SV Babelsberg 03 - FC Schönberg 95 2:0 (0:0)

  • Sehr gute erste Halbzeit, aber dann leider eingebrochen


    3 Punkte wollte Schönberg mit nach Hause nehmen und wer dies für Größenwahn hielt, wurde sehr schnell eines Besseren belehrt. Die Gäste spielten beim Favoriten munter mit und hätten nach 10 Minuten schon 0:2 führen können – vielleicht sogar müssen. Zunächst rettete Carsten Busch bravourös gegen Mehmet Ören und dann traf ebendieser Ören nach einem blitzschnell ausgeführten Freistoß freistehend das Tor nicht – es fehlten nur Zentimeter. Auch die Babelsberger wurden nun gefährlich. Yaw Oppong Donkor kam zentral zum Schuss, Nico Hinz konnte jedoch die Fäuste hochreißen. Nach 25 gespielten Minuten drehte sich ein ansonsten guter Hartwig-Schlenzer vom Tor weg und bei einem schnellen Konter im Anschluss an einen schönen Schönberger Angriff konnte Serkan Rinal im letzten Moment klären. Dann versuchte sich Mehmet Ören erneut erfolglos gegen Carsten Busch und obwohl die Blauen nun insgesamt mehr machten, quittierte das Publikum das Ausbleiben des Führungstores mit den ersten Unmutsbekundungen. Vor der Pause drehte sich ein wohl als Flanke gedachter Ball von Paul Manthey gefährlich in Richtung Tor und auf der Gegenseite holte Nico Hinz einen Moritz-Freistoß aus dem Winkel. Die klarste Gelegenheit bot sich Sven Hartwig mit dem Halbzeitpfiff, sein Kopfballaufsetzer verfehlte aber den Schönberger Kasten.
    Nach dem Seitenwechsel war es erneut Mehmet Ören, der nach einer prima Einzelaktion abzog und wieder war es Carsten Busch, der das Tor verhinderte. Leider sollte dies die letzte gute Offensivaktion der Grün-Weißen gewesen sein, denn das Spiel verlagerte sich zunehmend in die Hälfte der Gäste. Jan Mutschler’s Schuss von der linken Seite war noch zu schwach, aber seine Flanke wenig später konnte Nico Hinz nur mit Mühe zur Ecke lenken. Einen verdeckten Schuss von Martin Neubert konnte Schönbergs Keeper erst spät sehen, aber dennoch abwehren. Und als ich mir gerade notierte, dass das 1:0 in der Luft läge, schlug’s auch schon hinter Nico Hinz ein. Aymen Ben-Hatira hatte halbhoch getroffen und dem ansonsten guten Hinz keine Chance gelassen. Schönberg suchte dann zwar den Ausgleich, konnte die Hausherren aber nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. So gelang Patrick Moritz, der Nico Hinz ausgespielt hatte, in der Schlussminute auch noch das 2:0.
    Thomas Gerstner hatte einen verdienten Babelsberger Sieg gesehen, machte seiner kämpferisch und läuferisch starken Truppe aber keine Vorwürfe. Die erste halbe Stunde sei super gewesen und er sei traurig, dass er nach dem Engagement der Mannschaft mit nichts nach Hause fahren müsse. Sein Gegenüber Rastislav Hodul machte Schönberg das Kompliment, sich sehr gut präsentiert zu haben. Seine Mannschaft habe geduldig auf das Tor hingearbeitet und die 2. Halbzeit klar dominiert.


    FC Schönberg 95: Nico Hinz, Paul Manthey, Yuzuru Okuyama, Marcus Rabenhorst, Ronny Ermel (77. Christian Urgast), Hendrik Völzke, Stefan Malchow, Sven Wittfot, Serkan Rinal (84. Ronny Müller), Frederick Famiyeh (66. Thomas Haese) , Mehmet Ören


    SV Babelsberg 03: Carsten Busch, Martin Neubert, Maik Neumann (88. Robert Littmann), Matthias Rudolph, Patrick Moritz, Yaw Oppong Donkor (81. Daniel Arsovic), Sven Hartwig (72. Slavomir Lukac), Aymen Ben-Hatira, Jan Mutschler, Bastian Zenk, Björn Laars


    Tore: 1:0 Aymen Ben-Hatira (73.), 2:0 Patrick Moritz (90.)


    gelbe Karten: Yaw Oppong Donkor, Jan Mutschler – Ronny Ermel, Yuzuru Okuyama, Paul Manthey, Stefan Malchow


    Zuschauer: 1348


    Schiedsrichter: Lars Albert (Tannenbergsthal)


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    weitere Fotos

  • Schönberg hätte m.E. in der ersten Viertelstunden führen MÜSSEN, zweimal ganz allein vor Busch.


    Babelsberg über weite Strecken dann zwar überlegen, aber meist einfallslos und immer mit dem gleichen Stiefel und dem gleichen Tempo. Ein paar Variationen dürften es dann doch sein. Und ach ja, Herr Hodul sollte vielleicht mal eher wechseln.


    Das 1:0 übrigens aus meiner Sicht auch etwas glücklich zustande gekommen, sonst hätte es wohl noch Stunden dauern können ...


    Egal, vielen Dank an Jens für die wie immer tolle Bilder. Und Schönberg alles Gute für die weitere Saison.




    P.S. Den Schiri fand ich superschwach, aber ohne Einfluss aufs Spiel

  • wenn man bei einem Spiel zugegen ist kann ein 2:0 schon ungerecht sein........ natürlich lässt sich das schwer vermitteln wenn man nur das blanke Resultat liesst.... aber verdient und unverdient sowas gibt es schon mal garnicht.... :nein:

  • Was war mit Köhn und wieso spielte Urgast nicht in der Anfangsformation? :naja:

    Phil Hellmuth:


    “It has - fortunately - nothing to do with the cards. The cards are just there, as a medium to confuse the bad players.”


    "If there weren't luck involved, I guess I'd win every one."


    "You're good, kid, but as long as I'm around you're second best. You might as well learn to live with it."

  • >>Was war mit Köhn und wieso spielte Urgast nicht in der Anfangsformation?


    Ich hab mit beiden nicht gesprochen. Dem Vernehmen nach war es eine Entscheidung des Trainers und beide sollen diese Woche eine neue Chance kriegen. Bei Daniel könnte außerdem die Fußverletzung noch eine Rolle gespielt haben.

  • Die Null wackelte, fiel aber nicht!


    von Oese


    Im Vorfeld des Spiels sprach der neue Trainer unserer Gäste, der ehemalige Bundesligaprofi Thomas Gerstner, davon, drei Punkte aus dem KarLi entführen zu wollen. Große Worte für jemanden, der selber sagt: „Ich hatte gar nicht vor, ein Traineramt zu übernehmen. Somit habe ich mich auch nicht besonders mit der NOFV Oberliga Nord beschäftigt“. Dass sich diese kühnen Worte nicht als Schall und Rauch erwiesen, sah man vor allem in der ersten Hälfte des Spiels:


    Nulldrei begann ohne den Co-Trainer, der bei der Einschulung seines Sohnes war (alles Gute, kleiner Mann….jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Halte Dich an Lenin: „Lernen, lernen und nochmals lernen.") - für ihn spielte Bastian Zenk von Beginn an. Im grün-weißen Leibchen erkannte man schon aus weiter Ferne die dicksten Waden der Oberliga, unser Lieblingsjapaner stand bei Schönberg in der Startelf. Diese legte auch los wie die Feuerwehr und kam immer wieder bedrohlich vor den Kasten von Busch, der ja in den vorangegangenen Spielen dank der gut gestaffelten Blau-Weißen Viererkette noch keinen Schuss parieren musste. Ein Abwehrfehler von Neubert nutzte der wieselflinke Ören, der allein auf Busch zuläuft, dieser kann aber mit einer Glanzparade den Schuss aus dem linken unteren Winkel fischen. Nur 120 Sekunden später fast die gleiche Situation. Nach einem Foul am Mittelkreis wird der Freistoß schnell ausgeführt, die komplette Babelsberger Abwehr kann noch Ören hinterher schauen, der aber freistehend vor Busch verzieht. Sauknappes Ding. Erst nach knapp einer Viertelstunde kamen die Hausherren zum ersten Mal gefährlich vor Hinzes Gebälk, den Nahschuss von Donkor-Oppong kann er zur Ecke abblocken. Wie schon oft in der vergangenen Saison resultierte aus der 03-Ecke ein gefährlicher Konter über rechts, Moritz klärt in der Situation als Manndecker vor Okuyama zur Ecke. Schönberg zu dieser Phase in Punkto Lauf- und Kampfbereitschaft den Hausherren mehr als ebenbürtig, immer waren sie am Mann, gingen stark in die Zweikämpfe und agierten gefährlich über die schnellen Ören und Okuyama. Nach 17 Minuten die erste gelungen Flanke von Hartwig auf Oppong Donkor, doch der Assistent ließ seine Fahne wedeln. Die Babelsberger Angriffe zu diesem Zeitpunkt harmlos. Mutschler gewinnt in der 20. einen Zweikampf an der Mittellinie, schickt Ben Hatira, der tankt sich über links durch, der Pass auf seinen Sturmkollegen wird abgefangen. Nenene, das war noch nix. Völzke testete kurz darauf Busch mit einem direkten Freistoß aus 25 Metern. Ein wenig Farbe in die Tristesse brachte der völlig orientierungslos wirkende Schiedsrichter Lars Albert, der Oppong Donkor nach einem Nicht-Foul die gelbe Karte zeigte. Auch in der Folgezeit bestach der Unparteiische mit seltsamen Pfiffen und Entscheidungen. Hartwig versuchte es nach 25 Minuten mit einem seiner gefürchteten Fernschüsse, doch am heutigen Spieltag hatte er wohl die falschen Schlappen an, denn schlapp kamen sie bei oder eher neben Hinz im Kasten der Schönberger an. Schiri Albert bewies Fingerspitzengefühl und zeigte Mutschler wegen Meckerns die gelbe Karte, fast gleichzeitig nimmt ein Schönberger im Mittelkreis die Hand zum Ball, gibt es selber zu, doch der Referee wollte sich lieber auf seine Augen statt auf das Geständnis verlassen und ließ weiterspielen. Weiterspielen tat auch der FC Schönberg: Björn rutscht während eines Zweikampfes mit Ören weg (31.), der ballert sofort drauf los, Busch nun endgültig im Gehäuse des SVB angekommen und bis dahin der beste Mann der Nulldreier. Auf der anderen Seite weiterhin Unzählbares: Zenk's Kopfball nach Hartwig-Freistoß ist leichte Beute für den ebenfalls starken Schlussmann der Gäste. Kurz drauf aber ein Kopfball von Oppong Donkor nach Einwurf Zenk an den linken Außenpfosten. Auch Moritz hatte kurz vor der Pause noch eine Möglichkeit. Sein Freistoß aus 23 Metern geht herrlich um die Mauer in den linken oberen Winkel, aber dort segelte bereits Hinz heran und vereitelte diese Großchance. Die letzte Chance der ersten Hälfte für Schönberg hatte Manthey, seine Flanke senkt sich gefährlich Richtung Netz, Busch ist im letzten Moment zur Stelle und kann parieren (43.). Auf Gegenseite war es Hartwig, der nach einer wunderschönen Flanke von Rudolph (mit rechts geschossen) frei zum Kopfball kommt, diesen aber unbedrängt links neben das Tor köpft.
    Unverändert kamen beide Teams aus den Katakomben des Stadions, Nulldrei nun mit mehr Elan als zu Beginn der ersten Hälfte. Moritz passt auf Oppong Donkor, der kann den Ball nicht richtig unter Kontrolle bekommen, schießt aus Nahdistanz, einem Schönberger kullert dieser noch über den Fuß, bis er in den Handschuhen von Hinz landet (49.). Fünf Minuten später ein Zweikampf links außen: Neubert und Neumann schaffen es nicht, einem Schönberger den Ball abzuluchsen, der schießt, Busch kann grad noch im Nachfassen sichern, dann Konter über die rechte Seite mit Ben Hatira, der legt auf Mutschler ab, der Rotschopf schießt, Latte. Kurz darauf wieder der kämpferisch mal wieder sehr starke Mutschler mit einem zu salopp getretenen Heber, den Hinz aus der Luft fischen kann. Babelsberg nun spielbestimmend, ohne aber zu gefährlich zu wirken. Nach 68 Minuten hatte Neubert die Faxen dicke und zog aus 30 Metern ab, aber wie schon so oft an diesem Nachmittag hatte Hinz die Hände im richtigen Moment oben. Fünf Minuten später war die lebendige chinesische Mauer im Gehäuse der Gäste endlich überwunden: Freistoß – Zenk will zum Kopfball, kann den Ball aber nicht drücken, stattdessen klatscht er auf den Hinterkopf seines Gegenspielers, von dort fällt er Ben Hatira vor die Füße und der netzt aus ca. 2 Metern ein (Anmerkung des Schreibers: von der Entstehung des Tores kursierten unterschiedlichste Auffassungen, ich hab die von Henner übernommen, weil der 1. bessere Augen hat und 2. ich ihm sowieso alles glaube). Nun Babelsberg den Gästen deutlich überlegen, ein Aufbäumen auf Schönberger Seite war nach dem Tor nicht sonderlich zu erkennen, wahrscheinlich mussten die Spieler ihrem wahnsinnig hohen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen. Kurz vor Abpfiff noch ein Zweikampf…Neubert versucht einen Ball zu klären, von hinten rauscht ein Grün-Weißer ran, trifft Neubert an der Wade, der fällt um wie ein gefällter Baum – Freistoß für die Gäste, alles klar, Herr Albert. Malchow sah auch noch gelb, nachdem er Lukacs Solo über den halben Platz nur mit einem Foul beenden konnte. Beendet wurde das Spiel dann mit dem 2:0 durch Moritz: Ben Hatira treibt den Ball zeitgewinnend (man kann auch sagen „gemächlich“) vor den Gästekasten, Hinz fängt seine Flanke, Schönberg spielt den Ball fast lustlos nach vorn, dieser wird abgefangen, über links geht’s dann auch eher ruhig nach vorn, nach etlichen Doppelpässen kommt der Ball zu Moritz, dieser kann noch Nico Hinz ausspielen und zum 2:0 Endstand einnetzen.
    Rastislav Hodul sprach den Gästen, die sich „sehr gut präsentiert hatten“, ein Kompliment aus. Auch Thomas Gerstner war zufrieden mit seiner Truppe und machte keine Vorwürfe; nebenbei hob er hervor, dass das Umstellen von 3-5-2 auf 4-4-2 bei seiner Truppe recht gut funktioniert hat.



    SV Babelsberg 03: Busch, Neubert, Neumann (88. Littmann), Rudolph, Moritz, Oppong Donkor (81. D. Arsovic), Hartwig (72. Lukac), Ben-Hatira, Mutschler, Zenk, Laars


    FC Schönberg 95: Hinz - Manthey, Okuyama, Rabenhorst, Ermel (77. Urgast), Völzke, Malchow, Wittfot, Rinal (84. Müller), Famiyeh (66. Haese), Ören


    Tore: 1:0 Ben-Hatira (73.), 2:0 Moritz (90. + 2)


    gelbe Karten: Oppong Donkor, Mutschler – Ermel, Okuyama, Manthey, Malchow


    Zuschauer: 1.348


    Schiedsrichter: Albert (Tannenbergsthal)



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    "Man sollte immer eine kleine Flasche Whisky dabei haben,für den Fall eines Schlangenbisses - und außerdem sollte man immer eine Schlange dabei haben." W.C. Fields
    RP03

  • Zitat

    Original von Tony
    Bisher liegste mit deinem Geheimfavoritentipp aber ziemlich daneben ;-)


    Jep :ja:- edit! :sad:

    Phil Hellmuth:


    “It has - fortunately - nothing to do with the cards. The cards are just there, as a medium to confuse the bad players.”


    "If there weren't luck involved, I guess I'd win every one."


    "You're good, kid, but as long as I'm around you're second best. You might as well learn to live with it."