Beiträge von Chemiefreak

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    Original von ALFATIER
    Noch ist nichts sicher!! Könnt ihr uns eure 3 Punkte mit der Post schicken? =)


    Nix da erkämpft euch die Punkte gegen uns oder auch nicht =)
    Klar ist gegen die kleinen entscheidet sich der Aufstieg und da habt ihr jetzt Zipse vor euch.Aber mit der Leistung von Heute kein Problem :wink:

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    Original von ALFATIER
    Oh man!! :freude: Mal ne Frage an den Lokisten: Was ist denn dran an den Gerüchten, das ihr Grimma ,heiraten' wollt?


    nene die haben schon Torgau geheiratet das wäre jetzt Bigamie :biggrin:
    Glückwunsch nach MD zum Aufstieg

    Auch wenn das Thema durch ist wir haben nur gute Erfahrungen gemacht mit Hof.2003 haben wir in Hof unseren Oberligastaffelsieg gegen Pößneck gefeiert.Mit über 5000 Chemiefans in der Grünen Au habe ich eins meiner geilsten Auswärtsspiele erlebt. :schal2:

    FCS-Nachwuchs hat sich an der Spitze etabliert. Zu beneiden sind FC Sachsen-Fans auch in der Spielzeit 2005/06 nicht: Erneut ist die Saison lange vor Toresschluss für die Leitzke-Truppe gelaufen. Dennoch hat der Leutzscher Verein ein paar Erfolgsstorys zu bieten - beim Nachwuchs.


    Während die 1. Mannschaft nach dem blamablen 0:1 beim abstiegsbedrohten VfB Pößneck getrost für ein weiteres Jahr vierte Liga planen können, machen die grün-weißen Youngster vor, wie man in der Beletage des deutschen Fußballs mitmischt. Zum Beispiel die A-Junioren um Kai Hempel: Die holten in der Bundesliga am vergangenen Wochenende beim Titelaspiranten Hannover 96 mit einer taktischen Meisterleistung einen wichtigen Punkt. Derer 27 haben sie nunmehr auf dem Konto - ein Polster von elf Punkten auf einen Abstiegsplatz gibt Sicherheit. "Da dürfte kaum noch etwas anbrennen", ist FCS-Nachwuchskoordinator Andreas Engler zuversichtlich.


    Um die Freude bei den A-Junioren voll zu machen, legen sich auch die A2-Sachsen ordentlich ins Zeug: "Nach Lage der Dinge sollte der Sprung in die Regionalliga gelingen." Damit hätte sich der FC Sachsen nachhaltig unter den guten Nachwuchsadressen etabliert - mit dem positiven Nebeneffekt, dass er für Youngster aus der Region immer interessanter wird. Denn die Erfolge wollen verteidigt sein und dies mit wechselndem Personal - eine ganze Reihe von Spielern der Bundesligatruppe muss nun den Sprung in den Herrenbereich packen.


    Und da werden Spieler wie Torjäger Jovanovic oder Mannschaftskapitän Hempel sicherlich schon auf dem Zettel von Hans-Jörg Leitzke stehen. "Und wer nicht gleich den Schritt in die Oberliga schafft, bekommt in unserer U23-Landesligatruppe seine Chance", stellt Andreas Engler fest.


    Dass man hoffnungsvollen Talenten eine echte Perspektive über die vierte Liga hinaus bieten muss, ist den grün-weißen Nachwuchsbetreuern allerdings ebenfalls klar. Da trifft es sich gut, bereits enge Kontakte zu einem Liga-Konkurrenten geknüpft zu haben: "Mal abgesehen von den völlig unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten pflegen Hertha BSC und der FC Sachsen durchaus ähnliche Philosophien." Deshalb wird in Berlin und Leipzig sehr ernsthaft über eine Zusammenarbeit nachgedacht. Gedanken, die aber am kommenden Sonntag, 23. April, mit Sicherheit keine Rolle spielen werden: Dann wollen die Sachsen im heimischen Alfred-Kunze-Sportpark ab 11 Uhr dem Titelaspiranten aus der Hauptstadt die Punkte abknüpfen.


    An gleicher Stelle kann man dann ab 13 Uhr die "nächste Welle" der Sachsen-Talente bewundern: Die B-Junioren aus der Regionalliga treten ebenfalls gegen die Herthaner an. Mit dem Schwung des 2:3-Sieges bei Dynamo Dresden in der letzten Woche wollen sie als Tabellenfünfte dem unangefochtenen Spitzenreiter ein Schnippchen schlagen.


    Ein guter Test für die nächste Spielzeit - dann geht's um ganz große Ziele. In der Saison 2007/08 wird ähnlich wie bei den A-Junioren eine Bundesliga eingeführt. Die besten sieben Teams der Regionalligen qualifizieren sich für die neue Spielklasse und die Sachsen wollen dabei sein. "Nimmt man die positive Entwicklung der B-Junioren seit dem Aufstieg in die Regionalliga zum Maßstab, ist dies ein absolut realistisches Ziel", findet der FCS-Nachwuchskoordinator optimistisch. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die 1. Mannschaft in Sachen Aufstieg einmal nachzieht ...


    J. W.


    Quelle: Sachsen-Sonntag 16.04.2006

    [quote]Original von Lokist
    Für alle interessierten mal noch die Pressartikel dazu.


    15.04.2006 FC Sachsen, wir kommen!

    Dafür fehlt jetzt nur noch der Finalsieg. Mittelfeld-Renner Kai Metzner (27) träumt schon mal „Diesen Pott wollen wir. Und dann in der 1. Landespokal-Runde das Derby gegen den FC Sachsen spielen - vor 30000 Fans im Zentralstadion."


    Och ne wenn schon dann 44340 Fans, die Hütte muss voll werden. :wink:

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    Original von ALFATIER
    ...oder ein Spiel mehr?! :freak: Bei deren Leistungen nützt denen auch ihre Schüssel nix... :-P


    Wenn es nach der Mehrheit der Fans ginge brauchen wir die Schüssel nicht.Unsere Heimat ist der AKS.Aber das ist ein anderes Thema.

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    Original von M & M



    Das ist wohl an Arroganz kaum zu überbieten 8O


    Arroganz lass ich mal dahingestellt habe das Spiel selber gesehen und kann nur sagen Pößneck hat nur Unteren Oberligadurchschnitt aber an diesem Tag hat es gerreicht gegen überhebliche Leutzscher.

    FC Sachsen nach Pößneck-Pleite: Leitzke verschärft Ton, Jungnickel droht Konsequenzen an, Heller ringt um Finanz-Konzept


    Sein Saisonziel hat der FC Sachsen schon lange verspielt, jetzt laufen die Kicker aus der WM-Stadt auch noch Gefahr, zur Lachnummer der vierten Liga zu werden. „Das war die schlechteste Leistung, seitdem ich hier Trainer bin, da gibt es nichts zu beschönigen“, kommentierte Hans-Jörg Leitzke die blamable 0:1-Niederlage bei den Feierabend-Fußballern des VfB Pößneck. „Es darf nicht sein, dass die Mannschaft sich so gehen lässt“, schimpfte Sportdirektor Achim Jungnickel. „Allein mit diesen jungen Spielern ist der Aufstieg nicht zu schaffen“, räumte Präsident Rolf Heller ein, der jedoch wegen der ungeklärten Finanzlage immer noch kein fundiertes Konzept für einen Regionalliga-Angriff im kommenden Spieljahr vorzuweisen hat.
    Leitzke suchte gestern nicht nach Entschuldigungen, sondern nahm sich seine Versager zur Brust. „Ich habe der Mannschaft klipp und klar gesagt: Wer noch einmal solche primitiven Fehler macht, wird unter meiner Regie zunächst nicht mehr auflaufen und es künftig sehr schwer haben, egal wie er heißt.“ Trotz der unbefriedigenden Rückrunde sieht der 45-Jährige indes keinen Grund, seine Arbeit in Frage zu stellen. „Wir haben sechs Monate lang intensiv und professionell trainiert, sind aber für den riesigen Aufwand nicht belohnt worden.“ Das unerfahrene Team habe zwar bis auf Pößneck ordentlich gespielt, es jedoch versäumt, in wichtigen Partien die „big points“ zu machen und sei jetzt in ein Loch gefallen. Es fehle an Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, an Konzentration. Dem Spannungsabfall will Leitzke mit härterer Gangart begegnen: „Wir müssen uns straffen, das wichtige Pokalhalbfinale gründlich vorbereiten.“
    Jungnickel hatte die Schlappe vom Sonntag gestern noch nicht verdaut. „Pößneck besitzt nicht einen Spieler, der es bei uns in die erste Elf schaffen würde, die haben nur einmal aufs Tor geschossen und konnten kaum glauben, dass sie gegen uns gewonnen haben.“ Der entsetzte Sportdirektor wird genau hinschauen, „wer bei uns Ansprüche anmeldet, wer sich anbietet, wen wir noch brauchen können und wen nicht.“ Einen totalen Umbruch im Team werde es nicht geben, schränkt er gleichzeitig ein. „Wir verfolgen weiter unsere Linie. Aber es reicht nicht aus, dass einer jung ist, um bei uns eine Zukunft zu haben. Wir wollen Entwicklungen sehen“, droht Jungnickel.
    Drei routinierte Verstärkungen müssten her, Schlüsselspieler für alle Mannschaftsteile, Leitfiguren. Seit Wochen reist Jungnickel gemeinsam mit Leitzke durch die Lande, beobachtet Kandidaten, hat bereits Namen im Kopf. Das Problem: „Mit diesen Leuten können wir höchstens flirten, ihnen aber keine Angebote unterbreiten.“
    Gleiches gilt für die auf Eis liegenden Vertragsgespräche mit Daniel Ferl und Adebowale Ogungbure. „Wir hoffen, dass wir bis Ende April finanzielle Klarheit für konkrete Offerten haben“, so Jungnickel. Präsident Heller hält die Gehaltsforderungen beider Spieler allerdings für maßlos übertrieben: „Deshalb müssen wir uns fragen, ob wir die gleiche Qualität nicht deutlich preiswerter bekommen.“
    Leitzke aber kann so kaum planen. „Natürlich bringt dieser Schwebezustand Unruhe in die Mannschaft“, weiß der Coach, der zudem befürchtet, neben Ferl und Ogungbure auch noch Talente wie Ronny Garbuschewski und Maximilian Watzka zu verlieren, „wenn wir ihnen nicht zeitnah eine Regionalliga-Perspektive bieten und höherklassige Vereine sie herauskaufen“.
    Beim Wort Perspektive überkommt Heller leichtes Gruseln. Denn ohne konzertierte Aktion kein Aufschwung. „Bisher ist uns nicht gelungen, Stadt, Wirtschaft und Stadionbetreiber klarzumachen, welche Vorteile ein Verein im bezahlten Fußball für Leipzig bringen würde“, gesteht der Präsident, „alle warten ab, verhalten sich restriktiv.“ Woher also das Geld nehmen für eine große Lösung? Neue Schuldenberge nebst Insolvenz-Risiko lehnt der Sachsen-Vorstand ab. Vieles hängt von Michael Kölmel ab, von seinen Millionen in einer oft beschworenen „strategischen Partnerschaft“. Laut Heller gibt es zwar keine unüberbrückbaren Hürden, aber bisher nur Vorgespräche: „Wir hoffen trotzdem, dass wir kurzfristig einen Konsens finden.“
    Bleibt der Verein ganz auf sich allein gestellt, wären die Konsequenzen bitter. „Im Extremfall müssten wir aus dem Zentralstadion zurück nach Leutzsch, unser Nachwuchszentrum aufgeben und kleine Brötchen backen“, weiß Heller. Tritt diese Schreckensvision ein, wäre nicht nur er persönlich gescheitert, sondern wohl auf Jahre hinaus auch der Leipziger Fußball. Heller hält das für unwahrscheinlich, sucht nach einem Mittelweg – und verlangt positive Signale von der Mannschaft. Peinliche Pannen wie in Pößneck verschrecken auf Dauer selbst die geduldigsten Geldgeber.
    Quelle LVZ

    Hier mal G.S.Bericht aus der LVZ:
    Unglaublich, aber wahr: Pleite in Pößneck!


    Pößneck. Ja, man kann auch in Pößneck verlieren. Wenn man statt im Bus per pedes anreist. Oder zu acht und in Adiletten antritt. Auch Frühlingsgefühle, quer im Hals steckende Thüringer Bratwürste und röchelnde Zugvögel im Kabinengang gehen als Erklärung durch. Leider Gottes können die Fußballer des FC Sachsen keine dieser Entschuldigungen für sich reklamieren. Die seriös vorbereiteten Vollprofis waren bei den minderbemittelten Amateuren einfach nur sauschlecht. 0:1! In P-ö-ß-n-e-c-k! Ein Städtchen, das es alljährlich gerade so auf die Atlanten schafft, das weniger Einwohner als Leipzigs Karli Kneipen hat. Mit Fußballern, die unter der Woche 120 Pokalminuten absolvierten (gegen Jena) und auf den Felgen kauend ins Spiel gingen. Fußballer, die sich zweimal vors Tor schleppten, kaum die Kraft hatten, Herrn Schimmelpfennigs Siegtreffer (47.) entsprechend zu würdigen.
    Mit dem Unfassbaren gingen die Macher aus der WM-Stadt höchst unterschiedlich um. Rolf Heller guckte aus der Wäsche, als hätte man ihm gerade seine S-Klasse unterm präsidialen Hintern weggepfändet. Achim Jungnickel führte Selbstgespräche, die in dieser sportdirektoralen Erkenntnis mündete: „Man darf überall verlieren – aber doch nicht hier!“ Während sich Jugendvorstand Andreas Engler heimlich mit eigenen existenziellen Nöten beschäftigte und Richtung Bratwurststand illerte, brummelte der stets um Ausgleich bemühte Georg Flascha in seinen Rauschebart, dass „ja nicht alles schlecht gewesen“ sei.
    Man muss dem Schatzmeister unbedingt zustimmen. Ja, es gab auch positive Geschichten aus dem Sportpark an der Warte. Eine davon: Edelreservist Gregor Berger (eingewechselt) zeigte, dass er seine Leder-Allergie überwunden hat und den bis Sommer 2007 laufenden Vertrag eventuell doch auf dem Rasen auslebt. „Klasse gespielt“, lobte Engler. Ein weiterer Lichtblick: Alle Mann blieben unverletzt und trotz eisiger Böen auch sonst sehr gesund. Außerdem: Richard Baum sah in der 89. MInute nur Gelb-Rot, wo doch das ungehemmte Besteigen des gegnerischen Keepers mindestens ein Zartrosa hätte nach sich ziehen müssen. Schließlich: Die 90 Minuten schweißten Heller und Co. in der Erkenntnis zusammen, dass ihre Mannschaft zwar eine wunderbare Zukunft hat, aber die triste Gegenwart akuten Handlungsbedarf provoziert.
    „Wir brauchen für jeden Mannschaftsteil einen richtig Guten“, fordert Cheftrainer Hans Leitzke. „Uns fehlt momentan einfach die Klasse zu einer Spitzenmannschaft.“ Am Sonnabend hat sich Leitzke den Babelsberger Stürmer Andreas Fricke angeschaut. Der ist 28, ein Guter, hat 15 Saisontore gemacht. Problem: Die Sachsen dürfen nur flirten, mehr erlaubt Tugendwächter Flascha nicht: „Unsere Finanzlage lässt keine neuen vertraglichen Bindungen zu.“

    Auf unserer Page gefunden:
    Jena gegen St. Pauli auf der LEUTZSCHER WELLE
    Hallo Fans,


    wir wollen am Samstag das Regionalliga-Spitzenspiel um den Aufstieg in die zweite Bundesliga zwischen Carl Zeiss Jena und St. Pauli im Internetradio LEUTZSCHER WELLE live übertragen. Das erste Fanfussballradio in Deutschland ist über die Homepage http://www.sachsen-leipzig.de erreichbar, und die Sendung soll 15 Minuten vor dem Anpfiff der Begegnung beginnen. Die Chancen, dass diese Übertragung auch tatsächlich stattfindet, liegt gegenwärtig bei 95 Prozent. Also sollten alle Besitzer eines modernen Personalcomputers die Boxen entstauben lassen.


    Lutz WalterLeutzscher Welle


    Für die Fans die nicht dabei sein können viel Spass

    Klubinterne Diskussionen über Vermarktungsdeal


    Zerreißprobe beim FC Sachsen. Auf der einen Seite steht die Fraktion um Präsident Rolf Heller, die einen Vermarktungsdeal mit Stadioninvestor Michael Kölmel vorantreibt und das damit fließende Geld als einzigen Weg aus der Oberliga ansieht. Auf der anderen Seite: Der allseits geschätzte Schatzmeister Georg Flascha. Der Chef der Leipziger Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG hat Vorbehalte gegen die avisierten Darlehens-Millionen. „Das ist mit mir nicht machbar.“ Flascha empfiehlt, den Realitäten ins Auge zu blicken und die überschaubar segensreiche Perspektive offensiv zu kommunizieren: Schuldenabbau und Oberliga statt Mehr-Schulden und Vielleicht-Aufstieg. Dass Heller den Schatzmeister auf seine Seite zieht, ist unwahrscheinlich. Nimmt der bärtige KPMG-Macher demnächst seinen Hut?
    „Wir brauchen einen Konsens, rudern noch“, sagt Heller. Zwar mit im Boot, aber irgendwie zwischen den Riemen sitzt Aufsichtsrats-Boss Walter Oertel. Der hat keine Lust mehr auf die vierte Liga, sieht aber bei der Ausgestaltung des Vermarktungsmodells kritische Punkte. Um dem Sicherheitsbedürfnis des Klubs ein Stück weit zu genügen, hat Michael Kölmel bezüglich der avisierten Darlehen Rangrücktritt erklärt. Bedeutet: Der Kinoweltchef kann die Kohle nicht aus einer Laune heraus über Nacht fällig stellen und zurückfordern, sondern erst wenn schwarze Zahlen geschrieben werden. Das kann frühestens ab Liga 2 passieren. Schwarze Zahlen hat der FC Sachsen zuletzt zu Zeiten des seligen Alfred Kunze geschrieben …
    Falls der FCS und Kölmel handelseinig werden, deutet vieles auf personelle Veränderungen im Klub-Management hin. Kölmel, der von 1998 bis 2001 über 14 Millionen Mark nach Leutzsch gepumpt hatte und fast keine Mark wieder sah, besteht auf strenge Mittelüberwachung. Dynamo Dresden (hat einige Millionen Schulden bei Kölmel) kann davon ein Lied singen. Der Zweitligist wird von einer Art Finanz-Oberaufseher überwacht. Michael Kölmel ließ gestern aus Cannes mitteilen, dass er sich nach seiner Rückkehr erneut mit dem FC Sachsen treffen werde.


    Guido Schäfer


    Quelle: LVZ 05.04.2006

    Stadioninvestor Michael Kölmel und Sachsen Leipzig – Vermarktungsdeal im stillen Kämmerlein


    Die Sachsen-Bosse und Michael Kölmel. Sie tun es miteinander, verhandeln heimlich, still, vor allem leise. Weil noch nichts spruchreif und die Angelegenheit eine delikate ist. Es geht um die Zukunft des FC Sachsen, um viel Geld, auch um das Ansehen der WM-Stadt. Und um Abhängigkeiten von Geldgeber Kölmel. Die Ausgangslage: Weil kein Geld keine Tor schießt, bleibt der klamme Oberligist wohl bis in alle Ewigkeiten viertklassig und Leipzigs Fußball eine Lachnummer. Abhilfe könnte Kinoweltchef und Stadioninvestor Kölmel schaffen. Der 52-Jährige will die Vermarktungsrechte des FCS kaufen, bietet im Gegenzug Millionen-Kredite, die den Klub in den Profifußball hieven sollen.
    Präsidiale Qual der Wahl: Selbstbestimmt und unbedeutend bleiben oder ins Nest mit Kölmel und gemeinsam nach ganz großen Eiern suchen. Die Offerte des Filmrechtehändlers, der aktuell in Cannes seinem eigentlichen Business nachgeht, steht. Die Zusage des Klubs noch nicht. „Zu laufenden Verhandlungen sage ich nichts“, windet sich der Aufsichtrats-Vorsitzende Walter Oertel. Immerhin: „Beide Seiten wollen miteinander.“ Auch Präsident Rolf Heller achtet auf jeden Zungenschlag, spricht von einem „Meinungsbildungsprozess“, der „nicht einfach“ sei. Heller hat offenbar Probleme, die Entscheidungsträger geschlossen hinter sich und sein Votum für die große Lösung zu bringen.
    Überzeugt werden muss unter anderem Schatzmeister Georg Flascha. Flascha kennt den Furcht erregenden momentanen Schuldenstand (nahezu siebenstellig), will trotz der Aussicht auf schnelles Geld und sportlichen Erfolg keine weiteren Kredite durchwinken. Wie dünn die Leutzscher Kapitaldecke ist, lässt sich übrigens daran ablesen, dass VfB-Insolvenzverwalter Friedbert Striewe eine Stundung in Sachen Ablöse diverser VfB-Talente einräumte ...
    Klar ist: Ohne Kölmel kann sich der FCS einen erneuten Angriff auf den Titel schlichtweg nicht erlauben, sind Großverdiener wie Ogungbure unbezahlbar, steht der Umzug in den Kunze-Sportpark und das jahrelange Backen kleiner Brötchen bevor. Klar ist aber ebenso: Auch Kölmel steht unter Druck, kann nur mit einem erfolgreichen Hauptmieter FC Sachsen sein Zentralstadion aus den roten Zahlen führen. Momentan verursacht das Investment Sportforum ein sattes Millionen-Minus. Der FC Sachsen sitzt bei den Verhandlungen also nicht am Katzentisch, sondern auf Kölmels Schoß. Jedenfalls fast.
    Quelle LVZ


    Bereits ab Montag, dem 03.04.2006, startet zudem in allen 12 McDonald´s Restaurants in Leipzig und Umgebung eine neue Aktion mit Tablettsets des FC Sachsen Leipzig.

    Sachsen-Nigerianer Ogungbure über die Hooligan-Hetze, seinen Hitlergruß und heimliche Tränen


    Er hat die letzten Tage geschwiegen. Stand unter Schock. War ganz unten. Jetzt öffnet Sachsen-Verteidiger Adebowale Ogungbure (24) erstmals sene Seele. In BILD spricht der Nigerianer über die Geschehnisse in Halle. Über die Hooligan-Hetze, die er mit dem Hitlergruß beantwortete.
    BILD: Ade, wie geht es Ihnen?
    Ogungbure: "Etwas besser. Aber ich muß unter Leutenm sein. Sonst kommen die schlimmen Gedanken wieder. Die Abende verbringe ich deshalb im Fitneßstudio."
    BILD: Haben Sie solch rassistische Angriffe schon mal über sich ergehen lassen müssen?
    Ogungbure: "Noch nie in meinem Leben! Noch nicht mal auf der Strasse. Ich habe in Nürnberg Bundesliga gespielt, in Cottbusa zweite Liga. Aber so extrem wie in der Oberliga war es nirgendwo. Heimlich habe ich sogar geweint. Denn das muß man sich erstmal vorstellen: Die WM steht vor der Tür. Und da kommen ja auch viele Afrikaner mit."
    BILD: Wie haben Sie die Attacken in Halle erlebt?
    Ogungbure: "Ich war ganz friedlich. Selbst, als mich die Holligans auf dem Platz beleidigten und bespuckten. Aber als ich dann an der Tribüne vorbeiging und die Massen mich weiter beschimpften, da war es vorbei. Ein, zwei Mann - das wäre ja kein Problem gewesen. Aber die ganze Masse? So etwas tut weh."
    BILD: Deshalb der Hitlergruß?
    Ogungbure: "Ich weiß, daß es in Deutschland ein gesetz gibt, was das verbietet. Aber wer Scheiß redet, muß auch Scheiß nehmen."
    BILD: Es gab deshalb eine Anzeige gegen Sie, die inzwischen eingestellt ist...
    Ogungbure: "Unglaublich. Wo war denn die Polizei, als ich auf dem rasen angegriffen worden bin?"
    BILD: Haben Sie Angst davor, daß sich so etwas noch mal wiederholt?
    Ogungbure: "Ich habe vor niemanden Angst. Laufe nie weg. Wenn es Auge in Auge geht, nehme ich es auch mit zwei Mann auf."
    BILD: Aber könnte das ein Grund sein, daß Sie Leipzig Leipzig, womöglich sogar Deutschland verlassen?
    Ogungbure: "Ich habe hier eine super Fußball-Familie gefunden. Bin glücklich in Leipzig. Aber ich kenne mich gut. Werde ich wieder gereizt, dann wird es gefährlich. Ich kämpfe zurück. Insofern muß man sehen..."
    BILD: Letzte Frage: Werden Sie Sonntag gegen Plauen spielen können?
    Ogungbure: "Der Trainer hat mich das auch schon gefragt. Ich habe Lust drauf. Aber wenn der Kopf nicht 100 Prozent frei ist, macht es keinen Sinn. Mal schauen."


    Andre Schmidt


    Quelle: BILD-Leipzig 30.03.2006

    Geduldeter Rassismus
    Frank Jansen über ein verdrängtes Problem vor der Fußball-WM


    Ein Spieler aus Nigeria hat am Wochenende erfahren, was im Stadion des Halleschen FC das WM-Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ bedeutet. Hooligans haben Adebowale Ogungbure, Abwehrspieler bei Sachsen Leipzig, beleidigt, bespuckt, geschlagen. Da der Afrikaner den Angreifern einen verächtlichen Hitlergruß entbot, ermittelt jetzt die Polizei – gegen Ogungbure. Eine Anzeige gegen die „Drecksnigger“ rufenden Hooligans schrieb dagegen kein Beamter. Den WM-Teilnehmern aus Afrika muss das ein seltsames Deutschland-Bild vermitteln. Überhaupt allen Mannschaften mit dunkelhäutigen Spielern. Also auch dem deutschen Team, nicht wahr?


    Die Innenminister haben offenbar vor der WM ein Risiko übersehen. Was nützt es, Stadien zu Festungen hochzurüsten, die Bundeswehr aus den Kasernen zu holen und teure Sympathie-Kampagnen zu präsentieren, wenn es Teilen der Polizei an der nötigen Sensibilität im Umgang mit Opfern rassistischer Angriffe mangelt? Natürlich wird bei der WM in den Stadien selbst kein afrikanischer Fußballer attackiert werden, dazu sind die Sicherheitsmaßnahmen zu massiv. Doch was vor und nach den Spielen passieren könnte, zeigt sich nicht erst seit dem Vorfall in Halle. Gerade in ostdeutschen Stadien sind rassistische und antisemitische Parolen leider keine Seltenheit. Polizei und Zivilgesellschaft nehmen sie oft genug hin. Bleibt es dabei, sollten dunkelhäutige WM-Gäste Städte wie Halle lieber meiden.
    Quelle Tagesspiegel

    HFC-Partie hat Nachspiel

    Das Oberliga-Punktspiel zwischen dem Halleschen FC und dem FC Sachsen Leipzig hat ein juristisches Nachspiel. Nach dem 2:2 am vergangenen Sonnabend hatten Fans beider Mannschaften das Spielfeld gestürmt. Außerdem sorgte der Leipziger Spieler Adebowale Ogungbure mit einem angeblichen Hitlergruß für viel Aufregung.

    Der Leipziger Ogungbure spielte früher für Cottbus
    Der Nigerianer wurde am Montag von Amts wegen angezeigt. Der Vorwurf: das Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole. Augenzeugen zufolge war Ogungbure von Teilen des Hallenser Publikums rassistisch beschimpft und provoziert worden. Am Ende dann soll er zwei Finger seiner Hand an die Oberlippe gelegt und danach den verbotenen Hitlergruß gezeigt haben. Die Polizeidirektion Halle kündigte an, den Spieler vorladen und auch Zeugen zu dem Fall vernehmen zu wollen. Ogungbure ist in dieser Oberliga-Saison regelmäßig Opfer rassistischer Schmähungen geworden. Aus diesem Grund hatten Mannschaft und Fans vor zwei Wochen ihren Beistand in einer Fotoaktion erklärt.

    Fans rasten aus
    Den NOFV werden derweil noch weitere Vorkommnisse nach dem Oberliga-Spiel beschäftigen. So stürmten einige Fans des FC Sachsen das Spielfeld, wurden von der Polizei aber wieder zurückgedrängt. Für Prügeleien sorgten aber HFC-Fans, die auch besagten Spieler Ogungbure angriffen und schlugen. Der Afrikaner wurde dabei vom HFC-Spieler und Ex-Leipziger Tobias Friedrich geschützt.

    FC Sachsen Leipzig verschenkt wichtige Punkte in Halle


    Der FC Sachsen Leipzig hat im Oberliga-Derby gegen den Halleschen FC zwei wichtige Punkte verschenkt. Die Leutzscher mussten erst Sekunden vor dem Abpfiff den 2:2-Ausgleichstreffer von Halles Tobias Friedrich hinnehmen.


    Zuvor sahen 3045 Zuschauer, darunter 1269 Fans des FC Sachsen, ein munteres Oberliga-Spiel, in dem das Team von FCS-Trainer Leitzke über weite Strecken zu dominieren wußte. Ronny Garbuschewski hatte die Leipziger schon in der 5. Minute mit einem Freistoß in Führung gebracht. Dreizehn Minuten später konnte Michel Petrick vom HFC ausgleichen.


    In der zweiten Hälfte bestimmte die frühere Chemie aus Leipzig das Geschehen auf dem Platz und erspielten sich mehrere Chancen, die aber in schon gewohnter Weise ausgelassen wurden. Erst der eingewechselte Maximilian Watzka konnte dann in der 74. Minute die erneute Leipziger Führung besorgen. Während die Fans des FC Sachsen schon lautstark einen Auswärtssieg feierten und die Grün-Weißen auf dem Platz die Führung sicher zu verteidigen glaubten, köpfte der Ex-Leutzscher Tobias Friedrich nach einem Freistoß von Michal Zahorec für den HFC den glücklichen Ausgleich.


    Zu den befürchteten Auschreitungen der rivalisierenden Fangruppen aus Leipzig und Halle ist es nach Angaben der Hallenser Polizei nicht gekommen. Nach Spielende hätten 100 "Übersteiger" versucht den Platz zu stürmen, wurden daran aber von den Ordungskräften gehindert. Ingesamt 450 Beamte waren im Einsatz.


    Für etwas Verwirrung sorgte eine etwaige Handgreiflichkeit zwischen Fans des HFC und Sachsen-Profi Adebowale Ogunbure, ebenfalls erst nach Spielschluss. Die Hallenser Polizei wollte darüber keine genaue Auskunft geben und verwies diesbezüglich auf den Spielberichtsbogen des Schiedsrichters.
    Quelle LVZ