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Platz im Mittelfeld fest geplant
Union Sandersdorf startet mit 28-Mann-Kader in neue Verbandsliga-Saison
Sandersdorf/MZ. Vieles soll anders werden in der neuen Saison: Das kündigte Uwe Störzner, Präsident der SG Union Sandersdorf, zur Präsentation der Verbandsliga-Mannschaft am Donnerstagabend an. Nicht noch einmal soll passieren, dass die Kicker um Trainer Michael Rehschuh "mit blauem Auge" am Abstieg vorbeischrammen.
"Spaß am Fußball" soll spürbar werden, Begeisterung vom Rasen auf die Ränge überspringen - Tore soll es geben, die Abwehr trotzdem wie bisher die sichere Bank bleiben. Geklotzt nicht gekleckert hat das Union-Management, um das Saisonziel "einstelliger Tabellenplatz mit Blick noch oben" zu erreichen.
Elf neue Spieler lassen den Verbandsliga-Kader auf nunmehr 28 Mann ansteigen. "Ich will nicht die Entscheidung treffen müssen, wer letztlich aufläuft", gestand Präsident Störzner, hielt dem Trainer aber den Rücken frei. Denn der habe den Sachverstand, seine Aufgabe sei es, eine schlagkräftige Elf zusammenzustellen. Dabei muss Union auf neue Torhüter setzen.
Mit Thomas Brose und Maik Völkner hatten die bisherigen Schlussleute das Team verlassen. Union wurde "drei Tage vor ultimo" fündig, kann "einen echten Pfundskerl" präsentieren. Eniz Paden stand schon beim HFC und zuletzt in Holleben zwischen den Pfosten, in Sandersdorf fühle er sich schon jetzt sehr wohl. Nummer zwei im Kasten ist mit Philipp Salamon ein Sandersdorfer Eigengewächs. Er spielt seit der F-Jugend für Union. Viel mehr Offensivfußball und deutlich mehr Tore sollen Sandersdorf in der fünften Verbandsliga-Saison in Folge auszeichnen.
Großen Anteil daran dürften die von Romonta Amsdorf gekommenen Björn Stahr und Dominik Witt haben. Beide betonen jedenfalls, dass sie alles dafür tun wollen, um Fans und Vorstand eine Saison wie die vorherige zu ersparen. "Voll auf Angriff spielen", will auch Christoph Hempel, der von der A-Jugend des HFC kommt.
Vom Nachbarn VfL Eintracht Bitterfeld konnte das Union-Management mit Carsten und Christian Kiunke "zwei Spieler loseisen, um die man schon sehr lange geworben" habe. "Dass die richtige Einbahnstraße immer in Richtung Sandersdorf führt", sieht Präsident Störzner im Fall Jörg Marose bestätigt. Nach den Stationen Dessau 05 und VFC Plauen kehrt der Sandersdorfer in seine Heimat zurück. Spielen kann er momentan jedoch nicht, drückt mit Silvio Franke, Oliver Kühr und Yves Wawrzyniak die Krankenbank.
Zum neuen Kader gehören außerdem Manuel Klysch (eigene A-Jugend) und Sebastian Mauritz, der von der A-Jugend des HFC nach Sandersdorf kommt und hier "in der Verbandsliga Fuß fassen" möchte. Worte wie "Familienkrieg" will das Union-Präsidium im Falle eines weiteren Zugangs nicht zulassen. Dass es sie aber diebisch freut, mit Steve Schaller den Filius von Wolfens Trainer Olaf Schaller aus Gräfenhainichen in die Gemeinde geholt zu haben, können sie jedoch nur schwer verbergen. Trainer Michael Rehschuh will nun in zahlreichen Trainingseinheiten und Vorbereitungsspielen die Elf zusammenstellen, die zum Start in die neue Saison gleich gegen die Top-Mannschaften aus Piesteritz und Sangerhausen, gegen die zweite Mannschaft des HFC und gegen Erz-Rivalen Grün-Weiß Wolfen antreten muss. "Konkurrenz wird das Geschäft beleben", gestand der sonst wortkarge Rehschuh voller Zuversicht