Beiträge von delgado

    Da gerade der Finaltag der Amateure läuft, kam mir die Idee, das Pokalfinale von Brandenburg in Berlin abzuhalten. Das hätte einige Vorteile:


    - Kein Heimvorteil mehr für den Ausrichter. Infrage kommen ja vor allem Babelsberg, Cottbus, Luckenwalde, Fürstenwalde oder Rathenow, da ist eine Endspielteilnahme des Gastgebers wahrscheinlich, und ein unwillkommener sportlicher Vorteil.

    - Berlin ist geographisch und verkehrsinfrastrukturell das Zentrum Brandenburgs, daher sind mehr Zuschauer zu erwarten. Ideal wäre hier das Poststadion, fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt.

    - Außer Babelsberg, liegt keines der größeren und modernen Brandenburger Stadien zentral. Das gilt auch für alternative unmoderne Stadien (Frankfurt, Brandenburg/Havel, Eisenhüttenstadt). Im Norden bietet sich gar kein Stadion an, daher kann man bei alternierenden Standorten nie das gesamte Land abdecken.

    - Eventuell wäre sogar eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Berliner Pokalfinale möglich. Das würde Kosten sparen, und wiederum mehr Aufmerksamkeit bringen. Entweder beide Spiele in einem Stadion, eines mittags und eines abends. Oder beide in benachbarten Stadien, das ginge dann aber nur im Jahnsportpark oder Olympiapark.

    UEFA rät Verbänden zu Saisonabschluss !


    Mmn alternativlos !!!

    Sehe ich genauso. Ein Abbruch wäre das Ungerechteste, weil die Qualifikationen zur nächsten Saison am Stärksten verfälscht würden. Organisatorisch entstünde ein Chaos wegen Auf-, Abstieg und Pokalqualifikationen, wenn jeder Verband einen eigenen Weg ginge. Außerdem würde es den Leistungssport als Ganzes herabwürdigen, wenn das Geschehen eines Jahres einfach annuliert würde. Da zögen sich sicherlich einige vom Sport zurück, wenngleich nicht sofort.

    Wenn man die Spielzeit auf 2x15 Minuten verkürzt, kann man mehrere Spieltage an einem Wochenende durchführen. Das würde etwas Zeit und Flexibilität verschaffen, damit die nächste Saison regulär stattfinden kann.

    "Beide Vereine arbeiten mit viel Engagement daran die Sporthalle in Zehlendorf am Samstag mit 200 Zusehern bis auf den letzten Sitzplatz zu füllen."
    Bringt doch nichts, weil man in dieser besch***enen Halle sitzend nur 2 Drittel des Spielfeldes sehen kann, und das auch nur durch Zaun und Gitter. Also werden wieder 50 Leute vorne am Geländer stehen, und die restlichen 150 sehen gar nichts.

    Absoluter Irrsinn, dass man einen sportlichen Absteiger Paderborn zulässt, und keinen der drei Relegationsverlierer. Mainz II kann ja auch noch hoffen, ob Frankfurt eine Chance hätte? Im Extremfall mehrerer Lizenzverweigerungen, spielt man dann eher mit 19 Vereinen, anstatt mehr Aufsteiger zuzulassen?

    Eine dreistaffelige 2. Liga als Ausweg, wo sich schon eine zweistaffelige 2.Liga (1974-1991) als Flop erwiesen hat?
    Kann man nicht vergleichen, heute ist das Interesse am Fußball größer, auch von Finanzinvestoren.


    Einen solcher Vorschlag würde im Ligaverband, dem Zusammenschluß der Lizenzvereine, sicherlich niemand zustimmen:
    - die Bundesligisten nicht, weil sie dann ständig von den Zweitligisten überstimmt werden könnten

    Die Stimmrechte kann man anpassen, z.B. Stimmrecht nur für jeden 3. 2.Ligaverein.


    - und die Zweitligisten nicht, weil eine dreistaffelige 2.Liga zwangsläufig auch eine Drittelelung ihrer Fernseheinnnahmen bedeuten würde
    Die Einnahmen würden gegenüber heute insgesamt steigen, weil man diese Liga mehrfach vermarkten kann. Z.B. Topspiele live bei sky, andere Livespiele in den Regionalsendern der ARD. Zusammenfassung der Top-Spiele bei Sport1, regionale Komplettzusammenfassung bei den Regionalsendern der ARD usw. Auch eine Einzelvermarktung der Liveübertragungen wäre denkbar, um die Traditionsvereine zu stärken. Die heutigen Zweitligisten würden etwas verlieren, alle anderen deutlich dazugewinnen. Die vielen Derbys würden die Zuschauerzahlen sogar steigern.


    Der DFB könnte, selbst wenn er das wollte, einen solchen Vorschlag auch nicht zustimmen, weil der Ligaverband bekanntlich eine Sperrminorität bei Strukturveränderungen besitzt.
    Die dreistaffelige 2.Liga würde von der DFL betrieben, also ein Machtgewinn für die großen Vereine gegenüber dem Verband. Der Verband wiederum wird die Pleiteligen los und stärkt seine höheren Amateurligen (3.Liga dann in 6-8 Staffeln, gerne auch mit Amateurmeisterschaftsrunde).

    Dieser Vorschlag löst zwar das Aufstiegsproblem. Allerdings spielen dann viele Zweitvertretungen in dieser zweistaffeligen 4. Liga. Die Vereine der 5. und 6. Ligen rücken noch ein Stück weiter weg von der Elite, und würden noch weniger Einnahmen und Interesse erhalten bei gleichen Kosten. Sportlich wäre diese Reform ein Fortschritt, weil Profi- und Amateurvereine besser getrennt wären. Aber viele Vereine könnten das nicht bezahlen.


    Das Problem liegt schon in der 2. und 3. Liga: Die zweieinhalb Aufstiegsplätze verführen zu überhöhten Etats. Nach wenigen Jahren verpassten Aufstiegs oder einem Abstieg ist der Verein praktisch hoffnungslos untergegangen. Eine dreistaffelige 2. Liga mit je nur einem Aufstiegsplatz würde zum verantwortungsvollen Wirtschaften zwingen.

    Bezüglich der Aufstiegsproblematik, fordern nun viele Fans und Funktionäre eine Aufstockung der 3. Liga auf 22 Mannschaften bei 5 Absteigern. Ich halte es aber für schwierig, 4 zusätzliche Spieltage unterzubringen, solange die 3.Liga wegen der Relegation mit der 2. und 1. Liga synchronisiert ist. Schon heute spielt man im Januar, obwohl nicht alle Plätze Rasenheizung haben. Außerdem wäre der starke Südwesten mit dem schwachen Bayern gleichgestellt. 6 Absteiger wäre definitiv zuviel.
    Da auch die 3. Liga wirtschafliche Probleme macht, und eine Fusion aus 3. und 4. Liga in der Vergangenheit gescheitert ist, bleibt nur eine Fusion aus 2. und 3. Liga. 3 Staffeln a 18 Mannschaften bei jeweils 1 Aufsteiger und 3 Absteigern, ohne Zweitvertretungen, unter DFL-Leitung. Wegen der vielen Derbys wäre diese Liga attraktiv für Zuschauer wie TV-Sender.
    Und so könnten die Staffeln aussehen:


    NORDOST:
    Union Berlin, Hannover, Braunschweig, Dresden, St. Pauli, Aue, Magdeburg, Kiel, Halle, Chemnitz, Erfurt, Rostock, Zwickau, Jena, Cottbus, Babelsberg, Oldenburg, Flensburg
    WEST:
    Düsseldorf, Bochum, Bielefeld, Duisburg, Lotte, Osnabrück, Wehen, Fortuna Köln, Münster, FSV Frankfurt, Paderborn, Viktoria Köln, RW Essen, Aachen, Wuppertal, Oberhausen, Meppen, Kassel
    SÜD:
    Stuttgart, Heidenheim, Kaiserslautern, Fürth, Sandhausen, Nürnberg, Würzburg, 1860, Karlsruhe, Aalen, Regensburg, Großaspach, Unterhaching, Mannheim, Elversberg, Saarbrücken, Offenbach, Ulm


    Südwest (wo man bei der letzten Strukturreform "vergessen" hatte, für Baden-Würrtemberg und Rheinland-Pfalz/ Saarland/ Hessen je eine eigene Regionalliga zu bilden): 1 Direktaufsteiger in die 3. Liga statt 2 Relegationasteilnehmer
    Nordwest statt bisherige Regionalligen Nord und West: 1 Direktaufsteiger in die 3. Liga
    Südost statt bisherige Regionalligen Bayern und Nordost: 1 Direktaufstieger in die 3. Liga (+ je 1 RL-Aufsteiger aus den NOFV- bzw. Bayernligen Nord und Süd)


    Dann wäre Südwest aber (immer noch) bevorteilt:


    RL Nord: 9.400 Vereine + RL West: 11.300 Vereine
    RL Südwest: 14.000 Vereine
    RL Bayern: 9.100 Vereine + RL Nordost: 9.600 Vereine



    Ich finde, auch die 3. Liga muss in die Überlegungen einbezogen werden. Schließlich fangen hier die finanziellen Probleme an. Heute hat Aalen einen Insolvenzantrag gestellt. In Chemnitz und Rostock musste die Kommune einspringen. In der 3. Liga verschulden sich die Vereine, da sie mit Amateureinnahmen Profibetrieb unterhalten müssen. Nach einem Abstieg in die Regionalliga ist Konsolidierung fast unmöglich, dazu müsste man gleich zweimal aufsteigen.


    Eine 3.Liga mit drei Staffeln, mit vielen Derbys, mit hohen Anforderungen an Infrastruktur, so dass Dorfvereine und Zweitvertretungen nicht so leicht reinkommen.


    Wenn man die Zahlen dort liest, kann einem schlecht werden. Im Senat sitzen seit jeher nur Größenwahnsinnige, die ein Milliardenprojekt nach dem anderen absegnen, aber auf der anderen Seite bei vielen Sozial- und Jugendprojekten immer wieder Gelder streichen. Die sollen das Milliardengrab Olympia mal ruhig den Hamburgern lassen. Sollen die sich doch nach der Elbphilharmonie noch eine weitere Geldverbrennungsanlage in die Stadt holen.


    Sobald gewisse Schlüsselbegriffe fallen - Europa, Inklusion, Multikulturell, Gender, Flüchtlinge, Terrorismusbekämpfung und aktuell Olympia - spielen Geld und Vernunft keine Rolle mehr. Seit der Schwimm-EM im letzten Jahr, als 100 Meter neben einer funktionstüchtigen Wettkampfstätte ohne nachvollziehbare Begründung eine teure temporäre gebaut wurde, bin ich gegen Großprojekte im Sport. Vielleicht sind diese Politiker nur blöd, vielleicht sind es auch Saboteure, die die öffentlichen Kassen ruinieren wollen, um sie Goldman Sucks & Co. zum Fraß vorzuwerfen.

    Die beiden, von der Deutschen Fußball-Liga geführten Bundesligen stehen an der Spitze der Pyramide, darauffolgend ist die 3. Liga, welche sich in den vergangenen sechs Spielzeiten etablieren konnte. Auf vierthöchster Ebene sollten zwei Regionalliga, eine Nord- und eine Süd-Staffel, den Unterbau bilden. Die bisherige Breite von unzähligen Oberligen wird auf lediglich sechs Staffeln reduziert und bildet die fünfte Spielklasse. Dies hätte eine deutlich Wertsteigerung der „Marke Oberliga“ zufolge, welche in den letzten Jahren deutlich gelitten hat.


    Etabliert? Viele Drittliga-Vereine haben finanzielle Probleme, die oftmals nur mit Steuerzahlers Hilfe gelöst werden (Duisburg, Rostock). Der Umsatz wurde zwar gesteigert, aber nur dank attraktiver Zweitliga-Absteiger (Bielefeld, Dresden, Cottbus). Die Vereine sind interessant, nicht die Liga. Wenn das Erste irgendwann die Zusammenfassungen nicht mehr senden will, ist Sense. Abgesehen davon, dass eine 20er Liga sowieso nicht in den Rahmenterminplan passt. Siehe Spielabsagen am letzten Wochenende.
    Die neue 4. Liga Nord würde sich aus 3 alten RL-Staffeln Nord, Ost und NRW zusammensetzen, und deutlich stärker sein als die RL Süd. Weite Wege, viele Auflagen, hohe Kosten, kaum Einnahmen, viele Zweitvertretungen.
    Eine fünftklassige Oberliga Ost ohne die Top 6 der jetzigen RL wäre von den Namen her ziemlich unattraktiv. Kosten wie heute, aber kaum Zuschauer - wer soll das bezahlen?
    Und darunter? Will man aus 6 Verbandsligen die Aufsteiger ermitteln, braucht es wieder eine Aufstiegsrunde. Man verschiebt das Problem nur nach unten.


    Das eigentliche Problem ist die 3.Liga, daher muss diese entweder in die 2. oder in die 4. integriert werden.

    Allerdings besteht man darauf; das dem "...Fußball-Regional-Verband Südwest und dem Süddeutschen Fußball-Verband auch bei einer Reduzierung auf vier Regionalligen weiterhin zwei Staffeln zustehen. Die beiden Regionalverbände stellen zusammen etwa 49 Prozent aller deutschen Vereine und Seniorenmannschaften und 52 Prozent der Mitglieder des DFB.


    Das alte Argument schon wieder. Im Süden gibts halt mehr Dörfer und Dorfmannschaften. Was aber keine Rolle spielen sollte, denn Vereine der 3. und 4. Ligen sind gewöhnlich in Städten ansässig. Es braucht eben auch Publikumsnachfrage, Infrastruktur und Sponsorenpool für höherklassigen Fußball. Süd und Südwest stellen dann auch nur 25 von 56 Mannschaften der obersten drei Ligen - und das trotz wirtschaftlicher Vorteile.

    Die Elfmeterdiskussion könnte man nach dem Spiel heute fortsetzen. Den an Götze hätt ich nicht gegeben, dafür einen für Portugal in der 65. oder so. Apropos Theatralik...Die Show von Schwalben-Müller war ja mal vollkommen unnötig, beim Stand von 2:0. Man muss schließlich für die nächsten Spiele auf seinen Ruf achten. Typisch Bayern halt, mittlerweile auch im Basketball zu bewundern ("Flopping"-Delaney). Traurig auch, dass der Kommentator aus Angst um seine Presse-Akkreditierung sich jedes kritische Wort verkneifen muss.

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