hausmann, Weichert.
    Schiedsrichter: Wehnert (Haselbachtal).
    Zuschauer: 56.
    Tore: 1:0 Sonnenberg (37.), 1:1 Weichert (66.), 2:1/3:1 Müller (79./81.), 4:1 Schindler (90.+1).


    Mit einer überzeugenden Vorstellung hat der VFC II am Samstag einen, auch in dieser Höhe verdienten 4:1-Sieg errungen, den bisher höchsten in der Landesliga. Dabei erzielten die „Verstärker“ Sonnenberg, Müller und Schindler aus dem Regionalligateam alle vier Tore. Das sollte allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass auch die eigentliche Stammmannschaft eine großartige Leistung gezeigt hat. Der VFC II spielte übrigens mit Trauerflor, im Gedenken an den kürzlich verstorbenen Gottfried Golle, den Seniorchef eines langjährigen Sponsors.

    Wie schon im Spiel gegen Grimma, zeigte sich nun auch wieder gegen Naunhof, dass die Abwehr eine neue Qualität erreicht hat. Fielen in der Vergangenheit in der Anfangsviertelstunde oft frühe Gegentore, so steht die Abwehrreihe nun sicher. So konnte der VFC II sein Offensivspiel zur Entfaltung bringen und großen Druck auf das gegnerische Tor entfalten. Zunächst setzte sich Danny Wild mehrmals gut in Szene, als er seinem Gegenspieler auf der rechten Seite mit dem Ball am Fuß einige Male einfach davon lief. Dann fanden auch Müller und Sonnenberg allmählich die Bindung zur Mannschaft und erspielten sich gute Möglichkeiten. Schließlich war es ein Standard dieser beiden Spieler, der das 1:0 brachte. Den Freistoß von Müller bekam Sonnenberg im Strafraum und schob das Leder an Keeper Weiß vorbei ins Tor.


    Aber auch den Gästen boten sich einige Chancen, bei denen sich der Plauener Torwart Schüler auszeichnen konnte. Ein Kopfball von Hausmann (22.) fing er ebenso sicher, wie Langes Distanzschuss (35.). Einen 35-Meter-Freistoß von Wagner (31.) faustete er über die Querlatte. Diese Reihe von Möglichkeiten setzte sich in der zweiten Halbzeit fort, als Tenner per Kopf Sawetzkis Kopfball klärte (57.). Auch in den folgenden Minuten stand Tenner bei zwei weiteren Versuchen Sawetzkis goldrichtig. So fiel der Ausgleich schließlich nicht ganz unerwartet, in diesem Fall aber etwas unglücklich. Einen bereits abgewehrten Ball brachte Weichert wieder in Richtung Tor. Von Wolf leicht abgefälscht und die Finger von Schüler noch dran, fand der Ball den Weg ins Netz. Nun wackelte die VFC-Abwehr in der folgenden hektischen Phase, fiel aber nicht.


    Doch danach fand die VFC-Reserve wieder in ihre Ordnung zurück. Und mit einem Nachschuss von Schindler, der nur Zentimeter über die Querlatte ging (70.), meldete sich das Team zurück. Eine Hereingabe von Wild und ein Steilpass von Hummel leiteten das 2:1 ein. Müller bekam das Leder in der Spitze und schob ein. Durch die einzigartige Ballbehauptung und den Querpass von Sonnenberg hatte Müller kaum zwei Minuten später keine Mühe, zum 3:1 zu vollenden. Als Naunhofer Abwehrspieler in der 90. Minute noch Wild im Strafraum zu Fall brachten, trat Falk Schindler zum fälligen Strafstoß an. So krönte er sein Comeback nach langer Verletzungspause, das ohnehin nicht ganz emotionslos vonstatten ging, mit dem Tor zum 4:1.


    Kurz vor dem Abpfiff kam es zu einigen unschönen Szenen, da sich der Naunhofer Trainergespann um Rainer Lisiewicz als schlechte Verlierer erwiesen. „Beim Schiedsrichter bedanken“ (von Lisiewicz selbst) und „Ihr steigt trotzdem ab!“ (von einem Betreuer) waren nur einige der unsportlichen Zurufe an die Adresse der Plauener Trainer. Doch die gingen nicht weiter darauf ein, sondern freuten sich mit der Mannschaft über den Sieg. VFC-Trainer Thomas Wolfrum: „Wir haben uns selber etwas in Bredouille gebracht, weil wir einfach unsere Chancen nicht genutzt haben. Doch wir waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen. Die Spieler aus der Ersten waren schon eine Verstärkung, aber so soll es ja auch sein.“

  • Eher ein gewonnener Punkt.....


    NFV GELB-WEISS GÖRLITZ 09 - KICKERS MARKKLEEBERG 2:2 (0:1)


    Im Dezember wären die Vorzeichen andere gewesen,aber nun standen sich die beiden erfolgreichsten Teams des Jahres 2011 gegenüber.Warum die Kickers dieses Jahr gegen Teams wie Eilenburg und Makranstädt so gut waren,zeigten sie auch hier.Eine völlig unbequeme,schwer zu bespielende Mannschaft.Stets in Überzahl gegenüber dem Ballführenden,sehr kompakt im Mittelfeld und konsequent den Gegner am Spielaufbau hindern.Und vorne Konter wie Nadelstiche.So einer in der 43.Minute,den Tom Kursawe zur Gästeführung abschloss.Er ließ frei vorm Tor Christoph Zwahr keine Chance und schob überlegt ins lange Eck.
    Das Spiel vor dem 0:1 eher langweilig.Der NFV kam nicht richtig ins Spiel.Irgendwie fehlte auch das Feuer,die Bissigkeit,der letzte Wille den die Mannschaft die letzten Wochen so auszeichnete.Klar brannte es vor und im Kickers-Strafraum auch ein paarmal,aber es war nicht zwingend und mehr zufällig.
    Keine 10 Minuten in der 2.Hälfte gespielt dann der Auftritt von Schiri Palzer: Jens Garbe lässt einen langen Ball der Kickers ins Aus gehen,Patrick Ströhle behindert ihn dabei,der 09'er fällt,Ströhle auf ihn drauf und der Schiri gibt.....: ELFMETER.Warum,weiß wohl nur er.Tom Kursawe ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte das Geschenk sicher.Die Hausherren probierten nochmal alles,brachten einen dritten Stürmer-aber so langsam rannte die Zeit davon.
    Dann aber plötzlich war der Ball drin (oder auch nicht).Vorrausgegangen ein Freistoß,hoch auf den langen Pfosten.Richard Lätsch und Paul Lehmann köpfen ins Tor (oder auch nicht),Jens Garbe stochert den Ball wieder ins Tor (oder auch nicht).Auf jeden Fall,der Treffer zählt.Anschlußtor.
    Ab dem Zeitpunkt war wieder dieser Siegeswille da.Und der wird auch belohnt, in Minute 87 eine weite Einwurf (!)-Flanke in den Sechzehner und Elvir Jugo schädelte den Ball aus Nahdistanz ins Netz.
    Erwähnenswert noch ist das Landesligadebüt vom 19-jährigen Denis Cudak und das Debüt von Marco Schätzel auf der Kickers-Seite.Die Beiden haben voriges Jahr noch zusammen in der A-Jugend vom NFV 09 gespielt.


    Torfolge: 0:1 Tom Kursawe (43.),0:2 Tom Kursawe (53.,Elfmeter),1:2 Jens Garbe (82.),2:2 Elvir Jugo (87.)


    Fazit: bis zur 82.Minute sahen die Gäste wie die sicheren Sieger aus.Deswegen sicherlich eher ein gewonnener Punkt.


    Bedingungen: Sonne-Wolken-Mix, um die 8 Grad Celsius.Der Platz für diese Zeit in einem hervorragenden Zustand.Kompliment an die "Greenkeeper" der Stadt Görlitz


    Zuschauer: 545 zahlende,davon vielleicht 5 Gästefans.


    Schiedsrichter: Stefan Palzer aus Weisswasser.In der 1.Hälfte mit einer durchschnittlichen bis guten Leistung.Der Elfmeter war eine Farce,eine Frechheit.Ab dem Zeitpunkt aber auch völlig von der Rolle.Pfiff mal eine Zeit nur für Gelb-Weiss,dann wieder alles für die Gäste.Ob der Ball beim 1:2 hinter der Linie war,weiß im Stadion ausschließlich der Schiriassisstent und der zeigte sofort Richtung Mittellinie.Dem Ausgleichstor ging wohl ein Foul vorraus,zumindest monierte Gästetrainer Frank Baum das.
    Ansonsten ein faires Spiel,Kartenverteilung 1:2.

    Es gibt solche und solche Tage. Heute ist einer davon.

  • Dynamo3 - HE 1 : 4 (1:0)


    Eine Endergebnis, das täuscht. Flottes Spiel in der 1. HZ mit früher Führung (3.). Dynamo ließ weitere Chancen aus, HE vor allem bei Standards gefährlich. In der 35. Minute kriegt Dynamo einen 200%igen Elfer nicht - wer weiß, wie das Spiel dann ausgeht. Nach dem Wechsel deutliche Deckungsschwächen bei Dynamo, zwei Gegentore im schnellen Umkehrspiel, zwei nach Standards - nach 70 Minuten war der Drops gelutscht. Etwa 120 Zuschauer, darunter so 25 Gäste.

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • Also, wenn ich das im Dynamo-Forum richtig verstanden habe, hat bei Dynamo3 die Mannschaft den Trainer Uwe Jähnig gefeuert. Vielleicht hilfts heute kurzfristig zu drei Punkten...

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • Also, wenn ich das im Dynamo-Forum richtig verstanden habe, hat bei Dynamo3 die Mannschaft den Trainer Uwe Jähnig gefeuert. Vielleicht hilfts heute kurzfristig zu drei Punkten...



    Dynamo 3. -Heidenau 1:0(0:0)


    Ein Uwe Jähnig hab ich nicht gesehen. Drei Punkte sind es deshalb geworden.
    In der 50.min traf ein Dresdner zufällig den Ball mal richtig der ins Tor ging :-)


    Aber mit Fußball hatte das nicht zu tun. Heidenau keine einzige Chance. Was die hier in der Liga suchen-GRAUSAM DIESE TRUPPE.
    200 Zuschauer bei Super-Wetter.

  • VfL Pirna Copitz - Radebeuler BC 08 0:0


    Recht viele Zuschauer am Start in Copitz, darunter sicher auch locker 25 Radebeuler Nasen. Spiel war wirklich nicht sehr gut, RBC hätte als Sieger vom Platz gehen müssen, aber es gab 3!!! nicht gegebene Tore, wobei eins sicher berechtigt war.


    Bericht folgt sicher von Steffen.

  • Zum vierten Mal standen sich der VfL und der RBC in einem Punktspiel gegenüber, und erneut blieb Copitz ungeschlagen. Aber ein Punkt ist im Abstiegskampf eindeutig zu wenig:

    Copitz – Radebeul 0 : 0

    Zu: etwa 140 bis 150, darunter einige Radebeuler und auch Spione von anderen Vereinen, sogar Heidenauer trotz eigenen Spiels. Flutlichtpremiere bei einem Punktspiel in Hälfte zwo.

    SR Wehnert souverän. SRA Belger verärgerte die Gäste in der Schlussphase, dazu im Text.

    Da versucht sich der VfL seit einigen Wochen vorn und hinten als Torfabrik, und zwischendurch gibt es plötzlich eine Nullnummer. Hünlich im Tor, Uhle im Sturm für Kleber – die Mannschaft stellte sich nahezu von selbst auf. Kurz vor der Pause musste Geißler mit blutender Nase verletzt raus (ich habe die Szene nicht gesehen, es soll wohl ein Radebeuler Ellenbogen im Spiel gewesen sein – insgesamt aber ein absolut faires Spiel), zum Glück war Otto Winkler da schon von der Arbeit angereist und konnte eingewechselt werden.


    Es war insgesamt ein mäßiges bis durchschnittliches Landesligaspiel, in dem man beiden Mannschaften das Bemühen nicht absprechen konnte. Bereits nach vier Minuten lag der Ball im VfL-Kasten, doch SRA Thieme hob sofort die Fahne – Abseits. Bis zur Pause Radebeul optisch leicht überlegen, aber Copitz mit einigen klaren Chancen (Braun/12. an die Latte, Schindler/22., Bina/24.). Zwischendurch musste Hünlich in höchster Not gegen Eißrich klären.


    Nach dem Wechsel deutliche Feldvorteile für den VfL, allerdings kam der letzte Pass nicht an, wurde zu viel auf eigene Faust versucht oder der Abschluss landete neben dem Gehäuse. Trotz allen Bemühens wurde Torwart Werner vor keine unlösbaren Aufgaben gestellt, die hohen Eingaben waren eine sichere Beute.


    In der Schlussviertelstunde erhöhte Copitz nochmals den Druck, doch jetzt kamen die Gäste zu wirklich gefärlichen Kontern. Zweimal noch lag der Ball im Copitzer Kasten: erst lag ein Foulspiel vor, nach dem letzten Eckball ging ein abgefälschter Schuss von der Strafraumgrenze ins Netz – aber drei Radebeuler standen im Fünf-Meter-Raum deutlich im Abseits und behinderten die Sicht von Torwart Hünlich. SRA Belger zeigte dies korrekt an, auch wenn die RBC-Spieler (die lange Zeit mit dem einen Punkt sichtlich zufrieden waren) damit nicht einverstanden waren. Benedikt handelte sich wegen Meckerns noch eine unnötige gelbrote Karte ein, was auch für den VfL wenig hilfreich ist – schließlich drücken wir dem RBC in den nächsten beiden Spielen ganz fest die Daumen!


    Fazit: ein insgesamt gerechtes Unentschieden mit einigem Diskussionsbedarf. Der VfL ist wieder Tabellenletzter, hat sich aber noch lange nicht aufgegeben! Dennoch ist die nächste Aufgabe nahezu unlösbar, schließlich fehlen in H-E definitiv Balatka (5. gelbe Karte), Kleber und wahrscheinlich Geißler. Da geht es eigentlich nur um Schadensbegrenzung. Die nötigen Punkte müssen in den sechs ausstehenden Heimspielen sowie den letzten beiden Auswärtspartien geholt werden. Und wenn es nicht reichen sollte, geht der Gesamtverein mit dem designierten Vorsitzenden Stefan Bohne hoffentlich wieder besseren Zeiten entgegen – was gerade der Fußballabteilung zugute kommen sollte.

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    Nick Hornby

  • Also ich stand auf der Radebeuler Angriffsseite der 2. Hz. Alle Abseitsentscheidungen komplett richtig und eindeutig, soweit ich das beurteilen kann. Auch der kleine Rempler gg Siebeneichler, als dieser kurz vor der Linie per Kopf klärte und das genau vor die Beine eines Radebeulers, sodass dieser ins leere Tor schießen konnte, eher richtig. Das Abseits in der 4. Minute kann ich nicht beurteilen. Copitz meiner Meinung nach in der 2. Hz besser, in der 1. Hälfte war es ausgeglichen. Das hätten 3 Pkt. für den VfL sein müssen.

  • Ergänzung: Hendrik Geißler erlitt einen doppelten Nasenbeinbruch, will aber am nächsten Sonnabend mit Maske spielen. Es sei ausdrücklich erwähnt, dass die Verletzung im normalen Zweikampf passierte, der Radebeuler Spieler fiel ohne jede Absicht auf Hendrik drauf.

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