Beiträge von AndyHHM

    Plant man irgendwie die 3 Ligen (Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein) zusammen zu legen? Das macht doch keinen Sinn, wenn jede Liga nur ein regionalliga-taugliches Stadion hat und dann jedes Jahr eine weitere Zweite Mannschaft aufsteigt. Wenn ich mir das durchlese, mache ich mir ein wenig Sorgen. Fast kein Verein hat die Möglichkeit aufzusteigen, weil ihm das passende Stadion fehlt. Es ist doch völlig normal, daß die vielen Stadtteilvereine nicht das Geld haben ein neues Stadion zu bauen und auch eher unwahrscheinlich von der Stadt ihrs renoviert bekommen werden. Wenn der DFB so weitermacht, hat man bald nur noch Reserven in der Regionalliga und in der 3. werden es auch nicht weniger werden. Da brauchen die sich auch keinen Kopf mehr um die Einführung einer Reserveliga machen. Problem clever gelöst DFB, bravo!

    Ich habe Argumente, aber für andere sind diese nur Schall und Rauch. Kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob er nun auf Tradition abfährt oder nicht. Und vor dem Krieg gab es auch schon Vereine, welchen in Personalfragen geholfen wurde. Gibt da auch einen aus Dresden, welcher (glaube) zweimal Deutscher Meister war. Meine Abneigung hat übrigens nur sehr indirekt mit der DDR zu tun.

    Nein, ich hab so langsam keine Lust mehr hier über Rasenball zu diskutieren. Wenn alles so kommt, muß jeder selbst für sich entscheiden, wie er zu dem Verein und den Leuten die diesen (vermeintlich) "unterstützen" steht. Ich werde auf jeden Fall gar nichts für einen solchen Verein übrig haben, denn das ist für mich nicht Fußball.

    Rasenball hat hier doch nichts zu suchen. Wenn alles klappt, wird der FC Sachsen in der nächsten Saison Oberliga spielen und fertig. Es bringt doch jetzt gar nichts, wenn man andauernd den beiden Leipziger Vereinen vorwirft, daß sie nicht kooperieren. Von außen betrachtet ist es immer verdammt einfach zu sagen "Fusioniert doch, zum Wohle der Stadt!", aber als Betroffener sieht das anders aus. Wer will denn schon, daß sein eigener geschichtsträchtiger Verein - mit dem man gefeiert, gelacht und geweint hat - plötzlich mit dem gehaßten Konkurrenten fusioniert?

    Lohsi, Du hast da eben Deine ganz eigenen Ansichten bei vielen Dingen. Warum sind die von Dir aufgezählten Vereine ostdeutsche Vereine? Keine Ahnung, wie man das beantworten kann. Es ist halt so. Fast jeder wird mitgehen, wenn man Lok Leipzig einen Traditionsverein nennt. Warum? Es heißt immer so schön "Tradition und nicht die Anbetung der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers". In Probstheida brannte eben noch bei vielen das Feuer, während das bei Halle 96 oder dem DSC (große Traditionsvereine) bei nicht mehr so vielen mehr brennt. Eigentlich blöd, weil man hier Äpfel mit Birnen vergleicht. Fällt mir doch noch was zu den ostdeutschen Mannschaften ein. Spieler und Funktionäre sind tatsächlich austauschbar, wie man es auf vielen Spruchbändern liest, aber die Fans sind geblieben und werden bleiben. Dir kann ich es wohl sowieso nicht rechtmachen, also lasse ich das hier einfach so stehen.

    dass nach energie mal wieder kein ostclub absteigt, wird bejammert - wenn aber einer geld in die hand nimmt, um eine ostdeutsche truppe in die erste liga zu bringen - das ist euch eben auch nicht recht!


    Ostdeutsch muß man aber auch erstmal definieren. Meiner Meinung nach, ist "Ostdeutsch" eine Art Einstellungsfrage. Auch wenn einer in der DDR geboren ist, muß er sich trotzdem nicht als Ostdeutscher fühlen und ähnlich ist es mit Rasenball. Die haben eben keine ostdeutsches Vergangenheit, welche vielen Vereinen in den Regional- und Oberligen ihr Gesicht gibt, und von daher wird dieser Verein auch nie als ein solcher betrachtet werden. Das ist eben "Rasenball Leipzig", nicht mehr und nicht weniger. Übrigens: Gestern war der 31. Mai - Stichtag! Weiß einer, ob die Tinte noch rechtzeitig aufs Papier gebracht wurde oder haben wir uns hier unnötig ereifert?

    So, das ganze konnte jetzt ein wenig sacken und dann möchte ich mich nochmal äußern. Rasenball wird meine Verachtung, aber vor allem Mißachtung erhalten. Ich weiß, daß bringt hier keinem etwas, aber mir persönlich schon. ;) In Markranstädt wird man mich - je nach Spielplan - nur einmal nächste Saison sehen, wenn nämlich Dynamo II (ziemlich sicher aufgestiegen mit +21 Toren, +3 Pkte., 1 Spieltag) dort gastiert.


    Was die Leipziger machen, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Es werden genug Zuschauer kommen, auch wenn ich das mal nicht wahrhaben wollte. An eine Verbrüderung von Lok und Chemie glaube ich nicht, aber jeder - besonders Lok - wird in den Spielen gegen Rasenball sich positionieren. Man darf gespannt sein! :)

    PS: dasss ein "retortenverein" keine ultras hat, wird bei den machern sicher auch einkalkuliert. sparen die sich wenigstens die regelmäßigen besuche beim sportgericht. dort sind die termine weiter für blau-gelb und grün-weiß reserviert!


    Sag das nicht. Ich habe mir gerade ein paar Bilder der Fanszene von Heidenheim angeschaut, weil die ja seit heute leider als Gegner für die kommende Saison feststehen. Dort gibt es sogar mehrere Gruppen, welche das ganze Ultraprogramm durchziehen. Und wenn diese Thekentruppe, um das R-Wort nicht zu verwenden Ultras hat, dann werden sich bei Rasenball auch welche einfinden.


    Übrigens: Pyro geht nicht ausschließlich von den Ultras aus, solltest Du Dir merken. ;) Qualmt es beim DSC nicht auch immer mal? Apokalypse? Ultras? :)

    Sei Dir da mal nicht zu sicher. So viele "Wendehälse", um Deinen Bezug zur Politik ein wenig aufzugreifen, gibt es hier im Forum auch nicht. ;) Aber die Sache mit dem "Stall sauberhalten" (wie passend bei den Bullen) würde ich so glatt unterschreiben. Geld regiert die Welt, aber im Osten auch nicht erst seit der Marktwirtschaft.

    rostock, leipzig, magdeburg, cottbus, bald auch dresden: die stadien sind profitauglich. und in bochum beispielsweise sitzt auch kein ölscheich auf der tribüne. was fehlt ist durchgehend sportlicher und finanzieller verstand. in dresden wie leipzig wurden millionen versenkt, mit denen könnte mal in den poker um ribery einsteigen... die "großen vereine ostdeutschlands" sind eben nur gernegroße und vor allem dank eigenem verschulden dritt- bis viertklassig! warum daran der dfb schuld sein soll? grad als dynamo solltest du wissen, dass der dfb bei euch mehrfach beide augen zugekniffen hatte!


    Das mit dem Selbstverschulden habe ich in meinem Beitrag beschrieben, bitte lies nochmal nach. Kleiner Tipp: In der Kürze liegt die Würze. ;) Rostock und Cottbus haben es nach der Wende richtig gemacht. Gut gewirtschaftet und sportlich geklettert, statt gefallen. Das meiste Geld wurde in der Vergangenheit verpulvert, mit Ausnahme Dresden, Zwickau und Leipzig-Leutzsch wo auch in den letzten Jahren noch Millionen im Nichts verschwunden sind. Darauf könnte der DFB Rücksicht nehmen bei Lizenzauflagen, um den durchweg finanziell schwachen Ostfußball zu fördern. In Dresden wird es verdammt schwer das Stadion zu finanzieren und eigentlich geht es nur ab der 2. Bundesliga, in Magdeburg kenne ich die Lage der Baubestrebungen nicht, aber die bisherige Betreibung lief ja auch nicht positiv. Halle hat Glück mit der Stadt, daß die das trägt, und Leipzig hat das neue ZS nur wegen der WM. Aber alle wollen mit den neuen Stadien bloß verdienen. Keiner baut mehr so ein Ding um darin Fußball spielen zu lassen. Nochmal zu dem Ding mit Dynamo: Ist richtig, aber weil man DD mag wird das auch nicht gewesen sein. Guck dir bitte mal die Zuschauerzahlen in den Ligen an. Da sind die Mannschaften aus dem Osten alle mit gut dabei und das hat auch was mit Größe zu tun. Wenn Dynamo hinter Düsseldorf und Braunschweig auf dem 3. Platz in der 3. Liga vom Zuschauerschnitt liegt, hat das nichts mit möchtegern zu tun. Aber da zählt für dich wahrscheinlich der gekaufte Meistertitel von VW Wolfsburg mehr, wenn es um die Größe eines Vereins geht.

    Mitteldeutschland hat doch bald Rasenball! :D Nein, mal im Ernst. Wäre schön, wenn Chemie sich für den Ostfußball zerreißt, besonders nachdem CB höchstwahrscheinlich absteigen wird. Also, "Auf geht's Leutzscher Jungs, ..." :D

    Das war es wohl mit ziemlicher Sicherheit für Energie und das ist verdammt nochmal richtig schade für den Ostfußball. Ich glaube seit der Wende hatten wir immer mindestens eine Mannschaft oben mit dabei. Nun kann man nur hoffen, daß eine der drei Mannschaften nächste Saison den Aufstieg packt, obwohl es damit momentan nicht wirklich gut aussieht. Das ist schade, aber letztendlich ein Produkt des Bestrebens des DFB. Kurz nach der Wende waren die ganzen Vereine selber Schuld, aber nun macht der Deutsche Fußball-Bund mit seinen Lizenzauflagen alles kaputt. Im Osten gibt es halt keine großen Geldgeber, die investieren und den Vereinen neue Stadien bauen. Schlimm genug, daß die moderne Fußballwelt nur noch mit Geld funktionieren kann. Wenn einer aufsteigt, muß man das Stadion für Millionen umbauen oder gleich ein neues bauen und das kann KEINER hier im Osten stemmen. Deshalb müssen wir uns wohl daran gewöhnen, daß die großen Vereine der ehemaligen DDR-Oberliga sich früher oder später in der 3. Liga sammeln.

    Natürlich sind immer Vereine gekommen und gegangen und manche wollten auch nicht gehen, wie der VfB/Lok Leipzig. Aber das hier sind keine natürlichen Entwicklungen. Klar wurden auch in der (weit zurückliegenden) Vergangenheit Vereine durch finanzielle Zuwendungen hochgepusht, aber irgendwann war Schluß und es ging wieder runter. Allerdings sehe ich hier nur noch Vermarktungszwecke am Werkeln. Hat man früher Vereine unterstützt, um sie zu sportlichem Erfolg zu führen, wird in Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim und bald auch in Leipzig das Ziel verfolgt eine Marke und keinen Verein zu etablieren. Das sportliche wird völlig außer Acht gelassen.

    Ja, den Spruch würde ich wahrscheinlich auch bringen. Aber sowas geht wirklich nicht. Ich meine, ich gucke mir gerne als Fußballinteressierter oder -verrückter Spiele von anderen Mannschaften ohne Beteiligung von Dynamo an, aber sowas unterstütze ich ganz bestimmt nicht. Außerdem spielt die SGD ja irgendwann auch wieder Bundesliga, hat der Wage ja sogar im Vertrag stehen. :D

    Ja, da sitzt der Schock bei mir schon ziemlich tief. Ich kann mir eigentlich beim besten Willen nicht vorstellen, daß dieser Verein viele Zuschauer anlocken wird. Wenn du in Leipzig geboren wirst und dein Vater Fußballfan ist, wird er seinen Kleinen mit zu Lok oder Chemie nehmen. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, daß dort Potential vorhanden ist und man wirklich Zuschauer anzieht. Besonders weh tut es mir für Markanstädt, weil dort ja praktisch alles zerstört wird was man sich in der Vergangenheit aufgebaut hat, und für die Leipziger. Denn das Zentralstadion umbenennen ist schon ein starkes Stück. Keine Macht den "Energiegetränken"!


    Und nein, ich würde mir dort auch keine Bundesliga angucken!