News von Chemie

  • Letzendlich arbeiten aber doch alle an einem Ziel, egal ob Kölmel, Tschense, Stadt oder der Teufel und der Fc Sachsen, Sie wollen in den Profifussball. Und die meisten leipziger, die sich für Fussball interessieren auch, die wollen sicherlich auch mal was anderes sehen außer Oberliga oder Kreisklasse.
    Inwieweit da irgendwelche Befindlichkeiten oder hineininterpretierte Abhängigkeiten eine Rolle spielen wird sich zeigen.
    Jeder andere Verein in einer Stadt mit einem WM-Stadion und einer gewissen Tradition würde es genauso machen.

  • Ich bin nun wirklich kein Freund von Kölmel, aber da er sich nun selbst nicht wehren kann:


    Zitat

    Original von Per-Oehr
    Da müssen endlich auch einmal die Ostfunktionäre powern, damit vier oder fünf Mannschaften in die Regionalliga geschoben werden


    Aber HALLO !!! Aufwachen. Hier ist nur der Wunsch Vater des Gedankens.


    Die Pläne zur Aufstockung von erster/zweiter/dritter Liga stammen nicht von Kölmel.



    Für Menschen, die nichts wagen sind es Wunschträume. Für Menschen, die etwas unternehmen sind es Visionen. Ein Vision kann scheitern, wer keine hat ist schon gescheitert.


    Zitat

    Original von Per-Oehr
    eine Zusammenarbeit mit Reiner Calmund
    Er hat ja eine neue Aufgabe und ich bin sicher, er ist finanziell so fett
    abgesichert, daß er NICHT käuflich ist.
    Ansonsten wäre er sicher für den FC Sachsen wie ein Sechser im Lotto.


    Wer hat von kaufen gesprochen? Es geht wohl eher um die Nutzung der Calmundschen Kontakte.


    Zitat

    Original von Per-Oehr
    "Der FC Sachsen ist neu aufgestellt, da funktioniert auch die Kontrolle des Geldes viel besser", meinte Kölmel,


    Auch hier ist noch nichts bewiesen. Vielleicht ja, vielleicht auch nicht...


    Was für ein Kommentar! Da ist jedes Freizeichen aussagekräftiger!


    Zitat

    Original von Per-Oehr
    sich besonders auf die Delitzscher Handballer freut.


    Mal abgesehen davon, daß es wohl nur um ein einjähriges Gastspiel
    geht...kann gut laufen (finanziell/Zuschauerzuspruch), ist aber auch
    ne Rechnung mit vielen Unbekannten...


    Typisch deutsches Phänomen: lieber in Risiken als in Chancen denken. Wenn schon Kölmel keine Ahnung hat: die Betreiber der ARENA erwirtschaften bisher Gewinn. Die Delitzscher Handballer werden als feststehender Absteiger sicher alles kaputt machen.


    Zitat

    Original von Per-Oehr
    Das Einzige was ich aus diesem Artikel klar herauslese ist, daß der
    FC Sachsen Leipzig dem Herrn Kölmel und dem Rathaus auf Gedeih
    und Verderb ausgeliefert ist und daß Aussagen wie im FC-Sachsen-
    Forum "der Verein sind wir,wir die Mitglieder und wir entscheiden, wie
    die Zukunft aussieht" getrost vergessen werden können.


    Richtig. Wenn Kölmel starker Arm es will, könnten aber auch in Dresden, Jena oder Berlin die Räder stehen bleiben. Den Link zu dem Satz mit den Mitgliedern würde ich doch mal ganz gern haben. Der trifft ja nun auf keinen einzigen deutschen Verein zu, in denen die einzige Einflußmöglichkeit die Wahl des Vorstands/Aufsichtsrates ist.

  • @an den Kölmel-Vertreter:


    Die Pläne zur Aufstockung von erster/zweiter/dritter Liga stammen nicht von Kölmel.


    Ist doch nur leeres Gewäsch.
    Und selbst wenn es (nur mal angenommen in ferner Zukunft) zwei
    zusätzliche Startplätze in Liga 1 & 2 gibt:


    Glaubst Du, das man dabei (von Seiten derer die es anstreben) daran
    gedacht hat, da aus Solidarität und weil die ja so dufte sind und
    überhaupt...gleich mal paar Plätze für die "Ostvereine" freizuhalten ?
    Natürlich nicht, da steigen halt dann 1-2 Mannschaften aus Liga 3 und
    Liga 2 mehr auf und fertig...und so viele Kölmelkandidaten (also
    "Osttraditionsvereine") kommen da nicht in Frage, eher gar keiner...


    Für Menschen, die nichts wagen sind es Wunschträume. Für Menschen, die etwas unternehmen sind es Visionen. Ein Vision kann scheitern, wer keine hat ist schon gescheitert.


    Sprüche !!! Warum dann nicht gleich Champignonliga ? Da war man bei
    Tennis Borussia Berlin nicht so bescheiden...


    Abgesehn davon geht es Kölmel doch nicht um Wünsche & Visionen,
    sondern mindestens 2.Liga ist nötig um knallhart das Geschäftliche ins
    Trockene zu bringen.


    Zitat war:"Der FC Sachsen ist neu aufgestellt, da funktioniert auch die Kontrolle des Geldes viel besser", meinte Kölmel, "


    Ich sagte:
    Auch hier ist noch nichts bewiesen. Vielleicht ja, vielleicht auch nicht...


    Du meintest:
    Was für ein Kommentar! Da ist jedes Freizeichen aussagekräftiger!


    Okay dann konkret, wenn mein Statement so mißverständlich war:
    Kölmel meint,bei der neuen Leipziger Führung ist alles tutti paletti und
    mit Geld können die auch sehr gut umgehen.
    Ich meine: bei der Kürze der Zeit, wo man die Geschicke in der Hand hat,
    läßt sich überhaupt keine konkrete Aussage treffen.
    Und wenn ich es recht überlege, war Heller nicht bei RW Erfurt...
    und brennt dort finanziell nicht gerade der Baum ?


    Calmund:
    Wer hat von kaufen gesprochen? Es geht wohl eher um die Nutzung der Calmundschen Kontakte.


    Calmund wird ja wohl nicht einem zukünftigen sportlichen Konkurrenten
    Tipps geben, da würde sich sein Arbeitgeber aber freuen...


    Prinzipiell:
    Typisch deutsches Phänomen: lieber in Risiken als in Chancen denken.


    Nun, egal...genug blauäugige Schnellbootfahrer hatten wir ja schon
    und das meine ich NICHT ausschliesslich auf den FC Sachsen bezogen.


    Und was den Satz mit den Mitgliedern und deren Macht anbelangt:
    Jeder zweite Kommentar von Jan Meurer in eurem Forum handelt davon. Weißt Du aber alles selbst...

  • Per-Oehr
    ja das aus Eurem Munde ... "Dynamo ist die Stadt" könnte man denken ,aber andersrum wird auch ein Schuh draus. Es gibt nur noch wenige Vereine im Osten die nicht von irgendjemanden abhängig sind-oder nocht nicht abhängig sind!
    Ihr lauft doch nur noch unter Stadtes Gnaden auf :ja:


    Dynamo-Sachsen-Halle-Jena-Rostock-Erfurt-Aue ...usw..... ob Stadtwerke/Stadt selbst/Investor/Sponsor... ohne Moos nix los!

  • Es gibt nur noch wenige Vereine im Osten die nicht von irgendjemanden abhängig sind-oder nocht nicht abhängig sind!


    ja, aber...


    Ihr lauft doch nur noch unter Stadtes Gnaden auf


    ...zwischen dem Einfluß und der Position der Stadt gegenüber dem
    Verein in Dresden und bei Sachsen Leipzig gibt es doch wohl einen
    kleinen Unterschied ? =)


    In erster Linie ging es ja um den Fußballsachverstand des Herrn
    Kölmel.


    ... ohne Moos nix los!


    Wem erzählst Du das !!! :D

  • ...zwischen dem Einfluß und der Position der Stadt gegenüber dem
    Verein in Dresden und bei Sachsen Leipzig gibt es doch wohl einen
    kleinen Unterschied ? =)



    Stimmt. Der Stadt Dresden ist Dynamo egal, anders in Madrid und Leipzig, wo die Topteams Unterstützung seitens der Kommune erhalten.
    Mittlerweile sollte sogar Dresden erkannt haben, dass es billiger ist, mal paar Scheine locker zu machen für den Fußball, als immer die Kosten für verletzte Polizisten zu übernehmen.

  • Der Stadt Dresden ist Dynamo egal


    So isses nun auch nicht.
    Ohne die Unterstützung der Stadt hätte Dynamo keine Lizenz für die
    Regionalliga erhalten (z.B.)


    anders in Madrid und Leipzig, wo die Topteams Unterstützung seitens der Kommune erhalten.


    Der war gut ! :D


    Die Worte Madrid (Real), Topteam und Leipzig (FC Sachsen) in einem
    Satz und Zusammenhang zu bringen, ist wirklich hart an der Realität
    vorbei...


  • Finde auch ist ein wenig weit hergeholt :lach:

  • Aus für Noll, folgt Jack? LVZ



    Leipzig. Das Leutzscher Personalkarussell nimmt Fahrt auf, vor der morgigen Partie in Auerbach (14 Uhr) kam Klarheit in diverse Angelegenheiten. So muss sich Allrounder Eric Noll, 29, nach einem neuen Verein umsehen. Die Erklärung seitens des Vereins kam wachsweich daher.


    Coach Wolfgang Frank hätte "den Eric gerne behalten", reklamiert "finanzielle Zwänge", ließ merkwürdigerweise dennoch ein kleines Hintertürchen offen: "Mal schauen, wie sich die Dinge entwickeln ..." Klub-Boss Rolf Heller dribbelte gleichfalls um den heißen Brei, sprach davon, nicht mit 25 Mann in die Saison gehen zu können, Wie wär's damit: Herr Noll genügt nicht unserem hehren Aufstiegsanspruch! Der hat das Thema FCSachsen "schweren Herzens" abgehakt. "Ich wäre sehr gerne geblieben, kann aber nicht warten, bis sich jemand erbarmt und mir einen Vertrag anbietet."


    Kompliziert stellt sich der Fall Mathias Jack dar. Der 36-jährige Abwehrchef lehnte gestern eine "noch mal verbesserte Offerte" (Heller) ab.Weil kein neuer Gesprächstermin vereinbart wurde, deutet jetzt alles auf einen Jack-Abschied hin. Der Ex-Schotte konnte/wollte sich nicht mit einem stark leistungsbezogenen Kontrakt (überschaubares Garantiegehalt, nette Auflaufprämie) anfreunden. Klub-Vize Stefan Opitz angefressen: "Unser Angebot war fair." Gibt's Nachbesserungen? "Nein." Perfekt sind die Vertragsverlängerungen mit Defensivmann Kevin Kittler, 23, und Linksfuß Richard Baum, 21. Beide bleiben weitere zwei Jahre - falls der Aufstieg gelingt. Andernfalls müsste vor allem beim von anderen Klubs umschwärmte Kittler neu gesprochen werden.


    Florian Korb, 23, und Stefan Maruhn, 22, haben beim Coach weniger gute Karten. "Bei den beiden müssen wir sehen, ob es nicht besser ist, sie auszuleihen." Aus den Reihen der aktuellen A-Junioren werden laut Frank "vier oder fünf" Jungkicker die Vorbereitung auf die nächste Saison mitmachen. Unter anderem kursieren die Namen Garbuschewski, Hoffmann und Jeßner.

  • was für ein Vergleich Madrid und Leipzig :lach:


    Dynamo ist Dresden und genauso soll es ja sein (DSC ade) ... so richtig glaube ich nicht das Leipzig - Chemie ist... da würden sich aber viele wenden(oh Gott Phrase - Wendehals)


    Kölmel hat das Geld lieb-lies er damals nicht Sachsen absteigen um dann Lok zu puschen - irgendwie setzt der immer auf´s falsche Pferd(Sachsen stieg wieder auf)wie bei uns ... in Berlin!Keine Ahnung vom Fußball!! :ja:Nicht das ich den bei uns sehn wöllte. :nein: :cool:

  • Schwesinger wieder Mann des Tages LVZ



    Leipzig. Sie kommen spät, sehr spät, zu spät in Wallung, die Fußballer des FC Sachsen. Pokaltriumph gegen Chemnitz, 2:0 in Sondershausen, jetzt das 3:0 in Auerbach: Kurz vorm Saisonende ist zusammen gewachsen, was zusammen gehört, stimmen Aufwand und Ertrag.


    Andreas Schwesinger (61./68.) und Benjamin Fraunholz (79.) machten die Tore im nasskalten Auerbach. "Wir wollen Platz drei sichern, das setzen die Jungs um", war Cheftrainer Wolfgang Frank einverstanden mit dem Part seiner Untertanen. Die ließen Ball und Gegner laufen, hatten erneut in Schwesinger den Matchwinner. "Schwese", noch unlängst als Chancentod und Entlauber bezeichnet, markierte seine Treffer sieben und acht. Beim Saisonfinale gegen den FC Oberlausitz (Sonntag, 14 Uhr, Kunzesportpark) genügt ein Remis, um sich die Rangvierten Hallenser vom Hals zu halten.


    Die Planungen für die Abschlussfete laufen, jene für die kommende Saison auch. Falls Rot-Weiß Erfurt in die Oberliga durchgereicht wird, könnte es zu einer thüringschen Völkerwanderung kommen. "Es gibt da einige interessante Spieler ...", so Rolf Heller, der im Oktober sein Aufsichtsrat-Amt in Erfurt quittiert hatte, um Sachsen-Präsident zu werden. Nach unseren Informationen werden diese Herren hoch gehandelt: Stürmer René Hebestreit, 30, Mittelfeldspieler David Fall, 27, Offensivmann Torsten Traub, 25, und - man höre und staune - Torhüter-Ikone René Twardzik. Der 34-Jährige, just zum Erfurter Spieler der Saison gewählt und jahrelang beim FC Sachsen eine Bank, wäre offenbar nicht abgeneigt. "Ich habe Sachsen Leipzig und diese fantastischen Fans immer im Herzen."


    Der Leutzscher Einkaufswagen wurde auch in Zwickau gesichtet. Auf dem Einkaufszettel: FSV-Allrounder Christian Müller, 23, der beim 1:2 in Leipzig das Zwickauer Tor köpfelte. Auch auf den Hallenser Routinier Mentor Miftari, 34, haben die Sachsen ein Auge geworfen. Dass der Abwehrcrack beim 4:1 des HFC in Dresden-Laubegast Rot wegen eines Lama-Anfalls sah, dürfte seine Wechselchancen verringert haben. Speiende Kicker mag Coach Frank gar nicht. Franks früherer Sportdirektor René Deffke (klagt auf Abfindung) und der FCSachsen stehen übrigens vor einer außergerichtlicher Einigung. Momentan sind runde 20.000 Euro im Gespräch.

  • Zitat

    Original von Chemiefreak
    ... und - man höre und staune - Torhüter-Ikone René Twardzik. Der 34-Jährige, just zum Erfurter Spieler der Saison gewählt und jahrelang beim FC Sachsen eine Bank, wäre offenbar nicht abgeneigt. "Ich habe Sachsen Leipzig und diese fantastischen Fans immer im Herzen."


    Das wärs! :freude:

  • :nein: :bindagegen: :nein:


    Nun lasst doch mal diese leidliche Torhüterdiskussion. Wir haben mit Lippmann und Burmeister zwei gute Keeper, und in unserem frischgebackenen Nationalspieler Domaschke ein Riesentalent.

  • Cooles Interview Wir sind in Leutzsch zurück:
    Leipzig. Stadion-Investor Michael Kölmel (51) weist eine Zweckentfremdung von Fördermitteln von sich, spricht von gezielt gestreuten Gerüchten im Hinblick auf die Finanzierung des Zentralstadions, will rechtliche Schritte gegen Falschbehauptungen einleiten, unterstützt die Prüfung der Vorwürfe durch eine renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.



    Und er wird beim FC Sachsen aussteigen - zunächst für ein Jahr. Damit müssten die Leutzscher wieder im Kunze-Sportpark spielen. In einer persönlichen Erklärung Kölmels hieß es gestern: "Ich bedaure sehr, dass wir, bis alle offenen Fragen beantwortet sind, sämtliche laufende Gespräche über die geplanten Sportfördermaßnahmen (aktuell mit dem FC Sachsen) sowie zur Zukunft des Stadions einfrieren." Daraufhin fragte diese Zeitung nach.


    Frage: Muss Leipzig um Confederations Cup und Weltmeisterschaft fürchten?


    Michael Kölmel: Nein, da läuft alles wie geplant. Der Confederations Cup ist eine Veranstaltung der Stadt, sie hat die Ausgaben dafür zu bestreiten, aber auch die entsprechenden Einnahmen. Vor allen Dingen bedeutet es einen großen Prestigegewinn, wenn die Spiele im Zentralstadion stattfinden. Auch wir hatten Zusatzkosten, haben beispielsweise viele zusätzliche Geräte wie Stromaggregate bereitgestellt, um alle Anforderungen zu erfüllen.


    Wie fühlen Sie sich von der Stadt behandelt?


    Ich denke, bei der Stadt besteht Orientierungsbedarf. Es ist offensichtlich nicht geklärt, mit welchem Investor die Stadt zusammenarbeiten möchte. Ich bin für alles offen, fordere aber klare und transparente Verhältnisse. Wer spricht mit wem? Wer will welchen Investor? Alle diese Fragen verlangen verlässliche Antworten, so dass wir diesen Schritt gehen mussten. Leider hemmt das die Entwicklung des Leipziger Sports. Da hatte ich einiges vor, vor allem was den FC Sachsen angeht.


    Wird denn der Verein weiter im Zentralstadion spielen können?


    Wenn er es mietet, ja. Wir haben heute Herrn Flascha von der KPMG (Flascha ist auch Schatzmeister des FC Sachsen - d. R.) informiert, er teilt unsere Meinung zur aktuellen Situation. Der FC Sachsen wird also vermutlich im Kunze-Sportpark spielen.


    Im DFB-Pokal auch?


    Da muss man über die Konditionen reden. Es kann durchaus sein, dass nach dem Confederations Cup und der WM im Zentralstadion kein Fußball stattfindet.


    Ihr Schritt bedeutet das Ende der Leutzscher Aufstiegsträume.


    Meine eingestellte Unterstützung gilt zunächst für ein Jahr. Das hat Leipzig sicher verloren, was die Entwicklung des Fußballs und des gesamten Sports angeht.


    Was wird aus dem geplanten Finale im Liga-Pokal?


    Wenn die Stadt oder die Deutsche Fußball Liga das Endspiel in Leipzig austragen möchten, können sie das Stadion gerne mieten. Es macht jedoch ökonomisch keinen Sinn, dass wir die DFL subventionieren sollen, in dem wir für geplante Zuschauereinnahmen Garantiesummen hinlegen. Immer wieder wurden neue Forderungen an uns herangetragen, wir haben alle erfüllt. Als Investor fühlt man sich nicht gut behandelt.


    Wie hoch würde der Mietpreis sein?


    Ähnlich wie bei anderen Veranstaltungen zwischen 50 000 und 100 000 Euro.


    Welche Rolle spielte Kaufinteressent Gerald Wagener bei ihrem Entschluss, die Gespräche einzustellen? Wagener sprach von fehlenden Bauunterlagen.


    Selbstverständlich haben Herr Wagener und die Experten alles zu sehen bekommen, was sie brauchten. Er hat auch keine offenen Fragen uns gegenüber moniert. Ich weiß nicht, ob Herr Wagener vor allem auf Zeit spielen wollte, um bei der Stadt noch bessere Bedingungen für die Betreibung des Stadions herauszuschlagen. Natürlich bin ich auch darüber enttäuscht, wie in der Öffentlichkeit über uns diskutiert wird. Ich bin beim Filmfestival in Cannes, werde von vielen Leuten angesprochen, was dran sei, dass der Bundesrechnungshof bei uns prüft. Dabei wird schon vergessen, dass diese Behörde nur Kommunen prüft.


    Interview: Winfried Wächter

  • Wagener: "Kölmel ist ein Krisenherd


    Krefeld/Leipzig. Dass Stadion-Kaufinteressent Gerald Wagener, 44, eines fernen Tages die Verhandlungen mit Michael Kölmel fortsetzt, ist ähnlich wahrscheinlich wie die Befriedung zwischen Lok Leipzig und Chemie Leipzig. Sportmanager Wagener, 44, über die Schlammschlacht ums Zentralstadion, den geplatzten Deal mit Kölmel, einen Dauerkrisenherd und Nasenringe.




    Frage: Laut Herrn Kölmel sind die Verkaufsverhandlungen gescheitert, weil Sie ständig neue Forderungen stellten. Außerdem hätten Sie Kölmel beim WM-Organisationskomitee mit Indiskretionen angeschwärzt. Wie gestaltete sich das Ganze aus Ihrer Sicht?


    Gerald Wagener: Das ist völliger Unsinn. Wir können anhand des Schriftverkehrs penibel nachweisen, welche Informationen wir wann und von wem angefordert haben. Gerade zum Thema "Rechts- und Baurisiken" sind uns Auskünfte kategorisch verweigert worden. Am 25. April 2005 hätten diese Auskünfte final vorliegen sollen, am Vormittag des 25. April hat Herr Kölmel die Verhandlungen dann abgebrochen. Unser Schreiben ans WM-OK als Grund für eine Terminabsage zu nehmen, möchten wir nicht bewerten. Genauso hätte Herr Kölmel aber auch das schlechte Wetter in Düsseldorf als Grund für den Verhandlungsabbruch nehmen können.


    Sie können die Mittelverwendung eines hohen zweistelligen Millionenbetrages nicht nachvollziehen, Kölmel will jeden Cent belegen, begrüßt die Zwischenprüfung der KPMG ausdrücklich. Auch Sportbürgermeister Holger Tschense hat keine Anhaltspunkte zweckentfremdeter Fördermittel entdeckt.


    Es steht uns nicht zu, eine Wertung vorab zu geben.


    Laut Kölmel fallen Sportfördermaßnahmen jetzt flach, bis die Vorwürfe gegen ihn ausgeräumt sind. Was bedeutet das für den FC Sachsen, für Confederations Cup und Weltmeisterschaft?


    Nun, das sind die immer gleichen Ringe, die Herr Kölmel der Stadt durch die Nase zieht. Die Stadt selbst muss entscheiden, wie sie damit umgeht. Mit der jungen Liebe zu den Sachsen scheint es ja nicht allzu heftig zu sein.


    Im Rathaus wurde diskutiert, das Stadion slbst zu kaufen und Sie als Betreiber einzusetzen. Wie realistisch sind derartige Pläne angesichts der aktuellen Eskalation?


    Die Stadt ist sicher nicht schlecht beraten, den Dauerkrisenherd Kölmel/Stadion ein für allemal zu beseitigen. Die Probleme mit Kölmel bestanden ja schon, bevor wir uns des Themas angenommen haben. Und Sie sehen an der aktuellen Diskussion, dass Herr Kölmel Stadion, Chemie Leipzig und die WM immer dann als Drohwerkzeug zeigt, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Ob dies die Stadt als Dauerzustand möchte, können wir nicht ermessen.


    Interview: Guido Schäfer LVZ

  • Kölmel steigt beim FC Sachsen aus
    Leipzig. Stadion-Investor Michael Kölmel (51) weist eine Zweckentfremdung von Fördermitteln von sich, spricht von gezielt gestreuten Gerüchten im Hinblick auf die Finanzierung des Zentralstadions, will rechtliche Schritte gegen Falschbehauptungen einleiten, unterstützt die Prüfung der Vorwürfe durch eine renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
    Und er wird beim FC Sachsen aussteigen - zunächst für ein Jahr. Damit müssten die Leutzscher wieder im Kunze-Sportpark spielen. In einer persönlichen Erklärung Kölmels hieß es gestern: "Ich bedaure sehr, dass wir, bis alle offenen Fragen beantwortet sind, sämtliche laufende Gespräche über die geplanten Sportfördermaßnahmen (aktuell mit dem FC Sachsen) sowie zur Zukunft des Stadions einfrieren." Daraufhin fragte diese Zeitung nach.


    Frage: Muss Leipzig um Confederations Cup und Weltmeisterschaft fürchten?



    Michael Kölmel: Nein, da läuft alles wie geplant. Der Confederations Cup ist eine Veranstaltung der Stadt, sie hat die Ausgaben dafür zu bestreiten, aber auch die entsprechenden Einnahmen. Vor allen Dingen bedeutet es einen großen Prestigegewinn, wenn die Spiele im Zentralstadion stattfinden. Auch wir hatten Zusatzkosten, haben beispielsweise viele zusätzliche Geräte wie Stromaggregate bereitgestellt, um alle Anforderungen zu erfüllen.



    Wie fühlen Sie sich von der Stadt behandelt?



    Ich denke, bei der Stadt besteht Orientierungsbedarf. Es ist offensichtlich nicht geklärt, mit welchem Investor die Stadt zusammenarbeiten möchte. Ich bin für alles offen, fordere aber klare und transparente Verhältnisse. Wer spricht mit wem? Wer will welchen Investor? Alle diese Fragen verlangen verlässliche Antworten, so dass wir diesen Schritt gehen mussten. Leider hemmt das die Entwicklung des Leipziger Sports. Da hatte ich einiges vor, vor allem was den FC Sachsen angeht.



    Wird denn der Verein weiter im Zentralstadion spielen können?



    Wenn er es mietet, ja. Wir haben heute Herrn Flascha von der KPMG (Flascha ist auch Schatzmeister des FC Sachsen - d. R.) informiert, er teilt unsere Meinung zur aktuellen Situation. Der FC Sachsen wird also vermutlich im Kunze-Sportpark spielen.



    Im DFB-Pokal auch?



    Da muss man über die Konditionen reden. Es kann durchaus sein, dass nach dem Confederations Cup und der WM im Zentralstadion kein Fußball stattfindet.



    Ihr Schritt bedeutet das Ende der Leutzscher Aufstiegsträume.



    Meine eingestellte Unterstützung gilt zunächst für ein Jahr. Das hat Leipzig sicher verloren, was die Entwicklung des Fußballs und des gesamten Sports angeht.



    Was wird aus dem geplanten Finale im Liga-Pokal?



    Wenn die Stadt oder die Deutsche Fußball Liga das Endspiel in Leipzig austragen möchten, können sie das Stadion gerne mieten. Es macht jedoch ökonomisch keinen Sinn, dass wir die DFL subventionieren sollen, in dem wir für geplante Zuschauereinnahmen Garantiesummen hinlegen. Immer wieder wurden neue Forderungen an uns herangetragen, wir haben alle erfüllt. Als Investor fühlt man sich nicht gut behandelt.



    Wie hoch würde der Mietpreis sein?



    Ähnlich wie bei anderen Veranstaltungen zwischen 50 000 und 100 000 Euro.



    Welche Rolle spielte Kaufinteressent Gerald Wagener bei ihrem Entschluss, die Gespräche einzustellen? Wagener sprach von fehlenden Bauunterlagen.



    Selbstverständlich haben Herr Wagener und die Experten alles zu sehen bekommen, was sie brauchten. Er hat auch keine offenen Fragen uns gegenüber moniert. Ich weiß nicht, ob Herr Wagener vor allem auf Zeit spielen wollte, um bei der Stadt noch bessere Bedingungen für die Betreibung des Stadions herauszuschlagen. Natürlich bin ich auch darüber enttäuscht, wie in der Öffentlichkeit über uns diskutiert wird. Ich bin beim Filmfestival in Cannes, werde von vielen Leuten angesprochen, was dran sei, dass der Bundesrechnungshof bei uns prüft. Dabei wird schon vergessen, dass diese Behörde nur Kommunen prüft.


    Interview: Winfried Wächter


    Wenn schon, dann alles!!