Beiträge von Lohsi

    Markranstädt - DSC 1:0 - unter Wert geschlagen


    Der DSC verliert zu ungewohnter Uhrzeit von 20 Uhr am Freitagabend mit 0:1 in Markranstädt. Wirklich verdient war die Niederlage nicht, aber aktuell ist einfach der Wurm drin.

    Markranstädt in der ersten Hälfte besser, der DSC im Gegensatz zur Vorwoche aber mit Leidenschaft und Kampf dabei, hält gegen und kann immer wieder Nadelstiche setzen. Der SSV im ersten Abschnitt mit den besseren Chancen, am Ende vergibt auch der DSC zwei Hochkaräter.

    In der 2. Hälfte kann der DSC das Spiel dann ausgeglichen gestalten, ein Chancenfeuerwerk bekommen die 127 Zuschauer aber weiter nicht zu sehen. Bei Markranstädts bester Chance rettet der DSC-Keeper fast schon an der Mittellinie, die beste DSC-Chance kratzt Markranstädts Keeper aus dem Dreiangel.
    Und als es fast schon nach 0:0 aussieht, ist eine Flanke von Markrans eigentlich viel zu lang, doch dem DSC-Verteidiger misslingt an der Grundlinie die Annahme, so dass er unfrewillig für den Angreifer auflegt, der passt in die Mitte, Tor. Der DSC rennt noch mal an, aber kommt nicht mehr zu Abschlüssen.


    Also mal wieder verloren, aber nach zwei schwachen Spielen endlich wieder mit der richtigen Haltung. Die Hoffnung, irgendwie aus dem Scheißestrudel rauszukommen, lebt.

    Der Schiri: Ein Flutlichtspiel im Abstiegskampf mit nem 17-Jährigen zu besetzen, ist mutig, aber der Junge hat nen guten Job gemacht. anfangs ein bisschen hart mit den gelben Karten, im Laufe des Spiels aber mit mehr Fingerspitzengefühl. An ihm lags nicht...

    Das Umfeld: Markranstädt einmal mehr ein entspannter Gastgeber. 6 Euro Eintritt, dafür sehr humane Essens- und Getränkepreise sowie durchgehend entspannte Ordner. So darf es öfter sein.

    DSC – Tapfer Leipzig 1:4 – Mit einer Nichtleistung in Richtung Abstiegsplatz


    Der DSC hat das Kellerduell gegen Tapfer Leipzig mit 1:4 verloren, und das auch in der Höhe verdient. Gegen komplett biedere und limitierte Leipziger, die ohne ihren Besten (Sauer) antreten mussten) gabs vom DSC eine absolute Nicht-Leistung.


    Das Spiel vor 237 Zuschauern beginnt eigentlich super: Nach 7 Minuten trifft der DSC verdient zum 1:0 und hat danach gute Chancen auf ein zweites Tor. Doch nach 19 Minuten hebt Beiersdorf einen Freistoß sehenswert ins Tor. Und noch mal 5 Minuten später ein katastrophaler Ballverlust in der eigenen Hälfte, Geleitschutz zum Strafraum, Querpass, Tor. Der DSC jetzt völlig von der Rolle, Tapfer muss nicht viel machen, um die Führung zu verwalten.


    Nach Wideranpfiff versucht es der DSC noch mal, aber in der 54. Minute reicht Leipzig wieder ein mies verteidigter Angriff zum 3:1. Kurz danach auch noch gelb-rot für ein Allerweltsfoul gegen den DSC-Kapitän.


    Trotzdem: Selbst zu dem Zeitpunkt hatte ich das Spiel noch nicht komplett abgeschrieben. Wenn jetzt ein Ruck durchs Team geht, schneller Anschlusstreffer… der Ruck kam aber nicht. Stattdessen reichte Leipzig ein Mal Pressing, Balleroberung, Querpass, Tor.


    Ansonsten nahm Tapfer eigentlich spätestens nach dem 3:1 nicht mehr am Spiel teil. Dem DSC fehlte es gestern aber an allem, um irgendwie noch mal zurückzukommen. Die nächsten Gegner werden deutlich schwieriger als Tapfer Leipzig. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

    DSC – Taucha 1:5 – oder „Zwei Brügmanns sind einer zu viel“



    Der DSC verliert den Rückrundenauftakt gegen den Tabellenführer aus Taucha mit 1:5, die Niederlage fällt jedoch mindestens zwei Tore zu hoch aus und hört vor allem auf den Namen Brügmann.


    Taucha in Bestbesetzung, nur Quasi-Neuzugang Felix Brügmann sitzt zunächst auf der Bank, der DSC durch erkrankte, verletzte und (nachträglich) gesperrte Spieler hingegen mit Personalsorgen.


    Taucha beginnt dominant und meist nach festem Bauplan: Ball hinten in der Viererkette zirkulieren lassen und dann langer Ball von Florian Brügmann auf das Angriffs-Quartett um die Brüder Lehmann. Das funktioniert dann erstmals nach 25 Minuten, als einer der Lehmanns von außen in den Strafraum zieht, am Fuß berührt wird und das dankbar annimmt: Brügmann verwandelt den Elfer sicher.


    Fünf Minuten später schlenzt der andere Lehmann dann den Ball von rechts in die Mitte. Der Ball segelt an allen vorbei, auch der Tauchaer, der artistisch in den Ball springt, war wohl nicht mehr dran: 2:0.


    Gegen die zweitbeste Abwehr der Liga tut sich der DSC offensiv lange schwer, vergibt zwei gute Gelegenheiten und liegt zur Pause verdient mit 0:2 hinten.


    Nach dem Seitenwechsel sind aber die Gastgeber das deutlich bessere Team und belohnen sich nach 50 Minuten mit dem Anschlusstreffer. Taucha wankt jetzt, die beginnen mit Zeitspiel, die Bälle nach vorn landen jetzt planlos im Seitenaus. Leider kann der DSC das nicht zum in der Phase möglichen 2:2 nutzen.


    Und dann kann Taucha nach knapp 70 Minuten eben noch hochkarätig wechseln und mit Felix Brügmann, Oberliga-Neuzugang Kaba und Abdelrahim nacheinander drei Top-Angreifer bringen.


    Und dann reicht ein starker langer Ball nach vorn auf Lehmann, der kann flanken und in der Mitte steht dann Lelix Brügmann und macht das 3:1. Taucha drückt dann wieder und in der Nachspielzeit ist es dann noch zwei Mal der Felix, der trifft und am Ende einen Hattrick feiert.


    Fazit: Florian Brügmann als Quasi-Libero im Spielaufbau ist in der Liga schon ein Cheat-Code, mit seinem Bruder als Mittelstürmer dazu wird es für die meisten Gegner endgültig unfair, zumal der Rest des Teams ja auch richtig gut ist. Da wird sich Dynamo strecken müssen, um die zu überholen.


    Und der DSC wird seine Punkte gegen andere Teams holen müssen. Machbar ist das nach dem gestrigen Auftritt durchaus.


    Das Drumherum: 112 Zuschauer bei Sturmböen und Dauerregen auf kleinem Kunstrasen, schön ist anders. Schiri Ronny Köhler hatte mit der Partie keine Probleme. Der Elfer war einer.

    Na dann schauen wir mal, was die Rückrunde bringt. Im Tabellenkeller haben sich einige Teams noch mal (auf dem Papier) recht hochkarätig verstärkt. Das könnte noch mal spannend werden, zumal in Laubegast auch offenbar noch ein paar Extra-Euro gefunden wurden und da niemand auf nen freiwilligen Rückzug spekulieren braucht.


    An der Tabellenspitze dürfte es nicht weniger spannend werden. In Taucha ist jetzt auch der zweite Brüggemann fit, Dynamo hat Kreutzer geholt und jetzt auch in der Ersten einen breiteren Kader, so dass da vermutlich öfter jemand in der Zweiten aushelfen darf.

    Gespielt werden kann am Wochenende auch, zumindest auf Kunstrasen. Lipsia-Markranstädt steht laut LVZ vor der Absage.

    Ich bin gespannt, ob es zu diesem "Kompass-Modell" irgendwann Beispiel-Rechnungen geben wird. Denn das Modell erzeugt natürlich auch Verlierer. Und die werden wahrscheinlich vorrangig n Hessen oder dem südlichen Niedersachsen sitzen und künftig alle 2-3 Jahre die Staffel wechseln. Im Osten wäre Erfurt z.B. ein Kandidat, der je nach Konstellation von A nach B geschubst werden könnte...

    Sachsen hat das Modell ja schon auf Ebene der Landesklasse (wenn auch ohne KI). Und das führt dann eben auch dazu, dass ein Team, das nominell zum Stadtverband Dresden gehört, alle zwei Wochen nach Leipzig und Umgebung fährt.


    In der Regionalliga, wo es um deutlich mehr Zuschauer und Sponsoren geht, kann sowas dann einem Verein auch schnell das Genick brechen.

    Rabenstein - DSC 3:0

    Der DSC verliert erwartungsgemäß deutlich in Rabenstein. Das letzte Aufgebot (nur 3 Wechsler) schlägt sich dabei durchaus gut, aber die Chemnitzer sind einfach besser und gewinnen auch in der Höhe verdient. Nach vorn ging beim DSC nicht viel, hinten haste mehrfach Glück und verlierst dann auch in der Höhe verdient.


    Am Ende der Hinrunde bleibt: Gegen die Top-6 der Liga sind wir chancenlos, da ist der Abstand derzeit zu groß. Gegen das Tabellenmittelfeld kannste punkten, gegen alles ab Platz zehn haben wir mindestens einen Zähler geholt, wobei vor allem die Remis bei Thalheim und Lipsia weh tun, da beide Male der Schiri reguläre Tore abgepfiffen bzw klare Elfer nicht gegeben hat. Somit bleiben 15 Punkte und zumindest eine Steigerung zum Vorjahr. Der Abstand nach unten ist aber alles andere als beruhigend, zumal ich davon ausgehe, dass der eine oder andere Verein im neuen Jahr auch noch aufrüstet.

    Also wenn man sich das SZ/LVZ-Video aus Riesa anguckt, dann kann ich nur hoffen, dass Riesa den bzw. die Idioten am Spielfeldrand ordentlich zur Kasse bittet. Und wenn man sieht, wie da einige nach Spielabbruch noch im Vollsprint zum Spielerausgang spurten, ist das definitiv nicht das Problem eines einzelnen.

    In jedem Fall isses Schade für Stahl. Ich denke, die hätten auch in Unterzahl noch gute Chancen gehabt, das Spiel endgültig zu drehen. Jetzt freut sich Markranstädt.

    Borea Dresden - Dresdner SC 2:2


    Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß... oder alternativ auch: irgendwann müssen wir doch auch mal wieder Schiri-Glück haben....

    In letzter Sekunde verliert der DSC bei Borea den möglichen Auswärtssieg. Da der Stadionrasen in der Friedrichstadt gesperrt ist, wurde die Partie gedreht, es ging am Freitagabend also in den Jägerpark. Und die 163 Zuschauer sehen bei 2 Grad eine rasante Partie. Kein Quergeschiebe, kein Ballbesitz: Kugel nach vorn hieß es. alternativ Ballgeflippere auf engstem Raum im Mittelfeld mit Einwurftraining.


    Die erste Großchance hat der DSC mit einem Kopfball an die Latte. Danach ist Borea stärker, trifft auch die Latte und hat 2-3 gute Chancen, die aber gehalten werden. Damit gehts mit 0:0 in die Pause. Nach der Pause weiter Borea mit mehr Ball, der DSC verteidigt aber alles konsequent weg und geht nach 66 Minuten durch einen direkten Freistoß in Führung.

    Borea wirft jetzt alles nach vorn, die Abschlüssewerden aber gehalten oder im Fall der wohl besten Chance durch Löwe sensationell noch geblockt. Und dann spielt plötzlich ein Borea-Verteidiger einen halbhohen Rückass deutlich nebens Tor. Der Keeper will aber keine Ecke riskieren sondern geht zum Ball, der prallt aber zu einem DSC-Spieler, der den schwierigen Ball stark ins leere Tor schießt: 2:0 nach 80 Minuten.

    In der 88. dann ein starker Borea-Angriff über links und schon stehts nur noch 2:1. Der DSC verteidigt jetzt mit Mann und Maus und ist dem Sieg nahe. Vor allem als nach 93 Minuten Justin Löwe (mal wieder) die Synapsen durchbrennen und er seinen Gegenspieler umschubst. Verdient rot. Eigentlich muss kurz danach auch sein Bruder für das gleiche Vergehen runter, doch dieses Mal ist der Schiri gnädig und gibt nicht mal gelb (was gelb-rot bedeutet hätte).

    Die fünfminütige Nachspielzeit ist längst vorbei, da verpasst der DSC das 3:1. Und dann, noch mal Angriff Borea, geklärt ins Seitenaus. Doch immer noch nicht Schluss. Und klar, der Einwurf wird verlängert und rutscht ins Tor. JETZT pfeift der Schiri ab.

    Hätte mir vorher jemand ein 2:2 angeboten, ich hätte es blind genommen. So isses eine Enttäuschung. Auch wenn der DSC gegen ein Borea in Bestbesetzung stark gespielt hat. Und die Nachspielzeit, puh. Hätten uns Felentscheidungen der Schiris in den vergangenen Wochen nicht regelmäßig Punkte gekostet, wäre ich da wohl gerade entspannter.

    …...und dann redete man noch davon, daß Laubegast evtl. seine Mannschaft zur Winterpause aus der LL. zurückziehen könnte...... ?

    Bekannt ist: In Laubegast knirscht es. Seit Jahren findet der Verein nicht genug Schiris, im Nachwuchs spielt kein Team mehr auf Landesebene, die Zweite kämpft gegen den Abstieg aus der Kreisoberliga. Und jetzt tritt zum Dezember der komplette Vorstand zurück.

    Dem Vernehmen vor Ort nach hat der Verein seit Jahren sämtliche Mittel in die Erste geleitet, wo man für Dresdner Verhältnisse gutes Geld verdient. Und spätestens nach dem Rückzug des Top-Sponsors wird die Kohle jetzt knapp. Letzte Woche gabs dort ne Info-Veranstaltung, wo sich potenzielle neue Vorstände vorstellen konnten. Mitte Dezember ist Mitgliederversammlung mit Wahl. Danach wird man sehen, wohin die Reise geht.

    Wobei ich überhaupt nicht abschätzen kann, wer bei einem Rückzug gehen würde und wer bleiben, in welcher Liga Laubegast neu anfangen würde... Die Mannschaft selbst scheint intakt, machte zumindest beim Spiel gegen den DSC einen geschlossenen Eindruck.

    Selber schuld an der Niederlage: Laubegast - DSC 2:0


    Der DSC verliert das nächste Derby, dieses Mal aber völlig unnötig und selbstverschuldet. Die erste Halbzzeit ein gutes Spiel mit Großchancen auf beiden Seiten, aber die Torhüter sind gut drauf und so bleibt es beim 0:0 statt einem durchaus möglichen 5:3.

    In der zweiten Hälfte dann weniger Großchancen, das Spiel bleibt aber intensiv. Laubegast das bessere Team, der DSC hält aber gegen. Und als das 0:0 greifbar war, schlägt der Fußballgott zu.
    84. Minute. Elmadbouk läuft Pohle auf höhe eigener Strafraum den Ball ab, Pohle zerrt und bekommt auch gelb. Doch offenbar klässt sich der DSC-Spieler zu einer Unsportlichkeit hinreißen, was genau, ich habs nicht gesehen, irgendwas war aber offenbar. Also rot.
    Direkt danach greift der DSC an und trifft. Aber der Schiri sagt Handspiel. Obs eins war, ich habs nicht erkannt.
    Und dann Angriff Laubegast und plötzlich gibts Elfmeter. Und hier schwört die Mannschaft Stein und Bein, dass es nie im Leben einer war, der Keeper war zuerst am Ball und wird dann eher vom Stürmer gefoult. Aber es gibt den Elfer + rot für einen DSC-Spieler wegen meckerns. Der Ball ist drin, 1:0.
    Der DSC versucht dann natürlich noch mal alles, wird aber in doppelter Unterzahl ausgekontert: 2:0

    Fazit: Eine unnötige Niederlage mit der Extra-Hypothek zweier gesperrter Spieler.

    Schiri Jonas Ebert über 70 Minuten fast fehlerfrei, hätte mitte erster Halbzeit nur dem Laubegaster Pohle zwingend gelb geben müssen, als der mehrfach Entscheidungen gegen sein Team hämisch beklatschte. Fing dann aber nach 70 Minuten plötzlich an, mit Karten um sich zu werfen. Die erste rote war eine, bei der zweiten weiß ich es nicht. Der elfer war keiner, ob das DSC-Tor wirklich Hand war... keine Ahnung...

    Laubegast: 6 Euro Eintritt für Sportplatz mit Hecke find ich mutig. Die Musik vor und nach dem Spiel eine Zumutung und am Grillstand ist nicht nur die Bratwurst tiefbraun. Aber ansonsten wars ruhig bis normal. Und ansonsten wird der Dezember zeigen, ob es in Lauebgast überhaupt weiter Fußball auf Leistungsniveau geben wird...

    In Laubegast wird es Anfang Dezember spannend. Dann gibts an der Pferderennbahn Mitgliederversammlung.


    Zum einen legt der komplette (!) Vorstand zum 15.12. sein Amt nieder.


    Zum anderen, so berichten die Eingeborenen, ist beim FV Laubegast schlicht das Geld alle. Diverse Sponsoren sind weg, Nachwuchs und Zweite sind seit Jahren schon kaputt gespart. Schiris gibts auch seit Jahren nicht genug.


    Jetzt ist offenbar auch für die nicht ganz billige Erste Mannschaft nicht mehr genug Geld da.


    Ich würde einiges geben um dort Mäuschen spielen zu dürfen. Mehr zum heutigen Heimsieg des FVL eher morgen. Über diverses möchte ich noch einmal schlafen. Ist vielleicht besser.

    DSC - Dynamo U23 0:4


    Der DSC verliert das erste Pflichtspiel gegen eine Dynamo-Männermannschaft seit 2012 verdient mit 0:4. Der Sieg der Dynamos, die mangels Verstärkung aus der Ersten und ohne den verletzten Paul Milde derzeit eine echte U21 sind, war absolut verdient, fällt vielleicht ein Tor zu hoch aus. Ansonsten scheinen die Schwarz-Gelben wohl endgültig im Männerfußball angekommen. die individuelle Klasse und einige Spielzüge sind schon beeindruckend.

    Der Anfang ist von 845 Zuschauern (darunter auch grob geschätzt ca 100 Gäste) ausgeglichen. Nach 22 Minuten dann ein Abstimmungsfehler beim DSC und es steht 0:1. Danach vergibt Dynamo mehrere Todsichere Dinger, bis nach 38 Minuten das spiel plötzlich kippt. Bis zur Pause hat jetzt der DSC drei Hundertprozentige, die aber alle nicht reingehen.

    In der zweiten Hälfte dann nach 53 Minuten ein direkter Frestoß zum 0:2 und nur drei Minuten später das 0:3 nach verlorenem Zweikampf an der Grundlinie und klugem Rückpass. Nach 62 Minuten und einer Ecke zum 0:4 ist das Spiel quasi beendet. Der DSC noch mit einer guten Chance, bei Dynamo hab ich noch 2 Gelegenheiten auf dem Zettel, spätestens nach 80 Minuten einigen sich dann aber beide Teams auf das Ergebnis.

    Negativer Schlusspunkt. Ein DSC-Spieler, der weil er beim Einwechseln zu früh aufs Feld lief gelb gesehen hatte, bekommt in der letzten Minute der Nachspielzeit für sein erstes Foul im Spiel gelb-rot.


    Für den DSC bleibt: Um die ersten 5-6 Teams der Tabelle zu schlagen, muss außergewöhnliches passieren. Das ist heute nicht passiert. wir müssen die Punkte gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf sammeln.

    Jetzt isses auch in der Tabelle eingearbeitet. Drei Punkte Abzug für Copitz und auch für Laubegast.

    Tapfer und Reichenbach haben hingegen erfolgreich reagiert und die sonst anstehenden 6 Zähler Abzug vermieden.


    Und noch mal als Erinnerung:
    1. Jahr ohne Schiri-Soll: ca 300 Euro Geldstrafe

    2. Jahr ohne Schiri-Soll: ca 800 Euro Geldstrafe

    3. Jahr: vierstellige Geldstrafe + 3 Zähler Abzug

    4. Jahr: vierstellige Geldstrafe + 6 Zähler Abzug

    ab dem 5. Jahr gibts dann pauschal 9 Zähler + möglicher Pokal-Ausschluss

    Ist ne Zweite nicht auch dafür da, um Spielern, welche in der Ersten nicht zum Zug kommen, Spielzeit zu geben? Finde ich persönlich nicht schlimm, es waren ja auch keine 10 Profis dabei.

    Zwiespältige Geschichte. Auf der einen Seite hast du absolut Recht. Dafür ist ne Zweite (auch) da. Auf der anderen Seite ist der Unterschied zwischen der Profi-2.-Bundesliga und einer Landesliga mit 50% Amateur und 50% Freizeitfußball einfach so riesig, dass jeder Profi, den Dynamo in seiner Zweiten einsetzt, einen krassen Unterschied macht.
    Und die haben ja nicht Tapfer oder Copitz vom Platz geschossen, sondern mit Rabenstein einen direkten Aufstiegskonkurrenten.

    Insofern darf Dynamo II ab dem 2.11. gern jedes Spiel gewinnen und damit verdient aufsteigen, damit sich die Frage kommende Saison bitte nicht mehr stellt.

    Dresdner SC - Fortuna Chemnitz 2:0


    glanzlos aber hochkonzentriert gewinnt der DSC gegen die Chemnitzer Fortuna. den Gästen gehört die erste Doppel-Großchance des Spiels. Danach trifft der DSC relativ überraschend und kontrolliert das Spiel danach. Kurz vor dem Pausepfiff legen die Friedrichstädter noch das 2:0 nach. Chemnitz bemüht, aber ungefährlich.
    In der zweiten Hälfte lässt der DSC keine Luft mehr ran. Dank konzentrierter Defensive hat Chemnitz eigentlich keine nennenswerten Gelegenheiten. Wenn man meckern wiill: Vorn lässt der DSC in Halbzeit zwei mehrere Hochkaräter liegen. Hier hätte man was fürs Torverhältnis tun können, wenn nicht gar müssen.

    Am Ende 3 ganz wichtige Punkte. Platz 8 ist ne schöne Momentaufnahme, mehr aber nicht. Nächste Woche wartet das schwere Auswärtsspiel in Thalheim. Danach kommen bis zur Winterpause fast nur noch Spiele gegen die Top-Teams der Liga.

    Wird nicht besser für Steffen, der VfL vermeldet gerade 3 Punkte Abzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls (und den Protest gegen die Strafe). Copitz damit punktemaßig jetzt im Minus.

    Beim SFV finde ich noch nix, mal sehen, ob es noch andere Vereine getroffen hat.

    Sportclub-Duell geht an Dresden

    Mit 3:1 nach Verlängerung gewinnt der Dresdner SC das Pokal-Duell beim Leipziger SC. Leipzig geht bereits in der ersten Minute nach einem Freistoß in Führung. Danach übernimmt der DSC die Kontrolle und gleicht nach 19 Minuten durch ein Eigentor der Leipziger verdient aus. Der Rest der ersten Halbzeit ist weitgehend ausgeglichen.


    Nach dem Seitenwechsel ist Leipzig das deutlich stärkere Team. Da merkte man dann deutlich, dass die trotz akuter Personalsorgen immer noch jede Woche die Erfahrung aus 300 Oberliga + 300 Verbandsliga-Spielen aufs Feld schicken können. Der DSC zwar direkt nach Wiederanpfiff mit einem Abseits-Tor, danach kommt erstmal nicht mehr viel. Zu viele Fehlpässe, zu viele Ungenauigkeiten. Gott sei Dank macht Leipzig aus der Feldüberlegenheit ziemlich wenig, große Chancen hab ich kaum auf dem Zettel.


    Allerdings gehen bei Leipzig die Personalsorgen weiter. Im Laufe des Spiels mussten alle fünf Wechsel-Optionen durch verletzte Spieler gezogen werden. Nach 100 Minuten trafs sogar deren Torhüter. Allen Spielern gute Besserung. Und durch die Wechsel kommt ein Bruch ins Leipziger Spiel. Denn die Verlängerung gehört dann komplett den Dresdnern.


    Die erste Hälfte der Extra-Zeit ist noch Torlos. Ein Doppelschlag in der 108.+118. Minute entscheidet dann das Spiel. Aufgrund der besseren ersten Hälfte und der absolut dominanten Verlängerung halbwegs verdient. Der LSC war aber der erwartet schwere Gegner. Und die wird man in spätestens 2-3 Jahren auch in der Landesliga sehen. Geld haben se, und sie sind bereit, es in gute Fußballer zu stecken. Wenn da noch ein Stürmer kommt, und die Verletzungsseuche nachlässt, steigen die eher morgen als übermorgen auf.

    Das Umfeld: Im Vorfeld dachte ich, was soll das? Trommel-Verbot, abgezäunter Gäste-Bereich... aber vor Ort alles total entspannt vor 264 Zuschauern. Der LSC hat leider das Problem, dass einige Nachbarn keine Fußball-Fans sind und das Ordnungsamt auf Kurzwahl haben. Wer kennt das nicht, ziehste ins Grüne und dann ahnt ja keiner, dass der Sportplatz gegenüber von Menschen benutzt wird...


    der Schiri: Sportfreund "k.A." (laut Fußball.de) mit einer (durch die Fanbrille betrachtet) grottigen Leistung. Pfiff Phantom-Fouls, pfiff beim DSC Vorteile konsequent weg, legte baugleiche Spielsituationen bei beiden Teams jeweils gegensätzlich aus, warf mit gelben Karten um sich und fühlte sich dann vom DSC-Anhang auch offenbar persönlich diffamiert. Dass der Linienrichter zum DSC-Fanradio kommt und bittet, man möge den Korruptions-Vorwurf unterlassen, hatte ich in über 20 Jahren Fußball auch noch nicht. Zum Glück wusste der Schiri nicht, dass Leipzigs Nr. 11 auf die Frage, ob der Schiri gekauft sei, grinsend mit "ja" geantwortet hatte.

    DSC - Markranstädt 3:1


    Der Fehlstart ist geradegebogen! Der Dresdner SC gewinnt den Spieltagsabschluss zu ungewohnter Uhrzeit am Sonntagnachmittag verdient mit 3:1 gegen ersatzgeschwächte Markranstädter und ist damit mit sechs Punkten und Platz 9 (sowie zwei überstandenen Pokal-Runden) plötzlich wieder voll im Soll.


    Vor 282 Zuschauern ist der DSC zu Beginn deutlich besser. Zwei Mal rettet Markranstädts Keeper stark, beim dritten Mal ist er dann machtlos und der DSC führt nach einer Viertelstunde mit 1:0 Davor und danach dominiert der DSC das Spiel, nach rund 30 Minuten lässt der Druck aber etwas nach. Und plötzlich stehts dann nach einer Ecke 1:1. Last-Minute-Oberliga-Neuzugang Griesbach steht bei einer stark getretenen Ecke goldrichtig. Bis zur Pause passiert dann nicht mehr viel.


    Normalerweise ist es ja der DSC, der mit Schwung aus der Pause kommt, dieses Mal waren es aber die Gäste, denen die ersten Minuten gehören. In diese Phase fallen dann auch Markranstädts mehr oder weniger einzige Torchancen aus dem Spiel heraus.


    Doch der DSC übersteht das und geht nach 56 Minuten selbst wieder in Führung. Starker Pass zur Grundlinie, Pass in die Mitte, Tor. Kann manchmal alles so einfach sein, in dem Fall auch dank ausreichend Sicherheitsabstand der Defensive.


    Danach hat der DSC das Ding weitgehend im Griff, verpasst aber zunächst das beruhigende 3:1 nachzulegen. Und dann schwächt sich Markranstädt selbst. Nach einem harten Foul in der DSC-Hälfte ist die Lage unübersichtlich, angeblich soll ein Markranstädter den Schiri geschubst haben. Am Ende gibts (wenn ich das richtig gesehen habe) gelb für den Schubser, aber glatt rot für das Foul.


    Danach ist es ein merkwürdiges Spiel. Der DSC hat jetzt natürlich riesige Räume, da Markranstädt eigentlich mit 5 Mann stürmt, aber nur noch vier Mann für Mittelfeld und Abwehr abstellt. Aber weiter will das Ding nicht rein, selbst bei einem Umschaltmoment mit 3 Mann... der eine oder andere Fan bekam schon ein bissel Bauchschmerzen, eine Ecke kann ja reichen...


    Aber der Coach ist ja klug und wechselt clever. Und gefühlt 10 Sekunden ach seiner Einwechslung wird der neue Angreifer frei gespielt, wird im ersten Abschluss noch abgeblockt, macht den Abpraller aber souverän rein. Und so plätschern die letzten 12 Minuten inklusive Nachspielzeit herunter.

    Fazit: Der DSC ist in der Saison angekommen. Markranstädt noch nicht, aber wenn deren Verletzte zurückkehren, werden die ihre Punkte sicher einsammeln. die Qualität ist im Kader da.

    Mit einem 5:1 gegen Wilsdruff komplettiert der DSC die 3. Runde und lässt im Gegenzug zum ersten Pokalspiel in Bautzen dieses Mal keinerlei Zweifel am Weiterkommen aufkommen. 666 Zuschauer sorgen zudem für eine tolle Pokal-Atmosphäre im Steyer-Stadion.


    Die 3. Runde wird schon heute gelost. Mit Freital hat sich ein Oberligist verabschiedet. Auch die Landesliga-Truppen Tapfer, Taucha, Borea, Copitz und Laubegast sind nicht mehr mit im Lostopf.