mavi-beyaz schrieb:
mir ist aufgefallen das hauptsächlich von denen, die du ( zeiss & co) deutsche nennst gejammert und geklagt wird. die , die du türken nennst, haben zu einem großen teil nur spielberichte veröffentlicht bzw. spielerisches diskutiert. Wer kann denn jetzt austeilen und nicht einstecken ? (manche gedankenstränge hier mal zu ende gedacht)
Vielleicht handelt es sich hierbei um typisches Täter/Opfer-Verhalten...
mal ganz vorsichtig den Gedanken weitergedacht...
Ergibt sich eine gewisse Logik, daß derjenige der die Fresse vollkriegt
eher am "jammern & klagen" ist, als der Täter.
Daß die "Türken" nur Spielberichte veröffentlichen kommt mir sehr bekannt vor.
Ich erwähnte doch die Ausschreitungen von Türkgücü SHA.
In der "Hohenloher Zeitung" stand der Spielbericht des gastgebenden
Vereins, einschliesslich der schweren Ausschreitungen.
Im "Haller Tagblatt" schickten die Verantwortlichen von Türkgücü
ihren Spielbericht ein, wo auf die Vorkommnisse (immerhin mußte
Polizei & DRK anrücken und der Schiri schreibt ja auch einen Bericht)
mit NICHT EINEM WORT eingegangen wurde.
Und als es dann publik wurde kamen die üblichen Schlagworte von
den türk. "Sportsfreunden": wir wurden provoziert, ausländerfeindlich,
halt das übliche...
Nur daß nach Anhörung aller Beteiligten der Fußballverband eindeutig die
Schuldfrage zuwies..
Und etwas für die "Verteidiger der türk. Fußballkultur" zum Nachdenken:
Gaudino: Weil sich Demirel von den gegnerischen Fans hat provozieren lassen. Er spielt in der Champions League und in der Türkei gegen Galatasaray und Besiktas - wenn er da solche Gesten macht, gibt es wahrscheinlich Mord und Totschlag. "
Macht es klick ???
Wenn der "Türke" an sich so völlig normal beim Fußball tickt bzw.
laut Schalke-Marc ja sogar der bessere Mensch an sich ist...warum
gäbe es dann in der Türkei wegen irgendeiner "GESTE" ...
MORD & TOTSCHLAG ?
(Ich habe oft schon auf TRT die Spielberichte aus der 1.+2. türk. Liga gesehen,
anfangs gestaunt über das Armee (Militärpolizei ?)-Aufgebot
selbst bei schlecht besuchten Zweitligaspielen, bis ich sah warum...)
NOFB schrieb:
Nein, aber wo kommen denn die Probleme her? Das liegt doch vorallem an den sozialen Problemen und der Ausgrenzung der türkischen Jugend wegen ihrer Hautfarbe.
Mmmh...welche Probleme ? Ich denke wir sind zur Einigung gekommen,
daß es keinerlei Probleme gibt und es nur die bösen "Deutschen" sind,
welche hier ein Problem erkennen ? (incl. allen Rassisten welche als
Schiri und in den Fußballverbänden tätig sind und den faschistoiden
deutschen Zuschauern...)
Ausgrenzung der türk. Jugend wg. Hautfarbe ???
(es gibt wahrlich genug denen Du es garnicht ansiehst!!!)
Warum gibt es dann diese Problemfelder NICHT mit den zahlreich in
D lebenden Griechen ? (und bei uns ist ein Zentrum der griech. Auswanderer)
Läuft doch alles in die immer gleiche Richtung: der Deutsche per se
MUSS der Schuldige sein...
und an Marc04:
Ich persönlich fühle mich in Städten mit hohem Ausländeranteil wie in Berlin wesentlich wohler,
Klasse Aussage, kenne ich sehr gut !!!
Erzähle ich Dir drei kleine Stories aus meinem Lebensfundus:
(ist jetzt völlig OFF TOPIC, wen es nich interessiert BITTE nich lesen &
nich nachher meckern):
Eine Bekannte zählt zur umgangssprachlichen Kategorie
"Gutmensch". Mit ihr hatte ich jede Diskussion zum Thema
Politik eingestellt, weil unsere Ansichten derart extrem
auseinanderlagen, daß es sinnvoller war, dieses Thema zu
meiden, um die Freundschaft/Bekanntschaft nicht aufs Spiel
zu setzen. Eine zum Thema wesentliche Aussage war:
"Ich möchte gern in Mannheim leben, dort gibt es viele
ausländische Mitbürger, dort ist alles viel multikultureller
und schöner" ...etwa dieser Stil.
Dann kam der Tag, an dem ihr Sohn vom Gymnasium zurückgestuft
wurde. Zurück an die Realschule mit einem bei uns üblichen
hohen Anteil von Schülern, welche nicht aus deutschen Familien
stammen.
(in der Klasse meiner Cousine waren von 25 Schülern ganze
2 (!) "deutsche" Kinder, wobei das natürlich auch nicht unbedingt
aussagekräftig ist, gibt es doch Kinder aus bspw. "polnischen",
"russischen" oder "ungarischen" Familien, die besser deutsch
sprechen als die "Eingeborenen"))
Na kurz und gut, nie vergesse ich diesen Tag. Es klingelt an
der Tür und die Bekannte steht völlig aufgelöst vor uns:
"Stellt euch vor, mein Tobi soll in eine Klasse mit den ganzen
Ausländern...dem seine ganze Zukunft ist doch im Arsch...der
lernt doch dort nichts, höchstens Dummheiten...ist das nicht
furchtbar usw.usf..."
Ebenso eine "Mein Freund ist Ausländer-Öko-Alternativ-Tante",
welche Parteimitglied bei den Grünen ist.
Deren Entsetzensschreie alle Beteiligten live erleben durften,
als es um die Zuordnung der Kindergartenabgänger in die
jeweiligen Schulen/Schulklassen ging. Man hatte für ihren
Sohn eine Schule im Wohngebiet Taläcker vorgesehen, wobei
bei gut 20 Schülern ganze 5 "Deutsche" waren, der Rest
"Russen"...
Da war es mit ihrer Contenance völlig vorbei. Jede ihrer
Äusserungen hätte den Strafbestand der Volksverhetzung erfüllt...
Als ich Anfang der Neunziger in Norddeutschland war, hatten
wir eine Zeit mit einem sehr hohen Ansturm von Asylbewerbern.
Überall waren die Unterkünfte knapp, Notlösungen mussten her usw.
Die "Hamburger Morgenpost" nutzte das Thema populistisch aus und
machte folgendes:
In einem vornehmen Hamburger Wohnviertel baute man einen
Wohncontainer auf. Natürlich fragten die Passanten, was
dies werden sollte. "Eine Notunterkunft für Asylanten" war
die Antwort.
Die Reaktionen waren dementsprechend, Beleidigungen, Drohungen
verbal wurden die schärfsten Geschütze aufgefahren...
Tenor: "Bei uns kommt SOWAS nicht hin !!!"
Die gleiche Erfahrung selbst gemacht.
In Öhringen stand ein 6-Familienhaus im "besseren" Wohnviertel
frei und gehörte der Stadt. Es war angedacht hier Asylbewerber
unterzubringen. Ich wohnte ca. 100-200m entfernt zur Miete und
war nicht begeistert... Nach kurzem Nachdenken war mir aber
klar, das wird nix...und so war es auch :
Die besseren Bürger (Apotheker, Arzt, Studienrat a.D., Inhaber
eines Geschäfts, Lehrer etc.) drohten dem Stadtrat derart
massiv, daß dieser von dieser Idee schnell wieder abliess.
Jetzt steht das Asylantenheim genau dort, wo es hingehört:
Dort, wo die sozial Schwächeren wohnen (Hochhäuser) und wo
sich schon das Obdachlosenheim und die Müll-Containersammelanlage
befindet.
(Bitte nimm es so, wie ich es meine : mit bitterem Sarkasmus)
Die, die uns (nun ja, mir nicht unbedingt) die Probleme
fehlender Integration und Bildung zumuten, haben mit dieser Problematik
ichts zu tun und haben auch nicht vor, damit in Berührung zu kommen...
Und damit alle schön still halten, packt man bei Diskussionen
gern mal die Rassismus-Nazi-Keule aus...