Der Pokaltraum von RB Leipzig lebt

Der Verein aus Leipzig hat sich nach seinem Aufstieg in die Deutsche Fußball-Bundesliga schnell zur dritten Kraft entwickelt. Seither zählt RB Leipzig, neben dem FC Bayern München und Borussia Dortmund, jedes Jahr zu den Favoriten auf den Meistertitel in Deutschland. Der vor Jahren vollzogene Einstieg des Getränkekonzerns Red Bull führte zum großen Erfolg. Doch in den letzten Jahren mussten die Leipziger erkennen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Dafür war der Auftritt des Serienmeisters FC Bayern München einfach zu stark.


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Nach mittlerweile acht Erfolgen in Serie, scheint die Meisterschaft für die Konkurrenten auch diese Saison in weite Ferne gerückt zu sein. Doch der Triple-Gewinner des Vorjahres ist nicht mehr unantastbar. Das stellte der desaströse Auftritt im DFB-Pokal unter Beweis. Nach der überraschenden Niederlage gegen Holstein Kiel haben nun die großen Konkurrenten die einmalige Chance einen Titel zu holen. Das gelang zuletzt Eintracht Frankfurt in der Saison 2017/2018. Jetzt könnte RB Leipzig im fünften Jahr seiner Bundesliga-Zugehörigkeit seinen ersten großen Titel gewinnen.


Alaba geht, kommt Upamecano?


Der FC Bayern München ist seit Monaten mit dem drohenden Abgang von Abwehrchef David Alaba beschäftigt. Nach endlosen Vertragsverhandlungen scheint sein Transfer ins Ausland nun fast schon fix zu sein. Selbst Vorstand Oliver Kahn rechnet bereits damit, dass Alaba den Verein im Sommer ablösefrei verlassen wird. Das reißt ein großes Loch in den Kader des Titelverteidigers. Kein Wunder also, dass sich die Münchner bereits auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht haben.


Glaubt man den Gerüchten, dann sind sie in Leipzig fündig geworden. Dayot Upamecano ist in das Visier des FC Bayern München geraten. Er soll offenbar den Abwehrchef beerben. Dessen Nachfolge anzutreten wird allerdings nicht leicht werden. Schließlich galt Alaba als fixe Stütze des Serienmeisters. Von ihm kannte man keine Extravaganzen, die so manche andere Stars „auszeichnen“.


Stars wie Mario Balotelli erregten auch abseits des Spielfeldes regelmäßig für Aufsehen. Der fuhr sogar einmal als Weihnachtsmann verkleidet durch Manchester und verteilte Geld an Bürger. Alaba glänzte zehn Jahre lang auf dem Fußballplatz und muss nun wohl oder übel ersetzt werden. Die Wahl der finanzkräftigen Münchner ist offenbar ausgerechnet auf Dayot Upamecano gefallen. Damit könnte sich der Meister nicht nur verstärken, sondern gleichzeitig einen seiner gefährlichsten Gegner schwächen. Diese Strategie ist der FC Bayern München schon öfters gefahren, man erinnere sich nur an die Verpflichtungen von Robert Lewandowski und Mats Hummels.


Erster Verfolger des Meisters


Die Verantwortlichen aus München haben scheinbar schon telefonischen Kontakt aufgenommen. Einige Zeit sah es so aus, als ob Real Madrid ebenfalls Interesse an dem Bundesliga-Star haben würde, doch die kolportierte Ablösesumme von 42,5 Millionen Euro war den Spaniern dann doch zu hoch. Für RB Leipzig würde der Wechsel des begehrten Spielers einen neuerlichen Umbruch bedeuten. Bereits im Vorjahr musste der Verein den Transfer seines Torjägers Timo Werner zum FC Chelsea verkraften. Doch Trainer Julian Nagelsmann ist es gelungen diesen Rückschlag gut wegzustecken.


Lag Werner im Vorjahr in der Torschützenliste noch auf Platz zwei, so verteilt sich die Aufgabe Tore zu schießen, nun in Leipzig auf zahlreiche Spieler. Der beste Torschütze der Mannschaft befindet sich in diesem Jahr aktuell lediglich auf Platz 24. Trotzdem sind die Leipziger dieses Jahr die schärfsten Konkurrenten des FC Bayern München. Während der selbsternannte Titelkandidat Borussia Dortmund mit massiven Schwierigkeiten zu kämpfen hat, hat sich RB Leipzig zum ersten Verfolger des Titelverteidigers aufgeschwungen. Doch der Rückstand beträgt bereits jetzt sieben Punkte. Das erscheint nur noch sehr schwer aufholbar.


Befindet sich der erste große Titel in Reichweite?


Umso wichtiger ist der DFB-Pokal für jene Mannschaften geworden, die endlich wieder einen Titel gewinnen wollen. Hier ging auch in der dritten Runde das Favoritensterben munter weiter. Nachdem sich zuletzt der FC Bayern München blamiert hatte, erwischte es nun Bayer Leverkusen. Der große Favorit schied nach Verlängerung mit 1:2 gegen den Viertligisten Rot-Weiss Essen aus. Glück hatte hingegen Borussia Dortmund, das sich gegen den FC Paderborn knapp mit 3:2 durchsetzen konnte. Einen ganz anderen Eindruck machte da schon RB Leipzig. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann fegte Bochum mit 4:0 vom Platz und bewahrte sich so ihren Traum vom Sieg im DFB-Pokal. Dieser ist nun wieder wahrscheinlicher geworden.


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Schließlich befinden sich nur noch fünf Bundesliga-Mannschaften unter den letzten acht Teams. Weltumsegler Boris Herrmann lost am Sonntag die Partien für das Viertelfinale des DFB-Pokals aus. Für RB Leipzig hat sich nun eine neue Perspektive aufgetan. Gut möglich, dass die Mannschaft in dieser Saison ihren ersten großen Titel holt.

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