Beiträge von Chemiefreak

    Bayern Hof gerät wegen Unregelmäßigkeiten ins Hintertreffen
    Setzte Lok irreguläre Wahlmaschine ein?


    Bei der Arcor-Aktion „Wir wollen die Hertha“ leistete sich der FC Bayern Hof bis gestern ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem 1. FC Lok Leipzig. Noch in den Mittagsstunden des Donnerstag lagen beide Vereine bei circa 40 Prozent der im Internet unter www.freundschaftsspiel.arcor.de abgegebenen Stimmen.


    Doch obwohl in Hof die Bemühungen des Vereins, der Fans, ja der gesamten Region nicht nachgelassen haben, zog Leipzig in der Nacht von Donnerstag auf Freitag plötzlich rasant am FC Bayern vorbei. Gegen 9:12 Uhr am Freitag Morgen lagen die Lokisten bereits mit 52,99%, d.h. mit mehr als 12 Punkten Vorsprung, uneinholbar vor dem FC Bayern Hof (40,6%).


    Mit dieser Internet-Wahlmaschine umgingen einige Leipziger Fans den ausgefeilten Abstimm-Modus von Arcor - Screenshot: Florian Strößner


    Für den plötzlich abgeschlagenen Hofer Verein und seine Fans waren diese Zahlen zunächst eine große Enttäuschung. Über Wochen hinweg hatten Freiwillige an Infoständen die Öffentlichkeit auf die Arcor-Aktion aufmerksam gemacht, hatten Handzettel verteilt und Plakate aufgehängt. Unternehmen verschickten auf eigene Kosten Postwurfsendungen und die lokalen Tageszeitungen berichteten exklusiv. Auch die drei Hofer Radiostationen sowie das oberfrankenweite Fernsehen hatten Spots im Halbstundentakt geschaltet.


    Doch der ersten Enttäuschung folgte große Skepsis: Wie war es möglich, dass auf den Internetseiten von Arcor das Leipziger Balkendiagramm auf Kosten des FC Bayern Hof minütlich länger wurde, wenn doch in Hochfranken jeder Einwohner vom Säugling bis zum Greis für die Abstimmung gewonnen werden konnte? Der Verdacht lag nahe, dass einige Anhänger des 1. FC Lok nicht mit regulären Mitteln gearbeitet hatten.


    In einem Fan-Chat des 1. FC Lok Leipzig wird diskutiert, wie die irreguläre Wahlmaschine zu bedienen ist - Screenshot: Florian Strößner


    Und tatsächlich: Im Rahmen einer Internet-Recherche fand der Hofer Fan Florian Strößner gegen 1:00 Uhr nachts den Beweis für diese Vermutungen. In einem Leipziger Internet-Chat erklärte ein Fan mit dem Benutzernamen „Gegengerade“, wie eine Wahlmaschine zu bedienen ist, die extra für die Aktion „Wir wollen die Hertha!“ programmiert worden war.


    Anstatt wie bei der regulären Abstimmung einen Verein aussuchen zu müssen und anschließend Namen, Vornamen, e-Mail-Adresse sowie einen Sicherheitskode per Hand einzutippen, genügte es bei der Wahlmaschine, lediglich diesen Kode einzugeben. Sämtliche anderen Daten wurden von dem Computerprogramm für einen fiktiven Wähler automatisch erzeugt. Auf diese Weise konnten beliebig viele Stimmen für den 1. FC Lok Leipzig abgegeben werden.

    Unsaubere Methoden „für ein sauberes Leipzig“?


    Diese Wahlmaschine, die ironischerweise den Namen „für ein sauberes Leipzig“ trägt und gegen 9:00 Uhr abgeschaltet wurde, stellt für den FC Bayern Hof eine unfaire Wettbewerbsverzerrung dar. Hofs Pressesprecher Götz Gemeinhardt ist dennoch guter Dinge, dass der womöglich irregulär erzeugte Vorsprung der Leipziger letzten Endes keinen Einfluss auf das Endergebnis haben wird. „Arcor hat selbst angekündigt, dass nach dem Ende der Abstimmung alle Stimmen auf ihre Richtigkeit überprüft werden“, so Gemeinhardt. Auch das Deutsche Sportfernsehen (DSF) und die Sport-Bild, die exklusiv über das Fußballspiel am 23. Mai berichten, hätten Interesse an einem sauberen Ergebnis.


    Eine Niederlage auf regulärem Weg könnte Gemeinhardt durchaus akzeptieren. „Wir sind keine schlechten Verlierer. Für eine Stadt von der Größe Hofs wäre es keine Schande, gegen eine Großstadt wie Leipzig knapp zu verlieren.“ Der FC Bayern Hof, der auf eine Bereinigung des Ergebnisses durch Aror hofft, ruft daher alle Anhänger dazu auf, weiterhin für den Verein zu stimmen. Mit fairen Mittel...

    Vor mehreren Monaten fragte sich mancher Schlachtenbummler, was Meuselwitz eigentlich ist. Denn die kleine, zwischen Altenburg und Zeitz liegende Kommune mit seinem 1973 verschlungenen Ortsteil Zipsendorf kannte keine Sau. Dort sollen die ehemaligen Meister und Pokalsieger des deutschen Ostens hin? Die Anhänger wollten wissen, was diese traditionslose Truppe von der Kreisklasse in die Amateuroberliga katapultiert hat. Und verfügt dieser Flecken überhaupt über eine entsprechend starke Vertretung und einen tauglichen Platz?


    Ein deutliches Ja. Bereits der Name des Trainers verspricht eine gewisse Qualität. Damian Halata war deutscher demokratischer Auswahlspieler und zweiter Bundesligatrainer. Er stellte aus mehreren Tschechoslowaken, ehemaligen Eisenbahnern und regionalen Talenten eine Elf zusammen, die bisher die Spitzenteams unserer Staffel auflaufen ließ. Sie trotzten unter anderem Carl Zeiss Jena und Plauen sowie den ehemaligen Europapokalteilnehmern FC Magdeburg, Sachsenring Zwickau und Chemie Leipzig einen Zähler ab. Auch Auerbach und Halberstadt konnten die Thüringer nicht schlagen. Sie haben in der laufenden Oberligasaison gerade drei Niederlagen kassiert! Außerdem, wenn Meuselwitz die fehlenden vier Veranstaltungen stemmen sollte, dann können sie unseren Sachsen die »goldene Ananas« noch streitig machen.


    Andererseits ist Hubert Wolf, der ehrenamtliche Präsident der Meuselwitzer, mit dem Klassenerhalt völlig zufrieden. Ohne den professionellen Unternehmer wäre die verrückte Geschichte von der Kreisklasse in die Oberliga nicht möglich gewesen. Er managt ansonsten eine Hardware und Software produzierende Aktiengesellschaft, die jährlich 50 Millionen Euro Umsatz macht. Manche Insider meinen auch, dass die Oberligatruppe eine besondere Abteilung von »bluechip« ist. Denn mehrere Spieler wurden mit einem Stellenangebot der Computerfirma in den äußersten Zipfel von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gelockt.


    Außerdem sorgte der omnipräsente Unternehmer dafür, dass die einheimische »Glaserkuppe« zu einer modernen und vielen Anforderungen erfüllenden Arena umgebaut wurde. Das kostete nicht nur einen ganzen Batzen Geld, sondern die Mitglieder seines kleinen Vereines mussten auch 904000 Euro an Eigenleistungen bringen. Sie hämmerten und pflanzten, schachteten Gräben und bauten Kassenhäuschen, schraubten Stühle und Werbetafeln an. Die restlichen Millionen für das Stadion stammten aus Fördermitteln und einem Kredit, der natürlich den Verein belastet. Aus diesem Grund freut sich Präsident Hubert Wolf bereits auf die Begegnung mit den Leutzschern, die sicherlich die Massen bewegen wird.


    Vielleicht gibt es kommenden Samstag einen neuen Besucherrekord. Die Auseinandersetzung mit dem souveränen Spitzenreiter Carl Zeiss Jena wollten sagenhafte 3478 Zuschauer sehen. Ein Härtetest für Stadion und Verein, der bestanden wurde. Jedenfalls waren die Polizei und die Sicherheitsleute des Thüringer Fußballverbandes zufrieden. Nur Meuselwitzens Präsident fand einen Mangel. So waren die Eintrittskarten alle, und eine große Menge Menschen musste warten und warten, ehe ersatzweise Essenmarken ausgegeben wurden. »Das passiert nicht wieder!« verspricht Hubert Wolf allen Leutzschern; doch dass Sachsen die Punkte mitnehmen darf, natürlich nicht.


    Lutz Walter

    Grottenkick ohne Ende gestern beim 1:0 Sieg gegen Erfurt Nord.Das hatte mirt Fußball nichts mehr zu tun.So spielt man im Urlaub und das ist die Mannschaft scheinbar schon.
    Am Mittwoch im Pokal gegen die 2.von Chemie mit so einer Leistung gibts ne Kante.

    Lok-Boss Kubald: Null Verständnis für Leutzscher



    Leipzig. Das von Sachsen-Fans torpedierte Lok-Vorhaben, Hertha BSC zum Benefizkick nach Leipzig zu holen, geht als weitere peinliche Heldenstadt-Nummer in die jüngere Geschichte ein. Wie berichtet, lag Lok beim Internet-Voting um ein Berliner Gastspiel am 23. Mai ("Holt Euch die Hertha") weit vorne, ehe sich Leutzscher Anhänger auf die Seite des Lok-Kontrahenten Bayern Hof schlugen und für einen Führungswechsel sorgten.


    "Ich habe für so etwas null Verständnis", ereifert sich Lok-Boss Steffen Kubald, geistiger Vater der Bewerbung. "Es geht doch hier nicht in erster Linie um uns, sondern um die Sportstadt Leipzig. Das Spiel wird live im DSF übertragen, Leipzig könnte im Hinblick auf Confed-Cup und WM auf sich aufmerksam machen." Zudem kommt ein Großteil der Einnahmen den Flutopfern in Südostasien zugute. "Was also soll das?", fragt Kubald in Richtung Feindesland. Beim FC Sachsen hatte man eine Teilnahme an der Balz um Hertha verpennt; neben Lok waren die längst ausgeschiedenen Paunsdorf Devils und die Leutzscher Zwerge ins Rennen gegangen.


    Frank Neumann, Macher der Fanpage des FC Sachsen, griff gestern mutig zu einer vertrauensbildenden Maßnahme. "Als Leipziger Lokalpatriot habe ich für Lok gestimmt." Die Abstimmung endet am 8. April, wer der Lok Dampf auf dem Weg ins Glück machen will,oder auch für Hof voten will kann das unter www.freundschaftsspiel.arcor.de tun.

    So Morgen Abend geht es gegen Erfurt Nord.Mal sehen wie Frank die Truppe in den :aerger: Ar... getreten hat.Wir werden sehen alles andere wie ein klarer Sieg wäre wohl eine Enttäuschung. :schal2:

    Sagen wir mal so jeder der 5000 Chemiker die in Hof gegen Pößneck beim entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Regio waren werden für Hof stimmen,denn es war ein absolut geiles Erlebniss und wir hatten mit den Hofern sehr gute Gastgeber.

    Wenn Frank jetzt durchzieht kann wohl die große Hälfte gehen
    laut LVZ:
    Sachsen blamieren sich bis auf die morschen Knochen



    Dessau. Sie tanzten nur ein Viertelstündchen, die Herren Profis, ließen sich dann - von Frühjahrsmüdigkeit oder Unlust übermannt -vorführen. Vom SV Dessau. Jenem Team der Namenlosen, das schon gar nicht mehr wusste, wie es ist, zu gewinnen, geschweige ein (vermeintliches) Topteam zu schlagen. Das Schärfste am Tag im sonnenüberfluteten Paul-Greifzu-Stadion: Dessaus 2:1-Sieg gegen Sachsen Leipzig war für alle Beteiligten nachvollziehbar - und verdient.


    Stefke (29.) und Hüller (73.) bogen die Partie nach Maximilian Watzkas 0:1 (2.) um. Bis zum gestrigen Sonntag hatte Coach Wolfgang Frank nix auf seine Schützlinge kommen lassen, für alles und jeden Verständnis, den Mantel des Schweigens über diverse Darbietungen gebreitet.


    Nach der Blamage wurden Mantel gegen Kettenhemd und und Samthandschuhe gegen Boxhandschuhe getauscht - Frank flippte förmlich aus, wurde zum HB-Männchen! "Einige Spieler wollten die Konfrontation, die kriegen sie jetzt! Das war heute null, für'n Arsch, vor allem die Leistungsträger haben gar nichts gebracht. Wir werden auf verschiedenen Positionen reagieren, uns nach Alternativen umschauen ..."


    Namentlich ging es zunächst nur Mathias Jack ans Leder. Dessen ungalantes Verhalten gegenüber Schiedsrichtern und Mitspielern sei untragbar, nicht mit dem Anspruch eines Leaders und Vorbildes zu vereinen. "Das habe ich mir lange genug angeschaut", ätzte Frank, der die routinierten Jack, Ronny Kujat, Frank Gerster und Pico Niestroj noch unter der Woche auf ihre besonderen Pflichten hingewiesen hatte. Die hatten wohl die Ohren auf Durchzug gestellt, dilettierten in Gänze. "Wer nicht kann oder nicht will, kann sofort gehen", legte Frank nach und bestieg mit einem megadicken Hals den Bus. Den durften auch die Versager besteigen, wo doch der Rückweg per pedes die angebrachtere Variante gewesen wäre.


    In aller gebotenen Kürze zum Spiel zwischen Abstiegskandidat und Anwärter auf die Vizemeisterschaft: Die rund 600 Leipziger unter den 886 Fans waren zunächst vom Part ihrer Lieblinge entzückt. Watzka (nach dreiwöchiger schöpferischer Pause wieder im Team) vollendete Daniel Ferls Superpass in die Tiefe zum 1:0, zweimal Jack und einmal Kujat hatten das 2:0 und 3:0 auf Kopf und Fuß. Dessaus überragender Keeper Spielau zum Kräfteverhältnis der Anfangsphase: "Wenn wir da 0:3 hinten liegen, können wir uns nicht beschweren." Nach dem beschwingten Viertelstündchen stellten die Leutzscher ihre Bemühungen ein, kassierten folgerichtig das 1:1 (Wejsfelt pennte) und 1:2 (Jack sah alt aus). Klar ist: Diese Pleite wird Konsequenzen haben.


    Guido Schäfer

    Fanforum in der Sachsenstube in Leutzsch
    am Donnerstag, den 17.03.2005 - ab 19:00 Uhr mit Sachsen Präsident R.Heller
    Na dann fragen wir mal was es neues gibt und wie es weiter geht nächste Saison. :schal2:

    Vorbericht Chemie Dresden Laubegast


    Die Leutzscher werden sich sicherlich an das Hinspiel im September im idyllischen Stadtteil Laubegast erinnern - an die vollen Versorgungspavillons und den witzigen Diskotheker als Stadionsprecher, der alles aus seiner kleinen Anlage heraus holte, sowie an einen markantigen Stürmer namens Paeslack, der das gegnerische Gehäuse auch aus nächster Nähe verfehlte. Trotzdem hat »Chemie« die Begegnung standesgemäß mit 3:1 Toren gewonnen und danach den Tabellenkeller in Richtung oberes Tabellendrittel verlassen, wohin die westlichen Sachsen klar gehören. Dagegen haben die Männer aus dem Dresdner Osten einzig den Klassenerhalt auf ihre Fahne geschrieben. Immerhin sollen im Sommer fünf Vertretungen die attraktive Amateuroberliga verlassen, und »Laubi« will natürlich nicht dazu gehören, auch, weil der familiäre Verein bald seinem hundertsten Geburtstag feiert.


    Vor wenigen Jahren wurde der frühere Ostsachsenmeister von der Bezirksliga in die Oberliga katapultiert. Die rasante Entwicklung konnten die Dresdner in der neuen Spielklasse am Anfang auch fortsetzen und mehrere Favoriten schlagen, bis schließlich die Hochwasserkatastrophe alle Träume fort spülte. Das Vereinsgelände an der Steirischen Straße, wo durchschnittlich 1000 Zuschauer hin kamen, stand unter Wasser, was unter anderem das Training stark beeinflusste. Obendrein mussten die Heimspiele in anderen Stadtteilen und Stadien ausgetragen werden. Das kostete dem Verein nicht nur seine unmittelbare Nähe zu den eigenen Fans, sondern der damaligen Truppe um die ehemaligen Bundesligaspieler Maucksch und Flügel auch einen vorderen Mittelfeldplatz. Die Dresdner kamen in den letzten beiden Oberligajahren auf Tabellenplatz 12 beziehungsweise Tabellenplatz 11 ein.


    Die selben Positionen könnten in dieser Saison den Klassenerhalt bedeuten und sollten von der mittlerweile stark veränderte Truppe auch machbar sein. Zu den bekanntesten Akteuren gehören jetzt Weidner, Bernhardt und Glaubitz, die bereits in der Regionalliga aktiv waren. Auch Ehrlich, Eißrich und Heiße, der wieder von Dynamo Dresden zurückgekommen ist, haben sich Respekt verschaffen können. Sie sollen die vielen talentierten Burschen wie Kunisch, Johne und Scannewin führen, die meistens aus der »dynamischen« Sportschule stammen und Spielpraxis in der Oberliga sammeln.


    Doch »Laubi« hat wegen dem wirren Winterwetter in der Rückrunde erst drei Begegnungen gegen Vogtland Plauen, Oberlausitz Neugersdorf und Kernberge Jena absolviert und gegen diese Vertretungen »nur« einen Zähler geholt. Auch andere spitze Truppen wie Halle, Magdeburg und Meuselwitz konnten von den blaugelben Männern, die wieder mal Trainer Bernd Fröhlich trainiert, in dieser Saison noch nicht bezwungen werden. Egal. Denn die Auseinandersetzungen mit den unmittelbaren Konkurrenten im Klassenkampf stehen noch bevor. Bereits ein überraschendes Remis am Samstag im neuen Zentralstadion würde den derzeit auf einem Abstiegsplatz stehenden Dresdnern viel Selbstvertrauen für diese viel wichtigeren Spiele geben.


    Lutz Walter