Habe folgendes mal aus einem anderen Forum "gekupfert" ...
Es betrifft hier den EC-Sieger von 1974, den 1. FC Magdeburg, anläßlich des Jubiläumspiels "30 Jahre Europacupsieg" am 08.05.2004.
Im Tor mit der Rückennummer 1 stand damals Ulrich Schulze (56). Der Pädagoge lebt in Woggersin an der Müritz, ist heute Trainer in Waren und hat neuerdings auch das Torwarttraining bei Sachsen Leipzig übernommen.
Die Nummer 2 in der Abwehr trug Detlef Enge. Der 52-Jährige ist einer der wenigen, die morgen nicht dabei sind. Enge, der sich später eine schwere Verletzung eingehandelt hatte, lebt in Magdeburg, hat sich aber zurückgezogen und auch Kontaktversuche nicht erwidert.
Mit der Nummer 3 war Manfred Zapf Kapitän und Libero der Mannschaft. Der 57-Jährige ging nach Regionalliga-Zwangsabstieg und Insolvenz des FCM nach Berlin, wo er heute beruflich bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt ist und sportlich sich als Geschäftsführer um die Geschicke des Oberligisten Lichtenberg 47 kümmert.
Mit der Nummer 4 lief Wolfgang Abraham in der Abwehr auf. Der 62-Jährige ist in Magdeburg in der Versicherungsbranche tätig und kickt noch aktiv beim SV Oldies. Beim Club engagierte er sich ein Jahr auch im Präsidium.
Helmut Gaube (Rückennummer 5) lehrt heute an der Uni Magdeburg und betreut auch die dortige Uni-Auswahl. Der 58-Jährige war seinerzeit nur durch die Gelb-Sperre von Klaus Decker ins Team gerutscht, machte im Finale aber seine Sache als Bewacher von Milan-Regisseur Rivera ausgezeichnet.
Mit der Nummer 6 lief im Mittelfeld Jürgen Pommerenke auf. Der 51-Jährige gehörte zu den begnadetsten DDR-Fußballern überhaupt, hat dem Club stets die Treue gehalten und ist heute Jugend-Koordinator.
Wolfgang Seguin (7), ebenfalls im Mittelfeld eingesetzt und Torschütze des 2:0, ist im positiven Sinne ein Fußball-Verrückter geblieben. Der 58-Jährige nutzt jede Gelegenheit zum Kicken, ob nun für den FCM, Lok Stendal, die Traditionsmannschaft usw. "Paule" Seguin wohnt in Stendal und ist beruflich Geschäftsführer einer Gebäudereinigungsfirma in Magdeburg.
Axel Tyll mit der Nummer 8 auf dem Rücken komplettierte das starke FCM-Mittelfeld. Den 50-Jährigen zog es schon vor längerer Zeit in den Harz nach Wernigerode, wo er als Lehrer tätig ist. Mehrere Jahre war er dort auch als Trainer aktiv,.
Stürmer Detlef Raugust (Nummer 9) verschlug es nach der Wende in den Süden Deutschlands nach Oberammergau (Bayern), wo er eine Umschulung zum Physiotherapeuten absolvierte. In Unterammergau trainierte der 49-Jährige lange die erste Herrenmannschaft; inzwischen lässt er's im Jugendbereich etwas ruhiger angehen.
Die 10 gehörte im Angriff Jürgen Sparwasser, der stets mit dem WM-Tor 1974 zum 1:0 der DDR gegen die Bundesrepublik in Verbindung gebracht wird. Der 54-Jährige lebt in Bad Vilbel (Hessen), blieb dem Fußball lange als Trainer oder VdV-Vorsitzender (Vereinigung der Vertragsfußballer) verbunden.
Mit der 11 hatte sich der junge Martin Hoffmann auf Linksaußen einen Stammplatz im Team erkämpft. Der 49-Jährige lebt in Gommern, gilt als sehr bodenständig, hat bis auf einen kurzen Abstecher in Parchim den Club nie verlassen und damit auch alle Höhen und Tiefen miterlebt. Hoffmann gehört als Scout dem Trainerstab der Oberliga-Mannschaft an.
Ferner waren in Rotterdam die Torhüter Hans-Werner Heine (Rückennummer 12/verstorben) und Bernd Dorendorf (-/51) sowie Hans-Jürgen Hermann (13/55), Siegmund Mewes (14/53) und Jörg Ohm (15/60) dabei. Zum Einsatz kamen sie allerdings nicht. Zum FCM-Team 73/74 gehörten außerdem der gesperrte Klaus Decker (5/54) und Jürgen Achtel (17/53).
Den Trainer- bzw. Begleiterstab bildeten Coach Heinz Krügel (83), Assistent Günter Konzack (73), Mannschaftsarzt Dr. Heinz Eckhardt (85), Masseur Hans Weber (69) und die inzwischen verstorbenen Herbert Groth (Club-Vorsitzender) und Günter Behne (Vize).