Von 18:01 Uhr bis 19:43 Uhr sahen die Zuschauer im Parkstadion zwei ebenbürtige Mannschaften und ein Spiel, bei dem eine Punkteteilung gerecht gewesen wäre.
Leider begann das Spiel schon um 18 Uhr – und somit hatte die Partie auch einen Sieger.
Wer heute nicht pünktlich war, verpasste auch gleich den Höhepunkt des Spiels. Anstoß Babelsberg, sie spielen den Ball mit Hacke, Spitze auf der rechten Seite etwas hin und her und nähern sich langsam dem Tor. Bevor ein Neustrelitzer die Situation so richtig realisiert, ist Yaw Donkor auch schon im Strafraum und schießt den Ball ins Tor – gespielt etwa 20 Sekunden.
Danach dann ein ausgeglichenes Spiel. Babelsberg beschränkt sich zunächst aufs Verwalten des Ergebnisses, TSG ist bemüht den Ausgleich zu erzielen. Aber auch heute war man im Abschluss zu ungefährlich. So ist in Hälfte eins nur ein Weitschuss von Duggert knapp am Tor vorbei als gefährliche Aktion zu nennen.
Babelsberg zeigt vereinzelt warum sie an der Tabellenspitze stehen. Bei zwei Freistößen von Moritz wurde es gefährlich – einmal knapp vorbei, beim zweiten konnte Stollberg den Ball über die Latte lenken. Zudem gabs noch eine Chance von Ben Hatira nach einer schönen Kombination, aber auch hier ging der Schuss knapp vorbei.
In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Babelsberg tat nicht mehr als nötig – bei einer so knappen Führung eigentlich gefährlich. Aber TSG fehlten die Ideen und so plätscherte das Spiel zunächst so dahin.
Erst die Einwechslung von Tony Pufahl brachte neuen Schwung. Jetzt bekam die Gästeabwehr auch mal etwas zu tun. Aber sie waren meist Herr der Lage. Und wenn es doch mal gefährlich wurde, kam Assistenz 1 ins Spiel, der einen sehr nervösen Arm hatte und bei seinen zahlreichen Abseitsentscheidungen während des gesamten Spiels nicht immer richtig lag.
So langsam merkte Babelsberg, dass so ein 1:0 doch gefährlich sein könnte und man tat wieder etwas für die Offensive. Ein wohl als Flanke gedachter Schuss landete auf der Latte. Ein anderes Mal konnte Kristofic geradeso noch auf der Linie klären.
Zum Ende hin – die stark zunehmende Dunkelheit machte es nicht einfacher – versuchte Neustrelitz noch mal alles. Und fast wären sie in der 90. Minute belohnt worde. Pufahl setzte sich schön durch, doch sein Schuss konnte gerade noch um den Pfosten gelenkt werden.
Kurz darauf der Schlusspfiff, sehr zur Freude der zum Ende hin doch recht müde wirkenden Babelsberger.
Heute hat die cleverere Mannschaft gewonnen. Neustrelitz im Vergleich zum letzten Heimspiel (Niederlage gegen Ludwigsfelde) sowohl kämpfereisch als auch spielerisch verbessert. Gegen Babelsberg ist eine Niederlage nicht tragisch, aber heute wäre ein Punkt drin gewesen.
TSG: Stollberg – Wenzel, Rochow, Zelm, Karnatz (80. Özvatan) – Kristofic (66. Kambs), Huse, Duggert, Parlatan, Scholze – Koslow (55. Pufahl)
Tor: Yaw Donkor (1. Minute)
Zuschauer: wurde mal wieder nicht angesagt, ich schätze mal 500, darunter ca. 30 Gästefans
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin) mit einer ansich guten Leistung, allerdings trüben die schwachen Assistenten Sebastian Schmickartz und Adrian Maxelon das Gesamtbild