FCM als Minimalist im Spitzenspiel
Halberstadt hat auch im dritten Oberliga-Jahr gegen den 1.FC Magdeburg nichts reißen können. Im Spitzenspiel der Süd-Staffel verlor die Germania am Sonntag 0:1 (0:1). Während Halberstadt damit auch nach nach dem sechsten Aufeinandertreffen auf den ersten Torerfolg gegen den Favoriten aus der Landeshauptstadt wartet, hält Magdeburg mit dem Sieg weiter Kontakt zu Spitzenreiter FC Sachsen.
Kallnik vergibt Elfmeter
In einem munteren und weitgehend ausgeglichenen Spiel verdiente sich der FCM seinen ersten Sieg 2006 durch die bessere Chancenverwertung. Kotuljac traf bereits vor der Pause zum Tor des Tages (40.). Der Magdeburger Stürmer verwandelte eine Kubis-Eingabe aus 15 Metern. Die Führung kam etwas überraschend, bis dahin war die Germania die bessere Mannschaft. Magdeburg fiel nur durch Fehlpässe im Mittelfeld und einen verschossenen Foulelfmeter auf. Kallnik setzte den von Thiele an Habryka verwirkten Strafstoß an die Unterkante der Latte und konnte auch den Nachschuss nicht verwandeln (23.).
Ex-Magdeburger vergibt 1:1
Nach dem Wechsel blieb die Heimelf zunächst am Drücker. Doch nun wurde auch Magdeburg besser. Angetrieben vom eingewechselten Mittelfeld-Motor Müller tauchte das Team von FCM-Trainer Heyne immer wieder gefährlich vor dem Halberstädter Tor auf. Germania-Torwart Kischel musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren, bewahrte sein Team aber vor dem höheren Rückstand. Doch die Heimelf fing sich wieder: Der Weckruf für die Schlussoffensive kam vom Magdeburger Neumann, der Reitzig im Strafraum elfmeterverdächtig umstieß. Der Strafstoß blieb aus, doch Halberstadt kämpfte nun mit dem Mut der Verzweiflung und warf alles nach vorn. Gegen eine nun immer unsicher werdende FCM-Abwehr hatte der Ex-Magdeburger Banser die beste Ausgleichschance: Kurz vor dem Abpfiff rutschte er er aber knapp an einer Eingabe vorbei (87.)
Die Stimmen der Trainer
Pfannkuch (Halberstadt): "Die letzten 15 Minuten des Spiels waren o.k. Da hat eine Mannschaft gespielt, wie ich es mir vorgestellt habe. Bis dahin sind wir nicht so ins Spiel gekommen wie gewollt. Man hat gesehen, dass Mittelfeldspieler Gerlach gefehlt hat. Ihn können wir im Spielaufbau einfach nicht ersetzen."
Heyne (Magdeburg): "In der ersten Halbzeit haben wir schlecht gespielt. Außer Torhüter Beer gab es keinen Spieler, der nicht durch Fehlpässe negativ aufgefallen wäre. Auf die Leistung der zweiten Halbzeit können wir aufbauen. Insgesamt bin ich mit der Chancenverwertung nicht zufrieden, die ist eine einzige Katastrophe."