Auch an das Feiern von Niederlagen kann man sich gewöhnen
Das Spiel
Der sportliche Teil ist fix erzählt. Drei Ecken in den ersten zwei Minuten, die einem druckvollen FC Sachsen aber nichts einbrachten. Ein Konter für Wattenscheid (incl. einem nicht geandeten Stürmerfoul) und schon lag Chemie wieder hinten. Dass in dieser Szene Verteidiger Kraiczy noch gelb sah war ein Witz, der ein paar Minuten später durch gelb-rot zum bitteren Ernst wurde. Der Ausgleichstreffer (Kopfball Koslov) konnte nur bis kurz vor der Pause Hoffnung machen. Nach dem erneuten Führungstreffer für die SGW wurde Chemie eiskalt ausgekontert. Diverse Pfostenschüsse und ein nichtgeahndetes Foul an Koslov verhinderten in der Folge einen ansehnlicheres Egebnis. Der 14-Meter-Hammer von Schönberg zum 2:4 war nur für die Galerie. Kämpferisch wie immer OK, spielerisch ein einziger Jammer = ABSTIEG 2004.
Die Fans
Etwa 100 "NennSienurnichtBochumer" waren vor dem Spiel und nach den Toren gut zu hören. Ansonsten hatten sie noch eine Vielzahl an Transparenten im Gepäck. Die Chemiker im Sektor B rafften sich fast die ganze zweite Halbzeit incl. 15 Minuten nach Spielende zu einem einzigartigen Dauergesang zusammen. Wie schon in Essen (0:3) hat man gezeigt, dass geniale Stimmung auch in der aussichtlosesten Situation möglich ist. Der Applaus von gegnergischen Spielern/Fans und dem MDR dient als Beleg, wer sich das alles anhören will:
http://www.sachsen-leipzig.de/sound/28/fans.mp3
Nach dem Spiel wurden die immer noch feiernden Chemiker außerhalb des Stadions gefragt, wie hoch "Leipzig" denn nun gewonnen hat. Die Antwort des besiegelten Abstiegs hat da doch für einige Verwirrung gesorgt.
Die Statistik
Tore:
0:1 Kratiniok (12.)
1:1 Koslov (18.)
1:2 Teichmann (43.)
1:3 Löbe (73.)
1:4 Löbe (77.)
2:4 Schönberg (92.)
Zuschauer: 3.565