(auf eindringliche Forderung eines Forumsbekannten Hallunken)
Am Freitag, den 20. Juni 2008 um 15:45 Uhr (16:00 Uhr war ausgemacht) fuhr ich am Stadion des Naumburger BC vor. Ziemlich genau 16:00 Uhr trafen Christian aus „Kapstadt“ und der Naumburger Jung 86 ein, die ich bis dahin freilich noch nicht kannte. Etwas später folgten Melzmen und Zumpe und es konnte mit 2 Autos losgehen. Zunächst wurde die alte Halloren-Siedlung nördlich von Merseburg angesteuert, wo noch ein Mitzureisender, etwas später als ausgemacht, aufgesammelt wurde. Für die A9 wurde nämlich Stau vorhergesagt und so zuckelten wir erst noch durch Weißenfels zur A38 – Kreuz Rippachtal – A9 – Schkeuditzer Kreuz – A14 – B100 – also quasi von hinten, durch die kalte Küche, um unseren Augen so wenig wie möglich von diesem Moloch der Salzindustrie zumuten zu müssen. Schon von weitem sah man die Fördertürme des Bergwerkes und die riesigen Schlote der Salzstangengießereien und Lecksteinfabriken. Die abzuholende Personalie (Aaron) fieberte dort schon dem zügigen Verlassen jener Kommune entgegen. Jedenfalls war er sichtlich erfreut, als er Unserer ansichtig wurde. Er lehnte in einer Smogverhangenen Straße an einem dieser hochgeklappten Bürgersteige vor einem Haus mit zugemauerten Fenstern und Türen und fröstelte bereits mangels Sonnenlichtes. Ich stellte die Klimaanlage auf 27 °C ein und Melzmen und Zumpe taten alles in ihrer Macht stehende, um ihm auch verbal eine warme Empfängnis zu bereiten. Wenig später hatten wir die Örtlichkeit verlassen und konnten nun auch wieder ohne Licht fahren.
Ich glaube zu meinen, dass wir etwa gegen 19:00 Uhr Zeesen erreichten, wo Melzmen die wichtige Aufgabe übernahm, diverse Ureinwohner am Wegesrand freundlich, aus dem Auto heraus, zu „be-hallo-en“. Auf dem Turnier-Areal angekommen, wurde zunächst eine ausführliche Platzrunde gedreht, bis Zumpe glaubte, das rechte Fleckchen Erde für unser Zeltdorf entdeckt zu haben.
Vor Ort waren bereits Dynamo76, Rot-Weiss, Poeti und garantiert noch einer, den ich jetzt natürlich vergessen habe. Also von den Gastgebern meine ich jetzt! Ansonsten waren auch schon ein paar andere mit dem Zeltaufbau zu Gange. Der Grill wurde gerade angefeuert und ein liebreizendes 50-Liter-Fässchen war auch schon angesteckt.
Nach einem kurzen Begrüßungsbierchen wurde zum Zeltbau geschritten und die blau-gelb-weiße Zaunfahne des FC 85 Naumburg an den Autos aufgehängt. Ein paar weitere Camper trudelten im Laufe der Zeit noch ein. Unter anderem Nollinger und die Flutlichtflitzer.
Abends wurde, teils per TV, teils per Videobeamer EM geguckt (je nach dem, was gerade ging). Anschließend wurde noch getagt und wiederum daran anschließend genächtigt. Das heißt, die einen mehr, die Flutlichtflitzer weniger! Selbige begannen dafür bereits früh um 5:00 Uhr mit dem ersten Training und zwar in einer sehr, sehr natürlichen Darreichungsform. Naumburger Jung 86 war noch 4 Std. später sichtlich geschockt, ob seiner Beobachtungen im Morgengrauen. Im Laufe des Vormittages wurde gefrühstückt, noch mal einkaufen gefahren, festgestellt, dass Team TKKG ohne Spieler-Klamotten dastand und, und, und …
Foren-Dinos wie Striker, Alphatier (ups), Neutraler, Rolex, Dynamo P-Berg usw. trafen nach und nach ein. Für mich ausnahmslos fremde Menschen, aber das änderte sich später noch.
Mittags ging´s dann los. Team TKKG in roten, geborgten Dressen der Spandauer Allstars. Aaron gefiel´s! Saubere, warme Luft, Sonnenlicht, rote Klamotten am Körper …
Der absolute Hingucker waren aber die Flutlichtflitzer. „Cech“ im Tor mit ostzonalem Mopedhelm, dazu pinke Trikots mit den abartigsten Rückennummern und einige Brillen und Perücken waren auch am Start – KLASSE !!!
Team TKKG schoß in 4 Spielen 3 Tore, was zu 1 Punkt reichte. Einmal führten sie sogar 2:0! Allen anwesenden FCC-Fans war natürlich bewusst, was eine 2:0-Führung bedeutet, nämlich gar nichts! Aber nur 2 von dieser Spezies standen auf dem Platz und vermochten nicht die Tragödie des späten Ausgleiches zu verhindern.
Das 9m-Schießen um Platz 9 wurde durch eine herausragende Nachwuchsspielerin, die sicher verwandelte (und weil das Neutrum im TKKG-Tor 2 oder 3x angeschossen wurde), gewonnen.
Dann war Siegerehrung und anschließend mehr oder weniger nur noch Party bis in die Nacht hinein mit Bier- und Sektduschen, dem „Blankziehen“ vereinzelter Akteure, Fußball-EM, Pizza und (als Highlight im Nachtprogramm) die Megaphon-Show vom Rudower. Das Flutlicht wurde auch noch ausprobiert – natürlich von den gleichnamigen Flitzern, dann wurde es gegen 02:30 Uhr so langsam ruhig und erst am Sonntag gegen 08:30 Uhr wieder etwas unruhiger.
Sonntags Vormittag wurde noch ein Bissel abgehangen/ ausgenüchtert und vielleicht so um 11:00 Uhr verabschiedet und abgereist gen Naumburg, Ebendorf und Wriezen.
Einige Berliner und Neubuckow fuhren wahrscheinlich erst später ab.
Ach ja, und einer musste noch zurück in die Dunkelheit verbracht werden. War gar nicht so leicht aus dem Auto zu entfernen, der Gute!
Trag´s mit Fassung Aaron, Du hast nach dem Bericht verlangt !!!