Beiträge von Jens

    Wir wissen selbst noch nicht so ganz genau, wie und warum wir den Punkt mitnehmen dürfen, aber wir nehmen ihn natürlich gern mit. ;-) Jena hat aus seinen Chancen einfach zu wenig gemacht. Und mit ein bißchen Glück machen wir in der Schlussphase sogar das 0:1 (Lattentreffer).

    Gleich in der ersten Minute war aus Schönberger Sicht Böses zu befürchten, denn der BSV Hürtürkel hatte bei einer Ecke in einer unübersichtlichen Situation zwei unglaubliche Einschussmöglichkeiten. Doch im direkten Gegenzug deuteten auch die Grün-Weißen ihre Gefährlichkeit an und für Danny Cornelius war bei seinem unwiderstehlichen Solo erst beim BSV-Keeper Ömürcan Korkut Endstation.


    Danach entwickelte sich bis zur Pause eine offene Partie, in der sich die Gäste jedoch die besseren Torchancen erarbeiten konnten. Und die erste davon nutzte Bastian Henning zum 0:1. Nach der Balleroberung an der Mittellinie zog Schönbergs Stürmer los und sein flacher Schuss aus gut 20 Metern war so platziert, dass sich Ömürcan Korkut vergeblich streckte. Leider wurden im Anschluss zwei weitere erstklassige Chancen leichtfertig vergeben. Danny Cornelius hatte in der 25. Minute bei seinem Flankenversuch die Hand von Mücahit Yakut getroffen, aber Kristof Rönnau scheiterte mit seinem Elfmeter am Berliner Torwart. Auch als Kristof Rönnau wenig später nach einem Stockfehler von Mücahit Yakut überraschend freie Bahn hatte, blieb Ömürcan Korkut erneuter Sieger und lenkte das Leder zur Ecke.
    Direkt nach der Pause blieb dem freistehenden Kristof Rönnau auch im dritten Anlauf der Torerfolg versagt und seine Schönberger gerieten danach arg unter Druck. Mit hohem Tempo drängten die spielstarken Gastgeber auf den Ausgleich und spätestens als Atilla Caliskan in der 53. Minute den Ball aus spitzem Winkel perfekt erwischte, stand zu befürchten , dass sich das Auslassen bester Torgelegenheiten für die Maurine-Kicker bitter rächen könnte. Gabor Ruhr musste weiter mehrfach in höchster Not klären und wurde in der 74. Minute zum zweiten Mal überwunden. Den ersten Schuss von Atilla Caliskan konnte Schönbergs Keeper noch mit einer Glanzparade abwehren, aber beim Nachschuss war dann einfach nichts mehr zu machen. Die Nordwestmecklenburger mobilisierten danach noch einmal ihre Reserven. Marco Pajonk konnte mit seinem Schuss aus der Drehung zumindest noch eine Ecke herausholen und diese setzte Rainer Müller per Kopf an den Pfosten. Aber in den Schlussminuten gab es auch für der BSV Hürtürkel wegen der sich nun bietenden Räume die Möglichkeit, die endgültige Entscheidung zu erzielen.
    Nicht nur für Trainer Axel Rietentiet war nach dem Abpfiff trotz der knappen Niederlage ein Aufwärtstrend erkennbar: „Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft und haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Bis zum Gegentor war ich zufrieden!“



    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Hannes-Michel Köhn, Kristof Rönnau (66. Marco Pajonk), Rainer Müller, Danny Cornelius, Denny Jeske, Nils Lindemann, René Gradert, Bastian Henning, Jonni Jahnke (46. Sascha Woelki), Masami Okada (80. Sahid Wahab)


    BSV Hürtürkel: Ömürcan Korkut, Emre-Yasin Yildirim, Halil-Ibrahim Ince, Mücahit Yakut (46. Mert Bircakci), Ertan Turan, Cihan Ucar (88. Fatih Aydogdu), Demircan Dikmen, Ibrahim Keser, Abdullah Karacorluoglu (90. Kaan Gül), Erdi Temel, Atilla Caliskan


    Tore: 0:1 Bastian Henning (13.), 1:1 Atilla Caliskan (53.), 2:1 Atilla Caliskan (74.)


    Gelbe Karten: René Gradert (27., Foulspiel), Rainer Müller (44., Foulspiel), Nils Lindemann (88., Foulspiel) - Mücahit Yakut (25., Handspiel), Ibrahim Keser (27., Unsportlichkeit), Ertan Turan (47., Unsportlichkeit), Cihan Ucar (54., Foulspiel), Atilla Caliskan (80., Unsportlichkeit), Demircan Dikmen (83., Foulspiel)


    Besondere Vorkommnisse: Ömürcan Korkut hält Handelfmeter von Kristof Rönnau (26.)


    Zuschauer: 80


    Schiedsrichter: Christopher Musick (Friedland)


    Schiedsrichterassistenten: Hannes Hähnel und Tony Matschullis

    Die magere Punktausbeute der vergangenen Wochen konnte man sich im Schönberger Lager damit schönreden, dass man ja durchweg passabel gespielt habe, dass nie besonders viel zu einem Dreier fehlte und dass es schon noch werden würde. Doch dies ist seit heute grundlegend anders. Insbesondere in der ersten Halbzeit waren die Maurine-Kicker quasi nicht auf dem Platz, denn sie ließen die Neubrandenburger nach Belieben schalten und walten. Vor allem bei den vielen Standard-Situationen sahen die Gastgeber gar nicht gut aus und so war das 0:1, das Petrit Baliu bei einer Nawotke-Flanke in der 20. Minute erzielte, im Grunde längst überfällig. Und weil Michael Freyer nur den Innenpfosten traf, Denis Klassen gleich mehrfach großartig reagierte und Masami Okada bei einer Ecke auf der Linie rettete, war der knappe 0:1-Pausenrückstand absolut schmeichelhaft für die Grün-Weißen. „Es war die schlechteste Leistung in allen 9 Meisterschaftsspielen“, nahm Trainer Axel Giere dann nach dem Spiel auch Blatt vor den Mund.
    Nach dem Wiederanpfiff war dann zumindest der Wille zu spüren, das Blatt zu wenden und mit der ersten echten Torchance gelang dem FC Schönberg 95 sogar der Ausgleich. Bastian Henning nahm sich bei einer Flanke von Tom Körner beängstigend viel Zeit, brachte das Leder aber dennoch souverän unter. Leider machte die ominöse 64. Minute die nun aufkeimende Hoffnung umgehend zunichte. Aus einer Abseitsstellung, die der Schiedsrichterassistent auf der Tribünenseite wahrscheinlich nicht sehen konnte, weil er nicht auf Ballhöhe war, marschierte Petrit Baliu auf und davon. Hannes Köhn, der 3 Minuten zuvor Gelb gesehen hatte, konnte nur mit unfairen Mitteln eingreifen und sah dafür folgerichtig Gelb-Rot. Den Elfmeter verwandelte Michael Freyer mit einem platzierten Schuss und danach nahm das Schicksal seinen Lauf. „Der Knackpunkt war der Elfmeter“, war sich der Neubrandenburger Trainer Jürgen Bogs sicher. „Dann waren die Räume da und wir haben auch wegen der Spielanteile in der ersten Halbzeit nicht unverdient gewonnen.“ Das zwischenzeitliche Abstaubertor von Tom Körner zum 2:3 war letztlich nur Ergebniskosmetik und lässt das Endergebnis von 2:5 nur unwesentlich besser aussehen. „Wenn Du zu Hause 5 Tore kassierst, fehlt dir jedes Argument. Ich kann mich für die schlechte Leistung meiner Mannschaft bei den Zuschauern nur entschuldigen“, so Axel Giere in der Pressekonferenz.
    Einziger Lichtblick des Tages: Verbandsligatorschützenkönig Marco Pajonk bekam vor der Partie von Sebastian Turowski die Torjägerkanone der vergangenen Saison überreicht.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Denis Klassen, Hannes-Michel Köhn, Tim-Fredrick Vogel (36. Jonni Jahnke), Marcus Steinwarth, Kristof Rönnau (68. Sahid Wahab), Tom Körner, Daniel Bendlin, Nils Lindemann, René Gradert, Bastian Henning, Masami Okada (78. Fabian Kolodzick)


    1. FC Neubrandenburg 04: Alexander Walter, Ernestas Pilypas, Kay-Uwe Pittwehn (69. Nick Stövesand), Clemens Hantke, Daniel Nawotke, Kevin Riechert, Tomasz Parzy, Petrit Baliu, Tom Buschke, Michael Freyer (81. Alexander Lukesch), Guido Träger (75. Jaroslaw Jozwiak)


    Tore: 0:1 Petrit Baliu (20.), 1:1 Bastian Henning (58.), 1:2 Michael Freyer (65., Foulelfmeter), 1:3 Michael Freyer (75.), 2:3 Tom Körner (79.), 2:4 Petrit Baliu (83.), 2:5 Nick Stövesand (86.)


    Gelbe Karten: Hannes-Michel Köhn (61., Foulspiel), Fabian Kolodzick (88., Foulspiel) – Tom Buschke (63., Foulspiel), Michael Freyer (81., Foulspiel)


    Gelb-Rote Karte: Hannes-Michel Köhn (64., Foulspiel)


    Zuschauer: 190


    Schiedsrichter: Christopher Musick (Friedland)


    Schiedsrichterassistenten: Nico Savoly und Matthias Alm

    Nach gut 10 Minuten, in denen Denis Klassen allerdings einen Distanzkracher von René Goerisch zu entschärfen hatte, war Schönberg im Spiel. Doch zunächst fanden die Flanken von René Gradert (9., von der linken Seite) und Kristof Rönnau (14., von der rechten Seite) keinen Abnehmer, wobei Tim Vogel beim 2. Versuch nur äußerst knapp am Ball und damit am sicheren 0:1 vorbeischlitterte. Und als dann Bastian Henning in der 20. Minute zu einem Heber ansetzte, musste sich Sven Roggentin verdammt lang strecken, um die Kugel mit den Fingerspitzen abzuwehren. Die darauf folgende Ecke nahm Bastian Henning am langen Pfosten volley. In der Schussbahn stand Kristof Rönnau und er schob aus Nahdistanz zum 0:1 ein. „Ich hatte meine Mannschaft vor Schönberg gewarnt und das Tor war Wasser auf meinen Mühlen“, so Süd-Trainer Sven Thoß nach der Partie in der Pressekonferenz. Die Brandenburger brauchten etwa 10 Minuten, um den Rückschlag zu verdauen. Dann hämmerte Jakub Petrik das Spielgerät mit Macht an den Pfosten und wenig später schaffte es Denis Klassen bei einer Ecke mit einem phantastischen Reflex abzutauchen und den Ball noch irgendwie aus dem Eck zu fischen. Die Maurine-Kicker waren auch in den Folgeminuten gut vor dem eigenen Tor beschäftigt und kassierten bei einer weiteren Ecke in der 36. Minute den Ausgleich. Wieder hatte der Gastgeber den Ball vor den 16er gelegt, wieder zog René Goerisch ab, doch weil der Schuss abgefälscht wurde, hatte Denis Klassen diesmal keine Chance. „Diese Eckenvariante durfte Brandenburg ja schon vorher ein paar Mal probieren, da hätte ich von meinen Spielern erwartet, dass sie sich darauf einstellen“, kritisierte FC-Trainer Axel Giere das Verhalten seiner Mannschaft zu diesem Zeitpunkt. Trotzdem ließen sich die Grün-Weißen nicht beirren und kamen in der 42. Minute mit Bastian Henning über die linke Seite vor das gegnerische Tor. Lars Müller wehrte die Flanke des Schönberger Stürmers mit der Hand ab, aber der Elfmeterpfiff blieb inzwischen nicht direkt überraschend aus. Der Schiedsrichter Petrit Velici aus Berlin berief sich in der Pause auf die komplizierte Auslegung der Regeln im Falle eines Handspiels, womit er ganz sicher vielen aus dem Herzen sprach. Die Situation kurz vor der Pause war aber an Eindeutigkeit schwer zu überbieten und der FC Schönberg 95 wurde hier benachteiligt. Punkt. Wieder einmal muss man leider sagen.
    Der zweite Durchgang begann mit einem Petrik-Freistoß, den Denis Klassen in der Torwart-Ecke mit einer Flugeinlage entschärfte. Wenig später konnte sich René Goerisch nach einem Rückpass von der Grundlinie in aller Ruhe die Ecke aussuchen und er traf dabei platziert zum 2:1. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Bemühungen der Maurine-Kicker mit zunehmender Spieldauer ebenso wütender wurden, wie die Konterchancen der Brandenburger besser. So bekam Kristof Rönnau in der 57. Minute nach Vorarbeit von René Gradert und Masami Okada eine Kopfballmöglichkeit, der Ball flog über die Latte, und Danny Cornelius versuchte sich aus der Drehung, doch er bekam dabei zu wenig Druck hinter die Kugel. Auf der Gegenseite musste Manuel Wajer nach einem Hecko-Sprint über den halben Platz eigentlich das vorentscheidende 3:1 machen (66.) und Kevin Brandt verzog seine Direktabnahme in der 68. Minute. In der 81. Minute hatte Bastian Henning frei vor den Brandenburger Tor dann endlich den Ausgleich auf dem Fuß, doch der BSC-Keeper warf sich erfolgreich in die Schussbahn. Nicht umsonst war Axel Gieres erste Antwort auf die Frage nach den besten Spielern „Sven Roggentin“. Er schob aber sofort den Namen „Tim Vogel“ hinterher. „Es war sein erstes Spiel von Anfang an. Der Junge kommt aus der Verbandsliga und hat die Sache mit seinen 19 Jahren wirklich sehr gut gemacht.“ Letztlich lief den Maurine-Kickern aber die Zeit davon. Denis Klassen musste in der 87. Minute noch einmal gegen Manuel Wajer Kopf und Kragen riskieren, Schönberg kriegte wenig später aus dem Gewühl den Ball nicht über die Linie und dann war leider Schluss.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Denis Klassen, Hannes-Michel Köhn, Tim-Frederik Vogel, Jan-Uwe Prüßmann (59. Danny Cornelius), Kristof Rönnau, Tom Körner, Daniel Bendlin, Denny Jeske (19. Masami Okada), Nils Lindemann (65. Fabian Kolodzick), René Gradert, Bastian Henning


    Brandenburger SC Süd 05: Sven Roggentin, Marko Görisch, Rico Liedtke, Lars Müller (67. Stanislav Ventsislavov Marinov), Manuel Wajer, René Goerisch (86. Maximilian Ladewig), Jakub Petrik, Baptiste Dominique Buntschu, Miroslav Hecko, Kevin Brandt (74. Jan Habenreich), Gerhard Kwarteng


    Tore: 0:1 Kristof Rönnau (21.), 1:1 René Goerisch (36.), 2:1 René Goerisch (55.)


    Gelbe Karten: Tom Körner (66., Unsportlichkeit), Danny Cornelius (83., Foulspiel) – Rico Liedtke (63., Foulspiel)


    Zuschauer: 265


    Schiedsrichter: Petrit Velici (Berlin)


    Schiedsrichterassistenten: Kerem Gül und Olaf Harder

    „Wir wussten um die schwere Aufgabe in Schönberg, aber es ist eine große Enttäuschung für uns, dass wir statt mit drei Punkten nur mit einem Punkt nach Hause fahren“, fasste TSV-Trainer Tomasz Grzegorczyk seine Gemütslage nach dem 5. Oberligaspieltag zusammen. Und in der Tat konnte seine Mannschaft fast über die gesamten 90 Minuten die größeren Spielanteile für sich verbuchen, immer wieder suchte sie über die Außenposition den Weg zum Schönberger Tor. Allerdings zeigte sich die Abwehr der Maurine-Kicker dem Ansturm durchaus gewachsen. „Wir haben auch bei den Standards gut verteidigt“, hob FC-Coach Axel Giere das Positive im Spiel seiner Elf hervor. Es gab darum vor der Pause nicht viele nennenswerten Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Ein schöner Schlenzer von Danny Cornelius (9., Vorarbeit Masami Okada, knapp am Dreiangel vorbei), eine gefährliche Ciolek-Ecke (18., nur mit Glück ohne Folgen), ein Steinwarth Freistoß (22., René Hartleib klärt zur Ecke) und eine gute Diagonalflanke auf den am langen Pfosten erschreckend freistehenden Marcin Juszczak zeigten aber zumindest ein ausgeglichenes Chancenverhältnis.
    Dieses Gesamtbild sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht gravierend ändern. „Es war von beiden Seiten ein gutes und intensiv geführtes Oberligaspiel. Man hatte sich schon auf ein 0:0 eingestellt, aber dann haben 2 individuelle Fehler doch noch 2 Tore gebracht“, so Axel Giere anschließend im Pressegespräch. Zunächst bediente Marcin Juszczak mit einem präzisen Paß Przemyslaw Ciolek und dieser drückte die Kugel aus Nahdistanz artistisch zur Gästeführung über die Linie. Die Fassungslosigkeit der Grün-Weißen war unübersehbar, doch sie rafften sich noch einmal auf und als René Hartleib einen Kolodzick-Freistoß nach vorn wegboxte, war René Gradert zur Stelle. Er hatte genug Zeit zum Gucken und er ließ dem TSV-Keeper aus 5 Metern keine Abwehrmöglichkeit.
    „Der eine Punkt hilft uns im Moment nicht weiter, aber wir müssen zufrieden sein“, lautete das abschließende Fazit des Schönberger Trainers Axel Giere.

    Statistik


    FC Schönberg 95: Denis Klassen, Hannes-Michel Köhn (82. Niwar Jasim), Sascha Woelki, Marcus Steinwarth, Kristof Roennau, Daniel Bendlin, Danny Cornelius (69. Denny Jeske), Nils Lindemann, René Gradert, Marco Pajonk (69. Fabian Kolodzick), Masami Okada


    Torgelower SV Greif: René Hartleib, Mateusz Marek Sobolczyk (86. Denny Zabel), Marcin Dymek, Robert Jager, Marcin Juszczak, Michal Kotula, Przemyslaw Ciolek, Robert Lorenz, Mateusz Jureczko (90. Danilo Hamm), Marcin Mista, Tobias Lindner (76. Dominik Kamil Plaza)


    Tore: 0:1 Przemyslaw Ciolek (78.), 1:1 René Gradert (87.)


    Gelbe Karten: Danny Cornelius (52., Foulspiel), René Gradert (67., Foulspiel)


    Zuschauer: 202


    Schiedsrichter: Felix Burghardt (Premnitz)


    Schiedsrichterassistenten: Tino Stein und Stefan Hübner


    Fotos

    FC Schönberg 95 - FC Hansa Rostock II 3:3 (2:1)


    Nach dem Anpfiff dauerte es nur wenige Sekunden, bis Sascha Woelki dynamisch über die rechte Seite kam und Bastian Henning dessen feine Flanke nur denkbar knapp verpasste. „Geht ja gut los“, dachten viele der über 300 Schönberger Anhänger in diesem Moment, doch in den nächsten Minuten verlagerte sich das Spielgeschehen auf die andere Seite und zwar ausschließlich auf die andere Seite. Hansa machte Druck und kam durch einen Srbeny-Heber-Versuch (4., Denis Klassen hatte den Braten aber gerochen), eine gefährliche Pett-Ecke (6., Schönberg klärte erst im 2. Versuch) und eine Kopfballverlängerung von Henry Haufe (10., die Latte rettete für die Maurine-Kicker) zu unglaublichen Möglichkeiten, aber glücklicherweise nicht zu einem Torerfolg. Insofern stellte das 1:0, das Kristof Roennau in der 12. Minute erzielte, den bisherigen Spielverlauf schon ein wenig auf den Kopf. „Ich weiß nicht, was meinen Torwart da geritten hat“, seufzte Hansa-Trainer Axel Rietentiet später im Pressegespräch und meinte damit, dass Kristof Roennau den Ball von Tobias Werk praktisch maßgerecht serviert bekam. Natürlich machte sich Schönbergs Stürmer sofort auf den Weg zum Tor und blieb trotz aller Hektik, die nun auf der Tribüne aufkam, die Ruhe selbst. Er ging gekonnt durch die Abwehrreihe („Schieß doch endlich!!!“), umkurvte lässig den Hansa-Keeper („Ooouuhhh!!!“), guckte kurz (kollektives Haareraufen auf den Rängen) und versenkte das Leder humorlos. Der zu diesem Zeitpunkt durchaus überraschende Freudentaumel der Fans hatte sich gerade gelegt, da gelang Denis Klassen zwar eine grandiose Parade gegen den freistehenden Selcuk Can Tidim, doch dieser bekam den Fuß erneut an das Spielgerät, so dass Henry Haufe die Flanke aus Nahdistanz nur noch einschieben musste. Die Rostocker blieben auch nach dem jederzeit verdienten Ausgleich spielbestimmend, leisteten sich dann aber noch 2 weitere unerklärliche Patzer. Den ersten, wieder war es Torwart Tobias Werk, der Bastian Henning zum Torschuss einlud, konnte Schönberg noch nicht nutzen. Beim verunglückten Rückpass eines Hanseaten auf Kristof Roennau zog dieser jedoch wieder los und sorgte diesmal absolut schnörkellos für die erneute Führung des FC Schönberg 95. Und das 2:1 hinterließ Spuren bei der Hansa-Reserve. Die Platzherren waren nun gleichwertig und hätten noch vor der Pause durch Masami Okada (43., eingesprungener Volley-Schuss nach Henning-Flanke) und Bastian Henning (44.) nachlegen können.
    Der 2. Durchgang begann mit bärenstarken Gastgebern. Marcus Steinwarth schlug nach tollem Solo eine präzise Flanke, doch Kristof Roennau köpfte den Ball mehr oder weniger in die Arme von Tobias Werk (48.). In der 55. Minute legte der quirlige Danny Cornelius für Kristof Roennau auf, doch der Gäste-Schlussmann konnte zunächst abwehren. Allerdings fiel die Kugel dabei Bastian Henning vor die Füße und dieser machte im Nachschuss das 3:1. Es war gut anzusehen, was die Mannschaft in dieser Spielphase leistete und so mancher träumte auch wegen der weiteren guten Chancen für Masami Okada (57., Konter über Danny Cornelius) und Marcus Steinwarth (65., starkes Solo, Schuss aber zu schwach) von der ganz großen Überraschung. Am Ende musste der Oberliganeuling dann aber doch kräftig Lehrgeld zahlen, denn Henry Haufe nutze einen Stockfehler vor dem Schönberger Tor zum Anschlusstreffer und als Can Kalkavan im 16er geschickt fiel, zeigte Florian Markhoff auf Hinweis seines Assistenten auf den Elfmeterpunkt. Verursacher Bastian Henning selbst klärte die Frage nach der Berechtigung des Strafstoßes mit einem frustrierten Nicken und Martin Pett haute den Ball unhaltbar zum Ausgleich unter die Latte. Dies war zugleich der Auftakt zu einer turbulenten Schlussphase. Sie begann damit, dass der Schiedsrichterassistent auf der Tribünenseite den schnellen Hansestädtern gefühlte 20 Meter hinterherhechelte und so eine Abseitsstellung von Manfred Starke nicht erkennen konnte. Und nur Dennis Klassen war es in diesem Moment zu verdanken, dass die Situation folgenlos blieb. Aber auch die Maurine-Kicker, die um die 70. Minute zeitweise am Ende der Kräfte zu sein schienen, zeigten plötzlich wieder Klasseaktionen. Maurice Eusterfeldhaus warf sich zum Beispiel in einen Schuss von Kristof Roennau (83.) und Tobias Werk rettete in der 89. Minute glänzend gegen den freistehenden Angreifer der Grün-Weißen. Auch der Nachschuss Marco Pajonk auf das leere Tor war leider nicht Erfolg gekrönt. Noch besser war die Gelegenheit, die sich Danny Cornelius in der 86. Minute nach prima Vorarbeit von Marco Pajonk bot. Aus vollem Lauf, mit vollem Risiko und voller Wucht nahm Cornelius den Ball volley und malträtierte anschließend vor lauter Wut Tornetz und Aluminium, weil er das Ziel dabei weit verfehlt hatte.
    Es blieb letztlich bei einem über das gesamte Spiel gesehen gerechten 3:3 Unentschieden, das an der Maurine trotz der eigentlich klar verteilten Rollen beider Vereine nicht nur für Glücksgefühle sorgte. „Musste das nach der 3:1-Führung sein?“, hatte nicht nur Denis Klassen den Eindruck, dass heute mehr drin war.
    „Fußballbegeisterte können heute zufrieden nach Hause gehen. Sie haben ein tolles Spiel gesehen und ich bin unterm Strich auch zufrieden“, sagte Schönbergs Trainer Axel Giere nach dem Abpfiff und ergänzte: „Mein Trainergeschäft ist, dass wir jetzt in der nächsten Woche versuchen, die Fehler zu analysieren und mit der Mannschaft zu besprechen.“ Sein Rostocker Kollege Axel Rietentiet, mit dem er seit den gemeinsamen Zeiten beim FC Hansa kameradschaftlich verbunden ist, sah’s ähnlich: „Für Außenstehende war’s sicher interessant. Wir hatten trotz der Freundschaft zu Axel keine derartigen Geschenke vorgesehen. Es war Wahnsinn, was da heute ablief, haarsträubend, eine Frechheit. Ich weiß nicht, ob ich den einen Punkt gut finde oder nicht. Wir hätten auch verlieren können.“


    Statistik


    FC Schönberg 95: Denis Klassen, Sascha Woelki (79. Sahid Wahab), Marcus Steinwarth, Kristof Roennau, Rainer Müller, Daniel Bendlin, Danny Cornelius, Nils Lindemann, René Gradert (62. René Sahmkow), Bastian Henning (79. Marco Pajonk), Masami Okada


    FC Hansa Rostock II: Tobias Werk, Maurice Eusterfeldhaus, Lukas Pägelow, Philip Nauermann, Martin Pett, Manfred Starke, Henry Haufe (90. Michael Borchert), Rick Leon Willem Geenen, Dennis Srbeny, Selcuk Can Tidim (70. Can Kalkavan), Robin Krauße (62. Marc-Oliver Köller)


    Tore: 1:0 Kristof Roennau (12.), 1:1 Henry Haufe (17.), 2:1 Kristof Roennau (38.), 3:1 Bastian Henning (55.), 3:2 Henry Haufe (69.), 3:3 Martin Pett (74., Foulelfmeter)


    Gelbe Karten: René Gradert (30., Foulspiel), Masami Okada (45., Foulspiel), Daniel Bendlin (72., Foulspiel) - Rick Leon Willem Geenen (26., Foulspiel), Maurice Eusterfeldhaus (29., Foulspiel)


    Gelb-Rote Karte: Daniel Bendlin (87., Foulspiel)


    Zuschauer: 363


    Schiedsrichter: Florian Markhoff (Sukow)


    Schiedsrichterassistenten: Stefan Karnatz und André Kluwe

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