Germania Halberstadt verliert Heimspiel gegen den TSV Havelse
Eggert bei 0:1-Niederlage tragische Figur
Aus dem fünften Heimsieg ist nichts geworden: Germania Halberstadt hat die Partie gegen den TSV Havelse mit 0:1 verloren und ist dadurch auf Tabellenplatz 14 gerutscht.
Halberstadt l Wieder gab es personelle Änderungen in der Halberstädter Startelf. Für Götz rückte Warz trotz gebrochener Nase ins Team. Der dänische Neuzugang Mørck muss weiter auf seinen ersten Einsatz warten, er ist noch immer nicht 100 Prozent fit, so dass ein anderer Neuer, Podrygala erstmals von Beginn an auflief. Der Deutsch-Pole spielte im Sturm neben Christian Beck.
Im 4-4-2-System brauchte Halberstadt bis zur zwölften Minute, ehe Eggert erstmals in Richtung Havelse-Tor für Gefahr sorgte. Zuvor musste VfB-Schlussmann Kischel bereits aufmerksam sein, hatte er doch schon mehr Ballberührungen als sein Gegenüber, dazu kam Moslehe über die rechte Seite frei zum Abschluss. Überhastet wuchtete er den Ball aber weit am Tor vorbei. Ab der 20. Minute war auch Germania im Spiel. Deutlich wurde dies mit dem klaren Ecken-Plus. Havlorianelse blieb unbeeindruckt und überzeugte mit seinem schnellen Konterspiel. Nach einem weiteren Duell Kischel - Moslehe (22.) wurde Halberstadt immer aktiver (Georgi-Schuss, 23., Beck aus Nahdistanz, 40.). Dass er eine Verstärkung ist, zeigte Podrygala. Sein Schuss von der Strafraumgrenze (29.) und die vielen Ecken und Freistöße waren aus Havelse-Sicht jeweils mit Vorsicht zu genießen. Nicht wie gewohnt zur Entfaltung kam Beck, der von TSV-Innenverteidiger Smidt immer eng bewacht wurde.
Das erste und einzige Tor der Begegnung fiel nach einem schnellen Angriff der Gäste über rechts. Beismann flankte präzise nach innen, wo zunächst Vucinovic an Kischel scheiterte. Den zweiten Ball verwertete aber Cicek. Kischel war machtlos, seine Innenverteidigung in dieser Szene zu weit vom Geschen entfernt.
Danach hatte Germania zweimal Glück, dass es beim 0:1 blieb, denn nach einem Kragl-Leichtsinn hatte Beismann eine klare Torchance (53.) und Vuvinovic verstolperte völlig freistehend (59.).
Trainer Petersen reagierte und stellte nach den Einwechslungen (Reitzig und Wijks) auf ein 4-2-3-1 um. Als Beck im Strafraum von Torwart Lucassen gefoult wurde, gab es Strafstoß. Eggerts Ausführung war zu unpräzise, es blieb beim 0:1. Für breites Unverständnis sorgte die Schlusszene, als der Unparteiische die Partie kurz vor der Ausführung einer VfB-Ecke abpfiff. Eggert sah Rot - Schiedsrichterbeleidigung lautete der spätere Kommentar des Referees.
Petersen fasste zusammen: "Diese Niederlage war unnötig, denn wir waren auf Augenhöhe."
Halberstadt: Kischel - Georgi, Warz (65. Bäcker), Fitkau, Kragl (62. Wijks), Eggert, Krüger, Podrygala, Beck, Saalbach, Scheidler (62. Reitzig)
Havelse: Lucassen - Holm, Smidt, Moslehe, Maletzki, Hansmann, Beismannv (88. Brüntjen), Vucinovic, Cicek (86. Hintzke), Tasky, Posipal
Schiedsrichter: Athanassiadis (Bad Salzdetfurth). Zuschauer: 511. Tor: 0:1 Cicek (52.). Gelb: Warz / Lucassen, Smidt. Rot: Eggert (nach Abpfiff wegen Schiedsrichter-Beleidigung). Besonderes Vorkommnis: Eggert verschießt Foulelfmeter (70.).