Wie war das eigentlich in der ehemaligen DDR ... ? Stahl Brandenburg oder Wismut Aue oder viele andere Vereine sind doch typische Unternehmensvereine gewesen, hätten sonst garnicht überleben können.
Sollte z. B. Stahl Brandenburg in die Pleite gehen und abgewickelt werden müssen, würde man doch sicher auch nach einem Strohhalm wie Red Bull Brandenburg greifen ... oder? "Bluten für den Verein" kann Fußball nicht mehr retten.
Und ich glaube kaum, daß z. B. adidas mit seinem Anteil beim FC Bayern nicht auch in die Vereinspolitik eingreifen kann - ohne einen Vereinsnamen wie adidas München. Großsponsoren werden schon jetzt in allen Vereinen in den notwendigen Gremien sitzen.
Ich denke, es geht hier nur um einen Feigenblattbeschluss, um langam aber sicher die Realität auch offen zu zeigen. Fußball ist nun mal ein Wirtschaftsfaktor und da darf (muß?) man das Kind beim Namen nennen. Die Großzügigkeit des DFB, einen Millionenbetrag von Nike zu Gunsten von adidas auszuschlagen, kann sich kaum ein Verein leisten.
Mit der jetzt vorgesehenen Beschränkung auf den Bereich unterhalb der fünften Liga wird einfach nur gestartet. Änderungen nach oben sind garantiert - wenn das mit dem Namen dann im Aufstiegsfall vor einem ordentlichen Gericht geklärt werden muß, ziehen der DFB oder die DFL sicherlich leise weinend den Schwanz ein!