Wollen wir mal weiter Fakten zusammentragen:
Spiegel:
SCHALKE IN DER SCHULDENFALLE
100.000.000 Euro Miese
2003 war noch von einem gigantischen Geldregen die Rede. Mittlerweile hat die Anleihe, die der FC Schalke 04 2003 aufgenommen hatte, die Bilanz des Bundesligisten verhagelt. Mehr als einhundert Millionen Euro weist der Verein im Geschäftsbericht als Verbindlichkeiten aus.
Hamburg - Nach einem Bericht des Magazins "kicker" (Donnerstag-Ausgabe) habe der Verein bis zum 31. Dezember des vergangenen Jahres 102,8 Millionen Euro an Verbindlichkeiten angehäuft. Das bestätigte auch Josef Schnusenberg, Finanzvorstand des Bundesligisten.
Im Geschäftsjahr 2003 sei ein Verlust von etwa 19 Millionen Euro "aus der normalen Geschäftstätigkeit" gemacht worden, heißt es außerdem. Im Jahr zuvor hatte es noch einen Überschuss von 4,7 Millionen Euro gegeben.
Schnusenberg gab als Begründung für die Verbindlichkeiten eine Anleihe von 75 Millionen Euro an, die sich der Verein im Jahre 2003 zur Umschuldung besorgt habe. Es müsse sich aber "keiner Sorgen machen", sagte Schnusenberg. Der Schuldenberg werde abgetragen, was dauern werde. Man dürfe die Schulden nicht isoliert betrachten, sondern müsse auch Werte auf der Aktivseite sehen. Damit spielte der Finanzvorstand vor allem auf den Gegenwert der Arena "AufSchalke" an.
"Das ist eine starre Grenze"
Zudem seien die Personalkosten der Lizenzspielerabteilung des Vereins auf 38 Millionen Euro gesenkt worden. "Das ist eine sehr starre Grenze", wird Schnusenberg zitiert, "die wir auf jeden Fall einhalten müssen. Ein Risiko sieht Schnusenberg, falls der Verein in der kommenden Saison erneut den internationalen Wettbewerb verfehlen sollte.
Schalke, das in der abgelaufenen Saison auf einem enttäuschenden siebten Platz gelandet war, hat bisher schon vier hochkarätige Spieler verpflichtet, aber allein für Marcelo Bordon (VfB Stuttgart) eine Ablöse von fünf Millionen bezahlt; Ailton und Mladen Krstajic (Werder Bremen) sowie Lincoln (Kaiserlautern) kosten den Club nur das Gehalt.
Den im "kicker" genannten Verlust von etwa 19 Millionen Euro im Jahr 2003 erklärte der FC Schalke mit der Abschreibung von Transfers, die in den vergangenen Jahren getätigt worden waren. Diesem Verlust werde in der Bilanz ein "außerordentlicher Ertrag" von 15,6 Millionen Euro entgegen gerechnet. Dahinter verberge sich die Entnahme des Parkstadions aus der Bilanz, eine Neubewertung der alten Arena und die Gründung der "Schalke Parkstadion mbH & Co. KG".