Beiträge von theo

    Meine Meinung:


    MD mit ordentlicher Leistung auf sehr seifigem Grund, daher auch die vielen langen Bälle. Trotzdem wurde es immer nach kurzen Pässen gefährlich, da haben sie schon ordentlich Potenzial. Halle zu Beginn präsent, dann aber zu ängstlich. Dass sie wesentlich mehr drauf haben zeigten sie erst nach dem 0:2.


    Stimmung fand ich auch eher enttäuschend, gerade die erste Halbzeit war bei MD recht wenig los. Halle deutlich aktiver, doch nach dem Besuch der Bullen und dem Doppelschlag (fiel ja alles fast zusammen) wars dann vorbei.


    Schieri weitgehend fehlerlos, vielleicht etwas theatralisch. Der Abbruch kurz vor Schluß war konsequent und hat vielleicht bei vielen mal einen heilsamen Schock bewirkt. Was ja durch die Ermahnung des Präsis im Stadionheft und das hochgehaltene Banner der Spieler vor dem Spiel nicht erreicht werden konnte.


    Zu den Pyros: Problematisch und gefährlich wird es (auch seitens der Staatsmacht) erst dann, wenn man wie gestern die Dinger mit Schwung in den Innenraum befördert. Sollte man vielleicht auch mal bedenken, bevor man wieder irgendwelche Tiraden loslässt.


    Die kurze Boxeinlage hätte bestimmt verhindert werden können, wenn ein paar Grüne im Pufferblock gestanden hätten. Die Strategie von gestern nennt man dann Deeskalation, hat aber meistens das Gegenteil zur Folge. Was da bei sport1 steht ist natürlich unfassbarer Schwachsinn.


    Zum Werfer des Feuerzeugs (wenn er es denn war): eine ähnliche Reaktion hätte ich mir von den umstehenden MD-Fans auch gegenüber dem Typen gewünscht, der Ende Halbzeit eins die Hasseröder-Pulle aufs Feld warf. Da wars aber komischerweise ruhig. Welche Einsicht zwei Törchen und die Aussicht auf drei Punkte doch so hervorrufen können... 8O

    Habe das heute auch zum ersten Mal gelesen. Was für ein unfassbarer Schwachsinn und Pervertierung persönlicher Eitelkeiten. Das nächste Unterhaching, Burghausen, LR Ahlen des Profi-Fußballs entsteht. Wenn ihm die Region so am Herzen liegt, dann soll er doch weiter in die Jugend investieren. Aber nein, der will als Rentner dann noch mal richtig in die Öffentlichkeit da von dieser bisher kaum bekannt oder beachtet.


    Hier werden dann unter dem Schutzschild der Milliarden dieses erfolgssüchtigen Sportfans alle gescheiterten Trainer, Manager und Spieler der Vergangenheit versuchen, diesem mit hochdotierten Verträgen noch mal ordentlich was aus den Rippen zu schneiden. Das wird ein Spaß.

    Es gibt in dieser Region eine fast beispiellose Ansammlung von äußerst zuschauerträchtigen Vereinen mit toller Vergangenheit, die derzeit nicht gerade ihre besten Tage erleben: z.B. Karlsruher SC, Kaiserslautern, Darmstadt 98, Eintracht Frankfurt. Nach Saarbrücken und Offenbach ist es auch nicht gerade weit. Die werden sich alle freuen. Viel Spaß schon mal beim Erwerb von Fans, aber der Mensch ist ja schließlich käuflich.


    Ich glaube aber trotzdem, dass solche Pläne, die auf rein persönlichen Emotionen und Bestrebungen basieren zumindest langfristig zum Scheitern verurteilt sind. Was passiert, wenn Hopp keine Lust mehr hat, auswandert oder senil wird? Wem ist dann noch daran gelegen, dieses Projekt konsequent fortzuführen? Das klappt meines Erachtens bei Retorten-Vereinen nur, wenn ein ganzer Konzern und eine ganze Strategie dahinter steckt (siehe Wolfsburg und Leverkusen).

    Kann mich noch gut an 1998 erinnern, als ich dämlicher Fußball-Proll dem hochintellektuellen Anspruch der Eröffnungsveranstaltung nicht mehr folgen konnte. :irre:Aber nach dem fünften Schultheiß war es doch noch sehr amüsant!

    Na ja, Jacksack, ich glaube, dass gestern kaum jemand mehr als die 8-11 € für nen Platz bezahlt hat, die im Vorverkauf für Dauerkartenbesitzer angeboten worden sind. Da muß man natürlich 1. von wissen und 2. Leute mit ner Dauerkarte kennen und 3. sich zu ner Vorverkaufsstelle bemühen. Da die Dauerkartenbesitzer dabei nicht notiert werden kann man sich beliebig viele von den Dingern sichern. Ist heutzutage nunmal so, dass einzelne Tagestickets deutlich teurer sind.


    Und ich weiß nicht, 11 € für einen Sitzplatz, Unterring, Mitte, überdacht, Europa-Pokal sind eigentlich meiner bescheidenen Meinung nach nicht zu teuer. Kann mir nicht vorstellen, dass du im westeuropäischen Ausland günstiger zu so einem Spiel kommst!


    Aber du hast ja noch (mindestens) einen Versuch gegen Bukarest frei :ja:


    Doch nun weiter im Thema.

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    Wer in Berlin Emotionen pur erleben will, und diese im meist halb leeren Olympiastadion bei Hertha nicht finden kann,...


    Lukas, Kap. 11, Vers 9: "...suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan." =)



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    ...der muss zu Union gehen. (Oder zu den Eisbären.)


    Wenn es eine (mittlerweile!) absolut seelenlose Söldner-Sportart gibt, dann doch wohl Eishockey. Wer läßt sich denn da noch zu Emotionen hinreissen???



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    Dort vereinen sich Hingabe und Witz zu einem Wort mit vier Buchstaben, das mit K beginnt und mit "ult" endet.


    Und wieder das überstrapazierte "K"-Wort... Hier ist immer Vorsicht geboten. K-Vereine sind meistens der Mehrheit der potenziellen Zuschauer- und Sponsorenzielgruppe nicht vermittelbar und bleiben auf ewig in der Klischee-Ecke kleben und weit hinter ihrem eigenen Anspruch zurück.



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    Der vierte Blick geht aber am Geldbeutel und der Tabelle vorbei – mitten ins Herz.


    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein profitmaximierender Weltkonzern wie Nike sich aus sentimentalen Gründen hat dazu hinreissen lassen, wieder bei Union zu investieren. Hier stecken wie stets knallharte wirtschaftliche Interessen dahinter, die für entsprechenden Druck sorgen werden. Und dass Zingler schon wieder irgendwelche Jahres-Zahlen für geplante Aufstiege genannt haben soll erhöht diesen nun völlig unnötigerweise noch zusätzlich.

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    Original von ping-pong-alex
    Wenn man keine Zahlungsschwierigkeiten hat, gibt es keinen Grund, um die Verringerung der Pacht zu betteln und aus der Betreibergesellschaft entlassen zu werden.


    Doch gibts schon. Erstens haben sich seit Vertragsschluß die Umstände (Walter-Bau!) eklatant verändert und zweitens sitzt man nunmal in einem Boot und profitiert voneinander. Da kann man Verträge schon mal anpassen, bevor es richtig brenzlig wird.



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    Original von ping-pong-alex
    Wenn man Zahlungsschwierigkeiten hat, gehören die Zahlen und die Gründe auf den Tisch und dann kann meinetwegen diskutiert werden, ob eine staatliche Unterstützung ok ist, wenn sie nicht zu lasten anderer Vereine geht.


    Nun ja, die Gründe sind in der internen Finanzplanung zu suchen, doch ich weiß nicht, ob sich die Mitglieder des Senats für die Kirch-Krise oder verpasste CL-Qualifikationen interessieren... Aber zu Lasten welcher Vereine sollte die denn gehen? Ich habe im Moment keine Infos darüber, dass dieses Geld zweckgebunden verwendet wird. Und: Hertha sorgt andererseits immer noch für reichlich Steuer- und Mieteinnahmen, bestimmt für mehr, als alle anderen Vereine in Berlin zusammen leisten. Das Beispiel von Böger mit der Kuh, der Milch und dem Schlachten trifft die ganze Sache wohl am Besten!



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    Original von ping-pong-alex
    Oder war Hertha nur Mitglied der Betreibergesellschaft, um z.B. die blaue Tartanbahn durchsetzen zu können ?


    Sehr vieles spricht genau dafür! :rofl:



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    Original von ping-pong-alex
    Was ich aber ablehne, ist eine lex Hertha wie früher mit der Plumpe


    Du kannst sicher sein, dass die Mitglieder bei der MV sehr kritische Fragen stellen werden und dass die Mehrheit der Herthaner keine Sonderbehandlung haben möchte. Nur wird der Senat den Teufel tun und das (leider!) einzig verbliebene fußballerische Aushängeschild Berlins über die Klinge springen lassen!

    Kurze Antwort: Wer 35 Mio Euro Schulden, davon 18 Mio kurzfristig hat braucht dringend Geld!


    Die ganze Diskussion der letzten Tage hat eigentlich nicht viel neues gebracht, nur ist es schon verwunderlich, dass die Verantwortlichen die Dinge nicht offensiv an die Öffentlichkeit kommunizieren bzw. in dieser Angelegenheit mit einer Stimme sprechen können. Hier braucht wohl jemand einen (besseren) PR-Berater.


    Das solche seltsamen Verträge überhaupt eingegangen worden sind ist wohl überbordender Euphorie (darunter leiden wir doch alle mal :rofl:) zuzuschreiben. WM-Finale, Champions-League, Robbie Williams dreimal pro Jahr, blaue Laufbahn, Leichtathletik-WM, Papst, Turnfest.... keene Ahnung was da noch alles erzählt worden ist. Und da wollte sich Hertha nunmal gewisse Mitsprache(Einnahme-)rechte sichern!


    Wenn man versucht, die Situation realistisch zu betrachten ist Hertha auf einem ordenlichen Weg. Viel wurde in Infrastruktur und Nachwuchs investiert, die Belohnung sind junge, günstige Spieler im Team, die mit Philosophie und Spielsystem von Hertha aufgewachsen sind und sich sehr gut einbauen lassen. Trotzdem hängt natürlich alles vom Erfolg der nächsten Zeit ab, aber bei welchem Verein ist das nicht der Fall? So bleibts doch wenigstens spannend!

    Fritzi, ganz locker bleiben und meinen Beitrag doch nochmal lesen. Dann merkst du vielleicht, dass ich den Blockangriff überhaupt nicht RECHTFERTIGE, sondern mit der überaus laschen Einstellung eurer Security und den nicht vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen ERKLÄRE. Ich fand die Aktion alles andere als gut! Nur: Erstens gibt es nunmal Gewaltpotenzial beim Fußball und ausserdem muss man LEIDER gerade bei euch mit deren Auftritt rechnen, da die Ordner und Bullen in Babelsberg es zum wiederholten Male einfach nicht auf die Reihe kriegen, so etwas nach einem Spiel zu verhindern. Jeder hat doch gesehen, was da auf der Tribüne am Start war und die ganze Situation war eine einzige Einladung für den Mob, nach Spielschluss zuzuschlagen! Und die Ereignisse vom BFC-Spiel letzten Jahres sollten doch eigentlich auf Security-Seite auch noch jedem gegenwärtig sein, oder?


    Nochmal: Ich habe nichts rechtfertigt, sondern lediglich objektiv beschrieben, wie es zu den Vorfällen kam und was aus meiner Sicht die Ursache dafür ist!

    Zitat

    Original K-Linho 5491
    3. Respekt vor den Fans von 03. Von den 50-100 03-Hools, die dort im Block C standen, könnte sich so mancher Union-Fan, der glaubt nur durch sein Dasein für Unterstützung zu sorgen, die eine oder andere Scheibe abschneiden. Die haben nämlich die kompletten 90 Minuten (+ Nachspielzeit) für Support-Non Stop gesorgt. Eigentlich, hatte ich gedachte das wir das durch diese Gruppenkuschel-Atmossphäre auch hinkriegen aber das taten bei Union mal wieder nur die Jungs von Wuhlesyndikat


    Eben wegen dieser "Kuschelatmosphäre" kam keine richtige Stimmung auf. Wie denn auch, wenn man während des Spiels mehr damit zu tun hat, den Boden unter seinen Füßen zu suchen! Über zweihundert Leute konnten von oben wieder gar nichts sehen und als dann 10 Minuten nach Anpfiff klar wurde, dass der Pufferblock zubleibt sind die von oben heftigst runtergestossen, was zu diversen kritischen Szenen am Zaun geführt hat Frauen + Kinderlein). Was den Veranstalter da geritten hat, die Gerade für die Unioner nicht teilweise zu öffnen! Lächerlich das Argument, 03 will auf seinen angestammten Block nicht verzichten. Ist schon mehr als dreist für mehr als die Hälfte der Zuschauer grade mal ein Drittel des Stadions zur Verfügung zu stellen!



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    Original von Fritzi
    Zum drumherum: ich werde mich davor hüten, alle Unioner über einen Kamm zu scheren, ich weiß auch nicht, ob diese Typen öfter bei Euch sind - eine Distanzierung erwarte ich aber eigentlich schon, schließlich kamen diese Asozialen aus eurer Ecke.


    Worüber regst du dich auf? In Babelsberg ist seit jeher alles erlaubt, ohne dass sich von den Potsdamer Ordnern oder den Bullen jemand darum schert (Pyro, und Platzsturm inkl.) Ist doch schon vorher völlig klar, dass dann der Mob von diesem reizvollen Angebot Gebrauch machen wird und euch besuchen kommt. Zudem machten von 03 20-30 Leute ständig Faxen an der Pufferzone. Glaubst du, dass dann nicht irgendwann mal die Retourkutsche kommt?



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    Original von py
    Übrigens warn es in Babelsberg danach die Unioner, die sich wohl ihrer Schlagkraft etwas zu sic her waren.


    Nach dem Spiel wurden auf der Karl-Liebknecht-Straße mehrere ältere Unioner von Babelsberger Polit-Clowns umgeboxt. Herzlichen Glückwunsch nochmal zu dieser grandiosen Aktion!

    @ Eric: Das ist doch wohl nicht dein Ernst, oder? Die Diskussion hier im Forum hat bis auf ganz wenige (2-3 Statements) Ausnahmen nichts von "türkenfeindlicher Hetze", die du hier anbringst. Sie konzentriert sich allein auf die skandalösen Vorfälle der letzten Jahre, wenn die Türkei mal ein wichtiges Spiel austrägt und deren nachträgliche, absolut lächerliche Rechfertigungsversuche für ihr Fehlverhalten.


    Genau hier ist wieder das Hauptproblem, wenn sich jemand traut dieses Fehlverhalten öffentlich zu machen bekommt man von bestimmter Seite sofort das K.O.-Argument "Fremdenfeindlichkeit" an den Kopf geworfen. Dies führt genau dazu, dass alle (auch hier lokal beim BFV) den Mantel des Schweigens darüber decken und sich die Situation immer weiter hochschaukelt.


    Und vergleiche mit etwaigen Ereignissen bei "Ost-Derbys" hinken total, weil dabei erstens die ganze Geschichte drumherum (Anreise, Presse...)nicht passiert und die Gewalt zu überwiegendem Teil zwischen dazu bereiten Personen (inkl. Bullen!) stattfindet!


    Ich bin über das Ergebnis sehr froh. Über den Kommerz-Trubel bei der WM kann jeder denken wie er will, aber es wird vor allem in Berlin jeden Tag eine geile Party geben. Sind alle wichtigen Nationen dabei und genug andere, die für Stimmung sorgen werden (Australien!) Jeder, der 2002 in Berlin bei ner WM-Party war hat gesehen, wann und mit wem es Streß gegeben hat. Soviel nur zum Thema Stimmung.

    @ KARLi: Ich habe aber ausdrücklich vom Image gesprochen, und nicht von der Realität. In dieser Hinsicht ist es bei Hertha eben deutlich anders als Ende 70er / Anfang 80er oder auch Mitte 90er, was natürlich auch mit dieser erwähnten Mischung zu tun hat. Aber auch in der Fanszene selbst hat sich vieles verändert, mittlerweile würde ich bei solchen Vorkommnissen eher von Ausnahmen als von der Regel sprechen. Das war früher ganz anders...

    Ja, die Zuschauerzahlen sind schon ein sehr interessantes, aber auch leidiges Thema. Allgemein gesagt hat die Höhe der Zuschauerzahl in keiner Weise etwas mit der Einwohnerzahl der jeweiligen Stadt zu tun. Dies würde ja voraussetzen, dass die Einwohner der Stadt ein absolut homogenes Bild im Hinblick auf Sozialisation, Interessen und Meinungen abliefern.


    In einer Kleinstadt ist dies schon eher anzunehmen (pauschal gesagt: wer in Kaiserslautern ist wohl nicht FCK-Fan?). Doch gerade in Berlin, um mal das Beispiel „Berlin und blamabler Zuschauerschnitt“ aufzugreifen, ist dies aber überhaupt nicht der Fall. Es gibt wohl keine Stadt in Deutschland, die insgesamt betrachtet eine so heterogene Bevölkerungsstruktur aufweist, was sich meiner Meinung nach auch direkt negativ auf die Zuschauerzahl auswirkt. Hier mal ein paar Gründe, die den subjektiv als schwach empfundenen Zuschauerschnitt von Hertha erklären können (vieles davon gilt übrigens auch für Union!):


    1. Berlin war über Jahrzehnte geteilt. Dies hat zur Folge, dass ein Teil der Bevölkerung nicht mit dem im „anderen Teil der Stadt“ spielenden Verein direkt aufgewachsen ist (was ich für sehr wichtig halte), oder nach der Wende von der steigenden „Vereinigungs- und Ost-West-Problematik“ in seinem Urteil über den anderen Verein negativ beeinflusst wurde.


    2. Sehr hoher Anteil an Zugezogenen in der deutschen Bevölkerung. In ganz Berlin findet sich ein hoher Anteil, der aus beruflichen Gründen oder zum Studium hierher gezogen ist. Diese Leute nehmen natürlich ihre Vereine von zu Hause mit und brauchen Jahre, um mal mit den hier spielenden Vereinen warm zu werden - wenn überhaupt.


    3. Was außerhalb immer unterschätzt wird: In Berlin regiert der Kiez! Jeder ist zunächst mal Marzahner, Rahnsdorfer, Lankwitzer oder Kladower und vielleicht irgendwann auch mal Berliner. Der seit Jahrzehnten (gewollte oder nicht gewollte) Anspruch von Hertha, ganz Berlin zu repräsentieren wurde durchweg immer äußerst kritisch gesehen. Und bei den ersten Anzeichen von Schwäche wurde dann Hohn und Spott über Hertha ausgeschüttet und der Verein fallengelassen, wie eine heiße Kartoffel.


    4. sehr hoher Migrantenanteil: Gilt quasi das gleiche wie für die aus Deutschland zugezogenen. Aber: Selbst die vielen hier geborenen rennen nur alle paar Jahre mal ins Stadion, wenn ein Verein aus ihrem Herkunftsland hier zu Gast ist, um den dann leidenschaftlich zu supporten. Das verstehe wer will, aber nun gut...


    5. Hertha hat (leider) immer noch das Negativ-Image der rechtslastigen Fans. Somit ist Hertha für den in Berlin sehr großen Anteil an politisch linksorientierten (siehe Wahlergebnisse) quasi verbotene Zone.


    Natürlich können immer mal ein paar Personen aus diesen verschieden Gruppen bei Hertha anzutreffen sein, jedoch entweder nur für ganz wenige Spiele im Jahr, oder eben als typische Erfolgs-Fans, die bei schlechtem Wetter, als schwach empfundenen Gegnern oder Misserfolg der Mannschaft dann zu Hause bleiben.


    Diese Voraussetzungen sollte jeder, der die Zuschauerzahlen in Berlin als blamabel bezeichnet mal mit denen bei sich in seiner Stadt vergleichen. Da kann man dann für Berlin von einem völlig anderen Zuschauerpotenzial ausgehen, als die genannten 4 Millionen!

    @ Iwan: Guter Bericht, ist alles gesagt worden. Nach den 32 Torschüssen und 10 Großchancen der Mainzer letzten Samstag ein defensiv vollkommen sorgloser Abend für uns. Seit ewig keine so einseitige Partie mehr gesehen.


    Erwähnenswert auf jeden Fall die Zahl der Gladbacher (ca. 1.700 im GANZEN Stadion) für ein Mittwoch-Abend-Spiel. Aber Berlin ist schon ein nettes Pflaster für Studis. :wink:

    Nun ja...


    Das ganze ist schon so lange her, da dürfte eine genaue Klärung der Vorfälle sehr schwer werden. Es gibt wohl auch kaum mehr lebende Augenzeugen und auch auf die dürfte kein Verlass sein (was man im Stadion so sieht hat oft nichts mit der Realität zu tun).


    Für Hertha günstig ausgelegt: Die hier angeführten Berichte können auch durch frustrierte 60er Fans oder 60er freundliche Journalisten so weitergetragen worden sein. Es gibt irgendwo sicher auch alternative Stimmen zu finden. Oder: Der Schiedsrichter überstimmte den "überforderten" Linienrichter in beiden Situationen, da es offensichtlich kein Abseits war oder der Ball vom Gegner kam. Was auch immer.


    Von daher gleich von Skandal zu sprechen? Wenn man sich die alten Filmaufnahmen mal anschauen könnte...


    Zitat

    Original von Per-Oehr
    Einen Film vom Spiel muß es offensichtlich geben, siehe:http://www.freitag.de/1999/40/99402002.htm


    Absolut niveauloser Beitrag, der mich als Hertha-Anhänger mal wieder als aktiven Neo-Nazi brüskiert. Bin durch solch einen Gossenjournalismus schon zu häufig unötig in Erklärungszwang geraten. Zum Gackern allerdings die Zeile mit der Ausrufung der Sperrstunde für die Berliner Eckkneipe. Der Typ ist mit Sicherheit Ur-Berliner :rofl:

    Zitat

    Original von BRB-Jörg
    ...als Traditionsverein neben z.B. Gladbach, Nürnberg, Köln, Schalke, Bayern oder Frankfurt


    Genau die sind aber noch NIE mit dem Wort "Traditionsverein" bedacht worden! Daher meine schon geäußerte Vermutung: Traditionsverein = Erfolg in der Vergangenheit + Mißerfolg in der Gegenwart.

    Traditionsverein im allgemeinen Sprachgebrauch hat sehr wohl etwas mit Erfolgen und nicht nur mit Alter zu tun, sonst könnten sich wohl 90% aller Vereine dieses Prädikats rühmen.


    Wenn man der allgemeinen Verwendung des Begriffs "Traditionsverein" in den Medien folgt bezieht sich dies in erster Linie auf Vereine, die in der Vergangenheit große Erfolge feierten, in der Gegenwart aber chronischen Mißerfolg (in der Relation zur Vergangenheit) aufweisen. Klassische Beispiele: 1. FC Nürnberg, 1860 München, Eintracht Braunschweig. Alle mal Meister, doch zwischenzeitlich bis in die Regional-/Oberliga durchgereicht.


    Interessanterweise wird die Bezeichnung nicht oder sehr selten für Ostvereine verwendet. Womöglich wegen der teilweise brüchigen Historie oder des Nichtanerkennens oder der Unkenntnis ihrer Erfolge zu Ostzeiten.