Schönower SV - Falkenthaler Füchse 3:1 (3:0)
Klarer und in der Höhe auch eindeutig verdienter Sieg der Schönower, die eine traumhafte erste Halbzeit spielten, in der die Gäste nicht nur auf dem Platz erhebliche Orientierungsprobleme hatten ("Ich dachte, wir spielen in Schönow bei Bernau!"). Falkenthal stand immer zu weit vom Gegner entfernt, jeder abprallende Ball sprang auch wieder einem Schönower vor die Füße, und wenn mal Zeit war, flogen die Bälle hoch und weit nach vorne und landeten beim Gegner oder im Aus. Es war eines der Spiele, die schon zur Halbzeit entschieden waren, wenn da nicht noch schnell was passiert. Aber seit Deutschland-Schweden wissen wir ja, dass auch ein 4:0 manchmal nicht reicht ...
Heute hat es ja jedenfalls für Schönow gereicht, auch wenn die Füchse in der 2. HZ besser standen und spielten. Besonders der eingewechselte Schindler sorgte für viel Entlastung, da er die Schönower Abwehr ein ums andere Mal beschäftigte. Nach seinem Anschlusstor in der 75. Minute wurde es nochmal spannend, obwohl die eindeutigen Chancen ausblieben, aber die Füchse den Druck nochmal steigerten.
Aufgrund der starken ersten Halbzeit mit schön herausgespielten Toren durch Schütze und Troni verdiente sich der SSV den Sieg, der durch zwei Riesen in der 2. HZ noch deutlicher hätte ausfallen können. Hier reagierte Füchse-Keeper Raupach Klasse und wurde für mich letztlich zum besten Mann der Gäste. Nicht unerwähnt lassen möchte ich jedoch auch den möglichen Ausgleich der Füchse beim Stand von 1:0, als der Ball bei der bis dahin ersten Chance an den linken Innenpfosten flog und von dort ins Feld zurück. Aber das rundete die völlig verkorkste 1. HZ aus Füchse-Sicht nur noch ab.
Der Rahmen war wie eigentlich immer in Schönow angenehm, entspannte Leute rundherum bis auf die übliche Fußball-Folklore, gute Preise, 95 Zuschauer, die zumindest als Heimfans ein schönes Spiel sahen, und ein paar Gästefans, die angesichts der 1. HZ nur noch Galgenhumor zeigten ("Welche erste Halbzeit, ich hab keinen FUßBALL gesehen?").
Auch auf dem Platz gab es bei allem Frust der Gäste keine Überreaktionen (3:2 Gelbe, alle wegen Fouls), die sportliche Entscheidung konnte wohl heute niemand anzweifeln.