Thüringen Land der Bratwürste. Was das aber mit dem Regionalligaspiel zu tun haben soll, dass ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Aber um des Lesers Willen werde ich es erklären, von Anfang an:
Es war einmal ein kleiner Bruder (nicht zu verwechseln mit dem warmen Bruder). Dieser kleine Bruder wollte auch mal ein Großer sein. Also gings mit dem großen Bruder ins Stadion. Es sollte das erste Mal diese Saison sein. Dort trafen die zwei Brüder (immer noch nicht mit warmen Brüdern verwechseln) auf ihre Freunde. Die "Stadionclique Bunjakuh" (Anm. die BunjaKUH ist Artverwand mit der KUH-Rany) traf sich wie immer unter der "Erichs letzte Rache"-Anzeigetafel um dem Regionalligafußball ihre Unterstützung auszudrücken. Dann sollte das Spiel auch schon losgehen. Außer uns waren noch 8102 weitere Zuschauer anwesend. Enttäuschend war die Zahl der mitgereisten Gästefans. Denn "nur" 900 Maggies hatten den Weg von der Elbe an die Gera geschafft. Diese 900 Optimisten wurden zunächst für ihr kommen belohnt. Magdeburg spielte stark und deckte Lücke um Lücke in der Erfurter Abwehr auf. Lautstark feuerten sie ihre Mannen an. Doch auch die Heimfans unterstützten ihr Team sehr ordentlich. Es war eine richtig gute Stimmung im (sehr) weiten Rund. Aber auf dem Rasen bestimmten immernoch die Gäste das Geschehen. Und sie waren es, die den 900 Optimisten recht geben wollten. Eine Flanke, drei angreifende Stürmer und ein überforderter Torhüter und schon stand es 1:0 für den ÄffZehÄmm. Jetzt aber wachte Erfurt auf und spielte besseren Fußball. Nun schlug die Stunde des kleinen Bruders. Er, seines Zeichens Lehrling, wollte etwas essen gehen. Er dachte sich: "ich mach das mal, bevor es Halbzeit ist und ich lange stehen muss". Also ging er in der 40. Minute die paar Stufen hinauf um sich eine Wurst zuholen. Der kleine Bruder holte sich also seine warme Bratwurst (und immernoch noch nicht verwechslen mit einem warmen bruder, der eine kleine Wurst hat ). Genau im Moment der Bratwurstübergabe soll der vielumjubelte, aber auch glückliche Ausgleich, gefallen sein. Dann war Halbzeit. Zufriedenheit kam auf, aber auch der Wunsch, dieses Spiel noch zu drehen. Nach 15 Minuten ging es dann weiter. Erfurt wurde nun besser und Magdeburg hatte seine Probleme bekommen. Aber immerhin auf den Rängen ging es hörbar hin und her. Die Magdeburger Fans merkten, dass ihr Team Unterstützung braucht um nicht zu verlieren und die RWE Fans peitschten ihr Team weiter nach vorne. In der 50. Minute war es dann soweit. Der kleine Bruder hatte seine zweite Chance. Obwohl er bereits von der ersten Wurst gesättet wirkte, bekam er von uns restlichen 5 noch eine Wurst spendiert. Die Sammelaktion zeigte Wirkung. Es muss wohl wieder zum Zeitpunkt der Übergabe gewesen sein, Erfurt trifft zum 2:1. Der Jubel war jetzt noch größer der Stadionsprecher fragte nach dem Spielstand, Erfurt ZWEIIIIIIII, Magdeburg NUUUUUUUULL! Jawoll so kanns weitergehen. Nun kam der kleine Bruder sichtbar gezeichnet von seiner Bratwurstaktion zurück und meinte, dass er das in Zukunft alle zwei Wochen haben kann. Klar, wir auch, schließlich sah er jetzt ganz und gar nach Glücksbringer aus. Die folgenden zwei Tore sind zwar ohne Wurst gefallen, aber die zwei Buden haben das Spiel auch nicht weiter entschieden. Endstand 4:1 gegen Magdeburg, das kann sich sehen lassen. Also Spielstand Bratwurst ZWEII, Magdeburg EINS, macht eben in der Summe 4:1 für Erfurt. Um mal ein Wort aus dem Erfurter Fanforum zu zitieren: SPITZENZWEITER !!!!
In diesem Sinne
es kommen auch wieder bessere Zeiten für Magdeburg und unsere Zeiten bleiben hoffentlich gut!
SPORT FREI
NUR DER RWE